I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 7. Juni 2015

Schneller hoch geht nicht

Schon am Donnerstag am See haben wir verabredet, dass heute Fahrrad gefahren wird. Und so ist es dann heute auch. Praktisch der komplette Verein trifft sich mit den Fahrrädern zum RTF fahren. Die Harten fahren mit den Rädern von zu Hause zum Start, der Zeugwart und ich treffen die Athleten vor Ort. Mit dem Rad zum Start wäre mir dann doch etwas zu viel gewesen... ich muß ja auch noch mit der Gruppe mitfahren können. 

Mein Knie hat den gestrigen Lauf gut verkraftet und ist dank Retterspitz über Nacht auch wieder komplett abgeschwollen. Dieses Retterspitz ist wirklich super und ein wahrer Geheimtipp, wenn die Lymphe einfach nicht so abgeleitet werden, wie es passend wäre. Heute kann ich also im Normalzustand starten, wie es sein soll. 

Die Gruppe füllt die Startkarten aus und schon sitzen wir alle wieder auf den Rädern um in mehr oder weniger geordneter Formation die 74km Strecke in Angriff zu nehmen. Mein Tacho hat keinen Magneten im Vorderrad und so bin ich froh, dass ich wenigstens daran gedacht habe, meine Uhr zu starten. Je nach dem, wo ich so in der Gruppe fahre, kann ich aber auch von den Magneten der Anderen profitieren... mein Empfänger zeigt mir sogar mal an, welche Trittfrequenz ich angeblich habe. Und dass, obwohl ich überhaupt gar keinen Trittfrequenzsensor installiert habe. Genauso wenig wie einen Magneten. 

Die Strecke ist ziemlich windanfällig und da es heute ordentlich weht, habe ich ganz schön was zu treten. Berg hoch bin ich immer die Langsamste, komme aber nie ins straucheln und muß auch nie absteigen. Auch den kleinsten Gang nutze ich so gut wie nie. Schneller macht mich das aber eben auch irgendwie nicht. 

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Gruppe sich über meine Gesellschaft freut und die Zwangspausen die oben gemacht werden um auch mich wieder mit hinunterzunehmen, zu schätzen weiß. Mir macht es auf jeden Fall viel Spaß so als geballte organgene Masse aufzutreten. 

Danke an Dennis für das Bild! 
Und als wir später im Ziel sind, kann ich an mehreren Tischen hören, dass unsere Vereinspräsenz auch zahlreichen anderen Fahrern aufgefallen ist. Nach einem Stück Belohnungskuchen und einigen Bratwürsten geht's für die Mehrheit wieder auf's Rad und zurück nach Hause. Wir müssen nur bis zum Parkplatz rollen. Glück gehabt. 

Samstag, 6. Juni 2015

Nasses Timing

Ich möchte laufen gehen und zwar vor meinem heutigen Friseurtermin. Der zerreißt den Vormittag, irgendwie. Und deshalb muß/ darf/ möchte ich davor laufen gehen, danach ist es mir an diesem Sommerwochenende nämlich bestimmt zu heiß. Bei 28°C muß ich nicht unbedingt laufen gehen, wenn ich es auch vermeiden kann. 

Also klingelt der Wecker heute um 6h und nach einem kurzen Frühstück ziehe ich mich um. Draußen tobt ein Gewitter und als im Anschluß die Sonne durch die Wolken schaut, nutze ich die vermeintliche Gelegenheit und starte. Schließlich soll heute prima Wetter werden, warum also noch länger abwarten?

Beim nächsten Gewitter gebe ich der Sonne definitiv noch ein paar Minuten länger, ehe ich loslaufe... denn noch während des ersten Kilometers beginnt es wieder zu schütten. Aber jetzt für eine Regenjacke umdrehen? Nicht wirklich... es ist ja trotzdem richtig warm, und in der Regenjacke bin ich dann naß von innen und von außen. Also prasselt es ohne Regenjacke auf mich runter und das ist tatsächlich angenehmer als zuerst gedacht. Und im Wald stehen die Bäume teilweise so dicht, dass eh kaum Regen durchkommt. 


Und da, wo kein Wald ist, werde ich naß und habe Zuschauer. Die sind allerdings wirklich mehr als verwirrt über den frühen Besuch. Wahrscheinlich war hier heute früh noch keiner. 


Ich bin eine knappe Stunde unterwegs heute früh und lange vor dem Friseurtermin geduscht und angezogen. Und schon wird's draußen drückend und heiß. Prima Timing! 

Donnerstag, 4. Juni 2015

Sehfest

Feiertag! Immer noch. Ich freu mich, umso mehr, weil heute ja auch noch Donnerstag ist und wir es heute definitiv endlich auch mal an den See schaffen. Zusätzlich ist es ja auch noch ordentlich warm heute, was natürlich nicht nur die Triathleten an den Langener Waldsee zieht. Schon heute Vormittag kam die Mitteilung, dass die alle Parkplätze belegt seien. Da kann man ja wirklich nur hoffen, dass die Menschen alle pünktlich zum Abendessen heim fahren, damit die Triathleten am See einen Parkplatz bekommen. So wird dem See heute zumindest auch mal überhaupt nicht langweilig. Erst Kinder und Eltern sowie zahlreiche Jugendliche, und zum Abschluss dann noch zahlreiche wasser- und bewegungshungrige Triathleten. So ein See hat auch wirklich ein Leben! 

Wir müssen diese Saison ohne die Teamchefin am See auskommen. Sie ist mit familiären Verpflichtungen in diesem Jahr gänzlich seeuntauglich. Also müssen der Zeugwart und ich alleine ran. Ich leide darunter natürlich mehr, als der Zeugwart. Er ist die ganzen Jahre alleine geschwommen und kennt die famose Begleitung der Teamchefin überhaupt nicht. Er kann also eigentlich gar nicht mitreden. Mitschwimmen aber sehr wohl. 

Heute ist die Schlange der Schwimmwütigen zur Anmeldung unheimlich lang. Die Swimnight in Langen wird von Sailfish veranstaltet und mit 25EUR für die Saison berechnet. Damit ist die Streckensicherung und ein Wertsachenaufbewahrungsservice abgegolten. Den Seeeintritt zahlt man dann noch extra. Auf den ersten Blick ein teurer Spaß, aber für die 11EUR Eintritt (zweimal Erwachsene plus ein Parkplatz) kann Sailfish ja nichts. Und ganz offensichtlich möchte die Stadt Langen auch ein bisschen was verdienen, wo sie den See schon hat. Das kann ich auch irgendwie verstehen. Und Triathleten sind ja schon mal per se keine ganz armen Leute... 

Wir melden uns also an und freuen uns sehr den Windschattenspender aus dem Trainingslager hier zu treffen. Wir haben es in der Zeit nach dem Trainingslager noch nicht zu einem Wiedersehen geschafft und deshalb ist das heute umso schöner. Die Zeit in der Warteschlange vergeht wie im Flug und ich verpasse meine Lieblingszahl um ganz zwei Zähler. Jeder wird hier nämlich benummert. 

Zurück am Auto springen wir rehähnlich in die Badeklamotten und ich schaffe es, dass mein Fahrersitz innerhalb kürzester Zeit so aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen. 


Aber, ich habe an alles gedacht und finde mich zurecht. Das ist doch schon mal was wert. Irgendwie fühle ich mich besser organisiert als in den letzten Jahren. Vielleicht, weil ich mich nicht auf die Teamchefin verlassen kann? Sonst war sie immer da und hat noch mal abgefragt, ob wir auch alles haben. Da wußte ich schon, dass sie mal eine gute Mutter wird. Heute also, so fast ganz auf mich alleine gestellt, finde ich alles perfekt und der Zeugwart und ich marschieren kurz vor 19h in Richtung Wertsachenabgabe. Dort deponiere ich nämlich meinen Autoschlüssel... 

Die Schuhe stellen wir neben die Picknickdecke einer Freundin, die samt Baby das bunte Triathletentreiben vom Ufer aus betrachten wird, und schon stürzen wir uns quasi ins frische Nass. Frisch ist dabei noch nett ausgedrückt. Der See hat so um die 18°C, wenn man es sich warmreden möchte, und so ein Neoprenanzug ist eben doch kein Taucheranzug der super isoliert. Ich friere also. Es ist wirklich ziemlich kühl. Und an meinen Füßen ist noch nicht mal Neopren... unglaublich. Dann also mal los. 

Ich starte meine Uhr und gehe langsam voran, bis das Wasser auch meinen Rückenreissverschluß entdeckt hat und sich dort zutritt in meinen Neo verschafft. Brr. Dann verabschiede ich mich noch mal vom Zeugwart, wir klären, dass wir beide heute die kleine Runde in Angriff nehmen und dann schwimme ich los. Erst mal ein paar Züge Brust. Es ist der Wahnsinn, was ich heute alles sehe. Ich trage nämlich meine Kontaktlinsen. Unter Wasser nützen sie nichts, da sehe ich noch nicht mal wirklich meine Hand, wenn sie vorne eintaucht, aber über Wasser ist es heute ein wahres Sehfest: Bojen, Schiffe, Menschen, das Ufer, die Surfbretter... ich kann alles sehen und das von Weitem, Nahem und überhaupt. Echt super diese Kontaktlinsen. Ich bin mir gar nicht sicher ob mein Kontaktlinsenspezialist aus Bruchmöbel  überhaupt realisiert, was er Menschen wie mir mit der doch recht langwierigen und mühevollen Anpassung von Kontaktlinsen für eine Lebensqualität ermöglicht? Für normal Sehende ist das ja sowieso schwer zu verstehen. 

Jetzt ist es  Zeit um auch den Kopf ins kühle Nass zu tauchen und zu kraulen. Eigentlich wäre jetzt der Start an der Uhr sinnvoll gewesen... ich bin bestimmt schon ein paar Minuten im Wasser ohne mich groß von der Stelle zu bewegen. Die Uhr wird so aufzeichnen, dass ich unfassbar langsam bin. So ist allerdings die Geschwindigkeitssteigerung in der nächsten Woche gesichert. Das kann auch motivierend wirken. 

Kraulen klappt super. Meine Atmung ist ruhig und die Dreieratmung funktioniert ebenfalls vorbildlich. Ich habe das Seeschwimmen offenbar nicht verlernt?! Das ist schön. Die erste Boje erreiche ich in Lichtgeschwindigkeit. Ich bin heute so schnell, dass ich tatsächlich auch zahlreiche Schwimmer überhole. Oder es heute zumindest sehen kann... wer weiß? Auch die zweite Boje der kleinen Runde ist ruckzuck erreicht und schon schwimme ich zurück zum Strand. 

Ob der Windschattengeber und der Zeugwart wohl schon auf mich warten? 

Ich denke heute beim schwimmen die ganze Zeit an die Teamchefin und wie wir so nebeneinander hergeschwommen sind früher. Dabei schaue ich nach den Kränen und dem Ufer und bin baff, dass ich  tatsächlich alles erkennen kann. Was ein Luxussehen heute. Ganz toll. Auch auf dem Rückweg zum Ufer überhole ich zahlreiche Schwimmer um mich rum und bin dann auch ziemlich flott wieder in dem Bereich, wo ich stehen kann. Und da sehe ich den Zeugwart. Er ist längst hier und wartet. Unglaublich, wie schnell er schwimmen kann. Wir warten noch auf den Windschattenspender, der die kleine Runde heute unheimlich genießt und auskostet, und dann folgen wir dem Protokoll:


In üblicher Art und Weise springen wir noch im See aus den Neo's, holen den Autoschlüssel und ziehen uns am Auto wieder um. Dann bestellen wir Pizza und fahren zur Nachseeschwimmen -Traditionspizzeria. Heute nehmen wir den Windschattenspender mit, der verhungert nämlich ebenfalls. 

Feld, Wald und Wiesendehnen

Ich lobe mir so einen Feiertag, wir können ausschlafen und dann einfach genau das machen, was wir möchten. Und dann ist auch noch zusätzlich zu allen Vorteilen, die der Feiertag sowieso schon hat, heute auch noch absolut geniales Wetter. Wahnsinn. Was ist denn da bloß los? Am Dienstag mit T-Shirt zum Schwimmbad, gestern in der prallen Sonne laufen und heute schon wieder herrliches Wetter und Wärme? Ich bin baff. 

Der Zeugwart läuft heute mit mir mit. Er will an seinem Laufstil arbeiten und wir wollen zum See laufen. Das klingt doch sehr verlockend. Ein Lauf in Begleitung. Ich freue mich. 

Leider trete ich unschön auf und irgendwie zieht es in meinen Po. Und jetzt laufe ich also mit einem Poziehen und dehne alle paar Minuten. Wahrscheinlich eh nur für den Kopf. Es ist ja schließlich äußerst unwahrscheinlich, dass ich mit so einem Feld-Wald und Wiesendehnen tatsächlich etwas bewirke. Mitten im Unterholz. Aber dem Kopf hilft es. 

Mit Gehpausen und Dehnpausen kommen der Zeugwart und ich irgendwann also tatsächlich am See an. Und auf der Brücke. 



Ich nutze die Fotopause als tatsächliche Pause, denn die spektakulären Dehnaktionen bringen meinem Po zwar vielleicht irgendwas, aber ordentlich aus der Puste bin ich trotzdem oder gerade deswegen? Also erst mal durchatmen und zwar ordentlich. Ich bin froh, dass es nun nicht mehr weit bis nach Hause ist. Der Zug in den Po macht einen unrunden Tritt... und dabei bin ich noch nicht mal auf dem Rad. 

Hoffentlich hat mein Po nix wildes! 

Dienstag, 2. Juni 2015

Heißes Nichtschwimmerbecken

Dienstag: Schwimmtraining. Klar, oder? Mittlerweile scheint es auch tatsächlich Sommer zu werden, heute laufe ich nämlich im T-Shirt zur Schwimmhalle. Wahnsinn. Ich hätte ja nicht gedacht, dass der Sommer pünktlich zum Junianfang doch noch die Kurve bekommt. 

Auf Schwimmen habe ich heute -mal wieder- nicht so recht Lust. Es wird auch nicht besser, als ich das Wasser teste und feststelle, dass es eiskalt ist. Also da komme ich vom warmen Draußen ins kalte Drinnen. Was soll das denn? Gut, dass es das, fast schon übermäßig, beheizte Nichtschwimmerbecken gibt. Ich muß darüber nachdenken, warum Nichtschwimmer es wohl so heiß brauchen... denn bewegen tun sie sich ja trotzdem. Nun ja. 

Ich mache heute im Nichtschwimmerbecken Schwimmtechnik und zwar ausgiebig und vom feinsten. Dabei halte ich es mit Judith, unserer Trainerin aus dem Trainingscamp in Mallorca: wenn man Technik trainiert, ist die Streckenlänge egal. Im Nichtschwimmerbecken mache ich sowieso wenig Strecke, aber ich bin natürlich trotzdem unheimlich fleißig. Meine Schultern und meine Oberarme merke ich bereits während meiner 40Minuten Nichtschwimmerzeit. Und ich bin sicher, morgen kriege ich meinen Rucksack kaum hoch. 

Aber jetzt kann ich noch nicht an morgen denken. Ich mache, in fröhlicher Erinnerung an das Trainingslager, außer den Technikübungen natürlich auch noch den Torpedobaumstamm. Herrlich, ich kann den immer noch. Bis nächstes Jahr muß ich diese Fähigkeit aufrecht erhalten. Natürlich. 

Sonntag, 31. Mai 2015

Unplanmäßiger Gegenwind

Die Woche war wirklich heftig. Ich habe mich selten so schlapp gefühlt. Unglaublich, was einem so ein Magen-Darm-Infekt die Schuhe auszieht. Heute geht's aber schon wieder und deshalb fahren der Zeugwart und ich auch endlich mal wieder Fahrrad. Wir nehmen die Triathlonräder und nutzen die Gelegenheit um uns das neue Haus der Familie Motivator anzusehen. 

Die haben in die Vollen gegriffen und sind derzeit in regelmäßiger Wochenendarbeit damit beschäftigt es einzugsbereit zu gestalten. Also kommt so ein Besuch ganz sicher einer willkommenen Abwechslung gleich. 

Wir kommen tatsächlich gut voran, das hätte ich so von mir gar nicht gedacht, weil ich erstens eine schlappe Woche hatte und zweitens auch nicht wirklich im Training bin. Aber es läuft bzw. fährt hervorragend. Mal fahre ich vorne, mal der Zeugwart und so kommen wir wirklich gut voran. 

Ich bin begeistert. Bis der Zeugwart einen Platten hat. Es ist ein schleichender Platten, einer, der sich nicht wirklich bemerkbar macht, aber dennoch gravierend genug ist um nicht weiterfahren zu können. Wir sind nur noch 7km vom Motivatorhaus entfernt, also beschließen wir, dass der Zeugwart weiter in die richtige Richtung fährt und ich umdrehe und heim fahre. Dort das Auto hole und dann motorisiert zum Motivatorhaus komme. 

Das habe ich mir ja einfach vorgestellt. Dass ich Gegenwind habe und zwar die ganze Zeit war nicht in meinem Plan. Oh man. Ich trete heftig, damit der Wind überwunden werden kann und schaffe es natürlich bis nach Hause. Welche Wahl hat man denn auch? 

Der Zeugwart bekommt von mir eine Info, dass ich nun mit dem Auto losfahre und teilt mit, er macht schon mal die erste Besichtigung. Wie ich dann feststelle, als ich selbst vor Ort bin, dauert die eine Weile... weil das Motivatorhaus einem Palast gleicht und riesig ist. Der platte Reifen vom Fahrrad hat ganz gut durchgehalten. Unser Projekt ist also nun der Wechsel des Schlauchreifens... hoffentlich etwas weniger spektakulär als so ein großes Haus. 

Donnerstag, 28. Mai 2015

Unfit.

Gut, dass diese absolut kranke und sehr ermüdende Woche bald zu Ende geht. Mich hat eine Magen-Darm-Grippe dermaßen dahingerafft, dass das komplette Sportprogramm vorerst auf Eis gelegt werden -musste-. Ich bin zudem noch unendlich schlapp und nicht sicher, wann ich mich wieder fit fühlen werde. Könnte ich in die Zukunft schauen, würde ich mich schließlich auch an den Lottozahlen versuchen. 

Sonst ist aber alles in Ordnung. Wenigstens etwas. 

Sonntag, 24. Mai 2015

Wilde Verfahrerei und Produkte von 32Gi

Ich gehöre eher weniger zu den Abenteurern und deshalb finde ich es immer ganz gut, wenn man schon vorher ausklamüsert, wo man hin möchte oder wo es lang geht. Auf kurz oder lang möchte ich gerne mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber ich bin mir sicher, dass das nichts werden kann, wenn ich den Weg nicht mindestens einmal zusammen mit dem Zeugwart abgefahren bin. Also grundsätzlich werden, könnte es natürlich schon etwas, aber es würde länger dauern. Und ob das auf einem Arbeitshinweg erstrebenswert ist, wenn ich dann 3 Stunden später als geplant eintreffe, weiß ich nicht wirklich. Auch auf einem Arbeitsheimweg, wenn ich dann womöglich noch in die Dunkelheit komme, finde ich einen wilde Verfahrerei auch nicht prima.
 
Natürlich hat sich der Zeugwart als Wegführer bereit erklärt und so fahren wir also heute mal in den Taunus. Wir orientieren uns am Main, der von uns aus nur 6km entfernt liegt und fahren in Richtung Frankfurt. Das klappt hervorragend, außer, dass wir zwischendurch noch eine Bremse versuchen zu reparieren und dann doch umkehren um das Fahrrad zu wechseln. Wir haben dank dieser zeitlichen Verzögerung leider nun einen Zeitpunkt am Main erwischt, der an einem Pfingstsonntag ziemlich frequentiert ist. Alle Leute sind sportlich und die, die es nicht sind, sind trotzdem am Main. Mit ihren Hunden, mit ihren Kindern oder einfach nur mit ihren Kameras. Und bei allem letztgenannten stehen die Herrschaften auch gerne mal mitten auf dem Weg rum.
 
Was ihr gutes Recht ist, aber für Fahrradfahrer im allgemeinen und für uns und unsere Reisegeschwindigkeit im Besonderen, trotzdem ziemlich schlecht. Unsere Fahrt am Main entlang erfolgt deshalb heute außerordentlich langsam und vermehrt mit Stop und Go. Das muß eben auch mal sein. Wir fahren bis zur Leunabrücke, von der ich überhaupt gar nicht wußte, dass sie existiert, und dort überqueren wir den Main. Spannend... ich wohne mein ganzes Leben im Rhein-Main-Gebiet und eine Leunabrücke ist mir vollkommen neu.

 


Sie existiert aber, denn wir fahren drüber und schon sind wir in Höchst. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Arbeitsplatz und schwupp die wupp sind wir nach 38km auch schon da. Ich bin gespannt, ob ich hier wieder herfinde mit dem Rad. Mit dem Auto klappt es ganz gut, glücklicherweise.
 
Unseren Heimweg fahren wir etwas anders um den Menschen am Main ihren Pfingstsonntag zu gönnen. Und natürlich aus reinem Egoismus. Was überwiegt weiß ich nicht so wirklich... Nächstenliebe - Egoismus? Ist ja auch egal, denn entscheidend ist: jedem ist geholfen. 
 
 
Natürlich machen wir noch ein Tricamp-Buff Foto, damit wir Tobi und Judith auch mal einen Gruß schicken können und einen Grund haben ihnen zu erzählen wie sehr wir sie vermissen.
 
Und weil alles gerade so toll läuft, probieren wir auch noch gleich was Neues aus. Auf dem Hockenheimring haben wir Produkte der Firma 32Gi eingekauft, weil sie interessant und absolut ausprobierenswert geklungen haben. Interessant deshalb, weil bei einigen Produkten damit geworben wird, dass der blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau gehalten wird und deshalb über einen längeren Zeitraum Energie bereit gestellt werden kann. Also wenn das mal nicht verlockend  klingt. Die sogenannten Chews haben wir also -selbstverständlich- gleich mal zum testen eingepackt. Aus meiner ausgiebigen Geltesterfahrung mit zahlreichen spontanen Waldzwischenstopps weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Verträglichkeit ist.
 
Die Chews heißen bei anderen Herstellern Gummibären oder Gums oder sowas und sind kaubonbonartige Platten, die nicht kleben und so ohne Sauerei von der Tüte in den Mund wandern können. Mir schmecken die drei Geschmacksvarianten, die wir gekauft haben prima: Lime, Orange und Rasberry. Ich vertrage sie gut und ich habe Energie ohne Ende. Scheint also zu passen. Ich freue mich.
 
Interessant wird es beim Gel. Hier wirbt der Hersteller mit einer Einhandtechnik um das Gel zu öffnen und vor allem damit, dass das Gel ohne Sauerei zu machen auch wieder zurück in die Tasche gesteckt werden kann, wenn man es leer gemacht hat. Das stimmt so mit unserer Erfahrung nicht überein.


Bei uns platzt die Gelverpackung praktisch überall auf, außer an der Stelle, wo wir das willentliche Aufplatzen vermuten, und ergießt sich fröhlich und leider auch äußerst ausgiebig über die Hände, Handschuhe, den Lenker und das Oberrohr des Zeugwarts. So ist daheim also auch noch Wartung und Pflege angesagt? Wie ärgerlich. Vor allem auch deshalb, weil wir das Gel ja extra testen wollten und nun mit ordentlichem Hungerast gen Heimat radeln müssen. Den Radrahmen oder Lenker ablecken wollen wir dann nämlich doch nicht.


Samstag, 23. Mai 2015

Funktionelles Blackroll Faszientraining

Ich bin ja ein großer Fernsehsportler. Üblicherweise schaue ich Fußballspiele (obwohl ich da immer viele Fragen habe -> sehr zum Leidwesen des Zeugwarts), Olympiaden, Triathlon, Marathons und natürlich Schwimmen und Leichtathletik. Da bin ich ganz vorne mit dabei, sitze quasi mitfiebernd in der ersten Reihe auf der Couch und freue mich, dass soviel Sport im Fernsehen übertragen wird.

Damit ich nun auch endlich mal ein richtiger Fernsehsportler werde, hat mir 1x1 Sport eine ihrer neuen DVD's zur Verfügung gestellt: Funktionelles Blackroll Faszientraining. Interessant, dass meine Couchsitzerei nun offenbar dazu führt, dass ich von der Couch noch eine Reihe weiter vor rücke und direkt vor dem Gerät anfange zu sporteln. Erinnert mich auch irgendwie an meine Yoga Erlebnisse mit Susanne Fröhlich und an früher, als es noch Fitnessvideos im Sinne von Jane Fonda gab. Gibt es bestimmt auch heute noch... höchstwahrscheinlich.



Durch die DVD rollt sich außer der Blackroll offensichtlich auch noch Nina Heinemann. Sie ist mir als Hoteltesterin im Fernsehen schon mal über den Weg gelaufen, oder hat zumindest jemanden, der ihr unheimlich ähnlich sieht und ab und an mal durch die Hotels dieser Welt stapft um dem Manager zu sagen, dass sie sich eine gereinigte Toilette anders vorstellt. Egal. Ich lerne beim Blick auf die CD Rückseite, dass Nina -Sportler dutzen sich ja meistens- Personal- & Fitnesstrainerin ist und eine Blackroll Master Trainerin obendrauf. Was es alles gibt. Der Zeugwart und ich sind zwar, wie wahrscheinlich die meisten Triathleten, Besitzer einer solchen Rolle (und auch einer Blackroll Mini), aber dass es dazu Trainingsausbildungsprogramme gibt, ist mir total neu.

Was soll auch trainiert werden? Ich nutze die Blackroll ausschließlich zum drauf rum hin- und herrollen. Und das ist schon schmerzhaft und zwar in praktisch jeder Hinsicht. Warum also dafür eine Ausbildung machen?

Offensichtlich habe ich wenig Ahnung zu was die Rolle tatsächlich genutzt werden kann und deshalb habe ich auch diese Steinzeitansicht von wegen rum hin- und herrollen. Das kann ja heiter werden. Die arme Nina hat bei mir also wirklich jede Menge zu tun.
Beim öffnen der DVD fällt mir sofort eine Beilage auf. Ein kurzes Anschreiben von Nina... ah, gut, auch sie dutzt mich sofort auf einem Poster. Da sind wir also schon mal auf einer Wellenlänge. Prima.




Vom Prinzip her, ein Workout-Fitness-Poster wie es auch bei manchen Ärzten oder Physiotherapeuten hängt. Die Programme sind gegliedert in Core, Upper Body und Legs Pure und die dazu gehörenden Übungen sind bebildert und mit einer kurzen, sehr knappen Erklärung aufgelistet. Da blicke ich, als Fernsehtrainingsanfänger natürlich nicht sofort durch, das dürfte klar sein. Dafür ist die DVD da und Nina mit ihr. Quasi als perfektes Team.

Sie turnt sich also fleißig durch jede noch so anstrengende Übung der DVD und macht mit einer unendlichen Ausdauer alles vor.


Sie macht die Übungen sogar so lange, dass ich vor dem Fernsehgerät mit ihr zusammen rumhüpfen kann. Das heißt, erst bekomme ich die Übung, wie im richtigen Fitnessstudio auch, genau erklärt und einmal vorgemacht. Wenn Nina dann aufhört zu reden, geht die Musik an und oben wird eine Zahleingeblendet die mir mitteilt, dass die Übung (z.B. der Froschsprung) jetzt 60Sekunden lang durchgeführt wird. Dann zählen große eingeblendete Zahlen einen Countdown runter, bis die Übung fertig ist. Gut gemacht. Und schon geht's weiter.

Ich bin also mit meinem Posterplakat nicht alleine, sondern Nina turnt mit.

Die DVD gibt es für rund 19EUR hier. Ich finde, sie ist gut gemacht und zeigt prima, wie man die Rolle auch außerhalb des schnöden hin- und herrollens nutzt.

Freitag, 22. Mai 2015

Fotostrecke Duathlon am Hockenheimring

Das haben wir bisher noch nie gemacht, aber einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal. Und bei uns ist es der Duathlon am Hockenheimring. Bei diesem Wettkampf hatten wir keinen eigenen Fotografen vor Ort und haben uns so voll und ganz auf das Knipsteam von Sportograf verlassen. Die haben zwar bei der Krassfit Challenge auch ein paar Bilder von uns geknipst, aber jetzt auf dem Hockenheimring ist die Ausbeute der Fotos wirklich wahnsinn.
 
Bei der begrenzten Zahl an Teilnehmern und dem Rundkurs vielleicht auch kein Wunder? Egal. Wichtig war mir, dass die 24,99EUR für die sogenannte Fotoflatrate, die mir alle Bilder von mir verspricht, gut angelegt sind. Die Bilder sollen meine Wettkampfemotionen wiederspiegeln und ich möchte für den Betrag eine ordentliche Anzahl an Fotos überlassen bekommen. Natürlich in einer entsprechenden Qualität (postertauglich sollte die schon sein) und ohne lästige Wasserzeichen.
 
Beim Duathlon am Hockenheimring haben die Sportografen diesbezüglich ganze Arbeit geleistet. In meiner Fotoflat befinden sich ganze 60 Bilder, der Zeugwart hat sogar noch ein paar mehr Fotos auf denen er abgelichtet ist. Also da kann man nun wirklich überhaupt nicht meckern. 60 Fotos für 24,99EUR! Das ist ja wirklich nicht teuer. Natürlich gefällt mir nicht jedes Bild, manchmal schaue ich schepp oder grimmig, weil so ein Wettkampf eben nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist... aber 90% der Bilder würde ich mir sofort ausdrucken und/ oder aufhängen. Wenn wir an den Wänden Platz hätten. Dem Zeugwart geht es ähnlich. Das Geld war also gut investiert.
 













 

 




 
Ich finde der Spaß an dieser Veranstaltung ist uns deutlich anzumerken! Ganz toll fotografiert! Vielen Dank!
 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Seeteam

Heute ist die erste Swimnight in diesem Jahr und der Zeugwart und ich schaffen es nicht hinzugehen. Alle guten Vorsätze werden quasi sofort schon bei der ersten Veranstaltung über die Wupper geworfen... wohin soll das diese Saison nur führen? Im Nachhinein betrachtet allerdings sind wir froh, dass wir nicht vor Ort waren. Heute Abend ist am Langener Waldsee einer der Schwimmer verstorben. Alle Reanimierungsmaßnahmen blieben erfolglos. Wie schrecklich. Furchtbar für die Angehörigen und Freunde, die sicherlich niemals damit gerechnet haben, dass er von der Ausübung seines Sports nicht mehr heimkehrt und schrecklich für die Schwimmer und Retter, die ihm nicht mehr helfen konnten. Da hilft nur stilles Gedenken und Mitgefühl. Wenn überhaupt etwas hilft.
 
Ich denke dabei an die vergangenen Jahre, in denen die Teamchefin und ich ein wahrlich hochsoziales Seeteam gebildet hatten. Wir schwammen immer einträchtig nebeneinander her und wenn ich mal nicht mehr konnte, dann hat sie auf mich gewartet. Sie ist niemals weggeschwommen. Dieses Jahr wird sie nicht mit mir im Wasser sein. Selbstverständlich kann ich schwimmen und habe  keine Bedenken auch ohne die Teamchefin den Neoprenanzug auszuführen. Trotzdem wird es dieses Jahr anders sein, wenn der Zeugwart und die Vereinskollegen am Ufer warten, ich aber auf der Schwimmstrecke -eigentlich- ganz alleine bin. Und ich kann höchstwahrscheinlich genauso gut oder schlecht schwimmen, wie der Schwimmer gestern, der nicht mehr heimfahren mußte. Schließlich geht man nicht einfach so zur Swimnight. Ein Nichtschwimmer war er bestimmt nicht.
 
Wirklich erschreckend.
 
Solche Vorfälle lassen mich dann doch immer wieder nachdenklich werden. Fast scheint es mir, als wäre das reine Überleben schon Glück und eine Tatsache, über die man sich jeden Tag freuen sollte, solange man noch kann. Einfach am Leben bleiben ist heutzutage, was vielleicht auch an meinem mittlerweile doch recht fortgeschrittenen Alter liegen mag, offenbar nicht so selbstverständlich, wie man es sich wünschen würde. Früher, ja da war der Tod immer weit weg. Mit dem Sterben eines Kollegen wurde ich bereits 2011 regelrecht wachgerüttelt und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mein Alter, nicht nur Kollege sondern fast schon Freund, ab in den Urlaub und dann niemals wieder gesehen. Dass Großeltern sterben, und meine das natürlich ebenfalls taten, ist da zwar nicht weniger schlimm, aber doch anders wegzustecken. Für mich zumindest. Obwohl jeder Tot plötzlich und unvorhergesehen kommt, selbst wenn jemand alt oder krank ist, bei den alten Leuten in meiner Familie gehörte das Sterben irgendwie dazu. Meine Großeltern waren in meiner Welt auch schon immer alt.
 
Anders zum Beispiel meine Eltern. Die sind in meiner Welt irgendwie immer jung und ich bin manchmal regelrecht überrascht, wenn ich ein aktuelles Foto geschickt bekomme und beide vollständig ergraut abgelichtet sind. Wie kann das sein? So jung und dynamisch und dann so grau? Mein Vater ist dieses Jahr in Rente gegangen. Der Vater meiner besten Freundin im letzten Jahr. Beiden Männern merkt man ihr Alter als Fremder sicherlich auch nicht an, obwohl man sie garantiert älter schätzen würde, als ich es tue. Weil ich die Welt diesbezüglich vielleicht noch durch meine Kinderaugen sehe? Ich weiß es nicht.
 
So kommen die Einschläge, von denen meine Oma immer gesprochen hat, nun also auch bei mir näher. Kollegen, Eltern von Freunden, ein Triathlet im See. Das ist alles ziemlich nah. Und zu überleben in einer Welt, die offenbar voller Gefahren ist, scheint reines Glück zu sein. Aber manchmal muß man eben auch einfach Glück haben!
 
Ich hoffe, die Teamchefin geht im nächsten Jahr dann wieder mit mir zusammen in den See und wir können wieder ein Seeteam bilden. Dann habe ich auch ein Jahr Schwimmtraining aufgeholt und wir brauchen nicht so viele Pausen.
 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Timing ist alles.

An so Tagen wie heute, wo der Bahnstreik die Autobahnen fest im Griff hat, lohnt sich ein früher Feierabend genauso wenig, wie ein pünktlicher. Man kann entweder zu Hause arbeiten und dabei auf die besten Kollegen der Welt verzichten, oder man führt ungewöhnliche Arbeitszeiten ein. Ich entscheide mich heute für Letzteres. Daheim zu arbeiten bietet sich heute schon alleine aus dem Grund nicht an, weil ich heute wieder mit einer Kollegin zum laufen verabredet bin. Das ausfallen zu lassen wäre frevelhaft und geht gar nicht. 

Es regnet heute in Schüben immer mal wieder und ich bin wirklich froh, dass wir genau pünktlich in einer Regenpause losrennen. Meine Uhr, obwohl das letzte Mal GPS mäßig im "Norden" unterwegs, obwohl das ja gar nicht wirklich der Norden war, wie mir der Deichläufer erklärte, findet sie sich hier sofort wieder und kaum auf der Straße, flitzen wir auch schon los. 

Einmal durch den Gewerbepark und dann kurz durchs Gebüsch und raus auf die Straße, so haben wir es uns jetzt über die letzten Wochen angeeignet und folgen dem Schema F regelmäßig. An der Straße entlang geht's nun leicht abschüssig. Da hupt uns ein entgegenkommendes Auto an und der Typ am Steuer, vollsonnenbebrillt, winkt uns zu. Also das ist mir ja noch nie passiert und auch meine Kollegin behauptet absolut glaubhaft, dass auch ihr für gewöhnlich die Männer nicht an einer Bundesstraße bei 70km/h aus ihren Autos zuhupen. Ich glaube ihr das mal so. 

Natürlich hat dieser Typ es geschafft und ist für die nächsten Minuten unser Gesprächsthema, ehe wir uns wieder schöneren Themen, wie Arbeit, Wettkämpfe und allgemeinem Wohlbefinden widmen. Die knappen 40 Minuten für 6km vergehen so dauerquatschend wie im Flug und auch der unebene Untergrund macht mir heute nicht so sehr zu schaffen. Wir können zum ersten Mal gemeinsam, quatschend Dauerlaufen ohne dass ich eine Gehpause brauche. Egal ob für das Knie oder die Puste. Heute ist keine notwendig. 

Wieder ein Fortschritt. 

Als wir zurück am Büro sind, schaffen wir es allen wichtigen Führungspersonen noch nassgeschwitzt zu begegnen und uns für unsere massive Sportlichkeit, die wahnsinnige Ausdauer und tolle Motivation ausgiebig loben zu lassen. Da kann man nur sagen: Timing ist alles! Wir haben es diesbezüglich eben einfach drauf. 

Dienstag, 19. Mai 2015

Erderwärmung gesucht

Die Mitte Deutschlands hat uns wieder und schon sind es gute 4°C wärmer als noch im fast ganz hohen Norden. Unglaublich, dass es tatsächlich auch bei uns ein Süd-Nord-Temperatur-Gefälle gibt. Und das trotz Erderwärmung. Wir kommen gestern zurück und weil das Geknacke an meinem Fahrrad schier unerträglich nervtötend war, bringt es der Zeugwart heute gleich zum Radhändler meines Vertrauens. Viel dürfte da ja nicht dran sein... immerhin ist das Rädchen noch kein Jahr alt. Aber gut. Ich lasse mich mal überraschen. Ändern kann ich es ja sowieso nicht mehr, schließlich knackt es ja bereits. Hinterher ist man außerdem immer schlauer.
 
Wie jeden Dienstag im Sommer, wobei die heutigen Temperaturen tatsächlich schon wieder eine Idee mehr sommertauglich sind, als die von letzter Woche, wird heute geschwommen. Wir müssen dabei auf die Gesellschaft des Flitzers verzichten, denn der befindet sich im Anflug auf Lanzarote, wo er am kommenden Samstag den anderen Langdistanztriathleten mal zeigen will, wo der Hammer so hängt.
 
Für heute habe ich einen Schwimmplan geschrieben, der sich gewaschen hat.

 
Warum ich immer auf solche verrückten Pläne komme, weiß ich selbst nicht so genau. Er ist auf jeden Fall nicht zu schaffen. Für mich nicht und für den Zeugwart ebenfalls nicht. Auch der Fremdvereinsfan beißt sich daran fest, hat aber auch keine Chance. Ich habe mich maßlos überschätzt. Wahrscheinlich, weil es derzeit so gut beim laufen klappt? Da dachte ich, ich bin auch ein Fisch. Bin ich aber nicht. Und meine Arme schon gleich zweimal nicht... die sind schon nach der ersten von vier 600m Serien vollkommen fertig. Nix mehr los mit denen. Und ohne Arme geht es nur bedingt beim Kraul. Sicherlich kann ich dazu Beispiele finden, die das Gegenteil beweisen... hier und heute bin ich allerdings ohne Arme beim kraulen praktisch verloren.
 
Ich schwimme zwei der Serien und begebe mich dann ins Erholungsbecken. Ich bin nicht nur unheimlich langsam und meine Arme sind schlapp wie Pudding. Das Schwimmbecken hat auch zusätzlich rein gar nichts von der Erderwärmung mitbekommen, ähnlich wie der Deutsche Norden. Das Nichtschwimmerbecken dagegen ist von der Temperatur her regelrecht aufdringlich. Hier kann ich also ganz in Ruhe meine müden Armmuskeln (von denen ich ganz offenbar viel zu wenige habe) ausruhen und auf die anschließende -ebenfalls- warme Dusche vorbereiten. 
 
 

Sonntag, 17. Mai 2015

Rhythmisches Knacken

Das Wetter hier im Norden läßt wirklich zu wünschen übrig. Ich will mich wirklich nicht beschweren, aber daheim hat es 19Grad und Sonne und hier weht es ordentlich bei frischen 15Grad und bewölktem Himmel. Ich habe dafür gar nicht die richtigen Klamotten dabei. Obwohl ich sie daheim tatsächlich verfügbar hätte, muß ich also hier jetzt mit einem Schichtsystem arbeiten, damit ich nicht friere. Immerhin haben wir einiges an Sportklamotten dabei, so dass ich einige Schichten anlegen kann. Obenrum zumindest. 

Alles ist kurzärmelig. Was ein Glück, habe ich meine Armlinge noch in die Sporttasche geworfen. Allerdings war das eher pro forma, wenn wir mal früh unterwegs sein wollten und es da noch leicht kühl ist. Nun gut, das Wetter sieht die Sache anders und so ziehe ich Trikot, Trikot, Armlinge und Windweste übereinander und alles zusammen an. Zusätzlich kommt eine Mütze auf den Kopf, Handschuhe an die Hände und Überschuhe über die Radschuhe. Die habe ich glücklicherweise nämlich auch dabei. Mit Regen habe ich also gerechnet, mit Kälte nicht so sehr. 

Meine Packliste für Urlaubssport ist also definitiv ausbaufähig. Immerhin lerne ich hoffentlich aus meinen Fehlern?!

Wir fahren heute mit Gegenwind in die andere Richtung. Der Plan ist die Strecke vom Steinbecker Triathlon Festival abzufahren. Immerhin sind wir hier vor Jahren mal gestartet und haben die Strecke mit ihrem fiesen Anstieg noch im Kopf. Der Zeugwart läßt uns trotzdem von seiner GPS Uhr leiten, weil das gestern auch schon so super zur Varusschlacht geklappt hat. Steinbeck ist jetzt nicht so schwer zu finden, aber mit Anleitung ist es natürlich trotzdem etwas netter. 

Irgendwann beginnt mein Fahrrad fies und rhythmisch zu knacken und wir wissen schon jetzt, dass das eine nervige Rückfahrt wird. Wenigstens muß sich der Zeugwart jetzt nicht ständig umdrehen, um zu prüfen, ob ich noch da bin. Er kann es schön regelmäßig hören. Auch ob ich trete oder hängen lasse. Hoffentlich hat das Rad nichts schlimmes. 


Die Triathlonstrecke ist anstrengend, aber zu schaffen. Im Gegensatz zu damals mußte ich heute ja auch nicht früh schwimmen und später laufe ich auch nicht. Das ist mir auch jetzt schon klar. Da der Gegenwind heute auf der Hinfahrt tätig war, haben wir auf der Rückfahrt tollen Rückenwind. Das macht es nicht wärmer, aber doch etwas flotter. Da wir außerdem ein neues Gummizeug ausprobieren, was unendliche Energie verspricht, bin ich auch längst nicht so fertig, wie gestern. 

Besonders schön finde ich, dass die Leute hier im Norden ihre Fahrradwege nicht nur toll in Schuss halten, sondern sie ganz offenbar auch noch hübsch dekorieren. Wahrscheinlich weil sie aus anderen Teilen Deutschlands wissen, dass die Radfahrer eher weniger auf Radwegen fahren? Liegt aber ganz sicher am Zustand der Wege, weniger an der Deko. 



Trotzdem ist die hier sehenswert. 

Samstag, 16. Mai 2015

Varusschlacht im Wind

Da habe ich mir vor Wochen, genaugenommen sogar vor unserem Trainingslager auf Mallorca, eine Regenjacke gekauft und bisher war zum Radfahren immer gutes Wetter. Ausnahmslos. Es war einfach immer schön. Die Regenjacke hat deshalb bereits mehrere Radtouren zusammengepackt in der Trikottasche absolviert. Benutzt habe ich sie aber bisher noch nie. Heute ist es aber endlich mal soweit. 

Wir sind nach wie vor im hohen Norden auf Familienurlaub und weil wir der Familie natürlich nicht permanent auf den Wecker fallen wollen, haben wir uns für heute eine Radtour vorgenommen. Mehr oder weniger in der Nähe liegt nämlich ein Ort, der von sich behauptet, dass die Varusschlacht hier statt gefunden hätte. Wir waren schon mal ganz in der Nähe mit dem Rad, sind dann aber wegen "ich (=Claudi) kann nicht mehr" wieder umgedreht, ehe wir überhaupt einen Blick auf das Schlachtfeld werfen konnten. Heute soll es anders werden. 

Den ganzen Tag schon regnet es. Mal mehr, mal weniger natürlich, wie es eben immer so ist, aber konsequent schon den ganzen Tag. Heute ist also der ideale Tag für meine nicht mehr ganz neue, aber bislang vollkommen ungenutzte Regenjacke. Ich bin damit herrlich gut zu sehen, sie ist nämlich pink. Und das ist bei diesem miesen Wetter nicht unbedingt zu verachten. 

Die Jacke ist toll. Ich bin total begeistert! Sie paßt hervorragend, rutscht nicht und die Farbe finde ich super. Ich kann die halt nur an den Armen sehen, aber immerhin. Und Andere können mich ebenfalls gut sehen, was ich daran festmache, dass alle Autofahrer mit ordentlichem Sicherheitsabstand an mir vorbeifahren. Der Zeugwart fährt in schwarz vor mir her. Sehr schlecht zu sehen. Aber pink ist für Männer wohl eher keine Alternative? Außer vielleicht beim Giro d'Italia? 

Wir fahren mit herrlichem Rückenwind zur Varusschlacht und erfahren dort vor Ort, dass Fahrräder auf dem Schlachtfeld nicht erwünscht sind. Und dass das angrenzende Restaurant nur in adäquater Kleidung zu nutzen. Sehr interessant. Dann also keine geschichtlichen Exkurse heute. Wenigstens macht mir das Plakat zur anstehenden Germanicus Ausstellung Feldherr, Priester, Superstar ziemlich viel Freude... ist schon ein witziger Slogan. 


Wir fahren im Regen auf tollen Radwegen, die von der Reinlichkeit und dem Zustand unheimlich neu wirken und haben Gegenwind. Auf dem Hinweg hatten wir demnach Rückenwind, was ich gemein finde, denn den habe ich als gegeben hingenommen und nicht ausreichend gewürdigt. Rückenwind ist so herrlich, dass ihm eigentlich ein großer Dank gebührt. Ich dagegen habe ihn einfach ignoriert und jetzt habe ich die Quittung dafür. Gegenwind. 


Ich muß mich des öfteren in den zeugwartschen Windschatten hängen um nicht einfach stehen zu bleiben. Das klappt ganz gut. Und die Ausblicke, die ich, weil ich nicht gegen den Wind kämpfen muß, erhaschen kann, sind es absolut wert. Hier im Norden gibt es einfach viel zu viele schöne Häuser und idyllische Anblicke. Was kann uns der Wind da schon? Mir ja eh nichts, ich habe schließlich einen Zeugwart. 

Freitag, 15. Mai 2015

Kurze Runde

Ich kann mittlerweile wieder ganz gut, zügig, rumrennen. Bemerkenswert. Ich bin sogar mit weniger Training schneller, als ich vor dem Unfall mit viel Training jemals gewesen bin. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, entscheidend ist aber, dass es so ist. 

Heute laufe ich fern der Heimat, im hohen Norden, weil wir hier zu Besuch sind. Und so viele Sportklamotten eingepackt haben, die benutzt werden wollen, dass es fast nicht möglich ist, sie nicht zu benutzen. Das Wetter ist nicht sonderlich prickelnd hier oben, und so bin ich wirklich froh über Armlinge und Windweste, die ich eigentlich für's Fahrradfahren eingepackt hatte. 


Allerdings ist es mir zum Rad fahren heute definitiv zu frisch. Die Laufrunde ist kurz und praktisch topfeben... sie führt an Feldern vorbei und durch kleine Waldstücke, alles wirklich außerordentlich idyllisch und ziemlich ländlich hier. Vollkommen ungewohnt, denn sogar die Hundeführer haben ihre Tiere mehr als zu Hause im Griff, sind sich ihren Aufgaben bewußt und pfeifen ihre Hunde tatsächlich zurück, wenn sie mich erblicken. Und auf mein Danke daraufhin bekomme ich doch tatsächlich mehrfach die Rückantwort, "gerne, das ist doch schließlich meine Aufgabe". 

Interessant, dass das die hundebesitzenden Menschen in anderen Teilen Deutschlands ganz offenbar anders sehen. Das ist auffällig, obwohl mir mit Hunden bisher noch nie was passiert ist. 

Dienstag, 12. Mai 2015

Desaster rechts

Richtig Lust haben der Zeugwart und ich heute nicht auf Schwimmen. Irgendwie sind wir nach dem schönen Duathlon vom Sonntag noch nicht wieder im Sportmodus angekommen. Natürlich gehen wir aber trotzdem zum Schwimmen und wässern uns auch. Lustfrei. 

Wenn man keinen wirklichen Plan zum schwimmen hat, ist es, für mich zumindest, immer etwas schwer die Kurve zu kriegen. Mein Plan besteht irgendwie nur aus hohem Ellbogen. Daran soll ich arbeiten, hat der Zeugwart mitgeteilt und deshalb mache ich das auch. Ausgiebig. Morgen tut mir garantiert alles weh rechts. Das kann ich jetzt schon wirklich fühlen. Links kann ich den Ellbogen besser führend aus dem Wasser heben und mache damit einen ganz netten Schwimmzug. Rechts ist meine Schwimmerei ein wahres Desaster. 

Wenigstens darf ich zwei absoluten Schwimmanfängern, die im Erwachsenen Schwimmkurs das große Becken erkunden, zeigen, wie ich mich frei ohne Beckenrand über Wasser halte. Das ist für die zwei Schwimmanfänger ein wahres Wunder und für mich eine nette Abwechslung. Immerhin. So schlimm ist es heute zum schwimmen also doch nicht mehr gewesen. Gut, dass wir uns aufgerafft haben. 

Sonntag, 10. Mai 2015

Duathlon am Hockenheimring

Wie gestern geplant, klingelt heute der Wecker um 6h und der Zeugwart ist auch sofort hellwach. Ich dagegen lümmel noch ein bisschen rum, so dass ich schlussendlich doch zügig machen muß, um zum Frühstück zu gehen. Die Linsen landen äußerst flott im Auge und schon kann's dann auch losgehen. Vom Restaurant aus kann man auf die Start/Zielgerade sehen und ich fange jetzt schon an, mich auf den bevorstehenden Duathlon zu freuen. Früher war ich immer ordentlich aufgeregt, heute ist es eine freudige Erwartung. Ich fühle mich auch, fast zum ersten Mal, gut vorbereitet. Und ich habe eine klare Zielsetzung für den Wettkampf, der ich folgen möchte: 

  1. immer am Limit, d.h. keine Gehpausen beim laufen und permanent treten beim radeln
  2. immer lächeln, es werden Fotos gemacht (ich nehme mir das vor, weil die Teamchefin heute nicht dabei ist um es mir zuzurufen)

Beim Check-in gibt es noch einen kurzen Disput um das Zeugwartsche Fahrrad, bei dem es hilfreich ist, dass ich mich vorher erkundigt habe. Wir vertrödeln so etwas Zeit bei den Kampfrichtern und finden in der Boxengasse, die hier und heute zur Wechselzone wird. Dann checken wir unsere Räder ein und ich öffne meine Radschuhe und stelle sie zum reinschlüpfen bereit. Der Helm liegt geöffnet am Rad und schon können wir zur Wettkampfbesprechung vorrücken. 

Natürlich erfahren Athleten, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen bei so einer Besprechung nicht wirklich etwas Neues. Und aktive Kampfrichter sowieso nicht. Zusätzlich zu den normalen Regeln, die hier beim Jedermann Duathlon netterweise noch mal angerissen werden, erfahren wir auch, dass es ein absolutes Rechts-Lauf-Gebot gibt und beim Radfahren die Ideallinie genommen werden kann. Und während wir den Instruktionen so lauschen, schaue ich mir die anderen Teilnehmer heute früh an und bin sicher, dass ich -mit großem Abstand- als Allerletzte ins Ziel kommen werde. Die nachfolgenden Rennen werden höchstwahrscheinlich später beginnen -müssen-. 

Der Zeugwart und ich laufen uns kurz ein, damit es gleich beim Startschuss auch Vollgas losgehen kann und stellen uns dann am Start/ Zielbogen auf. Und auf einmal ist es nur noch eine Minute bis zum Start. Das ging ja flott jetzt. 
 
 
Der Startschuß fällt und die Herrschaften um mich rum rennen los, was das Zeug hält.

 
Selbst über 100m könnte ich nicht so schnell laufen, ohne im Anschluß zu kollabieren. Dass ich mich warm gelaufen habe, merke ich allerdings deutlich und komme gut voran. Das Feld sehe ich auch genau bis zur ersten Kurve vor mir und dann konzentriere ich mich nur noch auf mich und die Frau vor mir. Die treibe ich immer so 6 Meter vor mir her. Je nach dem ob sie gleichmäßig läuft, oder schwächelt. Dann laufe ich näher hinter ihr. 
 


Am Eingang der Boxengasse, wo auch der Wechselbalken und die Zeitnahmematte liegt, renne ich an sie ran und wir laufen gemeinsam über die Matte. Mein Wechsel geht flotter, nur aufsteigen kann ich nicht so schnell, und so fahren wir gemeinsam auf die GP Strecke. Ich muß erst mal was trinken jetzt. Dann schalte ich, beginne regelmäßig zu treten, gehe in die Aeroposition, fahre 30km/h und ziehe an ihr vorbei.


 
In der Aeroposition bleibe ich praktisch den kompletten Kurs, bis auf die Spitzkehre. Da fahre ich auf dem Oberlenker, das ist mir irgendwie sicherer. 
 
Insgesamt fahre ich vier Runden und werde bei Runde drei vom Zeugwart eingesammelt. Der zieht an mir vorbei und ich versuche an ihm dran zu bleiben.
 
 
Im Kampfrichter genehmigten Abstand, selbstverständlich. Aber der Zeugwart und seine Zeitfahrmaschine sind einfach zu schnell. Ist ja unfassbar, was der aus diesem Rad rausholt. Was hatte er denn bloß zum Frühstück? Also ich kann mir da jetzt keine Gedanken zu machen, ich trete was das Zeug hergibt: 31, 32, 34, 37... aber an ihn ran komme ich natürlich nicht mehr. Also fahre ich doch besser meinen eigenen Stiefel und halte die Geschwindigkeit über 30km/h. 

In der Boxengasse wieder angekommen, laufen mir ein paar bereits im Ziel befindliche Athleten vor die Nase und sind doch tatsächlich überrascht, dass da jetzt noch jemand sein Rad abstellen möchte. Also so spät bin ich jetzt auch nicht und immerhin kommen noch welche hinter mir. Aber gut. Ich wollte es auch nur mal erwähnt haben. Der Wechsel zurück in die Laufschuhe geht flott und schon kann ich wieder loslaufen. 

Zu absolvieren sind nun noch 2,5km.
 

Kurz vor der Sachskurve geht es zurück auf die GP Strecke um dann auf der Start/ Ziel Geraden einzulaufen. Coole Streckenführung! Ich kann nicht so schnell laufen, wie vorhin, weil meine Beine müde sind. Aber ich laufe und zwar schneller, als früher. Und als ich um die Kurve biege und das Ziel sehe, kann ich sogar noch mal alles rausholen und Gas geben. 
 
 

Das ist doch der Wahnsinn! Ich bin tatsächlich ins Ziel gesprintet. Gesprintet! 
 

Der Zeugwart hat sich hier natürlich schon die Beine in den Bauch gestanden und auf mich gewartet. Und ich war gute 30min schneller, als meine gestrige Hochrechnung. Und ich bin über die 5km eine neue Bestzeit gelaufen, ganze 3 Minuten schneller, als meine bisherige Bestzeit war ich heute. Unglaublich! 
 
 
Nachdem wir die Räder abgeholt und geduscht haben, schauen wir noch eine Weile beim Jedermann Rennen zu, und sitzen in der Sonne. 
 
Was ein herrlicher Tag!