I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”
(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)
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Montag, 18. Juli 2011
Sonntag, 17. Juli 2011
Hamburg Triathlon Trip *17.Juli*
Unfassbar, der Wecker meint es auch heute ernst. Sonntag: 6h. Ich kann unser Engagement kaum fassen... ob das die Leute auch im nächsten Jahr für mich machen? Einfach nur zum anfeuern so früh an die Wettkampfstrecke kommen? Wir werden sehen.
Jetzt ist es erst mal entscheidend, dass ich was zum frühstück kriege. Das Buffett ist genauso herrlich wie gestern und der Grundstein für einen guten Start in den Tag ist gelegt. Wir nehmen wieder eine U-Bahn zum Junfernstieg und wissen schon genau wo wir hinmüssen.
Mit der Ratsche und der Trommel bewaffnet beziehen wir Aufstellung an der Schwimmstrecke in der Nähe des Ausstiegs. Wir wollen ein paar Forumsmitglieder von Triathlon-Szene anfeuern und sind auf das Ablesen der Startnummer von der Badekappe angewiesen.
Man "kennt" sich zwar... aber eben nur virtuell. Das bringt auf der Schwimmstrecke wenig. Leider.
Wir entdecken die Foris und jetzt kommt Bewegung in die Sache. Schließlich muß ich nicht nur mitteilen, dass das Schwimmen super gemacht wurde und es jetzt locker auf's Rad geht sonder ich muß auch noch die fünf Treppen hochspurten und den Schwimmern dann auf dem Weg zur Wechselzone zurufen wie toll sie sind. Es macht einen Heidenspaß!
Bei diesem Wettkampf werde ich von keinem Schwimmer fotografiert. Auch verzichten die Athleten darauf mir -oder ihren Angehörigen- zuzuwinken. Die 1,5km sind offensichtlich etwas anstrengender, außerdem wird hier vermehrt gekrault, was natürlich wenig kommunikationsfördernd ist. Brustschwimmen ist dafür natürlich besser geeignet.
Aber da entdecke ich einen Winker! :-) Ein Schwimmer hat wohl im Kraulstil seine Anfeuerer entdeckt und macht sich bemerkbar ohne mit dem kraulen aufzuhören. *grins* er winkt... immer wenn er eine Hand oben hat. Und er kommt nicht aus dem Rythmus. Verrückt. Natürlich wird er von seinen Leuten bemerkt... und das komplette Ufer stimmt mit ein ihn aus dem Wasser zu schreien. Teamwork nennt man sowas wohl.
Wir wechseln an die Rad- und Laufstrecke und geben auch hier alles um uns bemerkbar zu machen. Die Kampfrichter haben alle Pfeifen voll zu tun und ich bin erstaunt, wieviele Athleten den Absteigestrich überfahren, ihren Helm bereits vorher öffnen oder gar abziehen. Lesen die Leute nicht die Regeln?
Nach einem leckeren Mittagessen schlendern wir nochmals über die Messe. Der Zeugwart kauft sich ein paar Schuhe und ich greife bei einer Laufjacke zu, die mir gestern nicht aufgefallen ist. Herrlich.
Dann pilgern wir zurück. Immerhin wollen wir uns an der Schwimmstrecke ein paar Plätze für das Profidamenrennen am Nachmittag sichern.
Mmmh. Der Herr kommt mir bekannt vor. Woher bloß? Kann ich ja gar nicht kennen. Komisch. Und dann seh' ich sie daliegen... die Bücher. Es handelt sich um Mathias Müller vom Pa'a Blog. Er hat das Buch "Vom Couchpotato zum Ironman" geschrieben, das ich praktisch eingeatmet hab. Und ich sehe auch Anna! Wow. Sie ist ganz normal und furchtbar nett. ;-) Eigentlich hab ich nichts anderes erwartet, aber es ist natürlich trotzdem etwas anderes, wenn man sich dann persönlich kennen lernt. Wir unterhalten uns locker 10Minuten und ich bekomme noch eine gute Wünsche Karte für die Teamchefin, die durch das Buch und Anna's Durchhaltevermögen ebenfalls motiviert wurde. Da wird sie sich bestimmt freuen!
Beseelt verlassen wir die Messe und beziehen Stellung an der Schwimmstrecke. Es dauert noch bis der Startschuß fällt, also fange ich in meinem neuen Buch (natürlich vom Auto am Stand eben handsigniert!) zu lesen. Sehr schön.
Irgendwann geht's dann auch mit dem Elitewettkampfgedaddel los und wir beobachten die Damen beim Einschwimmen. Nachdem wir ordentlich Dampf gemacht haben und alle aus dem Wasser sind wechseln wir an die Radstrecke und sind beeindruckt. Das Feld zieht sich ganz schön auseinander und die 8Radrunden sind vorbei wie im nu wird gerannt. Das Wetter hat die ganzen Zeit gehalten und erst jetzt, nach Abschluß der letzten Laufrunde fängt es an zu schütten. Petrus ist also auch Triathlet...war mir gar nicht bewußt!
Jetzt ist es erst mal entscheidend, dass ich was zum frühstück kriege. Das Buffett ist genauso herrlich wie gestern und der Grundstein für einen guten Start in den Tag ist gelegt. Wir nehmen wieder eine U-Bahn zum Junfernstieg und wissen schon genau wo wir hinmüssen.
Mit der Ratsche und der Trommel bewaffnet beziehen wir Aufstellung an der Schwimmstrecke in der Nähe des Ausstiegs. Wir wollen ein paar Forumsmitglieder von Triathlon-Szene anfeuern und sind auf das Ablesen der Startnummer von der Badekappe angewiesen.
Man "kennt" sich zwar... aber eben nur virtuell. Das bringt auf der Schwimmstrecke wenig. Leider.
Wir entdecken die Foris und jetzt kommt Bewegung in die Sache. Schließlich muß ich nicht nur mitteilen, dass das Schwimmen super gemacht wurde und es jetzt locker auf's Rad geht sonder ich muß auch noch die fünf Treppen hochspurten und den Schwimmern dann auf dem Weg zur Wechselzone zurufen wie toll sie sind. Es macht einen Heidenspaß!
Bei diesem Wettkampf werde ich von keinem Schwimmer fotografiert. Auch verzichten die Athleten darauf mir -oder ihren Angehörigen- zuzuwinken. Die 1,5km sind offensichtlich etwas anstrengender, außerdem wird hier vermehrt gekrault, was natürlich wenig kommunikationsfördernd ist. Brustschwimmen ist dafür natürlich besser geeignet.
Aber da entdecke ich einen Winker! :-) Ein Schwimmer hat wohl im Kraulstil seine Anfeuerer entdeckt und macht sich bemerkbar ohne mit dem kraulen aufzuhören. *grins* er winkt... immer wenn er eine Hand oben hat. Und er kommt nicht aus dem Rythmus. Verrückt. Natürlich wird er von seinen Leuten bemerkt... und das komplette Ufer stimmt mit ein ihn aus dem Wasser zu schreien. Teamwork nennt man sowas wohl.
Wir wechseln an die Rad- und Laufstrecke und geben auch hier alles um uns bemerkbar zu machen. Die Kampfrichter haben alle Pfeifen voll zu tun und ich bin erstaunt, wieviele Athleten den Absteigestrich überfahren, ihren Helm bereits vorher öffnen oder gar abziehen. Lesen die Leute nicht die Regeln?
Nach einem leckeren Mittagessen schlendern wir nochmals über die Messe. Der Zeugwart kauft sich ein paar Schuhe und ich greife bei einer Laufjacke zu, die mir gestern nicht aufgefallen ist. Herrlich.
Dann pilgern wir zurück. Immerhin wollen wir uns an der Schwimmstrecke ein paar Plätze für das Profidamenrennen am Nachmittag sichern.
Mmmh. Der Herr kommt mir bekannt vor. Woher bloß? Kann ich ja gar nicht kennen. Komisch. Und dann seh' ich sie daliegen... die Bücher. Es handelt sich um Mathias Müller vom Pa'a Blog. Er hat das Buch "Vom Couchpotato zum Ironman" geschrieben, das ich praktisch eingeatmet hab. Und ich sehe auch Anna! Wow. Sie ist ganz normal und furchtbar nett. ;-) Eigentlich hab ich nichts anderes erwartet, aber es ist natürlich trotzdem etwas anderes, wenn man sich dann persönlich kennen lernt. Wir unterhalten uns locker 10Minuten und ich bekomme noch eine gute Wünsche Karte für die Teamchefin, die durch das Buch und Anna's Durchhaltevermögen ebenfalls motiviert wurde. Da wird sie sich bestimmt freuen!
Beseelt verlassen wir die Messe und beziehen Stellung an der Schwimmstrecke. Es dauert noch bis der Startschuß fällt, also fange ich in meinem neuen Buch (natürlich vom Auto am Stand eben handsigniert!) zu lesen. Sehr schön.
Irgendwann geht's dann auch mit dem Elitewettkampfgedaddel los und wir beobachten die Damen beim Einschwimmen. Nachdem wir ordentlich Dampf gemacht haben und alle aus dem Wasser sind wechseln wir an die Radstrecke und sind beeindruckt. Das Feld zieht sich ganz schön auseinander und die 8Radrunden sind vorbei wie im nu wird gerannt. Das Wetter hat die ganzen Zeit gehalten und erst jetzt, nach Abschluß der letzten Laufrunde fängt es an zu schütten. Petrus ist also auch Triathlet...war mir gar nicht bewußt!
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Hamburg Triathlon 2011
Hamburg Triathlon Trip *16.Juli*
Der Wecker hatte kein Mitleid. Wir wurden tatsächlich um 6h geweckt. Unfassbar. Aber es nützt ja nichts... die Jedermänner hüpfen schließlich in einer Stunde schon ins Wasser, also nichts wie aufstehen und ab zum Frühstück.
Ich bin schwer beeindruckt. Das Frühstücksbuffett im Hotel ist wirklich außerordentlich liebevoll gedeckt und bietet genau meine Frühstückslieblinge. Alle Angestellten sind sehr nett, es wird ausnahmslos gelächelt und es gibt sogar Bagels. Mmhh lecker! Ein schöner Artikel aus dem Hamburger Abendblatt, in dem ein Reporter beschreibt, wie er abseits der Triathlonveranstaltung versucht die Strecke schon mal zu absolvieren macht uns richtig Lust am Aufbruch.
Gut gestärkt geht es also mit den Öffentlichen an den Jungfernstieg. Wow. Da ist ja die Hölle los. Es wird bereits geschwommen als wir ankommen und wir holen uns als erstes mal ein Programm damit wir überhaupt Bescheid wissen was hier wann passiert. Dann bekommen wir noch die lautesten und schwersten Ratschen überhaupt in die Hand gedrückt und beziehen Stellung an den letzten 60m der Schwimmstrecke.
Ich bin total in meinem Element und ratsche was das Zeug hält. Ich kann auch gute Tipps zurufen und sicher sein, dass man mich hört, denn die Jedermänner bieten aus jedem Stall ein Pferd.
Es gibt jede Schwimmvariante zwischen gute schnelle Kraulschwimmer im eigenen Neopren bis hin zum schlechten Brustschwimmer um den ich mir Sorgen mache in 70er Jahre Badehose. Ich kriege alles geboten, praktisch jedes Outfit wird durch die Alster geschwommen und die Vorführung der verschiedenen Schwimmstile ist beeindruckend. Nicht nur dass ich mittlerweile genau erkenne welcher Kraulstil einen voran bringt und welcher nicht. Es gibt auch Brustschwimmer die sich eher selbst bremsen und Rückenschwimmer die die Wolken als Orientierung nutzen. Alles dabei eben, wie sich das für einen ordentlichen Jedermannwettkampf gehört.
Es gibt sogar Athleten, die winken einem zurück, wenn man sie anfeuert. Sie bedanken sich im schwimmen für die guten Wünsche und als Krönung, weil ich halt so naiv bin und denke, dass es das Höchste ist, sich als schwimmender Athlet beim Zuschauer am Ufer zu bedanken, werde ich noch eines besseren Belehrt.
Ich ratsche und werde fotografiert. Nicht etwa von einem Zuschauer oder offiziellen Fotografen. Nein! Von einem schwimmenden Jedermann, der seine Kamera mit dabei hat. Er schwimmt Brust, hat einen mords Spaß und jetzt auch ein Foto von mir mit dem Hamburger Rathaus im Hintergrund wie ich mir die Arme müde ratsche. Das ist ja noch nie passiert. Schleppt da einer die Kamera mit. Ich muß den ganzen Tag an diesen Athleten denken und immer wieder schmunzeln.
Der beste Anfeuerungsruf des Vormittages ist übrigens "Papi". Er bewirkt wahre Wunder, wenn er von hellen Kinderstimmen gerufen wird. Die Papis geben alles, der Bauch wird eingezogen und der Turbo noch mal eingeschaltet. Klasse.
Als alle Schwimmer die Treppe zur Wechselzone erklommen haben bekommt mein Arm endlich eine Pause vom Ratschen. Und die Stimme kann geölt werden.
Wir machen uns bei bestem Wetter und herrlichem Sonnenschein auf zur Triathlonmesse. Am Adidasstand kriege ich eine tolle Beratung und beschließe meine EvilEye Radbrille durch eine T-Sight zu entlasten. Die Bestellung klappt ganz hervorragend und ich erwarte meine neue Brille dann in den nächsten zwei Wochen.
Beim Zootstand hab ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, das sofort ausgelost wurde. Und ich hab einen Trinkgürtel gewonnen! Wahnsinn. Das ist super!
Der Zeugwart hat sich eine neue Schwimmbrille gekauft, ich hab ein Badeanzugschnäppchen für 17,50€ gemacht. So gefällt mir eine Messe.
Jetzt ist es Zeit sich um die Nachmittagsgestaltung Gedanken zu machen!
Wir entscheiden uns etwas zu essen zu besorgen und auf der Tribüne Platz zu nehmen. Direkt an der Elite - Herren Wechselzone, direkt in der prallen Sonne. Egal. Wir sind gut vorbereitet und so wird's dann auch gemacht. Wir besorgen Mexikanisch zum mitnehmen und stürmen die Tribüne. Es ist viel Platz und wir entscheiden uns für die 6Reihe direkt an Jan Frodenos Wechselplatz.
Nach dem Essen bekommen wir Gesellschaft und die Trias Flensburg setzen sich dazu. Wir ergänzen uns herrlich mit unserem Wissen und unserer Sonnencreme und es verspricht ein lustiger Nachmittag zu werden.
Dann betreten die Athleten die Wechselzone. Es wird gejubelt und angefeuert, obwohl ja lediglich alles aufgebaut wird. Ich werde das Team beim nächsten Mal ebenfalls beim Einrichten der Wechselzone anfeuern nehme ich mir vor.
Macca startet ebenfalls. Das ist schön, den kenn ich ja vom letzten Ironman noch ziemlich gut.
Mit den Moderatoren vom NDR und Mike Hahmel üben wir noch das Anfeuern, wenn die Athleten die Poststraße passiert haben. Dann ist es nämlich nicht mehr weit bis zu uns am Rathaus und wir können ordentlich Getöse machen. Das klappt ganz gut.
Nachdem alles aufgebaut ist und die Herren sich teilweise verdammt zügig in ihre Neos geschmissen haben blicken wir gebannt auf die aufgestellten Leinwände. Der Schwimmstart vom Ponton auf der Außenalster wird für uns auf den Tribünen live übertragen. Das ist ein toller Service.
Um 14:06h wird gestartet. Nicht eine Minute zu früh. Es ist genau getimed. Die Athleten sind herrlich anzuschauen und ich fühle mich ein bischen wie in der Kirche mit Blick auf den Rathausturm und seine Uhr. Ständig stehe ich auf und setze mich wieder hin. Es ist ein schier endloses auf und ab.
Jan Frodeno hat im Laufe der letzten Radrunde eine Reifenpanne und wird trotz das er dadurch natürlich weit abgeschlagen ist von uns angefeuert als würde er haushoch gewinnen. Es ist prima. Wir applaudieren jedem und freuen uns über die Sonne.
Nachdem, recht überraschend, nicht Gomez als erster über die Ziellinie gerannt ist, bin ich noch kurz schockiert darüber, dass sich einer der Profis offensichtlich total überschätzt hat und sich direkt nach der Ziellinie erst mal übergibt. Gerade von den Profis hab ich -aus irgendeinem Grund- erwartet, dass sie auf ihr Körpergefühl achten? Weiß auch nicht warum.
Ich bin zu naiv für den Profisport.
Nach dem Zieleinlauf beschließe ich spontan nächstes Jahr auf der Olympischen Distanz zu starten und wir pilgern zum REWE um unsere Getränkereserven aufzufüllen. Spontan pumpe ich einen Liter Apfel-Stachelbeer-Quitte-Mirabelle Schorle ab und stelle erst beim absetzen fest, dass es sich um eine wirre Früchtemischung handelt. Egal. Hauptsache Flüssigkeit. Die Sonne brennt noch immer und wir spazieren noch eine Runde über die Messe und machen uns dann auf zurück ins Hotel.
Abends gibt es noch eine Sightseeingtour durch das schöne Lüneburg und ein Tapasabendessen.
Der Wecker für Sonntag ist auf 6h eingestellt.
Ich bin schwer beeindruckt. Das Frühstücksbuffett im Hotel ist wirklich außerordentlich liebevoll gedeckt und bietet genau meine Frühstückslieblinge. Alle Angestellten sind sehr nett, es wird ausnahmslos gelächelt und es gibt sogar Bagels. Mmhh lecker! Ein schöner Artikel aus dem Hamburger Abendblatt, in dem ein Reporter beschreibt, wie er abseits der Triathlonveranstaltung versucht die Strecke schon mal zu absolvieren macht uns richtig Lust am Aufbruch.
Gut gestärkt geht es also mit den Öffentlichen an den Jungfernstieg. Wow. Da ist ja die Hölle los. Es wird bereits geschwommen als wir ankommen und wir holen uns als erstes mal ein Programm damit wir überhaupt Bescheid wissen was hier wann passiert. Dann bekommen wir noch die lautesten und schwersten Ratschen überhaupt in die Hand gedrückt und beziehen Stellung an den letzten 60m der Schwimmstrecke.
Ich bin total in meinem Element und ratsche was das Zeug hält. Ich kann auch gute Tipps zurufen und sicher sein, dass man mich hört, denn die Jedermänner bieten aus jedem Stall ein Pferd.
Es gibt jede Schwimmvariante zwischen gute schnelle Kraulschwimmer im eigenen Neopren bis hin zum schlechten Brustschwimmer um den ich mir Sorgen mache in 70er Jahre Badehose. Ich kriege alles geboten, praktisch jedes Outfit wird durch die Alster geschwommen und die Vorführung der verschiedenen Schwimmstile ist beeindruckend. Nicht nur dass ich mittlerweile genau erkenne welcher Kraulstil einen voran bringt und welcher nicht. Es gibt auch Brustschwimmer die sich eher selbst bremsen und Rückenschwimmer die die Wolken als Orientierung nutzen. Alles dabei eben, wie sich das für einen ordentlichen Jedermannwettkampf gehört.
Es gibt sogar Athleten, die winken einem zurück, wenn man sie anfeuert. Sie bedanken sich im schwimmen für die guten Wünsche und als Krönung, weil ich halt so naiv bin und denke, dass es das Höchste ist, sich als schwimmender Athlet beim Zuschauer am Ufer zu bedanken, werde ich noch eines besseren Belehrt.
Ich ratsche und werde fotografiert. Nicht etwa von einem Zuschauer oder offiziellen Fotografen. Nein! Von einem schwimmenden Jedermann, der seine Kamera mit dabei hat. Er schwimmt Brust, hat einen mords Spaß und jetzt auch ein Foto von mir mit dem Hamburger Rathaus im Hintergrund wie ich mir die Arme müde ratsche. Das ist ja noch nie passiert. Schleppt da einer die Kamera mit. Ich muß den ganzen Tag an diesen Athleten denken und immer wieder schmunzeln.
Der beste Anfeuerungsruf des Vormittages ist übrigens "Papi". Er bewirkt wahre Wunder, wenn er von hellen Kinderstimmen gerufen wird. Die Papis geben alles, der Bauch wird eingezogen und der Turbo noch mal eingeschaltet. Klasse.
Als alle Schwimmer die Treppe zur Wechselzone erklommen haben bekommt mein Arm endlich eine Pause vom Ratschen. Und die Stimme kann geölt werden.
Wir machen uns bei bestem Wetter und herrlichem Sonnenschein auf zur Triathlonmesse. Am Adidasstand kriege ich eine tolle Beratung und beschließe meine EvilEye Radbrille durch eine T-Sight zu entlasten. Die Bestellung klappt ganz hervorragend und ich erwarte meine neue Brille dann in den nächsten zwei Wochen.
Beim Zootstand hab ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, das sofort ausgelost wurde. Und ich hab einen Trinkgürtel gewonnen! Wahnsinn. Das ist super!
Der Zeugwart hat sich eine neue Schwimmbrille gekauft, ich hab ein Badeanzugschnäppchen für 17,50€ gemacht. So gefällt mir eine Messe.
Jetzt ist es Zeit sich um die Nachmittagsgestaltung Gedanken zu machen!
Wir entscheiden uns etwas zu essen zu besorgen und auf der Tribüne Platz zu nehmen. Direkt an der Elite - Herren Wechselzone, direkt in der prallen Sonne. Egal. Wir sind gut vorbereitet und so wird's dann auch gemacht. Wir besorgen Mexikanisch zum mitnehmen und stürmen die Tribüne. Es ist viel Platz und wir entscheiden uns für die 6Reihe direkt an Jan Frodenos Wechselplatz.
Nach dem Essen bekommen wir Gesellschaft und die Trias Flensburg setzen sich dazu. Wir ergänzen uns herrlich mit unserem Wissen und unserer Sonnencreme und es verspricht ein lustiger Nachmittag zu werden.
Dann betreten die Athleten die Wechselzone. Es wird gejubelt und angefeuert, obwohl ja lediglich alles aufgebaut wird. Ich werde das Team beim nächsten Mal ebenfalls beim Einrichten der Wechselzone anfeuern nehme ich mir vor.
Macca startet ebenfalls. Das ist schön, den kenn ich ja vom letzten Ironman noch ziemlich gut.
Mit den Moderatoren vom NDR und Mike Hahmel üben wir noch das Anfeuern, wenn die Athleten die Poststraße passiert haben. Dann ist es nämlich nicht mehr weit bis zu uns am Rathaus und wir können ordentlich Getöse machen. Das klappt ganz gut.
Nachdem alles aufgebaut ist und die Herren sich teilweise verdammt zügig in ihre Neos geschmissen haben blicken wir gebannt auf die aufgestellten Leinwände. Der Schwimmstart vom Ponton auf der Außenalster wird für uns auf den Tribünen live übertragen. Das ist ein toller Service.
Um 14:06h wird gestartet. Nicht eine Minute zu früh. Es ist genau getimed. Die Athleten sind herrlich anzuschauen und ich fühle mich ein bischen wie in der Kirche mit Blick auf den Rathausturm und seine Uhr. Ständig stehe ich auf und setze mich wieder hin. Es ist ein schier endloses auf und ab.
Jan Frodeno hat im Laufe der letzten Radrunde eine Reifenpanne und wird trotz das er dadurch natürlich weit abgeschlagen ist von uns angefeuert als würde er haushoch gewinnen. Es ist prima. Wir applaudieren jedem und freuen uns über die Sonne.
Nachdem, recht überraschend, nicht Gomez als erster über die Ziellinie gerannt ist, bin ich noch kurz schockiert darüber, dass sich einer der Profis offensichtlich total überschätzt hat und sich direkt nach der Ziellinie erst mal übergibt. Gerade von den Profis hab ich -aus irgendeinem Grund- erwartet, dass sie auf ihr Körpergefühl achten? Weiß auch nicht warum.
Ich bin zu naiv für den Profisport.
Nach dem Zieleinlauf beschließe ich spontan nächstes Jahr auf der Olympischen Distanz zu starten und wir pilgern zum REWE um unsere Getränkereserven aufzufüllen. Spontan pumpe ich einen Liter Apfel-Stachelbeer-Quitte-Mirabelle Schorle ab und stelle erst beim absetzen fest, dass es sich um eine wirre Früchtemischung handelt. Egal. Hauptsache Flüssigkeit. Die Sonne brennt noch immer und wir spazieren noch eine Runde über die Messe und machen uns dann auf zurück ins Hotel.
Abends gibt es noch eine Sightseeingtour durch das schöne Lüneburg und ein Tapasabendessen.
Der Wecker für Sonntag ist auf 6h eingestellt.
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Hamburg Triathlon 2011
Hamburg Triathlon Trip *15.Juli*
Das Hamburger Triathlon Wochenende begann reichlich spät. Erst am Freitag gegen 22:30h hatten wir das All Seasons Hotel in Hamburg erreicht und unser Hotelzimmer bezogen.
Ich hab zwar früh Feierabend gemacht, aber da wir vorher nicht zum packen gekommen sind mußten wir das also am Freitag nach Feierabend noch erledigen. Nachdem wir auch das Instrumentensammelsurium zum anfeuern an Bord hatten ging's auf die Autobahn in Richtung Norden.
Nach guten 2Stunden Fahrt machten wir auf einem Rastplatz eine Pause und es gab Abendbrot. Fast wie beim Witzigmann - Palazzo wurde zum Abendessen dreierlei Theater geliefert:
Wie bereits erwähnt kamen wir spät im Hotel an. Ich bin begeistert von der Freundlich- und Herzlichkeit mit der man uns begrüßte. Schon die Lobby finde ich sehr einladend und stylisch. Wir checkten ein, alles wurde erklärt und dann nichts wie hoch auf's Zimmer. Das ist schön geräumig, sehr modern eingerichtet, hat frische Farben an den Wänden und in der Einrichtung, ist wirklich toll sauber und das Bett hat sehr laut nach mir gerufen!
Also nichts wie rein und schlafen... der Wecker stand auf 6h. An einem Samstag. An einem Urlaubswochenende!
Das wäre ja wirklich was für den Kopfschüttelblog. ;-)
Ich hab zwar früh Feierabend gemacht, aber da wir vorher nicht zum packen gekommen sind mußten wir das also am Freitag nach Feierabend noch erledigen. Nachdem wir auch das Instrumentensammelsurium zum anfeuern an Bord hatten ging's auf die Autobahn in Richtung Norden.
Nach guten 2Stunden Fahrt machten wir auf einem Rastplatz eine Pause und es gab Abendbrot. Fast wie beim Witzigmann - Palazzo wurde zum Abendessen dreierlei Theater geliefert:
- das vollste Auto des Tages ... aus einem ebenfalls pausierenden Mercedes stiegen 6 Erwachsene aus. Der Mercedes war eine E-Klasse, Stufenheck. Zusätzlich zu den 6Erwachsenen war auch noch ein Säugling an Bord.
- ein älteres schwedisches Urlaubersammelsurium parkte nicht nur rückwärts gegen die Einbahnstraße ein, nein, sie wechselten auch bei laufendem Motor auf abschüssiger Straße ohne angezogene Handbremse den Fahrer... der dann gleich das Auto festhielt.
- ein Dreiergespann aus Opa und erwachsenen "Kindern" machte sich auf zum Toilettenhäuschen und der arme alte Mann kam dann nicht mehr alleine raus.
Wie bereits erwähnt kamen wir spät im Hotel an. Ich bin begeistert von der Freundlich- und Herzlichkeit mit der man uns begrüßte. Schon die Lobby finde ich sehr einladend und stylisch. Wir checkten ein, alles wurde erklärt und dann nichts wie hoch auf's Zimmer. Das ist schön geräumig, sehr modern eingerichtet, hat frische Farben an den Wänden und in der Einrichtung, ist wirklich toll sauber und das Bett hat sehr laut nach mir gerufen!
Also nichts wie rein und schlafen... der Wecker stand auf 6h. An einem Samstag. An einem Urlaubswochenende!
Das wäre ja wirklich was für den Kopfschüttelblog. ;-)
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