I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

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Donnerstag, 18. April 2013

Der Zeugwart, Joey, der Blog und ich in der Zeitung

Heute steht ein Lauf auf dem Plan. Den mache ich natürlich. Aber später. Nach Feierabend quasi, wenn ich bei strahlendem Sonnenschein den Frühling genießen darf.
Vorher muß ich allerdings noch dringend vermelden, dass der Zeugwart, Joey, der Blog und ich es in die Zeitung geschafft habe. Oh was freue ich mich darüber!

Hier kann man den Bericht auch online lesen. Die Zeitung selbst sieht man hier: 



Boah was bin ich stolz!

Montag, 15. April 2013

Kelly Lebensgefühl im Wald

So liefen Joey und ich also herrlich einträchtig durch den Wald.


Und morgen geht es dann einfach mit dem Trainingsplan des Coaches weiter, so, als wäre nichts geschehen. Aber trotzdem mit ein bischen "Kelly-Lebensgefühl". Mein Bein erholt sich heute einfach noch ein bisschen. Soviel Zeit muß einfach sein. 

Sonntag, 14. April 2013

Der Joey Kelly Tag

Der Wecker klingelt viel zu früh. Im Hotel gibt es nämlich Sonntags erst ab 7:30h Frühstück. Das wäre für den Halbmarathon ja sowieso etwas knapp geworden, um es mal vorsichtig zu sagen. Der Lauf startet heute nämlich schon um 8:45h, Treppunkt wäre um 7:45h gewesen. 
Aber heute ist das alles egal. Wir laufen ja separat. Im Wald. Quasi ein Trainingslauf zusammen mit Joey ohne Halbmarathonmassen. 

Wir kommen, dank halb gesperrter Stadt, etwas verspätet zum Treffpunkt. Das ist aber nicht weiter wild, heute lerne ich eh noch viel dazu, was das Leben und seine Entspannung angeht. Joey winkt uns auf den Parkplatz ein und ich schnaufe kurz durch, ehe ich aussteige. Lange erwartet, kann ich das jetzt irgendwie nicht glauben. Denn wenn ich jetzt aussteige sagt Joey Kelly mir gleich Hallo. Für ihn bestimmt was alltägliches, aber für mich total besonders.

Wir geben uns die Hand und er gibt uns sofort das Gefühl herzlich Willkommen zu sein. Und weil das so ist, bin ich spontan auch nicht mehr aufgeregt sondern entspannt. Anspannung scheint es in der Welt des Joey Kelly sowieso nicht zu geben. So sieht es für mich auf alle Fälle aus. Und für diese paar Stunden heute passen der Zeugwart und ich uns perfekt an. 

Er zeigt uns, wo wir später duschen können, seine Flaschensammlung von Magnumsektflaschen die es beim Raab für die Treppchenplätze gibt, seine Hochseiltrainingsanlage und eine sehr abwechslungsreiche Fahrzeugsammlung. Darunter auch ein Stoccar mit Stefan Raab auf der Motorhaube. Verrückt. Aber zum Wegwerfen wirklich irgendwie zu schade, das verstehe ich. Joey sammelt einfach gerne. Und bei dem vielen Platz bietet sich das ja förmlich an. 

Nachdem wir noch einen tollen Blick auf den Kölner Dom genossen haben, laufen wir los. Das Tempo ist angenehm. Ich habe offensichtlich oft genug erwähnt, dass ich nicht die Schnellste bin? Sehr gut. Die Strecke ist schön. Jeder Läufer, Spaziergänger und Hundeführer grüßt unsere kleine Laufgruppe. Liegt das am Teamdress vom Zeugwart und mir? Daran liegt es nämlich oft daheim. Wahrscheinlich hier nicht. Hier ist es wohl Joeys Bekanntheitsgrad. Na gut. 

Er erzählt und fragt auch ganz viel. Über meine vergangenen Wettkämpfe über die die noch kommen sollen und über den Verein. Er freut sich, dass ich mich für die Mitteldistanz in Köln angemeldet habe. Weil das ein toller Wettkampf ist, sagt er. Und dann will er wissen, wann ich den Ironman mache.
Ha ha, da muss ich spontan lachen. Und antworte, dass ich meine sportliche Karriere höchstwahrscheinlich nach der Mitteldistanz in Köln erschöpft an den Nagel hängen muss. Das lässt er aber nicht gelten. Da ist er irgendwie wie die Teamchefin. 

Er, der in seinem Leben schon so viele Wettkämpfe gemacht hat und einfach nicht müde wird. Er, der einen unbändigen Ehrgeiz und eine wahnsinnige Lust am Leben an den Tag legt. Er, der sich in der heutigen Welt ganz offensichtlich seine ganz eigene Ruhe bewahrt hat und sich zumindest äußerlich durch nichts aus der Ruhe bringen läßt.
Für ihn ist meine Antwort einfach unbefriedigend. Er ist nicht damit zufrieden und ermutigt mich, dass ich die Ironmandistanz auch versuchen soll. Er ist sich sicher, dass ich das schaffen kann. 

Von meiner Medaille und mir möchte er unbedingt ein Foto nach dem Kölner Wettkampf. Er versichert mir ehrlich und es wirkt, als kommt es von Herzen, dass er sich freuen würde, über so ein Bild. Ich verspreche es. Natürlich. Wer kann schon behaupten, dass das Zielfoto erst mal an Joey Kelly geschickt werden soll? Viele Menschen wird es nicht geben.

Wir laufen weiter. Mein Bein schmerzt ein paar Mal, so dass ich kurze Gehpausen mache. Dem Zeugwart kommen die gerade recht. Ist ja immerhin der erste längere Lauf nach einer Weile. Außerdem wurde er damit ja Freitag Nachmittag überrascht.
Gehpausen sind für Joey überhaupt kein Thema. Nicht, dass er zu irgendeiner Zeit einen erschöpften Eindruck gemacht hätte...aber gut. Er steckt zurück, weil es eben um mich geht bei diesem Lauf. Einfach sehr nett.

Irgendwann fragt er so aus dem Nichts nach meinem Alter und antwortet sich selbst mit: "30"!?! Wow. Ich habe mich offensichtlich gut gehalten. Und das auch noch während eines Laufes! Na dann. Was soll bitte überhaupt noch schief gehen?

Im Gespräch fragt Joey uns, ob wir vielleicht heute Abend noch in den Zirkus Flic Flac gehen möchten. Er hat nämlich Eintrittskarten, die er uns geben könnte. Da der Zeugwart und ich uns mit dem heutigen Tag und den vielen Geschichten ein Lebensmotivationsbeispiel nehmen, sagen wir spontan ja. Das Spektakel ist sicherlich absolut sehenswert.


Als wir wieder zurück am Start sind gehen wir duschen und bekommen etwas zu trinken. Joey schreibt noch eine Widmung in mein bzw. sein Buch und ich glaube, die hat was mit dem Ironman zu tun.

Nachdem wir noch ein Zeitungsfoto gemacht haben verabschieden wir uns. Herzlich und irgendwie wie alte Freunde. Und Joey erinnert mich noch mal daran, dass er gerne das Zielfoto aus Köln geschickt hätte. Herrlich.

Der Zeugwart und ich fahren irgendwie beseelt vom Hof. Beseelt und hungrig. Also halten wir erst mal an um etwas zu essen. Dabei erfahren wir so ganz nebenbei, dass meine Nennnichte heute das Licht der Welt erblickt hat. Unfassbar. Auf einmal ist sie da. Wir freuen uns riesig. Ihre Mama und sie sind wohlauf, was will man mehr? Heute ist ein wirklich toller Tag.

Dann fahren wir nach Köln. Wir wollen noch die angsteinflössende Treppe anschauen und ein bischen die Sonne genießen. Bei 20Grad ist der lange Winter wirklich fast vergessen.

Die Abendplanung mit dem Besuch im Zirkus beginnt mit einem absolut einzigartigen Toilettenbesuch. Weil der eigentlich kaum zu toppen ist, sind wir total gespannt, was noch kommt. Und wir werden nicht enttäuscht. Das Programm ist atemberaubend. Wir sind wirklich total gefesselt. Was ein gigantischer Abschluss für das Joey Kelly Erlebnis. Fast besser als eine Medaille. Soviel ist sicher.


Und vielleicht mache ich zukünftig doch wieder bei solchen Gewinnspielen mit. Was sind schon Sachpreise gegen Geschichten, die das Leben schreibt und einen solch tollen Trainingslauf? Ein herrlicher Tag geht zu Ende. 

Und der hätte besser einfach nicht laufen können.

Samstag, 13. April 2013

Bonn Marathonmesse

Auf der Fahrt nach Bonn werde ich bei 160 km/h von einem Fahrschulauto überholt. Das gibt mir zu denken.

Der Zeugwart und ich finden die Marathonmesse mit Hilfe neuster Smartphone Navigation. Es ist ein großes Festzelt auf einem Platz mitten in der Innenstadt. Ich hole mir meine Startunterlagen ab. Sicher ist sicher. Wer weiß, wie sich das Wochenende noch entwickelt?

Die Startunterlagen befinden sich in einem Umschlag. Da ist die Nummer drin und ein Fotogutschein. Mehr nicht.
Der Umschlag kommt in einen Beutel und ich kriege gesagt, dass es das TShirt draußen gibt. Gut. Also wieder raus. An der Startnummer ist ein Shirt-Gutschein dran. Den wirft der Shirt Verantwortliche in eine Box und ich nehme mir ein Shirt vom Stapel. Größe M. Das ging flott. Als ich mit dem Shirt weiterziehe und zurück schaue, stehen Unmengen an Menschen in einer Schlange um ihr Shirt zu bekommen. Irgendwie habe ich hier offensichtlich was richtig gemacht.

Ansonsten ist die Messe übersichtlich. Mitnehmerchen gibt es so gut wie gar nicht. Ich mache ein Laufjackenschnäppchen und schieße einen Sport BH von Moving Comfort. Ich freu mich. Die Jacke ist eine Windstopperjacke von Gore. Das ist wirklich total prima.

Am O-Motion Stand treffen wir Martin, mit dem wir wegen des Gewinnspiels mittlerweile schon öfter in Kontakt standen. Nach einem kurzen Schwatz verabschieden wir uns bis heute Abend, denn wir gehen gemeinsam Essen und marschieren weiter über die Messe.

Groß ist sie nicht. Und ganz besondere Schnäppchen finden sich ebenfalls nicht. Schuhe für 100€ fallen für mich nicht in den Schnappeimer. Da bin ich vielleicht komisch.
10% Rabatt sind ebenfalls nicht ganz so der Knaller. Wir decken uns noch mit Dextro Energy Produkten ein, kaufen dabei auch das neue Colagel, und ich frage mich, ob Dextro die Produkte morgen auch in Joeys Wald angeboten werden. Schließlich sagt der Herr vom Stand, dass die Versorgung an der Strecke geritzt ist.

Nachdem wir die Messe ausreichend mit unserer Anwesenheit bedacht haben, schlendern wir noch ein bischen durch die Innenstadt von Bonn. Die ist wirklich ganz schön. Nachdem wir fertig sind, laufen wir zum Auto zurück.

Dabei entdecken wir, wie durch Zufall unser Hotel. Wie lustig. Es ist total zentral gelegen und wirklich nur 20m vom Parkhaus entfernt. Nach dem einchecken holen wir das Auto und suchen das Zimmer. Das Hotel ist eine Mischung aus Seniorenresidenz und Hotel, so dass alles sehr breit gebaut ist. Unser Zimmer schaut auf einen Klostergarten und ein bischen altes Gemäuer. Hübsch. Das Bad ist rollstuhlgerecht. Wir können hier zu dritt oder viert duschen, falls Bedarf wäre. Das Waschbecken gibt sofort preis, dass wir eigentlich in einem Sporthotel sind. Auf der Keramik steht "Laufen". Wie lustig.


Freitag, 12. April 2013

Neuer Schwerpunkt

Es wäre einfach viel zu einfach, wenn es wäre wie es sein soll. Allerdings wäre es auch langweilig, wenn alle Pläne immer so passen würden, wie man sie gemacht hat. Flexibilität ist in der heutigen Zeit ja das A und O. Und so übe ich mich in diesem Jahr also erneut in schier endloser Flexibilität. 

Als heute mein Telefon klingelt, weiß mein Bauch bereits, dass Flexibilität angesagt ist. Irgendwie ahnt er was. Die Nummer kenne ich nicht, aber egal. Der Bauch ist schnell. Mein Geist muß das erst noch gesagt bekommen, aber gut. Ich geh ran, wie man das halt so macht und höre "Hallo, hier ist Joey Kelly." Und dazu sage ich: "Ja, ne, is klar und hier ist Claudi." 
Und dann sagt Joey, nachdem ich ihm spontan das Du angeboten habe, weil ich ja so flexibel bin, dass wir in Bonn nicht den Halbmarathon laufen. Also er nicht. Er fragt ob ich nicht lieber mit ihm seine übliche Waldrunde laufen möchte. 

Gut, da wird es dann keine Medaille geben, wenn wir fertig sind. Aber es werden auch nicht 10.000 andere um Joey drumrumtanzen und sich meinen Gewinn unter den Nagel reißen wollen, indem sie sich dem Laufpulk anschließen. 

Die Waldrunde hätten wir allerdings auch schon im November letzten Jahres laufen können... dafür hätte ich nicht diesen Halbmarathon im Training in den letzten Wochen so nach vorne stellen müssen. Der Coach und ich hätten einfach ganz geruhsam alles in Richtung Köln und Mitteldistanz aufbauen können. Aber gut, hinterher ist man eben immer ein bischen schlauer. Hätten wir das gemacht, wäre es sicherlich auch verkehrt gewesen. 

Auf einen weiteren Halbmarathon warten und wieder dafür Trainingsschwerpunkte setzen um mich dann wieder endlos der Vorfreude hinzugeben um dann wieder skeptisch zu sein, ob es klappt oder nicht... das ist einfach zu viel Flexibilität in diesem Jahr. Ich muß auch auf den Zeugwart und meine Freunde achten. Die ertragen einfach nicht soviel hin und her, Vorfreude und Traurigkeit, weil alles kurz bevor steht um dann doch nicht zu klappen. 
So ist der Gewinn nach diesem Wochenende dann abgehakt und ich bin sicher, das Treffen und der Trainingslauf werden schön. Mein Bein findet es bestimmt nicht verkehrt, wenn ich nicht 21km volle Pulle durch Bonn renne. Mein Freundeskreis kann meine Emotionen dann auch endlich abhaken und darf sich nur noch ein paar Geschichten über den Trainingslauf anhören. Dann ist's aber auch gut. 

Für heute Abend liegt der Schwerpunkt im Tasche packen. Das hätte er sowieso gelegen. Die Checkliste ob Startnummernband, ChampionChip und Teamshirt gepackt sind, hat allerdings mit Joey's Anruf bei mir einen weiteren, aber denkbar anderen, Schwerpunkt bekommen: welches Duschgel packe ich ein um bei Joey Kelly nach dem Lauf zu duschen? 

Wenn es einfach wäre, würde es  Fußball heißen. Soviel ist sicher. 

Dienstag, 9. April 2013

Der Gewinn schafft mich.

Ich bin irgendwie im falschen Film glaube ich. Dieser Joey Kelly Gewinn schafft mich wirklich. Zumindest sieht alles derzeit danach aus. 

Heute bekomme ich nämlich kurz vor Feierabend die Info, dass bisher noch unklar ist, ob und wie das "Essen, Fachsimpeln und Relaxen auf Joey Privatanwesen" nach dem Lauf statt finden kann. Joey hat familiäre Verpflichtungen, so dass bisher nicht klar ist, wie lange und ob überhaupt er sich Zeit nehmen kann. 
Ich verstehe die familiären Verpflichtungen, so soll das jetzt nicht klingen. Ich finde Familie ist wichtig und man muß seine Prioritäten eben richtig setzen. Offensichtlich gerade, wenn man berühmt und damit oft unterwegs ist. Inseln für die Familie zu schaffen ist notwendig. 

Aber, wenn die Erklärung Tatsache ist, dann weiß man das nicht erst seit heute. Solche Ereignisse werden Monate im Voraus geplant. Daran hätte man nun wirklich bei der Laufauswahl denken können... der Bonn Lauf ist ja nicht der Einzige im April. Was mit drin ist, in diesem Gewinn, ist doch schon seit letztem Jahr klar. Ich laufe ja schon bald wieder den JP Morgan Lauf mit... 

Welche unbekannte, allmächtige Macht hat eigentlich etwas dagegen, dass ich diesen Gewinn aus der Running einfach so eingelöst bekomme, wie ich ihn nun mal gewonnen habe? Ist das üblich? Ich muß mir zukünftig ernsthaft überlegen, ob ich solche "Ereignisgewinnspiele" noch mal mitmache und diese Umsetzungen nochmals ertragen kann. Sachpreise sind echt wesentlich einfacher.... scheint mir. 


Montag, 8. April 2013

So kann man auch tapern.

Ich bin unsicher und mache mir Gedanken über den Bonner Halbmarathon. Mein Schienbein zwickt und zwackt. Oft muß ich sogar sagen, dass es richtig weh tut. Der Schmerz ist an der Innenseite des Unterschenkels, nicht am Knochen, er zieht von der Sehne vorne am Knöchel seitlich den Unterschenkel hoch. Bei Belastung, also zum Beispiel einem flotteren Gang über den Büroflur, der normalerweise schon mal überhaupt gar nicht als Belastung zählt, zieht es bis ins Knie. 
Schön ist das nicht. 

Ich schone also weiter. Ich denke auf die 5 Tage mehr oder weniger laufen kommt es auch nicht mehr an. Wichtig wäre, dass die Schmerzen weg sind bis Sonntag und ich mir mit dem Start in Bonn nicht irgendwas noch zusätzlich kaputt mache.

Die Planung was wann wie wo genau passiert mit Joey Kelly in Bonn habe ich auch bisher noch nicht erfahren. Der Gewinn ist wirklich ziemlich spannend... ich bleibe also geduldig. Klar ist auf jeden Fall, dass der Zeugwart und ich am Samstag nach Bonn unterwegs sind um die Startnummer abzuholen. Was dann sonst noch passiert ist bisher zwar noch unklar, wird sich aber bestimmt ergeben. Wenn es eben Zeit dafür ist. 

Und so wird das Bein sicherlich auch heil sein, wenn eben Zeit dafür ist. Nämlich am Sonntag morgen um 8:45h, wenn der Startschuß fällt. 

Und im Anschluß geht es ja mit Joey Kelly zusammen auf sein Anwesen zum Essen, Fachsimpeln und Klönen. Das schafft mein Bein auf alle Fälle. Soviel ist sicher.  

Bis dahin mache ich also eine recht eigenwillige Form des Taperns. Aber ich mache was. 

Donnerstag, 4. April 2013

8 und 9 auf der Schmerzskala

Nächste Woche Sonntag, also am 14. April, ist der Halbmarathon in Bonn. Ich stehe zwar bisher nicht auf der Startliste, aber meine Teilnahme ist fest eingeplant, weil ich Joey Kelly ja nun schlecht alleine laufen lassen kann. Er zählt auf mich, es sei denn natürlich, dass er sich wieder spontan um-entscheidet und Markus Lanz wieder bei irgendeiner beknackten Wetteinlösung unterstützen möchte. Ich auf jeden Fall bin bereit und habe nicht vor mit Markus Lanz eine Saalwette einzulösen. Sicherlich habe ich es ein bischen einfacher, immerhin kennt Herr Lanz mich überhaupt nicht und käme deshalb sicherlich auch nicht auf die Idee mich diesbezüglich anzusprechen. Obwohl das garantiert ein super Blogeintrag werden würde. 

Egal. Nächste Woche Sonntag ist es also soweit und in Bonn fällt der Startschuss. Endlich wird mein Gewinn eingelöst! Ich mache ja derzeit deshalb ein HM orientiertes Training, oder wie man das halt so nennt. 

Heute gehe ich aus diesem Grund mal wieder laufen. Nach der harten, schweren Arbeit ist es ja dank der Zeitumstellung noch hell und so nutze ich also das helle, wenig frühlingshafte Wetter und die Begleitung des Zeugwarts. Der hat heute ja schon eine Schwimmeinheit hinter sich und läuft trotzdem mit. Toll! 

Heute probiere ich ein GU-Gel trinke ein paar Schluck Wasser nach und dann ziehen wir uns fertig an und laufen los. Das GU Gel schmeckt nach Maoam und hat auch irgendwie so eine Kaubonbon Konsistenz. Irgendwie finde ich genau das nicht ganz so prickelnd. Na ja. Ich würge es mir also rein und denke an die Worte des Pfälzerwaldläufers, der nie Gel nimmt. 

Wir laufen und am Main sagt der Zeugwart, dass wir erst mal gegen den Wind laufen um auf dem Rückweg Rückenwind zu haben. 
Gut, ich hab ja keine Ahnung von Wind und laufe einfach mit. Wir sind ganz gut unterwegs, treffen den Motivation, der mit seinem Rädchen auf dem Heimweg ist und dann passiert's. Oh je. In meinem Schienbein sticht es urplötzlich, bis hoch ins Knie und ich kann kaum auftreten. Irgendwie wie ein Krampf, aber eben nicht ganz, sondern ein Stich. Eine glatte 8 auf der Schmerzskala. Wir stehen mitten im Wind, weil ich kurz einfach nicht weiterlaufen kann. 
Aber im Wind ist es saukalt, bei 7°C ist es einfach ziemlich ungemütlich geschwitzt stehen zu bleiben. Also laufen wir weiter. Das Schienbein muckt ein bischen, aber hier kann ich es jetzt nicht ändern. Schon gar nicht im Wind. Der übrigens gefühlt von hinten kommt... 

Langsam wird mir außerdem schlecht. Nur ein bisschen, aber trotzdem merkbar. Der Magen rumort und findet den Wind anscheinend ebenfalls nicht so prima. Oder das Kaubonbon Gel? Keine Ahnung.  Der Wind kommt jetzt von vorne und zwar ordentlich. Das Schienbein muckt noch einige Male, aber wir sind ja noch nicht daheim, also nützt es dem Schienbein auch nichts. Heim muß es ja auf alle Fälle. 

Und weil der Schienbeinschmerz mit seiner glatten 8 auf der Schmerzskala noch nicht auszureichen scheint um mir den heutigen Lauf so richtig zu vermiesen, fängt mein Magen vom feinsten an zu krampfen. Hier würde ich sogar eine spontane 9 vergeben. Außer dass ich mich übergebe, macht der Magen jegliche Spirenzchen, die so in seiner Macht stehen. Ganz offenbar hat ihm entweder Mandarine nicht gefallen oder GU im Allgemeinen. Richtig schlecht ist mir außerdem. 

Zu Hause, ohne Belastung, weil was trinken nun wirklich nicht als Belastung zählt und mein Puls in kürzester Zeit wieder unten ist, krampft der Magen noch ein bisschen. Die vom Zeugwart servierte Cola trinkt sich aber gut und als sich der Magen dann endlich wieder beruhigt hat, gehe ich duschen. 
Das Schienbein kühle ich über seine gesamte Länge und creme es nach dem Duschen außerdem mit Mobilat ein. 

Jetzt muß ich mich nur noch entscheiden, wie ich mich sinnvollerweise nun bis zum Halbmarathon weiter verhalte. Laufpause und erst mal schwimmen und radeln und dann einfach starten und durch den Schmerz durchlaufen, falls er wieder kommt? Oder besser noch einen langen Lauf am Sonntag machen? 
Unbekanntes Gel werde ich auf jeden Fall erst mal keines mehr nehmen.... das ist zumindest schon mal sicher. 

Sonntag, 20. Januar 2013

Fotostrecke Claudi ohne Joey in Köln

Bei dem gewonnenen Köln Halbmarathon mit bzw. im Endeffekt ja ohne, Joey Kelly, gab es ja nicht nur den schönen Bericht von Jochen in der Running sondern auch eine Fotobegleitung von Rally. Und endlich komme ich dazu, alle Bilder zu sichten und ein paar hier zu zeigen. Das Best Worscht Trikot ist ziemlich fotogen, anders kann man das nicht sagen. 
Hier also der Hauptsponsor ein paar mal hübsch in Szene gesetzt: 






Montag, 3. Dezember 2012

Claudi ohne Joey in Köln

Im aktuellen Running Magazin findet sich auf Seite 128 ein kurzer Bericht und ein paar Fotos von meinem Halbmarathon in Köln...

Samstag, 17. November 2012

Claudi und Joey in Bonn

Es scheint, als hätte das lange Warten auf eine Antwort vom Running-Gewinnspiel endlich ein Ende und das wie und wo und vor allem wann wäre nun geklärt. In dieser Woche bekam ich die Infomail, dass Joey Kelly am 14. April mit mir den Halbmarathon in Bonn laufen wird. 
Gestartet wird der Halbmarathon dort um 8:45h, also ähnlich wie in Köln und nachdem wir ins Ziel gelaufen sind, werden wir den Nachmittag mit Joey Kelly verbringen. Wir dürfen am Vortag, also Samstags, anreisen, und bekommen sogar wieder die Übernachtung gezahlt. Das finde ich sehr nett von O-Motion, denn schließlich waren wir ja auch bereits in Köln und haben dort übernachtet.

Ich habe also meinen Lauftrainings- und Triathlontrainingsplan schon mal vorsorglich auf den 14. April 2013 ausgerichtet.

Weitere Wettkämpfe auf dem langen Weg zur Kölner Mitteldistanz werden sein, der Swim+Run in Köln im Mai und die Olympische Distanz der Challenge Kraichgau (weil die Teamchefin sich doch glatt für die Mitteldistanz gemeldet hat!) im Juni. Tja... und dann ist auch schon Ende August/ Anfang September. So schnell kann es gehen.  

Mittwoch, 24. Oktober 2012

In meiner Welt

Ich bin gerädert. Außerdem klingt meine Stimme heute noch spannender als gestern. Rauchig, piepsig und na ja, irgendwie ungewöhnlich. Die Erkältung hat mich im Griff, allerdings schieße ich fleißig dagegen, mit heißem Ingwerwasser, Gelomyrthol, Nasenspray und Sulagil. Außerdem lutsche ich Neoangin und halte hauptsächlich den Mund. 

Gestern Abend bekam ich noch eine Antwort auf meine "Claudi stellt viele Fragen zum Bonn Marathon"- Email. Allerdings war ich total baff, ob der Antwort und hab mich erst mal gewundert. Gut, dass ich mittlerweile gelernt habe, zwar gleich eine Antwort zu schreiben, diese aber mindestens ein- besser zweimal zu überdenken und zwar ehe ich sie los werde. Das ist nicht nur im beruflichen Leben hilfreich, sondern kann auch im Privatleben oftmals sinnvoll sein. 

Heute früh erschien mir der Antworttext von gestern Abend zu fürsorglich. Ich hatte versucht alles zu richten und möglichst viel vorauszusehen. Das ist allerdings gar nicht meine Aufgabe. Ich habe bei einem Gewinnspiel gewonnen und gehöre zu den glücklich Auserwählten. Ich habe g e w o n n e n. Ich habe keine Arbeit, außer dem Lauftraining. Man hat mir eine Art Abenteuer, etwas dass man nirgends kaufen kann zugelost, etwas Besonderes, nichts Alltägliches. Ich sollte wirklich nur noch auf Empfang gepolt sein. Warum muss ich überhaupt diese ganzen Fragen stellen? Was läuft da verkehrt? 

Die Antwort auf meine Fragen-Email war knapp, aber präzise. Joey Kelly läuft mit dem Turm und mir den Halbmarathon in Bonn. Alle weiteren Fragen kann man mir nicht beantworten. 

In meiner Welt läuft so etwas normalerweise anders. Ich lehne mich zurück, ich bin der Gewinner, ich erwarte einfach das Gesamtpaket. Ich bin nicht schuld, dass Herr Lanz seine Saalwette verloren hat und am 14.10. einen Marathon laufen sollte. Ebenso kann ich nichts dafür, wer mit wem Sponsorenverträge abgeschlossen hat. Ich habe keinen Einfluß auf Werbeetats, Einkünfte oder Medienbeziehungen. All das liegt nicht in meinem Tanzbereich. 

In meiner Welt hätten sich der Star, der Sponsor und alle anderen Beteiligten zusammengesetzt, und hätten ein Alternativprogramm ausgearbeitet. 
Man hätte festgestellt, was es für Möglichkeiten gibt und hätte den beiden Gewinnern das ausgearbeitete, vollständig durchgeplante, Alternativprogramm zugeschickt mit dem Hinweis, "dass der Gewinn am 14.10. ja nun bedauerlicherweise nicht so statt gefunden hat, wie ursprünglich mitgeteilt, man sich nun aber ausgiebig Gedanken dazu gemacht hat und deshalb nun gerne das beiliegende Alternativprogramm vorstellen möchte. Man entschuldigt sich nochmals, weil es wirklich blöd und äußerst kurzfristig lief und hofft, dass das Programm was nun (zum Bonn Halbmarathon) ausgearbeitet wurde, für das Ganze Schlamassel rund um die Veranstaltung in Köln eine Entschädigung sein kann." 

So, in dieser Art, funktioniert meine Welt. Offenbar scheint sie allerdings nur für mich oder zumindest nur für einen ganz kleinen Teil der Menschheit so zu funktionieren? Was weiß ich. 

Ich habe den Ball heute zurückgespielt und habe die Beteiligten animiert in die Planung einzusteigen und mir kurzfristig Bescheid zu geben, wie mein Gewinn denn nun im Detail aussehen wird, wie die Planung ist und was für Kosten ggf. auf mich zukommen, weil ja ein Teil des Gewinns bereits beim Kölnwochenende eingelöst wurde. 
Ich bin ehrlich... ich erwarte eigentlich keine Kosten für mich, denn es ist eindeutig nicht mein Fehler, dass ich um den Gewinn, den ich im Juli gewonnen habe, tatsächlich zu erhalten, nochmals anreisen muss, wohin auch immer. Ich erwarte außerdem zusätzlich keine Kosten, weil ich irgendwie auch eine Wiedergutmachung erwarte. Keine muss vor mir auf die Knie fallen oder um Verzeihung betteln, aber es wäre trotzdem schön, wenn auf die "kleinen" Leute geachtet würde und meine Enttäuschung nicht noch mit weiteren Kosten verbunden würde. Ein "Pech gehabt, so tickt die Medienwelt eben", möchte ich hier nicht akzeptieren. 

Ich bin gespannt. Vor allem als ich heute zusätzlich lese, dass der Turm in Bonn gerne den Marathon laufen möchte und davon ausgeht, dass Joey selbiges mit ihm zusammen tut. Deshalb ist es ungeschickt, nicht alles ausgearbeitet den Gewinnern vorzulegen... dermaßen ungeschickt.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Antwort auf kratzig

Nachdem gestern im Büro die Heizung ausgefallen ist, habe ich heute eine Erkältung. Gut, ich wollte sowieso nicht laufen gehen, aber trotzdem ist so eine Erkältung alles andere als gern gesehen und außerdem tierisch nervig. Lieber wäre es mir mit Heizung und ohne Erkältung, soviel ist sicher. 

Heute nehme ich mir die Zeit und schreibe eine Email zurück. Ich gebe mir Mühe mit der Formulierung, will nicht zu kompliziert erscheinen, aber doch recht präzise sein, damit klar ist, was mir genau auf dem Herzen liegt. 
  • Mein erstes Anliegen ist, von welchem Wettkampf sprechen bzw. schreiben wir? Beim Bonn Marathon werden einige Formate angeboten und deshalb frage ich nach.
  • Außerdem interessiert mich natürlich, wie sicher seine Teilnahme bei diesem Lauf ist und wer sonst noch alles direkt mit ihm laufen wird. Also werden weitere Gewinnspiele ausgeschrieben und wir laufen dann als große Gruppe von 10 oder laufen der Turm und ich mit Joey alleine? Und die Frage nach der sicheren Teilnahme, die ergibt sich aus der spontanen Absage meiner Halbmarathonbegleitung in Köln, weil das ZDF eine Anfrage gestellt hat und nicht gesagt bekam, dass bereits etwas anderes geplant ist. Laut Aussage des ZDF's gab es die Info ja gar nicht. Ich finde meine Nachfrage diesbezüglich zwar direkt, aber durchaus angebracht. 
  • Als nächstes möchte ich wissen, was für eine Zeitvorgabe oder welches Zeitziel Joey Kelly beim Lauf haben wird. Und dann interessieren mich natürlich noch die weiteren Rahmenbedingungen für das Wochenende bzw. den Lauf. Immerhin fand ein Teil des Gewinns ja in Köln bereits statt... die Sachlage ist mir daher unklar. Wird übernachtet oder nicht etc. 
  • Bei dem Absagetelefonat am Freitag vor dem Kölner Lauf wurde mir ja angekündigt, dass Joey sich für einen privaten Trainingslauf Zeit nimmt. Da davon jetzt nichts in des Managers Zeilen zu lesen war, frage ich auch direkt nach dieser Aussage.
  • Und zu guter Letzt frage ich noch, ob Running- Das Laufmagazin und damit auch mein neuer Lauffreund Jochen, ebenfalls wieder mit von der Partie wären.
Gut, dass ich das nicht alles am Telefon besprechen muß, denn meine Kratzstimme ist heute eher für eine 0190er Nummer geeignet, als für das sachliche Abklären von Eckpunkten. 

Montag, 22. Oktober 2012

Viel im Kopf

Wow was merke ich meine Oberschenkel heute, da paßt ein geruhsamer Freundinnen Abend grad richtig in den Kram. Wir stürmen einen mongolischen Grill und ich bin ziemlich geschafft, als ich zu Hause ankomme.
Weil die neuste Technik darauf aber keine Rücksicht nimmt, prüfe ich meine Emails, denn das kleine Briefkastensymbol zeigt eindeutig an, dass ich Post habe. Post von Joey's Manager. Er teilt mir mit, dass Joey Kelly nächstes Jahr plant in Bonn beim Marathon zu laufen und bittet um meine kurze Rückbestätigung.

Was meint er denn jetzt mit dem Bonn Marathon? Soll ich im April einen Marathon laufen? Gut, das wären noch 6 Monate Vorbereitungszeit, aber reicht das? Und vor allem habe ich die Zeit dazu? Und will ich überhaupt einen Marathon laufen? Aus diesem Grund?
Mensch, was bin ich kompliziert.
Ich mache mir gleich ungefähr 14 weitere Gedanken zum Thema und beschließe, ich kann ihm heute nicht mehr antworten. Das muß bis morgen warten können.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Unterhosen und Smileys beim Kölnhalbmarathon

Ich wache aufgeregt vor dem Wecker auf und als der dann endlich klingelt weiß ich... heute ist es mal wieder soweit. Ich laufe Halbmarathon. Ich hab ganz ordentlich trainiert und vermute, dass ich ordentlich durchkomme. Wir werden sehen. 

Nachdem die Frühstücksbürokratie gestern noch erfolgreich geklärt wurde, fahren wir ins Restaurant und der Zeugwart genießt das Buffett in vollen Zügen. Ich esse nur ein Brötchen mit Nussspli und trinke was. Neben uns sitzt der Turm und teilt mit, dass das Wetter hervorragend sei, er war nämlich schon laufen, weil er das immer vor einem Laufwettbewerb so macht. Heute also auch. Dabei läuft er heute sicherlich mehr als gemütlich, weil ich in einer ganz anderen Liga laufe, als er. 

Zurück auf dem Zimmer ziehe ich mich um, sorge dafür, dass alle Scheuerstellen keine werden können und dann gehen wir runter in die Lobby. Immerhin ist da ja um 7:30h Gruppentreffpunkt für das Vorstartfoto mit O-Motion. In der Lobby wartet schon Jochen mit Ralf. Jochen ist der Running Chefredakteur und sieht wahnsinnig fit aus. Ralf ist der Fotograf, der heute die Claudi-Köln-Foto-Lovestory schießen wird. Und er gibt sofort alles. 
Schon während ich mich vorstelle und wir kurz besprechen wie schnell wir so laufen und wie wir zum Start kommen, macht Ralf gefühlte 100 Bilder. 

Nachdem durch einen kurzen Anruf schnell klar ist, dass das Vorstartgruppenbild nicht statt findet ,gehen wir in Richtung Taxi und nehmen Platz. Der Taxifahrer fährt uns bis praktisch genau zum Start. Während der Zeugwart die Teamchefin und den Profiathleten sowie das Sportkind koordiniert, macht Ralf von uns Fotos vor dem Startbanner und in der Startaufstellung. Dann schnappt er sich den Zeugwart und beide begeben sich auf die Deutzer Brücke. Die laufen wir nämlich später gleich zu Beginn erst mal hoch... wer hat denn bitte die Idee? Wenigstens ist Km1 dann gleich am Ende der Brücke, das ist ja schon mal was. 

Wir stehen eine gefühlte Ewigkeit in der grünen Startbox. Es dauert über 40Minuten, bis wir nach dem ursprünglichen Starttermin 8:30h endlich durch das Startbanner laufen und loslegen. 
Auf der Brücke steht der Zeugwart, ihn erkenne ich dank des Teamoutfits schon von weitem, und bei ihm ein komplettes Stimmungsnest. Ralf macht Bilder, die Teamchefin hat den Schellenkranz und der Profiathlet schreit. Herrlich. Die haben gute Laune. Wir halten kurz an und machen ein Foto mit dem Dom im Hintergrund. 

Dann laufen wir weiter. Ich laufe zu schnell. Ich hatte 7min/km geplant und wollte später Gas geben. Jetzt läuft es anders und ich laufe in der Region 6:25min/km. Aber weil ich das gut wegpacke mache ich das mal. Wird schon passen. 
Tut es nicht. 
Es paßt gar nicht. 
Ich bekomme Bauchkrämpfe und halte gerade noch bis zum nächsten Fotostopp bei km 12 durch. Da steht die Fangruppe nämlich schon wieder und schreit rum, als würde ein Superstar angerannt kommen. Mir geht's gar nicht gut. Aber als "Medienprofi"nutze ich natürlich alle Reserven und lächel fürs Bild. Die Running Leser werden allerdings trotzdem sehen, wie anstrengend der Lauf für mich gerade ist. Das kann ich nicht verstecken glaube ich. Der Turm läuft ganz locker neben mir her. 

Bei km14 machen meine Bauchkrämpfe und ich einen Dixistopp. Das ist noch nie passiert. Ich verliere einen lachenden Smiley, der mich aber aus den Tiefen des Dixiklos anlächelt und es mir anscheinend nicht übel nimmt, dass ich ihn zurücklasse. Jetzt sind es nur noch drei, was soll's. Ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht und kann aber weiterlaufen. Allerdings nicht so flott wie vorhin. Gut ist was anderes. 

Eine Band am Rand hat ein Einsehen mit mir und spielt einen richtigen Ballermann Song, irgendwas mit Unterhose, ein ganzes Leben lang und echten Männern. Genau mein Ding... sowas kann ich ja beim laufen rauf und runter hören und so bin ich froh, dass wir hier einen U-Turn laufen und der Herr mir mit seinem Gesant und ewig Refrain möglichst lange erhalten bleibt. 

Als ich auch noch zwei Wadenkrämpfe bekomme, ist irgendwie alles zu spät. Es ging mir auch wirklich schon mal besser. Am Kölner Dom schicke ich ein Stoßgebet gen Himmel, dann klappt's auch mit dem Wadenkrampf. 

Als wir an Km 20, am Beginn der Deutzer Brücke sind, schaffe ich den Anstieg mit einer kurzen Gehpause, aus der mich eine Zuschauerin herausbrüllt. "Claudia, das schaffst Du locker!" schreit sie mir zu und was soll ich sagen...sie hat recht, laufend geht's auch. Der Zeugwart steht in der Mitte der Brücke, die Teamchefin und der Profiathlet stehen da auch, allerdings auf der anderen Seite, um die Marathonläufer anzusehen. Ich laufe. 
Die Marathonläufer kommen mir entgegen... die sind auch zu spät gestartet. 

Dann laufen wir die Brücke wieder runter und mir ist nach Ende. Ich kann nicht mehr. Ist aber für diesen Km auf der Strecke auch genau passend. Wir laufen die letzten Meter, Jochen schlägt vor sich an den Händen zu halten wenn wir ins Ziel laufen und da ist auch schon Ralf. Der schwätzt. Jochen ruft ihm zu, dass wir ja nun da wären und wie ein Cowboy zückt Ralf eine der Kameras und schon gibt es gefühlte 20Fotos von meinem Zieleinlauf. 

Ich muß langsam weiterlaufen, wie immer, sonst kippe ich um. 

Der Weg zu den Medaillen und zum Essen ist irrsinnig lang. Alles ist abgesperrt und durch die Absperrung kann ich den Zeugwart noch nicht mal sehen. Als wir am Essen sind schlage ich zu und trinke erst mal Cola. Das ist bei aufgewühltem Magen nicht schlecht, das durfte ich ja erst vor kurzem ausgiebig ausprobieren. Wir marschieren einmal durch das Essenaufgebot durch und dann geht's aus dem Athletenpark raus in Richtung Zeugwart. 

Als die Teamchefin und der Zeugwart mich sehen, werfen sie sich auf den Boden auf die Knie und natürlich hat Ralf das sofort auf dem Bild. Die Beiden feiern mich, als wäre ich erste gewesen und nicht Mocki. Ich bin nun doch froh, dass ich gestartet bin... meine Medaille finde ich total toll und der Ärger über das Shirt ist auch fast verraucht. 

Zurück im Hotel ist die Schließanlage ausgefallen. Wir stehen also vor der verschlossenen Tür. Ist ja kein Problem, ich gehe gern noch mal runter und eine Mitarbeiterin geleitet mich wieder nach oben um die Tür zu öffnen. Ich bin unsicher, ob die Schließanlage kaputt ist, oder der Schlüssel einfach nicht bis 14h freigeschaltet wurde. Ist mir aber jetzt auch egal. 
Ich ziehe die durchgeschwitzten Laufklamotten aus, betrachte die lädierten Füße und zähle die blauen Zehen. Kann man jetzt eh nicht mehr ändern. Die heiße Dusche ist wunderbar und dann fährt uns der Zeugwart netterweise wieder zurück nach Hause. 

Im Auto esse ich erst mal ein trockenes Brötchen. Eigentlich hätte es ja bei Joey was zu essen gegeben, der ist aber gerade erst mit Markus Lanz am Kölner Dom angekommen und von daher konnte er für  uns nichts zu essen vorbereiten. Pech gehabt. 

In der nächsten Runningausgabe gibt's dann wohl einen kleinen Bericht zum Kölnhalbmarathon, ich bin gespannt. 
Und jetzt bin ich totmüde. 

Über eine geeignete Wettkampfverpflegung mache ich mir dann auch noch mal Gedanken. Da gibt's wohl erhebliches Verbesserungspotential. 

Samstag, 13. Oktober 2012

Laune in Köln

Heute ist es soweit, wir fahren nach Köln. Ich habe das Gefühl als waren wir gerade gestern erst bei den Vereinsmädchen und ihrer Mitteldistanz und schon sind wir wieder hier. Der Himmel ist bewölkt, die Messe ist gut ausgeschildert und schon wird das kleine Auto geparkt und wir maschieren noch 200m zum Eingang. 

Als erstes suche ich eine Toilette und gleich im Anschluß geht's zur Startnummernausgabe. Bis der Zeugwart meine Startnummer gefunden hat dauert's eine Weile... ich finde sie gar nicht, von daher ist die Weile auch egal. 
Ich stelle mich an, werde von zwei Zicken abgedrängt, die unbedingt ihren Beutel vor mir haben wollen und bekomme den Hinweis, dass ich mein bestelltes Shirt nebenan abholen kann. Ich habe mir ein Shirt bestellt, weil ich wollte, dass Joey drauf morgen Nachmittag unterschreiben kann. 
Gut, das wird wohl nicht klappen und schon wieder ärgere ich mich. 

Außerdem ist das Shirt weiß, nicht blau und als mir der freundliche Helfer meine bestellte M-Größe vorhält und mit einem Blick auf mich sagt, dass das Shirt sehr klein ausfällt, weiß ich auch nicht, wie ich das finden soll. Meine Laune hebt es zumindest nicht. Als selbst das L-Shirt äußerst knapp ausfällt und ich mir ein XL Shirt geben lasse, habe ich insgeheim schon keine Lust mehr das Shirt überhaupt jemals anzuziehen. Mir ist wurscht ob Joey drauf unterschreibt oder ob er es läßt. Es ist eh nicht das Gleiche und weiß ist es auch noch. Ich wollte blau. Das ist aber das Herrenshirt und deshalb bekomme ich keines. 
Oh man. Meine Laune steigt ins Unermessliche. 

Am Ausgang der Startunterlagenausgabe werde ich angesprochen. Stefan, mit dem ich seit Jahren -eigentlich unbekannterweise- bei Facebook befreundet bin, weil ich ihn mal auf einen Trainingsplan angesprochen hatte, erkennt mich und wünscht mir vor morgen viel Spaß und Erfolg. Das ist klasse. 

Wir laufen über die Messe, bestaunen quietschbunte Laufshirts, modernste Laufschuhe, Trinkgürtel und Wunderheilmittelaufkleber. Die Messe ist groß und sehenswert und lohnt sich auch vom Preis, denn Kaufhof und Sportscheck nutzen sie zum Saisonausverkauf. Wenn man möchte, kann man sich prima für die kommende Saison ausstatten. Wir möchten heute nicht. Ich beschnuppere noch eine Moving Comfort Laufhose. Das ist die Firma meiner Sport BH's und weil ich mit denen ziemlich zufrieden bin, schaue ich natürlich, was am Stand sonst so hängt.

Bei Garmin fällt mir eine pinke Uhr ins Auge... sowas zieht mich ja sofort an. Ein Standbetreuer klärt uns über die Vorzüge der Uhr auf, teilt uns mit, dass sie GPS hat, aber überhaupt nicht wasserdicht sei und sagt sogar, dass Schild nebendran, dass eine Wasserdichtigkeit anpreist, sei verkehrt. Wasserdicht ist nur die Schwimmuhr. Die ist ohne GPS und außerdem auch nur für ein Schwimmbad empfehlenswert. Um ansonsten zu schwimmen braucht man die Triathlonuhr. Keine andere Uhr von Garmin dürfte ins Wasser. Ich bin bedient und habe keine Lust mehr dem Herren zu lauschen. 

Nachdem ich bei Fuel Belt festgestellt habe, dass kein Clip sondern ein Klettverschluß um den Bauch geht, verlassen der Zeugwart und ich die Messe. 

Wir fahren ins 4km von der Messe entfernte Lindner Hotel, wo O-Motion für uns ein Hotelzimmer reserviert hat. Nachdem das kleine Auto geparkt ist und wir mühevoll, mit viel Bürokratie und mit der erfreulichen Nachricht, dass wir das Hotelzimmer morgen erst um 14h verlassen müssen, an der Rezeption eingecheckt haben, gehen wir hoch auf unser Zimmer. 
Meine Laune ist nach dem Bürokratiedschungel, der zum Einchecken notwendig war, im Keller, weil wir außerdem Hunger haben, marschieren wir zum Subway um die Ecke und essen erst mal. Auf dem Weg lasse ich die Vereinsmädels wissen, wie schrecklich ich alles finde und dass sie nicht extra nach Köln kommen müssen. Immerhin steht der Frankfurt Marathon auf dem Plan und da ist ein langer Lauf besser platziert, als meine schlechte Laune in Köln zu begleiten. 

Zurück im Hotel lege ich mich ins Bett und der Zeugwart geht ein bischen durch die Stadt. Ich schlafe drei Stunden. 
Als ich aufwache weiß ich, dass ich morgen starten werde. 

Ich nutze es als langen Trainingslauf und es ist mir einfach egal, was Joey morgen macht. 
Ich kann mich einfach nicht nur nach ihm richten. Joey begleitet morgen Markus Lanz bei der Einlösung seiner Saalwette und ich habe Markus Lanz bereits eine Email geschrieben, was ich davon halte und wie schade ich es finde, dass er mir meinen Gewinnlauf mit Joey einfach klaut. 

Nachdem der Zeugwart und ich noch den Start vom Ironman in Kona geschaut haben, ziehen wir uns an und gehen in die Lobby. Dort werden wir von O-Motion und meinem Mitgewinner und seiner Frau erwartet. Mein Mitgewinner ist ein Turm. Er ist riesig. 
Wir marschieren zu sechst durch den strömenden Kölner Regen und suchen ein Restaurant. Während wir sehr lecker essen und uns gut unterhalten, nimmt schräg gegenüber von mir Alfred Biolek platz. So ist das in Köln, Prominenz wohin man schaut. 

Unseren Absacker für den heutigen Tag nehmen wir in der Hotelbar, bekommen nicht alles was wir bestellt haben und quatschen noch gut eine Stunde. Mit der Verabredung für 7:30h am kommenden Morgen für ein Vor-Start-Gruppenfoto verabschieden wir uns ins Bett. 

Freitag, 12. Oktober 2012

Lieber Herr Lanz,


herzlichen Glückwunsch zu Ihrer ersten Wetten daß? Sendung... ich gebe zu,  ich habe nur durchgeschaltet, aber Ihre Liegestützen habe ich gesehen und war schwer beeindruckt. Heute hat mich Ihre Wetten daß? Sendung von letzter Woche aber richtig entäuscht und traurig gemacht. Da ich nicht weiß, ob man Ihnen auch nur annähernd beschreiben kann, wie ich mich heute fühle schreibe ich Ihnen, wahrscheinlich wissen Sie auch gar nicht, was für Sonntag eigentlich geplant war? Die Medienwelt hat heute bei mir in voller Realität so richtig zugeschlagen. 

Ich hatte mich so gefreut http://claudigivesitatri.blogspot.de/2012/10/ich-hatte-mich-so-gefreut.html am Sonntag, den 14.10. den Halbmarathon in Köln mit Joey Kelly zu laufen. 
Ich habe nämlich bei einem Gewinnspiel gewonnen http://claudigivesitatri.blogspot.de/2012/07/hallo-hier-spricht-der-manager-von.html , dass er mich begleitet und gemeinsam mit mir durchs Ziel läuft. Im Anschluß wollten wir übermorgen dann gemeinsam bei ihm Fachsimpeln und Relaxen. Gerade letzteres brauche ich nach einem Halbmarathon sicherlich, denn ich habe zwar hart trainiert, muß aber trotzdem bestimmt ganz schön ranklotzen. 

Heute habe ich erfahren, dass ich den Halbmarathon ohne Joey laufen kann und zwar deshalb, weil er Sie beim Einlösen Ihrer Saalwette vom vergangenen Samstag unterstützen wird. Ausgerechnet übermorgen, ausgerechnet am Tag von meinem Gewinnlauf. 
Ich laufe den Halbmarathon also ohne Joey. Das ist so schade und ich bin wirklich sehr entäuscht. Ich habe seit Wochen auf diesen Lauf hingefiebert, jetzt ist es ein Lauf wie jeder andere mit einem traurigen Beigeschmack. 
Natürlich wird Joey mal mit mir laufen, hat man mir gesagt, und fachgesimpelt wird im Anschluß dann bestimmt auch, aber es ist doch nicht das Gleiche, wie bei einem solch großen Event gemeinsam durchs Ziel zu laufen. 

Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg beim Einlösen Ihrer Wette und einen besonders schönen Sonntag mit Joey. Ich werde ihn vermissen... über 21km lang. 

Viele Grüße, 
Claudia

Ich hatte mich so gefreut.

Noch drei Tage. Ich gebe es zu, ich bin wahnsinnig aufgeregt! Ich laufe Halbmarathon, das ist ja nun schon öfter passiert und eigentlich kein Grund zur Aufregung, aber ich habe gut trainiert und laufe zusammen mit Joey Kelly. Darauf freue ich mich total. Endlich ist der Tag in greifbare Nähe gerückt und ich muß wirklich nur noch zweimal schlafen, bis das Running Gewinnspiel eingelöst wird. Toll! Das wird ein Fest.

Auf dem Weg zur Arbeit halte ich am Kiosk und hole mir eine Tageszeitung. Im Sportteil auf Seite 9 finde ich ein Foto von mir. Da steht doch glatt ein kleiner Artikel über meinen Halbmarathon in Köln am Sonntag.

Toll! Das finde ich total klasse. Ich fahre schrecklich beschwingt für einen Freitag auf die Arbeit und nerve meine Kollegen den ganzen Tag mit meiner Vorfreude.

Der Zeugwart und ich wollen morgen schon früh nach Köln fahren und die Startunterlagen abholen und dann gehen wir abends mit O-Motion essen. Und am Sonntag treffen wir uns mit Joey und dem Running Magazin Chefredakteur um 7:30h um gemeinsam zum Start zu fahren. Im Anschluß, also nach dem Zieleinlauf geht’s zu Joey nach Hause. Darauf freue ich mich auch. Das ist der Teil ohne Dresscode! Ich habe sogar von Frau Duck ein Buch angekündigt bekommen, was ich zum signieren mitnehmen soll. Ich bin so aufgeregt. Hoffentlich kann ich überhaupt schlafen? Oder heute Abend schwimmen?

Wenn sich soviel ereignet, dass man es kaum mehr auf die Reihe bekommt, sollte man strukturiert und geordnet vorgehen. Das fällt einem leicht, wenn man guter Laune ist und denkbar schwer, wenn man traurig ist. Mich trifft es irgendwie wie ein Schlag. Heute Nachmittag klingelt mein Telefon und eine bekannte Stimme spricht „Hallo, wir haben schon mal telefoniert, ich bin der Manager von Joey Kelly.“ Oh, ich habe ein déjà vue oder besser déjà écoute… allerdings schwindet die Freude blitzschnell, denn er sagt mir, dass Joey am Wochenende mit Markus Lanz eine verlorene Wette einlösen wird und deshalb nicht mit mir in Köln läuft. Die Herren laufen von Düsseldorf nach Köln, das ZDF filmt das Ganze und mein Treffen mit ihm wird mit einem Trainingslauf nachgeholt.

Ich bin baff und wahnsinnig entäuscht. Schade. Ich habe Verständnis für die Medienwelt, finde es aber für mich einfach total blöd. Ich habe mich so auf dieses Wochenende gefreut, habe entgegengefiebert und mich durch die langen Läufe gequält. Außerdem habe ich ganz viele Freunde, die mitfiebern und teilweise sogar mit nach Köln kommen am Wochenende… und jetzt das. Ich bin unwichtiger als die Saalwette. Gut, ist irgendwie klar und es überrascht mich nicht sonderlich. Wenn die Brötchengeber pfeifen muß sich einfach jedermann nach richten, das ist bei Fernsehstars nicht anders als beim Ottonormalbürger. Leider. Aber warum trifft es „mein“ Wochenende? Warum kann Herr Lanz eigentlich nicht alleine von Köln nach Düsseldorf laufen? Fragen über Fragen, die wahrscheinlich keine Antwort finden.

Ich laufe also am Sonntag alleine mit Jochen vom Running Magazin durch Köln. Joey läuft dafür mit Markus. Immerhin laufen wir alle. Das ist ja schon mal was. Und wann ich ihn dann treffe und wir gemeinsam einen Trainingslauf machen, erfahre ich dann noch. Jetzt hat die Teamchefin natürlich einen Grund, warum ich mich bei der Winterlaufserie anmelden muß. Ich trainiere ja dann demnächst mit Joey Kelly… *lach* .

Ach das ist so schade, ich hatte mich so gefreut.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Die allerliebste Lieblingsinfo

Langsam trudeln weitere Infos zum Lauf am Sonntag ein. Ich weiß ja nun schon, dass ich den Halbmarathon laufe, immerhin habe ich mich ja selbst angemeldet. Und ich weiß, dass Joey ein Frühaufsteher sein muß, weil  wir uns schon um 7h morgens treffen. 
Außerdem ist gebongt, dass ich meine Startnummer schon am Samstag auf der Messe abhole (und schneie dabei selbstverständlich beim Orthomol Stand und bei Sabrina Mockenhaupt vorbei, die da ein Stell-dich-ein gibt) und dass wir Abends mit dem anderen Gewinner und dem O-Motion Marketingleiter essen gehen. Das ist alles schon geritzt. Respekt... und wir haben erst Dienstag. 

Es gibt nun also nach und nach weitere Informationen und dabei küre ich natürlich meine allerliebste Lieblingsinfo von allen. Heute war es soweit. Meine allerliebste Lieblingsinfo war in der Mailbox. Sie lautet, dass es für das Zusammensitzen und Relaxen nach dem Zieleinlauf bei Joey keinen Dresscode gibt. Einfach wunderbar. 
Darauf wäre ich ja sowieso niemals gekommen... ich kann wahrscheinlich eh erst mal froh sein, wenn ich meine Kleidung vor anfangenden Muskelkater überhaupt geordnet richten kann. Immerhin laufen wir als Gruppe mit noch zwei anderen Gewinnern vom ZDF zwischen 2:15h und 2:30h. Da bin ich ja sowieso mal gespannt drauf. 
Eine weitere interessante Info für mich wäre, ob Treppen zu überwinden sind... denn die setzen mir  ja nach so einem Lauf recht schnell ziemlich zu. Vielleicht wird das meine Lieblingsinfo des morgigen Tages? Treppen oder nicht, das ist hier die Frage?! 

Also die Checkliste für Sonntag beginnt Formen anzunehmen und außerdem kriegt der Sonntag langsam einen Zeitablauf: 

7h Treffen mit Joey
8:30h Start
10:45h-11h Zieleinlauf (lächelnd)
anschließend relaxen ohne Dresscode und stetige Vermeidung von allen Treppen

Mal sehen was da noch alles kommt. So lange habe ich drauf hingearbeitet und jetzt ist alles so greifbar. Komme was wolle. Also hauptsächlich Infos kommen... ist ja klar. 

Und wie wir hier so abends auf der Couch sitzen und auf weitere Lieblingsinformationen warten, entdeckt der Zeugwart die Prominenz auf den Titelbildern für den Halbmarathon in Aschaffenburg. Außerdem erzählt er mir ganz nebenbei von der HM Zeit des Tur-Turs. Leider ist frisch gesaugt, so dass das spontane "in den Staub werfen" entfallen muß. Vorübergehend. Sicherlich werde ich das morgen auf dem bewährten Büroteppich nachholen können...da findet sich genug Staub. Seit meinem letzten Kniefall wurde er sicherlich nicht gereinigt.
Morgen ruft der Zeugwart bei Andreas Hunkel an. Das neue Rädchen ist da. Dazu gibt es dann aber einen extra Blogeintrag, denn die Gigantengeschichte ist ja auch noch nicht erzählt. 

Montag, 3. September 2012

Wild at Heart

Meine Wildcard für den Kölnmarathon ist gekommen...und sie har mir ein paar Socken mitgebracht! Jetzt gibt es diesbezüglich also auch gar keine Zweifel mehr... Joey, jetzt wird trainiert!
Wir laufen gemeinsam in Köln ins Ziel.
Ich freu mich!