I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Montag, 5. August 2013

Praxistest Sony Walkman NWZ-W273

Heute ist es soweit. Der Praxistest für meinen Sony Walkman NWZ-W273 steht an. Außerdem hat der Trainer noch 4x500m auf den Schwimmplan geschrieben. Das erscheint allerdings tatsächlich fast nebensächlich, wenn ich bedenke, dass heute der erste Tag im unterhaltsamen Schwimmtrainingsleben sein wird.

Wir haben also Tag 1. Nachdem ich letzte Woche die Ohrstöpsel angepaßt habe, passen die heute auch gleich viel besser. Anschalten geht auch wie geschmiert und auch die Playtaste finde ich auf Anhieb.  Unter der Badekappe ist es mit der Verbindung hinter dem Kopf allerdings irgendwie blöd. Die Badekappe über den Ohren hochklappen ist auch nicht sonderlich praktikabel. Ohne Badekappe schwimmen finde ich ebenfalls weniger gelungen, weil mir meine Haare dann kreuz und quer im Gesicht rumhängen und ich das wirklich nicht leiden kann. Also die Badekappe an den Ohren hochklappen. Ich werde mir in unserem spartanischen Badekappenfundus eine Kappe suchen, bei der ich die Ohren ausschneiden kann. Allerdings, wird jetzt erst mal so geschwommen.

Das Einschwimmen klappt hervorragend und wird musikalisch ganz hervorragend untermalt. Die ersten beiden 500m Intervalle sind rhythmisch vom feinsten und ich erwische mich sogar dabei, dass ich nicht nur mitsinge, was ja sowieso klar ist, sondern auch noch den Beinschlag im Takt mache. Sieht bestimmt witzig aus. Madita sitzt heute draußen und beobachtet. Ihr könnte das auffallen, allerdings sagt sie nichts. Sie hat Halsweh. Und zwar die ganze Zeit. Ich frage sie nämlich bei jedem 1Minute Päuschen, was auf meinem Plan steht, ob es schon besser geworden ist. Sie verneint aber jedes Mal. Schön ist das nicht.

Die dritten 500m sind dann wieder schmerzdurchzuckt. Allerdings erst so nach 300m. Aber ich schwimme sie doch mal fertig, ist ja sonst irgendwie inkomplett und das will ja keiner. Ausschwimmen tue ich mich dann mit viel gewackel, weil’s zur Musik paßt und dem Rücken gut tut. Dann steige ich aus dem Becken, verstaue außer der Badekappe und meiner Schwimmbrille auch noch meinen Walkman, ziehe meine Brille auf und tapse in Richtung Umkleide.

Hier lasse ich meine Brille zurück, schnappe mit Duschzeug und Handtücher und marschiere in den Duschraum. Da Lisabet die ganze Zeit mit mir im Wasser war, gehe ich bei jedem, der reinkommt automatisch davon aus, dass es Lisabet ist und grüße freundlich im Sinne von „na Lisabet, hast Du Dein Programm geschafft?“. Und bekomme ein paar Mal zu hören, dass ich da wohl jemanden verwechsle. Eine ältere Dame –und das erkenne ich nur an ihrer Stimme- sagt dann zu mir „Du siehst nicht gut, oder?“ und ich verschlucke mich fast vor lachen. Das hat sie wirklich sehr nett ausgedrückt und dabei natürlich direkt ins Schwarze getroffen. Sie fragt mich noch, ob sie die Frau namens Lisabet mal im Becken suchen soll… nicht dass was passiert ist. Ich bin aber überzeugt, dass Lisabet einfach auf das Duschen verzichtet hat und es ihr richtig gut geht. Sie wird bestimmt draußen warten. Und als ich dann irgendwann angezogen aus der Umkleide komme hockt sie fröhlich auf der Bank und grinst. Und als ich ihr meine Duschgeschichte erzähle hat sie gleich auch noch was richtiges zu lachen.

Zu Hause hat der Zeugwart schon das Abendessen vorbereitet. Ein wunderbarer Service. Er macht das regelmäßig, wenn wir vom schwimmen kommen… und heute, wo er sich wegen seiner morgigen Leistungsdiagnostik schont und nur ich schwimmen war, ist das Essen sogar schon fertig, als ich heim komme. Also besser kann es nun wirklich nicht laufen.

Schwimmen mit Musik gefällt mir übrigens außerordentlich gut, wobei mein Duscherlebnis, das schon fast wieder in den Schatten gestellt hat.

Sonntag, 4. August 2013

Frankfurt City Triathlon

Als Zuschauer bei Triathlon Veranstaltungen rumzustehen und anzufeuern hat ja bekanntlich so seinen ganz eigenen Zauber. Heute ist wieder mal Triathlon in Frankfurt und der Zeugwart und ich verbinden unsere Radrunde mit einem kurzen Stopp an der Strecke, um unsere Vereinskollegen anzufeuern. Ich finde, wenn man schon mal eine Heimveranstaltung hat, dann kann man die Stunde wirklich investieren. Wir bilden also ein Ministimmungsnest an der Radstrecke und weil wir in exponierter Lage stehen, kommen wir nicht umhin uns von den umstehenden Passanten, die ebenfalls zuschauen, mit Weisheiten versorgen zu lassen.

Der Wettkampf um den es hier heute geht, ist der Frankfurt City Triathlon. Geschwommen wird im Langener Waldsee, dann geht’s mit dem Rad in die Innenstadt wo dann auch gelaufen wird. Der Veranstalter bietet zwei Distanzen: Olympisch und Jedermann. Dementsprechend gibt es auch wieder ein fröhliches Sammelsurium an Fahrrädern auf der Radstrecke. Triathloncarbonzeitfahrmaschinen mit Scheibenrädern überholen Trekkingfahrräder mit Körbchen. Es gibt Radfahrer, die ihren Wechselbeutel gleich mitnehmen, welche mit Rucksack, welche die ihren Radhelm falschrum aufhaben und genügend, denen jegliche Wettkampfregeln vollkommen fremd sind. Und genauso bunt, wie das Durcheinander an Athleten, so sind eben auch die Zuschauer an der Strecke.

Die Dame vor uns wartet mit einer großen Kamera und ihrem sehr leistungsstarkem Teleobjektiv auf ihren Sohn. Welche Distanz der macht und wie lange er braucht ist unklar. Er hat eine 1.000er Startnummer und will so 50Minuten laufen. Es ist aber sein erster längerer Triathlon. Sie ist fast schon am Aufbrechen, als Oliver dann endlich vorbei kommt und sich freut, dass Mama doch ausgeharrt hat.

Eine Gruppe junger Frauen kommt mit dem Rad an. Sie halten kurz inne und besprechen sich, dass man doch kurz mal hier warten könne, vielleicht kennt man ja jemanden. Ich muß grinsen. Die Menschen rechnen wirklich mit herrlich erfrischenden Zufällen. Als die Mädels dann aber feststellen, dass so spontan keiner auf dem Rad zu erkennen ist, fahren sie weiter.

Eine Gruppe älterer Semester kommt ebenfalls mit den Fahrrädern an. Alle fahren batterieunterstützt und haben sofort einen Herr der Lage bestimmt, der, als die Räder alle abgestellt sind, sogleich dazu übergeht allen Beteiligten zu erklären um was für eine Veranstaltung es sich hier heute handelt. Bei solchen Erklärungen höre ich wirklich extrem gerne zu… und so rücke ich unauffällig näher, um wirklich alles mitzubekommen. Mittlerweile haben wir nur noch Startnummern der kürzesten Distanz auf der Strecke, und das erklärt der Leitwolf so: „Heute ist hier Triathlon, das ist eine schwierige Sportart, die aus Dreien zusammengesetzt ist. Erst werden so 5-6km geschwommen, dann fahren die Athleten mit dem Rad so 40km und dann wird ein kleiner Marathon am Ende angehängt. Im Ziel heißen dann alle Ironman. Auch die Frauen, denn der Fachausdruck dafür ist rein männlich. Es gibt sowieso sehr wenige Frauen die so etwas schaffen.“ Ah. Gut zu wissen. Als Lisabet um die Ecke biegt, bin ich leicht angespitzt ihr zuzurufen, dass sie für die 5-6km Schwimmen aber ganz schön flott war und ob sie vielleicht abgekürzt hat. Aber ich verzichte, rufe ihr lediglich zu, dass es keinen Grund gibt langsam zu machen, werde dafür vom Ordner gerügt und dann ist unser Einsatz hier auch schon beendet.

Der Leitwolf bleibt mit seiner Schafherde noch an der Strecke stehen. Aber der Zeugwart und ich fahren mit unseren Mountainbikes weiter, denn heute sollen wir 3,5 Stunden Rad fahren sagt der Trainer und das macht sich ja leider nicht von selbst. Der Zeugwart steuert uns zielsicher in Richtung Frankfurter Flughafen. Wir öffnen Tiergatter, überqueren Bundesstraßen, die ich sonst nur vom Auto aus kenne, ich lege mich mit meinem MTB auch noch mal sanft ab, weil meine Radbeherrschung wirklich zu wünschen übrig läßt, und irgendwann sind wir an der Aussichtsplattform an der A5. Hier richten sich alle Kameras auf uns. Also gefühlt. In der Realität natürlich nicht. Da wird gerade irgendein Lufthansaflugzeug fotografiert, was im Landeanflug ist. Der Zeugwart und ich stellen fest, dass wir wirklich überhaupt gar keine Ahnung haben. Wir sind anscheinend die einzigen Banausen, die es heute hierher verschlagen hat. Alle anderen sind mit großen Kameras, bebilderten Büchern und Picknick so professionell ausgestattet, dass wir schnell beschließen, wir gehören hier nicht her. Also fahren wir weiter in Richtung Schwanheim.

Irgendwann wird der Zeugwart immer schneller. Oder ich werde immer langsamer. Keine Ahnung. Als ich ihn rufe, sind die Flugzeuge so laut, dass er mich nicht hört und als er an einer Ampel auf mich wartet, stellt er schnell fest, dass mein Hinterrad platt ist und ich deshalb sicherlich so lahm bin. Und ich dachte schon. Netterweise legt der Zeugwart sofort los. Wir stellen fest, dass die Ausstattung der MTB’s unbedingt ausbaufähig ist und wir zum Beispiel gut und gerne mal einen Reifenheber mit in die Tasche packen könnten. Außerdem habe ich auch gar keine Pumpe. Das ist mir bisher nie aufgefallen, aber das kann schon blöd werden. Heute nutzen wir die Pumpe des Zeugwarts. Er flickt den Reifen und pumpt. Er muß endlos pumpen, bis der Reifen endlich Formen annimmt. Ich beschließe deshalb klammheimlich gleich zwei neue Pumpen zu kaufen. Als ich den Reifen wieder montiert habe, ist er wieder platt. Was ein Mist.
Jetzt wechseln wir den Schlauch. Dem Zeugwart ist beim Flicken ein kleines Missgeschick passiert. Gott sei Dank können wir beide über so etwas herzlich lachen. Jetzt geht’s auch mit dem Aufpumpen gleich viel leichter. Ich streiche also die eine neue Pumpe wieder von der Einkaufsliste. Dann baue ich das Hinterrad wieder ein und wir fahren weiter. An der Tankstelle kaufen wir eine Jacqueline Cola, denn ich finde keine Flasche mit Claudia drauf, und dann fahren wir in Richtung Schwanheim weiter durch den Wald. Wir kommen irgendwann zurück nach Frankfurt und fahren dann am Main entlang zurück nach Hause.

Sonntags ist es am Main entlang wirklich herrlich. Man erlebt auch hier den ganz besonderen Großstadtzauber. Mütter mit kleinen Kindern, Hundehalter, Jogger, Inlineskater, Spaziergänger, Radfahrer dazwischen immer mal eine kaputte Glasflasche mitten auf dem Weg und natürlich die vielen Gesprächsfetzen, die man aufschnappen kann. Wunderbar. Am besten gefallen mir heute die zahlreichen Wespentänze von Erwachsenen, die ihr Eis nicht mit einer Wespe teilen möchten, sondern wie gejagt kreuz und quer über Wiesen und Wege schießen, ohne Rücksicht darauf, ob eventuell ein Radfahrer kommt. Ich fahre allerdings vorausschauend und rette so zahlreiche Leben. Von Menschen. Nicht von Wespen.

Samstag, 3. August 2013

Waffeln gab es leider keine.

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich darauf dränge, eine Party frühzeitig zu verlassen, weil mir mein Training am nächsten Morgen wichtig ist. Ich bin mir allerdings unsicher, ob das alles wirklich passiert, oder ob ich vielleicht einfach aufwache und auf der Couch liege. 
Solange ich allerdings weiterträume, gehen wir also gestern zu einer ordentlichen Zeit nach Hause und stehen heute früh so auf, als würden wir arbeiten gehen. Der Trainer hat 2,5Stunden Rad und im Anschluß 1Stunde laufen auf den Trainingsplan geschrieben. Es soll warm werden, also wollen wir früh los. 

Ich fahre in meinen Zoot Klamotten, die habe ich mittlerweile ja schon ganz gut getestet und weiß deshalb, dass alles paßt, nichts zwickt und nichts verrutscht. Warum also rumplagen? Auf dem Plan steht heute 1 Stunde GA2 und der Rest des Radfahrens in GA1. Das heißt also, es soll mal anstrengend werden. Der Trainer hat offensichtlich wieder keinen Wetterbericht gelesen. Na ja. 

Der Zeugwart hat die Strecke im Griff, das ist gut. So kann ich üben auch mal zu trinken und die Flasche nicht zu verlieren oder mir ein kraftgebendes Gummibärchen in Aeroposition in den Mund zu schieben. Beides klappt mittlerweile wirklich gut. Ich kann's selbst kaum glauben. Ich ziehe mich auch ab und an in Aeroposition an den Zeugwart ran und überhole ihn dann sogar. Einmal machen wir einen tollen belgischen Kreisel, obwohl mir spontan belgische Waffeln lieber wären. Der Zeugwart bleibt dann kurz in meinem Windschatten, dann überholt er mich und ich bin kurz im Windschatten. Den belgischen Kreisel beginne ich mit 28km/h, als ich irgendwann abbrechen muß, weil ich einfach nicht mehr am Zeugwart vorbei komme, fahre ich 36km/h. So läuft das also mit dem Windschatten. 

Die teilweise holprigen Strassen machen meiner Prellung zu schaffen. Letzte Woche hat es wesentlich weniger weh getan... heute ist es wieder richtig schlimm. Total blöd. 

Als wir kurz vor zu Hause sind schalte ich ein paar Gänge leichter und kurbel nur noch locker. Immerhin kommt jetzt ein schneller Wechsel auf die Laufstrecke. Als ich vom Rädchen absteige merke ich aber gleich, dass die Prellung beim Laufen sicherlich weh tun wird. 

Der Wechsel daheim klappt ganz gut und schon rennen wir los. Unsere Nachbarn müssen mittlerweile auch denken, dass wir ordentlich einen an der Waffel haben. Und schon bin ich wieder bei den Waffeln. 

Ich laufe 20Minuten, dann muß ich eine Gehpause machen. Im Gehen tut die Prellung nicht weh, im Laufen schon. Ich laufe insgesamt sicherlich nur 45Minuten, die restlichen 15Minuten muß ich mit Gehpausen hinter mich bringen. Aber das paßt sicherlich. 

An der Börste, wo mein Trainer heute am IQ Athletik Stand steht, erfahre ich dann nämlich, dass er es total super findet, wenn ich das Training so durchziehe und dass das nicht selbstverständlich ist. Und schon bin ich total zufrieden mit dem heutigen Tag. Bis auf, dass es nirgends Waffeln gegeben hat. 

Freitag, 2. August 2013

Überrasche einen Freund

Wenn man niemals bei Gewinnspielen mitmacht, dann kann man auch nicht gewinnen. Ist ja irgendwie klar. Ich mache ja bekanntermaßen gerne mal bei einem Gewinnspiel mit und bin trotzdem immer wieder überrascht, wenn ich etwas gewinne. Ich kann mich darüber immer wieder besonders freuen.
Jetzt habe ich ein besonders schönes Gewinnspiel entdeckt. 



Es heißt „Überrasche einen Freund“ und es geht darum, dass man einem Freund oder einer Freundin, der man eine Freude bereiten möchte, dort vorschlägt und kurz begründet warum diese Person gewinnen soll. Der Einsendeschluß ist am 9. September. Bis dahin soll ein Foto auf der Facebookfanseite von Gelastin Sport hochgeladen und mit einer kurzen Erklärung versehen sein, warum gerade diese Person eine Überraschung verdient hat.

Vielleicht wäre es allerdings gut, vor dem Hochladen des Bildes zu überlegen, ob die möglichen Gewinne etwas für den entsprechenden Freund sind. Es bringt schließlich nichts, wenn man einem absoluten Sportmuffel ein Abenteuerwochenende mit Gleitschirmflug schenkt. Das würde sicherlich auch nichts bringen, wenn derjenige Höhenangst hat. 

Hier sind die Gewinne, über die sich die guten Freunde, die aus dem Lostopf gezogen werden, dann freuen dürften:

  • Adventure-Wochenende mit 2 Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel Rothfuss in Bad Wildbad für 2 Personen inkl. Halbpension und Besuch einer Therme und im Adventure-Park Enzklösterle sowie ein Tandem-Flug mit Gleitschirm (zur Verfügung gestellt von Schwarzwald Tourismus)
  • VIP-Rennwochenende beim Münster Giro mit dem Profi-Radsportteam nsp Ghost mit 1 Übernachtung im 4 oder 5 Sterne-Hotel für 2 Personen inkl. Halbpension, VIP-Betreuung, Zugang zum Radteam-Bereich und Abendessen mit den Profi-Rennfahrern (zur Verfügung gestellt von nsp sports & experience)
  • Wellness-Wochenende im 4 Sterne-Hotel Klosterpforte im westfälischen Marienfeld mit 2 Übernachtungen für 2 Personen inkl. Frühstück und kostenlosem Zugang zum hoteleigenen Wellness-Bereich (zur Verfügung gestellt von der Hotel-Residence Klosterpforte)
  • 1x 250 €-Einkaufsgutschein vom Online-Shop sportbedarf.de mit einer umfangreichen Auswahl an Sportartikeln

Ich würde mich über alle vier Gewinne freuen. Soviel ist sicher.

Obwohl ich noch niemals überhaupt an Gleitschirmfliegen gedacht habe, und dem armen Tandempiloten sicherlich vor Aufregung sein Ohr ablabern würde, wäre auch das etwas, was ich ganz super fänd. Aber um mich geht es bei diesem Gewinnspiel ja überhaupt nicht. Was ich möchte und über was ich mich freuen würde, ist total unwichtig. Wichtig ist, dass ich jemanden vorschlage, der sich dann darüber freuen würde. Und klar ist auch, wer das in meinem Fall ist: Die XXX. Sie hat Spaß an jeder Trainingseinheit, ist mit großer Freude bei Wettkämpfen dabei, es geht ihr immer darum, dass andere Spaß und Freude haben und dass für alle anderen gesorgt ist. Sie denkt praktisch niemals an sich, sie ist immer für andere da und deshalb finde ich, dass sie unbedingt so einen tollen Preis verdient hat. Dabei ist es der XXX sicherlich total egal, ob es ein Abenteuer oder ein Rennwochenende ist und ganz bestimmt ist sie auch für Wellness zu haben. Es geht beim Gewinnen ja nicht darum, dass man sich etwas aussucht.

Jetzt hoffe ich einfach, dass meine Begründung warum die XXX dringend verdient hat überrascht zu werden ausreichend war und sie sich vielleicht schon bald über einen der Gewinne freuen darf. Und falls Ihr auch jemanden überraschen möchtet… das ist der Link dazu.
 

Donnerstag, 1. August 2013

Technik im See

Im Radio wird durchgesagt, dass alle Parkplätze am Langener Waldsee belegt sind. Die Parkplatzsituation dort ist wirklich nicht so pralle.  Dafür dass der See ziemlich weit außerhalb liegt und man eben wirklich irgendwie hinkommen muß sind es zu wenig  Parkplätze. Trotzdem wundert es mich jedes Mal aufs Neue, dass tatsächlich alle belegt sind, denn die Gebühr für den Parkplatz beträgt 3,50€. Das ist ordentlich, wenn man bedenkt, dass der Eintritt zum See 3€ beträgt. Einmal Swimnight besuchen kostet also 6,50€ plus den Anteil an den 25€, die Sailfish dafür nimmt, dass sie die Strecke mit Bojen abstecken und den DLRG raus fahren lassen um die Strecke zu sichern. 

Letzte Woche machten die Teamchefin und ich ja eine kurze Caipipause an einem der Surfbretter, tja und heute? Die Pläne sind groß. Erst mal geht es heute wieder ohne Neoprenanzug ins Wasser. Wir haben 31°C und der See hat ganz sicher locker 24°C Wassertemperatur. Am Ufer dürfte es noch wärmer sein, einfach deshalb, weil das Wasser hier nicht wirklich tief ist. Ohne Neoprenanzug zu schwimmen ist für viele ein Graus. Für mich paßt das gut. Meine Beine schwimmen eh meistens oben, nur mein Hintern ist nicht ganz so weit an der Oberfläche, wie es sich gehört. Ich hänge quasi etwas durch. Aber mein Neo macht da jetzt nicht so viel aus, von daher kann ich gut damit leben, ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Hauptsache, ich friere nicht.

Heute ist das kein Risiko. Die Teamchefin und ich lassen die Meute schwimmen und reihen uns recht weit hinten ein. Hier schwimmt keiner und wir können ganz in Ruhe schwimmen. Ein See nur für uns. Madita hat mir heute ihre Schwimmuhr geliehen. Die mißt Meter und Züge und Geschwindigkeit und so werde ich später genau wissen, wie weit die Strecke wirklich ist und wie schnell oder langsam wir geschwommen sind. Tolle Technik. Wir schwimmen auf eine Gruppe Schwimmer auf. In Triathloneinteilern wird hier Brust geschwommen. Das behagt mir nicht. Also gebe ich Gas, schwimme mitten durch, hoffe das Beste und bin vorbei. Die Brustschwimmer lassen wir hinter uns. Ebenso weitere Kraulschwimmen in Einteilern und einen Herren im Neoprenanzug. Dem ist sicherlich viel zu warm. In so einem Neo findet ja kein Wasseraustausch statt, das ist ja Sinn der Sache… und damit ist es natürlich für diese Temperaturen in dem Anzug fast unerträglich.

Ich habe ein gutes Gefühl beim schwimmen heute. Natürlich auch, wegen der technisch hochentwickelten Uhr an meinem Handgelenk. Die zeichnet alles auf und so lege ich natürlich großen Wert darauf, lange Züge zu machen und voran zu kommen. Ich will da nicht später drauf stehen haben, dass ich eine Omaschwimmeinheit absolviert hätte und mir besser eine Blümchenbadekappe zulegen soll. Ganz klar.

Dann passiert’s. Ein Übereifriger findet mich offensichtlich zu schnell oder zu langsam. Er haut mich auf meine Prellung, drückt mich runter und zieht sich an meiner Anzugrückentasche an mir vorbei. Ich bleibe kurz unter Wasser, weil mir einfach nur die Luft wegbleibt vor Schmerzen. Der Schwimmer hat mit voller Wucht meine Prellung getroffen. Von hinten kommen jetzt aber natürlich die Schwimmer, die ich vorhin überholt habe… also reiße ich mich zusammen und mache ein paar schnelle Züge quer raus aus dem Getümmel. 

Die Teamchefin ahnt gleich was passiert ist und so hält sie mich über Wasser und ordert das Boot. Das ist nicht so weit von uns entfernt und ich kann mich gleich festhalten. Obwohl die Teamchefin auch eine gute Rettungsinsel abgibt. 

Es tut richtig dolle weh… und das, wo ich doch gerade seit einer guten Woche recht schmerzfrei bin und nur noch ab und zu was von der Prellung gemerkt habe. Ins Boot kommen wir gut und zurück zum Strand geht’s dann auch recht rasant. Einer der Bootinsassen ist der Cocktailmixer von dem Surfbrett von letzter Woche, der uns erkennt. Schade, ich hätte ihn lieber auf seinem Surfbrett hinten im See getroffen als so.

Der stechende Schmerz läßt erst dann langsam nach, als wir wieder zurück zum Schwimmeinstieg schleichen. Jetzt merke ich den Rücken und seine Prellung aber wieder deutlich. Am Schwimmeinstieg angekommen setze ich mich ins Wasser und kühle. Das ist ganz angenehm. Wunder vollbringt das Wasser aber nicht. Als wir dann zurück am Auto sind ziehe ich mich um, wie eine alte Frau. Der Einstieg in meinen kleinen Flitzer wird zur Mutprobe… weil der Rücken wirklich weh tut und der Sitz recht weit unten ist. Aber jammern will ich auch nicht. Ist ja immerhin meine Schuld. Ich könnte ja auch einfach aus dem See draußen bleiben.

Bei der Situationsanalyse wird übrigens herausgearbeitet, dass wir zu schnell wären. Aber richtig mitargumentieren kann ich gerade nicht...

Die Nacht ist schmerzhaft. Ich habe irgendwie das Gefühl, die Heilung der letzten 3 Wochen ist zurück auf Anfang gesetzt. Oh nein.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Omega 3 - und ich.

Mittlerweile nehme ich seit einiger Zeit regelmäßig die verschiedenen Produkte von PurePharma. Regelmäßig liegt dabei natürlich im Auge des Betrachters. O3 und D3 nehme ich täglich. Bei der M-Version hapert es etwas. Man soll sie direkt nach dem Sport nehmen und vor dem Schlafen gehen... da vergesse ich es einfach meistens.

Da ich also nun regelmäßig Omega 3 zu mir nehmen, habe ich für mich tatsächlich mal den Sinn oder Nutzen von Omega 3 interessiert und mich diesbezüglich etwas schlauer gelesen.

Es scheint tatsächlich so, dass sich in meiner Ernährung, und sei sie derzeit noch so bemüht ausgewogen, kaum bzw. gar keine Omega 3 Lieferanten finden. Fisch zählt absolut nicht zu meinem Ernährungsplan und die einschlägigen Öle und Samen kann ich gar nicht soviel futtern, wie es nötig wäre um sie einen Omega 3 Lieferant zu nennen. Hier gibt es eine ganz gute Übersicht... und so ist es glaube ich ganz gut, dass ich meinen Körper derzeit mit ein bischen Nahrungsergänzungsmittel auf die Sprünge helfe.

Im Erwachsenenalter, wozu ich mich ja auf jeden Fall zählen kann, haben Omega 3 Fettsäuren einen positiven Einfluß auf Herz und Blutgefäße. Und so ein positiver Einfluß kann ja eigentlich nicht verkehrt sein. Egal auf was.
Ob es mir besser oder schlechter geht, kann ich natürlich nicht beurteilen, denn den direkten Vergleich habe ich schließlich nicht. Mich gibt es ja nur einmal und so kann ich schlecht sagen, ob mir O3 maßgeblich hilft gesund zu bleiben und mein Training und den Arbeitsalltag gut zu bewältigen oder nicht. Ich weiß allerdings, dass es mir gut geht und nicht schlecht und dass ich das Training tatsächlich prima wegstecke.

Wie es ohne wäre, kann man eben nicht sagen.

Alles legal.

Dass ich kein Morgenläufer bin, ist ja eigentlich bekannt. Heute bleibt mir aber vom Tagesplan nicht wirklich etwas anderes übrig. Meine Alternative wäre, dass ich heute Abend laufe… und zwar nach 20Uhr. Das ist natürlich spät. Vor allem um sich anzustrengen, denn heute steht ein GA1/ GA2 auf dem Plan. Es ist also  abzusehen, dass ich, wenn ich das Training heute Abend absolviere, verhungert sein werde, bis ich dann irgendwann das Abendessen bekomme. Und das geht nicht. Essen ist total wichtig und es bringt mal überhaupt gar nichts, hungrig loszurennen. Und mit vollem Magen geht’s auch nicht so wirklich.

Gestern stelle ich mir also den Wecker früher und als er heute klingelt, bin ich überrascht und mir fällt so überhaupt gar nicht ein, warum ich den denn so früh gestellt haben könnte. Als ich mich wieder umdrehe und den Snoozeknopf einmal behelligt habe, weiß ich aber doch Bescheid: Laufen. Das war ja kopfintern für heute früh geplant, damit der Abend entspannter von statten gehen kann. Stimmt ja. Ich stehe also auf und ziehe mich an. Die Laufklamotten hatte ich mir gestern schon rausgelegt, wäre das nicht der Fall gewesen, wäre ich doch eher liegen geblieben. Aber jetzt, wo sie schon mal bereit liegen, packe ich sie ja nicht zurück in den Schrank. Ein guter Trick eigentlich. Zumindest wirkt er bei mir.

Als ich im T-Shirt vor die Tür trete, weht mir ein frischer Wind um die Nase. Ich bekomme eine Gänsehaut und lege deshalb sofort los mit laufen. Es ist nicht richtig kalt, aber 20°C mit Wind und ohne wirkliche Sonne sind schon frisch. Gerade, wo ich mich so gut an das vergangene Wochenende und meine Wüstentour am Main, wo ich sogar wegen einer Flasche umgekehrt bin, erinnern kann. Ich laufe mich, wie es der Trainingsplan vorsieht, ein. Das soll im GA1 passieren. Ich laufe und laufe, aber GA1 erreiche ich wirklich nur mit Ach und Krach. An der unteren Grenze GA1 zu laufen passiert mir wirklich äußerst selten. In der Tat kann ich mich nicht erinnern, wann mein Puls jemals so niedrig gewesen ist, während ich gelaufen bin. Nach der vorgegebenen Einlaufzeit soll ich in GA2 wechseln. Das geht sonst ganz leicht… einfach eine Idee schneller und schon klappt’s.

Heute ist es anders. Ich wetze am Main entlang, als müßte ich den Bus noch erreichen, werfe die Fersen zum Hintern und mache Armbewegungen, wie sie sonst nur bei Sprintern ihre Wirkung zeigen… und erreiche damit drei Schläge über der GA2 Grenze. Nicht mehr. Ich soll 20 Minuten in GA2 laufen und ich kann jetzt schon erahnen, dass das anstrengend wird. Liegt das an der Tageszeit? Ich bringe auf jeden Fall eine ordentliche Geschwindigkeit auf den Asphalt und bin selbst überrascht, wie weit ich in 20Minuten so laufen kann. Und das alles ganz legal. Sonst komme ich immer aus Versehen in den GA2 Bereich und habe ein schlechtes Gewissen, weil der Trainer GA1 auf den Plan schreibt und sich natürlich dabei was denkt. Heute renne ich hier wie von der Tarantel gestochen ganz legal durch die Gegend.

Als ich mit der GA2 Einheit durch bin, soll ich mich wieder Auslaufen im GA1 Bereich. Der Puls stürzt in den Keller und ich laufe und gehe im Wechsel, um den GA1 Bereich zu halten. So niedrig wie am Anfang komme ich nicht mehr. Außerdem habe ich mir eine Blase gelaufen. An der Fußsohlenunterinnenseite. Die brennt. Da ich mir mit genau diesen Socken schon beim letzten Mal eine Blase gelaufen habe, ist klar, dass die, wenn ich gleich daheim ankomme als allererstes in den Müll fliegen. Und zwar ehe irgendetwas anderes passiert. Ich kenne mich und habe sonst wieder die famose Idee, die Socken doch wieder zu waschen und mir dann beim nächsten Lauf auch die nächste Blase zu laufen. Irgendwann ist der beste Socken einfach abgängig. Meine heute sind von Lidl und gehörten zu meiner läuferischen Erstausstattung. Das ist ja nun auch schon ein paar Tage her. Sie haben also gut durchgehalten.

Als ich zu Hause ankomme, werfe ich die Socken in den Müll und begrüße den Zeugwart. Der ist mittlerweile auch aufgestanden. Ich fühle mich gut. Der Nüchternlauf war längst nicht so dramatisch, wie die vorherigen, die ich immer mal wieder gemacht habe. Ein Ziel vor Augen zu haben hilft ganz offensichtlich. Und es ist vollkommen legal.

Dienstag, 30. Juli 2013

Men's Fitness "Das perfekte Workout"

Nach meinem Ausflug in die Crossfit Welt und der eindeutigen Feststellung, dass das sogenannte Stabitraining eben nur etwas bringt, wenn man es auch tatsächlich durchführt, fällt mir kürzlich ein MAG Book zum Thema in die Hände. Ein MAG Book ist anscheinend ein dickes Magazin, was von der Dicke her eher an ein Buch erinnert, anders kann ich mir die Bezeichnung jetzt erst mal nicht erklären. Es ist nicht sonderlich stabil gebunden und hat auch kein hartes Cover. Aber es ist eben kein wirkliches Magazin mehr.

Die Aufmachung dieses MAG Books ist auch eine andere als in einer Zeitschrift. Nach dem Inhaltsverzeichnis legt „Das perfekte Workout“ gleich mit einer kurzen Gebrauchsanleitung und im Anschluß mit einer Auflistung von Übungen für die verschiedenen Körperregionen los. Hier wird wirklich an alles gedacht und so gibt es bebilderte Übungen für die Bauchmuskeln, die Arme, den Rücken, die Brust und die Beine sowie die Schultern. Zu guter Letzt werden noch ein paar gemischte Übungen für den ganzen Körper kredenzt. Das MAG Book schließt mit einem ganzen Kapitel über die Theorie des Workouts. Hier werden Tipps gegeben, wie man sich eine Einheit am sinnvollsten zusammenstellt, wie es mit Sätzen und Wiederholungen zu handhaben ist und wie man periodisiert.

„Das perfekte Workout“ wird von der Men’s Fitness herausgebracht, dem Magazin, was ich kürzlich vorgestellt habe. Die Übungen, insgesamt laut Cover 263 an der Zahl, werden extrem ausführlich beschrieben und sind alle mit entsprechenden Bildern dargestellt. Selbst mir, die ich lediglich einen Bruchteil der Übungen kenne (und davon die meisten auch nur vom zusehen), erschließen sich die Bewegungsabfolgen sofort. Viele Übungen erscheinen mir allerdings so schwer, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sie für Anfänger und Experten gleichermaßen geeignet sind. Diese Betitelung auf dem Cover ist wahrscheinlich auf die Verständlichkeit der Übungsbeschreibungen zurück zu führen. Und das kann ich absolut bestätigen.

Ich finde das MAG Book absolut empfehlenswert für den Herrn Zeugwart und mich. So können wir die altbekannten Übungen immer mal nachlesen und auch mal eine Neue zur Abwechslung einbauen. 

Montag, 29. Juli 2013

Sony Walkman NWZ-W273

Zum Geburtstag habe ich einen Walkman bekommen. Der spielt natürlich Musik, so wie das mein Walkman aus Kindertagen auch schon gemacht hat. Ein wesentlicher Unterschied zu dem von früher ist allerdings, dass er total winzig ist und keine Kassetten mehr braucht. Man packt einfach genug MP3s rein und schon spielt das Wundergerät alles was man möchte. Und das Allerbeste daran ist, dass der Walkman wasserdicht ist und deshalb ab sofort mein Schwimmtraining maßgeblich versüßen wird. Laut Sony kann mein neuer Walkman bis zu 8Stunden Musik abspielen und ganze 4GB abspeichern. Wasserdicht ist er bis zu 2m. Das wird für meine Schwimmtrainingskünste ja wohl locker ausreichen.

Netterweise hilft mir der elektrotalentierte Zeugwart den Walkman nach dem Laden mit Musik zu bestücken. Das ist bestimmt gar nicht schwer, aber irgendwie eben vielleicht doch. Also bin ich froh, als er mir das Gerät in die Hand drückt und mitteilt, ich soll mich was die Musik angeht einfach nur überraschen lassen. Der Zeugwart kennt meinen Musikgeschmack, da ist er verlässlich. Ich bin außerdem, was soetwas angeht, extrem unkompliziert zu handhaben.

Als wir heute zum Schwimmtraining aufbrechen, suche ich mir noch schnell eine kleine Tasche um den Walkman zu transportieren. Ich möchte den nicht einfach so in die Tasche werfen. Meine Schwimmtasche hat zwar einige Fächer, aber keines, dem ich bezüglich eines technischen Gerätes richtig traue. Außerdem nehme ich heute auch noch die Ersatzohrstöpsel mit, denn der Walkman hält maßgeblich, wenn die Ohrstöpsel exakt passen. Dafür liefert Sony mehrere Austauschstöpsel mit. Ich habe jetzt zwar welche drauf, aber wer weiß, wie es dann im Wasser ist. Ich finde übrigens, eine Aufbewahrungstasche hätte Sony meinem kleinen Walkman ruhig mal spendieren können… aber gut. An sowas denken die Entwickler vielleicht einfach nicht? Egal.


Der Walkman, der Zeugwart, die Stöpsel und ich fahren ins Freibad. Nach dem wüstentauglichen Wochenende ist es heute mit knappen 22°C fast schon empfindlich frisch. Als wir aus dem Auto aussteigen regnet es zusätzlich noch. Netterweise sagt der Bademeister gerade per Lautsprecher durch, dass in Kürze allgemeiner Badeschluß ist. Ich bin fest der Überzeugung, diese Durchsage hätte er sich sparen können. Bei dem Wetter ist doch heute keiner im Freibad. Aber egal, Vorschrift ist schließlich Vorschrift. Und wo es welche gibt, kann man sie schließlich auch befolgen.

Wir ziehen uns um und retten uns dann kurz unter das Dach. Es regnet nämlich noch immer. Und nicht, dass ich naß werde. Ich muß lachen. Heute habe ich wirklich überhaupt gar keinen Grund darauf zu achten, ob ich naß werde oder nicht. Alles an mir ist wasserfest. Sogar der Walkman. 

Nachdem ich ihn angelegt habe, und das zugegebenermaßen etwas länger dauert, suche ich den Anschalter. In Zukunft denke ich bestimmt dran… erst anschalten, dann anziehen. Nun gut. Ist ja unser erstes Mal zusammen. Der Bademeister teilt uns mit, dass wir mit der Wässerung etwas warten sollen, denn das Gewitter würde jetzt erst wegziehen, gerade hätte es noch gedonnert. Ich habe zwar nichts gehört, aber das ist ja kein Wunder. Immerhin habe ich meinen Walkman im Ohr.

Als der Himmel wieder etwas freundlicher aussieht, geht’s ins Wasser. Ich höre Musik. Der Zeugwart hat eine herrliche Auswahl getroffen. Beim Armzug sorgt der Walkman dafür, dass ich breit eintauche, genau wie Svenja das immer von mir will. Wahrscheinlich stecken Sony und Svenja heimlich unter einer Decke und jetzt habe ich es endlich herausgefunden? Dann ploppt der Walkman aus meinem Ohr. Der Stöpsel scheint doch zu groß oder zu klein zu sein. Ich denke zu groß, weil er nicht tief genug sitzt. Der Zeugwart denkt zu klein, weil er rausrutscht. Ich verlasse das Becken um einen Austausch vorzunehmen. Also stöpsel ich am Beckenrand um.

Da zuckt ein Blitz. Wow. Ich bin etwas in Schockstarre. Der Blitz ist zwar nur am Himmelhorizont zu sehen, aber der Donner ist sehr gut zu hören. Ich bin schockiert. Und das, wo wir doch schwimmen wollen und noch einige im Wasser sind. Ich schreie den Zeugwart an, dass es blitzt und er da raus kommen soll. Allerdings hat der Zeugwart angepaßte Ohrstöpsel und hört mich überhaupt nicht. Lisabet ist aber aufmerksam und fischt ihn mit raus. Der Flitzer schwimmt währendessen seelenruhig weiter und wer ihn kennt, wird das Wortspiel bemerken. Er klettert erst nach mehrfacher Aufforderung aus dem kühlen Becken.
Weil wir heute keine Lust auf ein ständiges raus und rein haben, gehen wir duschen, ziehen uns um und fahren nach einer kurzen Plauscheinheit nach Hause.

Direkt an unserem Haus beginnt heute der Regenbogen und ich überlege, ob wir es wohl schaffen einen Blick auf die Glücksbärchi zu werfen. Dann könnte ich denen auch mal meinen neuen Walkman zeigen. Wir sind aber leider zu langsam… alle Bärchi sind bereits weg, als wir zu Hause ankommen.

Sonntag, 28. Juli 2013

Der Neue und der Straßendreck

Das heißeste Wochenende des Jahres und der Trainer hat kein Mitleid. Obwohl ich ihn gestern gefragt habe, ob er alles ernst meint, was er auf meinen Plan schreibt. Er hätte also eine Chance gehabt. Nun ja, er übernimmt schließlich auch die Verantwortung, das hilft zwar nicht bei den Temperaturen, aber er wird schon wissen, was er tut. Er rät, dass wir das Training wenn es geht mit viel Kühlung, besonderer Aufmerksamkeit auf unser Körpergefühl und nur soweit es eben geht durchziehen, wenn solche Temperaturen herrschen. Das Gespräch mit dem Trainer hat mir gut getan. Er hat mir auch noch mal gesagt, dass eine zu akribische Blutdrucküberwachung bei den Temperaturen nicht sinnvoll ist, weil mein Herz-Kreislauf-System schon mal wesentlich mehr damit zu tun hat, meinen Körper runterzukühlen, als sonst. Ich darf auf meinen Körper hören und hätte damit gestern ruhig ein bischen schneller unterwegs sein dürfen. Ich lerne also noch. 

Nachdem die Nacht heute, dank einer Feier mit ganz vielen tollen, lieben Menschen, die uns wichtig sind, besonders kurz war, stehen wir heute um 6h auf, frühstücken, machen die Räder flott und fahren um 7h zum Treffpunkt. Es soll wieder ein äußerst heißer Tag werden und da haben wir einfach mehr davon, früh aufzubrechen, wenn es vielleicht noch unter 30°C hat und später einfach noch mal ein Nickerchen zu machen. 

Wir fahren heute zu acht am Main entlang. Keine Berge, herrliche Luft, sehr schöner Wegezustand (bis auf zwei Ausnahmen) und wunderbare Gespräche inklusive. 

Heute führe ich meinen neuen Radhelm aus. Er ist von Rudy Project und der Zeugwart hat mal wieder einen großen Angebotsschnapp gemacht. Mein alter Radhelm, war auch ein Rudy, allerdings eben Kategorie alt und daher absolut austauschwürdig. Und da ich nur einen Kopf habe, kann man dem also ruhig mal ein neueres, noch nicht sonnengeschädigtes, Modell kredenzen. Der neue Helm fährt sich ausgesprochen gut. 

Wir sind noch nicht lange unterwegs, da zischt es in meinem Vorderreifen. So hört Lisabet auch  mal gleich, wie sich so ein platter Reifen anhört. Schnell sind die mitfahrenden Herren gesammelt zur Stelle und ich komme gerade noch dazu, meinen Vorderreifen vorne auszubauen. Wobei sich das Ausbauen beim Vorderrad ja erfreulicherweise ohne großartigen Dreck durchführen läßt. Ein richtiges Bauen ist das nicht. Als das Laufrad vom Rahmen getrennt ist, übernehmen die Herren. Ich stehe dekorativ daneben. 
Und irgendwann baue ich mein Laufrad dann einfach wieder ein. Natürlich mit neuem Schlauch. Ach und meine Pumpe und meine Ersatzschlauchtasche kann ich auch alleine wegpacken. Ich hätte den Schlauch niemals alleine so schnell gewechselt, wie die Herren das nun gemacht haben, klar. Allerdings hätte ich es ganz bestimmt auch alleine hinbekommen. Die Handgriffe kann ich alle mit aufsagen. Und zwar in der richtigen Reihenfolge. Der Zeugwart hat mir das mittlerweile ziemlich gut beigebracht. So ist es aber natürlich viel netter. 

Der Zeugwart und ich sollen heute 3 Stunden Rad fahren. Immerhin ist noch Entlastungswoche. Also fahren wir irgendwann zu zweit wieder zurück nach Hause und die restlichen sechs hängen noch eine Schleife dran. Wir sind dann nach 2:52Stunden wieder zurück. 

Jetzt heißt es zu allererst mal Rädchen putzen. Unsere Räder sind dank der zwei ungeteerten Passagen ordentlich eingesaut und können so auf gar keinen Fall bleiben. Wartung und Pflege gehört immerhin irgendwie zum Sport dazu. Also werden sie abgebürstet, abgespritzt und danach trocken poliert. Und im Anschluß waschen wir den Straßendreck dann von uns runter. Da kann so ein Duschgel auch mal zeigen, was es kann. Sonnencreme, Kettenfett und Straßendreck sind für mein Duschgel auf jeden Fall eine Herausforderung. 

Und dann folgt natürlich das Nickerchen. 

Samstag, 27. Juli 2013

Niemals genug Flaschen.

Heute treffen wir den Trainer, aber erst am Nachmittag. IQ Athletics ist nämlich umgezogen und es gibt einen Tag der offenen Tür. Der Wetterbericht hat angekündigt, dass es unfassbar heiß werden soll heute und teilt mit, dass Klimaanlagen heute sicherlich ein hohes Gut sind. 

Wir müssen heute laufen. 1:20Stunde in GA1. Ich stehe dafür um 6h auf und frühstücke etwas. Ich kann nicht loslaufen, wenn der Bauch leer ist, ich kann aber auch nicht mit vollem Magen loslegen. Also stecke ich in der Zwickmühle. Ich habe auch keine Lust heute 1,5 Stunden nach dem Frühstück wach rumzusitzen. Dafür bin ich viel zu müde. 
Also stehe ich auf, frühstücke und gehe wieder ins Bett. 

Allerdings stelle ich mir den Wecker auf kurz vor 8h. Der Zeugwart muß auch 1Stunde und 20Minuten laufen und wir wollen vor der richtigen Hitze gerne fertig sein. Das ist zumindest der Plan. 

Als ich in meinem neuen Zoot Sportoutfit nach draußen trete, ist mir gleich wieder nach umdrehen. Denn wenn es nach der richtigen Hitze geht, muß ich feststellen, dass die längst da ist. Hier sind 31°C. Um 8h. Die Sonne brennt. Schon bevor wir loslegen mache ich mir mein Oberteil einmal klatschnass. Hier fühlt sich das kurzfristig kühl an... gleich bestimmt nicht mehr. 


Wir laufen los, ich schütte mir regelmäßig Wasser über und laufe und laufe. Über 90% des Weges liegen in der Sonne. Der Zeugwart hat mich wieder schnell abgehängt, aber das Foto oben schießt er noch.

In meinem Oberteil habe ich eine Flasche mit Leitungswasser. Die ist irgendwann so leer, dass ich nicht merke, dass ich sie nicht richtig wegstecke und sie rausfällt. Als ich dann irgendwann wieder hingreife, ist sie weg. Und weil wir zu Hause ja kaum Flaschen haben und ich die Umwelt auch nicht mit einer Plastikflasche verzieren möchte, drehe ich also um und laufe zurück. Und laufe und laufe und laufe. Die Flasche finde ich erst nach 1,5km. Und dann stecke ich sie ordentlich weg und laufe wieder zurück in die richtige Richtung.

Habe ich den Zeugwart vorher immer noch so 3-400m vor mir gesehen, ist er nun natürlich weg. Er hat immerhin gute 3km Vorsprung mittlerweile. Schade, das war eine gute Orientierung. Ich lasse mich aber nicht beirren, es wird ja auf jeden Fall heimgelaufen.

Einen guten Kilometer bevor ich daheim bin, kommt mir der Zeugwart mit dem Rad entgegen. Er bringt Wasser zum überschütten und ein Isogetränk. Herrlich, so ein Zeugwart. Nachdem er hört, dass ich ja wegen der Umweltverschmutzung noch mal umgedreht habe, ist er auch beruhigt, warum ich erst hier bin. Und ich glaube, dass er auch irgendwie froh, dass ich alle Plastikflaschen wieder gut mit heim gebracht habe. Insgeheim ist es nämlich so, dass ein Zeugwart niemals genug Flaschen haben kann.

Ich schütte mir neues kaltes Wasser über, trinke einen Schluck und dann laufe ich heim. Der Zeugwart fährt mit seinem Rädchen neben mir her. Oh je, was finde ich mich unheimlich sportlich jetzt. Solche Kleinigkeiten machen wirklich meinen Tag. Ich werde ewig davon zehren, dass der Zeugwart nicht umgekippt ist, sondern gut neben mir herfahren konnte.

Nach 1Stunde und 30Minuten bin ich zurück zu Hause. Ich glaube, ich schwitze noch gut eine halbe Stunde aus. Mindestens. 

Donnerstag, 25. Juli 2013

Kerze auf dem Kopf

Da derzeit Ruhewoche ist, rede ich grundsätzlich schon mal wenig, halte mich was das Arbeitsvolumen angeht ebenfalls zurück und mache hauptsächlich den vorgeschriebenen Sport in Dauer und Intensität. Außer Schwimmen. Heute sind es nämlich 32°C, die Sonne brennt und weil Donnerstag ist, findet die Swimnight statt.

Und als ich mich ohne Neoprenanzug in den See begebe, ist klar, dass es einfach blöd wäre, die Gelegenheit nicht auszunutzen und eine Runde zu schwimmen. Einfach nur rumstehen ist viel zu langweilig. Also muß der Trainingsplan heute doch leicht der aktuellen Situation angepaßt werden.

Heute ist übrigens auch ein besonderer Donnerstag, denn der Zeugwart schwimmt heute mit virtueller Geburtstagskerze auf dem Kopf. Das ist ganz praktisch, denke ich mir, denn so könnte ich ihn leichter erkennen. Da die Geburtstagskerze allerdings wirklich nur virtuell ist, bringt es mir für die Erkennung rein gar nichts. Die Sehschwäche ist zu groß, als dass ich ihn im Gewühl erkennen kann.

Die Teamchefin und ich schwimmen heute mit der Meute los. Die Idee ist dann aber doch nicht ganz so grandios, wie sie anfangs schien, weil um uns herum wirklich außerordentlich viele Athleten spontan ins Brust schwimmen verfallen und mich damit des öfteren in einen Panikmodus versetzen. Ich gebe dann extrem Gas oder halte urplötzlich an. Einen erneuten Tritt wollen sich meine Prellung und ich unbedingt ersparen.

Unsere Pläne sind heute wirklich außerordentlich groß. Wir wollen eine große und eine kleine Runde schwimmen. Ich merke allerdings schon bei der zweiten Boje, dass die Prellung die Sache doch anders sieht. Also schwimmen wir doch nur eine Runde. Aber es ist die Große. Und das, obowhl ich ja heute nicht nur Ruhewoche, sondern auch noch Ruhetag habe. Beeindruckend.

Ich überhole heute tatsächlich ein paar Schwimmer, die mit Neopren schwimmen und verbuche das als kleinen Erfolg. Außerdem schaffe ich es auf dem Rückweg mit trotz Schmerzen weiterhin frei zu schwimmen. Die Teamchefin, die heute wieder mal extra langsam macht, damit ich an ihr dran bleiben kann, ist so frei und gibt mir netterweise Wasserschatten, so dass ich wenigstens kurzfristig versuchen kann meinen Rücken etwas zu entspannen. Warum gerade Schwimmen und Radfahren für meine Prellung am unangenehmsten sind, erschließt sich meinem Verstand übrigens nicht. Laufen würde ich verstehen, immerhin gibt's da ja ne ordentliche Stoßbelastung. Aber Schwimmen? Aber es ist, wie es ist und ändern läßt sich daran erst mal auch nichts. Schade eigentlich. Diese Prellung ist wirklich langwierig, immerhin ist der Einschlag schon 5 Wochen her.

Zurück am Ufer halte ich nach der Kerze Ausschau. Aber ich entdecke den Zeugwart nicht. Als er dann irgendwann von der Teamchefin ausgemacht wird, berichtet er, dass er eine kleine und eine große Runde geschwommen ist. So beginnt ein neues Lebensjahr gleich richtig sportlich. Mal eben 2,3km an einem Ruhetag schwimmen, das macht nicht jeder.

Bei der Tevere ging man heute davon aus, dass wir nur zu zweit kommen. Also muß der Zeugwart auf seine Geburtstagspizza noch ein bischen warten. Ich glaube, das hängt irgendwie damit zusammen, dass er seine übliche Bestellung abgeändert hat. Besser ist es offensichtlich, wenn man sich am Anfang der Seeson für eine Speise entscheidet. Ich bemerke heute zum ersten Mal, dass hier auch Risotto serviert wird. Das ist ja lecker. Vielleicht will ich das nächste Woche mal essen?

Mittwoch, 24. Juli 2013

Volle Kilometer

Seit dem ich wieder einen Trainer habe, läuft jeder Lauf, jeder Schwimmmeter und mein Radfahren äußerst geregelt ab. Ich habe das Gefühl, der Trainer und ich verzichten auf jeden "leeren" Kilometer und alles was ich tue macht Sinn. Manchmal schleppe ich mich natürlich trotzdem, weil ich total fertig bin, mit dem, was er an Ideen so los wird. Aber ich habe auch gute Tage.

Heute ist ein so ein guter Tag. Auf dem Plan steht eine Stunde laufen. Nachdem ich letzte Woche ja weit über eine Stunde gelaufen bin, finde ich es fast schon ok, dass in der Entlastungswoche lediglich eine Stunde laufen auf dem Plan steht. Alleine das ist schon irgendwie komisch. Ich finde eine Stunde laufen normal.

Ich werfe mich also in meine Laufhose, halte mein Laufshirt unter den Wasserhahn und ziehe es klatschnass an. Da wir Sommer haben, kann das keine schlechte Idee sein, etwas Kühlung mit auf die Strecke zu nehmen.
Der Zeugwart stattet sich mit einer Flasche Wasser und einer Flasche Sportgetränk aus, wir starten die Uhren und sonstigen Messgeräte und schon kann's losgehen. Gut, dass ich heute an meine Musik gedacht habe, der Zeugwart hängt mich nämlich innerhalb von kürzester Zeit ab. Er läuft zwar GA1 und ich auch, aber unsere Geschwindigkeiten unterscheiden sich eben doch ein Stück. Ich laufe ihm also hinterher.

Das ist kein Problem. Ansonsten sind wir schließlich voll auf einer Wellenlänge, da ist so ein bischen hinterherlaufen kein Thema. Das nasse T-Shirt ist sehr angenehm und als ich an meiner "üblichen" Umdrehstelle angekommen bin, schaue ich auf die Uhr und bin verwirrt, dass erst 15Minuten um sind. Da muß ich also noch ein gutes Stück weiter laufen.

Es fällt mir aber wirklich leicht und als ich nach 30Minuten umdrehe und in mich rein horche, stelle ich fest, dass ich noch gut weiter laufen kann. Auch der gleichlange Rückweg macht mir keine Sorgen. Irgendwie ungewöhnlich... so geht's mir sonst selten. Wo ist er bloß heute, dieser Schweinehund? Hier ist er zumindest derzeit nicht, soviel ist sicher.

Als ich nach einer Stunde wieder zu Hause ankomme, ist mein Laufshirt trocken. Ich muß erst mal was trinken und dann verbringe ich den ganzen Abend damit stolz auf mich zu sein. Und den Schweinehund zu bedauern, der heute eine Stunde weniger auf der Couch zubringen konnte, als er es ganz offensichtlich geplant hat.

Montag, 22. Juli 2013

Schwimmen. Entlastend.

Da meine Eltern mich im puren Luxus eines Schwimmbades auf dem Dach großgezogen haben, bin ich als Kind und Jugendliche nie im öffentlichen Freibad gewesen. Jedewege Art der schwimmbadlichen oder freibadtauglichen zwischenmenschlichen Kommunikation ist mir also denkbar fremd. Zusätzlich ist der Schwimmbadkontakt mit Fremden, gleich welcher Herkunft, und deren Gepflogenheiten in meiner Jugend ebenfalls ausgeblieben.

Im Nachhinein bin ich froh darüber und frage mich heute, ob mich sommerliche Schwimmbadbesuche überhaupt gereizt hätten, wenn sie in einem öffentlichen Freibad stattfinden hätten müssen. Quasi ein Privatbad zu haben, war und ist heute sicherlich immer noch reinster Luxus.

Nachdem ich also beim Umkleiden für den heutigen Schwimmbadbesuch die feinste Art der schwimmbadtauglichen Kommunikation erlebe und dadurch furchbar verängstigt und aufgeregt bin, frage ich mich während des einschwimmens, ob ich eigentlich immer noch zu den Jugendlichen gehöre und warum ich mich eigentlich so einschüchtern lasse. Nachdem ich aber von den Vereinsmitgliedern über diverse Umgangsformen in der Freibadwelt aufgeklärt werde, stelle ich fest, dass ich ein zu hohes Anspruchsdenken habe und einfach mal drüber nachdenken muß.

Da auf meinem Trainingsplan heute lediglich 30Minuten schwimmen drauf stehen, ohne Vorgaben und mit dem Hinweis "Entlastungswoche", tummel ich mich also auf Bahn Nummer 2 und führe den arena Triathlonanzug aus. Dem zeige ich heute einfach mal die Schwimmbadwelt und zwar die heile. Die aus meiner Sicht. Wir schwimmen uns ein, jagen den Flitzer, der fleißig Technikübungen macht und ordentlich rackert und entdecken das Nichtschwimmerbecken. Hier läßt es sich wirklich herrlich kreuz und quer Rücken schwimmen. Das ist eine Idee angenehmer für meine Prellung als Kraul oder Brust.

Irgendwann ist die Zeit um und der arena Triathlon-Anzug und ich begeben uns in die Dusche. Er ließ sich wirklich sehr angenehm schwimmen und macht eine feiner Gleitphase. Aber das ist ja wirklich das Mindeste, wo er aus einer Schwimmschmiede kommt.

Sonntag, 21. Juli 2013

Der Möwathlon und die Teamorder

Familiäre Wettkämpfe haben immer einen ganz besonderen Zauber. Da stehen in der Wechselzone meist Trekkingräder, Mountainkes und 20Jahre alte Rennräder, denen man ansieht, dass sie ihre besten Zeiten längst hinter sich haben, neben den neusten Zeitfahrmaschinen für die manch einer mehrere Monatsgehälter hinblättern muß. Auch an Helmen ist von Hirnschalen über Mountainbikehelme bis hin zum neusten Zeitfahrmodell alles zu finden. Vom Outfit der Teilnehmer mal ganz zu schweigen.

Heute kann ich mir beim Möwathlon in Mörfelden all das mal ganz genau betrachten. Die Athleten starten die Jedermann Distanz von 500m Schwimmen im Badesee, 20km Rad fahren und 5km laufen rund ums Stadion in zwei Startwellen und so ist in der Wechselzone regelrechter Trubel. Man sieht Hightech Anzüge neben Badeanzügen und Triathlon Zweiteiler mit Teamlogo neben Baumwoll T-Shirts und Trekkinghose. Die Vielfalt ist einfach herrlich.

Viele Athleten sind heute hier Ersttäter, das heißt, sie wollen Triathlon einfach mal ausprobieren. Der Veranstalter begrüßt das außerordentlich und fördert so natürlich dieses reiche Angebot an verschiedensten Sportgeräten und Outfits. Und mitten drin in dieser bunten Mannigfaltigkeit finden sich der Zeugwart und die Teamchefin ein. Mit dabei ist heute auch Minnie, die ihren zweiten Triathlon bestreiten wird.

Das Gewusel in der Wechselzone nach dem Schwimmen ist einfach wunderbar anzusehen. Es gibt extrem sportliche und äußerst geübte Athleten, die für ihren Wechsel nur ein paar Sekunden brauchen und mit ihrem Zeitfahrrad aus der Wechselzone raussausen, als gäbe es kein Morgen. Und es gibt die, die sich nach dem Schwimmen erst mal ordentlich abtrocknen, Sonnencreme auftragen und sich die Haare kämmen um nach geschätzten 8-10Minuten die Wechselzone im langsamen Gang zu verlassen. Ein ganz besonderer Charme eben.

Im Stadion, wo die zweite Wechselzone aufgebaut ist, finden sich natürlich alle wieder ein. Die gleiche Mischung an Athleten, nur eben nun an der Vielfalt der Laufschuhe auszumachen ist auf der 5km Runde im Wald. Das tut sicherlich gut. Der Wald ist garantiert eine gute Ecke kühler als die Temperaturen hier im Stadion. Erstaunlich ist, dass das Zählen von zwei Runden manch einem Athleten sichtbar schwer fällt und so die Räder, denen man eine solche Geschwindigkeit sicherlich nicht zugetraut hätte, vor den schnellen Zeitfahrspezialisten in der 2. Wechselzone parken. Das wundert nicht nur die eigentlich Schnelleren.

Viele Athleten sind längst im Ziel, als immer noch Mitstreiter von der Radstrecke in die Wechselzone und dann in den Wald reinlaufen.

Der Zeugwart und die Teamchefin haben heute einen super Wettkampf abgeliefert. Bei den Temperaturen ist es nicht selbstverständlich, dass man seine Leistung so abrufen kann. Beide laufen wieder weit unter 30Minuten auf die 5km, das empfinde ich persönlich schon als harte Sache. Teamorder ist schließlich mindestens 30Minuten und scheinbar bin ich die Einzige die sich in unserem Team noch an so etwas hält. Minnie läuft gar in ihrer Alterklasse auf den zweiten Platz. Ich kann den Kopf gar nicht soviel schütteln, wie es nötig wäre.

Wahrscheinlich ist das ein Versehen gewesen, denn sie weiß höchstwahrscheinlich nicht, dass in unseren Kreisen Top 10 Essen serviert werden und dass wir selbstverständlich auf eigenes Kochen bestehen. Aber das wird sie sicherlich schnell herausfinden.

Ich überlege mir währendessen, was für einen Sinn eine Teamorder macht, wenn sie sowieso ganz offensichtlich keiner -außer mir natürlich- befolgt. Muß man den Athleten mal ins Gewissen reden?

Der Möwathlon war wieder ein herrlicher Wettkampf. Hier leistet der Veranstalter wirklich ganze Arbeit. Und dafür, dass sich keiner an die interne Teamorder hält, können die Organisatoren ja nun wirklich nichts.

Samstag, 20. Juli 2013

Just give me a reason

Schon gestern habe ich große Pläne geschmiedet und irgendwie dann doch selbst nicht dran geglaubt. Aber manchmal kommt es eben einfach so, wie man es plant. Egal ob man glaubt oder nicht.

Heute früh klingelt der Wecker um 5:45h. Fies für einen Samstag, aber das einzig Wahre, wenn ich an die Temperaturen denke, die heute 30°C erreichen werden. Als ich mit dem Gonzorädchen starte sind es 15°C. Ich fahre heute alleine. Also nur das Rädchen und ich. Der Zeugwart bleibt im Bett, denn er startet morgen beim Wettkampf, und da sind die angesagten 4Stunden auf dem Rad heute nichts für ihn. Mein Schweinehund jammert und will auch lieber im Bett bleiben.

Heute ist es die Ironmanstrecke. Die ist ausgeschildert und ich bin sie auch schon ein paar Mal in der Gruppe gefahren. Das Risiko sich zu verfahren ist hier also glücklicherweise begrenzt. Ich habe nämlich eine Orientierung wie ein Stuhl und möchte nicht irgendwann daheim anrufen müssen weil ich in unbekanntem Terrain stehe.

Ich fahre um diese frühe Uhrzeit keineswegs vollkommen alleine durch die Gegend. An den Bushaltestellen sitzen späte Discobesucher und einige Hundebesitzer wollen sicher stellen, dass sie nicht erst in der Hitze mit ihren Schützlingen raus müssen.

In Bergen-Enkheim schalte ich am Berg richtig und bin begeistert, dass ich tatsächlich einfach so losgefahren bin. Die Abfahrt geht auch prima, ich trinke einen Schluck und finde tatsächlich auch den Flaschenhalter auf Anhieb. Ich versuche das am Hühnerberg gleich noch mal und schmeiße die Flasche durch die Gegend. Weil ich nicht damit rechnen kann, dass irgendwo eine Verpflegungsstation aufgebaut ist, halte ich an, hole die Flasche und fahre am Berg wieder los. Alles kein Problem.

Ich habe einen Ohrwurm, der mich die ganze Strecke begleitet und den ich singe. Ich dachte eigentlich leise, aber irgendwann stelle ich fest, dass ich laut singe. Just give me a reason. Pink spricht es irgendwie aus und ich singe es frei heraus. Und das Lied hilft mir durch die Orte, über die Wellen und irgendwann den Berg in Bad Vilbel rauf. Als es später wird, kommen mit viele Radfahrer entgegen. Da wo ich herkomme, scheint es schön zu sein. Ich nehme nicht an, dass die alle dorthin wollen, weil jemand so schön singt. Einen Ton treffe ich nämlich ganz sicher nicht.

Ich kürze die Runde ab und die Trainingszeit auch. Meine Prellung tut mir weh, das ist wirklich blöd. Da würde es auch nicht helfen, wenn ich von dem Lied mehrere Strophen kennen würde. So singe ich bis daheim eine Endlosschleife des Refrains und bin nach etwas mehr als 3 Stunden zurück.

Der Trainer wird zwar nicht zufrieden sein, aber ich bin schon irgendwie stolz, dass ich überhaupt losgefahren bin heute früh.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Viper im Wasser

Der Zeugwart ruft mich heute an und teilt mir mit, dass ein weiteres Arenapäckchen auf mich wartet. Oh spannend, denn ich habe den Testanzug ja bereits erhalten und wir sind ja auch schon mehrfach gemeinsam unterwegs gewesen. Was könnte das also sein? Ich weiß, ich soll noch einen Fragebogen zu meinen Erfahrungen mit dem Anzug ausfüllen, aber den Bogen in einem Päckchen zu verschicken halte ich für leicht übertrieben.

Als der Päckcheninhalt dann gesichtet ist, ist der Zeugwartsche Haushalt um eine Sonnenbrille, ein Schlüsselband und eine Schwimmbrille reicher. Das neuste Triathlon-Schwimmbrillen-Modell aus dem Hause Arena, die Viper ist nämlich Teil des Pakets. Na, da freue ich mich aber.


Die Schwimmbrille hat eine etwas gewöhnungsbedürftige Form, das muß ich zugeben. Sieht gefährlich aus, so stechend. Der Zeugwart berichtet, dass er durch genau diese Form, seitlich einen Knick in der Optik hat. Mmhh. Ich habe dank meiner Hornhautverkrümmung ja sowieso mehr als nur einen Knick in meiner Optik und schlage deshalb vor, dass der Zeugwart die Schwimmbrille einem ausgiebigen Test unterzieht. Ich also den Anzug und er die Brille. So hat er heute auch mal einen Knick in der Optik und die anderen Menschen ebenfalls, wenn sie den teilweise durchsichtigen Anzug an mir betrachten. Da hat dann einfach jeder was davon. 

Der Zeugwart freundet sich also spontan mit der Viper an, um diese gleich heute im See mit auf seine zahlreichen Runden zu nehmen. Mit der Schwimmbrille wird ein Stoffbeutel zur Aufbewahrung geliefert. Arena hebt bei der Viper außerdem besonders hervor, dass der Nasensteg und die Auflieger besonders flexibel sind. Außerdem wird erwähnt, dass die Brille hervorragend zu justieren sei, wenn sie angezogen ist. Also kein lästiges, ständiges, an- und abziehen um die Brille kopfpassend zu machen. Das klingt vielversprechend.  


Die Brille kommt also in den Aufbewahrungsstoffbeutel und fährt mit zum Langener Waldsee. Dort angekommen hüpfen wir alle blitzschnell in die Klamotten, weil es ja nur noch 20Minuten sind, bis der Lautsprechermann seine Startanweisung gibt. Und was sind für den Zeugwart schon 20Minuten? Ich komme mit der plötzlichen Hetze nicht klar. Meinen Arena Anzug habe ich bereits an und in meinem Neoprenanzug bin ich ja blitzschnell drin. Die Teamchefin steckt in ihrem schon bis zur Hüfte und der Zeugwart beschließt, heute keinen Neo zu tragen, weil am Sonntag im Wettkampf auch ohne Neo geschwommen wird.

Und jetzt sind es auch nur noch 15Minuten. Ich springe in den Orca Neoprenanzug, habe ihn innerhalb von 30Sekunden bis zur Hüfte an und schon kann es losgehen. Wir laufen zur Schlüsselabgabe und dann zum See. Auf dem Weg höre ich noch meinen Namen, aber weil es Claudis ja nun öfter gibt, warte ich noch eine Sekunde mehr mit dem Umdrehen. Ich bin aber gemeint, wir sagen "Hallo" und dann ist das Wasser auch schon erreicht.

Es ist frisch an den Füßen, aber längst nicht kalt. Die Teamchefin und ich wollen auch heute wieder zusammen bleiben und so zieht der Zeugwart beim Startsignal mit der Viper von dannen und ist innerhalb von Sekunden im Triathletengewühl verschwunden. Wir reihen uns hinten ein und schwimmen los. Heute ist bei mir nur die kleine 800m Runde drin. Die ändert ja jede Woche ihre Länge und so bin ich heute zufrieden, dass ich es schaffe, die Runde abzuschwimmen. Meine Prellung merke ich heute nämlich mehr als deutlich.

Als wir zurück am Ufer sind, ziehe ich meinen Neoprenanzug aus und teste den Arena Triathlonanzug noch mal ohne Neo. Schwimmen kann er gut. Nur das grüne Material ist ordentlich durchsichtig. Ohne Sport BH ist das nicht wirklich möglich. Hinten das Netz und der Teil, der auch in Aeroposition auf dem Rad durchsichtig ist, wird nicht noch durchsichtiger. Das ist erfreulich. Allerdings ist auch die Frage wie die Steigerung von Durchsichtig sein soll. Entweder ich sehe durch, oder eben nicht.

Als der Zeugwart von seinen zahlreichen Runden zurück kommt, berichtet er, dass die Viper beim einschwimmen leicht angelaufen ist. Das kann ich gut verstehen, denn warum würde man sich im See überhaupt einschwimmen? Die Viper ist darauf einfach überhaupt nicht vorbereitet gewesen. Kein Wunder also.
Während des eigentlichen Schwimmens hat der Zeugwart dann kein Anlaufen mehr bemerkt. Er ist mit der Schwimmbrille sehr zufrieden. Der Nasensteg ist für die Zeugwartsche Nase etwas straff, aber ziemlich flexibel, so dass der stramme Sitz nicht allzu unangenehm ist. Das Sichtfeld ist super. Er hätte alles gesehen. Da er aber so schnell war, dass kaum einer vor ihm geschwommen ist, gab es -außer Bojen und Rettungsschwimern auf Surfbrettern- nicht viel anzuschauen.

Nachdem wir alle anderen Vereinsschwimmer auch wieder wohlbehalten aus den Fluten zurück wissen, marschieren wir zum Parkplatz, ziehen uns um und lächzen nach der Pizza. Die Teamchefin übernimmt die Bestellung und als wir in der Tevere ankommen ist die Pizza genau auf den Punkt fertig. Da stimmt wirklich alles.


Mittwoch, 17. Juli 2013

PurePharma - mal testen

Wenn man sich ausgewogen ernährt, dann passt das schon mit dem, was der Körper so braucht. Das sagen zumindest alle.

Was heißt dabei denn eigentlich ausgewogen? Kürzlich beim BMW Expertentalk zum Thema Ernährung war ausreichend und ausgewogen irgendwas mit 12 Eiern und 500gr Gemüse pro Tag plus einer ähnlichen Menge an Fleisch. Natürlich nicht jede Art Fleisch… irgendwas mit hochwertig und weiß habe ich mir gemerkt. Tatsache ist auf jeden Fall: Ich ernähre mich nicht ausgewogen genug im Sinne der Ernährungsexperten. Da bin ich sicher und da braucht man auch kein Spezialist zu sein.

Zum Frühstück gibt’s bei mir Hafer- und Dinkelflocken mit Amaranthcrunch, dazu 4 Esslöffel Joghurt und einen Schuß Milch. Mittag esse ich mit meinen Kollegen. Da gibt’s alles Mögliche, mal Pizza, mal Nudeln, mal Salat und mal ein Brötchen. Aber zumindest abwechslungsreich… zweimal Pizza hintereinander gibt es nie. Das ist ja schon mal was. Abends essen der Zeugwart und ich dann Brot. Oder wir kochen manchmal. Also eher, der Zeugwart kocht. Da ist meistens was gesundes dabei… aber an die oben genannten Werte komme ich pro Tag ganz sicher nicht ran. Abends vor dem Fernseher bin ich auch nicht die Karottenesserin. Ist zwar mal ganz lecker… aber dann esse ich lieber nix. Denn Karotten müssen ja auch irgendwie klein geschnitten werden. Ich bin ja kein Kaninchen. Und ein leckerer Dip dürfte es dann auch dazu sein. Wenn ich nur nicht so faul wäre, was sowas angeht.

Also bin ich ein ab und an Nahrungsergänzungsmittelverzehrer geworden. In der Erkältungszeit hat sich bei mir Orthomol Immun oder Orthomol Sport bewährt. Ich schaffe es damit auf eine richtige Krankheit und bleibe ansonsten von dauerhaftem Schnupfen oder ständigem Halskratzen verschont. Aktuell fordere ich aber, bei meinem etwas strafferen Trainingsplan und dem damit verbundenen zeitlichen Aufwand und der Intensität, eine etwas gezieltere Ergänzung der nicht genug ausgewogenen Ernährung. Ich entdeckte PurePharma. Nicht ganz neu, denn unter Crossfittern ist PurePharma durchaus weitreichend bekannt und ich habe ja nun erst kürzlich eine kurze Frequenz in die Crossfitszene hinter mich gebracht, aber schon irgendwie neu für mich.

Bei PurePharma ist die Welt in drei Produkte aufgeteilt:

  • M3 – drei Mineralien
Dieses Produkt ist eine Zusammenstellung aus Zink und Magnesium. Beide spielen eine zentrale Rolle im Muskelerholungs- und Regenerationsprozess (Proteinbiosynthese) nach dem Training. Dank Vitamin B6 und Apfelsäure in M3 wird gewährleistet, dass beide wichtigen Stoffe vom Körper leicht aufgenommen werden können.

  • Omega-3 (Ultra reines Fischöl)
Das Produkt hat einen Zitronengeschmack. Das finde ich persönlich bei Fischöl ziemlich wichtig. Denn ich mag gar keinen Fisch und wenn man die Kapseln im Magen hat und sie so einen fischigen Geschmack zurück geben, ist mir das wirklich extrem unangenehm. Die Vorteile von Omega-3 Fettsäuren sind, dass Blutdruck und Triglyceridspiegel (oft zu fettes Essen) gesenkt werden können. Omega-3 wirkt außerdem vorbeugend gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebserkrankungen. Und Omega-3 Fettsäuren wirken Entzündungen, Allergien und Migräne entgegen. Sie helfen daher, das Verletzungsrisiko zu senken und die Regeneration zu beschleunigen. Ob das alles belegt ist weiß ich natürlich nicht, aber es ist so allgemein bekannt und im Netz zu finden.

  • D3 – Vitamin
In diesem Produkt gibt’s Vitamin D3 vom Feinsten. Da Vitamin D fettlöslich ist, heißt das, es kann nur zusammen mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Aus diesem Grund mischt PurePharma dem Vitamin D3 Produkt, ein hochwertiges Olivenöl bei, um bestmögliche Absorption zu garantieren.
Vitamin D Mangel kann unter anderem zu Muskelschwäche, Knochenschwund, Osteoporose, Knochenbrüchen, Insulinresistenz, kognitiven Störungen und einer geschwächten Immunabwehr führen.

Die Produkte von PurePharma sind dazu gedacht gemeinsam verzehrt zu werden und sich zu ergänzen. So kann der Körper das Vitamin D3 natürlich noch ein bischen besser aufnehmen, wenn ich gleich auch noch eine Omega 3 Kapsel nehmen. Macht Sinn, sicherlich nicht nur, aber natürlich auch, für den Hersteller.

Was mich so beim ersten Anblick etwas abschreckt ist die Größe der Verpackungen. So ist zwar gewährleistet, dass ich nicht ständig nachordern muß, trotzdem sieht’s so ein bischen amerikanisch aus in unserer Küche.

Ich bin gespannt, wie sich diese Art der Nahrungsergänzung in den nächsten Wochen oder Monaten so auf mein Training, mein Wohlbefinden und mich auswirkt.

Für alle, die gerne ebenfalls so einen Selbstversuch starten möchten, oder bereits in die Kategorie der „Nachbesteller“ fallen habe ich hier


noch einen Gutscheincode, der online bei PurePharma eingelöst werden kann und zu einem Nachlass von 10% führt. Da es auf der Welt nichts umsonst gibt… sind 10% schon mal ganz nett.

Dienstag, 16. Juli 2013

So weit wollte ich nicht

Wenn ich nach Feierabend laufen gehe komme ich immer gleich weit. Das liegt einfach daran, dass mein Schweinehund mir nur eine gewissen Länge an Auslauf gewährt, ehe ich mich wieder auf der Couch einzufinden haben. Die Länge misst der Schweinehund in der Zeit, die ich von ihm und der Couch weg bin und so ein kleines bischen auch mit Kilometern. Wenn ich also wochentags unterwegs bin, lasse ich den Schweinehund maximal 40Minuten alleine auf der Couch zurück.

In den 40Minuten komme ich so runde 5,5km weit. Meine Beine sind unheimlich schwer, wenn ich so durch die Gegend schlappe und ich wünsche mich jede einzelne dieser 40 unsagbar langen Minuten zurück auf die Couch oder unter die Dusche oder ins Bett. Zumindest wünsche ich mir nicht, weiterzulaufen.

Der Trainer findet meinen Schweinehund blöd. Gestern versucht er mir einfach so 400m mehr beim Schwimmen unterzujubeln und rechnet wahrscheinlich nicht damit, dass der Schweinehund und ich natürlich genau merken, dass wir 400m länger nass werden, und heute? Heute steht auf dem 1Stunde 20Minuten GA1 laufen. Am Stück. Gut, letzteres ist klar, es macht wenig Sinn all meine läuferischen Büroaktivitäten (Schreibtisch - Drucker und zurück, etc.) zusammenzuaddieren um irgendwie auf die Zeit zu kommen, das verstehe ich schon. Aber trotzdem macht mir ein Feierabendlauf über eine Stunde Angst. Und zusätzlich ist es ja noch "weit" über eine Stunde. Was denkt der Trainer, wenn er sowas aufschreibt?

Ich ziehe mich um und laufe los. Meine neu erstellte Musikliste zum Thema Laufen kann heute gleich mal zeigen was sie kann und so stürze ich mich rein ins Vergnügen. Es läuft gut. Ich tapse also im richtigen, vom Trainer gewünschten, Pulsbereich durch die abendliche Landschaft und freue mich, dass ich ja nun gleich bestimmt am Wendepunkt sein dürfte. Als ich auf die Uhr schaue, sind aber erst 12Minuten vergangen. Oh je. Das kann ja noch was dauern bis ich umdrehen kann.

Ich bin erstaunt. So weit wollte ich eigentlich nicht laufen. Aber um die Zeit zu knacken sind eben 40Minuten in eine Richtung angesagt. Und ich hätte niemals gedacht, wie weit ich in 40Minuten komme. Nach knappen 6km drehe ich dann irgendwann um. Und bin wirklich mehr als erstaunt, dass ich bis hierhin gelaufen bin und tatsächlich auch wieder heim laufe. Und: dass es geht.

Ich laufe munter GA1, muß nicht zu sehr schnaufen, bin natürlich auch nicht übermäßig schnell, aber ich schaffe das gut. Ohne den Trainer und seinen Plan wäre ich niemals überhaupt nur darauf gekommen, so weit zu laufen, nach der Arbeit.

Ich schliesse die Tür daheim auf und berichte voller Stolz, wo ich heute Abend gewesen bin.

Der Zeugwart ist nicht überrascht und sagte, dass ich ja auch ne Zeit unterwegs war. Er versteht mich erst, als ich ihm vom Schweinehund, seiner Couch und der üblichen Verlassenszeit von 40Minuten berichte. Dann reicht er mir ein Glas und ich bin froh, dass es schmeckt. Genau wie Orangina, und zwar die rote Version. Nicht gerade das Ideale um nach dem Sport die leeren Speicher aufzufüllen denke ich mir, und frage, wann der Zeugwart denn Orangina gekauft hat. Hat er nicht. Er kredenzt mir ein neues Getränk: Mineral Plex, was er entdeckt hat. Ein Sirup, der mit Wasser aufgeschüttet wird und mir -ganz offensichtlich- überaus lecker schmeckt. Bei den Inhaltsstoffen, ist das sicherlich auch fürs Rad eine entsprechende Alternative.