I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 18. Januar 2014

Sein Engel und die Waffen


Der Flitzer frühstückt heute normal und macht sich dann buchstäblich auf die Socken. Er verfolgt derzeit einen recht straffen Trainingsplan, denn auch in diesem Jahr wird er uns mit seiner Teilnahme beim Ironman Frankfurt beglücken. Und dafür wird eben trainiert. Heute zweimal täglich. Und dazwischen gibt es Recovery XS, das kann bei solchen Tagen gleich mal richtig zeigen was es zu leisten in der Lage ist. 

Ich kann heute auch zeigen, was ich zu leisten in der Lage bin... beim Hauszahnarzt, dem Zahnforum Bürgel. Der Erklärbär und ich habe heute wieder einen Termin und glücklicherweise ist sein Engel auch wieder mit dabei. Die beiden sind offensichtlich ein eingespieltes Team und ich erfahre, dass die Zahnschmerzen sich nach diesem Termin, ganz im Gegensatz zu dem Termin im Dezember  in Grenzen halten werden. Das ist auf jeden Fall erfreulich. Heute braucht der Erklärbär ein ganzes Arsenal an Waffen um dem Kriegsschauplatz in meinem Mund Herr zu werden. Ich kann gar nicht glauben, dass tatsächlich alles wirklich notwendig ist und mache die ersten Touristenfotos. Noch niemals vorher wäre ich überhaupt auf den Gedanken gekommen, dass Fotos in einer Zahnarztpraxis tatsächlich interessant sein könnten, aber heute ist es eben soweit.
Sein Engel hat Verständnis.







Der Erklärbär, sein Engel und ich verbringen heute wirklich jede Menge Zeit zusammen. Ich werde mit Waldfruchtabdruckmasse bei Laune gehalten und erfahre weiterhin immer ausführlich, was gerade gemacht wird, warum es laut ist, pocht oder in meinem Kopf lärmt. Das hilft. Es ist zwar trotzdem unangenehm, weil es sicherlich immer etwas angenehmeres gibt, als beim Zahnarzt den Mund offen zu halten, aber alles im erträglichen Rahmen. 



Und als der Erklärbär und sein Engel irgendwann fertig sind bekomme ich noch ein paar Empfehlungen, wie es die nächsten zwei Wochen am Besten weitergeht und was die Zähne nun können und was nicht. Und schon bin ich draußen in der Sonne. 


Das Knie habe ich, obwohl es auf dem Zahnarztstuhl ja hoch gelagert ist, die ganze Zeit gemerkt. Ich hoffe sehr, demnächst geht es mit dem Knie auch so einen guten Schritt voran, wie es das nun mit den Zähnen tut. 



Freitag, 17. Januar 2014

Geflügel liegt mir

Das Ende meiner Kernarbeitszeit kommt meistens plötzlicher als erwartet, so dass ich auch heute wieder vollkommen überrascht bin, dass das Wochenende bereits starten möchte. Gut, dass ich meine Schwimmtasche immer bereits packe, wenn der Kram getrocknet ist, so komme ich nicht in die Verlegenheit im Heimkehrstress auch noch an meinen Badeanzug denken zu müssen. Da würde garantiert immer irgendetwas schief gehen... das ist ja wohl vorprogrammiert.

Wir sind heute keine Sekunde zu früh am Schwimmbad und die Vereinsmeute  steht schon in den Startlöchern um das Becken zu stürmen. Heute sind wir viele, die schwimmen möchten. Wobei sich die Lust, wie jede Woche, wortreich in Grenzen hält. Aber manchmal leidet man einfach gerne öffentlich damit der innere Schweinehund sich noch mehr in seine Schranken gewiesen fühlt, als es sowieso schon der Fall ist. Zumindest habe ich in der Beobachtung des Lustlosgikeitsphänomens festgestellt, dass immer wenn diese am meisten betont wird, dann wird am ausgiebigsten trainiert. In unserem Verein hat der Schweinehund einfach keine Chance.

Ich habe Sportlust heute. Ob es jetzt schwimmen sein muß, das weiß ich nicht. Sicherlich wäre ich auch mit laufen oder Rolle fahren zufrieden gewesen. Irgendetwas eben. Etwas sportliches, etwas mit bewegen und etwas, bei dem mein Knie wieder mein Knie ist und nicht irgendetwas angeschwollenes, das sich an meinem Bein festgesetzt hat. Schwimmen dürfte diesem Wunsch aber wohl am ehesten nahe kommen. Hier ist die Kühlung des Knies ja mit der Wässerung im Paket zu kriegen.

Ich schwimme 25Minuten und verlasse dann das Becken mit einem kalten, aber unglücklichen Knie. Mein Geist ist auch unglücklich, aber das erwähne ich nicht. Ist ja sowieso egal. Außerdem schwimmen die anderen fleißig und haben keine Lust. Da ist man als Möchtegernschwimmer nicht so angebracht. Es ist ja außerdem so, dass ich auch Tage mit massiver Trainingsunlust habe... und dann brauche ich auch keinen, der mir erzählt, wie toll es doch wäre, wenn er sportlich sein könnte. Ist ja immer die gleiche Leier.

Während der Schwimmzeit mache ich übrigens ausgiebige Technikübungen. Ich habe mir im Internet Inspiration gesucht und gefunden. Deshalb gibt es heute, nach dem Einschwimmen, 400m reine Technik:

Abschlagschwimmen
Po-Achsel-Kopf
Scheibenwischer
Ente
Wasserkrabbeln
Hühnchen und
Faustschwimmen

Eigentlich schwimmen wir auf der 50m Bahn 25m Technik, 25m locker und zurück das Gleiche. Das heißt, nach dem fertigen Technikblock haben wir 800m auf dem Konto. Beim Hühnchenschwimmen gehe ich fast unter, als Ente wäre ich dagegen so richtig gut. Geflügel liegt mir also, bedingt. Das ist doch schön. Wegen mir hätte auf dem Plan ruhig auch noch Badewanne stehen können... aber zum baden hätte ich sowieso keine Zeit mehr gehabt. Paßt also.


Morgen geht’s zum Zahnarzt. Da bin ich ja mal gespannt.

Standesgemäß aus dem Pokal

Nachdem mir Frau Motivator glaubhaft versicherte, dass der Cocktailshaker im Hause Motivator tatsächlich ausnahmslos nur für die Sportgetränke des Herrn Motivators zur Verwendung kommt, bin ich umso begeisterter, dass mich der Motivator auch heute wieder mit einem entsprechenden Frühstücksfoto versorgt. Und weil ich nicht dumm sterben soll, wurde ich auch gleich darüber aufgeklärt, dass das von mir so lieblos lediglich als Geripptes bezeichnete Trinkgefäß das morgendliche Trinkfrühstück standesgemäß serviert, weil es der Pokal des Frankfurt City Triathlons ist. Der Motivator war hier wohl bei einem seiner Starts extrem erfolgreich und ehe das Glas im Schrank rumsteht nutzt er es also lieber für die sportlich-angebrachte Vorbereitung seiner Tage.
 
Eine gute Verwendung für den Pokal.
 
 
Das Feedback zum  Impact Diet Whey Frühstück ist von allen Seiten bisher positiv. Die Herren mögen Flüssiges zum Frühstück alle sehr gern. Mit Milch berichtet der Motivator gibt's im Shaker Klümpchen, mit Wasser gibt es keine. Die Klümpchenbildung könnte natürlich auch am Schüttelrhythmus des Motivators liegen, da ich allerdings morgens nicht dabei bin, weil ich der Zubereitung in meiner eigenen Küche zuschaue, kann ich dazu nichts sagen. Die subjektive Aussage des Motivators ist natürlich, dass beides gleichgut geschüttelt wurde. Logisch. Mit Milch liegt's ihm etwas schwerer im Sportlermagen... mit Wasser ist das Trinkfrühstück leichter bekömmlich.
 
Dazu muß ich natürlich unbedingt der Vollständigkeit halber erwähnen, dass der Motivator nach dem Frühstück und vor der Arbeit noch flott 30km radelt. Da würde mir allerdings alles schwer im Magen liegen. Das sind eben die kleinen, aber feinen, Sportlerunterschiede.
 
In unserer Küche werden die Pülverchen nicht geschüttelt sondern im Mixer aufgeschäumt. Damit wird jeglicher Klümpchenbildung vorgegriffen. Allerdings macht der Zeugwart derzeit auch keinen Frühsport, so dass er das Getränk mit Milch ebenfalls äußerst verträglich und magenfreundlich findet.
 
Warum der dritte Teilnehmer dieses Pulvertests sich bisher in komplettes Schweigen hüllt, muß ich übrigens noch herausfinden.
 
Heute Abend geht's zum schwimmen. Ich bin gespannt, wie mein Knie die 30Minuten Bewegung findet.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Kühlungsfortschritt

Beim Zahnarzt war es nicht schlimm gestern. Ich muß am Samstag wieder hin. Ich glaube das wird schlimm. Der Termin soll 2 Stunden dauern. Ab Samstag habe ich zwei Wochen Überbrückungs-Zahn-Zeit und Anfang Februar wird es in meinem Kiefer dann final. Gar nicht so lange nach dem Unfall eigentlich. Und trotzdem kommt es mir recht lange vor. Das Raum-Zeit-Gefüge liegt eben auch immer im Auge des Betrachters.

Der Zeugwart war gestern sportlich. Wenigstens einer aus dem Haushalt. Das ist ja schon mal was. Er war laufen und hat sich danach am Recovery XS Drink gelabt. Der hat ihm super lecker geschmeckt. Ich habe probiert, obwohl es derzeit wirklich gar nichts gibt, wovon ich mich erholen müßte. Sehr schmackhaft... eigentlich genau wie Kakao.

Nach seiner Laufeinheit war der Zeugwart trotzdem müde und geschafft. Ich glaube, der Recovery Trunk wirkt im Verborgenen? Eine geheime Zutat zum Training also. Wer weiß? Ich werde seine Fitness auf jeden Fall genau beobachten. Und meine auch.

Immerhin bin ich mittlerweile wirklich blitzschnell am Eisschrank, kann auch super mit Kühlpacks jonglieren und habe mein Knie schneller runtergekühlt als früher. Ob das allerdings als Trainingsfortschritt gilt weiß ich nicht. Wahrscheinlich habe ich die Kerntemperatur des Knies mittlerweile nur runtergesetzt? Nein, so schlimm ist es tatsächlich nicht. Ich kühle ja nicht dauerhaft... es passiert alles genau nach Vorschrift und ärztlichem Rat.

Die Narbe am Knie ist übrigens sehr unschön. Da kann ich froh sein, dass ich den Zeugwart schon gefunden habe und keinen lebenslangen Begleiter mehr suchen muß. Wobei dabei ja hauptsächlich die inneren Werte zählen und nicht, ob ein Knie hübsch ist oder nicht. Trotzdem. Die Narbe ist wulstig und rot. Ich werde da mal schauen, was sich machen läßt auf lange Sicht.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Frühstück mit Stil

Der Motivator ist ein Frühstücksmensch. Das weiß ich und deshalb habe ich ihm mit einer ordentlichen Portion Frühstückspulver Impact Diet Whey von My Protein versorgt, die er testen soll. Der Motivator braucht außerdem ordentlich Energie um über den Tag zu kommen, denn bei ihm findet die erste Sporteinheit schon vor dem Arbeitsbeginn in der großen Stadt statt. Da wäre ich ja schon das erste Mal müde, aber der Motivator eben nicht. Und heute schon gleich dreimal nicht, hoffe ich zumindest. Sonst wäre der Impact Diet Whey Test ja ein Griff daneben und das wäre blöd.
 
Herrlich finde ich auf jeden Fall, wie der Motivator sein Frühstück zubereitet. Er hat Stil und nutzt einen Cocktailshaker. Ich bin mir nicht sicher, wofür der sonst im Hause Motivator Verwendung findet und werde das auf jeden Fall noch mal fragen. Aber Frühstück soll ja auch Spaß machen... und ich bin mir sicher, wenn's schon mit einem Cocktailshaker losgeht, kann der Tag nur gigantisch werden.
 
 
Dass der Motivator den gemixten Impact Diet Whey Drink dann auch noch aus einem stilechten Gerippten trinkt, setzt dem Test heute früh dann einfach noch die Krone auf. Ich freue mich sehr, dass ich mit dem Motivator offensichtlich eine gute Testperson ausgewählt habe.  

 
Dass ihm der Shake zu allem Überfluß auch noch gut schmeckt, ist natürlich wunderbar. Auf der anderen Seite ist es so, dass Zeugwart und Motivator was diese Sportdrinks angeht, oftmals einen ähnlichen Geschmack haben und ich mich deshalb nicht wundere, dass der Cookie-Geschmack, der dem Zeugwart super schmeckt, auch beim Motivator Anklang findet. Jetzt warten wir also nur ab, wann der Motivator nach seinem Frühstück wieder Hunger bekommt, das heißt also, wie nahrhaft der Shake tatsächlich ist. Beim Zeugwart hält er stundenlang vor, der frühstückte nämlich um 6h und hatte erst um 12:30h wieder Essenshunger.
 
Außerdem testet der Motivator L Carnitine Tabletten. Die sollen bei der Fettverbrennung helfen. Verstehe ich zwar nicht, warum Athleten das nehmen würden, denn die haben ja kein Fett sondern bestehen nur aus Muskeln, Knochen und Warmhaltemasse... aber egal. Die Tabletten sind im Testpaket mit drin und der Motivator legt diesbezüglich also ebenfalls los. Und obwohl er groß ist, stellt er fest, dass die Tabletten ordentlich Oschi's sind und er sie lieber kleiner zum schlucken hätte. Scheinen also Pferdetabletten zu sein. Ich werde mir die nochmals betrachten und vermessen. Und natürlich prüfen, warum die so riesig sind.


Mir wären Etappen lieber

In der neusten Triathlon Training schreibt die Chefredakteurin darüber, dass es ihr leicht fällt, sich damit abzufinden, wenn sie eine Trainingspause macht. Sie schreibt sogar, dass es ihr dann wieder komisch vorkommt , wenn sie wieder regelmäßiges Training einlegt. Sie findet schnell andere Dinge um die sich sich kümmern kann. Ich glaube, das schreibt sie nur, weil es ihr in ihrer Erinnerung so vorkommt. In Wirklichkeit ist eine Trainingspause für einen Triathleten sicherlich denkbar ätzend. Ich vermisse das Training. Ich langweile mich nicht, weil ich natürlich andere Beschäftigungen finde, aber es ist nicht das Gleiche. Ich bin traurig, dass ich einfach nicht trainieren kann.

Heute steht wieder ein Zahnarzttermin an. Ich bin aufgeregt und wahrscheinlich habe ich auch Angst? Jetzt geht es eben gerade wieder mit dem Essen, ich habe mich an das Gefühl der Übergangszähne gewöhnt und ich habe keine Schmerzen im Kiefer... und jetzt könnte alles von vorne losgehen. Ich weiß nicht was mich erwartet, weil ich noch niemals länger als 2Minuten auf einem Zahnarztstuhl gesessen habe vor dem 16. November 2013. Neues ist einfach immer aufregend. Ich gehe also heute zum ersten Mal mit einem rosafarbenen Zettel zum Arzt. Die Krankenkasse hat die Behandlung genehmigt. Unfassbar eigentlich, dass ich mir für die notwendige Behandlung eine Genehmigung holen muß... aber das ist ein anderes Thema. 

Ich habe auch wieder einen Arzttermin für mein Knie vereinbart. Es wird einfach nicht besser. Zumindest nicht so, wie ich es erwarten würde. Ich kann rumgehen und auch Auto fahren ohne Probleme. Aber ich kann nicht auf dem Bauch liegen. Außerdem schmerzt mich jede Berührung, die ich merke. Manche merke ich nämlich nach wie vor nicht. Das Knie ist nach wie vor dick und blau außerdem habe ich das Gefühl, dass die Schwellung wandert. Nicht nach unten zum Knöchel wie der blaue Fleck. Sie wandert um das Knie rum... sie breitet sich aus ist richtiger. Beim wandern würde sie ja an anderer Stelle verschwinden. Ich bin verunsichert. Wenn man ein Thema hat, dann achtet man ja auch vermehrt darauf und so bin ich unsicher, ob ich nicht übertreibe? Vielleicht ist das eben so mit dem Knie? Aber es ist ja nur eine Prellung... warum also so ein Aufheben darum? 

Wenigstens hatte ich Zeit, die aktuelle Triathlon Training in einem Schwung durchzulesen. Das Eispack was mein Knie kühlt, hat dabei zweimal gewechselt. Wenn ich meinem Trainingsplan folgen kann, dann lese ich die Zeitung in Etappen. 

Mir wären Etappen aber derzeit trotzdem lieber. Auch wenn am Stück lesen schön ist. 

Sonntag, 12. Januar 2014

Herrliches Wetter

Mein Knie schmerzt zwar nachts nicht mehr so extrem, aber angeschwollen ist es nach wie vor und ordentlich blau ebenfalls. Ich kühle es also heute, während ich mich ansonsten um das weitere Ausräumen von Kisten kümmere, wasche und putze. Ein Haushaltssonntag irgendwie. Solche sind auch mal ganz schön. 

Draußen ist herrliches Wetter und es ist einfach schrecklich nicht laufen gehen zu können. Das zieht mich noch mehr runter. Es hat wirklich so gut geklappt die paar Mal die ich jetzt laufen war und dann machen so 30min Rolle fahren alles wieder zunichte und werfen das Knie zurück. Echt total blöd. Da kann wirklich keiner was für, außer ich selbst. 

Ich gehe trotzdem raus, obwohl ich nicht laufen gehen kann. Ich gehe spazieren. So bin ich wenigstens an der frischen Luft, bei 1°C wird das Knie auch gut gekühlt und ich bewege es. Das soll ich ja. Zwar nicht übermäßig, aber 40Minuten spazieren wird schon nicht übermäßig sein. Hoffe ich. 

Läuferisch ist der heutige Tag ein richtiger Reinfall. 100% und vollkommen. Ich bin deprimiert. Immer noch. 

Samstag, 11. Januar 2014

Freunde für's Leben

Heute haben wir uns zum ersten Mal wieder bewusst gesehen, das Mountainbike und ich. Wir haben es aus dem Keller hochgeholt und zur Durchsicht gebracht. Ruben von Radsport 360Grad wird mal schauen, wie sehr es bei meinem Sturz gelitten hat. 

Der Antlitz des Mountainbikes ist auf jeden Fall wesentlich besser, als meiner nach dem Sturz. Ganz offensichtlich passe ich auf meinen Kram ordentlich auf. Da opfere ich mich lieber selbst ehe der Ausrüstung etwas passiert. Das hat beim Rad wirklich gut geklappt. Beim Helm natürlich nicht. Der hat, ganz wie er soll, alles gegeben und sich selbst zerstört. Der Aufprall war zu hart und so ist der Helm gebrochen und mein Kopf nicht. 

Also brauche ich Ersatz. Es wird ja schließlich nicht ewig so sein, dass mein Knie bei der kleinsten Belastung dick wird und weh tut. Irgendwann kann ich ganz bestimmt wieder Rad fahren und zwar draußen und richtig. Und dann brauche ich einen Helm Ohne steige ich nicht auf ein Rad. Niemals. Früher nicht... und jetzt erst recht nicht. 

Ich greife zum gleichen Modell. Das hat mir sehr gute Dienste geleistet, hat prima gepaßt und eben alles genau so gemacht, wie es laufen soll. Besser wäre kaum gegangen. Dieses Mal ist der Helm allerdings weiß und nicht schwarz. Er paßt prima, wie sein Vorgänger. Und er ist mein neuer Freund für's Leben. 
In unserem Flur kann er sich nun also mit dem Helm des Zeugwarts anfreunden und beide teilen sich ein Regalfach. Ich hoffe sie vertragen sich und werden ebenfalls Freunde für's Leben. Die kann man ja nie genug haben. 

Freitag, 10. Januar 2014

Sportlicher Erfolg und extreme Fitness am Beckenrand

Ich kann einfach nicht erwarten, dass sich mein Knie innerhalb von einer Nacht zurück zur Normalgröße und zur Schmerzfreiheit verändert. Das wäre einfach zuviel verlangt. Trotzdem habe ich heute Hoffnung. Sie wird allerdings enttäuscht, womit ich wieder bei Zeile 1 angelangt wäre. Das kann ich also nun immer rauf und runter lesen. 

Oder ich packe meine Tasche und fahre mit dem Zeugwart zum schwimmen. Meine Schwimmtasche war schon länger nicht im Schwimmbad. Das liegt daran, dass mein Unfall dazwischen passiert ist. Plötzlich und unerwartet. Und ich mit der tiefen Wunde am Knie nicht ins Wasser durfte. Auch nicht mit einem wasserdichten Pflaster. Der Arzt hat mich ja extra darauf hingewiesen. Und als ich dann fragte, ob es mit einem wasserdichten Pflaster möglich sei, fragte er, was ich an "die Wunde darf solange sie heilt nicht ins Wasser" nicht verstanden hätte. Gut, damit saß es auch in meinem Kopf fest. Duschen war ok, Schwimmen oder Baden eben nicht. 

Da der Schorf mittlerweile abgefallen ist, gehen wir also schwimmen. Es fühlt sich so an, als wären wir drei. Der Zeugwart, das Knie und ich. Das Knie geht irgendwie extra. Es fühlt sich komisch an und manchmal fühlt es sich gar nicht an. Es gehört derzeit nicht ganz so richtig dazu. Der Arzt ist aber begeistert vom schwimmen, weil keine Last auf dem Knie liegt und es, ganz nebenbei, gekühlt wird. Der kennt wohl unsere Schwimmbedingungen im Riedbad gut. 

Heute ist das Wasser frisch. Liegt vielleicht auch an der fallenden Temperatur draußen? Mitte der Woche noch 10°C und heute grad noch 2°C über Null. Als das Knie und ich die Vereinsmitschwimmer begrüßt und noch einige Wünsche für das neue Jahr ausgetauscht haben, geht's ins Wasser. Das ist heute wieder mal richtig kalt. Ich kann noch schwimmen. Das ist auf jeden Fall schon mal ganz schön. Auch wenn es für mein Knie extrem anstrengend ist und ich die 30Minuten kaum ganz durchhalte. Ich mache ein paar Technikübungen, helfe unserem Fremdvereinsfan seinen Schwimmstil etwas zu verbessern und gehe irgendwann >über die Treppe< aus dem Becken wieder raus. Das ist seit meiner Vereinszugehörigkeit bisher hier noch nie passiert. 

Der Flitzer sitzt auf einer Bank am Beckenrand und ich setze mich dazu. Da sitzen quasi sportlicher Erfolg und extreme Fitness neben meinem Knie und mir. Wir unterhalten uns, über Trainingslager, Ziele und Trainingseinheiten und schauen dabei dem Motivator und dem Fremdvereinsfan beim Schwimmtraining zu. Der Motivator bekommt heute eine persönliche Schwimmstunde vom Zeugwart, der sich nicht nur mit Zeug sondern auch mit Trainingseinheiten und einem guten, sinnvollen Schwimmstil auskennt. Nicht zu viel Kraft, nicht zu wenig und immer strecken. Und schon geht der Hintern des Motivators hoch und die Beine ebenfalls. Das ist ja ein Ding. Und es war gar nicht schwer. 

Als wir gehen bekommen der Motivator und der Flitzer noch Kiloweise Pulver zum testen zugesteckt. Ich bin gespannt, wie es den Herren schmeckt. Wohl bekommt's! 

Donnerstag, 9. Januar 2014

Kniefieber

Mein Knie schmerzt. Es ist dick, der Bluterguss ist super durch die Haut zu sehen und ich bin deprimiert. Es ist ja nicht so, als hätte ich total viel gemacht. 30Minuten Rolle fahren mit ein bisschen  Widerstand... unfassbar, dass das mein Knie fertig macht. 

Das Knie oder die Athletin waren nie besonders gut durchtrainiert. Aber 30Minuten auf der Rolle haben beide bisher immer geschafft. Ohne danach tagelang auszufallen und anzuschwellen. Ich gehe jede Nacht mit einer Kühltasche ins Bett, in der sich ein Notfalleispack befindet, weil das Knie mich mehrfach die Nacht wach hält. Frustrierend. 

Die Rolleneinheit von heute fällt aus. Ersatzlos gestrichen. Ich bin frustriert und gönne dem Knie, dass es hochgelegt wird und Ruhe hat. Und gekühlt wird. Es ist ordentlich heiß. So als hätte ich Kniefieber. Das gibt es aber nicht. 

Mein Kiefer interessiert sich übrigens nicht für mein Knie. Oder für's Rolle fahren. Der macht gut mit. 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Schneller geht es nicht

Der Postbote hatte heute ordentlich was zu schleppen. Ich bin erfreulicherweise nicht zu Hause gewesen und mußte ihn so nicht bemitleiden, das habe ich dem Zeugwart überlassen. Wahrscheinlich hat er mir deshalb die schöne Aufgabe des Auspackens übrig gelassen... er quasi das Mitleid, ich die Überraschung. Eine sehr angenehme Aufgabenteilung, wenn ich es mir recht überlege. 

Der Karton ist riesig, außerdem unhandlich und schwer. Der arme Postbote. Ich habe nun doch ein bisschen Mitleid, obwohl der Postbote sich seinen Beruf ja ausgesucht hat. Der Kartoninhalt birgt meine Bestellung aus dem My Protein Shop, die ich am Sonntag spät Abends aufgegeben habe. Respekt vor der Geschwindigkeit. Das ist auf jeden Fall flott. 

Im Paket befinden sich zwei große Beutel und eine Dose. 



Eben genau das, was ich bestellt habe. Wir werden uns also ab sofort durch 1,8kg Recovery XS, durch 1,45kg Impact Diet Whey und durch 180 L Carnitine Tabletten futtern und sind gespannt, was das so für Auswirkungen hat. Und weil ich finde, dass das eine ganz schöne Menge ist, werde ich auf die Unterstützung des Motivators, des Flitzers und natürlich des Zeugwarts bauen und deren Erlebnisse mit den My Protein Produkten ebenfalls beobachten. 


Jetzt muß ich nur noch schnellstens wieder fit werden, damit sich die mühevolle Pulvermischung auch lohnt. Leider habe ich es allerdings mit dem gestrigen Widerstand etwas übertrieben. Mein Knie hielt mich die halbe Nacht mit seiner Wärme wach und auch über den Tag heute hat es mehrfach verstärkt nach Kühlung verlangt. Ich habe es also zu stark belastet. Also höre ich auf das Knie und lege es hoch, kühle und werde es so schnell nicht mehr mit zu viel Widerstand ärgern. 

Sicherlich schlafe ich heute Nacht besser. 

Dienstag, 7. Januar 2014

Sein kleinstes Licht

Der Trainer freut sich mit mir, dass ich wieder laufen kann und dass auf der Rolle Treten ohne Schmerzen möglich ist. Das finde ich prima, denn ich weiß, dass er lauter Spitzenathleten trainiert und ich höchstwahrscheinlich sein kleinstes Licht bin... aber das Licht brennt, und das freut ihn eben. Er hat mir nun also einen kleinen Anfängerplan geschrieben und darin steht 30min. Sport für heute. Ich bin davon überzeugt, dass er sowas sonst keinem in den Plan geschrieben hat. 

Ich gehe auf die Rolle, denn als mich das Büro heute in den wohlverdienten und hart erarbeiteten Feierabend schickt, ist es bereits stockdunkel. Das ist mir zu dunkel um laufen zu gehen und da ich bisher keinen neuen Fahrradhelm gekauft habe, kann ich auch nicht Rad fahren. Außerdem sollte es wohl klar sein, dass ich zum ersten Mal nach dem Unfall nicht in der Dunkelheit alleine Rad fahre. Nur für's Protokoll. 

Der Zeugwart baut netterweise die Rolle auf und so muß ich mich nur noch umziehen und bin schon sportlich. Das ging ja schnell. Ich kann gut fahren heute, sogar mit einer Idee Widerstand mehr als beim letzten Mal. Das ist ein Fortschritt und ich bin sicher, dass der Trainer sich morgen früh, wenn er es lesen kann, gleich noch mal freut. Sein kleinstes Licht mit ein bisschen Widerstand... das wird seinen Tag versüßen. 

Ich steige nach 30Minuten ab. Mein Knie fühlt sich etwas komisch an. Irgendwie so, als wäre die Kniescheibe extra. Anders aussehen tut es aber nicht, das ist gut. Und schmerzen tut es auch nicht. Ich werde das Extragefühl vorerst daher ignorieren und einfach wegschlafen. Und ich werde dafür sorgen, dass das kleinste Licht etwas heller wird. Und größer. 

Und schon ist er gefunden: mein Vorsatz für 2014. 

gefunden hier: http://piqs.de/fotos/search/Kerze/24879.html

Sonntag, 5. Januar 2014

Fotogener Waldlauf

Das Bettenlagererlebnis sitzt tief und so wache ich heute früh mit Kopfschmerzen auf. Kann ja nur am Bettenlager liegen, eine andere Möglichkeit gibt es schließlich nicht. 

Der Zeugwart und der Motivator fahren heute gemeinsam Rad, dafür wird sich unter der Eisenbahnbrücke getroffen und ich bin froh, dass keiner von mir erwartet, dass ich die finde. Der Zeugwart packt sich also gut ein und holt das Mountainbike aus dem Keller. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass es nicht schlecht war, dass er das Rädchen nach der letzten Ausfahrt nicht geputzt hat. Draußen haben wir 6°C und es regnet leicht. Beste Voraussetzungen also, um es heute so richtig einzusauen. 

Die Kopfschmerzen und ich verschwinden noch mal ins Bett. Vielleicht sind sie dann beim nächsten Aufstehen weg und ich kann den Tag ordentlich beginnen. Und so ist es dann auch. 

Zwei Stunden später wache ich auf, bin erholt und die Kopfschmerzen sind weg. Das ist herrlich. Und weil der Zeugwart nach wie vor mit dem Rad unterwegs ist, ziehe ich mir meine Laufsachen an und beschließe, eine Runde zu drehen. Wobei ich mit Runde natürlich maßlos übertreibe, ich laufe hin und wieder zurück. Ein kleines Stück. Nichts großartiges. 

Das Laufen klappt gut. Ich bin natürlich noch immer langsam unterwegs, aber der Puls ist im grünen Bereich und ich habe keine Schmerzen. Mein Knie meldet sich nicht und auch, dass ich es oberflächlich nur manchmal spüre ist heute nicht so komisch, wie beim letzten Mal. Ich kann mit offenem und mit geschlossenem Mund laufen und merke die Zähne nicht. Der Kiefer macht wirklich gut mit. 

Ich laufe hin, bin 30Sekunden schneller an der Ecke als beim letzten Mal, und biege dann links ab durch den Wald. Der Weg ist uneben. Ich glaube, wenn ich eine Weile hier gelaufen bin, dann bin ich wirklich ordentlich fit und spezialisiert für Waldläufe. Derzeit ist die Spezialisierung allerdings noch in weiter Ferne. Ich bin erst mal froh, dass ich laufen kann. 

Auf der Strasse sehe ich den Zeugwart. Er ist vollkommen eingesaut. Und weil wir uns mögen, fährt er kurz in den Waldweg rein um hallo zu sagen. Jetzt kann ich auch von Nahem sehen, dass er wirklich über und über komplett eingesaut ist und weder Hose, noch Schuhe oder Jacke wahrscheinlich jemals wieder sauber werden. Der Motivator und er haben ganz offensichtlich eine Spritztour gemacht und dabei genügend Schlammspritzer abgekriegt. Auftrag erfüllt anscheinend. 

Ich laufe noch ein bisschen weiter und drehe dann um. Auch heute gilt ja noch die Arztansage, dass ich maximal 30Minuten am Stück unterwegs sein soll. Die Pause war lange, so dass die zeitliche Begrenzung sicherlich absolut Sinn macht. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass die Ärzte mir in der letzten Zeit viele sinnvolle Tipps gegeben haben. 

Im Wald mache ich noch mal kurz halt. Nicht weil ich muß, sondern weil ich möchte. Ich mache ein Bild von mir. Von der verletzten Seite, die noch vor Wochen wirklich unansehnlich war. 
Das blaue Auge ist abgeschwollen, nicht mehr blau und auch nicht mehr blutunterlaufen. Die Abschürfung unter dem Auge heilt gut und auch am Kinn kann man kaum mehr einen Unterschied zur normalen Haut erkennen. Die Narbe zwischen Nase und Lippe ist für mich deutlich sicht- und fühlbar, auf dem Bild sieht man nur einen feinen Strich. Irre. Würde ich es nicht erwähnen, würde es nicht auffallen, soviel ist sicher. Die Zähne sind ja provisorisch hergestellt, so dass ich auch hier, wenn ich das Foto betrachte, keinen Unterschied zu meinem "vor dem Unfall-Gebiss" feststellen kann. Die Zähne fühlen sich zwar anders an und ich kann sie auch noch nicht so 100% benutzen, aber der Antlitz ist auf jeden Fall dem Früher so ähnlich, dass mich die Leute sogar teilweise fragen, was beim Unfall überhaupt passiert ist. Man sieht ja gar nichts mehr. 

 

Erstaunlich, dass es für viele nur wichtig ist, ob man noch was sieht. So als wäre ein Unfall nur schlimm gewesen, wenn er sichtbare Folgen hinterlässt. 

Ich hoffe übrigens, dass Michael Schumacher ohne schlimme Folgen ebenfalls bald wieder der "Alte" sein kann. Sein Unfall geht mir irgendwie nah, obwohl ich kein wirklicher Fan bin. Ich mache mir nur Gedanken, was bei meinen 20km/h hätte passieren können, wenn nicht der Asphalt, sondern ein Stein beim Aufprall auf den Helm getroffen wäre. Oder doch ein Baum. 

Beim Umziehen betrachtet der Zeugwart das verletzte Knie und wir stellen beide fest, dass es doch noch ordentlich dick und ziemlich blau rundum ist. Deshalb kann ich mich auch noch nicht wieder drauf knien. Es braucht einfach noch mehr Zeit. 

Samstag, 4. Januar 2014

Rollenfreie Servicewüste

Der gute Vorsatz steht heute nochmals auf die Rolle zu gehen. Ich habe ihn schon seit dem ich wach geworden bin und wir eine Kommode ins Schlafzimmer gerückt haben. Ich habe ihn auch noch, nach dem Wäsche waschen und als ich den Zeugwart auf die Laufstrecke entlasse. Und der Vorsatz ist auch noch da, als wir losfahren um noch ein paar Besorgungen zu machen. Er hält sich also wacker. 

Wir fahren heute zu Mömax um eine neue Garderobe zu kaufen. Dabei stolpern wir auch noch über Bettwäsche, und, obwohl Mömax sicherlich niemals zu meinen Lieblingsläden zählen wird, ich bin ganz zufrieden. An der Kasse schießt ein Freak den Vogel ab, weil er bereits bezahlt hat und dann seinen Kassenbon durchliest um dann der Verkäuferin vollkommen überzeugt zu versichern, sie hätte ihm zu wenig berechnet. Oh je. Die Verkäuferin ist sichtlich unbeeindruckt und ich kann kaum glauben, dass der Mann so überzeugt davon ist, dass sie ihm zu wenig berechnet hat. Der Zeugwart und ich bezahlen und fallen in den nächsten Laden.... einen Media Markt. 

Media Märkte und ich sind eigentlich keine Freunde. Gerade gestern hat sich mir wieder bewiesen warum. Der Zeugwart und ich haben einen neuen Telefonanschluss und dazu nutzen wir nun einen Speedport, oder wie das wunderbar leuchtende Ding auch immer genau heißen mag. Mit Hilfe des Speedports bietet und die Telekom nun allerlei hervorragende Möglichkeiten der Telefonie an. Angeblich, so sagen es diverse Merkblätter, gibt es spezielle, tolle Telefone, mit neuartiger Technik, die sich direkt am Speedport anmelden und einen Anrufbeantworter im Netz haben. Ein "vor-Ort-Gerät" würde dann entfallen. Oder so. Ich weiß schon gestern, dass uns im Media Markt keiner helfen kann... und so ist es dann auch. 
Der vom Zeugwart angewunkene Verkäufer schaut nicht nur ziemlich dusselig aus seinem Poloshirt, er hat auch überhaupt keine Ahnung. Was der Unterschied zwischen einzelnen Modellen ist weiß er nicht, aber er empfiehlt mir drei Apparate zu kaufen, obwohl ich nur zwei benötige. Ich kann ja einen stilllegen, falls ich aber mal einen dritten brauche, hätte ich den dann gleich. Was IP ist weiß er nicht und ob es einen Anrufbeantworter im Netz gibt kann er ebenfalls nicht sagen. 
Heute verzichten wir daher auf einen Verkäufer. Ich glaube, man kann sie sicherlich alle über einen Kamm scheren. Wir erkunden ein paar Telefondetails und verlassen den Media Markt genau rechtzeitig, ehe ich mir die Kleider vom Leib reisse, weil der Laden einfach unheimlich stark hochgeheizt wird.

Freitag, 3. Januar 2014

Wasserruhe

Wir haben den Jahresstart für allerlei Neues genutzt, ganz im Sinne von Neues Jahr, Neues Glück und überhaupt, so dass ich es tatsächlich gestern nicht auf die Rolle geschafft habe. Da darf ich schon mal und dann sowas. Nun ja. 

Heute wäre eigentlich schwimmen, aber weil wir nicht zu 100% sicher sind, wie viele Athleten sich auf der Bahn einfinden und ob wir damit überhaupt ins Bad kommen, verzichten wir darauf. Ich denke auch, dass es meiner frischen Narbe sicherlich nicht schadet, noch eine weitere Woche Wasserruhe zu haben. 

Ich gehe statt zum schwimmen nun heute also auf die Rolle. Dafür wird sie erst mal angeschleppt, das Rädchen montiert und dann muß sich die Fahrerin ja auch noch ins Outfit schmeissen. Letzteres braucht dabei fast am Längsten, glaube ich. Ich bin also ganz klar aus der Übung. 

Eine halbe Stunde am Stück Sport ist offiziell gestattet und so klicke ich die Schuhe in die Pedale und versuche die erste Umdrehung. Die war vor Wochen noch ordentlich schmerzhaft und so bin ich skeptisch. Aber alles paßt. Hervorragend! Ich kann super kurbeln. Natürlich ist der Widerstand nicht riesig, es ist ja das erste Mal seit Wochen für das Knie. Es fühlt sich komisch an, schmerzt aber nicht. 

Ich steige nach 30Minuten von der Rolle und bin zufrieden. So kann das dieses Jahr gerne weiter gehen. 

Mittwoch, 1. Januar 2014

Guter Start

Endlich! Ich dachte schon, das neue Jahr kommt nie! So ein neues Jahr ist ja immer mit Allerlei Sachen behaftet. So gibt es gute Vorsätze, Regelungen, die erst ab dem neuen Jahr gültig sind und Erlaubnisse, die gleiche Einschränkungen haben. Meine Lauferlaubnis zum Beispiel. Die galt ab dem neuen Jahr, also ab heute. 

Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Nachdem wir gestern Abend bei der Teamchefin und beim Profiathleten einen äußerst "hungrigen" Silvesterabend hatten, bin ich sicher, dass mich der heutige Laufanfang ganz sicher nicht in ein Kohlehydratdefizit bringen wird. Ich kann froh sein, wenn ich überhaupt vom Fleck komme, so kugelrund habe ich mich gefuttert. Es gab Raclette. Das war wirklich schrecklich lecker. Und außerdem mein erstes in der Wintersaison. Zusätzlich gab es auch noch ein wunderbares Feuerwerk, dass gerade dem Zeugwart auch besonders gut gefallen hat. 

Heute ist es also soweit. Ich soll ganz offiziell und quasi nach ärztlicher Anordnung laufen gehen. Ob die Krankenkasse mir demnächst vielleicht auch ein paar Laufschuhe zahlt? Weiß man nicht. 

Es sind 7Grad und ich ziehe mich wärmer an als vor dem Unfall. Ich glaube, ich bin langsamer und unfitter und friere deshalb sicher leichter. Es ist fast ungewohnt in die Laufschuhe zu schlüpfen und dem Zeugwart tschüss zu sagen. Ich musste die letzten 6 Wochen immer in der Wohnung bleiben, wenn er gesportelt hat. Und jetzt ist es andersrum. Er bleibt daheim, falls ich abgeholt werden möchte. Was ein Service. 

Die Luft ist herrlich und die ersten Schritte laufen gut. Ich erkunde neue Wege und komme voran. Meinen Kiefer und die Prellungen im Gesicht merke ich nicht. Mein Knie fühlt sich komisch an. Ich habe kein Gefühl in der Haut und so merke ich die Hose nicht immer. Schmerzen habe ich keine. Auch als der Weg holprig ist und ich etwas wackeliger laufe, macht mein Knie gut mit und schmerzt nicht. Toll. 

Ich soll maximal 30 Minuten laufen und bin nach 26 Minuten zurück daheim. Gutes Timing. Ich habe extra zwei Minuten vorher umgedreht, weil ich dachte, dass der Rückweg vielleicht etwas langsamer wird. War aber anscheinend nicht der Fall. Auch schön. 

Morgen versuche ich es mal auf der Rolle und Freitag dann beim schwimmen. Ich bin irgendwie ein Stückchen mehr zurück. Das freut mich. 

Und dass das Jahr 2014 ein glückliches wird, das freut mich auch. In manchen Dingen bin ich einfach sicher. Vorsätze habe ich keine, nur Wünsche für andere. Und das passt schon. 

Das war ein guter Jahresstart! 

Dienstag, 24. Dezember 2013

Letzte Woche Schonfrist

Letztes Jahr um diese Zeit war es kälter. Ich glaube das zumindest. Heute haben wir 13°C, das ist wirklich warm. Ich laufe heute gefühlt 20mal auf unseren Hof und ans Auto und jedes Mal denke ich. dass ich eine Jacke brauche, tue ich aber nicht. Es fühlt sich viel zu warm an für Weihnachten. 

Das Laufen geht bei mir mittlerweile ziemlich gut, auch die Ferse kann ich mittlerweile wieder auf die Höhe zum Po anheben, die ich vor meinem Unfall hatte. Das ist wirklich nicht hoch, klar. Der Trainer wollte ja dafür auch das Athletiktraining haben, aber es wurde ja jäh unterbrochen. Ich werde damit dann also wieder starten -müssen-. 

Ein Weihnachtslauf bleibt heute aus. Es sei denn, ich zähle die Auto/ Hofgänge zusammen. Dann käme ich sicherlich auf ein paar Hundert Meter. Aber ich soll erst versuchen im neuen Jahr laufen zu gehen. Die Zähne und das Knie soll ich noch eine weitere Woche schonen. Aber dann soll ich loslegen. Der Puls muß mal wieder ansteigen um zu prüfen, ob die Zähne noch pochen. Außerdem muß das Bein langsam wieder in die Beweglichkeit gebracht werden. Ehe die Zähne final repariert werden, muß alles mit dem Sport passen. 

Es muß zum Leben passen natürlich. Der Sport gehört zwar dazu, aber in erster Linie geht es natürlich um das Leben an sich. Mal rennen, mal springen oder knien gehört eben einfach zum Leben dazu. 

In diesem Sinne, noch eine Woche Schonfrist und dann mal sehen, was der Unfall alles angerichtet hat. Schöne Weihnachten. 

Freitag, 20. Dezember 2013

Laufshirt im Kasten

Mittlerweile ist meine Packung Wobenzym leer gefuttert und weil ich aber mein Knie und die gänzliche Heilung des Beines noch weiter unterstützen soll, ist die nächste Packung Wobenzym bereits käuflich erworben. Ich habe auch ein gutes Gefühl dabei. Also mein Knie fühlt sich gut an und ich denke, dass Wobenzym da tatsächlich einen nicht unbeträchtlichen Anteil dran hat.
 
Der Bewegungswinkel meines Knies ist seit der kontinuierlichen Einnahme tatsächlich wesentlich größer geworden. Anfersen geht noch nicht, klar. Ich versuche es auch gar nicht mit Schwung, aber langsam und bedächtig kann ich meine Ferse mittlerweile gut anheben und ohne Schmerzen Richtung Hintern führen. Ein großer Fortschritt. Ganz klar. Ich will die Sache aber nicht überstrapazieren und vermeide deshalb weiterhin Schwung und rohe Gewalt. Letzteres ist in der Vorweihnachtszeit sowieso unangebracht.
 
Gestern Abend, als ich von einem langen und unglaublich kräftezehrenden Tag mit Zahnschmerzen, Zahndruck und reger Zungengymnastik, weil die neuen Zähne ja stetig abgetastet werden "müssen", nach Hause komme, ist ein großer Umschlag im Briefkasten. An mich adressiert, der Absender ist unbekannt. Nicht wirklich, es steht schon einer drauf, aber mir sagt das nichts. Zumindest so spontan. Ich öffne den Umschlag und halte ein neues Laufshirt in den Händen.
 
Ein Laufshirt von Wobenzym plus in rot. Und dazu noch in meiner Größe. Wahnsinn. Ich habe die Aktion über die vielen Arztbesuche und das "Schlecht fühlen" und nicht sporteln können, schon total vergessen. Man mußte schreiben, was einen bewegt... und mir ist ganz bestimmt mal wieder irgendwas dazu eingefallen. Und ganz offensichtlich hat der Beitrag gefallen, so dass ich -wenn ich dann wieder laufen gehen kann- gleich ein neues Shirt zum rumrennen habe.

 
 
 
Ich glaube, ich starte dann sowieso wieder ganz von vorne und erst mal ohne großartige Ambitionen. Wenn ich dann wieder laufen gehen kann und zwar ohne Knieprobleme und vor allem ohne, dass die Zähne pochen, dann kann ich auch über ein sportliches Ziel nachdenken. Derzeit erscheint mir jedes sportliche Ziel "sportlich". Das Jahr 2014 wird hoffentlich diesbezüglich nur Gutes in Petto haben.
 


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Erklärbär

Was ein Marathon heute. Unglaublich, wie anstrengend rumliegen und Mund offen halten sein kann. Ich bin total baff. 

Heute früh habe ich einen Termin in der Zahnklinik. Nach dem weiteren Hinausschieben der Schienenentfernung von letzter Woche ist heute also der Tag der Tage. Die netteste Zahnärztin, bei der ich jemals und Behandlung war, hat gute Laune, klopft auf die Zähne, testet Kälte und ist hoch zufrieden. Ich liege einfach nur rum und habe den Mund auf. 

Sie entfernt die Traumaschiene und macht dann mühevoll den Kleber weg. Der hält bombenfest und so ist die Reinigungsprozedur wirklich eine längere Sache. Als ich dann das erste Mal mit der Zunge über die Zähne fahre fühlt es sich fast ein bisschen so an, wie nach dem meine feste Spange in der Jugend entfernt wurde. Und es schmeckt auch so. Als wäre meine Jugend erst gestern gewesen. Herrlich, wenn man sich jung fühlt. 

Heute Nachmittag habe ich dann den nächsten Termin. Bei meinem Hauszahnarzt, dem Zahnforum in Bürgel. Immerhin müssen die unterschiedlich benannt werden, wenn man mehrere hat. Der Hauszahnarzt ist bei mir ein Herr und gleichzeitig ein Erklärbär. Wir haben heute einen langen Termin und dafür wird als erstes eine Betäubung gesetzt. Während die wirkt und meinen rechten Nasenflügel vollkommen taub werden läßt, schaut sich der Hauszahnarzt die Fotos der Klinikzahnärztin an. Natürlich die, die sie gemacht hat und zwar vor vier Wochen von mir. Die Fotos schocken den armen Hauszahnarzt und ich glaube, er ist froh, dass er die Restaurierungsarbeit hat und nicht die Ersthelferaufgaben. Jeder macht halt was anderes gerne. 

Dann legt der Hauszahnarzt Erklärbär los und kommentiert seine Arbeiten in meinem Mund. Ich weiß so immer genau was gerade gemacht wird, ob es nass wird oder ruckelt oder warum es gerade komisch schmeckt. Ich liege rum, knuddle den Stressball und fühle mich mit jeder Minute mehr fix und fertig. Schmerzen habe ich keine... aber diese Rumliegerei ist unheimlich anstrengend. Und irgendwie zieht's und drückt auch. Angenehm ist was anderes. Soviel ist sicher. 

Der Erklärbär modelliert mir neue Zähne, so dass meine Zahnfront wieder ansatzweise normal und ansehnlich aussieht. Außerdem schützt der Erklärbär damit auch die kaputten Zähne solange, bis die Baustelle finalisiert werden kann. Die Finalisierung ist nicht nur von lauter Krankenkassenbürokratie abhängig sondern auch davon, wie gut die Übergangsfront und ich so miteinander klar kommen. 

Jetzt habe ich auf jeden Fall mal wieder Zahnschmerzen. Oder Zahndruck. Egal. Es ist unangenehm und es wäre viel schöner, wenn es nicht wäre.

Montag, 16. Dezember 2013

4 Wochen

Nun ist der Unfall schon vier Wochen her und natürlich haben alle recht, die sagen, dass das für die Heilung der Verletzungen nicht viel Zeit ist. Mir kommt alles schon wieder wie eine halbe Ewigkeit vor... das letzte Mal Rad fahren, der Rettungswagen, die Sanitäter, der Kampf um die Röntgenbilder... alles irgendwie schon eine ganze Weile her. Und doch erst vier Wochen.
 
Mein Gesicht heilt super. Das blaue Auge ist weg und das Lid ist nur noch ein ganz kleines bischen Berührungsempfindlich. Gut, an Schminken denke ich zur Zeit sowieso nicht, von daher fällt diese Empfindlichkeit kaum ins Gewicht. Die Schürfwunden im Gesicht sind nur noch als rote Stellen zu erahnen und jemand, der nichts vom Unfall weiß, würde heute nicht vermuten, dass das noch Rückstände davon sind.
 
Die Wunde am Knie heilt. Langsam, aber stetig und vor allem, ohne Zwischenfälle. Die blauen Flecken sind mittlerweile nur noch an ihren Rändern sichtbar, schwellen ab und ich habe das Gefühl, dass das Bein und das Knie auch nicht mehr so druckempfindlich sind. Mittlerweile kann ich fast jede Nacht durchschlafen und wache nicht mehr auf, weil mir was komisch auf's Bein drückt oder ich mich selbst blöd hingelegt habe. Die Schreck-Aufwachmomente sind ebenfalls weniger geworden. Vielleicht hat sich mein Kopf nun auch langsam damit angefreundet, dass der Unfall eben passiert ist und wir nun also weiter machen?
 
Ich mache fleißig meine Übungen um bald wieder eine Beweglichkeit zu haben und dann auch irgendwann mal wieder Sport machen zu können.

Freitag, 13. Dezember 2013

Zu schnell.

Ich will zu schnell zu viel auf einmal. Da kann ich also gerade schmerzfrei Treppen laufen und schon beschließt mein Kopf, dass wir ganz locker schnell und oft Treppen nehmen können. Außerdem laufe ich auch draußen nicht mehr langsam und bedächtig, ich flitze wieder durch die Gegend. Es geht hervorragend... praktisch wie vor dem Unfall, nur rennen, das geht nicht. 

Und dann ernte ich, was ich säe. Mein Knie ist Abends dick, unbeweglich und schmerzt. Na toll. Ich fange dann wieder von vorne an, lege das Bein hoch, kühle und ärgere mich natürlich, dass mein Knie ganz offensichtlich nicht so mitmachen möchte, wie ich es erwarte. 

Wenn ich so flott unterwegs bin verkrampft sich auch mein Gesicht... weil meine Zähne pochen. Mein Unfall ist mittlerweile ganze 4 Wochen her, aber ganz offensichtlich sind diese 4 Wochen Heilungszeit für manche Dinge längst nicht so lange, wie es mir vorkommt. 

Ich muß also langsam machen und nicht ausnutzen, dass manches irgendwie schon wieder geht. Nicht, dass das Knie nach ein paar Treppen nun immer dick wird. Darauf hätte ich keine Lust. Und zwar gar keine. 


Dienstag, 10. Dezember 2013

Die Stufen zum Ruhm

Ich kann wieder normal eine Treppe gehen! Was ein Erfolg. Ich merke mein Knie zwar noch etwas, aber es tut mir kaum mehr weh. Die Treppenbewegung runter war bis gestern wirklich schmerzhaft und ich habe entweder extrem langsam gemacht, oder bin quasi gehumpelt. Also verbuche ich die heutigen Treppen als reine Stufen zum Ruhm. Es ist einfach unfassbar wundervoll. 

Wie so oft in der letzten Zeit muß ich feststellen, wie normal ich einfach alles hinnehme, was eben klappt und funktioniert. Und wenn ich es dann nicht mehr kann, wie schwer es mir fällt, darauf zu verzichten. Ich könnte jubeln vor Freude. 

Bemerkenswert übrigens, dass mir diese Veränderung von einem Tag auf den Nächsten tatsächlich auffällt. So, als hätte mein Knie einen Schalter umgelegt. 

Sonntag, 8. Dezember 2013

Die Zähne pochen.

Der Motivator und der Zeugwart fahren heute Rad. Der Zeugwart soll 2:45h fahren, der Motivator behauptet, dass er vielleicht zwei Stunden schafft, weil er ja schon sooooo lange nicht trainiert hat. Ich verabschiede den Zeugwart etwas verspätet, aber ich bin sicher, dass der Motivator wartet und so habe ich heute früh also quasi "sturmfreie" Bude. Die beiden Herren haben ziemlich gutes Wetter zum radeln. 

Ich nutze die Zeit und kümmere mich. Es stehen ein paar Veränderungen ins Haus und so möchte ich wenigstens schon ein bisschen anfangen vorzubereiten. 

Als der Zeugwart um die Mittagszeit wieder nach Hause kommt, haben die zwei eine tolle Radrunde hinter sich. Ich bin etwas traurig, versuche eine Radumdrehung in der Luft, stelle fest, dass ich noch nicht mal ansatzweise treten könnte und bin noch eine Ecke trauriger, weil es eben noch nicht geht. Das Bein ist mittlerweile blau/grün/gelb gefleckt und ich habe am Knie nach wie vor nur partiell Gefühl. Das Loch im Knie ist immer noch ordentlich dick verschorft und die Wunde spannt wenn ich versuche die Ferse zum Po zu bewegen. 

Der Zahnarzt hat gestern gesagt, dass wir dafür sorgen müssen, dass die Zähne nicht bei Belastungen anfangen zu pochen. Heute mache ich so viel, dass ich weiß, was er meint. Ich steige heute bestimmt 15 Mal in den Keller runter und laufe natürlich wieder hoch, ich tragen Sperrmüll, ich arbeite vorn über gebeugt und lang gestreckt. Ich bewege mich heute das erste Mal wieder so, wie ich es schon seit drei Wochen nicht konnte. Außer das Treppenlaufen. Das geht noch ziemlich langsam. Trotzdem scheine ich tatsächlich wieder relativ fit zu sein. Außer meinen Zähnen. Die pochen.

Ich hätte viel mehr machen können. Wenn die Zähne nicht pochen würden. Es ist nicht schmerzhaft, aber das Gefühl ist wirklich extrem unangenehm.

Es wird ja alles wieder gut... es braucht nur seine Zeit. 

Samstag, 7. Dezember 2013

Entdecke die Möglichkeiten

Mein Zahnarzt ist auch Samstags da und so habe ich heute früh einen Termin um die weiteren Behandlungen festzulegen. Da die Traumaschiene ja noch immer versucht so viele Zähne wie möglich an Ort und Stelle zu halten und im Kiefer wieder anwachsen zu lassen kann heute nicht viel im Mund gemacht werden. Wir sprechen eher und ich fühle mich ein bisschen wie bei IKEA und entdecke die Möglichkeiten. Wenn man sich bisher nie mit Zähnen beschäftigt hat, außer sie zu putzen, ist das natürlich alles sehr spannend. 

Ich treffe also ein paar Entscheidungen, lasse mir zeigen, was in den nächsten Wochen und Monaten also so alles in meinem Mund ansteht und bekomme beim Verlassen der Praxis den nächsten Termin. In zwei Wochen soll ich gleich für mehrere Stunden vorstellig werden und mir etwas zum Ablenken mitnehmen. Außerdem soll ich vor dem Praxisbesuch ordentlich essen, es wird im Anschluß nämlich nicht mehr möglich sein, bis zum nächsten Tag. Aja. Das sind ja ganz neue Töne. Das nächste Mal Zahnklinik ist in der nächsten Woche....

Der Zeugwart geht heute Laufen und im Anschluß noch auf die Rolle. Mein Sport besteht in der Flugzeuggymnastik und dem Einspannen des zeugwartschen Fahrrads in der Rolle. Das ist ja immerhin etwas. 

Heute Abend gehen wir zur Vereinsweihnachtsfeier... ich bin sehr froh, dass es mir so gut geht, dass ich hingehen kann. 

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Arjen Robben, ich fühle mit!

Wie vom Arzt angeordnet mache ich heute Athletiktraining. Zwar im Krankmodus, aber egal. Ich habe beschlossen, dass das besser ist, als nix. Meine Waden wissen auch gleich, dass wir gestern schon total sportlich waren. Aber alles klappt ganz gut. Irgendwie lustig, wie man sich so über die unterschiedlichsten Sachen freuen kann...

Als der Zeugwart vom Lauftraining zurück kommt, schauen wir DFB Pokal. Ich kenn die Regeln, das ist ja schon mal was. Und heute rege ich mich gleich in den ersten Minuten über die Augsburger Nummer 18 auf... also entweder man spielt Fußball oder läßt es... aber wenn man es läßt, wäre es gut, wenn man nicht auf dem Platz rumsteht. 

Und kurz danach passiert es. Arjen Robben wird gefoult. Der Torhüter tritt ihn gegen sein Knie, er fällt und bleibt liegen. Ich weiß wie er sich fühlt. Das tut schrecklich weh. Hoffentlich setzt ihn das nicht dauerhaft außer Gefecht. 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Wie im Altenheim

Arzttermine an zwei Tagen direkt hintereinander ist selbst in meiner Situation ungewöhnlich. Eigentlich ist sonst immer mindestens ein Tag Pause. Aber ich befinde mich ja quasi in einer Notlage. Oder besser in einer Unverständnislage. Immerhin ist der Fuß ja plötzlich und ohne Grund blau. 

Der Arzt schaut also heute nicht nur nach der Heilung der Schrammen am Arm und der Wunden im Gesicht, er betrachtet auch aufmerksam mein Bein, die Wunde am Knie und den Fuß. Er ist die Vertretung für meinen normalen Arzt, der ist nämlich auf einer Fortbildung und kann sich deshalb heute nicht kümmern, und so bin ich seine Behandlung also nicht gewöhnt. Der Vertretungsarzt schaut lange und ausgiebig, drückt ein bisschen auf meinem Bein rum, hört mein Wimmern und nickt irgendwie zufrieden. 

Dann darf ich mich wieder anziehen und er sagt, dass er alles prima findet. Die Wunden heilen gut, gerade die tiefe Wunde am Knie verheilt sehr schnell, dafür wie sie in meiner Patientenakte beschrieben ist. Ich soll unbedingt vermeiden, dass der Schorf aufweicht. Erst wenn der also komplett  weg ist (und zwar von sich aus), darf ich wieder schwimmen gehen. Im Nachsatz kommt gleich "von wasserdichten Klebepflastern halte ich nichts". Aha... er wußte gleich, dass ich das fragen würde. Gut, dann also nicht. 

Meine blauen Flecken geben sich heute wieder besonders viel Mühe in allen Farben zu schillern und auch der Knöchel strahlt so extrem, dass der Ersatzarzt einfach was dazu sagen muß. Sie leuchten nicht umsonst, soviel ist sicher. Der Arzt sagt, dass der blaue Fleck einfach der Schwerkraft folgt und es normal ist, dass er nun am Knöchel sitzt. Auch die Intensität ist ok für das was passiert ist. 

Er teilt mir mit, dass es nun an der Zeit ist, das Abklingen der blauen Flecken mit etwas Training zu unterstützen und beschreibt mir ein paar Übungen aus der Flugzeug-Gymnastiksparte. Ich freue mich und sage "quasi Athletiktraining" und der Arzt lächelt und erwidert "ja, eben Gymnastikübungen, das gebe ich auch öfter als Empfehlung im Altenheim". Ah so. Na gut. Altenheim also. Kein Problem. Ab sofort mache ich also einmal täglich 15 Minuten Flugzeug Gymnastik. Eine Woche lang. Dann darf ich die Zeit aufstocken. Leicht aufstocken sagt er. 

Und ansonsten soll ich geduldig sein, sagt er. Ich habe das Gefühl jeder haut in die gleiche Kerbe. 


Montag, 2. Dezember 2013

Auf einmal blau?

Ich habe mich von meiner Rollendepression fast vollständig erholt. Fast und vollständig widersprechen sich zwar etwas, aber irgendwie sagt es das schon richtig aus. Ich finde irgendwie schon, dass mein Knie ruhig auf der Rolle etwas strampeln könnte. Immerhin tut Bewegung bestimmt auch gut. Ja ich weiß... halt nicht zu früh. Also warte ich ab. Und erhole mich weiter von der Rollendrepression. 

Heute hatte ich einen weiteren Zahnarzttermin. In der Uniklinik. Unfassbar, aber wahr... ich habe meine Röntgenbilder erhalten! Das ist doch mal ein Teilerfolg, der nicht zu verachten ist. Und nachdem ich erst nicht als Patientin gefunden wurde... gab es dann doch eine Art Akte von mir. Herrlich. Es war fast wie ein Vorweihnachtswunder. 

Leider braucht auch mein Kiefer und meine Zähne noch Zeit. Die Geduld, die ich für mein Bein und das Knie aufwenden muß, kann ich also auch für den Kopf anwenden. Geduldsproben haben ja sowieso etwas mit dem Kopf zu tun. In meinem Fall halt noch eine Ecke mehr. Die Traumaschiene verbleibt noch mindestens 10 weitere Tage im Mund. Mindestens. Ich kann allerdings nichts dafür oder dagegen tun... die Zähne und der Kiefer richten das von ganz alleine. Und sie nehmen sich einfach genau so viel Zeit dafür, wie es eben dauert. Meine Zähne lassen sich nicht stressen. Die machen es richtig. 

Morgen bin ich beim nächsten Arzt. Mittlerweile ist nämlich nicht nur mein Knie und meine Wade blau, sondern auch mein Fuß. Das wäre nicht so wild, wenn er von Anfang an halt geprellt und deshalb blau gewesen wäre. Ist er aber nicht. Mein rechter Fuß hat sich nämlich meiner linken Seite angepasst und war nie geprellt. Er war aus diesem Grund auch nicht blau. Von Anfang an hat er nicht weh getan und wurde deshalb als gesund und nicht involviert abgetan. 

Jetzt ist der Fußknöchel blau. An der rechten Außenseite. Er sieht zum fürchten aus. Ich bin gespannt, was der Arzt dazu morgen früh zu sagen hat. 

Sonntag, 1. Dezember 2013

Es ist der Winkel

Der Zeugwart war dieses Wochenende wieder mal ordentlich sportlich. Ich habe gekühlt oder das Knie durch herumlaufen leicht bewegt. Ich bin sogar Auto gefahren um zu testen, ob es geht. Das Ein- und Aussteigen ist sehr schwierig... das Fahren selbst geht ganz gut. Das liegt daran, dass ich einfach keinen ordentlichen Winkel mit meinem rechten Knie hinbekomme. Aber wie eine alte Frau schaffe ich es dennoch mich in das Auto reinzuschälen. Es geht langsam, aber es geht. 

Und weil alles so vermeintlich gut geht, und wir mit der Rolle und dem Gonzorad ja praktisch ein Ergometer zu Hause haben, möchte ich heute versuchen auf der Rolle zu fahren. Das Umziehen ist schwierig, und wieder liegt es am Winkel. Aber dann bin ich in der Sporthose drin... das erste Mal seit zwei Wochen. Das ist quasi ein Hosen Come-back. Toll! 

Auf das Rad aufsteigen klappt ganz gut, aber das Einklicken in die Klickpedale wird zum Abenteuer. Es ist der Winkel und normalerweise klicke ich links unten und rechts oben ein. "Oben" ist heute aber wirklich schwer zu erreichen und so muß ich links eingeklickt nach oben und dann rechts unten einklicken. Ist also hier auch gleich noch Training für den Kopf... immerhin. 

Da "oben" schwer zu erreichen ist, ist das ganze Treten heute irgendwie schwer. Macht ja keinen Sinn, wenn man eben das Bein nicht richtig hoch bekommt. Ich schaffe mit Mühe und Not zwei Umdrehungen, unnötig zu erwähnen, dass ich keinen Widerstand habe. Die Wunde am Knie spannt extrem und unter meiner Kniescheibe zieht es enorm. Der Winkel ist das Problem. Die Sitzposition und der Winkel arbeiten gegen mein Knie, ganz offensichtlich. Ich lege noch eine Umdrehung nach. Wie deprimierend. Mehr geht nicht. Ich bin vollkommen fertig. 

Nach insgesamt also drei Umdrehungen versuche ich wieder auszuklicken, schaffe das auch mühevoll mit rechts, und steige wieder ab. Ich habe fast fünf Minuten für die drei Umdrehungen gebraucht. Unfassbar. 

Mein Knie hat nicht überall Gefühl. Das war allerdings auch schon vor meinem Rollenexperiment so. Die Haut kann man überall anfassen, die Berührung schmerzt nicht. Ich merke sie allerdings auch nicht überall. Manche Stellen am Knie sind einfach taub. Schon komisch, wenn man sieht, dass eine Berührung statt findet, aber nichts merkt. Die Wunde ist noch immer ein Krater, allerdings mittlerweile mit einer dunklen Kruste. Die blauen Flecken sind alle noch da, tiefblau und immer noch schmerzhaft, einer wird nun langsam grün. Ich schmiere sie mit Heparin ein. Außerdem nehme ich das Wobenzym regelmäßig. Ob das Gefühl wieder kommt?