I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

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Freitag, 23. Dezember 2011

Das letzte Türchen

Der Tag vor Weihnachten hat bei uns Tradition... keine sportliche, sondern eher eine Kulturelle.

Wir gehen nämlich jedes Jahr abends in Kino. Die ersten Jahre in denen der Zeugwart und ich zusammen waren,  waren wir meist alleine im Kino. Das lag nicht am Film oder uns, sondern irgendwie am Tag.
Heute waren wir im Kino und bis auf die ersten 4 Reihen war der Film ausverkauft. Unfassbar. Die Leute übernehmen unsere Tradition. Wir scheinen Trendsetter... cool.

Heute früh war ich übrigens rudern. Ich brauche mal neue Musik... denn zu der alten bin ich mittlerweile schon viele Kilometer gelaufen und gerudert... es wird wirklich Zeit. Auf dem Rudergerät kann man nämlich im Gegensatz zum Laufband kein Fernsehen schauen. Und früh morgens passieren in Frankfurts Innenstadt nun doch nicht so interessante Sachen wie ursprünglich erwartet.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Thanks for sharing.

Dear Chris, 

you are here to win... that's true. I love your book. 

When checking you into T1 at the Ironman Frankfurt two years ago I just thought that it's pretty cool to check one of the winning candidates into T1. There were many other volunteers who wanted to get autographs from you and were looking jealous at me. Because they really wanted to take over my job. Cheering at you during the race was fun. 

I did not know you personally before. I didn't know anything about your history or your thoughts. What drives you towards this sport... all of that was not important to me. 
I was new into Triathlon and you were one of the best athletes. So we cheered. We found you being a nice guy, so we became fans eventually. Not that kind of rockstar fans. Although we love to cheer for you in races like the Ironman and the Hamburg Triathlon and are very impressed by your efficency. 

I can truely say, that I would not have turned into Triathlon without people like you. Athletes that carry emotions. 

Because my husband the Zeugwart (our "equipment manager") knows about my passion for the sport he thought your book might be a nice pre-christmas present for me. As we are not getting christmas presents for each other, this was a smart way of buying me something for christmas without really making a typicall christmas gift. Since he always provides us with all the stuff needed... there it is.

I got your book three days ago. I loved Sebastian Kienles preamble and was impressed by yours. Now I am only on page 76 and had to cry several times already. Chris... you bring so much feeling into the words, I am almost loosing mine over it.
Learning why you are where you are know is wonderful. It is very kind from you to make the insight into your soul possible for me. 
I could easily feel your sadness when your friend and your mum died. I sympathized with you 100% and still do. Your words just carried me away, I can not help it at all. 

Usually I read books in a couple of hours or take one day at the longest. It is not possible to rush through your book. Through your thoughts and feelings. I need to take my time. This never happend before. 

Thank you so much for sharing. I am very grateful for knowing you story. And I am shocked reading a bestselling author's book wondering why you did not start to write books earlier?!

I hope you and your family have a merry christmas and a very happy, healthy and prosperous new year! 

Best, 
Claudia

Dienstag, 20. Dezember 2011

Die Ergebnistür

Ob wir jemals Freunde werden? Ich weiß es nicht. Ich kann auch gar nicht sagen ob es überhaupt Interesse daran hat. Es zeigt es nicht, zeigt weder Zu- noch Abneigung sondern ist einfach da.
Es reagiert auf mich, allerdings interessieren es nur meine Befehle per Knopfdruck. Es reagiert sonst nicht auf mich.

Stumpfsinnig irgendwie. Kalt und leblos.

Ich glaube, dass ich an einer Freundschaft auch kein wirkliches Interesse habe. So ist meine Einstellung derzeit auf jeden Fall. Bekannte, ok. Oder wie man heutzutage sagt "kennen heißt nicht mögen". Das kann ich mir vorstellen und so ist es ja derzeit schon.

Aber Freunde?

Freunde hat man irgendwie für's Leben. Nicht immer für das ganze Leben, aber doch für nennenswerte Lebensabschnitte. Und selbst, wenn eine Freundschaft irgendwann zwischendurch endet, so hat man doch immer viele gute Moment im Hinterkopf und nicht nur das -oftmals jähe- Ende.

Na ja. Ich hab's heute wieder versucht und war drauf.

Auf dem Laufband.
Es reagiert nicht auf mich. Ich wünsche mir einfach mehr Dynamik.
Das ist vielleicht auch etwas viel verlangt... ich weiß es nicht. Ich scheine zu anspruchsvoll. Das Laufband kann meine Wünsche gar nicht erfüllen. Auch fies von mir, dass ich dann so einen Affentanz darum mache. Aber gut.
Manchmal ist es schwierig einzusehen dass jemand nicht kann anstannt nicht möchte. Ist ja schon ein gravierender Unterschied... aber der Effekt ist oft gleich. Worauf kommt es jetzt an? Eigentlich ist das Ergebnis entscheidend... eigentlich.

Ich springe 30Minuten auf dem Laufband rum und habe eine Steigung von 3 und eine Geschwindigkeit von 7,5-8 eingestellt. Der Herr neben mir rennt übrigens mit einem Wert von 15. Ich gehe im Kopf daher schon mal die Rettungskette durch.
Da ich bisher noch nicht mit verlassbarer Sicherheit herausgefunden habe, was genau das bedeutet steige ich nach 30Minuten ab und merke mir einfach die Zahlen. Um 8km/h kann es sich auf gar keinen Fall handeln... so flott würde mich total wundern. Warum würde ich dann sonst so rumschleichen, wenn ich draußen bin?

Die Kontinuität des Laufbands gefällt mir nicht. Immer dieses gleichmäßige. Ich komme mir irgendwie vor wie ein Hamster im Rad.
Ich muß über eine Lösung nachdenken.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Das endliche Türchen

Soziale Netzwerke, wie Facebook, Wer-kennt-wen, Stayfriends, Google+ oder Xing sind hilfreich. Man wird mit lang Vermissten und längst aus den Augen verlorenen Bekanntschaften wieder zusammengeführt, man hat die Möglichkeit "mögen" und "nicht mögen" oder "kennen wollen" vollkommen ohne Feedback zu richten. Man muss sich mit denen, die man nicht in das Netzwerk aufnimmt gar nicht auseinandersetzen. Man kann auf ignorieren oder blockieren gehen und es gibt keinerlei Begegnungen mehr. Das ist unfassbar unmenschlich. Es ist hart für die blockierten. Es ist leicht für die, die blockiert haben.

Soziale Netzwerke sind immer da, sie sind nicht endlich.

Menschen schon.
Menschen sterben. Manchmal plötzlich und vollkommen unerwartet so dass es einen aus den Schuhen haut. Man gar nicht mehr weiß wo vorne und hinten ist und das Begreifen einfach furchtbar schwer fällt. Menschen nehmen beim sterben viel mit. Die Gefühle der anderen sind ein wesentlicher Punkt. Sie werden einfach mitgenommen und schweben über der Situation.

Heute ist Dein Geburtstag und die sozialen Netzwerke haben mich erinnert.

Sie sind unbarmherzig.

Sie tun so als wärst Du noch am Leben... als könnte ich Dir ins Gästebuch schreiben, anrufen oder eine Kurznachricht senden und es wäre alles wieder gut und Du wärst da.  Als würdest Du mir antworten können, "hey Claudia, schön, dass Du an mich gedacht hast! Wie verbringst Du die Adventszeit? Wir müssen uns mal wieder treffen!". Kannst Du aber nicht. Du bist dieses Jahr gestorben.

Du antwortest vielleicht in meinem Kopf. In meinen Gedanken. Aber nicht mehr real. Deine Stimme verblasst langsam in meinem Kopf, ich kann Dein Lachen kaum mehr hören, mein Gedächtnis hat noch ein paar dieser Fetzen parat.
Die Leute um mich rum sagen, das mich das so beschäftigt hat damit zu tun, dass Du in meinem Alter warst. Heute wären wir gleich alt. Die paar Monate tun nichts zur Sache. Wir sind fast gleich groß geworden und haben das gleiche Weltgeschehen erlebt. Ich nehme meinen Geburtstag nie besonders wichtig. Ich glaube im nächsten Jahr tue ich das...

Obwohl mein Leben mittlerweile eine Wendung genommen hat und ich -im Gegensatz zu vielen anderen- keine täglichen Erinnerungspunkte mehr an Dich habe, muss ich zugeben, dass mich die Unbarmherzigkeit der sozialen Netzwerke heute und in den letzten Tagen getroffen hat.
Umgeschubst.
Du lachst auf dem Bild so, wie ich Dich in Erinnerung habe... und ich soll Deinen heutigen Geburtstag nicht vergessen.

Wenn es mir heute so geht, wie geht es erst denen, die Dir nahe standen? Also richtig nahe? Unfassbar.

Ich war laufen. Weil es immer hilft. Und es tat gut.

Samstag, 17. Dezember 2011

Die Tür zur Feier

Wir gehören zum Team... mittlerweile haben wir ja bereits einen Wettkampf im Teamoutfit bestritten und natürlich gehen wir zu den Teamevents, wenn welche angesagt sind.

Heute ist die Weihnachtsfeier unseres Triathlonteams und sogar der Weihnachtsmann hatte sich angekündigt.

Wir fahren also mit etwas -familiärbedingter- Verspätung nach Fechenheim und schleppen unsere Wichtelgeschenke in die Halle. Richtig... unser Triathlonteam füllt bei der Weihnachtsfeier eine Halle!
Vorher wurde ausgemacht, dass wir Schrottwichteln machen und so prüften der Zeugwart und ich unseren Keller. Endlich fündig wurden wir allerdings im Chaoszimmer der Teamchefin. Sie hat unser netterweise zwei wunderbare Wichtelpräsente überlassen und so bringen wir diese hübsch verpackt mit.

Als wir ankommen ist das Team praktisch vollständig, ein paar Köpfe fehlen noch, aber die finden sich auch schnell ein. Die Weihnachtsfeier läßt sich keiner entgehen! So muß das in einem Team sein. Perfekt.

Es gibt selbst gebackene Plätzchen, die einfach wahnsinnig gut schmecken und gerade die Vanillekipferl lassen große Rückschlüsse auf die Küche dieser Bäcker zu. Die Beiden haben sich richtig ins Zeug gelegt und sogar mehrere Sorten für uns gebacken. Einfach super!

Gleichzeitig laufen alle Bilder, die in diesem Jahr von unserem Team bei Wettkämpfen und Feiern so gemacht wurden, auf einer Leinwand.
Wir haben fleißige Sportler im Team die bei Wind und Wetter in diesem Jahr bei Wettkämpfen mitgemacht haben. Teilweise war es im Wasser wärmer als außerhalb, und das im Sommer. Die Sportler in unserem Team sind nicht nur fleißig, sondern offenbar auch hart im Nehmen.
Es sind herrliche Bilder dabei, Bilder voller Emotionen, voller Enthusiasmus und voller Schmerz. Man kann die Kälte sehen und das Glück ins Ziel gelaufen zu sein. Nicht nur die Sportler, auch die Fotografen beweisen ihr Können.
Ich bin froh dazuzugehören.

Nachdem wir gemeinsam zu Abend gegessen haben und der Tisch wieder abgeräumt ist, geht auf einmal das Licht aus. Irgendetwas passiert da doch.... ist er etwa wirklich gekommen?
Der Weihnachtsmann?
Ich dachte eigentlich, dass es den nicht gibt. Aber ich werde eines Besseren belehrt.
Der Weihnachtsmann hat nicht nur für die Kinder etwas dabei sondern für jeden von uns. Der Zeugwart und ich bekommen einen Kalender für das Jahr 2012 und finden darin nicht nur Teamfotos sondern auch ein paar weitere Sportbilder von uns. Der Weihnachtsmann hat also auf dem Blog nach Fotos recherchiert... herrlich.
Sogar die ganz großen Sportler dürfen sich auf den Schoss vom Weihnachtsmann setzen und sich ihre Geschenke abholen. Großartig. Kein ausgeteiltes Geschenk ist identisch mit einem weiteren und so ist schnell klar, dass der Weihnachtsmann sicherlich fleißige Helfer gehabt haben muss. Ich bin begeistert!

Nach einer ausgiebigen Schwätzpause wird eine Bühne aufgebaut und ein Star angekündigt.
Was kann jetzt noch kommen, nachdem der Weihnachtsmann ja bereits aufgetaucht ist?
Unglaublich was diese Feier für Überraschungen bereit hält.
... die Musik beginnt zu spielen und ich erkenne sofort DJ Bobo. Wahnsinn... genau meine Zeit. *grins* Der Starauftritt mit Pyrotechnik ist genial. Manchmal schlummern versteckte Talente in den Menschen, die man nicht nur nicht für möglich gehalten hätte, sondern die einem auch einfach niemals eingefallen wären. Dass eines unserer Teammitglieder Spagat aus dem Sprung und sich wie eine Brezeln verbiegen kann hätte ich nicht gedacht. Ein Tänzer vor dem Herren mit soviel Mühe und dem Blick für's Detail. Wunderbar.
Wie man überhaupt soviel Geschick haben kann, dass man sich bei diesen Bewegung nichts zerrt, bricht oder reißt ist für mich sowieso völlig unklar... aber im Endeffekt auch total unwichtig. Entscheidend ist der stürmische Applaus, die Bravorufe und die Standing Ovations für den Künstler. Er hat das einfach prima gemacht. Danke dafür.

Beim Schrottwichteln ergattere ich eine Glaskugel die mir sicherlich im Büro viel Freude bereiten wird. Sie nutzt dafür Dokumente festzuhalten, wenn mal Durchzug ist. Wunderhübsch ist sie nicht, aber durchaus zweckmäßig... Laufschuhe sind ja auch nicht immer hübsch, aber eben zweckmäßig. Ich habe einen guten Wichteltausch gemacht.
Der Wichtelweihnachtsmann trägt übrigens eine wunderbare Weihnachtsmütze die ihm hervorragend steht. ;-)

Der Abend bringt noch viele nette Gespräche und irgendwann brechen der Zeugwart und ich die Veranstaltung ab, weil wir einfach so müde sind. Es war sehr schön und wir freuen uns auf ein spannendes 2012 in diesem Team!

Montag, 12. Dezember 2011

Das Hundetürchen

Erst erzähle ich lang und breit von meiner neuen tollen Yogamatte und dann zeige ich sie noch nicht mal. Unfassbar, so geht das natürlich nicht. 

Und weil sie sich einfach prima turnt, genug Platz für meinen Hintern bietet und wunderhübsch aussieht, habe ich heute nach dem faulen Hund gleich ein Bild gemacht. Und der faule Hund scheint sich da doch auch gleich noch mit auf's Bild geschlichen zu haben...
Ich turnte heute nicht am See, bei 3°C Außentemperatur fand ich das doch etwas zu gewagt, sondern in diesem hübschen Dachstudio. Das ist mir lieber, Wärme steigt schließlich nach oben und ich habe keine Lust barfuß zu turnen um mir dann den Tod zu holen. 
Ein kranker im Team reicht vollkommen aus... und immerhin hat es den Profiathleten so richtig dahin gerafft. Der Arzt hat ihn heute in seine Schranken verwiesen und ich bin wirklich froh, dass die Teamchefin immer ein Auge auf ihre Athleten hat. Sie ist da wirklich menschlich, es zählt nämlich nicht nur die Leistung im Team sondern auch die Gesundheit ihrer Athleten. Also schickte sie den Athleten zum Arzt. Das findet man im Profisport ja nicht so häufig, von daher sind  wir da alle richtig glücklich drüber. Auch wenn der Profiathlet, wie es ein Profi nun mal so tun möchte, natürlich viel lieber trainieren würde. Selbst mir geht das ja schon so... auch wenn ich vom Profidasein weit entfernt bin. Aber wenn man krank ist fällt einem halt leicht die Decke auf den Kopf. Gute Besserung an dieser Stelle! 

Also, ich kümmere mich heute -wie bereits erwähnt- um den faulen Hund. Ich habe nämlich Muskelkater an den Oberschenkelinnenseiten und möchte es von daher nicht übertreiben. Der faule Hund geht mir leicht von der Hand oder von den Beinen, wie man es eben sieht. Ich komme mit dem Programm super mit und finde es -obwohl teilweise schweißtreibend- richtig entspannend. Herrlich. 
So muß Yoga meiner Meinung nach sein. Ich freu mich. Und mit der schicken Matte macht es mir gleich noch mal so viel Spaß. Was so ein bischen Matte meinen Tag erhellen kann... toll. Offensichtlich kann ich mich auch noch an solchen Kleinigkeiten erfreuen. Das ist ja auch eine nette Erkenntnis. Vor allem so kurz vor Weihnachten, wo es überall nur um Geschenke geht. 
Woher mein Muskelkater kommt habe ich noch nicht herausgefunden... vielleicht überlege ich hierzu nochmals. Oder ich nehme es einfach als Gegeben hin. 

Sonntag, 11. Dezember 2011

Das Türchen zum 3. Advent

Endlich mal wieder laufen bei Helligkeit. Und draußen. Zwei Dinge, die gar zu selten passieren, seit dem ich den neuen Job habe. 
Der Zeugwart ist im Weihnachtsgeschenke Besprühwahn und wir nutzen eine Zwischentrocknungsphase um uns bei 3°C durch den strahlenden Sonnenschein nach draußen locken zu lassen. 
Ich muß mich warm anziehen. Das ist ganz ungewohnt, denn im Fitnesstudio -wo ich mittlerweile die meiste Sportzeit außerhalb der Schwimmhalle verbringe- gilt es möglichst wenig anzuziehen. Dort ist es immer warm und weil die Luft praktisch steht schwitze ich dort trotz wenig anzuziehen trotzdem ordentlich. 

Also schmeisse ich mich heute mal in die warmen Sportklamotten. Unterhemd, langes Oberteil, lange Laufhose und eine Jacke. Dazu greife ich noch zu Mütze und Handschuhen und schon sind wir aus der Tür. 
Die Luft ist eisig. Die Sonne scheint aber wunderbar. 

Auf der Strecke treffen wir ziemlich viele Schweinehunde die mit unseren Anbandeln möchten. Wir hören sie rufen, dass wir umdrehen sollen, es gäbe Adventstee und Plätzchen in der Nähe und andernorts sogar eine warme Couch und einen Platz zum Füße hochlegen. Wir treffen eine Schweinehundrotte die Wegbreit auftritt und sich so langsam nach dem Adventskaffee bewegt, dass wir glauben sie kippen einfach gleich um. Wir kommen uns wahnsinnig schnell und super sportlich vor. Herrlich. 

Ich finde den Lauf ziemlich anstrengend, obwohl wir nur knapp ne halbe Stunde unterwegs sind. Irgendwie ist heute kein guter Lauftag für mich. Vielleicht bin ich doch eher ein Schwimmer? *grins* Man kann halt auch mal einen nicht so guten Tag haben. 
Ich bin trotzdem froh, dass wir gelaufen sind. 

Mein Schweinehund wimmert etwas ihm wäre immer noch kalt und er wäre enttäuscht von mir, dass ich so gar keine Rücksicht mehr auf ihn nehmen würde. Der Arme. 

Samstag, 10. Dezember 2011

Das Angreifertürchen

Der Winter ist da. Nicht weiß und von oben, aber zumindest auf den Straßen. 
Die Teamchefin fährt uns heute. Der Profiathlet ist erkrankt und kann von daher heute nicht dabei sein. Er hustet aber so stark, dass ich seine Lunge ja schon gestern in ernster Gefahr wähnte... von daher ist es gut, dass er sich heute gegen das Schwimmtraining entschieden hat. Außerdem ist er eh schnell genug, er heißt ja nicht umsonst Profiathlet. 

Nachdem die Teamchefin also -trotz winterlichen Straßenverhältnissen- wohlbehalten bei uns angekommen ist und noch einen Blick auf unseren Weihnachtsbaum geworfen hat, fahren wir los. Es geht mal wieder ins Nordbad und begeben uns in die Hände von Svenja. Und da ist sie auch schon. Wir treffen sie gleich im Eingangsbereich. 

Also flott umziehen und ab an den Beckenrand. Dort angekommen bekommen wir ein paar Übungen gezeigt die sicherlich was Kraft und Schwimmen angeht helfen könnten... Kniebeugen, Seitstütz und ein paar Yoga Übungen sind darunter. Wir haben schon jetzt viel Spaß. Ich bin fast sicher, dass wir die wenigsten Übungen machen werden, aber es ist trotzdem gut zu wissen. Vielleicht kommt der Tag, dass ich sie in mein Fitnessstudioprogramm einbaue. 

Dann geht's unter die Dusche und ab ins Becken. Die Dusche ist eiskalt, denn die Teamchefin und ich sind hart im Nehmen und wählen extra die Kaltdusche. Wir sind irre. 
Die Teamchefin ist noch eine Idee verrückter als ich, denn sie stellt sich in einem sofort drunter. Unfassbar. Ich bin das Pienschen und mach mich nur Partieweise naß. Brr. 
Jetzt ist das Wasser im Becken aber gar nicht mehr so kalt. 

Wir schwimmen uns ein und dann machen wir erst mal ein paar Videoaufnahmen. Svenja erkennt sofort wo denn unsere Themen so liegen und dass die Teamchefin und ich im Bereich Sammler unterwegs sind. Wir sammeln. Aber was ist uns nicht ganz klar... wir wissen auf jeden Fall dass wir dem Wasser auf keinen Fall weh tun wollen und von daher sehr zart eintauchen. Die Teamchefin ist ja eh eine Wasserstreichlerin und ich wurde ja kürzlich auf einem Video auch schon als Zeitlupenschwimmerin betitelt. Mmppfff. 
Wir sind also was das Thema "giving names" angeht ganz weit vorne dabei und Kummer diesbezüglich sowieso gewöhnt. 

Die Videos helfen Svenja genau zu sehen wo mein Problem liegt. Wie erwartet und von mir schon öfter beobachtet, ist es der rechte Arm. Eigentlich dachte ich ja immer links atmen und rechts Druck geben sind meine zwei Schokoladenseiten... aber diese Gedanken sind schon länger her. Mittlerweile klappt das rechts atmen schon länger immer besser und ich habe fast das Gefühl, dass ich mittlerweile links schlechter atme als rechts. 
Um uns bei unseren Schwachstellen zu helfen wird nun jeder individuellen Quäleinheiten ausgesetzt. Ich schwimme Scheibenwischer. Ich komme mir vor wie ein kleines Auto ohne Benzin im Regen. Und dann soll ich auch noch weniger Beine machen. Na ja. So ist es dann halt. 
Aus dem Scheibenwischer wird ein Faustdrehen und ich komme gar nicht mehr voran. Toll. :-( 

Wir machen mehr Technikübungen und dann bekommen die Teamchefin und ich die Anweisung vom Sammler zum Angreifer zu werden. Unfassbar was die Mitteilung "Schwimmt einfach mal Zack, Zack, Zack" so alles bewirken kann. 
Ich erhöhe die Taktung, mache kräftigere Züge und 
komme vorwärts. Kraß. 

Es funktioniert wirklich. Zack, zack und zack und schon bin ich ja an der Wende. Der Ellbogen ist noch nicht so schön hoch wie er sein soll... also üben wir noch ein bischen Spinnenlaufen über das Wasser... und das kann ich ganz toll in mein Zackschwimmen einarbeiten. Geht wie von selbst. 
Ist aber anstrengend. 
Richtig anstrengend. 

Wir drehen noch mal ein Video und können alle gelernten Technikfeinheiten einbauen. Mein rechter Arm ist noch nicht super toll, aber ich bin ja beim Schwimmen und nicht beim Zauberer. 
Wenigstens hält dieses Video angeblich keiner mehr für ein Zeitlupenvideo. Sagt man. 

Wir bekommen die Bilder in der nächsten Woche geschickt... nach Vorsichtung werde ich sie vielleicht online stellen... mal sehen. Sie werden vorher mit Weichzeichner und dem 90-60-90-Modus bearbeitet werden müssen, aber vielleicht finde ich ja die Zeit dafür. 

Der Zeugwart hat übrigens das Urteil ausgezeichnet von der Trainerin erhalten. Beim nächsten Mal wird an seiner Sprintstärke gearbeitet werden können. Wahnsinn. Er ist richtig gut geworden. Glückwunsch! 

Den Nachmittag schließen wir -nach einer warmen Dusche- im Vapiano ab. Selten schmecken Nudeln, Salat und Erdnußkuchentraum so lecker. Wir sind alle vollkommen fertig.
Der Profiathlet behauptet, dass er jetzt schon mal die rote Laterne anknipsen würde. Das ist natürlich total unwahr. Aber wenn er ein bischen eingeschüchtert ist, ist das erstmal nicht verkehrt. ;-) Hoffentlich ist er bald wieder gesund!

Freitag, 9. Dezember 2011

Das Opfertürchen

Feierabend. Was eine aufregende Woche... ich hatte viel zu tun und habe wirklich das Gefühl gebraucht zu werden. Die neue Arbeit macht mir viel Freude, es ist toll, wenn man sich immer mehr einarbeitet und immer mehr Fuß fasst.

Die Woche ist also rum und wie jeden Freitag ist auch heute das Vereinsschwimmtraining angesagt. Ich freu mich.
Als erstes macht mir eine mir unbekannte Frau in der Umkleide ein riesen Kompliment. Ich glaube sie hat ihre gute Tat für heute noch nicht vollbracht und daher bin ich ihr Opfer. Toll!
Sie sagt dass mein Badeanzug mir ja richtig viel Platz läßt und wohl zu einer anderen Kg-Zeit gekauft wurde. Er wäre mir gut zu groß. Ach was ist die Frau nett.

Nachdem ich mich wieder beruhigt habe geht's los ins Becken. Das Trainergespann ist heute wieder vollständig und wir sind auch so einige Schwimmer auf der Bahn. Das Wasser ist nicht so kalt wie beim letzten mal oder ist mir etwa noch warm ums Herz wegen des "gute Tat Kompliments"? Egal. Einschwimmen und dann ein paar Technikübungen. Alles geht immer nach Ansage. Ich schwimm hinten, komm aber gut mit.
Dann schwimmen wir Badewanne und ich überhole einen Mitschwimmer. Cool. Passiert mir sonst nie, daher ist das immer was ganz besonderes.
Wir legen unsere Flossen an und schwimmen was ganz verrücktes damit. Und weil wir ja sonst Pausen am Beckenrand machen könnten ziehen wir auch gleich noch Paddles an. Is klar.
Also Paddles und Flossen und dann los 8x100m mit jeweils 25m volle Kraft voraus immer durchreichend geschwommen. Wahnsinn was bin ich schnell, wenn ich meine Flossen voll einsetze. Toll. Dann klappt das leichte Kopfdrehen zum atmen auch wahnsinnig gut. Ich hab ne richtige Bugwelle die ich vor mir hertreibe. Hi hi.

Nach der Übung ziehe ich die Flossen aus.

Sie drücken mir auf die Achillessehne und die schmerzt mich links etwas. Und weil morgen ja wieder Schwimmtraining angesagt ist gehe ich kein Risiko ein. Ich bereue diese Entscheidung aber sofort, als der Cheftrainer mitteilt, dass wir 6x50m  nur Beine mit Brett machen sollen. Na super. Ich ko..e. Ich schiebe also das Brett vor mir her durchs Wasser und quäle mich ohne Flossen mit 5x50m nur Beine ab. Gott lob erwische ich bei der 5. Bahn den Zeugwart und flehe ihn an mir das Brett abzunehmen. Er übernimmt und ich schwimme locker zurück. Meine Beine sind fix und fertig.
Dann schwimme ich mich aus und dehne noch ein bischen am Beckenrand.

Die Dusche ist wunderbar und das Abendessen schmeckt nach so einem anstrengenden Training gleich doppelt so gut. Als wir heimkommen bin ich total alle und schaffe es gerade noch so meinen Kram aufzuhängen und auf die Couch. Irgendwann wandere ich dann rüber ins Bett... aber ich kriege es kaum mehr mit. Die haben mich total fertig gemacht heute.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Das grüne Türchen

Der Nikolaus hat mir doch etwas gebracht. Er hat sich allerdings Hilfe beim Zeugwart geholt, denn der kennt sich mit dem Zeug ja schließlich am Besten aus! Da würde ich mir auch Hilfe holen. Warum denn sich in jedes Thema einarbeiten? Daher war er etwas verspätet mit der Auslieferung. Aber das ist kein Thema... Geschenke sind an jedem Tag super! 

Heute komme ich also heim von der Arbeit und da steht sie. 

Eine Yogamatte. 

Sie sieht toll aus. In grün. Grün ist die Hoffnung... und meine Yogamatte eben. Die Grüne sieht schön breit aus, angenehmer als die Isomatte bei der ich die Hände ins Kalte legen muß wenn sie neben meinem Hintern sein sollen. 
Natürlich probiere ich die Matte später noch aus. Das ist ja wohl Ehrensache! 

Lieber Nikolaus, Du bist wirklich ein sehr schlauer Fuchs, dass Du Dich so beraten läßt. 

Dienstag, 6. Dezember 2011

Das Paddeltürchen

Ein bischen Sportlichkeit vor der Arbeit kann nicht verkehrt sein. Heute ist Nikolaustag und ich habe meine Stiefel gesucht und gefunden, konnte aber auf das Leeren verzichten. 

Ich bin ganz vertieft in das Rudergerät. Wir verstehen uns mittlerweile wirklich ganz gut und alles klappt wie am Schnürchen. 
Bis ich fast aus dem Ruderboot falle. 
So kann es gehen.

Da rudere ich ganz locker vor mich hin beobachte die Welt draußen, die Sonne geht langsam auf und die Straße füllt sich. Es ist interessant anzusehen. 
Und dann passiert es... 

weil ich Musik über mein Telefon  höre sitze ich mit ihm zusammen im Boot. Und es klingelt. 

Morgens. Fast zu nachtschlafender Zeit. Um 8h. Wer ruft denn bitte da an? Bei mir! 
Unfassbar. 

Es ist die Teamchefin die eiskalt kontrollieren möchte, ob ich auch fleißig trainiere. Das ist mal eine Teamchefin die ihre Aufgabe ernst nimmt. Wahnsinn. Da hat der Schweinehund keine Chance. Sie ist selbst allerdings ganz überrascht, dass ich rudere und hofft ich bin nicht wirklich aus dem Boot gekippt. ;-) Ich kann sie aber beruhigen und nutze die Gelegenheit nach 30Minuten die Ruderübung zu beenden. Paßt schon. 
Allerdings habe ich mich ordentlich erschreckt. 

Ich nehme sie noch mit zum Dehnen und tue das ausgiebig damit wir ein bischen schwätzen können. Und dann gehe ich ohne sie unter die Dusche. Wie immer ist es einfach herrlich nach dem Sport zu duschen. Der Arbeitstag kann los gehen. 

Und weil er heute mit einer Vorstellung im Tigerpalast endet ist der Tag praktisch durch nichts zu toppen! 

Liebe Teamchefin, ich bin meistens Dienstags beim rudern und Donnerstags hälftig rudern und auf dem Laufband und ich freue mich jederzeit über weitere "Kontrollanrufe" von Dir! 

Samstag, 3. Dezember 2011

Das Regentürchen

Es ist Samstag und ich bin gesund, das bedeutet, dass ich einen Lauf draußen machen kann. Herrlich. Ich freue mich sehr. 
Draußen stürmt es regelrecht und ich ziehe mir daher meine Windstopperhose und meine Jacke mit gleicher Eigenschaft an. Wo man das Zeug schon hat, kann es auch benutzt werden. 
Nachdem meine Schultern und Oberarme etwas mitgenommen sind vom gestrigen Schwimmen bin ich ganz froh, dass es heute ums Laufen geht.
Ich trete vor die Tür und laufe los. Wind finde ich blöd... aber ok. ich bin ja ein Draußenläufer und mag das Laufband nicht... also ist Wind das kleinere Übel. 

Das Laufen macht Spaß, ich komm auch ganz gut voran und der Wind kommt von der Seite. Ich betrachte mir die Welt und lasse meine Gedanken schweifen. 
Als ich auf der Hälfte der Strecke bin beginnt es zu regnen. Wie so oft, wenn ich unterwegs bin öffnet der Himmel sein Regentürchen und es beginnt von oben naß zu werden. Diesmal schüttet es gleich richtig heftig. Innerhalb von kürzester Zeit sind meine Haare komplett durchnäßt, meine Jacke läßt das Wasser durch und ich kann durch meine Brille außer Regen nichts mehr sehen. Na bravo. 
Wenn ich nun abkürze und mich vom Regen klein kriegen lasse ärgere ich mich später. Das weiß ich genau. 
Also weiterlaufen und dem Schweinehund zeigen dass es manchmal auch ein bischen naß sein darf. Er findet das Sicherlich nicht gut, aber ich kann keine Rücksicht nehmen. Möchte ich auch gar nicht. 

Ich laufe meine Runde fertig, überhole noch einen Radfahrer der Mühe hat sich in den Wind zu stemmen und freue mich daheim auf des Zeugwarts Heißgetränkgemisch.  

Freitag, 2. Dezember 2011

Das Schwimmbadtürchen

Jeden Tag eine neue Tür. Heute die zum Schwimmbad. Schön.

Und was sehe ich als erstes? Ein Plakat, was mich zum Talentschwimmen einlädt. Hammer. Talentschwimmen. Ich bin baff. Nicht dass es Freitags statt finden würde... da muß ich mir mal keine Sorgen machen...mit Talent hat mein Schwimmen wohl eher wenig zu tun. Aber egal. Alleine den Begriff finde ich schon witzig.

Ich ziehe mich um, werfe mich in den hübschen Lilanen und betrete die Halle. Da ist noch die Hölle los auf der Bahn. Also ein bischen was abschauen und dann pünktlich wässern.

Heute ist das Trainergespann nur zur Hälfte anwesend. Eigentlich dachte ich es wäre die sanftere Hälfte, aber mittlerweile möchte ich das nicht mehr in Stein meißeln. Frauen können einen wirklich auch ordentlich scheuchen.

Wir schwimmen uns 300m ein. Der Lilane macht gut mit.
Eigentlich hatte ich vor abzukürzen, aber es geht ja um nix, also schwimme ich das volle Programm. Dann schwimmen wir Technikübungen und ich kann tatsächlich mithalten. Ich setze die Tips vom Trainergespann ganz gut um und greife die Tonne unter Wasser. Links klappt das ziemlich gut. Mein rechter Arm sackt allerdings ab, wenn ich links atme. Der Linke macht das nicht, wenn ich rechts atme. Da muß die liebe Svenja demnächst noch mal nach schauen. Das wird sich sicherlich üben lassen... :-)

Wir warten am Rand bis eine volle Uhrzeit angezeigt wird und starten einen 1000m Test. Das sind in unserem Schwimmbad 20Bahnen. Ich schwimme gerne lang. Aber auf Kommando ist bei mir ja immer schwierig. Ich achte gut auf die Armtechnik und atme im Dreierzug. Klappt gut. 500m sind überhaupt kein Thema. Bei den nächsten vier Bahnen wird es unsauber. Nicht das Wasser, sondern mein Schwimmstil. Ich merke es ganz deutlich... die Arme sacken ab, der Kopf kommt zu weit raus und meine Beine könnten auch einfach auf dem Boden mitlaufen.
Bei den letzten vier Bahnen gebe ich mir noch mal richtig Mühe und da klappt's auch wieder mit dem Tonne fassen. Aha. Ich muß mich also konzentrieren und dann geht's auch bei 1000m noch ordentlich. Unfassbar. Ich kann's.
Toll.
Nach ungefähr 24:30Minuten schlage ich an. Hammer.
Ich schwimme mich noch 100m aus und dann steige ich aus dem Wasser. Ich bin gewachsen. Eindeutig. Es hat mir richtig gut gefallen heute. So richtig. Ich bin wirklich gut voran gekommen.

Die Erfahrung mit dem Rolle fassen war klasse. Ich glaube ab sofort daran, dass abschauen und nachlesen was bringt! Und so einen Test schwimmen wir nun alle 4Wochen... ich bin gespannt ob ich mich beim nächsten Mal verbessert habe.

Hinter mir schließt sich das Schwimmbadtürchen. Es ist kalt geworden... ich muß die Sitzheizung anschalten.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Das Fitnessstudiotürchen

Das erste Türchen aufmachen. Heute ist es endlich soweit. Natürlich bin ich längst zu alt für einen Adventskalender, trotzdem finde ich das Bewußtsein schön, dass es nun nicht mehr lange hin ist und wir in 23Tagen Weihnachten haben. Und in 30Tagen ist dieses Jahr rum.
Es ging wahnsinnig schnell. Als Kind habe ich das nie geglaubt, wenn die Erwachsenen das sagten... immerhin war Weihnachten immer noch sooo weit weg und auch mein Geburtstag in der Jahrsmitte war immer am weit möglichsten entfernt überhaupt. *seufz*
Aber, wie jeder, wurde ich auch älter und weiser (hoffentlich). Also vergeht die Zeit viel flotter. Noch 30 Tage also in diesem Jahr.

Um mir die Zeit bis zur Bescherung nicht so lang werden zu lassen bin ich bemüht mindestens zweimal die Woche die Tür zum Fitnesstudio zu öffnen. Da ich mich an dem Trainingsplan für die Olypmpische Distanz aus der aktuellen Triathlon Training orientiere wollte ich heute 40Minuten laufen.

Ich habe 30Minuten geschafft. Mit Hängen und Würgen. Gott sei dank nur philosophisch gesehen. Ich mußte nicht würgen. Immerhin etwas.

Aber ich hätte gekonnt.

Es war schrecklich. Ich kam nicht von der Stelle... und zwar nicht nur im realen Sinn, weil sich das Laufband nicht bewegt. Auch die eingestellten 9km/h habe ich kaum halten können. Unglaublich. Liegt das an meinem Krankenrückstand? Wohl kaum. Ich bin anscheinend einfach untrainiert?

Ich finde das Laufband blöd.

Im Gegensatz zur Rudermaschine, mit der ich eine halbe Stunde lang prima zurecht komme, mag ich das Laufband gar nicht. Ich renne immer vorne ins Gerät, stoße mir die Ellbogen an den Seiten oder haue mit meinen Händen oder Handgelenken auf irgendwelche Knöpfe vorne am Steuerterminal. Total bescheuert.

Ich habe mir heute meinen Arm so gestoßen, dass das bestimmt ein blauer Fleck wird. Ich glaube ich bin nicht untrainiert oder so... es wird an mir und meiner Blödheit liegen. Das muß es sein. Schließlich laufen täglich so viele Leute auf dem Laufband denen nichts passiert.

Irgendwie kann ich mich einfach nicht mit dem Laufband anfreunden. Mmpfff. Es mag ja auch komplett an mir liegen, da gebe ich dem Laufband gar keine Schuld. Erstmal nicht.