I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 12. Juli 2015

Hugenotten RTF

Kaum ist der Ironman vergangen bin ich mir über meine Motivation nicht mehr ganz so sicher. Obwohl ich ja noch nicht mal gestartet bin. Egal. Heute raffen wir uns zum Radfahren auf. Die Vereinsmädels wollen ebenfalls fahren und so tasten wir uns an eine gemeinsame Startzeit  heran und treffen uns um 8:30h vor Ort. Die Hugenotten RTF in Neu-Isenburg startet in dem Stadion, wo auch der Hugenotten Duathlon abgehalten wird. In Neu-Isenburg haben die es einfach mit den Hugenotten. Das hätten die sich damals sicherlich auch nicht träumen lassen.
 
Wir haben uns einstimmig für die 75km entschieden und die Vereinsmädels, weil die einfach grandios im Training sind, fahren zusätzlich mit dem Rad zum Start. Die Kilometer sparen der Zeugwart und ich uns. Wir fahren mit dem Auto. Sicher ist sicher.
 
Anfangs haben wir eine rote Ampel Phase und bleiben praktisch an jeder hängen. Das einer vorfährt und schon mal alle Ampel anstösst, ist zwar eine nette Idee, aber wir fahen ja zusammen Rad und von daher ist das doch keine wirkliche Option. So haben wir auf den ersten Kilometern gefühlte 20 rote Ampeln, die es per Stop & Go zu überwinden gilt. Wir haben außerdem drei verrückte Männer, die denken, sie müßten uns vieren mal zeigen wo der Hammer hängt und sich nicht nur unmöglich im Straßenverkehr verhalten, sondern auch noch richtig nervig sind. Sie geben quasi alles um den Radfahrer an sich in einem möglichst schlechten Licht bei jedem anderen Verkehrsteilnehmer erscheinen zu lassen.
 
Und mit anderen Verkehrsteilnehmern meine ich nicht nur uns. Auch entgegenkommende Autos werden ausgebremst, gefährliche Fußgängerüberholmanöver werden veranstaltet und das alles nur, so scheint es, weil man dringend beweisen möchte, dass die schneller fahren wollen als wir. Denn dass wir auch schneller fahren könnten, steht außer Frage. Ich frage mich aber, warum wir das dringend tun sollten, nur weil ein paar Affen vorausjagen.
 
Ich kann heute prima was wegtreten und auch mein Schalten klappt ganz hervorragend. Meine Beine sind durch den Lauf gestern keineswegs müde und so fahre ich wunderbar jede noch so kleine Lücke zu und bleibe überall herrlich dran. Da ich an meinem Crosser mit Rennradfelgen keinen Auflieger dran habe, bringt mir der Zeugwart bei, wie ich Unterlenker fahre um auch ein bischen aus dem Wind zu kommen. Wahnsinn... da geht noch was!
 
Wir müssen dann nur bei Gelegenheit meine Schalthebel etwas näher stellen. Denn in Unterlenkerposition komme ich zum schalten nicht ran. Da muß ich umgreifen. Aber das ist ja eine Kleinigkeit.
 
Im Ziel, nachdem wir wirklich ganz toll Rad gefahren sind, gibt es heute Geburtstagskuchen für uns. Was natürlich grandios ist und prima zum Wochenendmotto paßt. Jeder sucht sich das Stück aus, was ihm am Besten schmeckt und so lassen wir die tolle Radausfahrt mit Kuchen ausklingen, wie sich das für eine waschechte RTF gehört.
 
Da mein neues Lebensjahr gerade beim Rad fahren so toll angefangen hat, bin ich wirklich sehr zuversichtlich, was es noch so alles bringen wird.
 

Samstag, 11. Juli 2015

Hitzelauf mit Schwamm

Manchmal wird man ja ganz apprupt ein Jahr älter und bei mir ist es heute mal wieder soweit. Je älter ich werde, desto weniger spannend sind Geburtstage, weil man irgendwie alles hat und wenn ich etwas haben will, dann kaufe ich es mir eher als auf eine Festlichkeit zu warten. Unspektakulär also. Deshalb verbringe ich Geburtstage mittlerweile auch fast wie jeden anderen Tag.
 
Heute ziehen Teamchefin, Profiathlet und kleines Sportkind um. Sie haben sich ein Domizil gekauft und es über die letzten Wochen und Monate zu ihrem gemacht. Nun ist es heute also an der Zeit mit Sack und Pack umzuziehen und alle Habseeligkeiten in die neuen Räumlichkeiten zu stellen. Ich bepflanze derweil die anderen schleppen und räumen, mal den Balkon, weil das auch irgendwie zum wohnlich machen dazugehört. Schließlich wollen wir in Kürze keine Ausreden im Sinne von... ich konnte ja keine Salatsoße mit frischen Kräutern machen, weil keine da waren, mehr hören. Zusätzlich putze ich Fenster. Im Gegensatz zu den üblichen Fensterreinigungsaktionen, die man daheim so macht, lohnt es sich hier richtig. Denn die Fenster sind fast undurchsichtig, wegen des ganzen Baustaubs. Nach der Aktion ist es in den Räumen noch heller als vorher. Wahnsinn.
 
Damit der heutige Tag für mich aber auch noch einen richtig sportlichen Aspekt hat, gehe ich am Nachmittag jetzt doch noch eine Runde laufen. Immerhin hat der Trainer das auf den Plan geschrieben. Geburtstagslauf oder so ähnlich. Ich soll 50Minuten laufen und bin 52Minuten unterwegs. Also das paßt ja fast perfekt. Die 2 Minuten wird er mir in meinem Alter und vor allem bei der Hitze nachsehen.

 
Ich laufe an lauter grillenden Menschen vorbei und wundere mich über all die, die bei absolutem Schwimmverbot trotzdem im Wasser rumplanschen. Und während ich mich so frage, warum die Menschen sich gerade gegen die sinnvollsten Verbote stellen, kommt auch schon der Rettungswagen. Einen der Sanitäter erkenne ich, er hat mir damals bei meinem Unfall auch geholfen. Ich hoffe, dass alles auch heute gimpflich ausgeht. 

 
Den See zu umrunden ist bei der Hitze keine schlechte Idee, so kann ich nämlich meinen Schwamm immer mal wieder naß machen. Aus den Hitzetagen kann man so einige lehrreiche Erfahrungen mitnehmen. Und an meinem Geburtstag ist es immer heiß.
 
Als ich heim komme weiß ich, dass ich des Trainers Anforderungen nicht perfekt erfüllt habe. Aber bei 34°C ist das jetzt auch nicht ganz so ein großes Thema. Hoffe ich.
 

Donnerstag, 9. Juli 2015

Fußtorpedos

Heute ist es kalt. Also wirklich ausgesprochen kalt. Im Vergleich zum Sonntag sind es heute 20°C weniger! Das ist doch unfassbar. Wer da wetterfühlig ist hat echt nichts zu lachen. Ich bin jung, dynamisch und nicht wetterfühlig und der Zeugwart tut es mir gleich. Das führt dazu, dass wir heute trotz widrigster Wetterverhältnisse, bewölkt und 19°C, an den Langener Waldsee fahren um zu schwimmen. Im Gegensatz zu letzter Woche ist heute nicht so viel los. Nach dem Ironman gönnen sich die Athleten erst mal eine Verschnaufpause... verständlichweise.
 
Nur der Windschattengeber, der Zeugwart und ich wollen uns heute in die Fluten stürzen. Dieses Mal in unseren eigenen Neo's. Die sind etwas zu groß, so dass das Wasser nicht so extrem aufgeheizt wird drin, sondern einen leichten Durchfluß hat. Bei so warmem Wasser kann das ein Vorteil sein.
 
Auch heute gibt es wieder einen Landstart und als die Meute so an mir vorbeirennt nehme ich mir vor einfach mal mitten drin mitzuschwimmen. Was soll schon passieren? Die erste Boje erreiche ich im Massenschwimmen unheimlich flott. Um mich rum sind überall Leute und vor mir haben sich zwei Herren eingegroovt, die einen wunderbar blasenverusachenden Beinschlag absolvieren. Einfach prima, was die zwei an Blasen fabrizieren und zwar auch genau so perfekt vor mir, dass ich förmlich auf einer Blasenwolke dahingleite. Hätte mein Neo jetzt noch ordentlich Auftrieb und wäre nicht so kanpp gehalten, wie das eben bei diesem Modell gewünscht und der Fall ist, ich würde auf dem Wasser oben drauf schweben. Und zwar mit ordentlich Geschwindigkeit. Natürlich.
 
Ich bleibe hinter den Herren, die  mir ganz herausragenden Wasserschatten bieten, und schwimme von Boje zu Boje immer hinterher. So, dass die Herren es nicht merken, sondern ungestört ihre Fußtorpedos weiternutzen und mein Hände beim Armzug immer den perfekten Abstand zur Fußsohle halten. Jetzt auf die Füße zu fassen könnte fatale Folgen haben. Nachher geben die noch Gas und sind dann weg? Das gilt es zu vermeiden.
 
So gleiten wir also munter durch den See. Ich heute mal als D-Zug und ohne auch nur die geringste Anstrengung. Dann werden die Herren langsamer. Oder ich werde schneller, weil ich mich ja die ganze Zeit ausruhen konnte? Weiß man nicht. Ich schwimme auf jeden Fall vorbei, wohl wissend, dass mein Minibeinschlag kaum dazu ausreichen dürfte die beiden Herren in meinem Schlepptau bis ans Ufer zu bringen. Bei meiner Geschwindigkeit saufen die eh vorher ab. Und das gilt es auch unbedingt zu vermeiden.
 
Ich schwimme gegen die Strömung und gegen den Wind und die Wellen, die sich anscheinend nur mich ausgesucht haben heute, zurück zum Ufer. Das war ja wirklich eine tolle Sache. Zugfahren im See. Das sollte mir einfach  mal öfter passieren. Die hatten halt einfach die perfekte Geschwindigkeit. Was für ein Glück! Ich sollte heute noch Lotto spielen, vielleicht ist das eine Strähne?
 

Mittwoch, 8. Juli 2015

Rasend

Das ist schon lange nicht mehr passiert, ich stehe extra früher auf um heute vor der Arbeit laufen zu gehen. Ich nehme das mal nicht als normal hin und freue mich deshalb umso  mehr, dass der Schweinehund heute offenbar einen Morgenlauf gestattet. Wegen meiner Bauchwehgeschichte war ich jetzt über eine Woche nicht laufen und habe lediglich den Night Run als Wettkampf in den Beinen... die Stunde, die der Trainer mir für heute aufgeschrieben hat, halte ich aus diesem Grund für nicht realistisch.
 
Man muß da der Realität einfach ins Auge blicken und so laufe ich schon mit dem Wissen los, dass ich heute meine kleine 4km Runde laufen werde. Mal sehen, ob die in einer ordentlichen Geschwindigkeit abzuarbeiten sind und wie ich mich dabei so fühle. Zuviel Schonung kann beim Laufen auch kontraproduktiv sein.
 
Es läuft großartig. Ich bin sogar zu schnell für meine Augen und schaffe es kaum den Weg richtig scharf zu stellen. Das mag allerdings auch an der frühen Uhrzeit liegen? Egal. Das Warum ist nicht entscheidend. Es ist wichtig, dass es so ist. Ich bin zu schnell. Wahnsinn. Das ist gefühlt noch nie passiert. Und ich laufe im Wald. Kaum vorstellbar, wie flott ich unterwegs wäre, wenn ich nicht im Wald, sondern auf dem flach geteerten Weg von früher, als ich noch regelmäßig am Main gelaufen bin. Mopsgeschwindigkeit wommöglich? Ich muß das demnächst einfach mal testen und an den Main laufen.

Und dann dort meine Trainingsrunde machen. Irgendwie fand ich den Lauf am Main immer angenehm. Ewig in eine Richtung und dann umdrehen um zurückzulaufen. Oder auf dem Damm hin und unten am Wasser zurück. Jetzt - im Alter - mag ich den Wald. Ab und an kreuzt mal ein Tier meinen Weg, meistens bin ich aber alleine mit den Bäumen und meiner Laufgeschwindigkeit. Das ist auch mal ganz angenehm.

Heute sehe ich im Wald auf einer Lichtung ein Reh. Es steht da und beobachtet mich. Wahrscheinlich will es sicher gehen, dass ich ungefährlich bin. Wenn das Reh wüßte, wie wahnsinnig schnell ich so auf einen Mittwoch Morgen unterwegs bin, würde es nicht einfach so dastehen und schauen. Es verkennt die Situation also vollkommen und so steht es da und schaut, während ich in meinem rasenden Tempo vorbeijage.

Ich bin nach 4km daheim, was erfreulich ist, wo die die Strecke ja nachweislich die Länge hat. Also hier schon mal alles richtig gemacht. Der Tag kann ja locker so weitergehen... es läuft förmlich.
 

Dienstag, 7. Juli 2015

Abkühlung gefällig

Nachdem ich mich vom Ironman am Sonntag und dem ausführlichen Drumrum noch nicht wieder ganz erholt habe, finde ich aber, dass Schwimmen in dem üblicherweise recht kühlen Wasser der Halle, heute ganz nett sein könnte. Ich fühle mich immer noch ziemlich heiß, obwohl die Außentemperatur bereits gut abgekühlt hat. Muß wohl an dem Freudschen Versprecher von Bas liegen...  was anderes wüßte ich jetzt nicht. 

Ich freue mich auf jeden Fall zum ersten Mal in dieser Sommersaison auf ein gut gekühltes Becken im Hallenbad und packe, auf Geheiß des Zeugwarts, auch alle meine neuen und alten Schwimmbrillen ein um sie auf der 25m Bahn auszuprobieren. Da wäre es schließlich einfacher, als im See. Also auf so total logische, praktische Dinge komme ich ja manchmal nicht selbst. Unglaublich aber wahr... ich hätte meine Viper erst am Donnerstag im See getestet. Nun ja. 

Heute schwimme ich also mit meinen neuen Schwimmbrillen, aber natürlich nicht gleichzeitig. Jede ist mal dran und wird auf Herz und Nieren durchgeschwommen. Beide sind dicht und sitzen prima. 


Was will man mehr? Vor allem auch bei der Cressi, die ich ja nur auf der Messe mal Probe getragen haben. Ich bin mit meinen Expokäufen mehr als zufrieden. 

Sonntag, 5. Juli 2015

Unsere Fünf - Ironman Frankfurt

Da isser wieder, dieser besondere Sonntag im Juli, der, auf den ich immer gut ein Jahr hinfiebere und der dann doch immer ganz plötzlich auf einmal da ist. Eingeleutet von der verlegten Swimnight am Dienstag, dem Night Run am Donnerstag, dem Messebesuch am Freitag und der obligatorischen Hilfe beim Check in gestern, ist heute endlich IRONMAN Sonntag. Einer der tollsten Tage, die Frankfurt mir so bieten kann. Und ich war bisher noch niemals als Athlet auf der Strecke. Ironman und Frankfurt schaffen es seit Jahren mir als Zuschauer meinen längsten Tag des Jahres zu gestalten und mich genauso fertig zu machen, wie die Langdistanztriathleten auf dem Kurs. Reife Leistung. 

Dieses Jahr wird es sicherlich anstrengender als zuvor, weil aus unserem Verein fünf Starter auf der Strecke unterwegs sein werden. Fünf Freunde, die für den Zieleinlauf am Römerberg im letzten Jahr -und auch bereits davor- alles gegeben haben. Die weder frühe Uhrzeiten, noch Kälte oder Regen gescheut haben, um sich auf den heutigen Tag vorzubereiten. Der Zeugwart und ich hatten teilweise das Radvergnügen mit den Starterinnen und sind auch mal die ein oder andere Trainingsrunde mitgefahren. Ein bisschen Ironmanluft schnuppern war also auch für uns drin. Obwohl unser Training sicherlich in keinster Art und Weise mit dem der fünf Freunde zu vergleichen war.

Der Zeugwart und ich stehen heute wieder früher auf, als unter der Woche und fahren in die Stadt, als am Langener Waldsee der Startschuss fällt. Wir haben uns gegen den See entschieden, denn dort sind bereits Begleiter und ich finde es schön, wenn die Athleten so Anlaufstellen haben und nicht alle auf einem Fleck warten. Das macht es zwar für die Anfeuerer etwas anstrengender, aber das paßt schon. Wir kümmern uns also, dass wir unsere Fünf in der ersten Radrunde erwischen und platzieren uns an der Frankfurter Ignatz-Bubis-Brücke. Weil wir dieses Jahr irgendwie schon fast zum alten Anfeuere-Eisen gehören, haben wir sogar Klappstühle dabei. 

Irgendwie rede ich mir aber ein, das Mitführen selbiger ist lediglich der angekündigten Hitze geschuldet... auch wenn ich im tiefsten Innern weiß, dass das nur die halbe Wahrheit ist. 

Während ich mich mit Kreide noch dran mache für unsere Fünf möglichst sinnhafte Anfeuerung auch noch auf die Straße zu malen, kümmert sich der Zeugwart um die perfekte Kamerapespektive. Dieser Ironman ist einzigartig und die Momente gehören alle eingefangen. Ob unsere Fünf nochmal zusammen starten werden? Bei der Hitze? Unter diesen Bedingungen? Wer weiß das schon? Also finde ich es wichtig, so viele Momente festzuhalten, wie nur irgendwie möglich sind. 


Während ich noch die Kreide auf die Straße bringe und dabei auch vor der Laufstrecke nicht halt mache, kommt schon die Polizei Straßensperre. Ich bin so vertieft, dass ich das fast nicht mitbekomme. Gut, dass ich den Zeugwart habe und den Hubschrauber, denn beide kündigen die Näherung der Feldspitze verlässlich an. 





Als Sebastian Kienle an uns vorbeifährt verliert er eine gelbe Flasche, die ich von der Strasse räume, damit keiner drüberfährt. Später erfahre ich, dass es wohl sein geheimes Iso gewesen ist. Leider bin ich diesbezüglich ein Banause und trinke es vor der Möglichkeit einer chemischen Detailanalyse aus, es ist einfach blöd, wenn man durstig ist. 

Dank der wahnwitzigen Geschwindigkeit von Jan Frodeno ist die Radstrecke für uns heute wirklich äußerst kurzweilig. Zuerst die Führung, dann haken wir unsere Fünf der erwarteten Reihenfolge entsprechend nacheinander ab, dann kommen ein paar Alterklasseathleten und schwups... noch ehe der Besenwagen kommt, ist der Jan schon wieder da. Also daran können wir uns nicht erinnern, dass es sowas schon mal gegeben hat. Früher hatte man eine Verschnaufpause ehe die Spitze wieder durchgeradelt kam. Heute ist es anders... verschnaufen war gestern. 

Wir erwischen Jan Frodeno noch am Eingang zur zweiten Wechselzone, ehe wir uns dringend eine kurze Wurstpause gönnen müssen. 


Als Anfeuerer kann man zwar fast überall sein, aber es bringt auch nichts, wenn man dabei zusammenklappt. Also ist es umso wichtiger, sich auch an der Strecke, und nicht nur darauf, richtig zu versorgen. Wir haben für diesen Fall ausreichend Wasser im Auto und spazieren nun zum Auffüllen der mitgeführten Flaschen erst mal dort hin. Unsere Fünf sind alle auf der Radstrecke und während die führenden Herren auf der Laufstrecke bereits alles geben, jonglieren der Zeugwart und ich mit unserer Verpflegung. 


Unser nächster Stopp ist der Ausgang der Wechselzone, wo wir nun die waren Helden des heutigen Tages in den nächsten Stunden von der Radstrecke zurück erwarten: unsere Fünf. Wir sind uns sicher, dass sie an der Reihenfolge nichts geändert haben und so fiebern wir mit gut funktionierendem Liveticker mit, wann die letzten Meter endlich absolviert sind. 



Und während wir so abwarten, wann denn nun einer unserer Fünf kommt, steht auf einmal auf der anderen Seite des Laufkanals Lisabet. Sie ist Nummer fünf und sollte eigentlich noch auf dem Rädchen sein. Ich bin so verwirrt, dass ich zweimal hinschauen muß. Da steht sie tatsächlich... aufrecht, fit und mit ihrem rotem Beutel. Sie hat das Rennen kurz nach Beginn der zweiten Radrunde abgebrochen. Mir kommen fast die Tränen, während sie ganz zufrieden aussieht. 

Kein Zieleinlauf, kein Lohn für die viele Mühe, keine Quälerei auf dem Marathon... jetzt sind es nur noch vier. Ich schwöre mir, dass ich alles dran setzen werde, diese vier den Römerberg hinauf zu schicken. Das muß einfach was werden. 

Weil Nummer 1 total schockiert ist, dass er Lisabet bei uns am Rand stehen und anfeuern sieht, beschließen wir, dass wir den anderen Startern nicht sagen, dass sie abgebrochen hat. Vor allem Madita soll ihren Wettkampf durchziehen können ohne auf Abbruchgedanken zu kommen. So stellen wir uns das vor. 

Als alle auf der Laufstrecke sind, suchen wir einen vom Flitzer organisierten Zuschauerverpflegungspunkt auf. Hier grillt der Flitzer Würstchen und serviert Brat- oder Rindscurry Worscht mit entsprechender Soße, stilsicher von Papptellern mit Kuchengabeln. Ich frage mich, warum der Flitzer das nicht schon viel früher so durchgeführt hat, bis mir klar wird, dass er sonst immer selbst am Start steht und den Marathon selber läuft. Da kann er natürlich nicht zur Mittagszeit für uns grillen. Klar. 

Unsere Fünf bzw. die vier, die noch auf der Strecke sind haben es nicht leicht. Das ist aber keine Besonderheit, denn alle haben mit den Temperaturen zu kämpfen und einige Athleten auch mit Blessuren. Auch bei den Zuschauern merkt man die Erschöpftheit mit jeder Stunde, die sie länger an der Strecke stehen. 

Mittlerweile sind zwei unserer Fünf im Ziel und Madita hat sich, trotz all unserer Unterstützung, zur Aufgabe entschieden. Auch sie wird das Rennen heute nicht auf dem Römerberg beenden. Der Zeugwart und ich verabschieden uns für heute aus dem Frankfurter Geschehen. Wir fahren heim und verfolgen den Zieleinlauf unserer letzten Vereins-Finisherin über die HR Übertragung. Sie hat ihren ersten Ironman ins Ziel gebracht. Unfassbar, was für eine Leistung! 

Samstag, 4. Juli 2015

You are hot!

Ironman-Samstag. Das könnte eigentlich eine offizielle Kalendertagangabe sein, denn den gibt es in Frankfurt seit Jahren. Und ich persönlich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass irgendjemand nicht den Samstag vor dem Ironman als diesen benennen würde. Für den Zeugwart und mich ist es ein arbeitsreicher Samstag. Wochenendarbeit gehört für uns normalerweise nicht zum Arbeitsalltag. Wir sind eher die Montag bis Freitag Büromenschen und verbringen das Wochenende sportlich, aber in Freizeit. Heute machen wir Beides. Wir integrieren den Sport eben einfach nur in die Arbeit. Luxus wer das kann. 

In der Wechselzone am Langener Waldsee ist heute die Hölle los. Der Waldsee hat heute außer für die Triathleten, die ihr Fahrrad einchecken wollen, nämlich auch noch für die Badegäste geöffnet. Und verständlicherweise ist der Andrang bei angesagten 39°C auch entsprechend groß. Die Region ist vollkommen mit Autos zugeparkt. Ob das alles so im Sinne des Erfinders ist? Selbst die Shuttlebusse, die mit Athleten gefüllt zwischen der Stadt und dem Waldsee pendeln sind blockiert und kommen kaum durch. Dieser Blogpost könnte auch Verkehrschaos am Waldsee heißen, wenn ich darauf noch näher eingehen wollte.

Soll er aber nicht und irgendwie finde ich es auch netter, nicht auf den Verkehr sondern auf die Athleten einzugehen. Schließlich steht dieses Wochenende und damit auch der heutige Samstag ja ganz im Zeichen der Langdistanz und damit auch im Zeichen von zahllosen durchtrainierten Menschen, die alle morgen ordentlich einen Raus hauen wollen. Sie werden nicht nur ihrem Schweinehund sondern auch uns Zuschauern und Unterstützern zeigen, dass sich das lange Training und der viele Verzicht auf Couch, Parties und Zeit mit Freunden um Radausfahrten, Lauftraining und Schwimmeinheiten durchzuziehen, für diesen einen Moment auf dem Römerberg, wenn sie durch das Meer an Zuschauern dem Zielbogen entgegenlaufen, gelohnt hat.

Heute habe ich die Gelegenheit auch ein paar Bilder mit Profis zu machen. Allen voran Bas, der ab sofort eh der tollste von allen ist. Zwangsläufig, denn als wir dieses Bild machen... 


... sagt der Bas doch glatt im Anschluß zu mir: Wow, you are hot! Was natürlich in keinster Weise auf die Temperatur meines T-Shirts zurückzuführen ist. Klar oder? Die Doppeldeutigkeit wird ihm gleich darauf klar und wir können beide prima lachen. Irgendwie bleibt You are hot trotzdem das Zitat des Tages.



Nachdem ich mich auch noch passend mit der RedBull Cola Dose zu Sebastian aufs Bild gepackt habe, kann für heute nichts mehr schief gehen. Habe ich vielleicht ein Bild mit dem Europameister 2015 im Kasten? Das wird sich morgen entscheiden. In der Hitze von Frankfurt.

Unsere Vereinsstarter, in diesem Jahr ganze fünf an der Zahl, haben ihre Räder ordentlich abgestellt und auch ihre Beutel entsprechend aufgehängt. Für die fünf Freunde kann morgen eigentlich nichts mehr schief gehen. Alle haben gut trainiert und hoffentlich den Biß, sich von den äußeren Bedingungen ihren Tag nicht verderben zu lassen.

Fast schon traditionsgemäß fahren der Zeugwart und ich im Anschluß an den Bike-Check-In heute zum Pastaessen in die Pizzeria. Ich merke mir sowas ja nicht, aber der Zeugwart sagt wissend, dass wir hier auch bereits im letzten Jahr nach dem Check in verschwitzt gegessen haben.

Freitag, 3. Juli 2015

Vielseitige Expo

Im Sommer macht man die besten Schnäppchen auf der Ironman Messe in Frankfurt. Im Winter geht's dann zur Marathon Mall. So hat jedes Event auch sein Gutes für Menschen, wie den Zeugwart, der dringend immer das Neuste Zeug braucht, oder generell gerne Zeug hat. Ich werde nicht müde ihm immer wieder mitzuteilen, dass wir das ganze Zeug nicht brauchen, weil wir mit dem Zeug was daheim vorrätig ist, sicherlich eine ganze Weile auskommen werden. Aber egal. Einen Zeugwart kann man nicht einfach so umerziehen und ich muß ja auch zugeben, dass er mit dem ganzen Zeug was er immer so anbringt meistens Schnäppchen macht und in 8 von 10 Fällen auch Dinge anschleppt, die wir tatsächlich gut gebrauchen können.

Wir verbringen unseren Freitaglichen Feierabend also auf der Ironman Expo, die sich in diesem, wie auch bereits im letzten Jahr, auf dem Frankfurter Mainkai eingerichtet hat. Direkt am Eisernen Steg treffen sich dieses Jahr die Athleten nicht nur um ihre Registrierungsunterlagen abzuholen, sondern auch um sich was die Ironman Fanklamotten angeht auszustatten. Geht man dann nach dem Einkauf der Ironman Artikel weiter, so betritt man eine ordentlich große Expo, mit vielen Zelten.

Hier kann man gar nicht anders, als von Stand zu Stand zu schlendern und sich in das Angebot reinzuwühlen. Ganz nebenbei gibt's natürlich auch noch Fachgespräche, allerdings nur, wenn man fachgesprächstauglich aussieht.

Ich bin heute auf der Suche nach einer Schwimmbrille. Meine ist ja kaputt gegangen und nun habe ich mir gedacht, dass das neuste Modell von Zoggs genau in mein Beuteschema passen würde. Die Brille ist zwar grün/weiß, aber sie kann von klaren Scheiben auf dunkle Scheiben wechseln und macht das selbstständig, je nach Lichteinfall. Das ganze lässt sich Zoggs natürlich ordentlich bezahlen, aber ich habe bald Geburtstag und finde, das ist eine tolle Geschenkidee. Auf der Suche nach der Schwimmbrille der Wahl pflastern meinen Weg -natürlich- unheimlich viele weitere Schwimmbrillen. Die Auswahl hier ist unerschöpflich und so komme ich irgendwie auf den Trichter, dass diese teure, unglaublich vielseitige Brille vielleicht doch nicht die Brille der Wahl ist.

Wenn ich mir zwei Schwimmbrillen kaufe, eine klare für die Halle und eine getönte für den See, dann vergesse ich sie nicht in der jeweiligen Tasche und ich könnte mich von der, die super gepaßt hat, an eine andere, zweite, vortasten. Zu guter letzt ist es auch tatsächlich so, dass die zwei Schwimmbrillen, die ich mir kaufe, wesentlich weniger kosten, als die eine, die es hätte werden sollen. Aber das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Meine Wahl fällt auf eine Cressi Schwimmbrille für die Halle. Klarglas und angenehmer Sitz. Cressi kenne ich als Marke bereits vom tauchen, und war da auch immer zufrieden. Beim Ersatz für meine Schwimmbrille für Draußeneinsätze greife ich auf Altbewährtes zurück und kaufe das Arena Modell, was mir jetzt kaputt gegangen ist. Immerhin hat es zwei Jahre Einsatz im zeugwartschen Haushalt verschwommen und setzt sich nun, repariert, als Ersatzbrille zur Ruhe. Die Viper paßt einfach super auf meine Augen- und Kopfform...

Mit Schwimmbrillen bin ich nun ausgesprochen gut ausgestattet. Nächste Woche probiere ich Beide gleich mal aus! Weil ich fleißig schwimmen werde.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Prominenter Nightrun

Jedes Jahr im Juli kündigt sich nicht nur mein Geburtstag, sondern auch der Ironman Frankfurt an. Und ich muß zugeben, seit dem es den Ironman gibt, freue ich mich auf die Ironman Woche fast noch mehr als auf meinen Geburtstag. Weil es einfach nicht mehr so spannend ist, als Erwachsener Geburtstag zu haben... man bekommt sowieso noch viel mehr immer das geschenkt, was man sich wünscht oder vorher selbst gekauft hat. Oder Geschenke fallen total flach. Ich bin nicht so der große Kuchenesser, also ist ein großer oder toller Geburtstagskuchen für mich auch nicht sonderlich verlockend. Beim Ironman dagegen gibt es das volle Programm. Zumindest für mich... Spannung, Spiel und "Schokolade"... wer wird gewinnen? Wie schlagen sich unsere Vereinskollegen? Klappt alles? Ironkids und Nightrun lassen, zusätzlich zu den Ironmännern, auch die Angehörigen spielen und die Schokolade gibt es für mich in Form der Messe. 

Also irgendwie habe ich mit meinem Geburtsmonat hier mal eben den richtig großen Wurf gemacht. Wunderbar. 

Diese Woche ist es also wieder soweit und heute, wie jedes Jahr vor dem Ironman am Donnerstag, ist Nightrun Zeit. Für meine Firma ist das eine Art Teamevent. Zumindest starten so viele Teams, dass es  so rüberkommt. Toll! 

In Frankfurt haben wir heute den ganzen Tag weit über 30°C und auch als ich mein Auto in die Parkgarage unter dem Frankfurter Römerberg zeigt die Temperaturanzeige in der Innenstadt sogar 38°C an. Respekt. Für den Nightrun eine ordentliche Temperatur. Da wird bei mir sicherlich keine Zeit unter 30Minuten rauskommen. Wir werden sehen. 

Ich laufe heute als Erste von meinem Staffelteam. So können die anderen Beiden, bestehend aus meinen Arbeitskollegen Paula und Shane, später aufholen. Unser Team möchte unter 1:30h für die 15km bleiben... 


Ich komme ganz gut durch, habe aber nach wie vor Bauchschmerzattacken, wie letzte Woche im Wald, und muß deshalb drei bis vier Gehpausen machen und den Bauchschmerz weggehen. Richtig weg geht er nicht. Aber ich kann jetzt mein Team auch nicht hängen lassen und deshalb nehme ich doch noch mal die Beine in die Hand und krame meinen Kampfgeist hervor. Mit seiner Hilfe sammle ich auch noch ein paar Läufer ein. 

Paula läuft als nächstes und ist ratz-fatz wieder da. Sie schafft die Strecke über 10Minuten schneller als ich. Jahrelanges Training scheint sich also auszuzahlen? Als sie an Shane übergibt und sich kurz erholt hat, gehen wir ihm auf der Strecke etwas entgegen um einen gemeinsamen Zieleinlauf zu machen. Shane kommt nach 23 Minuten um die Ecke und wir rennen mit ihm gemeinsam ins Ziel. Seine Geschwindigkeit (er läuft insgesamt 25Minuten auf die 5k) kann ich prima halten und ganz locker mitlaufen. Hier im Schatten. Das Hitzebrett ist auch auf der anderen Mainseite gewesen. 

Mein Team ist dank der hervorragenden Leistung meiner beiden Teammitglieder tatsächlich unter 1:30h geblieben! Super toll! Wir haben unser Ziel erreicht, auch wenn ich nicht gerade viel dazu beigetragen habe. Ich war nach 33 Minuten bei der Übergabe. Beim letzten Nightrun den ich hier bei so einer Temperatur mitgemacht habe, habe ich noch fast 10Minuten länger gebraucht. Für mich individuell betrachtet also ein voller Erfolg! 

Der Zeugwart ist mit einem eigenen Team gestartet und auch das hat natürlich die 1:30h weit unterboten. Der Flitzer und der Motivator haben, genau wie der Zeugwart, eine unfassbar tiefe 20 auf die Strecke gebrannt. 

Dienstag, 30. Juni 2015

Deckenbilder am Waldsee

Die Bauchschmerzen vom Samstag haben mich ein paar Tage nicht losgelassen und so ist der Sport weitgehend flach gefallen. Zumindest der, den ich selbst hätte machen können oder sollen. Ich habe also mehrere Krankmeldungen in meinen Trainingsplan eingetragen. Nicht dass der Trainer noch denkt, ich sei faul und lustlos. Das würde er zwar verkraften, aber es wäre nicht die Wahrheit. 

Ich hätte nämlich große Lust zu sporteln. Am Sonntag fährt der Zeugwart alleine mit unserem Verein Fahrrad und sie fahren in Vorbereitung auf den Ironman eine lockere Runde, um die Spannung zu halten, sich aber gleichzeitig nicht kaputt zu machen. Aus unserem Verein starten in diesem Jahr ganze fünf Athleten beim Ironman, die ihr Training größtenteils auch gemeinschaftlich absolviert haben. Gerade beim Rad fahren bietet sich das schließlich an. 

Am Dienstag ist Swimnight. So ist das immer in der Ironmanwoche. Denn am Donnerstag muß am See schon aufgebaut werden, also findet die Swimnight am Dienstag statt. Heute steht lediglich schon eine Zuschauerbrücke. 

Ich gehe am Dienstag nicht mit ins Wasser, sondern sitze am Rand. Wenn es einem nicht gut geht, dann muß man nicht noch unbedingt im See schwimmen. Das Risiko brauche ich nicht. Und die Vereinskollegen samt Zeugwart ebenfalls nicht. Ich sitze also in der Abendsonne, die den Strand immer noch mit fast 30°C aufheizen kann, und mache ein paar Bilder. 






Als alle nach dem Landstart, den es am Sonntag beim Ironman ebenfalls geben wird, im Wasser sind, widme ich mich ein paar anderen Motiven, die sich in so einem Strandbad auch finden. Denn nicht jeder schafft es, seinen Liegeplatz auch so zu verlassen, wie er ihn vorgefunden hat. 


Unsere neue Kamera hat jede Menge Funktionen, die es auszuprobieren gilt.


Nach guten 10-15 Minuten kommen die ersten Schwimmer zurück an den Strand. Die sind die kleine Runde geschwommen und nun stehen sie in warmen Wasser um sich zu entscheiden, ob sie noch mal losschwimmen, oder sich aus der Gummipelle rausschälen. 




Wir warten heute bis auch unsere Ironman Anwärter aus dem Wasser sind. einige schwimmen heute nämlich ohne Neoprenanzug. Wenn es so weiter geht mit der Hitze, sprechen die Kampfrichter wohl am Sonntag zum Wettkampf ein Neoprenverbot aus, da ist es ganz gut, vorher mal zu testen, wie es sich so anfühlt. 

Samstag, 27. Juni 2015

Kurzzustand

Gut fühle ich mich heute nicht. Irgendwie ist nicht so mein Tag. Da in der kommenden Woche der Ironman Night-Run ansteht, will ich aber noch mal laufen. Ob das heute so eine gute Idee ist? Aber morgen will ich mit dem Team zur letzten Vor-Ironman-Radtour aufbrechen... also ist laufen da nicht möglich. Zumindest nicht bei meinem derzeitigen Trainingszustand. 

Ein paar, allerdings durchaus überschaubare, Kilometer lang, läuft es auch richtig gut. 



Dann beginnen Bauchkrämpfe und ich kann wirklich kaum mehr laufen. Also aus dem heutigen Training wird so nichts... ich kann mich vor Schmerzen kaum auf den Beinen halten. Gut, dass ich das Bild noch gemacht habe, als es mir super ging. 

Für den Weg nach Hause brauche ich viermal so lang wie für die drei Kilometer, die ich bis hier her gelaufen bin. So mitten im Wald kann man sich auch irgendwie schlecht einsammeln lassen. Außerdem habe ich ja die Hoffnung, dass es nur ein Kurzzustand ist und ich gleich weiter laufen kann. 

Kann ich aber nicht. 

Donnerstag, 25. Juni 2015

Nix paßt.

Heute sind der Zeugwart und ich wirklich früh am See. Wir möchten nämlich das Ausleihexperiment wagen, weil unsere beiden Neoprenanzüge etwas viel Wasserdurchfluss haben. Und ab 18h kann man sich bei Sailfish hier am See jeden Donnerstag einen Anzug ausleihen. Der Zeugwart geht auf das Spitzenmodell und bekommt auch gleich den passenden gereicht. Bei mir ist das ganze Prozedere etwas schwieriger und ich bekomme erst einen Anzug der mit Attacke wirbt und mir in Größe M viel zu groß ist. Weil der eine Größe kleiner nicht mehr da ist, als ich ihn umtauschen will, wechseln ich auf das Vibrant Modell, dass mir wegen der Farbe auch etwas besser gefällt. Der ist auch nicht so flexibel, sagt der Sailfisher und paßt deshalb bestimmt besser. 

Dem kann ich jetzt nicht so wirklich zustimmen. Der Anzug ist mir immer noch zu groß und ich ahne, dass das heute eine frische Angelegenheit im See wird. Zusätzlich habe ich wegen meiner kaputten Schwimmbrille von gestern bedenken und nutze deshalb eine vom Zeugwart. Das ist leider im Nachhinein keine ganz so gute Idee, weil die nämlich undicht ist bzw. mir nicht richtig paßt. 

Aber so fügt sie sich eben nahtlos in mein Schwimmerlebnis heute ein. Der Anzug paßt nicht, die Schwimmbrille paßt nicht und beides läßt stetig Wasser durch bzw. rein. Also das wird ja ein Spaß heute. 



Da ich mal wieder mit Lisabet zusammen schwimme, ist wenigstens die Begleitung ein Spaß und gesichert. Der Rest wird eben einfach ertragen... ein Triathlet macht ja Triathlon und keinen Kindergeburtstag. Also ab ins Wasser und los geht's. Nach der ersten Boje ist es dann auch alle paar Meter soweit, dass meine Brille vollläuft. Das ist nicht ganz so super, wegen der Kontaktlinsen. Also schwimme ich besser mit Kopf überlassen. Die Wahl fällt zwischen Brust und Wasserballkraul. Und zwar abwechselnd. 

Die Sicherheitsleute auf dem See müssen auch denken, dass ich so richtig ordentlich einen an der Waffel haben muß. Aber jetzt jedem zu erklären, dass die Brille blöd und der Anzug zu groß ist, wäre auch zuviel Aktion jetzt. 

Als wir zurück am Ufer sind, schwimmt Lisabet noch eine weitere Runde und ich bin froh, dass ich das ganze Wasser aus meinem Anzug raus bekomme. Wenn ich nicht so viel Wasser drin hätte, dann hätte ich wahrscheinlich noch mehr Auftrieb gehabt... das ist ja schon fast unvorstellbar! Nächstes Mal probiere ich dann mal einen Anzug in der richtigen Größe. Da bin ich ja mal gespannt. 

Nachdem alle wieder wohlbehalten zurück am Land sind, geben wir die Anzüge ab und holen unsere Autoschlüssel. Und dann folgen wir der langen Tradition, bestellen Pizza und fahren in Richtung Offenbach. Und weil ihn seine Schwimmrunde auch ordentlich hungrig gemacht hat, ist der Windschattengeber auch heute wieder beim Essen dabei. So haben wir noch etwas Zeit zum quatschen, das finde ich prima. 

Montag, 22. Juni 2015

Schwimmbrillenglück

Damit mein Knie nach der Fahrradattacke heute mal wieder ganz besonders viel Aufmerksamkeit bekommt, beginnt der Tag heute im Fitnessstudio. Und das sogar relativ erfolgreich. Ich kann die Rehaübung sehr flüssig durchführen und bin ziemlich zufrieden. Und das Knie fühlt sich im Anschluß prima an. Kein Wunder, dass ich regelmäßiger Beinpressengast bin, danach ist das Gefühl immer besser als vorher. 


Auf der Arbeit bin ich heute ziemlich am rotieren und bin froh, dass ich deshalb pünktlich raus komme um zum Schwimmtraining zu gehen. Heute habe ich einen Schwimmplan von Ute Mückel ausgedruckt, an dem ich mich so ein bisschen entlanghangeln möchte. Ob das klappt, werden wir dann ja sehen. Wahrscheinlich mache ich schon nach kurzer Zeit schlapp, weil ich ja sowieso im Augenblick kaum voran komme und meine Überwasserphase alles andere als gut läuft bzw. schwimmt.

Ich brauche eine neue Schwimmbrille und will mir die unbedingt auf der IM Expo in der kommenden Woche kaufen, also heißt es heute für die Schwimmbrille und mich noch durchhalten. Der Plan von Ute Mückel ist auch tatsächlich durchschwimmbar, und die Technikübungen helfen mir bei der Überwasserphase. Die Schwimmbrille hält tatsächlich diese Schwimmstunde noch durch. Man muß auch mal Glück haben. 



Sonntag, 21. Juni 2015

Bremsmädchen beim Giro Hattersheim

Netterweise hat der Motivator den Zeugwart und mich beim Giro Hattersheim mit angemeldet... und weil das schon gefühlte Monate her ist, kann ich jetzt auch nicht einfach einen Rückzieher machen, obwohl es draußen regnet und wir um 6h beim Frühstück sitzen, was sogar etwas früher ist, als unter der Woche. 

Ausreden würde ich spontan jede Menge finden, aber weil der Zeugwart und der Schwimmer, der ebenfalls mit angemeldet ist, total motiviert sind heute über 100km mit dem Rad zu fahren, will ich jetzt auch kein Bremsmädchen sein, und daheim bleiben. Dass ich trotzdem als perfektes Bremsmädchen fungieren kann, zeigt sich dann im Laufe des Vormittags, da bin ich sicher.

Wir treffen uns um 7:30h an der Anmeldung und montieren die Startnummern an den mitgeführten Startnummernbändern. Wahnsinn, dass wir daran gedacht haben heute früh. Ein erster Erfolg! Wir wollen heute als Fünfergruppe unterwegs sein, wobei ich mir nicht sicher bin, wie lange wir an den zwei Kollegen, die sich heute eingeklinkt haben, dranbleiben werden können. Die fahren zwar Mountainbike und sind ziemlich überzeugt davon nicht besonders flott unterwegs zu sein... aber in Wahrheit durchschaue ich die Tiefstaplerei schnell und weiß, dass ihnen mein Schnitt viel zu langsam sein dürfte.

Immerhin fahren wir fast 15km als Fünfergruppe und es ist ziemlich trocken.
 



Die Strecke hier ist wahnsinnig gut ausgeschildert. Es gibt Vorwegweiser, Gefahrenstellen sind super gekennzeichnet und auch die späteren Kontrollpunkte sind gut markiert. Als uns eine Gruppe bzw. eher ein D-Zug überholt, versuchen wir uns reinzuhängen und dran zu bleiben, aber der Schwimmer, der Zeugwart und ich geben auf und lassen die Kollegen fahren. Die können sich ruhig abschießen, wir dagegen sind vorausschauend und stellen mit einem kurzen Blick auf den Tacho fest, dass wir ja jetzt noch 100km vor uns haben und deshalb ruhig langsamer machen können.  
 
Das Profil der Strecke ist bergig. Ich habe selbstverstänldich keine Vorstellung wie doll bergig, denn der Zeugwart hat mich zwar entsprechend seines Amtes umfassend informiert, aber was sagen mir schon 1500 Höhenmeter? Gar nichts. Ich weiß weder, wieviele es auf Mallorca waren, noch wieviele eine Ironmanrunde hat, also habe ich keinen Vergleich und kann mir einfach nur Mühe geben. Vielleicht ist die Angabe des Veranstalters ja auch nicht 100% präzise?
 
Wir klettern heute wirklich ausgiebig. Ich rolle das Feld von hinten auf und es passiert mir praktisch an jedem Berg, dass ich von vollkommen fremden Radlern angefeuert werde. Nur noch mal zum Hintergrund, das hier ist kein Rennen. Wir fahren eine normal RTF die zwar im Rahmen des Giro Hattersheim statt findet, aber es erfolgt weder eine Zeitnahme noch ein gemeinsamer Start. Wir fahren einfach zum Spaß. Und alle feuern mich an. Da auf meiner Startnummer auch noch mein Name steht, gibt es sogar personalisierte Claudia Anfeuerung. Und manchmal habe ich sogar noch die Puste um mich zu bedanken. Allerdings selten. Es geht hier wirklich ständig nur hoch.
 
Manchmal muß ich anhalten, um kurz durchzuschnaufen und übe so mein längst einstudiertes Anfahren am Berg bis zur Perfektion. Das klappt wirklich hervorragend. Und während ich so hinter den Herren, stetig im Fettverbrennungspuls, herfahre, überholt mich einer, der sofort in Rage gerät. Wo denn die Kontrollstelle gewesen wäre und wie die denn bitte ausgeschildert war, will er wissen. Da keiner sonst so hier ist, offensichtlich von mir. Er motzt mich also ordenlich an, weil er keinerlei Hinweise auf den Kontrollpunkt gesehen hätte und dass das ja wohl total ätzend sei. Außerdem wäre das Wetter schrott. Dann zieht er von dannen. Und ich fahre einfach weiter Berg auf. Er hat recht, dass Wetter könnte besser sein, denn seit km 20 regnet es wie aus Eimern. Aber ich kann da ja nichts dafür. Und dass er zu schnell für die Schilder ist, ist auch nicht meine Schuld.
 
 
Die Herren warten an jedem Berg oben auf mich und ich bekomme auch immer etwas Zeit kurz auszuruhen und nachzufüllen, wenn ich die brauche. Meine Mitfahrer wirken mal so überhaupt nicht gestresst und manchmal habe ich das Gefühl, dass sie die Kurzpausen auch gut gebrauchen können. Der Regen und die Kälte verlangen uns heute viel ab, aber wie sagt der Schwimmer so schön, als wir mal einträchtig nebeneinander herrollen? Gar nicht so schlecht für einen 3. November, das Wetter. Den Humor haben wir also alle drei nicht verloren. Das ist die Hauptsache.

Ich freue mich riesig, als wir die letzte Kurve nehmen und auf einmal dann doch recht flott wieder zurück am Start sind. Da es die letzte Stunde auch nicht mehr geregnet hat, sind wir mittlerweile auch fast wieder getrocknet. Und den Kuchen können wir dann sogar in zaghaftem Sonnenschein genießen. Luxus pur.
 

Samstag, 20. Juni 2015

Falsche Reihenfolge

Mein Trainingsplan sieht heute 45Minuten laufen vor und irgendwie bin ich mir nicht sicher, wie ich die in den Tagesplan reinpacken kann. Heute ist es irgendwie straff getacktet bei mir. Deshalb klingelt der Wecker also extra früh und ich laufe nach dem Frühstück und einer kurzen Verdauungspause los. Der Trainer will 45Minuten und ich versuche es einfach mal... sicherlich wird er nichts dagegen haben, wenn ich die Zeit nicht zu 100% treffe. 

Die Strecke um den See ist mir mittlerweile so geläufig, dass ich sie ohne Orientierungsschwierigkeiten begehe und wieder finden kann. Und heute treffe ich sogar ein paar ebenfalls sportliche Zeitgenossen, die den See ebenfalls umrunden. Ich bin eine Stunde später als letzte Woche... so viel Menschen macht also eine Stunde aus. Interessant.


Irgendwie klappt das heute mit der Frühstücksverdauung nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Während sich Brötchen und Nutella in regelmäßigen Abständen melden, habe ich das Gefühl, als würde zwischendurch auch mal die Milch ein fröhliches Hallo nach oben schicken. Und dass, obwohl ich dachte, dass wir schon eine Etage weiter unten tätig sind. Schnell macht mich das heute nicht. Ich laufe zwar im herrlichen Pulsbereich, so dass der Trainer außer sich sein dürfte, vor Treffgenauigkeit, aber ich bin so richtig viel langsamer als sonst.


Ich bin deshalb auch nicht nach 45Minuten, sondern nach 54Minuten wieder daheim. Wenigstens bin ich die ganze Zeit komplett durchgelaufen, habe keine Schweinehundpause gemacht und bin einen tollen und sehr regelmäßigen Puls gelaufen. Und ich habe die beiden Ziffern getroffen... nicht in der richtigen Reihenfolge... aber immerhin! 


Donnerstag, 18. Juni 2015

Reinrenner im Wind

Der Sommer scheint ja mittlerweile wieder rum zu sein und das an einem Donnerstag. Unglaublich, wie schnell so ein Sommer tatsächlich vorbei zieht... ich hab ihn gar nicht richtig mitbekommen. Aber bei dem Wind heute und knappen 16°C kann man schon fast von herbstlich sprechen. Im Juni. Oh je. 

Trotzdem fahren wir heute zum See. Geschwommen wird bis Ende August, dem Wetter zeigen wir einen klaren Vogel. Wenigstens ist kein Gewitter, sagt der Zeugwart, weil er recht hat und wir dann gar nicht erst ins Wasser springen könnten. Heute können wir aber. Es ist halt windig und kalt, aber wir können ins Wasser. 

Heute ist der Windschattengeber wieder mit am See und weil Wasserstarts laut Jan Sibbersen bereits in ausreichender Menge geübt wurden, ist heute ein Landstart dran. Nachdem ich mich also erst mühevoll an den Wasserstand im Neo gewöhnt habe, gehe ich jetzt wieder raus und stelle mich an den Rand. Auf Kommando soll ich gleich reinrennen. Ein kurzer Blick um mich rum und ich erkenne die Begeisterung in ausnahmslos allen Gesichtern. Jeder ist begeistert, dass gleich reingerannt wird. 

Als das Startkommando gegeben wird, gibt es vereinzelte Reinrenner und alle anderen tippeln so ähnlich wie ich über die spitzen Steine und den unebenen Boden. In den Langener Waldsee reinzurennen ist wirklich alles andere als verlockend. Finde ich. Aber fleißige Über gibt es immer. Würde ich am 5.7. hier reinrennen müssen, weil es mein Wettkampf wäre, würde ich ebenfalls jede Möglichkeit nutzen. Irgendwie kribbelt es ja doch immer mal wieder. 

Gott lob nur genau so lange, bis ich mich tippelnd vorgearbeitet habe und den Kopf ins kalte Wasser tauche. Dann ist die Verlockung doch wieder ganz weit weg und unerreichbar. Ich bin froh, dass ich die erste Boje erreiche und abbiegen kann. Heute achte ich vermehrt auf meinen hohen Ellbogen und frage mich bei jedem sechsten Zug, warum ich das Schwimmen nicht einfach aufgebe, weil das mit dem hohen Ellbogen ja anscheinend schwerer ist, als ursprünglich angenommen. Ich komme verhältnismäßig gut voran, oder bin in einer Gruppe losgeschwommen, die alle noch schlechter schwimmen können, als ich. Gibt's das? Gefühlt ja eher nicht. 

Während ich also hochkonzentriert versuche mit einem hohen Ellbogen zu glänzen, überhole ich viele Schwimmer und schaffe es zurück zum Strand. Hier ist es noch immer windig und ungemütlich. Meine Schultern tun mir weh und mein Arm samt Ellbogen ist deprimiert. Meine Hände freuen sich, dass sie weiterhin die Oberhand haben und den Ton angeben. Und während meine Extremitäten sich also gegenseitig versuchen fertig zu machen, beschließe ich eine Strandpause zu machen. Sollen die das doch hier im Wind klären. 

Die Uhr pausiere ich erst mal, irgendwie könnte es ja schließlich sein, dass ich doch noch mal losschwimme. Als der Windschattengeber nach seiner Runde an den Strand kommt und der Zeugwart nach zwei Runden ebenfalls eintrifft, ist meine Entscheidung gegen eine weitere Runde und für ausziehen, anziehen und heim fahren gefallen. Heute lief es irgendwie nicht gut. Meine Arme sind ziemlich müde und ich habe einfach die Schnauze voll, dass die Hand immer den Ton angeben möchte. 

Mittwoch, 17. Juni 2015

Wenn Laufen zum Training wird.

Nachdem ich ja nun wieder voll auf Trainingsplan bin und der Trainer weder Zeit noch Tintenverbrauch scheut, um meine Tage mit Trainingsleben zu füllen, wird der heutige Lauftreff mit meiner Kollegin außer Laufen zum Spaß auch noch zum Training. Das ist ja praktisch... zwei Fliegen mit einer Klappe.
 
Wir wollen heute mal versuchen auf der anderen Seite der Straße und des Baches zu laufen. Wir laufen nämlich immer auf unserer Straßenseite und dachten heute, dass Abwechslung irgendwie auch mal ganz nett wäre. Da hat die Abwechslung aber irgendwie ganz andere Pläne mit uns...

Bevor wir loslaufen schaue ich mal bei Jogmap. Aus meinen Laufanfängen weiß ich nämlich, dass dort fleißige Läufer ihre Strecke abspeichern und man die dann quasi inklusive Kilometerangabe über Eingabe des Ortes finden kann. Das ist keine schlechte Technik, obwohl ich es immer etwas komisch finde, wenn man auf diese Weise ja ganz easy weiß, wer so wo wohnt. Denn die meisten Laufstrecken gehen ja von daheim aus los. Nun ja. Egal. Ich schaue also nach Strecken und finde auch einige, die hinter dem Bach entlang gehen und dann weiter hinaus in für uns bisher unbekanntes Terrain.

Nachdem wir also heute später als bisher loslaufen, schlagen wir gleich mal die neue Richtung ein um die neuen Strecken in Augenschein zu nehmen. So ganz toll läuft es aber nicht. Wir machen hier auf dieser neuen Strecke eher so was wie Trailrunning, also normales laufen. Ist jetzt prinzipiell auch nicht verkehrt, aber eben auch nicht das, was wir wirklich wollen. Ständig treten wir auf diesem unebenen Weg in irgendein Loch oder müssen die Schräge des Weges ausbalancieren. Das habe ich mir anders vorgestellt. Obwohl ich natürlich zugeben muß, dass bei den Jogmappern keine Wegbeschaffenheit mit angegeben wird. Das heißt also, es kann gut sein, dass wir hier in die Fußstapfen eines Trailrunners hinein laufen. Das weiß man nicht.

Wir laufen eine kleine Schleife, müssen einmal sogar umdrehen, weil wir erneut vor einem Bach stehen, der da eigentlich gar nicht langlaufen soll, und laufen dann doch zurück auf den uns bekannten Weg.
 
 
 
Der Schlenker war ziemlich mückenreich und so sind wir froh, dass wenigstens keine stechenden dabei waren. Ich habe auf dem Einbahnrückweg, den wir als Spitze ganz nach Norden gelaufen sind auch ordentlich Gas gegeben und freue mich deshalb umso mehr, dass wir schnell wieder zurück in den üblichen Lauf-Plauder-Rhythmus finden. Obwohl ja unsere Strecke eine kleine, langezogene, auf der Karte nicht merkbare und doch unheimlich fiese Steigung hat, bleiben wir konsequent im Rhythmus und werden heute nicht langsamer. Wahnsinn! Trotzdem kürzen wir etwas von der bisherhigen Strecke ab, weil wir ja den Schlenker gemacht haben und deshalb jetzt nicht noch unbedingt Kilometer knacken müssen.
 
Mein Lieblingstrainer hat mir außerdem als Training heute 45Minuten aufgeschrieben, und wenn wir noch die längere Runde weiterlaufen, dann werden es definitiv mehr als das. Und das muß ja nicht sein. Also rechtzeitig abbiegen und ab zurück zum Büro.
 
Am Kontrollschild wird sogar noch mal zum Schlußsprint aufgerufen und so erwachen die letzten Reserven für einen kurzen Moment und treiben mich zu einem wahnsinnig flotten 5min/km Schnitt an. Also, was da so alles geht, ist ja wirklich beeindruckend. Ich komme fix und fertig am Büro an und freue mich mal wieder, dass das so gut geklappt hat heute.
 
Ganz mustergültig dehnen wir uns noch ausgiebig, weil wir einfach noch nicht alles besprochen haben und so noch Zeit für die Abschlußsätze unserer Themen finden können. Und dehnen ist ja per se mal ziemlich gut.
 
Heute fahre ich schneller als sonst heim... weil ich einen Bärenhunger habe. Wahnsinn diese Lauferei wenn sie zum Training wird.


Zukünftiges Fernsehsporttraining macht...

6x10Minuten DVD Workout kann in Zukunft Lauf Markus machen. Er hat bei meinem letzten Gewinnspiel mitgemacht, und die DVD gewonnen.
 


Bitte schreib mir an die Emailadresse ganz unten auf dem Blog Deine Postanschrift und dann sende ich die DVD schnellstmöglich los. Ich hoffe, Dir gefällt sie so gut, wie mir. Viel Spaß beim durchturnen!
 

Dienstag, 16. Juni 2015

Fehler - glasklar

Beim Schwimmen komme ich zwar seit Jahren voran, allerdings gehöre ich für die Erfahrung die ich im Wasser habe, zu den langsamen Schwimmern, die kaum der Rede Wert sind. Ich komme nicht schnell voran und muß mich wirklich anstrengen um flott zu sein. Das kann es ja nicht sein. Bei jahrelangem Training.
 
Da die Vereinsmädels heute 4km im Becken geschwommen sind und deshalb nur noch zur Gesellschaft mit uns ins Training gehen, habe ich heute nicht nur den Zeugwart als Trainer, sondern auch noch Madita als Filmemacherin dabei. Theoretisch müsste ich profimäßig fit sein und sauschnell... bei den Trainingsvoraussetzungen! Es steckt halt doch nicht in jedem. Wie man an Madita's Filmkunst sehen kann... in mir definitiv nicht. Wenigstens habe ich meinen Humor hier trotzdem nicht verloren. 


Auch wenn man unheimlich deutlich sieht, wo mein Thema ist... die Überwasserphase ist Schrott. Ich habe kaum einen richtig hohen Ellbogen und klatsche mit meinen Armen und Händen auch mehr auf das Wasser, als dass ich eintauche. Obwohl ich durchaus weiß, wie es richtig aussehen muß, kriege ich es auch in dieser Stunde nicht wirklich hin, mal 50m am Stück mit meinen Ellbogen als höchste Stelle aus dem Wasser zu schwimmen. Entweder ich saufe halb ab, ich mache die Bewegung zu flott, ich klatsche auf oder ich mache alles zusammen. 

Und dabei sind die beiden Profibetreuer wirklich mehr als bemüht. Also ich bin natürlich auch bemüht... aber im Gegensatz zu den Beiden eben ohne Erfolg. So glasklare Fehler und so wenig Fähigkeiten sie auszubügeln. Verrückte Welt. 

Dienstag mache ich also weiter Techniktraining, weil es bitter notwendig ist. 

Montag, 15. Juni 2015

Rollei Compact Traveler No.1 Stativ im Tauglichkeitstest

Endlich gibt es ein schickes und wahrlich sporttaugliches Stativ auf dem Markt, die Firma Rollei hat sich unserer Not angenommen und weil ich mit beim fotoMAGAZIN als Tester beworben habe, dürfen der Zeugwart und ich selbiges auf Herz und Nieren prüfen. Das Rollei Compact Traveler No.1 ist wirklich außerordentlich leicht und bietet trotzdem alle Möglichkeiten, die wir uns von einem Stativ erhofft haben.


Auch das Packmaß ist wirklich überschaubar. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass es nicht erst sehr mühsam hin und her geklappt und geschraubt werden muß, sondern dass es mit wenigen, wirklich einfachen und vor allem schnellen Handgriffen aufgebaut ist. Nach den paar Mal benutzten habe ich sogar schon eine Routine um es zügig so aufgebaut zu haben, wie ich es brauche.

Wir hatten das Stativ jetzt, zusammen mit unserer Kamera (Canon Power Shot Pro 1), ein paar Mal auf Radausfahrten dabei und zuletzt hat es der Zeugwart beim Women's Run in Frankfurt genutzt um ein paar schöne Aufnahmen der dort startenden Laufperlen zu machen. Im Rucksack fällt es durch das geringe Gewicht von nur 1,2kg kaum auf.

Und wenn man dann eben am Straßenrand eine schöne Stelle findet, kann man es flott aufbauen und, wie bei mir geschehen, den Zeugwart in der Zeit zurück schicken um ihn dann beim Vorbeifahren  aufzunehmen. Geht natürlich auch ohne Stativ, keine Frage. Aber mit Stativ hatten wir die Möglichkeit komplett verwackelfrei zu arbeiten.


Bei den obigen Fotos wehte ein ordentliches Lüftchen. Für uns Radler, glücklicherweise von hinten, aber für die Kamera bzw. das Stativ doch eine Aufgabe. Nicht, dass es ein Winddesaster war, aber ich war doch froh, dass das Compact Traveler No.1 für solche Fälle, wo es mit der Stabilität vielleicht etwas überfordert wird, mit einem Haken um ein Gegengewicht zu befestigen, ausgestattet ist. Also haben wir einfach den Rucksack unten dran gehängt und schon war alles ausreichend stabil.

Auch beim Women's Run am vergangenen Sonntag haben wir ein paar Aufnahmen mit dem Stativ gemacht. Gerade wenn die Kamera etwas größer ist, finde ich das wirklich angenehm.


Und weil es so schön leicht ist, kann man es auch komplett aufgestellt inkl. Kamera prima von A nach B bewegen. Denn während ich gelaufen bin, hat der Zeugwart so allerlei Aufnahmen von der Strecke machen können, ohne sich beim Jonglieren einen Bruch zu heben.



Alle technischen Details zum Rollei Compact Traveler No. 1 finden sich sehr übersichtlich bei Rollei auf der Artikelseite aufgelistet, so dass ich es mir spare, hier auch noch eine Liste anzufertigen. Wir können das Stativ für unsere Belange, d.h. Radausfahrten, Trailrunning, Urlaub, Trainingslager und Veranstaltungsbesuche vollumfänglich empfehlen. Es ist dank seines geringen Packmaßes und seiner Leichtigkeit des Seins wirklich gut mitzuführen und findet auch in meinem kleinen Damenradrucksack gut Platz.

Mit knappen 130EUR empfohlener Verkaufspreis und im Augenblick 93EUR über Amazon ist man Geldtechnisch dabei. Für den kleinen Alleskönner und Allesmitmacher ein guter Preis und in unseren Augen nicht überteuert. Die Verarbeitung und die Handhabung sprechen einfach für sich.