I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Posts mit dem Label Ironman 2015 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ironman 2015 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Juli 2015

Unsere Fünf - Ironman Frankfurt

Da isser wieder, dieser besondere Sonntag im Juli, der, auf den ich immer gut ein Jahr hinfiebere und der dann doch immer ganz plötzlich auf einmal da ist. Eingeleutet von der verlegten Swimnight am Dienstag, dem Night Run am Donnerstag, dem Messebesuch am Freitag und der obligatorischen Hilfe beim Check in gestern, ist heute endlich IRONMAN Sonntag. Einer der tollsten Tage, die Frankfurt mir so bieten kann. Und ich war bisher noch niemals als Athlet auf der Strecke. Ironman und Frankfurt schaffen es seit Jahren mir als Zuschauer meinen längsten Tag des Jahres zu gestalten und mich genauso fertig zu machen, wie die Langdistanztriathleten auf dem Kurs. Reife Leistung. 

Dieses Jahr wird es sicherlich anstrengender als zuvor, weil aus unserem Verein fünf Starter auf der Strecke unterwegs sein werden. Fünf Freunde, die für den Zieleinlauf am Römerberg im letzten Jahr -und auch bereits davor- alles gegeben haben. Die weder frühe Uhrzeiten, noch Kälte oder Regen gescheut haben, um sich auf den heutigen Tag vorzubereiten. Der Zeugwart und ich hatten teilweise das Radvergnügen mit den Starterinnen und sind auch mal die ein oder andere Trainingsrunde mitgefahren. Ein bisschen Ironmanluft schnuppern war also auch für uns drin. Obwohl unser Training sicherlich in keinster Art und Weise mit dem der fünf Freunde zu vergleichen war.

Der Zeugwart und ich stehen heute wieder früher auf, als unter der Woche und fahren in die Stadt, als am Langener Waldsee der Startschuss fällt. Wir haben uns gegen den See entschieden, denn dort sind bereits Begleiter und ich finde es schön, wenn die Athleten so Anlaufstellen haben und nicht alle auf einem Fleck warten. Das macht es zwar für die Anfeuerer etwas anstrengender, aber das paßt schon. Wir kümmern uns also, dass wir unsere Fünf in der ersten Radrunde erwischen und platzieren uns an der Frankfurter Ignatz-Bubis-Brücke. Weil wir dieses Jahr irgendwie schon fast zum alten Anfeuere-Eisen gehören, haben wir sogar Klappstühle dabei. 

Irgendwie rede ich mir aber ein, das Mitführen selbiger ist lediglich der angekündigten Hitze geschuldet... auch wenn ich im tiefsten Innern weiß, dass das nur die halbe Wahrheit ist. 

Während ich mich mit Kreide noch dran mache für unsere Fünf möglichst sinnhafte Anfeuerung auch noch auf die Straße zu malen, kümmert sich der Zeugwart um die perfekte Kamerapespektive. Dieser Ironman ist einzigartig und die Momente gehören alle eingefangen. Ob unsere Fünf nochmal zusammen starten werden? Bei der Hitze? Unter diesen Bedingungen? Wer weiß das schon? Also finde ich es wichtig, so viele Momente festzuhalten, wie nur irgendwie möglich sind. 


Während ich noch die Kreide auf die Straße bringe und dabei auch vor der Laufstrecke nicht halt mache, kommt schon die Polizei Straßensperre. Ich bin so vertieft, dass ich das fast nicht mitbekomme. Gut, dass ich den Zeugwart habe und den Hubschrauber, denn beide kündigen die Näherung der Feldspitze verlässlich an. 





Als Sebastian Kienle an uns vorbeifährt verliert er eine gelbe Flasche, die ich von der Strasse räume, damit keiner drüberfährt. Später erfahre ich, dass es wohl sein geheimes Iso gewesen ist. Leider bin ich diesbezüglich ein Banause und trinke es vor der Möglichkeit einer chemischen Detailanalyse aus, es ist einfach blöd, wenn man durstig ist. 

Dank der wahnwitzigen Geschwindigkeit von Jan Frodeno ist die Radstrecke für uns heute wirklich äußerst kurzweilig. Zuerst die Führung, dann haken wir unsere Fünf der erwarteten Reihenfolge entsprechend nacheinander ab, dann kommen ein paar Alterklasseathleten und schwups... noch ehe der Besenwagen kommt, ist der Jan schon wieder da. Also daran können wir uns nicht erinnern, dass es sowas schon mal gegeben hat. Früher hatte man eine Verschnaufpause ehe die Spitze wieder durchgeradelt kam. Heute ist es anders... verschnaufen war gestern. 

Wir erwischen Jan Frodeno noch am Eingang zur zweiten Wechselzone, ehe wir uns dringend eine kurze Wurstpause gönnen müssen. 


Als Anfeuerer kann man zwar fast überall sein, aber es bringt auch nichts, wenn man dabei zusammenklappt. Also ist es umso wichtiger, sich auch an der Strecke, und nicht nur darauf, richtig zu versorgen. Wir haben für diesen Fall ausreichend Wasser im Auto und spazieren nun zum Auffüllen der mitgeführten Flaschen erst mal dort hin. Unsere Fünf sind alle auf der Radstrecke und während die führenden Herren auf der Laufstrecke bereits alles geben, jonglieren der Zeugwart und ich mit unserer Verpflegung. 


Unser nächster Stopp ist der Ausgang der Wechselzone, wo wir nun die waren Helden des heutigen Tages in den nächsten Stunden von der Radstrecke zurück erwarten: unsere Fünf. Wir sind uns sicher, dass sie an der Reihenfolge nichts geändert haben und so fiebern wir mit gut funktionierendem Liveticker mit, wann die letzten Meter endlich absolviert sind. 



Und während wir so abwarten, wann denn nun einer unserer Fünf kommt, steht auf einmal auf der anderen Seite des Laufkanals Lisabet. Sie ist Nummer fünf und sollte eigentlich noch auf dem Rädchen sein. Ich bin so verwirrt, dass ich zweimal hinschauen muß. Da steht sie tatsächlich... aufrecht, fit und mit ihrem rotem Beutel. Sie hat das Rennen kurz nach Beginn der zweiten Radrunde abgebrochen. Mir kommen fast die Tränen, während sie ganz zufrieden aussieht. 

Kein Zieleinlauf, kein Lohn für die viele Mühe, keine Quälerei auf dem Marathon... jetzt sind es nur noch vier. Ich schwöre mir, dass ich alles dran setzen werde, diese vier den Römerberg hinauf zu schicken. Das muß einfach was werden. 

Weil Nummer 1 total schockiert ist, dass er Lisabet bei uns am Rand stehen und anfeuern sieht, beschließen wir, dass wir den anderen Startern nicht sagen, dass sie abgebrochen hat. Vor allem Madita soll ihren Wettkampf durchziehen können ohne auf Abbruchgedanken zu kommen. So stellen wir uns das vor. 

Als alle auf der Laufstrecke sind, suchen wir einen vom Flitzer organisierten Zuschauerverpflegungspunkt auf. Hier grillt der Flitzer Würstchen und serviert Brat- oder Rindscurry Worscht mit entsprechender Soße, stilsicher von Papptellern mit Kuchengabeln. Ich frage mich, warum der Flitzer das nicht schon viel früher so durchgeführt hat, bis mir klar wird, dass er sonst immer selbst am Start steht und den Marathon selber läuft. Da kann er natürlich nicht zur Mittagszeit für uns grillen. Klar. 

Unsere Fünf bzw. die vier, die noch auf der Strecke sind haben es nicht leicht. Das ist aber keine Besonderheit, denn alle haben mit den Temperaturen zu kämpfen und einige Athleten auch mit Blessuren. Auch bei den Zuschauern merkt man die Erschöpftheit mit jeder Stunde, die sie länger an der Strecke stehen. 

Mittlerweile sind zwei unserer Fünf im Ziel und Madita hat sich, trotz all unserer Unterstützung, zur Aufgabe entschieden. Auch sie wird das Rennen heute nicht auf dem Römerberg beenden. Der Zeugwart und ich verabschieden uns für heute aus dem Frankfurter Geschehen. Wir fahren heim und verfolgen den Zieleinlauf unserer letzten Vereins-Finisherin über die HR Übertragung. Sie hat ihren ersten Ironman ins Ziel gebracht. Unfassbar, was für eine Leistung! 

Samstag, 4. Juli 2015

You are hot!

Ironman-Samstag. Das könnte eigentlich eine offizielle Kalendertagangabe sein, denn den gibt es in Frankfurt seit Jahren. Und ich persönlich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass irgendjemand nicht den Samstag vor dem Ironman als diesen benennen würde. Für den Zeugwart und mich ist es ein arbeitsreicher Samstag. Wochenendarbeit gehört für uns normalerweise nicht zum Arbeitsalltag. Wir sind eher die Montag bis Freitag Büromenschen und verbringen das Wochenende sportlich, aber in Freizeit. Heute machen wir Beides. Wir integrieren den Sport eben einfach nur in die Arbeit. Luxus wer das kann. 

In der Wechselzone am Langener Waldsee ist heute die Hölle los. Der Waldsee hat heute außer für die Triathleten, die ihr Fahrrad einchecken wollen, nämlich auch noch für die Badegäste geöffnet. Und verständlicherweise ist der Andrang bei angesagten 39°C auch entsprechend groß. Die Region ist vollkommen mit Autos zugeparkt. Ob das alles so im Sinne des Erfinders ist? Selbst die Shuttlebusse, die mit Athleten gefüllt zwischen der Stadt und dem Waldsee pendeln sind blockiert und kommen kaum durch. Dieser Blogpost könnte auch Verkehrschaos am Waldsee heißen, wenn ich darauf noch näher eingehen wollte.

Soll er aber nicht und irgendwie finde ich es auch netter, nicht auf den Verkehr sondern auf die Athleten einzugehen. Schließlich steht dieses Wochenende und damit auch der heutige Samstag ja ganz im Zeichen der Langdistanz und damit auch im Zeichen von zahllosen durchtrainierten Menschen, die alle morgen ordentlich einen Raus hauen wollen. Sie werden nicht nur ihrem Schweinehund sondern auch uns Zuschauern und Unterstützern zeigen, dass sich das lange Training und der viele Verzicht auf Couch, Parties und Zeit mit Freunden um Radausfahrten, Lauftraining und Schwimmeinheiten durchzuziehen, für diesen einen Moment auf dem Römerberg, wenn sie durch das Meer an Zuschauern dem Zielbogen entgegenlaufen, gelohnt hat.

Heute habe ich die Gelegenheit auch ein paar Bilder mit Profis zu machen. Allen voran Bas, der ab sofort eh der tollste von allen ist. Zwangsläufig, denn als wir dieses Bild machen... 


... sagt der Bas doch glatt im Anschluß zu mir: Wow, you are hot! Was natürlich in keinster Weise auf die Temperatur meines T-Shirts zurückzuführen ist. Klar oder? Die Doppeldeutigkeit wird ihm gleich darauf klar und wir können beide prima lachen. Irgendwie bleibt You are hot trotzdem das Zitat des Tages.



Nachdem ich mich auch noch passend mit der RedBull Cola Dose zu Sebastian aufs Bild gepackt habe, kann für heute nichts mehr schief gehen. Habe ich vielleicht ein Bild mit dem Europameister 2015 im Kasten? Das wird sich morgen entscheiden. In der Hitze von Frankfurt.

Unsere Vereinsstarter, in diesem Jahr ganze fünf an der Zahl, haben ihre Räder ordentlich abgestellt und auch ihre Beutel entsprechend aufgehängt. Für die fünf Freunde kann morgen eigentlich nichts mehr schief gehen. Alle haben gut trainiert und hoffentlich den Biß, sich von den äußeren Bedingungen ihren Tag nicht verderben zu lassen.

Fast schon traditionsgemäß fahren der Zeugwart und ich im Anschluß an den Bike-Check-In heute zum Pastaessen in die Pizzeria. Ich merke mir sowas ja nicht, aber der Zeugwart sagt wissend, dass wir hier auch bereits im letzten Jahr nach dem Check in verschwitzt gegessen haben.

Freitag, 3. Juli 2015

Vielseitige Expo

Im Sommer macht man die besten Schnäppchen auf der Ironman Messe in Frankfurt. Im Winter geht's dann zur Marathon Mall. So hat jedes Event auch sein Gutes für Menschen, wie den Zeugwart, der dringend immer das Neuste Zeug braucht, oder generell gerne Zeug hat. Ich werde nicht müde ihm immer wieder mitzuteilen, dass wir das ganze Zeug nicht brauchen, weil wir mit dem Zeug was daheim vorrätig ist, sicherlich eine ganze Weile auskommen werden. Aber egal. Einen Zeugwart kann man nicht einfach so umerziehen und ich muß ja auch zugeben, dass er mit dem ganzen Zeug was er immer so anbringt meistens Schnäppchen macht und in 8 von 10 Fällen auch Dinge anschleppt, die wir tatsächlich gut gebrauchen können.

Wir verbringen unseren Freitaglichen Feierabend also auf der Ironman Expo, die sich in diesem, wie auch bereits im letzten Jahr, auf dem Frankfurter Mainkai eingerichtet hat. Direkt am Eisernen Steg treffen sich dieses Jahr die Athleten nicht nur um ihre Registrierungsunterlagen abzuholen, sondern auch um sich was die Ironman Fanklamotten angeht auszustatten. Geht man dann nach dem Einkauf der Ironman Artikel weiter, so betritt man eine ordentlich große Expo, mit vielen Zelten.

Hier kann man gar nicht anders, als von Stand zu Stand zu schlendern und sich in das Angebot reinzuwühlen. Ganz nebenbei gibt's natürlich auch noch Fachgespräche, allerdings nur, wenn man fachgesprächstauglich aussieht.

Ich bin heute auf der Suche nach einer Schwimmbrille. Meine ist ja kaputt gegangen und nun habe ich mir gedacht, dass das neuste Modell von Zoggs genau in mein Beuteschema passen würde. Die Brille ist zwar grün/weiß, aber sie kann von klaren Scheiben auf dunkle Scheiben wechseln und macht das selbstständig, je nach Lichteinfall. Das ganze lässt sich Zoggs natürlich ordentlich bezahlen, aber ich habe bald Geburtstag und finde, das ist eine tolle Geschenkidee. Auf der Suche nach der Schwimmbrille der Wahl pflastern meinen Weg -natürlich- unheimlich viele weitere Schwimmbrillen. Die Auswahl hier ist unerschöpflich und so komme ich irgendwie auf den Trichter, dass diese teure, unglaublich vielseitige Brille vielleicht doch nicht die Brille der Wahl ist.

Wenn ich mir zwei Schwimmbrillen kaufe, eine klare für die Halle und eine getönte für den See, dann vergesse ich sie nicht in der jeweiligen Tasche und ich könnte mich von der, die super gepaßt hat, an eine andere, zweite, vortasten. Zu guter letzt ist es auch tatsächlich so, dass die zwei Schwimmbrillen, die ich mir kaufe, wesentlich weniger kosten, als die eine, die es hätte werden sollen. Aber das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Meine Wahl fällt auf eine Cressi Schwimmbrille für die Halle. Klarglas und angenehmer Sitz. Cressi kenne ich als Marke bereits vom tauchen, und war da auch immer zufrieden. Beim Ersatz für meine Schwimmbrille für Draußeneinsätze greife ich auf Altbewährtes zurück und kaufe das Arena Modell, was mir jetzt kaputt gegangen ist. Immerhin hat es zwei Jahre Einsatz im zeugwartschen Haushalt verschwommen und setzt sich nun, repariert, als Ersatzbrille zur Ruhe. Die Viper paßt einfach super auf meine Augen- und Kopfform...

Mit Schwimmbrillen bin ich nun ausgesprochen gut ausgestattet. Nächste Woche probiere ich Beide gleich mal aus! Weil ich fleißig schwimmen werde.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Prominenter Nightrun

Jedes Jahr im Juli kündigt sich nicht nur mein Geburtstag, sondern auch der Ironman Frankfurt an. Und ich muß zugeben, seit dem es den Ironman gibt, freue ich mich auf die Ironman Woche fast noch mehr als auf meinen Geburtstag. Weil es einfach nicht mehr so spannend ist, als Erwachsener Geburtstag zu haben... man bekommt sowieso noch viel mehr immer das geschenkt, was man sich wünscht oder vorher selbst gekauft hat. Oder Geschenke fallen total flach. Ich bin nicht so der große Kuchenesser, also ist ein großer oder toller Geburtstagskuchen für mich auch nicht sonderlich verlockend. Beim Ironman dagegen gibt es das volle Programm. Zumindest für mich... Spannung, Spiel und "Schokolade"... wer wird gewinnen? Wie schlagen sich unsere Vereinskollegen? Klappt alles? Ironkids und Nightrun lassen, zusätzlich zu den Ironmännern, auch die Angehörigen spielen und die Schokolade gibt es für mich in Form der Messe. 

Also irgendwie habe ich mit meinem Geburtsmonat hier mal eben den richtig großen Wurf gemacht. Wunderbar. 

Diese Woche ist es also wieder soweit und heute, wie jedes Jahr vor dem Ironman am Donnerstag, ist Nightrun Zeit. Für meine Firma ist das eine Art Teamevent. Zumindest starten so viele Teams, dass es  so rüberkommt. Toll! 

In Frankfurt haben wir heute den ganzen Tag weit über 30°C und auch als ich mein Auto in die Parkgarage unter dem Frankfurter Römerberg zeigt die Temperaturanzeige in der Innenstadt sogar 38°C an. Respekt. Für den Nightrun eine ordentliche Temperatur. Da wird bei mir sicherlich keine Zeit unter 30Minuten rauskommen. Wir werden sehen. 

Ich laufe heute als Erste von meinem Staffelteam. So können die anderen Beiden, bestehend aus meinen Arbeitskollegen Paula und Shane, später aufholen. Unser Team möchte unter 1:30h für die 15km bleiben... 


Ich komme ganz gut durch, habe aber nach wie vor Bauchschmerzattacken, wie letzte Woche im Wald, und muß deshalb drei bis vier Gehpausen machen und den Bauchschmerz weggehen. Richtig weg geht er nicht. Aber ich kann jetzt mein Team auch nicht hängen lassen und deshalb nehme ich doch noch mal die Beine in die Hand und krame meinen Kampfgeist hervor. Mit seiner Hilfe sammle ich auch noch ein paar Läufer ein. 

Paula läuft als nächstes und ist ratz-fatz wieder da. Sie schafft die Strecke über 10Minuten schneller als ich. Jahrelanges Training scheint sich also auszuzahlen? Als sie an Shane übergibt und sich kurz erholt hat, gehen wir ihm auf der Strecke etwas entgegen um einen gemeinsamen Zieleinlauf zu machen. Shane kommt nach 23 Minuten um die Ecke und wir rennen mit ihm gemeinsam ins Ziel. Seine Geschwindigkeit (er läuft insgesamt 25Minuten auf die 5k) kann ich prima halten und ganz locker mitlaufen. Hier im Schatten. Das Hitzebrett ist auch auf der anderen Mainseite gewesen. 

Mein Team ist dank der hervorragenden Leistung meiner beiden Teammitglieder tatsächlich unter 1:30h geblieben! Super toll! Wir haben unser Ziel erreicht, auch wenn ich nicht gerade viel dazu beigetragen habe. Ich war nach 33 Minuten bei der Übergabe. Beim letzten Nightrun den ich hier bei so einer Temperatur mitgemacht habe, habe ich noch fast 10Minuten länger gebraucht. Für mich individuell betrachtet also ein voller Erfolg! 

Der Zeugwart ist mit einem eigenen Team gestartet und auch das hat natürlich die 1:30h weit unterboten. Der Flitzer und der Motivator haben, genau wie der Zeugwart, eine unfassbar tiefe 20 auf die Strecke gebrannt.