I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 31. Mai 2011

Stützen am Beckenrand

Montag - Urlaub. Das ist Luxus. Echt super.
Den ganzen Tag faulenzen, bei bestem Wetter auf dem Balkon rumliegen und dann noch abends mit dem Team gemeinsam schwimmen gehen. Purer Luxus.

Wir verabredeten uns mit der Teamchefin und die brachte spontan den Profiathleten mit zum Schwimmtraining. So machten wir uns also zu viert und zum Feierabendtarif auf ins Freibad. Angesagt waren 21°C, gefühlt waren es beim ersten Bauchkontakt 10°C, aber ok. Ich bin ja hart im nehmen... *lach*.

Kurzes Einschwimmen, dann ein bischen Technik und noch den ein oder anderen Hinweis von Zeugwart und Teamchefin und dann hab ich noch geübt über den Beckenrand auszusteigen ohne jämmerlich auf die Fr... zu fallen. Hat sogar nach Anschwimmen ganz gut geklappt. :-)

Jetzt ist pausieren oder tapern, wie's auf neudeutsch heißt, angesagt. Morgen packe ich meinen Kram für den Wettkampf am Donnerstag und dann bin ich nur noch aufgeregt und nervös. *wimmer*


Montag, 30. Mai 2011

Start: 9h

Um Himmels Willen... da denk ich mir nix böses und schau mal auf die Wettkampfseite vom Donnerstag... und dann muß ich feststellen, dass ich um 9h starte. Und die Prominenz sowie die anderen Mitstreiter um 9:15h. Das bedeutet, ich schwimme noch während die anderen starten. Und auf dem Rad werden sie mich dann eiskalt einholen! Oh jeminehhh. Das ist doch irgendwie voraus zu sehen. Na ja. Vielleicht habe ich Glück und sie warten im Ziel auf mich? Vielleicht schon geduscht?
Ist ja eh nicht zu ändern. Hauptsache es wird gutes Wetter. Man muß einfach Prioritäten setzen.

Zuschauersicht

Ich habe mich berappelt... nachdem ich mir selbst am Wochenende kräftig zugesetzt hatte weil ich ja dringend sportlich sein wollte ohne genug zu trinken. Jetzt geht's wieder. Das war aber auch wirklich nicht schön und keine gute Erfahrung.
Wie auch immer kann sich mein Gedächtnis jetzt auch an den Wettkampf in Worms aus Sicht einer Zuschauerin erinnern. Und weil's so schön (anstrengend) war möchte ich darüber einen Blogeintrag schreiben.

4:30h. Unfassbar. Ich bin ganz sicher. Da ist doch der Radiowecker angegangen. Ein Fehler? Es ist doch Sonntag... was soll denn das jetzt? Ich ignoriere den einfach, der Zeugwart wird sich schon kümmern... denke ich. Aber ich bin ja auch irgendwie von gestern und raffe gar nichts. Gut, ist ja auch früh am Tag. Sonntag. Der Zeugwart sagt "guten Morgen, hoffentlich hab ich alles" und ich denke mir nur... Sonntags morgens um 4:30h hat man immer alles. Was soll schließlich fehlen? Und dann machts klick. Ach je. Wettkampftag. Gott sei dank nicht mein Wettkampftag... aber ein Wohnungsbewohner startet und ich bin selbstverständlich vor Ort. Also stimmt das doch mit dem Wecker.

Nix wie raus aus den Federn. Es ist noch dunkel. "Dämmrig" nennt es der Zeugwart, aber gut... ich frühstücke erst mal was. Dann packe ich meinen Zuschauerrucksack. Als Zuschauer und Anfeuerer kann man nicht unvorbereitet gehen. Ich also schnell was zu trinken eingepackt, die Ratsche gesucht und die Kamera dazu gelegt. Dann noch ein paar Blasenpflaster, Wechselschuhe und das Handy für die Liveberichterstattung ans Team. Paßt.
Wir schleppten die Wechselbeutel ins Auto und der Zeugwart entschied, dass er das Fahrzeug steuert. Prima. Ich war immer noch nicht richtig wach.

Die Fahrt nach Worms war schnell und unkompliziert. Kein Auto auf der Straße... wer fährt schon so früh rum... an einem Sonntag! ;-) Nur Athleten, so scheint es mir. Ich sitze also auf dem Beifahrersitz und versuche den Zeugwart zu beruhigen. Er ist recht aufgeregt, wie es sich für die Stunden vor einem Wettkampf gehört.

Wir kommen in Worms an und finden sofort einen Parkplatz. Und der ist auch noch recht zentral, man kann gut jeder Zeit wegfahren, weil er keine Strecke blockiert. Echt gut. Der Zeugwart diskutiert mit sich selbst ob es wohl Neo oder kein Neo sein wird und ich halte das Rad. Ich pumpe außerdem die Reifen auf und gebe gute Ratschläge. Diese Vorwettkampfnervosität ist ja auch beim Profi sehr ausgeprägt, scheint was männliches zu sein? Egal. Wir pilgern langsam in Richtung Wechselzone. Ich trage einen Wechselbeutel und schaue mir dabei die Strecke an, die die Athleten zwischen Schwimmen und Wechselzone zu absolvieren haben. Lustigerweise ist diese Strecke tatsächlich länger als die 300m Schwimmstrecke. Ich muß schmunzeln. Dieser Wettkampf ist tatsächlich was für Leute die Schwimmen blöd finden.

Wir erreichen die Wechselzone, es wimmelt von Athleten. Ein Kampfrichter, der ungewöhnlich flippig aussieht und längere blonde Haare hat, winkt uns heran. Er betrachtet sich das Fahrrad und schaut aufmerksam in des Zeugwarts Helm. Dann wird dieser noch im aufgesetztem Zustand betrachtet und der Zeugwart samt Wechselbeutel durchgewunken. Ich bleibe draußen. Was haben Zuschauer auch in der Wechselzone zu suchen. Schon richtig, dass die Helfer da so drauf achten. Ich meckere nicht, sondern warte ab. Ahhh... und ich krame schon mal die Kamera raus. Vielleicht läuft ja der Zeugwart durchs Bild. Lustig, ich komme mir vor wie eine aufgeregte Mutter beim Schulanfang. Es ist doch wirklich einfacher selbst mitzumachen... dann kommt man auch nicht auf die Idee alles fotografieren zu wollen.
Nachdem der Zeugwart wieder aus dem Bikepark zurück ist gehen wir in Richtung Schwimmstart. Immerhin hat uns der Ansager bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns frühzeitig dort hin begeben sollen, dass es ein nicht zu unterschätzender Weg sei und dass die Athleten unbedingt pünktlich sein möchten. Gut... wir befolgen den Rat. Noch ein kurzer Halt am Auto, der Zeugwart entledigt sich seiner Jeans und entscheidet sich endgültig gegen den Neoprenanzug.
Ich übernehme den Autoschlüssel und in Schlappen sowie mit Wechselbeutel geht's in Richtung Schwimmstart. Der Weg ist prima ausgeschildert.
Außerdem laufen ihn gefühlte 3.000 Leute. Wer sich da verläuft tickt nicht richtig.

Wir laufen vorbei am Schwimmausstieg, ich schau wo man sich für Bilder und anfeuern später am besten platziert, und dann sehen wir schon das Hafenbecken. Die Bojen, den 33.3er Start und jede Menge Athleten. Die Schlangen vor den Dixis sind beeindruckend... und es sind hauptsächlich Männer die anstehen. Sehr ordentlich. Einige Athleten quälen sich bereits 45Minuten vor dem Startschuß in ihre Neoprenhaut. Besser man ist vorbereitet, was? Ich schaue nur herum, bin interessiert, wie lange eine Dame von einem Triathlonverein (sie trägt den Namen stolz auf ihrem Wettkampfdress) braucht um in ihren Neoprenanzug zu steigen. Das dauert wirklich ewig.
Der Zeugwart macht das was gefühlt alle Athleten machen, die gerade nicht in ihre Neos steigen, er steht an für ein Dixi. Ich steh rum und greife noch eine Tröte ab. Außerdem höre ich den Tauchern zu die ihre Aufgabe sehr wichtig nehmen und nun langsam zu ihrem Gerödel greifen. Außerdem ist anscheinend gerade gesagt worden, dass man sich einschwimmen dürfte und einige fleißige Athleten stürmen das Hafenbecken. Das zieht andere mit und schon wird wild hin und her geschwommen. Das ja lustig. Quasi von 0 auf 100... :-)
Als der Zeugwart zurück kommt bringt er Svenja mit. Sie ist Helferin und an mehreren Orten eingesetzt. Wie schön. Als erstes wird sie sich also mit Neoprenanzug auf einem Surfbrett im Wasser darum kümmern, dass beim Schwimmen alles glatt geht. Prima. Der Zeugwart beschließt schon mal zum Start des 33.3 zu gehen und ggf. nochmals zurück zu kommen. Ich bleibe einfach stehen.

So ist das wenn man anfeuert. Man steht und schaut.

Es wird wuselig. Athleten stellen sich an die Startlinie, ich höre viel Glück und Erfolg-Wünsche und der Kreis der Athleten um mich rum lichtet sich. In Sekundenschnelle ist keiner mehr da, die Zuschauer sind unter sich, es wird kurz geprüft ob es legitim ist die Tröten zu benutzten und dann gibt's auch schon die Ansage... und den Startschuß.

Für mich ist es IMMER legitim bei einem Wettkampf Ratschen und Tröten zu benutzten. Es gehört einfach dazu. Und gerade beim Schwimmen hören die Athleten eh schlechter, es ist also geradezu wichtig, dass man möglichst viel Lärm macht. Die Athleten wissen ja sonst gar nicht dass man da ist. *grins*
Nachdem ich für mich beschlossen habe, dass der Zeugwart sicherlich nicht wieder zu mir zurück kommt, sondern bei seinem Startbereich bleibt habe ich mich ratschenderweise in dieses Drittel der Schwimmstrecke begeben. Quasi in Richtung Ausstieg. Das Wasser brodelte und die 1km Schwimmer waren hübsch anzusehen. Viele kraulten, einige schienen ums Überleben zu kämpfen, ich sah Brustschwimmer en masse und zwei Rückenschwimmer. Ein paar Athleten drehten sich japsend auf den Rücken, so dass die Kanufahrer berechtigterweise fragten ob alles ok sei. Und dann kam der letzte Schwimmer. Er ging ins Wasser, als würde er "ins Wasser gehen" stolz und souverän begann er zu schwimmen. Brust.
Und dann hatte auch dieser Athlet die Distanz absolviert und der Startschuß für den 33.3er erfolgte.

Jetzt mußte ich wirklich alles geben. Schließlich kann man ja nicht nur fremde Athleten anfeuern, entscheidend ist ja, dass man "seine" Athleten anfeuert. Da ich zusätzlich noch für die Fotos eingeteilt war (denn der Rest des Teams war nicht verfügbar, wie das sonst eben der Fall ist) ratschte ich also mit der linken Hand und lichtete den Zeugwart mit rechts ab. Er kraulte. Das ist gut. Da er Ohrstöpsel trägt beim Schwimmen muß man gute Ratschläge sehr laut rufen. So haben die anderen Schwimmer auch gleich noch was davon. Vielleicht können sie ja auch einen Ratschlag gebrauchen? Als der Zeugwart in undefiniertes Brust/Kraul/Japsschwimmen verfiel ratschte ich und als er sich verschluckte gab's den Ratschlag, dass Getränke am Fahrrad zur Verfügung stehen und man deshalb jetzt auf die Flüssigkeitsaufnahme verzichten könnte. Der Zeugwart quitierte diesen gutgemeinten Ratschlag mit einem "Ja ja" und schamm zum Schwimmausstieg.
Ich gab Gas, schließlich wollte ich das festhalten und ihn auch gleich fragen, wie's ihm denn so geht. Der Zeugwart schoß die Rampe hoch und auf den roten Teppich, dass ich froh sein konnte die Kamera schon im Anschlag zu haben. Und dann flitzte er an mir vorbei. Ach herjee... jetzt wird das hier auch noch anstrengend. Ich also hinterher, für ratschen und tröten hatte ich keine Zeit und keinen Nerv. Ich jagte dem Athleten hinterher so dass ich noch ein Bild schiessen konnte.
Dann er ab in die Wechselzone und ich weiter geradeaus wie bekloppt zum Radstart.

Meine Güte. Ich war ja völlig außer Atem. Mit Rucksack, Tröte und Kamera sowie der Ratsche bewaffnet wartete ich auf Athlet und Fahrrad. Und Tatsache nur ein paar Sekunden später bestieg er das Rad, lächelte und war weg. So schnell kann's gehen, da kommt's wirklich auf Sekunden an. Aber es hat ja gut geklappt.

Gut? Nun ja. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen noch auf die Uhr zu schauen... aber egal. Ein bischen Schwund ist halt immer. Ich sendete also eine SMS ans Team und teilte mit, dass das Rad nun über die Strecke gefahren wird.
Und dann machte ich mich über einen kurzen Umweg auf zum Laufstreckenstart.

Ich schnappte etwas nach Luft und dann ging's auch schon weiter. Unfassbar. Da kam doch ein Radfahrer in die Wechselzone geschossen. Und der wirkte schon irgendwie so, als würde er es ernst meinen... der Moderator, die Helfer und auch die Zuschauer haben das Eintreffen des Führenden gar nicht so mitbekommen. Meine Ratsche hat auch verspätetet eingesetzt. Der junge Mann war einfach zu flott unterwegs. Immerhin folgte er den Absperrungen, ohne diese -wie einige seiner Verfolger- in Frage zu stellen und war weg. Seine letzten 3km sollte er praktisch alleine absolvieren. Ich glaube seine Verfolger kamen in die Wechselzone als er bereits auf der Zielgerade war.
Dann kamen sie aber vermehrt. Nicht in Massen, was sehr schön war, so konnten die Zuschauer wirklich jeden Athleten anfeuern, aber tröpfchenweise. Und dann sah ich doch den Zeugwart durch die Wechselzone rennen. Ach was? Schon da? Jetzt? Ich hab ja noch gar nicht mit ihm gerechnet... was sicherlich hauptsächlich damit zu begründen ist, dass ich nicht auf die Uhr geschaut hab. Daran müssen wir arbeiten.
Der Zeugwart lief aus der Wechselzone raus, ich war baff. Was ein Lächeln. Toll. Der Wettkampf schien gut Spaß zu machen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause wechselte ich an die Zielgerade. Zwar ist Anfeuern auf den letzten Metern nicht mehr so wichtig, aber einem Athleten im Ziel zu applaudieren ist durchaus legitim und angebracht. Immerhin waren es mittlerweile locker 23°C, gefühlte 30°C und alle haben eine tolle Leistung gezeigt.

Viel zu schnell bog der Zeugwart um die Ecke, ich war mit meinen Überlegungen zur Temperatur ja noch gar nicht fertig, und ich gab ihm noch ein letztes "Super" mit auf den Weg. Und schon war er im Ziel. Leider hat der Moderator ihn nicht angesagt, denn offensichtlich gab es mit der Nachmeldung doch Probleme und er war nicht für diesen Wettkampf gelistet. Aber das ist zu verschmerzen.

Ich machte mich auf zum Ziel, gratulierte und bestaunte die Medaille. Wow. Sehr hübsch, ein Stück für das es sich zu kämpfen lohnt.
Der Athlet verschwand im Athlete's garden und ich wartete noch ein bischen im Zielbereich.

Sonntag, 29. Mai 2011

Anfeuern auf hohem Niveau

Da die 33.3 natürlich auch nicht 1km zu absolvieren hatten beim Schwimmen, sondern sich nur 300m weit durch das kühle Nass bewegen sollten mußten sie auch nicht so weit vom Schuß starten. Der Start war also woanders und man mußte nicht über eine steinerne Rampe sondern über ein Metallgitter auf den Steg.
Hier warten die Veranstalter ... und der Zeugwart... noch auf den Start. Der sollte erst erfolgen, wenn alle Athleten vom 111 das Wasser verlassen hatten.


Und weil dann doch immer alles schneller geht als man es erwartet machte es urplötzlich (für mich) Peng und Anette (vom Frankfurt City Triathlon) hat die Athleten und damit auch den Zeugwart auf die Strecke geschickt. Meine Ratsche und die Tröte waren gleich voll im Einsatz... und dazu gab's weiter Bilder:

Der Zeugwart absolvierte große Teile der Strecke kraulend und der Stil war vorbildlich... hoher Ellbogen, kräftiger Durchzug und schön gestreckt. Leider klappts nicht dauerhaft mit dem Kraulen. Da muß Svenja noch mal ran. ;-)

Tja und dann war das Schwimmen auch schon vorbei und der Zeugwart lief zur Wechselzone.


man beachte den "goldenen Schnitt" ;-)

Und weil ich eine so engagierte Zuschauerin bin und einen Kurs im Anfeuern belegt habe bin ich nach dem Schwimmen flott zum Radstart geflitzt. Und da stand ich nur ein paar Sekunden und der Zeugwart kam ums Eck gerannt. Was ein Timing!


Dann bin ich an die Laufstrecke gewechselt und habe auf die Athleten gewartet. Der Sieger des 33.3 Rennens ist mit so einem riesigen Vorsprung auf die Laufstrecke gegangen, dass der Ansager ihn noch gar nicht erwartet hatte. Und die Helfer ebenfalls leicht überrascht wirkten:

ganz schön schwungvoll der Herr


Nachdem der Zeugwart voller Enthusiasmus ebenfalls auf die Laufstrecke wechselte und die Brücke in Angriff nahm machte ich mich auf den Weg in Richtung Ziel. In Worms liegt alles schön nah beieinander und ich war selbstverständlich überpünktlich dort. Er konnte mir nicht entwischen... trotzdem war ich über die plötzliche Ankunft des Zeugwarts auf der Zielgeraden doch etwas überrascht. *grins* So kann es auch der besten Anfeuerin mal gehen...
Der Zieleinlauf ist wirklich toll, gerade wenn man ihn so für sich alleine hat! Gratulation zur super Leistung bei bestem Wetter. Auf allen Fotos wurde gelächelt und wenn jetzt noch die Nachmeldeprozedur in der Ergebnisliste funktioniert, dann ist alles geritzt.

Laut Athletenaussage ist die Zielverpflegung vorbildlich und nachahmenswert. Ich habe mich im Zielbereich rumgedrückt, noch ein bischen von meinem gekühlten Wasser an Athleten verteilt und mich ebenfalls ausgeruht. Nächstes Mal starte ich selbst... ich glaube das ist nur ein bischen anstrengender. ;-) Obwohl auf der Radstrecke zur Hälfte Gegenwind war...

Rumschwimmen in Worms

Der Tag der Tage...Tristar Wettkampf in Worms.
Dieses Jahr gab's außer dem 111, der bereits im letzten Jahr statt fand auch noch ein weiteres Format, den 33,3. Für diese Distanz hatte sich der Zeugwart entschieden.
Da die längere Strecke auch länger dauert wurden die Athleten als Erstes auf den Kurs geschickt. Es war herrliches Wetter, das Wasser hatte laut Veranstalter irgendwie so 22°C und ich kam gar nicht umhin ein paar Fotos zu machen:


Hier herrscht noch die berühmte "Ruhe" vor dem Sturm...

ehe dann die Profis und die Altersklasseathleten vorrücken



Der Start erfolgte in Gruppen, immer ein paar Athleten wurden zusammen die Rampe runterschickt... hier habe ich die Spitze auf dem Bild

Was ich übrigens unfassbar finde, ist, dass aus dem hinteren Teil dieser Schwimmer doch tatsächlich einer VOR der Boje rum ist um sich an 4.Stelle einzureihen. Das ist ja wohl echt der Oberhammer... sowas unsportliches.

Ziel für alle Schwimmer war dann übrigens hier:

Samstag, 28. Mai 2011

Worms Vorwettkampfgedaddel

Es bahnt sich Großes an bei uns daheim. Ich bin ganz ehrfürchtig...
...zwar sitze ich in Ruhe auf der Couch und bin ganz entspannt, aber in dieser Wohnung ist ein Athlet zu Gange.
Alles begann heute früh, nein gelogen. Alles begann mit einem Flyer den wir bei der Swimnight bekamen. *grusel* Darauf wurde der Tristar 111 in Worms am Sonntag (ja, richtig. Diese Woche!) beworben. Cool dachte ich mir, da könnte man gut zum Zuschauen hinfahren und Macca ist auch angekündigt. Klingt gut. Diese Überlegung fand in meinem kleinen Gehirn statt. Im Gehirn des Zeugwarts ging's ganz anders zu. Die Gedanken spannen sich um das Wort "nachmelden"... ach herje.

Heute früh ging's dann also los. Wir sattelten die Motorräder und machten uns auf in Richtung Worms. Dort angekommen schlenderten wir über die kleine Messe und bekamen an der Info die Mitteilung, dass Nachmeldungen nicht möglich sind. Oh Schreck.
Sollte dieser tolle Zieleinlauf verwehrt bleiben?

Bei einer Teamleaderin nachgefragt, die Lothar Leder direkt auf die Möglichkeit einer Nachmeldung ansprach, waren wir dann erfolgreich. Trotzdem er sicherlich total im Streß war und wirklich 1.000 andere Dinge zu tun hatte, hat sich Herr Leder persönlich drum gekümmert, dass der Zeugwart sich nachmelden kann. Wow. Das ist mal eine super Aktion! Wirklich. Herzlichen Dank dafür!Das Motto gilt wirklich nicht nur für die Athleten... sondern auch für die netten Helfer und den Veranstalter. Ich bin echt begeistert, ob des Engagements. Prima!

Jetzt geht es hier daheim also drunter und drüber. Beutel hin, Beutel her, Neopren rollen, Chip kontrollieren, Aufkleber ans Fahrrad, Aufkleber an die Beutel (die übrigens vorbildlich beschriftet sind!) und so weiter. Was zieh ich an, was lass ich aus, was muß mit... das übliche Vorwettkampfgedaddel eben.

Also bei mir nicht... ich bin ja Anfeuerer und Zuschauer und muss mich um so Dinge wie Kamera geladen, Speicherkarte leer, Ratsche zum lärmen und Stopuhr kümmern. Mehr Aufgaben habe ich für morgen nicht. Ach so doch... eincremen muß ich mich auch noch. Mit LSF. :-)
Ich hätte zwar auch noch nachmelden dürfen, aber ich bin schon aufgeregt genug vor der OD am Donnerstag. Da brauche ich nicht noch mehr Wettkampffieber davor. Und da mir ja das Schwimmen besonders liegt wäre es ja nicht besonders geschickt gerade dieses Disziplin möglichst kurz zu halten... ;-)
Ich werde mich also erneut im Anfeuern üben, in der Hoffnung, dass der Zeugwart einen tollen Wettkampf erleben wird!

Freitag, 27. Mai 2011

Genau hinsehen

Manchmal muß man einfach auch mal die Kamera mitschleppen... weil einem sonst nicht wirklich ins Auge sticht wie schön die eigene Laufstrecke so ist.
Einige blogschreibende Läufer sind mir da weit voraus und lichteten in der Vergangenheit bereits ziemlich genau ihre Laufstrecken ab. Ich hab mir heute einfach mal ein paar nette Motive gesucht und abgedrückt.


Hübsche Sitzgelegenheiten am Mainstrand.



Kornblumen im Getreidefeld bieten ein paar wirklich sehr hübsche Farbtupfer!


Ein Mäusedieb... auf frischer Tat ertappt.





Richtig hübsch bei mir bzw. auf meiner Laufstrecke ... finde ich. Genau hinzusehen ist manchmal einfach durch nichts zu ersetzen! :-) Schließlich empfindet man das ja als total normal, weil es einfach täglich so aussieht. Also: Augen auf beim rumlaufen!

Seesoneröffnung

Mensch was habe ich sie lang herbeigesehnt: die Swimnight. Endlich war es also soweit und wir machten uns auf den Weg zum Langener Waldsee. Beginnen sollte der Check In um 18h... wir waren wirklich nur Minuten später vor Ort und die Schlange war bereits schier endlos. Wow, soviele fleißige Schwimmer wollten also mitmachen? Unfassbar, dass -obwohl der Beitrag ja deutlich höher war als in den vergangenen Jahren- wirklich locker 300Leute da waren. Wahrscheinlich lese ich demnächst, dass es noch wesntlich mehr waren. ;-)
Wir stellten uns also an, die Teamchefin besorgte netterweise noch dei Anmeldebögen und wir füllten kollektiv alles aus. Gut, dass ich noch einen Stift eingesteckt hatte, den ich auch fleißig in der Schlange rumreichte.
Vorne angekommen hatten wir schon ein paar Kontakte geknüpft. Dann gab's auch schon den Beutel
und den Hinweis gleich in die nächste Schlange vorzurücken. Dort sollte es die Neoprenanzüge zum ausleihen geben. Wenn man sich meinen Beutelinhalt genau betrachtet stellt man fest, dass leider der versprochene Stadler Gutschein fehlt... *schluchz*. Ich hab gleich mal nachgefragt ob's da ein Packdefizit bei mir gab.

Das war sehr spannend organisiert. Zuerst durfte ich Größe und Gewicht mitteilen, nach einer kurzen Frage ob Einsteiger oder nicht, wurde der Leihneoprenanzug ausgesucht. Er bekam eine Nummer auf den Bügel und wurde weggehängt??? Wie ich dachte ich könnte damit jetzt loslegen. Nein, weit gefehlt... es sollte noch eine Neopreneinweisung geben, vorher wollte man mir den Neoprenanzug nicht geben. Ok. Versteh ich zwar nicht... aber bitte.
Eine Minute später durfte ich mich dann anstellen um den Leihneporen doch in Empfang zu nehmen. Eine Einweisung hab ich nicht mitgekriegt. Bin dann ans Auto um mich anzuziehen. *grins* Hat auch ohne Einweisung wunderbar funktioniert, welch Überraschung.
Also alles angezogen, Handtuch, Schwimmbrille und hübsche teamchefinfarbene Badekappe geschnappt und in Latschen durch den Sand ans Wasser. Die Bojen waren bereits gesetzt und viele neoprenbehäutete Sportler standen rum. Wir gingen ans Wasser und die angekündigten 20,5°C waren frisch am Fuß. Sehr frisch. Brr.

Bis zum Knie im See stehend lauschten wir den Wort von Jan ... Sibbersen, dem Initiator der Swimnights, der ein paar gute Ratschläge und Hinweise mitteilte. Ich hab leider nur die Hälfte mitbekommen, aber ich war ja letztes Jahr schon dabei und gehöre deshalb zu den "alten" Hasen. *lach* Wenn man's so nennen kann.

Es gab keinen Massenstart und so ließen wir einige Schwimmer vor und schwammen dann langsam los. Uhiiii, frisch am Gesicht. Also los, Dreieratmung, schön durchziehen und auf zur ersten Boje. Upps, da schwimme ich doch glatt auf eine Gruppe auf. Cool. Die hab ich nicht für greifbar gehalten, als ich losgeschwommen bin. Rum um die Boje und weiter. Einige Mitschwimmer hatten wieder Orientierungsprobleme, aber das hat mich nicht gestört. Die Boje immer fest im Blick, lief echt super bei mir.
Nach der zweiten Boje bog ich ab in Richtung Strand. Alles weiterhin prima. Ich machte meiner Dreieratmung und schwamm und schwamm.

Da plötzlich kreuzte jemand meinen Weg... nicht einfach so ein bischen verschwommen, nein, derjenige schwamm quer. Richtig quer. *lach* Also packte ich die Wade des Querschwimmers und erwiderte auf sein angepisstes "ey, was soll das denn?" nur ein freundliches "zum Strand geht's da lang" und zeigte nach vorne, was links von ihm war. *lach* Der große Triathlet mit eigenem Neoprenanzug (sieht man da leicht, da kein Sailfish) bedankte sich für meinen gutgemeinten Hinweis und legte sofort wieder los. Diesmal schwamm er praktisch genau in die andere Richtung... was wieder nicht so richtig zum Strand war, aber gut. Nicht mehr mein Tanzbereich. Ich schwamm munter weiter, immer schöne Dreieratmung bis ich am Strand angekommen war.

Der Zeugwart stand bereits am Strand und wartete. Kurz nach mir folgte die Teamchefin. Alle waren also wohl behalten wieder zurück und wir konnten das muntere Wassertreiben noch ein bischen beobachten. Die fliederfarbenen Badekappen auf den schwarzen Schwimmern im Sonnenlicht sahen wirklich sehr hübsch aus.

Vom See sind wir dann auch irgendwann wieder weg gefahren um daheim das Seesoneröffnungsgrillen zu veranstalten. Das war sehr lecker und wortreich. Immerhin gab es jede Menge Erlebnisse aus dem See zu erzählen.
Ich freu mich schon auf nächste Woche!

Mittwoch, 25. Mai 2011

Das Wettkampfquartal

Ich bin begeistert. Wirklich. Die Teamchefin ist einfach die Beste und der Profiathlet ist bereits in der Lage locker 1500m am Stück zu kraulen. Im Training. Ja da bitte ich Euch, was stellt Schwimmen schon für ein Problem dar?

Dem ankommenden Wettkampfquartal steht also nichts mehr im Wege... es ist nämlich so, dass Wettkämpfe in ihrer eigenen Zeitrechnung berechnet werden. Das heißt, das sobald mehrere Wettkämpfe in einem Zeitraum von 3Monaten statt finden nennt man diesen Zeitraum Wettkampfquartal. Soviel dazu.

Wie auch immer wurde heute bekannt gemacht dass das Team-Wettkampfquartal in der kommenden Woche beginnt. Also mit dem Wonnemonat Juni.
Am 2.6. geht's mit meiner OD los. Die Teamchefin, der Zeugwart und der Profi nehmen am 5.6. dann in Büdingen die Strecke unter die Lupe. Dann folgen weitere Wettkämpfe, darunter Rodgau, Womensrun (aber natürlich nur weibliche Teammitglieder), Nightrun und so weiter. Das Team ist richtig sportlich dabei im kommenden Quartal. Ende August gibts dann das Finale und das Team kann sich im September mit Formerhaltungstraining über Wasser halten.
Denn im Oktober ist der Profiathlet dann schon wieder zum Blümchen pflücken in Frankfurt gemeldet.

Morgen beginnen ja die Swimnights und wir planen ein Seesoneröffnungsgrillen im Anschluß. Hoffentlich hält das Wetter, ich las vermehrt von Gewittern... das wäre blöd. Aber da der liebe Gott ja Triathlet ist wird er das zu verhindern wissen. Angesagt wurden von der Teamchefin mindestens einmal 600m durchkraulen. Na bravo...kaum weiß ich vom Wettkampfquartal werde ich auf Anweisung durch den See gehetzt. Jetzt kann ich wirklich froh sein, dass ich für die große Runde noch eine Woche Karenz Zeit hab.
Und weil ich nächsten Donnerstag ja Wettkampftag habe werde ich sicherlich nochmals von der großen Runde verschont. *hoff*

Dienstag, 24. Mai 2011

Geht doch.

Heute war es Zeit auszutesten ob die Langsamkeit an den Umständen liegt oder an Schuhen oder am Wetter oder am Kirchgang.
Nach einem Arbeitstag der mich ordentlich auf Trab hielt brauchte ich über 1,5Stunden heim. Die Polizei hat mal munter genau die Straße gesperrt über die ich fahren wollte... das war nicht ganz so schön und hat die Autofahrer um mich rum total genervt. Und weil besonders Autofahrerinnen ja oftmals schon ohne Straßensperre wirre Manöver fahren war es doppelt spannend zu beobachten auf was für Ideen die Damen so kamen.
Irgendwann war ich dann auch daheim. Schön. Schnell umziehen und die richtigen Schuhe ausgewählen. Ich griff siegessicher zu den Brooks Adrenalin und machte mich auf die Socken.

Heute habe ich gemerkt, dass ich -wie die Prominenz schon mal beim Freiburg Halbmarathon feststellte- wohl doch ein Langstreckenläuferli bin.

Ich lief, die Adrenalin waren herrlich und es war einfach prima. Aber erst nach gut 5km. Kann ja irgendwie nicht sein, dass ich mittlerweile 5km brauche zum Warmlaufen. Warmlaufen machen andere 400m und wieder andere laufen gar nicht warm. Das kann nicht der Dauerzustand werden. Dann brauche ich ja für 30Minuten nicht mehr laufen zu gehen. Am Besten mache ich, wenn ich das nächste Mal nur 30Minuten habe, Liegestütz. :-)
Vielleicht werde ich dann da auch mal besser?

Wie auch immer war ich angenehme 7,5km unterwegs. Es war prima. Es lief ab Km5 wirklich gut und ich hätte noch locker weiterlaufen können. Aber da ich daheim angekommen war bin ich dann doch unter die Dusche gehüpft. Ich kann also doch laufen. Geht also! *freu*
Die Adrenalin waren sehr verlässlich, angenehm zu tragen und total bequem. Ich glaube die werden mich am 2.6. auch zur Olympischen Distanz begleiten. Das werde ich aber noch mal ausprobieren...

Sonntag, 22. Mai 2011

Wetterfee

Nachdem mir heute wieder mal vor Augen geführt wurde, dass die Welt sich weiterdreht und Kinder langsam groß werden habe ich mich nach dem wirklich sehr schmackhaften Mittagessen mit dem Gedanken angefreundet noch eine Runde laufen zu gehen.

Ich bin ja allgemein nicht als Schönwetterfee bekannt... umso überraschender war das Wetter heute. Gegen Nachmittag, also pünktlich, als ich mir überlegte den Laufdress anzulegen, begann es wie aus Eimern zu schütten. So richtig bös.
Ich zückte also zum ausgesuchten Laufoutfit auch noch die Regenjacke und trat vor die Tür.
Und total unglaublich, die Sonne drängte sich nach vorne und der Wolkenbruch hielt inne.
Es hörte tatsächlich auf zu regnen.

Unfassbar und eigentlich auch total ungewöhnlich. Normalerweise hört es nicht auf, wenn ich raus gehe... meistens fängt es sogar dann -spätestens nach der Hälfte der Strecke- so richtig an. ;-)

Die New Balance Schuhe und ich machten uns also auf durch den Sonnenschein und kamen nicht so richtig in den Tritt. Ich hatte wieder dieses Sprungfedergefühl, das jede Energie verschluckt und mich damit eher bremst als dynamisch erscheinen läßt. Vielleicht lag das aber auch am ausgedehnten Mittagessen und dem langen Konfirmationsgottesdienst? Das kann ich nicht sagen. Ich fühlte mich auf jeden Fall richtig ausgebremst.
Nach guten 2km lief es endlich rund. Zumindest ansatzweise. Der Boden dampfte, die Schuhe bremsten weiterhin und ich wußte es wird nur eine kleine Runde. Überall waren Fliegen, Mücken und sonstiges Getier unterwegs, so dass ich zusätzlich auch noch eine Fleischbeilage beim Lauf hatte. Außerdem waren meine Arme schwarz gepunktet von Gewitterfliegchen.

In der Ferne hörte ich Donnergrollen, sehr weit weg.

Sollte der Wettergott sich wegen meiner Person umentschieden haben? Faszinierend. War der Bann etwa gebrochen?

Nach der kürzesten Runde seit langem war ich wieder daheim, friemelte den Schlüssel aus der Laufhose und als ich die Tür (bereits unter dem Vordach stehend) aufschloß wurden die Schotten wieder geöffnet und es begann aufs Neue zu schütten. Wow. Hätte ich eine Minute länger gebraucht, hätte ich mein Shampoo nach draußen holen können, weil ich komplett durchnäßt gewesen wäre.

So konnte ich die New Balance Schuhe trocken wegstellen.

Da ich den ganzen Tag in hohen Schuhen unterwegs war könnte die fehlende Dynamik natürlich auch daran gelegen haben. Ich hab die Schuhe ja noch eine Weile und werde das Phänomen der fehlenden Dynamik beobachten!

Dämmermarathon

Wenn ich selbst zu einem Wettkampf angemeldet bin kriege ich vom Drumherum kaum was mit. Klar bin ich dann aufgeregt und ich freue mich, wenn ich mich um so wenig wie möglich kümmern muß, ansonsten schau ich nur, dass ich halt den Wettkampf mache und für die Fotografen lächle. Als Athlet kriegt man den Rücken frei gehalten. So ist das zumindest bei uns im Team.
Da der Zeugwart sich für den Mannheimer Lauf entschieden und die Teamchefin die Unterstützung zugesagt hatte war also schon im Vorfeld alles geregelt.

Der Zeugwart packte, dem Namen entsprechend, sein Zeug... es war heiß angesagt und sogar Gewitter... also Sonnencreme nicht vergessen, außerdem Schuhe und dazu noch Duschzeug sowie trockene Wechselklamotten. Mannheim ist nicht gerade um die Ecke und nass (vom Wasser aus Bechern oder vom Regen) im Auto zu sitzen ist nicht so angenehm.
Bestens gepackt und mit allen notwendigen Papieren ausgestattet, machten wir uns also auf in Richtung Mannheim.
Der kleine Flitzer brachte uns gut hin und wir fanden auch prompt den angedachten Parkplatz. In Laufnähe zum Start / Zielbereich und doch weit genug weg um nicht von den weiträumigen Straßensperren betroffen zu sein. Sehr praktisch.

Daher konnten wir ohne jegliche Umziehsacklast zum Rosengarten laufen um die Startunterlagen abzuholen.
Wie das so ist in der großen Läuferfamilie trifft man natürlich auf so einer Marathonmesse auch gleich mal jemanden den man kennt. So auch dieses Mal. Ein kurzer Plausch, der Zeugwart bekam ein paar schlaue Sprüche gedrückt und weiter gehts. Nix wie weg von den Oberschlauen, die alles wissen, alles schon mal gemacht hatten und alles kommentieren müssen.

Die Startnummer wurde entgegen genommen, dann noch schnell die Hilfe vom Troubledesk in Anspruch genommen, weil der Name falsch geschrieben war... wie kann man das denn bitte falsch schreiben? ZEUGWART ist doch eigentlich kein Problem! Na ja.

Und dann waren wir auch schon wieder auf der Messe. Dort gab es die Möglichkeit sich tapen zu lassen... die wir natürlich gerne für den lädierten Oberschenkel genutzt haben. Die junge Dame hat sich viel Mühe gegeben und das Tape hat dann ganze Arbeit geleistet. Prima.
Die restliche Messe war ganz schön und wir streunten noch ein bischen herum. Nachdem wir das Shirt abgeholt hatten, ging's dann auch schon wieder zurück zum Auto.

Dort angekommen wurde die Laufkleidung angelegt, alle gefährdeten Stellen wurden mit verschiedenen, eigens dafür hergestellten, Cremes behandelt und die richtigen Schuhe ausgesucht. Nachdem der Rucksack wieder gepackt war ging's zurück zum Rosengarten, wo der Rest des Teams wartete.

Der Profiathlet war extra angereist um den Zeugwart bei seinem zweiten Halbmarathon zu begleiten und unterstützend, sowie leicht leitend, tätig zu werden.
Es ist immer schön mit einem Hasen unterwegs zu sein. Hasen kümmern sich. Sie unterhalten einen, sie sind dafür da Getränke zu organisieren damit der Athlet nicht stoppen muss, sie halten Riegel, sie organisieren Schattenlaufplätze, sie halten dem Athlet die Schneise für prima Fotos frei und stecken zurück, wenn notwendig. Außerdem animieren sie zum beschleunigen haben zurückhaltende Worte parat und machen auf Fotografen, lustige Mitläufer und besondere Streckenabschnitte aufmerksam. Hasen sind einfach unersetzlich.
Ab und an sieht man Hasen die sich nicht kümmern. Das ist schade, sollten sie es doch -als meist erfahrenere Läufer- einfach besser wissen. Nichts macht mehr Spaß als einem Athleten einen guten Lauf zu ermöglichen. Womöglich erreicht der Athlet eine neue Bestzeit, weil der Haseneinsatz so super war.
Ich hab schon mal darüber nachgedacht eine Häschenschule zu eröffnen, weil ich das Hasendasein so super ehrenhaft finde. Aber das ist ein anderes Thema.

Der Zeugwart startete bei strahlendem Sonnenschein und wir machten uns auf zum Anfeuerungspunkt. Wir sind beim Anfeuern immer gut vorbereitet. Ratsche am Mann bzw. an der Frau, den Hals gut geschmiert und die besten Sprüche parat warteten wir auf Inliner, Handbiker und Marathonis. Es ist einfach toll an der Strecke zu stehen und den Läufern Respekt zu zollen. Das macht mir richtig viel Spaß.

Pünktlich wie die Maurer kamen der Zeugwart mit dem Profiathletenhasen um die Ecke und wie gelernt wurde fürs Foto gelächelt. Prima hat das geklappt.

Es ist müßig zu erwähnen, dass natürlich die vorgenommene Zeit perfekt geschafft wurde und der Zeugwart seine verdiente Finishermedaille umgehängt bekam. Das Tape hat gut funktionert, die Laune war super und der Stolz der aus den Augen eines Finishers blitzt ist unwiederbringlich.
Auch der Hase wirkte glücklich und zufrieden seine Aufgabe so gut gemeistert zu haben. Er wirkte stolz den Zeugwart so gut unterstützt zu haben. Und natürlich war auch die Anfeuerungsgruppe zufrieden mit ihrer Leistung.
Schlaue Sprüche wurden passend gerufen, die Ratsche stand praktisch nie still und zusätzlich wurde geklatscht was das Zeug hält. Prima.

Der Dämmermarathon war wieder ein voller Erfolg. Das Wetter hielt (immerhin hatte ich die ganze Zeit einen großen Schirm dabei!), die Sonne lachte und der Athlet hat sein Ziel erreicht. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Wettkampfwoche (Anfang Juni) und machen erst mal ein bischen Pause. :-) Zumindest was Wettkämpfe angeht.

Samstag, 21. Mai 2011

Noch 15 Wochen

Nachdem ich ja auf der Marathonmesse in Mainz zugeschlagen hatte und die Juno Sport BH's nun schon mehrfach ausgeführt habe ist es Zeit für eine erste Analyse.

Ich finde die Sport BH's nach wie vor total bequem. Als Top würde ich sie -noch- nicht tragen, aber sie sind trotzdem dafür geeignet. Die Breiten Träger sind super bequem, rutschen nicht und reiben vor allem auch nicht. Selbst beim Schwimmen unter meinem Triathlonoberteil ist alles prima.
Das Ausziehen finde ich schwierig... aber wenn's eben bombenfest sitzen soll dann ist es eben etwas schwieriger mit dem Ausziehen. Für gewöhnlich ist man dabei ja auch nicht gehetzt.
Leider kann ich den BH nicht im mittleren Verschlussbereich schließen... dann reibt er nämlich am Rücken. Passen würde es zwar, aber dann sitzt er einfach komisch und reibt eben. Ich nutze daher die engste Einstellung. Gibt sich ja auch nicht viel.
Wenn der Rücken nicht mehr so empfindlich ist mache ich bzw. jemand anders mal ein Bild wie der BH sitzt.

Heute wird es sportlich, allerdings nicht für mich. Der Zeugwart startet in Mannheim und ich bin der ruhende Pol. Das finde ich auch mal total super. So kann man trotzdem teilnehmen irgendwie und hat aber selbst keinen Streß. ;-)

Die Teamchefin hat uns gestern mit extremer Sportlichkeit überrascht. Sie geht fremd und startet im Firmenteam bei Frankfurt City Triathlon. Sie wurde als ambitioniert eingeschätzt und ich habe sofort mein Mitleid bekundet. Die Teamchefin hat nun noch 77 Tage Zeit für die Vorbereitung... das sind etwas mehr als 15Wochen. Sie könnte also locker einen 10km Trainingsplan für eine derzeit noch utopische Zeit absolvieren. Ich bin gespannt und stehe als Trainingspartnerin zur Verfügung. Und natürlich auch an der Strecke... am 7.August. Klar.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Sportschwimmer / zügig

Ich war heute zum schwimmen. Alles war super geplant... das Wettkampfoutfit war in der sowieso schon vorbildlich ausgestatteten Schwimmtasche und ich hatte vor im Freibad die 50m Bahn fertig zu machen.

Ich zog mich um, machte einen Schritt zum Spind und es begann fürchterlich zu donnern. Na super. Also Kommando zurück und rüber ins Hallenbad.

Da trieben bereits einige Triathleten auf der Schwimmerbahn umher, leicht zu erkennen an den Triathloneinteilern, den Pullbuoys und den einlaminierten Trainingsplänen.

Ich bezog ebenfalls die Schwimmerbahn und reihte mich in das Geschehen ein. Wichtig war das Gefühl der Wettkampfklamotte. Ich wollte ausprobieren ob was hin und her rutscht, ob was ziept, unangenehm ist oder vielleicht reibt. Meine Tasche hinten über dem Po ist beim Abstoßen etwas bremisg... wenn das Oberteil hoch rutscht. Das ist nach 600m der Fall gewesen. Geht also finde ich.
Im Freiwasser würde es mich sowieso nicht stören und im Becken schaffe ich die restlichen Meter dann auch mit hochgerutschtem Oberteil.
Wie es aussieht ist im Wasser nebensächlich. Die Leute sollen schließlich ebenfalls um die Wette schwimmen und sich nicht die Outfits der Mitathleten betrachten.

Ich schwamm und schwamm, die Triathleten gingen und wurden durch Neue ersetzt. Außerdem kam eine sportliche Brustschwimmerin ebenfalls auf die Bahn und versuchte im Modus "Entspannungsbahnenschwimmen" mitzuhalten.
Sowas nervt mich ja tierisch. Ehrlich. Ich verstehe, dass man langsam schwimmt, oder Brust. Es muß nicht jeder kraulen, sein Wettkampfoutfit austesten und furchtbar sportlich wirken. Aber wenn eine Bahn mit "Sportschwimmer / zügig" betitelt ist, dann sollte zumindest eines der Kriterien erfüllt sein. Na ja... müßig sich drüber aufzuregen. Dem Bademeister hier war es egal... und ich konnte meinen Arm- und Beinschlag prima so steuern, dass beim Überholen eine Idee mehr Wasser spritzt als gewöhnlich.

Ich hatte kein gutes Gefühl beim schwimmen... irgendwie "schwamm's" nicht gut. Meine Arme waren schwer... das merkte ich vor allem als ich mich galant vom Beckenrand abdrücken wollte um raus zu kommen... na ja.
Ich schwimme ja quasi vollverkleidet, also alles halb so wild. Keiner erkennt mich im wahren Leben. *grins*
Ich hoffe ich mache demnächst noch mal eine bessere Schwimmerfahrung, sonst ist ja alles verloren. Könnte es auch an den morgendlichen Liegestütz gelegen haben, das meine Oberarme nicht so fit waren... ???

Überraschung

In der letzten Zeit werde ich immer öfter durch wirklich vorbildlichen Kundenservice, Kundenfreundlichkeit und nette Kontakte zu und von Firmen überrascht. Meine Erwartungen sind zwar sowieso nicht besonders niedrig... aber trotzdem schaffen es einige Firmen diese trotzdem noch zu übertreffen.

Auf meinen gestrigen Blogeintrag zum Beispiel hat sich Omotion bereits gemeldet und stand mit Rat (und wenn ich dies wünsche sogar auch mit Tat) zur Verfügung. Wow. Man hatte also sofort Mitleid mit meinen Waden.
Gut, es war jetzt nicht Herr Kelly persönlich, aber trotzdem fühlte ich mich sehr gut aufgehoben, gehört (bzw. gelesen) und kompetent beraten. Das ist wirklich positiv hervorzuheben.
Wir geben den Socken und meinen Waden noch ein paar gemeinsame Läufe und schauen mal wohin sich die Sache so entwickelt... und ggf. folgt dann eben der "Tat" Teil.

Bronny, die mich mit meiner Dextro Lieferung gestern beglückten kann ich diesbezüglich übrigens ebenfalls nur hervorheben. Sonntag Abend bestellt, Mittwoch war das Paket bereits mit vollständigem Bestellinhalt und prima verpackt bei mir. Einfach wunderbar. Und das Beste: ich hatte genau das dem Zeugwart vorausgesagt! Ein doppelter Triumph quasi.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Riegelpicknick und andere Anliegen

Ein langer Arbeitstag, viel um die Ohren, es ging außerdem um Besitzansprüche auf der Arbeit... man man man oder Männer könnte ich auch schreiben. Sehr lustig alles. Wie auch immer war's einfach ein langer Tag.
Aber der Zeugwart wollte heute seinen letzte "Prerace" Lauf absolvieren und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg.
Ich legte meine Gewinnersocken an und stellte sofort fest, dass der Fußteil wirklich super saß. Dann ging's los mit laufen... und mir schoss mir eine Anfrage an Joey durch den Kopf:

Lieber Joey Kelly,

Sie sind sicherlich überrascht ob der persönlichen Ansprache, aber ich möchte Ihnen zu Ihren schnellen Socken eine Frage stellen. Wie Sie sicherlich ahnen spiele ich nicht in Ihrer Liga, ich bin sogar sehr weit entfernt davon. Beim JP Morgan Lauf im letzten Jahr sind wir uns begegnet und ab und an scheinen wir uns auch eine Laufstrecke zu teilen... aber das nur nebenbei.
Ich habe ein paar O Motions Socken gewonnen und diese heute gleich mal ausgeführt. Da Sie das Werbegesicht sind gehe ich davon aus, die Socken werden auch von Ihnen getragen. Ich habe keinerlei Erfahrungen mit Kompressionssocken im Sport... sondern trage sie höchstens mal im Flieger (rein für den Kopf)... und startete also heute mit meinem Sockenabenteuer.


Ich verfiel schnell in meinen gewohnten Laufstil und erfuhr bereits nach einem knappen Km den Zustand "knapp vor Wadenkrampf" in beiden Waden. Uiuiui. Das ist mir beim Laufen bisher nicht passiert und da die Socken heute die einzige Variable in der Gleichung waren schließe ich also daraus... die waren es! Ich machte eine kurze Gehpause, die Waden besannen sich und dann lief ich weiter. Dieses Spiel machten meine Waden mit mir die ganzen knappen 5km lang. Also immer eine Strecke laufen, knapp vor Krampf, gehen... weiterlaufen etc.
Sehr mühsam.
Muss ich üben mit den Socken zu laufen? Langsam eingewöhnen? Laufen und Gehen im Wechsel? Hab ich sie ungeschickt angezogen? Wie haben Sie sich denn an die Socken gewöhnt? Wa
hrscheinlich einfach so nebenbei... gell?
Falls Sie also einen guten Tip für meine Waden haben bin ich Ihnen dafür sehr dankbar! Für's erste erholen die Waden und ich uns nun erst mal von den durchaus ungewohnten "fast Krampf" Vorfällen.
Herzliche Grüße & viele schöne Läufe!
Claudia


Ich war heute also wirklich gestraft und leidend. Ist mir wirklich noch nie passiert ständig so kurz vor einem Krampf zu sein. Wahrscheinlich muss man üben mit Kompressionssocken zu laufen? Oder besser ausgedrückt... man muß sich dran gewöhnen? Das ist bei den Barfußlaufschuhen ja ganz genauso... langsames Eingewöhnen ist da gefragt. Mmhh. Ich weiß es nicht und werde mich mal im läuferisch gebildeten Bekanntenkreis schlau fragen. Oder vielleicht antwortet mir Herr Kelly auch und hat ein paar Tipps auf Lager? Wer weiß?
Vielleicht hat der Wadenzustand auch nix mit den Socken zu tun, sondern mit dem Kantinenessen (was im übrigen heute sehr schmackhaft war) oder dem Wetter? Ich kann es nicht sagen.
Die Waden erholen sich nun auf jeden Fall und gehen morgen schwimmen. Das ist entspannend und für die Beine nicht anstrengend. Zumindest mache ich das morgen so. ;-) Man muß sich nur zu helfen wissen.

Was mir übrigens bezüglich der proaktiven Anmeldung zur OD noch Sorgen macht ist die Verpflegung auf dem Fahrrad. Ich lese nun öfter in Wettkampfberichten, dass Flaschen aufgenommen wurden und man sich durch Riegel auf dem Rad durchbiß. Ach herjee. Das klingt alles nicht so, als wäre es einfach. Ich schaff es doch nie so einen Riegel aufzureissen während ich auf dem Rad sitze. Ich kann noch nicht mal ein Weihnachtsmarktwürstchen im Gehen essen...was soll das bloß geben? Ich könnte ja auch absteigen und mir ne Decke mitnehmen. Dann mache ich kurz Gel oder Riegelpicknick und dann geht's weiter. Aber wahrscheinlich bekomme ich noch die Ansage, dass das nicht geht. *grins*

Zum üben ist heute auf jeden Fall schon mal Munition geliefert worden. DAS ist verrückt. *lach*
Hier wohnt ja keine Kompanie!

Aber manchmal muss man günstige Angebote einfach wahrnehmen. Obwohl ich jetzt das Gefühl habe in einem Sportladen zu wohnen... :-)


Dienstag, 17. Mai 2011

Angst...

...vor der eigenen Courage. So nennt man das wohl.

Ich habe mich total forsch und sehr mutig zur ersten Olympischen Distanz angemeldet. Eijeijei. Jetzt bin ich mir schon wieder gar nicht sicher ob das so eine gute Idee war. Aber ein Zurück gibt es nicht und das berühmte DNS wird auch nicht erscheinen. Ich mache das und halte es ganz mit dem Kollegen Bob dem Baumeister und nehme mir vor: "Wir schaffen das!" Wir sind in dem Fall mein kleines Fahrrad, die Laufschuhe und das Triathlonoutfit... ach ja... und ich bin natürlich auch dabei. *grins*
Über das Schwimmen mache ich mir keine Gedanken. Der Profiathlet wird mich entweder mit seinem Schwimmkünsten eiskalt stehen lassen oder er wird am Beckenrand stehen und mir entsprechende Kommentare zurufen. Die Distanz kann ich gut wegkraulen und mittlerweile schaffe ich es auch fast schon "locker" über den Beckenrand auszusteigen. Wir werden sehen. Zur Not gibt es ja Leitern.

Gewechselt wird mit Socken anziehen, soviel ist schon mal klar.

Und dann kommt die Horrordisziplin: Radfahren. Die Distanz mit 43km geht, denke ich (jetzt zumindest). Ich nehm wohl besser Lampen für's Rad mit, irgendwann wird's ja auch dunkel. Aber ich werde sicherlich Hunger bekommen und da ich schon im Gehen nicht essen kann bin ich sehr gespannt wie das auf dem Fahrrad wird. Um Himmels Willen... das gibt Sauerei. Und wohin mit dem Essen? Und was wird überhaupt serviert? Riegel? Gel's? ich weiß es nicht. Es scheinen schier unlösbare Probleme zu sein... und am Schluß wird's einfach gemacht. Wie immer.

Das Laufen (10,5km -> wie fies da noch 500m dranzuhängen) am Ende macht mir keine Angst. Der Profiathlet sagt ja eh, Laufen geht automatisch und dann hat er noch irgendwas von "ich will unter einer Stunde sehen" gesagt. Ach je. Auch noch Leistungsdruck jetzt. Ich bin sicher ich pack das Laufen. Da hab ich ja dann auch auf dem Rad ordentlich gegessen und weiß, dass im Ziel auch was zu essen auf mich wartet. Und natürlich die besten Fans der Welt. Klar. Die sind ja immer dabei, wenn's wichtig wird.

Ich hörte übrigens, dass Tur-Tur und Frau Duck ebenfalls das Wagnis eingehen und sich angemeldet haben. Die werden mich also ebenfalls schön stehen lassen... aber ok, wieder zwei mehr die mich im Ziel abklatschen können! :-)

Montag, 16. Mai 2011

Polster hin, Polster her!

Da sind sie.
Ich darf vorstellen... die Socken des Gewinnspiels!

Selten hab ich einen Gewinn so flott zugeschickt bekommen... danke dafür.

Das Anziehen war etwas mühsam... typisch eben für Kompressionssocken. Jetzt kann es dann aber losgehen! Joey Kelly kann sich schon mal warm anziehen (ich empfehle die Socken, die halten tatsächlich ordentlich warm), ich bin nun ähnlich gut ausgestattet.

Da Rot so gar nicht meine Farbe ist, finde ich es total super und nachvollziehbar, dass über Facebook Stimmen für neue Farbgebungen gesucht wurden. Ich bin gespannt wann die Socken dann in den stylischen Farben auftauchen. So sind sie "obenrum" ja eher unscheinbar, schwarz halt.
Das Rot verschwindet ja üblicherweise im Laufschuh. Aber man weiß das es da ist... *lach*.

Der Laufschuh-Teil ist übrigens herrlich gepolstert... ich laufe wie auf Wolken. Total angenehm finde ich das. Gerade auch der Teil auf meinem Fuß ist super... genau da wo die Schnürung ist und schön fluffig. Die Ferse ist ebenfalls extra mit Polster belegt. Herrlich.
Ich mag's ja so super gepolstert viel lieber als dünn... obwohl ich mir in so schönen gepolsterten Socken schon mal Blasen gelaufen habe. Ich bin positiv eingestellt. Die Socken gehen also mit laufen und werden ausprobiert... ich brauche unbedingt vorher genügend Zeit um sie anzuziehen... mit schnell reinschlüpfen ist -zumindest bei mir- da nix. :-)

Samstag, 14. Mai 2011

Alles toll

Heute früh, als das Wetter noch sonnig, warm und windfrei daher kam wachte ich erstaunlich fit auf. Und weil der Zeugwart furchtbar motiviert aus seinem Bett sprang und die Ansage machte er ginge nun vor dem Frühstück laufen... konnte ich ja quasi nicht anders.
Wer frühstückt schon gerne alleine, wenn es auch gemeinsam geht.
Der Zeugwart machte sich also auf die Socken und ich zog mich ebenfalls an. Meine neue Triahose und das Zoot-Oberteil sowie meine schöne Playlist waren am Start. Und schon ging's los.
Ich lief dem Zeugwart entgegen, hatte einen Schnitt von 6:30min/km (und war darüber selbst total erstaunt!) und fand das Leben super toll.
Kein Hunger... keine Schlappheit. Alles echt super.
Dann traf ich den Zeugwart bei Km 4,8 und wir liefen mehr oder weniger gemeinsam zurück. Ich versuchte an den furchbaren Rampen, die mich immer so bedrohlich anschauen, gleich schnell zu bleiben und oben dann auch weiter das Tempo zu halten. Das klappte super!

Nach 1:01Std. war ich dann mit den knappen 9km in den Beinen wieder daheim.

Von irgendwoher hatte ich ein paar Allergien auf der Haut, also so Quaddeln. Mittlerweile sind die aber -dank Fenestil - Gel- wieder abgeklungen. Das war schon komisch... ich werde das bei der Strecke beobachten.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Helden am Morgen

Echt klasse, wenn man sich mit einem Mit - Seminarteilnehmer zum laufen verabredet und feststellt, dass man selbst super trainiert ist! :-)

Das war mal wieder eine sehr schöne Erfahrung... wir verabredeten uns zum gemeinsam laufen (ein Triathlet der nur lange Distanzen macht und super trainiert sein wollte) am Morgen und es war wirklich schwierig aus den Federn zu kommen. Die geplante Runde hat runde 3,6km und wir legten gleich los... es war nämlich auch ziemlich kühl. ;-)
Ich redete die ganze Zeit und fragte sogar ab, ob's zu schnell wäre... und bekam als Antwort (von einem Schritt hinter mir) ein hechelndes "geht schon". *grins*
Der Kollege war so geschafft, dass er bevor es im Hotel die Treppe wieder hoch ging ein Atempäuschen machen musste.

Ich finde das nicht schlimm. Das möchte ich betonen!

Sehr amüsant finde ich aber, dass er dann tagsüber und beim Essen den anderen Kollegen berichtete, wie super wir doch gelaufen sind (ok), wie er mich abgehängt hat und dass ich ja ziemlich langsam laufe. Er hätte jetzt Muskelkater vom zu langsamen Laufen, das wäre er nicht gewöhnt... aha.
Eigenbild und Fremdbild sag ich dazu nur. *grins*

Hoffentlich hält der Muskelkater nicht so lange an... ;-)