I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Montag, 15. November 2010

Nix mit rumschlendern.

Der erste Lauf nach einem Laufseminar oder nach der Lektüre eines neuen Buches ist immer was besonderes... fast so, als würde man etwas ganz neu lernen oder neu entdecken. Das ist ja auch irgendwie so... immerhin ist es oftmals so, dass man neue Techniken lernt oder auf bestimmte Dinge aufmerksam gemacht wird. Es ist also keines Falls ein normaler rumschlender-Lauf der erste Lauf nach einem Laufseminar.

Nachdem wir den neuen Formel1 Weltmeister noch glücklich weinen sahen haben wir uns auf die Socken gemacht. Langsam los, immer schön auf die freien Knie geachtet und erst mal warm gelaufen. Nach ein paar Minuten haben wir etwas angezogen und sind in den gewünschten -richtigen- Pulsbereich gelaufen. Immer darauf bedacht die Knie frei zu halten und nicht den Fuß nach vorne oder nach hinten zu schleudern. Einfach nur das Knie heben und den Fuß genau unter dem Körper aufsetzen lassen. So wie's von der Natur halt mal ausgedacht wurde.
Nach 27Minuten haben wir umgedreht und sind in gleicher Art und Weise zurückgelaufen. Dabei habe ich etwa 15Sekunden pro Km an Geschwindigkeit eingebüßt. Die Technik einzuschleifen kostet also ziemlich viel Kraft.
Nach 57Minuten und knappen 9km waren wir zurück. Hier kann man sich auch ausrechnen wie flott das gewesen ist. Mein Durchschnittspuls war genau GA2/ GA3 Grenze. Also perfekt für die Werte der Leistungsdiagnostik. Ein Lauf genau wie er sein soll.

Das Wadenmuskelkater lasse ich mal nicht unerwähnt... allerdings unkommentiert.

Sonntag, 14. November 2010

Ich lieg auf Büchern!

Auf Büchern liegen, Knie frei machen, nach hinten oben hören, sich ausrichten -lassen- klingt nach einem weiteren Seminar bei Giga! ...oder nach Esoterik?

Heute früh, nach einer recht kurzen Nacht machten wir uns wieder mal auf in Richtung Otto-Fleck-Schneise um eine Fortsetzung unseres Seminars vom April zum Thema "Ökonomische Lauftechnik" mitzumachen. Also reisten wir schon fertig in Laufklamotten an, verpaßten erst mal die richtige Ausfahrt und parkten dann im richtigen Parkhaus. Es ist ja nicht so, als wären wir noch nie dort gewesen.

Im Foyer wartete schon Anette von www.swimpower.de und Giga, der Alexandertrainer. Ein sehr fröhliches Wiedersehen und dann ging's auch schon los in Richtung Sprintdiagnostik. Beim zweiten Mal kennt man die Gegebenheiten ja bereits ganz gut... ich fühlte mich gleich zu Hause.
In der Sprintdiagnostik angekommen haben wir uns unserer Jogginganzüge entledigt und noch auf die restlichen Teilnehmer gewartet.

Dann ging's los und als erstes sollten wir mal die Schuhe und Strümpfe ausziehen. Die anderen Seminarteilnehmer bekamen die erste Runde gezeigt und hatten ein sichtliches Thema mit dem Knie frei machen... bei mir ging's flott und schon fing Giga an mit mir an meinem Problem zu arbeiten. Ich habe nach einem langen Lauf oftmals Probleme auf dem rechten Beckenknochen, so als würde meine Haut darauf scheuern und innen eben wund werden. Von außen ist nichts zu sehen. Giga nahm sich der Sache an und richtete mich erst mal aus. Lustig... ich stand total schief, aber alle anderen fanden es gerade. So antrainiert habe ich mir die schiefe Sicht auf die Welt, dass ich -stehe ich offensichtlich gerade- ein schiefes Gefühl habe. Ganz schön trickreich, was das Gehirn so mit einem macht...

Es folgten einige Übungen über die Bahn rückwärts rutsch-hüpfen, dann rückwärts laufen, dann vorwärts laufen...eigentlich alles aus dem ersten Kurs bekannt, und doch wieder neu zu erfahren. Ich rutsche wirklich oft zurück in die erlernten Schemata. Erstaunlich, wo ich doch bereits seit längerer Zeit übe. Aber immerhin mache ich mittlerweile instinktiv einiges richtig, das ist schon mal klasse. Wir absolvierten alle Übungen barfuß, was auch eine gute Erfahrung war. Wo kann man das sonst -im November- schon machen?

Die Übung mit dem Fahrradschlauch, die mir letztes Mal sehr viel gebracht hat habe ich dieses Mal auch noch mal machen können...sehr spannend, dass es ohne zu überlegen, ohne Überwindung einfach so gleich richtig gut geklappt hat. Ich bin losgeschossen wie verrückt und habe als Tip mit auf den Weg bekommen wenn ich schneller werde die Schrittfrequenz zu erhöhen.
Im Augenblick werden meine Schritte größer, wenn ich schneller laufe-eigentlich ein Gegensatz- und dadurch länger und langsamer. Richtig und sinnvoll für mich und meine Voraussetzungen wäre aber, dass die Schritte flotter und kleiner bzw. kürzer werden. Aha. Also etwas woran ich arbeiten kann. Prima. Genau so habe ich mir das vorgestellt.

Sehr geholfen mein Hüftreiben (nicht Leiden) zu kontrollieren hat mir außerdem, die Arme beim laufen über den Kopf lang nach oben zu strecken und dabei die Handflächen nach Außen zu drehen. Sieht total bedeppert aus bringt aber unheimlich viel gegen das Hin- und Herschwanken und für den richtigen Schwung. Der kommt nämlich -entgegen meiner Annahme- nicht aus den Armen, sondern aus meinen Miniausgleichsmuskeln im Rumpf. Ich muß die Minimuskeln einfach etwas mehr benutzen... ist ja ganz einfach. *grins*
Wenn ich also ins Schwanken gerate hab ich einfach mal flott die Arme hochgenommen und nach innen geschaut. Und tataaaaa flux ging's richtig. Echt prima.

Dann hat Giga uns noch auf Bücher gelegt. Klingt witzig und ist einfach sehr angenehm. Es geht im Grunde darum mit Hilfe eines Buches den Kopf im Liegen so zu positionieren, dass der Kopf weiterhin auf der Wirbelsäule "liegt", genau wie im stehen. Die Beine sind dabei angewinkelt, die Füße stehen flach auf dem Boden, der Po und die Schulterblätter berühren den Boden. Die Wirbelsäule hat also ihre natürliche Biegung auch beim auf dem Boden liegen, absichtlich wird nix runter gedrückt. Sehr angeneh. Ich hab mir gleich mal das Buch "Lauftraining für Triathleten" zum drauf liegen ausgesucht... die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Nachdem wir uns noch ausgerichtet mit freien Knien gegen die Wand gestellt haben bekamen wir noch beigebracht, wie wir uns mit Anwendung der Alexandertechnik hinsetzen. Das war ebenfalls sehr spannend und ungewohnt. Ich war allerdings froh, dass ich hauptsächlich zuschauen konnte, denn der Kurs war ziemlich anstrengend.

Jetzt gehe ich eine Runde an den Main, wir haben 18°C, die Sonne scheint und das scheint einfach perfekt um die Knie frei zu machen!

Freitag, 12. November 2010

Schwimmtraining

Meinen Trainingsplan habe ich komplett durchgeschwommen... immer 50m Weise jede Technikübung absolviert. Hat mich genau 30Minuten gekostet. Dazu noch das Einschwimmen und das Schwimmen in gleicher Geschwindigkeit (300m) plus Ausschwimmen. Mehr ging nicht. Ich war total ausgebrannt danach. Natürlich hatte ich auch vorher nix brauchbares gefuttert... war ja auch irgendwie klar.
Ich muß mich etwas besser organisieren!

Sonntag, 7. November 2010

NYC Marathon

Gleich beginnt die Übertragung für den New York City Marathon! Ich freu mich. Ich lege mich nämlich auf die Couch und pflege meine müden Beine und meine Blasen von gestern. Zählt bestimmt als Rekom!!?

Heute früh war ich zwei Stunden bei Wolfgang im Spinning. Ich hab deutliche Fortschritte gegenüber der letzten Spinningsaison gemerkt! Ich kann minutenlang im Stehen fahren. Zwar schaffe ich kaum einen GA2 Puls, weil meine Beinmuskeln vorher schlapp machen... aber da arbeite ich mich langsam vor. Es war ja das erste Mal für diese Saison.

Samstag, 6. November 2010

Vollkornbrot

ist nicht die richtige Vorstartnahrung. Das habe ich heute zum wiederholten Male feststellen dürfen. Ganz prima. Ich hau mir zum Mittagessen noch zwei Käsevollkornbrote rein und ein bischen Fleischsalat dazu... und starte um 15h bei der Winterlaufserie in Rodgau. Eine super Idee.
Es schüttete als wir in Jügesheim ankamen... wie sollte es auch anders sein? Zum Start hin ließ der Regen leicht nach, trotzdem würde ich sagen: nur die Harten standen bereit um 10km durch den Wald zu rennen. Da muß man schon aus einem speziellen Holz geschnitzt sein um sich bei 9°C und Regen dem ersten Lauf der Winterlaufserie zu stellen.
Die ersten Km gingen wie im Flug, dann gab's Lufprobleme das war übel, aber in den Griff zu kriegen. Endspurt mit großer Blase am Fuß, denn wenn man langsamer läuft tuts ja genauso weh, ab Km 8 und dann noch mal Gas gegeben ab Km 9. Im Zieleinlauf hab ich Depp noch zwei Mädels überholen lassen, das passiert mir auch nicht noch mal, zumal ich hätte Gas geben können, auf die 20m wär's der Blase sicherlich nicht angekommen... na ja. Egal.
Es regnete übrigens die ganze Zeit, mal mehr mal weniger stark. Im Wald rochs teilweise so muffig... schwierig für Asthmatiker... und nach dem Lauf waren die Klamotten dann auch gleich wieder naß vom Regen.
Für den nächsten Lauf in Rodgau hätte ich gerne Sonnenschein! Falls man vorbestellen kann. ;-)

Donnerstag, 4. November 2010

Im "Winter" "schneller" zur "Tria-Uni"

Mein Trainingslauf diese Woche war anstengend. Das Thoni Mara Shirt und ich machten uns in der Dämmerung auf an den Main und liefen umher. Als die Sonne weg war wurde es empfindlich kühl, obwohl es wahrscheinlich nur 1°C war. Egal. Gefühlt waren es 10°C kälter als mit der Sonne. Ich lief langsam hin und schneller zurück, wie in einem neuen Buch von uns beschrieben. Mal sehen, ob der Buchtitel "Schneller werden" sich auch bewahrheitet. Ich bin auch noch nicht ganz durch... vielleicht kommt die ultimative Erkenntnis ja auch noch? Im Augenblick liegt aber auch wirklich jeden Abend etwas anderes an, was ein spätes Heimkommen rechtfertigt...und so komme ich gar nicht zum lesen.

Heute endet auch die Sommerpause der Triathlon Uni. Die Vorlesung heute hat als Thema "Wintertraining für Triathleten" und ich bin schon sehr neugierig, was ich davon umsetzen kann. Manchmal sind Tips ja völlig für die Füße, weil gar nicht mit meinem Alltag zu vereinbaren, aber es gibt ja auch wirklich gute Tips! Ich bin gespannt.

Am Samstag um 15h fällt der Startschuß für die Winterlaufserie in Rodgau-Jügesheim. Habe ich hier im Blog sicherlich schon mal erwähnt. Ich bin für die Serie gemeldet. Anfang des Jahres hatte ich eine nicht so schöne Erfahrung dort und ich werde versuchen das am Samstag hinter mir zu lassen. Man begegnet sich immer zweimal...so ist's auch bei der Strecke und mir.

Dienstag, 2. November 2010

Laufreporter im Einsatz

Hier kommt nun also das Bild, was einer der Läufer während seinem Marathon von uns gemacht hat! Das war noch ehe es zu meinem "Haseneinsatz" kam! Ich hab nun auch schon die Videos aufgerufen, wir sind ganz gut getroffen!
Einfach prima.
Dem Profiathleten geht's erstaunlich gut, wir haben gestern telefoniert und er klagte nicht über Muskelkater sondern nur über das durch die Teamchefin verhängte Sportverbot. :-) Am Samstag startet ja die Winterlaufserie in Rodgau und er hat ein Mitlaufverbot... Pech, da muß er halt eine gute Stunde warten bis wir zurück sind. Und er kann sich im Zielbereich ja dann als Anfeuerer beweisen... wie's geht haben wir ja bereits ganz gut vorgemacht.
Außerdem hatten die Teamchefin und der Profiathlet die irre Idee nächstes Jahr geschlossen beim Frankfurt Marathon mitzulaufen. Ob die das Ziel dort bis zu meiner Ankunft geöffnet lassen? Der Profi kann ja einen Holzklotz in die Tür der Festhalle legen, dann fällt sie nicht zu bis ich komme. :-)
Wir werden sehen. Heute mache ich erst mal einen lockeren Lauf und belohne mich anschließend mit einem leckeren Rumpsteak. Das ist mal ein guter Plan.

Montag, 1. November 2010

Bilder

Wir hatten während des Frankfurt Marathons ja überhaupt keine Gelegenheit Fotos zu schießen... wir waren viel zu beschäftigt mit Anfeuern, Trommeln und nach "unseren" Läufern Ausschau halten. Dafür haben andere ordentlich viele Bilder gemacht! Klasse.
Es gibt sogar ein Foto von unserem Plakat bei www.Marathon4you.de echt klasse. Der muss super Fit gewesen sein... rennen & noch Bilder schießen. Klasse!
Mehr gibt's sicherlich auch noch... ich halte Ausschau!

Ein kleiner Hase...

...beim großen Marathon. Unfassbar. Ich war Hase! Und zwar Stadthase (als Feldhase ist man ja ziemlich groß und hat auch bei einem großen Marathon in einer Stadt wenig verloren). Aber besser mal von Anfang an...

Sonntag, 31.10.2010 - Halloween - Marathon in Frankfurt

Wir stiegen in eine frühe S-Bahn, pünktlich zum Startschuß um 10h und machten uns auf den Weg nach Frankfurt Nied. Dort führt die Marathonstrecke genau an der S-Bahnhaltestelle vorbei und man muß nicht erst lange rumsuchen.
Dort angekommen hatten wir noch über 40Minuten Zeit bis wir die Spitze erwarteten, wir hatten uns in den Durchgangszeiten an den Vorjahressiegen orientiert.

Die ersten Streckensicherungen kamen vorbei, eine unmenge an Fahrrädern kam hinterher, dann kam auch schon das Fahrzeug mit den roten Flaggen (nach dem kein Auto mehr auf die Strecke durfte) und fast 2Minuten vor der erwarteten Durchlaufzeit kam Dieter Baumann im Auto an uns vorbei gefahren: verfolgt von einer großen Gruppe (10-15Läufer) schneller Läufer. Was für eine Geschwindigkeit, wahnsinn. Wir haben getrommelt und rumgeschrieen, aber die Herren hatten kaum Gelegenheit Notiz von uns zu nehmen, bei der Geschwindigkeit kein Wunder.

In Nied wurde die Straße mittlerweile auch gut voll, eine Menge Frankfurter waren unterwegs um den Marathonläufern ein besonderes Gefühl mit zu geben.

Nach einer weiteren Stunden anfeuern hielten wir unser Plakat ( Unter 180 ist doch kein Puls) hoch, denn die kommenden Läufer können mit dem Spruch sicherlich was anfangen. Einem Kenianer den Spruch unter die Augen zu halten hätte ja gar nichts gebracht, denn die laufen ja nur mit einem Puls von 120Schlägen/Minute.

Wir erreichten also mit unserem Plakat, den ein oder anderen Blick auf die Pulsuhr und viele viele Lächeln auf den fleißigen Läufergesichtern. Schön. Dafür war's ja auch gedacht. Manche liefen mürrisch und gequält vorbei, aber das ist auch ok. Jeder durchlebt so einen Marathon ja anders.

Eine Dame auf der anderen Straßenseite rief den Läufern fröhlich zu "es ist ja nicht mehr weit"... so, als wäre das Ziel gleich vorne um die Ecke. Die Dame hat wahrscheinlich noch nicht mal Laufschuhe... egal. Der gute Wille zählt. Nachdem alle Bekannten und Freunde und auch der TeamProfiläufer freudestrahlend vorbei gerannt waren leerte sich die von Zuschauern gefüllte Straße schlagartig. Viele nahmen die S-Bahn um "ihre" Läufer noch an anderen Stellen zu unterstützen. Wir verblieben in Nied und warteten auf meinen Haseneinsatz.

Urplötzlich wurde ich hektisch, meine Läuferin nahte, sie hatte die erste Hälfte 9Minuten schneller absolviert als geplant. Unfassbar, sie läuft eigentlich nie zu schnell los, scheint also alles im Rahmen zu sein... ich zog mich flott aus, machte ein paar Lockerunsübungen, verabschiedete mich von den Plakathaltern und schon war sie da. Winkte von weitem schon unter der Brücke durch und wir liefen los.

Ich checkte erst mal die Lage, sie erzählte kurz, dass ich meinen Erzählmodus anschalten sollte und dann waren wir auch schon um die Ecke. Die endlose Gerade der Mainzer Landstraße nahte und es war wirklich endlos. Die Km Schilder flogen zwar vorbei, allerdings war das nur gefühlt, weil ich mit quasseln und unterhalten so viel zu tun hatte.
An den Verpflegungsstellen lief sie weiter und ich besorgte Wasser und füllte Flaschen auf. Wir lächelten für die Videoaufnahmen, es lief. So konnte sie in ihrem Rythmus bleiben und ich hüpfte rum. Wir näherten uns der Stadt und tatsächlich spielte ein bischen mehr Musik und es standen ein paar mehr Leute am Straßenrand, die uns nicht nur anstarrten wie bekloppt, sondern auch klatschen und anfeuerten. Einfach nur angestarrt werden wie die Affen im Zoo ist ja schon ein komisches Gefühl. Egal.

Wir waren nun wieder in der Innenstadt und erblickten auf der entgegenkommenden Gerade eine Laufbekannte die wir nun natürlich auch noch anfeuerten. Soviel puste hatten wir auf jeden Fall noch. Wir hatten nun noch 6km bis zum Ziel und es ging ans Eingemachte. Der Zick-Zack-Kurs durch die Frankfurter Innenstadt ist zermürbend. Ich kann es nicht anders sagen... man denkt, gleich kommt die Hauptwache und dann wird man durch noch zwei Schleifen geschickt... und irgendwann kommt dann auch die Hauptwache. Unfassbar. Ich besorgte an der letzten Verpflegungsstelle noch einen Becher Cola, damit wir die letzten Kräfte mobilisieren konnten und dann gings schon die Hochstraße am Hilton runter, noch mal ein Videopunkt, also lächeln und die lange Gerade in Richtung Mainzer zurück.

Hier hatten wir vorhin die Freundin gesehen und anscheinend beflügelte das. Noch um die Ecke auf die Startgerade von heute morgen... toll, gleich geschafft! Mein jähes Ende kam bei Km42, wo die Streckenposten alle Läufer ohne Startnummer rausgenommen haben. Aber meine Freundin lief einfach im gleichen Rythmus weiter und genoß ihren Einlauf in die Festhalle sicherlich.
Da das Begleiten von Läufern als Läufer nicht verboten ist hätte ich einen Hinweis 200m vorher toll gefunden... so in der Art "alle Begleitläufer in 200m bitte raus"... so ist's einfach ein bischen unschön gewesen.

Ich zog mich dann vor der U-Bahnstation schnell warm an und dann ging's per U-Bahn und S-Bahn zurück nach Hause. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht... und meine Freundin hat ihre geplante Zeit um 3Minuten unterboten und ihre PB um über 10Minuten pulverisiert! Klasse! Die lange Vorbereitung hat sich gelohnt! Danke dass ich ein Hase sein durfte. Das wird mir sicherlich so schnell nicht wieder passieren... zumindest nicht für so eine lange Strecke. Da muß ich noch ordentlich weiter trainieren.

Übrigens wurde der Streckenrekord geknackt! Das habe ich allerdings wirklich nur am Rande mitbekommen... hier gibt's die Ergebnisse. Fotos sind noch keine zu haben. Ich such die Galerien mal für einen der nächsten Einträge zusammen. Unser Plakat wurde von Marathon4you fotografiert... mal sehen, ob das Bild überhaupt veröffentlicht wird. :-)

Samstag, 30. Oktober 2010

Unter 180...


...ist doch kein Puls. Klar, der Spruch ist mir jetzt nicht selbst eingefallen, aber ich finde gute Sprüche dürfen, bzw. müssen sogar kopiert werden! Und ich habe natürlich nicht nur ein allgemeines Schild gemalt, sondern auch eines für den Profiathleten der morgen sein Marathondebüt haben wird.
Wir wünschen viel Spaß auf der Strecke und immer schön LÄCHELN!
Die Kreide um ein Blümchen auf die Straße zu malen ist auch schon bereitgelegt. Der Schellenkranz wurde auf Funktionstüchtigkeit geprüft, die Trommel liegt parat, Handschuhe und Mütze sind dabei... wir sind bestens vorbereitet um morgen ein ordentliches Streckenfest zu erleben.
Die Marathonmall war heute super. Ich habe zwei Schuh"schnapps" gemacht, bei Thoni Mara ein Shirt gekauft und so weiter... sehr gut. Wie erwartet eigentlich.
Die Schuhe stelle ich in den nächsten Tagen mal vor, so wie das Shirt und alle weiteren Käufe. Jetzt muß ich Rucksack für morgen packen und mich früh ins Bett legen... zwischen den Topläufern und "unserer" letzten Läuferin, mit der ich dann ein gutes Stück unterwegs sein werde, liegen über 4Stunden. Das verlangt Ausdauer! :-)

Freitag, 29. Oktober 2010

Marathon Wochenende

Große Ereignisse werfen ihre Schatten ja bekanntlich voraus... so auch das sportliche regionale Großereignis dieses Wochenendes.

Ab heute hat die Marathon Messe geöffnet, morgen findet der Struwelpeter Lauf und der Brezellauf über 5km statt und am Sonntag um 10h fällt dann der Startschuss zum Marathon. Das HR Fernsehen überträgt den Marathon live von der Strecke und zwar am Sonntag zwischen 10h und 14h.
Die Strecke ist hier abgelegt, eine sehr übersichtliche Karte mit Km Markierungen.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der älteste Pacemaker...

...der Welt läuft wohl dieses Jahr beim Frankfurt Marathon mit. Der gute Mann ist laut Angabe auf der Pacemakerliste die im Netz veröffentlicht wurde Baujahr 1905!
Das ist wirklich sehr respektabel! Ich werde am Sonntag auf jeden Fall nach der Nummer 74 Ausschau halten und mir den 105jährigen Pacemaker genau betrachten. In dem Alter noch so fit zu sein, dass man einen Marathon läuft ist das eine, als Pacemaker unterwegs zu sein das andere!

Leider gehe ich aber eigentlich davon aus, dass es sich um einen Tippfehler handelt...denn die Pacemakerliste wurde mittlerweile von der Homepage entfernt... ;-)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Schleppen...

Nach einem anstrengenden Arbeitstag kann man ich manchmal richtig gut laufen... quasi frei laufen. Heute war ein anstrengender Tag, aber mit dem Lauftraining hat's so gar nicht geklappt... ich hatte Km Markierungen auf der Strecke und egal ob ich gefühlt flott unterwegs war oder langsam oder ob's anstrengend oder locker war... ich war immer gleich schnell bzw. langsam unterwegs. Jeden Km. Total blöd.
Jetzt bin ich super geschafft und bin froh dass ich gleich die Augen zumachen kann.
Morgen mache ich einen Ruhetag... vielleicht läufts dann am Wochenende besser.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Herbst- und Wintersaison

Die Planung für die Herbst- und Wintersaison haben die meisten Athleten ja längst abgeschlossen, ich hänge etwas hinterher, bin aber nun auch endlich soweit.

Also am Sonntag geht's los, da laufe ich ein Stück den Frankfurt Marathon mit und begleite eine Freundin. Ich steige in Nied ein und verabschiede mit in der Stadt dann wieder. Sie läuft dann ins Ziel und ich wieder heim.

Als nächstes steht dann die Winterlaufserie in Rodgau auf dem Plan. Da möchte ich an drei Läufen teilnehmen, jeder geht über 10km. Der erste Lauf ist dann gleich in der Woche nach dem Frankfurt Marathon, einen Tag ehe der NYC-Marathon statt findet. Also gut zu merken.

Zusätzlich hat eine Freundin noch eine Laufserie aufgetan deren Strecken interessant klingen. Die Limes Winterlaufserie in Pohlheim startet mit einem 10km Lauf im November. Im Januar gehts dann mit einem 15km Lauf weiter und im Februar wird mit einem 21km Lauf abgeschlossen.

Das klingt doch nach einem ganz guten Plan.

Montag, 25. Oktober 2010

Schwimmtraining

Da heute ein Termin auf der Arbeit ausgefallen ist und ich seit einiger Zeit immer meine Schwimmtasche für solche Fälle mit mir spazieren fahre, habe ich heute all meine Vorbereitung ausgenutzt und bin nach der Arbeit schwimmen gegangen. Eine super Entscheidung.
Erst mal fand ich's total super, dass ich die gepackte Tasche dabei hatte und daher die Möglichkeit hatte spontan zu entscheiden und zum zweiten war das Schwimmen wirklich auch klasse.

Ich bin mich erst mal 10Bahnen eingeschwommen und habe dann Technikübungen für mein Kraulen absolviert. Dabei habe ich toll ständig andere Schwimmer auf meiner Bahn überholt bis ich dann praktisch alleine auf der Bahn war. Die anderen Damen auf der Bahn haben sich mühevoll über Wasser gehalten, die Herren sind mit stolz geschwellter Brust gekrault und haben jede Menge Wirbel gemacht. Ich bin ganz toll geschwommen, hab dann mal einen 50m Test gemacht und hab bei 57Sekunden gestoppt. Das war schon mal langsamer. Also waren wir irgendwann zu dritt auf der Bahn und ich bin nach 45Minuten raus. Dann stürmten ein paar andere die Bahn... die waren froh, dass ich endlich weg war nehme ich an?

Die Dusche im Anschluß war einfach herrlich! Jetzt mache ich die Kerze im Kürbis an und gehe auf die Couch.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Wir stehlen den Mond!

Der Sonntag begann weniger sportlich mit einem Kinobesuch! Wir zahlten den Kindereintritt und lachten herzlich über den Versuch den Mond zu stehlen. Ein sehr schöner Film und die kleinen gelben Pillen mit Wahlweise zwei oder einem Auge waren klasse.


Zurück daheim stellte ich fest, wir haben herrliches Herbstwetter! Toll, keine Probleme bei der Klamottenauswahl, Unterhemd, Jacke drüber, 3/4 Hose, Kappe und fertig. Die Kappe brauchte ich gegen die strahlende Sonne... nicht etwa gegen die Kälte! Bei 11°C und trockenem Wetter ging der Lauf schnell und locker von der Hand. Ich war allerdings nur 6km unterwegs, dafür aber GA2, wie's sein soll.
Jetzt kann der Winterpokal kommen.
Außerdem ist mir gerade das erste Novemberhighlight bewußt geworden: am 7. November findet der New York Marathon statt! Da gab es im letzten Jahr einen super Livestream mit mehreren Bildern gleichzeitig (Herrenrennen, Damenrennen, Agegrouper), darauf hoffe ich auch in diesem Jahr.
Am gleichen Tag ist außerdem ein Crossduathlon in Neu-Isenburg. Ich werde nicht teilnehmen, aber vielleicht schauen wir mal vorbei. Anfeuerer kann man überall gut gebrauchen und sicherlich gibt's auch Kuchen für die Klatscher.

Winterpokal

Im Mountainbike Forum mache ich dieses Jahr beim Winterpokal mit. Man erwirtschaftet Punkte für sein Team... hier findet man die Regeln. Ob ich durch's Radfahren viele Punkte erwirtschafte weiß ich noch nicht... ich denke bei mir wird's eher durch das Laufen und Schwimmen sein. Wir werden sehen.

Am 1. November startet die Erfassung der Trainingseinheiten im Winterpokal. Morgen geht's also schon los.

Freitag, 22. Oktober 2010

Wut beschleunigt.

Heute war ein ätzender Tag auf der Arbeit! sowas hab ich schon lange nicht mehr erlebt...
nach Feierabend wurden daher die Laufschuhe geschnürt und ich hab mich etwas abreagiert. Und es hat funktioniert. Die Coffeeracer und ich haben über 8km zurückgelegt und jetzt ist's auch gar nicht mehr so schlimm. Puuhhh.
Die Wut hab ich mit 1Stunde GA2 bei 7°C rausgelaufen. Einen Pulli mehr hätte ich auch anziehen können... ziemlich kalt da draußen!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Mann und Frau kann...

...sich ab sofort anmelden! Und zwar zum Main Marathlon Projekt vom Main Ausdauershop in Niedernberg. Ich hab damals bei der ersten Auflage mitgemacht und mit den Trainingsplänen meinen ersten Halbmarathon absolviert.
Mittlerweile gibt's für das Projekt eine eigene Internetseite und ich habe gerade den Hinweis erspäht, dass man sich bereits jetzt für die Frühjahrsmarathons anmelden kann. Angeboten werden wieder Mainz (Marathon oder Halbmarathon) und Würzburg (Marathon oder Halbmarathon) sowie auch der Bergmarathon in Liechtenstein. Letzteres klingt ja sehr abenteuerlich und spektakulär.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Vorfreude

ist ja bekanntlich die schönste Freude. Nächstes Wochenende (29. - 31. Oktober) findet in Frankfurt - pünktlich zum Frankfurt Marathon am 31.10.- die bewährte

statt. Absolut sehenswert wie ich finde. Die Ausstellerliste kann sich wieder mal sehen lassen.

Und gerade auch für die "NichtbeimFrankfurtMarathonStarter" die ruhig den ganzen Tag auf den Beinen sein können und denen das Rumstehen und langsame von Stand zu Stand pilgern, ausprobieren und mit den Ausstellern quatschen überhaupt gar nix ausmacht total super.
Man kann herrlich günstig Klamotten und Laufschuhe shoppen, Sportgetränke und Riegel ausprobieren und Testpackungen kaufen oder Proben mitnehmen. Einfach super.

Und weil die Marathonmall drei Tage geöffnet hat kann man am Freitag hingehen, was neues mitnehmen, ausprobieren und bei gefallen am Samstag oder Sonntag nachkaufen. Echt prima.