I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

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Mittwoch, 21. Mai 2014

Airia One in der Post

Heute bekomme ich soviel Post wie schon lange nicht mehr. Es stapeln sich Pakete im Flur. Wahrscheinlich bekomme ich sonst nie so viele, weil die Post sich das alles für heute aufgespart hat? Egal. Heute ist mein Paar Airia One mit dabei. Die Schuhe sind federleicht und sehen lustig aus, mit dem erhöhten Zehenfach. Außerdem liegt eine Gebrauchsanleitung bei, darüber hatte ich schon spekuliert. 

Man soll sich langsam an die Schuhe gewöhnen steht drauf. Und, dass sie für das Rennen gemacht sind, nicht zum gehen. Beides glaube ich sofort, als ich mir den Schuh und seine Sohle näher betrachte. Sieht außergewöhnlich aus. 

Da der Trainer für heute 30Minuten laufen aufgeschrieben hat, beschließen die neuen Laufschuhe und ich, dass das die richtige Länge für einen ersten Testlauf mit den Airia's ist. In der Gebrauchsanleitung steht ja, dass ich mich langsam gewöhnen soll. Es braucht mindestens 10km und ein paar Laufeinheiten um die Schuhe lieben zu lernen. 


Draußen sind es 31°C. Es ist sauheiß, wirklich. Das ist übrigens keine Temperaturbeschwerde! Ich find's gut, wenn es im Sommer warm ist und ich habe nichts gegen Kälte im Winter. Da weiß man worauf man sich einstellen kann. 

Die Schuhe zwingen mich zum rennen, langsam geht nicht. Unsere Treppe ist eine kleine Herausforderung, weil sie sich ziemlich wackelig anfühlt. Der Beipackzettel hat nicht gelogen, soviel ist sicher. Leider kann ich nicht lange wirklich schnell rennen. Ich bin dafür einfach viel zu unfit und mein Knie noch nicht wieder so gut im Training. Die lustige Sohle fördert das Aufsetzen des Schuhs in der Mitte bzw. vorne, ein Fersenläufer wäre mit den Schuhen sicherlich nicht ganz so zufrieden. Bei mir paßt es. Als ich langsamer machen muß merke ich das sofort an den Schuhen. Dafür sind sie nicht wirklich gemacht. Auch meine Gehpause, die bei den Temperaturen für meine Atmung dringend angesagt ist, finden die Schuhe langweilig. 

Mein erstes Fazit zu den Airia One, obwohl man sich das erst nach ein paar Mal tragen und ungefähr 10km bilden soll, ist, dass der Schuh für schnelle Läufer top funktioniert. Die eigentümliche Form unterstützt die Läufer nach vorne und sorgt dafür, dass eine ordentliche Geschwindigkeit aufrecht erhalten werden kann. Wenn man -wie ich derzeit- öfter mal eine Gehpause braucht, oder generell eher langsamer durch die Gegend joggt sind die Schuhe nicht ganz so gut geeignet. Vielleicht gewöhnt man sich aber auch daran? 

Mittwoch, 14. Mai 2014

Schlammerei


Weiter geht's im Training der beiden Tough Mudder Anwärter mit unwegsamem Gelände. Während der Tur Tur am Wochenende noch auf ordentlichen Waldwegen unterwegs war, um den Fokus eher auf ein paar Hindernisse zu legen, sieht die Weggestaltung nun ganz anders aus. Das aprillige Maiwetter, was das Rhein-Main-Gebiet derzeit mit ordentlich Regen (ich weiß, die Natur braucht das), Wind und kühlen Temperaturen versorgt, tut sein übriges. Und weil die Waldarbeiter offensichtlich von den großen Plänen der Beiden gehört haben geben sie sich redlich Mühe mit ihren schweren Maschinen weiteren Platz für Schlamm und Matsch auf den Wegen zu schaffen. Vorbildlich. 

Die stecken alle unter einer Decke, die Sportler und die Waldarbeiter. Das gefällt mir gut und ist für Tough Mudder eine prima Vorbereitung, immerhin geht es auch dann darum, dass man die Strecke mitsamt der Hindernisse gemeinsam durchläuft und widrigsten Umständen trotzt. Und hier im Wald ziehen sie eben auch an einem Strang. 


Außer der Einigkeit im Wald gibt es heute aber noch zwei weitere Dinge zu berichten. Der Zeugwart war heute nämlich mal wieder bei einer Leistungsdiagnostik. Der Trainer hat ihn auf sein Rädchen gesetzt und nach einem kurzen Vorgespräch ging's dann auch schon los. Bei IQ Athletik dauert eine Belastungsstufe 3 Minuten und der Zeugwart hat getreten was die Athletenbeine so hergaben. In Grund und Boden hat er die Werte getreten und dabei wieder mal bewiesen, dass sich das viele Training, der Fleiß und die Mühe eben auch auf dem Papier auszahlen. Seine Werte haben sich massiv verbessert und nun kann er mit neuen Trainingswerten wieder in den Trainingplan starten. Ab sofort wird's nämlich ernst. Der erste Saisonhöhepunkt steht bald ins Haus und so ist es umso schöner, dass alles paßt und sich so entwickelt, wie der Trainer sich das vorgestellt hat. 

Das zweite Ding, über das es sich heute zu berichten lohnt ist eine neue Testanfrage. Airia Running hat mich angeschrieben, ob ich Zeit und vor allem auch Lust hätte ihren neuen Schuh auszuprobieren. Lust habe ich grundsätzlich immer, weil ich neugierig bin, was es so auf dem Markt gibt und weil ich gerne Sachen ausprobiere. Es muß nicht immer das altbewährte sein. Öfter mal was Neues oder eben in andere Welten reinschnuppern finde ich gehört zum Leben dazu und macht es spannend. Der Airia  One Schuh kommt aus Schweden und ist für das schnelle Laufen gemacht. Ob der Hersteller sich da die Anfrage bei mir richtig überlegt hat? Na, die werden schon wissen, was sie tun. Besonders witzig finde ich gleich auf der ersten Seite der Homepage den Hinweis, dass der Schuh zum laufen,  nicht zum gehen, gemacht ist und auch für das Gehen gar nicht funktioniert. Da ist aber jemand mal überzeugt. 

Wir werden also sehen, was die nächste Zeit so bringt. Höchstwahrscheinlich weitere Schlammerei der beiden Tough Mudder Athleten, neue Höchstleistungen beim Zeugwart, ein TomTom Uhrentest sowie einen Schuhtest. Und zusätzlich natürlich weitere Genesung! Langweilig wird es nicht. 

Und weil ja auch noch laufen auf meinem Plan stand, ich mich aber vorhin blöderweise hingekniet habe und nicht rechtzeitig vor dem großen Schmerz vom rechten Knie hochkam, muß ich natürlich auch noch kurz zwei Worte dazu verfassen. Ich lasse den Lauf heute ausfallen. Ich halte es noch nicht mal aus, dass die Jeans auf dem Knie "liegt". Also sitze ich ohne Jeans auf der Couch und nehme mir vor morgen früh den 40Minuten Lauf zu machen. Mal sehen, was das Knie zu diesem Vorhaben sagt.