I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 9. August 2011

Zersägt.

Beim Ironman Swimday gab es eine Art Lagerverkauf von Ironman Fanartikeln. Ich nehme an, weil eine neue Kollektion raus kommt oder sowas.
Ich habe auf jeden Fall einen neuen Schwimmrucksack erstanden... in der Hoffnung, dass dieser besser in die Spinde paßt als meine riesige Sporttasche.  Weil ich ja auch immer alles mitschleppe. Ich muß das besser organisieren und vorher entscheiden was ich trainieren möchte. Na ja.
Im Rucksack ist auf jeden Fall trotzdem Platz für Flossen  und Handschuhe, so dass ich mich nur so halb entscheiden muß... nämlich ob ich das Schwimmbrett mitnehmen möchte oder nicht.

In meinen Kofferraum paßt der Rucksack auch prima rein, ein gutes Zeichen, und so fahre ich also nach der Arbeit ins Schwimmbad. Ich bin verwirrt, weil schon der Parkplatz gerammelt voll ist. Gut, dass gerade ein fleißiger Schwimmer wegfährt und ich direkt neben dem Eingang parken kann. Zufälle gibt's, klasse!

Also umziehen und den Rucksack in den Spind verstauen. Wahnsinn... paßt wie dafür gemacht. Genial. Die Aufteilung der Rucksackfächer ist auch gekonnt und so bin ich für's erste schon mal hochzufrieden mit dem Kauf.
Am Becken angekommen gibt's das übliche Prozedere und ich lasse mich zu Wasser. Die Schwimmerbahn wird von einer asiatischen Austauschschülergruppe bevölkert und so verschaffe ich mir erst schwimmerischen Respekt und werde dann Oberlehrerhaft. Ich teile lächelnd mit, dass auf dieser Bahn kein Kindergeburtstag gefeiert wird und ich hier gern Platz für meine Rollwenden und meine Bahnen hätte. Ich werde angeschaut, wie nicht ganz dicht und ein junger Mann lächelt mir ein "English please" entgegen. Überrascht, dass ich ihm kurzerhand die Birthday Party auf dieser Bahn untersage trollt sich die Gruppe.
Über soviel Schwimmerenglisch waren sie erstaunt.

Ich schwimme 30Minuten mit Rollwenden, hohem Ellbogen, langem nach vorne Strecken und toller Atmung. Mal nach rechts vier Bahnen, mal nach links vier Bahnen, mal abwechselnd im Dreierzug, mal im Fünferzug... das Atmen klappt ganz prima.
Ich bin hochzufrieden.

Dann merke ich, dass ich aufschwimme. Auf einen Männerkörper. Der Herr mittleren Alters (wobei ich da ja mittlerweile auch dazugehöre...) in meinem Alter gibt sich redlich Mühe der "sportliches Bahnenschwimmen"- Bahnbeschilderung alle Ehre zu machen. Es will mit seinem Überlebensbrustschwimmen nicht recht funktionieren also versucht er es mit Kraul und schnell wird mir klar... auch hiermit ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Ich schwimme vorbei.
Ein weiterer Herr, mit dem Schwimmkünstler auf meiner Bahn offensichtlich befreundet, kommt ebenfalls auf die Bahn und verkündet lautstark, so dass ich es unter meiner Badekappe gut hören kann... "er schwimmt sich dann mal ein". *grins*

Ahh, ich merke es wird spannend. Eigentlich wollte ich mich jetzt ja etwas ausschwimmen und dann das Becken verlassen. Aber bei einem solchen Programmpunkt wäre das ein faux-pas und so entscheide ich mich dazu noch ein bischen weiterzuschwimmen.
Herrlich. Eine gute Entscheidung. Die Herren bekommen von mir einen ordentlichen Vorsprung und ich schaffe es trotzdem, ohne große Hatz, vor ihnen anzuschlagen.
Männer würden nun kundtun, sie hätte die Herren zersägt. Und ich muß zugeben, es ist genau so. Toll.

Ich zersäge die beiden Herren also noch ein paar Bahnen lang und als ich mich gerade am Beckenrand abstoßen möchte höre ich sie verkünden, dass sie noch etwas anderes vorhaben und daher heute früher gehen müssen. Ich muß lachen und verschlucke mich... was dazu führt, dass ich eine kurze Rückenpause einlegen muß. Toll. Der Spruch ist wirklich super.

Nachdem ich mich ein paar Bahnen ausgeschwommen habe verlasse auch ich das Becken. Allerdings ohne Vorankündigung. Ich gehe einfach raus und marschiere in Richtung Dusche. Dort steht ein kleiner Junge der mir beherzt seine Crogs entgegenhält und mitteilt "für Dich". Als ich dankend ablehne meint er "schade" und versucht sie bei der nächsten Frau loszuwerden.
Der kleine Junge hat Geschmack und seine Mutter will es offensichtlich nicht verstehen?
:-)

Zum Abendessen ging's mit meinen zwei Marathonmädels nach Oberursel. Die fleißigen Läuferlis sind in den fast schon letzten Zügen, denn die Marathonläufe in Berlin und Frankfurt stehen auf dem Beuteschema und lang ist es ja nicht mehr hin... 7Wochen bis Berlin, 12 Wochen bis Frankfurt.
Die Damen stapelten tief was das Zeug hält, man wäre nicht gut im Training, es sind zu wenige Kilometer usw. Ich bin guten Mutes und freue mich schon wieder auf das Hasendasein in Frankfurt.
Ggf. steige ich in Frankfurt etwas früher ins Geschehen ein... mal sehen was meine Vorbereitung dazu sagt. Es bringt ja nichts, wenn ich dann schlapp mache.
Eigentlich wollte ich ja auch Hasenohren besorgen. Na mal sehen was sich noch organisieren läßt.

Montag, 8. August 2011

Ich bin doch kein Profi!

Manchmal passieren einem Sachen und dann fallen einem genau diese Dinge bei anderen auch auf. Oder man liest was drüber oder man fängt an ständig genau das Auto, auf das man nie geachtet hat auf der Straße zu sehen. Fällt das auch unter Murphy's Gesetz? Ich weiß es nicht.
Es ist aber auffällig, das muß man zugeben.

Am Sonntag als Triathlontagabschluß haben wir des Zeugwarts Geburtstagsgeschenk geschaut. "I against me", eine Dokumentation über den Triathlonsport. Einige Profiathleten, unserer ist komischerweise nicht dabei, gewähren recht tiefe Einblicke in ihr Training und ihren Alltag.
Sandra Wallenhorst ist auch dabei... sie beschreibt, dass sie öfter mal daheim anruft um sich abholen zu lassen... und ihr Mann diese Forderung einfach ignoriert und sie damit ja weiter Rad fahren läßt. Am Ende sei sie darüber dann doch froh, denn der Anruf kommt dann wohl doch eher vom Kopf und nicht weil sie wirklich nicht mehr könnte. Es gäbe da eine Abmachung...

Ich möchte klar stellen, dass es bei uns daheim keine solche Abmachung gibt.

Wir haben vielmehr bisher IMMER auf solche Abholanrufe reagiert und ich habe den Zeugwart bereits mehrfach irgendwo aufgegabelt. Er mich natürlich auch. Es ist selbstverständlich gewesen. Bis zum vorletzten Lauf. Wahrscheinlich eine böse Vorahnung? Große Ereignisse werfen ihre Schatten usw. ?

Ich rief an und wurde jäh abgewiesen. Ich solle mal schön umdrehen und den Weg auch heim laufen hat er gesagt. Mmppfff.
Ich hakte das als einmalige Situation ab und fühlte mich weiterhin sicher. Eigentlich hätten mir Sandra's Worte in der Dokumentation gestern zu denken geben müssen... aber ich hab da einfach die Kurve nicht bekommen.

So machte ich mich also heute auf dem Zeugwart entgegen zu laufen. Die New Balance Schuhe wollten auch mal wieder auf die Piste und bei durchaus frischen 16°C war mir schnell klar, wir müssen ein bischen zügig laufen, sonst wird's kühl. Ist das T-Shirt Laufwetter etwa schon vorbei? Kann ich gar nicht glauben. Bzw. möchte ich gar nicht glauben.

Wie auch immer lief ich ihm entgegen und dachte, dass er mich gut ab Km5 jederzeit einladen könnte. Und wenn er halt etwas später ist, dann eben bei Km6, 7 oder 8. Es lief ganz gut. Die Schultern sind noch etwas angestrengt vom Schwimmen und meine Oberschenkel wissen auch, dass Schwimmen anstrengend ist und melden leichte Bedenken an.
Es läuft aber gut und nach knappen 2km klingelt mein Telefon. Der Zeugwart vermeldet, er sei jetzt auf dem Weg heim und als ich um etwas Aufschub bitte, weil ich doch geplant hatte, dass er mich einsammelt erhalte ich die Ansage... "Du läufst einfach schön alleine heim". Aha. Heiße ich jetzt Sandra mit Vornamen oder wie? Ich bin doch kein Profi! Ich kann doch meine Laufeinheit locker verkürzen, oder etwa nicht? Immerhin war ja gestern Wettkampf! Mppff.

Wir legen auf und ich laufe weiter.

An der Wendemarke für die grobe 5km Runde drehe ich um und laufe zurück. Ah, hier wird ja ganz viel neu gebaut... einige Häuser sind schon richtig weit, bei vielen wird alte Bausubstanz mit neuer ergänzt. Sieht hübsch aus.
Weil ich wirklich fertig bin wähle ich für den Rückweg die Straße ... falls ich doch noch mal auf der Abholung bestehen muß, kann ich direkt ins Auto reinfallen.
Das ist aber nicht nötig.

Ich laufe mich jetzt erst richtig ein und es ist fast schade, dass ich schon daheim bin. Knappe 5km. Wieder mal. Und ich bin jetzt erst richtig "warm"... es wäre einfach besser, ich würde mir angewöhnen, dann daheim vorbei zu laufen und noch was dranzuhängen. Also dann Projektstart dafür beim nächsten Lauf. Das müde Gefühl von Km3 ist verflogen...

Zum Abendessen gibt es pikantes Ofengemüse aus dem Kochbuch für Triathleten. Das schmeckt richtig gut und ist nicht viel Arbeit. Vorbereitet hatte ich alles vor dem Schnüren der Laufschuhe, dann vor dem Duschen ab damit in den Ofen und dann paßt meine Duschzeit perfekt zur Garzeit des Gemüses. Prima. Es schmeckt wirklich sehr gut.

Sonntag, 7. August 2011

Zuviel geschwommen

Sonntag früh, der Wecker usw. ... ich wiederhole mich. Diesmal sind wir früh aufgestanden, weil ich Wettkampfschwimmer war. Da kann ich ja schlecht im Bett liegen bleiben. Schade eigentlich.

Um ihn nicht später doch noch zu vergessen habe ich den Zeitmesschip sofort nach dem Aufstehen angelegt. Ich konnte damit ermitteln, dass ich die Schnellste in der Küche am Müsli und die Schnellste im Badeanzug war. Auch schön.
Nachdem die Teamchefin eingetroffen war, stiegen wir in die Toffifee um und machten uns in Spitzengeschwindigkeit auf in Richtung Langener Waldsee. Selbstverständlich waren wir überpünktlich am See und nachdem ich nochmal umgeparkt hatte, ging's auch schon in Richtung Wechselzone. Die Teamchefin hat eine Pumpe organisiert und ich war der Fahrradhalter.
Dann ging's weiter zum See und wir schauten der Elite zu wie sie zu Wasser gelassen wurde.

In der Zwischenzeit machten der Zeugwart, der Profiathlet und das Sportkind bereits Frankfurt unsicher und suchten sich die besten Plätze zum anfeuern.

Irgendwann wurden die Staffeln unruhig und ich fügte mich der Mehrheit und legte ebenfalls die Klamotten ab. Dann machte mich auf in Richtung Schwimmstart.

Unfassbar... ein bekanntes Gesicht. Der Halbmarathonralph aus meinem MainzMarathon-Projekt vom Frankfurter Laufshop kam mir entgegen. Das war fein. Er startete heute über die Jedermann Distanz. Meine Lieblingsdisziplin, das Schwimmen, machte ihm am meisten Sorgen.
Wir wünschten uns Glück und vor allem viel Spaß und ich ging mal ins Wasser. Mmhh frisch.
Dann wieder raus, denn wir hatten ja einen Landstart. Nicht alle Athleten in meiner Startgruppe hatten wohl den gleichen Wettkampf gebucht wie ich... denn viele blieben einfach schon im Wasser.

Bei der Vorankündiung dass es gleich los geht drückte ich schon mal meine Uhr. Das war ja schon öfter recht hilfreich.
Beim Startschuß wurden alle um mich rum ziemlich hektisch und ich machte mich langsam auf in Richtung Wasser. Ein paar Schritte reinlaufen ... Uhr checken... und dann los. Ich schwamm einen schönen Dreierzug, fühlte mich wohl und fand alles prima.
Bis ich auf eine Gruppe aufgeschwommen bin. Weil ich mich durchschlängeln und nicht hinten anstellen wollte, hab ich so einen heftigen Tritt kassiert, dass ich mal flott auf Brustschwimmen umspringen mußte. Ich habe alle Lebensfunktionen gecheckt und festgestellt, dass alles ok ist. Also weiter.
Es kam mir schier endlos vor. Die Runde bei den Swimnights ist bestimmt kürzer.

Auf dem Weg zurück zum Ufer habe ich noch zwei Schwimmer der vorherigen Startgruppe überholt und dann war ich auch schon da. Die Karusselfahrt begann und ich hab's aber laut Berichten der Teamchefin recht gerade bis zu ihr geschafft. Lustig, war, dass als ich das Ufer betrat und mich aufrichtete die Leute wild applaudierten und Fotos schossen... aber es war ja keiner da, den ich kannte. Ich stellte dann gleich fest, dass neben mir ein Athlet aus einem Mainzer Triathlonverein aus dem Wasser kam und der Applaus eigentlich ihm galt. Ich hoffe, ich bin nicht auf den Bilder drauf!

Die Teamchefin schnappte sich den Transponder und war weg. Wie ein kleiner Blitz.

Ich zog mich um und machte mich auf in Richtung Auto und Innenstadt.

In der zweiten Wechselzone nahm ich dann die Teamchefin in Empfang, sie ist mit einem 32iger Schnitt durch die Innenstadt gerast.
Respekt.

Unsere Läuferin haben wir dann kurz vor dem Ziel eingefangen und sind mit ihr gemeinsam eingelaufen. Zumindest war das unser Plan.
Auf dem roten Teppich hat sie dann noch einen wilden Schlußspurt hingelegt... da hätte sie ja vorher auch mal Gas geben können. Unter "im Team einlaufen" verstehe ich eigentlich was anderes... aber so ist es, wenn man sich die Staffelmitmacher nicht richtig anschaut. :-)

Im Ziel gab's Bionade und eine Medaille. Ach ja, und die Mitteilung einer anderen Schwimmerin, dass die Schwimmstrecke gute 500m zu lang gewesen wäre. Sie hätte das gemessen und außerdem einen Kampfrichter gefragt, der ihr das bestätigt hätte. Sehr schön, war ich also doch nicht ganz so langsam.

Samstag, 6. August 2011

Rituale

Abenteuer Triathlon. So ungefähr könnte man es bezeichnen. Ja, das paßt.

Wie schon öfter lang und breit berichtet schwimme ich morgen in der Staffel beim City Triathlon. Ich habe Timo Bracht ja bereits vorgewarnt, damit er sich darauf einstellen kann...
Als Staffelschwimmer hat man ja eigentlich am Vortag am See nix verloren, aber weil wir ja ein Team sind und ich mir die Zirkusmanege von morgen gerne mal anschauen wollte sind wir heute Nachmittag mit der Teamchefin zum Waldsee gefahren. Mit von der Partie war das komplette Team inklusive Sportkind und Maskottchentier.
Am Eingang vom Seeparkplatz ist in diesem Jahr eine Parkgebühr zu entrichten. Wir waren verwirrt, denn das vollbesetzte Auto wurde mit 4EUR abkassiert obwohl eigentlich pro Auto 1EUR fällig war. Dank Facebook bin ich sicher die Erklärung dazu folgt kurzfristig. Tolle Erfindung!

Nachdem wir parkplatztechnisch hervorragend eingewiesen waren, ging's auch schon in die Schlange.

Das schnelle Fahrrad der Teamchefin wurde vom Kampfrichter genaustens , der Helm wurde angeschaut und auch auf dem Kopf auf seinen reibungslosten Sitz überprüft. Ich trug mein Athletenbändchen und wurde aus diesem Grund ebenfalls in die Wechselzone vorgelassen. Alle anderen Teammitglieder mußten draußen warten.
Wir wanderten durch die Wehselzone und wanderten und wanderten. Zwischendurch gabelten wir noch ein paar Verirrte auf und weiter ging's. Eine gefühlte Ewigkeit ging's in Richtung See und ich war in böser Vorahnung bereits am lamentieren, dass ich den ganzen Weg wahrscheinlich morgen bis zur Teamchefin vorrennen darf.
Endlich fanden wir den Radabstellplatz und taten, was alle machten. Die Teamchefin stellte ihr Rad ab. Nicht in der Reihenfolge, sondern da, wo sie sichs gut merken kann. Immerhin stand die 1252 direkt zwischen der 1241 und der 1283. Prima...Triathleten zählen also höchstens bis drei, andere Zahlen interessieren nicht. Da ist der der Beweis mal wieder.

Nachdem wir das Rad und den Helm los waren, machten wir auf in Richtung Wasser. Immerhin möchte man ja irgendwie wissen was da so auf einen zu kommt und der Langener Waldsee könnte ja auch plötzlich ganz anders aussehen als gewöhnlich. Also ab durch das kleine Waldstück und durchs Wechselzelt vorbei an ganzen vier bereits abgestellten Wechselbeuteln.
Respekt. Da reicht's wohl, wenn man die auch noch morgen abstellt. *grins*

Wir wanderten über die Zeitmessmatte, mein Chip piepste wie es sich gehört und sagte der Matte "Hallo". Und schon waren wir am Schwimmausstieg.

Hier konnten wir gut das wohl übliche Vorschwimmritual  von Triathleten beschauen:
Ein Schritt ans Wasser, Füße fein nebeneinander ausgerichtet und ganz knapp vor der Wasserschwappkante aufsetzen, in die Knie gehen und zwar schön langsam und dann zum Wasser runterbeugen. Rechte Hand ins Wasser, prüfender Blick auf die Wasseroberfläche und dann etwas Wasser ins Gesicht schippen. Wieder aufstehen, vom Wasser wegtreten und durchs Haar streichen. Dabei ist es dringend erforderlich einen absolut sicheren Blick aufzusetzen und zu sagen: "ist schon recht warm, Neoverbot ist wahrscheinlich, aber kein Problem, ich kann's ja" oder sowas in der Art.

Und weil's dann gleich von einem weiteren Wettkämpfer kopiert wurde konnte ich nicht umhin und schloß mich an. Die Teamchefin hat mich förmlich genötigt und so wurden auch meine Haare vom Seewasser gesegnet.

Wir betrachteten die Staffelwechselzone, die wirklich hübsch auf der grünen Wiese abgetrennt war und die Teamchefin versprach mir, dass sie laut muuuhen wird, wenn ich mich angestrengt hab. Na, ich bin gespannt. Sie wird dann also auf der Weide ausharren, bis ich ihr fröhlich das Staffelchipband entgegen werfe.
Und dann muß die Arme samt ihren Radschuhen erst durch den Wald bis ans Fahrrad und dann durch die ganze Wechselzone rennen. Gefühlte 3km.

Was ich dann genau mache weiß ich noch nicht, aber wahrscheinlich umziehen und zum Auto flitzen. Denn es geht ja dann auf dem schnellsten Weg nach Frankfurt, damit ich auch ins Ziel einlaufen kann.

Ach so, ich trage nur Badeanzug, denn der Kampfrichterchef hat heute ein Neoprenverbot verhängt... oder der Veranstalter, oder so irgendwie. Das war für manchen großen Athleten ja ein richtiges Problem, welches auch auf der Wettkampfbesprechung dann gleich thematisiert wurde. *grins*
Wir machten uns nämlich nach der Seebesichtigung prompt auf in Richtung Frankfurt um eben dieser zu lauschen. Die wurde in der Börse mitten in der Stadt abgehalten. Viel Neues gab es für mich nicht zu hören. Die Schwimmer haben keine Erholungsbereich wie die Staffelradfahrer und so werde ich mich also auf dem Weg zum Auto erholen müssen.

Dann machten wir uns im strömenden Regen auf in Richtung Pasta Party. Party deshalb weil mächtig viel los war... Pasta wegen der italienischen Woche auf der Hauptwache. Wir suchten die Couponausgabe und dann noch die Nudelausgabe und ließen es uns schmecken. Die Nudeln waren vorzüglich.

Weil man keine erwartete, wenn es schüttet hat der Zeugwart einen vermeindlichen Regentropfen wegwischen wollen und wurde prompt von so einer Ausnahmewespe gestochen. So ein Mist. Gut, dass ein Getränkestand mit Eis in der Nähe war und wir somit sofort erste Hilfe leisten konnten.
Dann ging's über die winzige Messe zurück zum Parkhaus und ab nach Hause.

Mein Rucksack für morgen ist mittlerweile gepackt. Ich trage einen weiße Badekappe und einen schwarzen Badeanzug. Wahrscheinlich werde ich die Einzigste mit dieser Kombination sein? ;-) Wechselklamotten sind auch dabei und meine Seeschuhe.
Ich freu mich! ..vor allem, dass ich nach dem Schwimmen nur 3m rennen muß...

Auftritt Schweinehund

Nachdem der Zeugwart sich heute dazu entschieden hatte, mich beim laufen zu begleiten wählten wir eine kurze Runde. Der Zeugwart war ja lange verletzt und ist noch immer nicht zu 100% genesen. Derzeit ist er aber schmerzfrei und wollte unbedingt laufen gehen. Und laufende sollte man natürlich nicht aufhalten.
Ich entschied mich dazu mal barfuß in meinen Zootschuhen zu laufen. Also mußte natürlich ein farblich passendes  Oberteil gesucht werden. *grins* Frauen halt. Selbstverständlich hab ich so eines im Schrank und es konnte los gehen.

Barfuß. Das ist ungewohnt. Wirklich. Aber die Zootschuhe sehen klasse aus. Ist das wichtig, wenn man laufen geht? Na ja, nicht wirklich, aber ganz unwichtig ist es eben auch nicht.

Wir laufen los und lassen des Zeugwarts Handy daheim. Es kann nämlich seinen inneren Schweinehund nicht überwinden und das Laufprogramm anzeigen. Also bleibt es daheim und nur mein kleines sportliches Handy begleitet uns. Ich laufe immer mit Handy. Heute hab ich auch kurzfristig gedacht... gut, dass ich es mithabe.

Wir kommen gut in den Tritt. Die Zootschuhe sind bequem, die Geschwindigkeit paßt, es ist heiß. Drückend. Schwül. Echt heiß einfach.

Ein Stofftier liegt auf dem Weg. Entweder hat es seinen inneren Schweinehund ebenfalls entdeckt und sich dazu entschieden eine Liegepause zu machen oder es wurde verloren und ein Kind vermisst es bereits schrecklich. Wir lassen es liegen und hoffen darauf, dass es weg ist, bis wir wiederkommen.

Nach 2/3 unseres Weges sehen wir einen Triathleten vor uns. Er wird langsamer und beugt sich vorn über. Das es ein Triathlet ist erkenne ich am Anzug. Er hat einen Flaschengurt um ... scheint also ein längerer Lauf zu sein. Wir kommen näher und er schnauft ganz doll. Gut, dass ich mein Handy dabei habe... ich könnte mich also kümmern falls nötig. Wir fragen kurz ob alles gut ist oder er Hilfe benötigt. Er antwortet indem er sich aufrichtet, dass alles prima ist und es nur richtig heiß wäre. Gut. Aufgerichtet atmet er auch wieder leiser und wir machen uns weiter. Das Handy brauche ich nicht. Schön!

Ich habe mir angewöhnt an einer bestimmten Stelle einen Rückwärtsteil einzubauen. Das mache ich auch bei diesem Lauf, circa 20m -wenn überhaupt- und sehe den Schweratmer, wie er unsere Verfolgung aufnimmt und am Horizont im Waldstück erscheint. Rückwärtslaufen ist anstrengend für meine Beine. Meine Oberschenkel brennen dabei ganz schön. Wieso das so ist weiß ich nicht. Ich drehe mich wieder um und hake das Rückwärtslaufen für diese Trainingseinheit ab. Schön, dass der Athlet wieder läuft.

Als wir wieder an der Stofftierstelle vorbei kommen bin ich erleichtert. Entweder es ist von alleine wieder losgelaufen, weil es wieder motiviert genug war um sein Training fortzusetzen, oder es wurde eingesammelt. Ich halte letzteres für wahrscheinlicher und freue mich für das Kind, das jetzt sicherlich richtig glücklich ist seinen Kuschelfreund zurück zu haben.

Als wir zurück sind dehnen wir ausgiebig. Ich bin heute nur für diesen Moment unterwegs gewesen. Nur dafür. Es ist wirklich angenehm, ich genieße es richtig. Jeder Beinmuskel wird ausgiebig bedacht. Herrlich.
Die Dusche rundet das Lauferlebnis ab. Das ist immer so und ich habe schon öfter behauptet, dass ich nur für die Dusche danach laufe. *grins* Heute war es eben das Dehnen und die Dusche... das doppelte D eben.



Morgen ist übrigens Wettkampftag.
Ich bin Staffelschwimmer beim Frankfurt City Triathlon. Die Teamchefin wird es Timo Bracht dann auf dem Fahrrad zeigen... aber erst mal werde ich ihr einen schönen Vorsprung rausschwimmen. Er wird sich warm anziehen müssen, das habe ich mir fest vorgenommen. Unsere Läuferin rennt ihn dann noch in Grund und Boden, so ist unser Plan.
Wie so oft sieht's in der Realität ja meistens anders aus und so hoffen wir ihn noch im Ziel zu treffen, wenn er bereits fertig geduscht ist. Eine Unterschrift auf meiner Startnummer oder ein gemeinsames Zielfoto wäre schon cool. 

Mittwoch, 3. August 2011

Universum

Nachdem der beste Arzt der Welt mich auf die Piste geschickt hat und mir versicherte der Husten wäre absolut keine Entschuldigung für das Nichtsporttreiben und ich solle z.B. laufen oder schwimmen oder Rad fahren (tolle Vorschläge) wollte ich also den Feierabend hochmotiviert nutzten.
Das Universum hingegen wollte, dass ich es langsam angehe und nicht gleich übertreibe. Es schickt Blitze an den Horizont als ich heim kam.  Außerdem sorgte es dafür, dass der Himmel stark nach Regen aussah. Ich schätze "man" wollte mich -in Absprache mit meinem inneren Schweinehund- dazu überreden einfach auf die Couch zu gehen?
Aber der gute Vorsatz war ja nach dem Arztbesuch gefasst und da gab es auch nichts dran zu rütteln. Außerdem stimmt ja der Spruch, dass es einem nach dem Laufen immer besser geht und man froh ist losgelaufen zu sein!

Also Laufklamotten an und meine Sonnenbrille (T-Sight von der Hamburger Triathlonmesse... nach einer Falschlieferung jetzt doch endlich angekommen) auf.  Los ging's.

Das Universum kümmerte sich weiter darum, dass über Frankfurt Blitze vom feinsten zuckten und auch der Donner gut zu hören war... aber meine Laufrunde begann trocken und gewitterfrei. Einschüchtern ließ ich mich nicht.
Die Luft war angenehm, obwohl es sehr drückend und heiß war. Aber ich war einfach zufrieden. Zusätzlich war ich ziemlich flott unterwegs, na ich war ja auch gut ausgeruht. ;-)
Ich kam wirklich schnell und gut in den Tritt und wählte den Weg weg vom Gewitter (Ätsch).

Nach 3km bin ich umgedreht und mit Blick auf einen mittlerweile wieder vollkommen himmelblauen Horizont zurück gelaufen. Das Universum hat sich dann offenbar um andere wichtige Themen gekümmert und sich nicht weiter für mich interessiert.

Der Regenguß kam erst viel später, als ich beim Abendessen saß... ich hatte ausnahmsweise ein gutes Timing.

Es ist wirklich fein laufen zu gehen. Ich freu mich, dass ich wieder gesund bin.

Montag, 1. August 2011

Geschichtsträchtiger Wettkampf

Ich bin irre.
Das ist zwar bekannt, mir aber trotzdem nicht immer ganz bewusst.

Ich habe den Zeugwart und mich selbst soeben zum Hugenottenduathlon angemeldet. Der findet am 6.  November in Neu-Isenburg statt. Neu-Isenburg wurde ursprünglich mal als Zufluchtsort für die Hugenotten auf ihrer Flucht aus Frankreich gegründet und birgt also eine recht umfangreiche Geschichte. Die ist mir für den Duathlon bei dem es um 4km laufen, 20km Radfahren und 4km laufen geht, allerdings herzlich egal. Die Hugenotten haben sich damals sicherlich auch keine Gedanken gemacht, was alles in der Stadt noch passieren wird...
Ich werde also mit dem Mountainbike im Dreck rumfahren... ich freu mich. Dreck finde ich total super. :-)

Es wird wohl nass und kalt, sagt die Wettervorhersage. Außerdem wird es die Tage vorher auch bereits geregnet oder geschneit haben und mein Mountainbike wird sich so richtig einsauen. Zum Schluß werde ich eigentlich Slicks fahren.

Das abschließende Laufen wird sicherlich von Kälte und Regen geprägt sein, wie praktisch jeder meiner Läufe (bezieht sich auf den Regen). Die armen anderen Starter. Wenn sie sich beeilen bleiben sie aber wohl verschont... dann paßt es wieder.

Heute Nachmittag habe ich einen Arzttermin. Der Sprechstundenhilfe die den Hörer entgegennahm habe ich gleich was vorhusten können, so dass es mit dem Arzttermin auch flott ging. Ich hoffe sehr, dass ich dann wenigstens diese Nacht mal durchschlafen (und nicht mehr durchhusten) kann.

Sonntag, 31. Juli 2011

DNS

Ich bin nicht gestartet. Ich huste was das Zeug hält und kurble die Taschentücherproduktion weiter an in dem ich fleißig in den Abverkauf investiere.
Die Teamchefin ist doch glatt Schützenkönigin geworden und hat als einzige im gesamten Wettkampf null Fehlschüsse erreicht. Und mir erzählt sie vorher noch, dass sie jede Menge Strafrunden einplant. Na bravo. Gut, dass ich nicht mitgerannt bin... ich hätte die Strafrunden schön alleine gemacht während sie wahrscheinlich schon beim Zielkuchen gesessen hätte. Wenigstens hätte man mich gehört... hustend im Wald.
Herzlichen Glückwunsch!
Das ich nicht mehr mit dem Team zusammen irgendwo starten kann ist ja spätestens jetzt irgendwie klar. Der Profiathlet beißt immer wie verrückt und die Teamchefin wird auch noch Schützenkönigin. Ich will gar nicht an den nächsten 10er denken. Da werde ich sicherlich total stehen gelassen.

Hoffentlich ist die Erkältung bis zum nächsten Wochenende abgeklungen. Ich bin doch als Staffelschwimmer beim Frankfurt City Triathlon gemeldet.

Als kleine Produktempfehlung möchte ich übrigens Kleenex Balsam Taschentücher erwähnen. Die sind ganz angenehm für eine eh schon geschundene Schnupfennase. Besonders dick sind sie zwar nicht... aber fein für meine wunde Nase.
Ich glaube am Montag ruf ich doch mal beim Arzt an. :-(

Freitag, 29. Juli 2011

Starten oder nicht?

Ach blöd. Ich bin immer noch krank. Zwar fühle ich mich nicht mehr schlecht, aber ich bin verschleimt und huste und schneuze was die Lunge hergibt. Wirklich ätzend.

Gestern war Swimnight am Langener Waldsee. Leider zog ein Gewitter auf, so dass nicht geschwommen werden konnte. Schade. Gut, ich hätte ja sowieso nicht schwimmen können... mit dem Schnupfen wäre das kein Spaß gewesen. Trotzdem schade, wenn das Wetter so fies ist.
Regen hat es ja schon öfter gehabt, aber Gewitter. Ne ne ne. Die DLRG hat den See also für's schwimmen gesperrt und alle neoprenbekleideten Triathleten warteten am Ufer.
Wir verließen dann nach kurzer Zeit den See wieder... das Gewitter zog schließlich weiter in Wasserrichtung.
Schade, so kam keiner wirklich zum schwimmen, obwohl nur ich krank war.

Ob ich morgen beim Biathlon starte entscheide ich kurzfristig. Heute ro... ich hier noch extrem rum, so dass ich kaum Luft bekomme. Ich huste in einer Tour, das klingt überhaupt gar nicht nach Sport.
Außerdem bin ich nicht trainiert.
Weder im Rennen noch im Schießen. Ich bin schließlich die ganze Woche nicht gelaufen und die vorherigen Wochen fast nur am schwimmen gewesen.
Und Schießen? Gut, ... hab ich ja eh noch nie trainiert. Bin also auch da gar nicht vorbereitet, was aber auf Grund der glücklicherweise recht kurzen Strafrunde kein Problem wäre. ;-) Da haben die Organisatoren also gut an mich gedacht. Sehr nett.

Ist es denn empfehlenswert beim abhusten und abschneuzen zu starten? Also überhaupt laufen zu gehen?

Montag, 25. Juli 2011

Krank.

Ich hab's beschrieen und sogar beschrieben. Schön blöd. Mach ich auch nie wieder. Man lernt ja aus seinen Fehlern.

Ich bin krank.

Halsweh, Schnupfen. Erkältung halt. Ich fühl mich schlecht. *heul*

Heute bleibe ich daheim. Prima... der Zeugwart hat seinen besonderen Tag heute und ich lieg im Bett und schlafe. Super.
Der gute Sportvorsatz muß warten. So ist das halt manchmal. Trotzdem war es super an der Ironmanstrecke!

Sonntag, 24. Juli 2011

Ich wunder mich

Es ist wieder früh und ich schaue auf das Thermometer: 9°C.
Nee, ist nicht wahr... kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, was soll das denn bitte? Wir haben Juli. Das ist in Deutschland ein Hochsommermonat.
Also noch mal auf's Thermometer schauen. Immer noch 9°C. Aha. Ich muß mich doch sehr wundern.

Heute ist Ironmantag in Frankfurt.
Ich freue mich seit 364Tagen auf diesen Tag.

Am Ironmantag regnet es nicht.
Es ist herrlich warm, denn ich fahre mit dem Rad an die Strecke.
Ich muß viel zu trinken mitnehmen weil es zum mittag heiß wird und die Athleten es verdienen angefeuert zu werden.
Am Ironmantag sind es immer über 23°C. Nicht im Wasser vom Waldsee, sondern die Luft. Ich meine die Lufttemperatur.
Na ja.
Heute ist es anders.

Die Teamchefin, die Prominenz und der Profiathlet starten heute in Bayern bei einer Olympischen Distanz. Für Bayern war Regen angekündigt. Ich hoffe so sehr, dass sie trocken starten. Also der See darf nass sein, aber auf der Radstrecke und beim laufen wünsche ich es ihnen trocken. Sie haben ihren eigenen Berichterstatter und "Handytracker" dabei, so dass ich beim Ironman mit den wesentlichen Daten versorgt werde. Noch sind sie sicherlich in der Wechselzone beim nervös werden. Die Teamchefin ist ja meist die Ruhe selbst, aber der Profiathlet hat die prima Vorwettkampfnervositätskrankheit. 

Gut. Wir ziehen uns also an. Ich bin total naiv und wähle eine 3/4 Radhose und zwei Lagen Kurzarm- Oberteile. Dann eine Regenjacke drüber und das Fahrrad aus dem Keller holen. Wir haben aus Gewohnheit zwei Radflaschen ans Rad gepackt und schon ging's los auf die Hanauer Landstraße. Ach je. Ziemlich kühl. Mittlerweile zeigt das Thermometer 10°C, da wären lange Radhandschuhe irgendwie angebracht gewesen. Na ja. Hinterher ist man ja immer schlauer.
Auf der Hanauer ist es kalt. Es ist außerdem windig. Der Wind bläst uns ins Gesicht, die Athleten haben also Rückenwind. Na wenigstens etwas.

Wir sind kaum da und haben die Anfeuerinstrumente ausgepackt da geht's auch schon los.

Die Motorradstaffel der Polizei fährt vorbei, das Uhrenauto und schwups da isser: der Faris. Na wir haben ja ein prima Timing. Toll.
Die Radfahrer fliegen an uns vorbei es ist herrlich. Zwischendurch fängt es richtig an zu regnen. Paßt ja zu den 10°C. Meine Radjacke hält dicht, das ist schön. Meine Radhose ist feucht. Mmppff.

Unsere drei Olypmischen Athleten sind mittlerweile auch auf dem Rad. Alle sind toll geschwommen. Unser Tracker funktioniert prima. 

Nachdem die Spitze auf die zweite Radrunde in Richtung Wetterau an uns vorbei flog und Faris wirklich einen großen Vorsprung rausgefahren hat nahmen wir die Räder und wollten in Richtung Frankfurt düsen. Aber weil es nur so runtertratschte entschieden wir schnell anders und fuhren zurück nach Hause. Es ist einfach viel zu kalt und zu naß gewesen.
Also heim, duschen und feststellen, dass gerade die Zieleinlaufs-SMS aus Bayern eingetroffen war. 


Herzlichen Glückwunsch Ihr 1,5-40-10 - Athleten! Ihr habt das ganz toll gemacht und wir freuen uns wahnsinnig, dass Ihr einen trockenen Wettkampf hattet. Den Regen haben wir "gerne" übernommen.

Nach einer kurzen Aufwärmpause daheim bei der wir live mit HR3 den Rennverlauf verfolgen konnten, ging's mit dem Auto und langen Unterhosen wieder an die Strecke. Ich war angezogen wie im Winter. Ich wunder mich, denn es ist ja Juli.
Wir wollten an die Marathonstrecke und das Forumsgrillen genießen. Als wir ankamen standen die Zelte schon und der Grill war auch schon angeheizt. Das ist ja ein Bombenservice. Der Grillmeister hatte ordentlich Grillgut besorgt und die Stimmung war schon ganz prima. Wir reihten uns mit unseren Instrumenten zum Glockengeläut ein und gaben alles um den Marathon an dieser Stelle für die Athleten erträglich werden zu lassen.
Besonders fein ist es natürlich, wenn jemand vorbei kommt den man kennt. Aber auch unbekannte Athleten sind dankbar, wenn man ihnen entgegenklingelt oder sie mit ihrem Namen (der steht ja auf der Startnummer) anfeuert.
Ganz nebenbei wurde noch der Hintern des Tages gekürt. Solche Ehrungen passieren einfach so, dem Athleten ist es oftmals nicht bewußt dass er in diesen besonderen Olymp aufgestiegen ist. Wir können uns aber auch nicht um alles kümmern an der Strecke, wir machen ja bereits Lärm und schreien rum. Außerdem wollen die Würstchen ja auch gegessen werden. ;-)

Zwischendurch erhielt ich noch einen kurzen bayrischen Bericht der Teamchefin, die tatsächlich die Krone im Radfahren aufgesetzt bekam! Ach live sind Athleten halt doch am besten. Deine nächste Olympische Distanz schaue ich mir an! Du Radrakete. 

Kurz vor der Schließung des Fanshops machten wir uns noch auf zum Römer, denn netterweise hat der Veranstalter extra eine Ironman-Kollektion mit meinem Geburtstsjahr entworfen. Schön ist die auch noch... also blieb mir ja wirklich gar nichts anderes übrig, als hier zuzugreifen!

Faris hat sich übrigens auch gewundert. Zwar nicht über das Wetter, so wie ich... sondern darüber, dass er gewonnen hat. Verrückter Typ! ;-)

Ich gratuliere allen Teilnehmern von heute. Es waren schon beim anfeuern schwierige Bedingungen und mein ganzer Respekt ist bei den Athleten, die sich da heute durchgebissen haben. Ich stand ja sogar mit Handschuhen an der Strecke. Irre.
Klasse gemacht! Ich hoffe Ihr erholt Euch alle gut! Ich mach ab nächster Woche ganz viel Sport, falls ich mich heute nicht erkältet hab. ;-)

Samstag, 23. Juli 2011

Glück gehabt.

Am Wochenende früh aufzustehen ist mittlerweile ja schon fast üblich bei mir. Wer braucht schon Schlaf, ich denke der wird eh überbewertet. ;-)

Nachdem wir gestern über die Ironmanmesse geschlendert sind und uns mal wieder über das fehlende Engagement und das deutliche "ich hab keine Lust auf diese Messe" der Orthomolfrauen amüsiert haben (das ist uns schon in HH aufgefallen) ging es dann also heute an den Waldsee.

In Langen ist die 1. Wechselzone für die Athleten und um die Logistik zu vereinfachen werden die Fahrräder am Rennvortag eingecheckt.
Wir waren frühzeitig da und haben gleich mal geholfen das Helfereincheckzelt aufzubauen. Dann hab ich die Shirts und Rucksäcke verteilt und mir angehört, dass es blöd ist nur eine Größe T-Shirts zu haben. Ich habe Verständnis für die Helfer gezeigt und selbstverständlich auch gleich die Antwort zur Frage, "wo ist denn das Umziehzelt für die Helfer oder soll ich mich hier vor den Augen von allen umziehen" parat gehabt. Es gibt schon lustige Helfer...
...natürlich gibt es auch immer altkluge Helfer, die bereits seit 50Jahren jährlich mitmachen, alles furchtbar gut wissen, prima Ratschläge an der Hand haben und ihr Meinung zu allem abgeben. Sie kennen jeden Athleten, wissen genau wo's lang geht und machen doch die gleichen Dinge wie alle anderen.

Ich hatte dieses Jahr einfach Glück und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Ich habe nämlich beim Bilder schiessen mitgeholfen. Das heißt ich hatte direkten Kontakt zu den Kampfrichtern und konnte die Athleten direkt alle vorne in Empfang nehmen.
Dann wurde ein Bild samt Fahrrad, Athlet und Startnummer geschossen und dann wurde der Athlet von mir an den Helfer, der ihn in die T1 begleitet, übergeben. Das war echt schön, viel Englisch und Französisch schwätzen, hat mir sehr gut gefallen.
Der andere Helfer, der diesen Job mit mir gemacht hat war einer von den ganz wichtigen und wußte auch ganz prima Bescheid... hat er ja schon 100mal gemacht und mir auch gleich erklärt wie stressig es doch gerade ist. ;-) Es sei genauso wie im letzten Jahr... aha... gut zu wissen, ich war letztes Jahr auch genau in diesem "Dienst" und fand es weder heute noch letztes Jahr stressig. Schon witzig, wie die Meinungen zu sowas auseinanderliegen können.

Wie auch immer hatte ich einen tollen Dienst und die Teamchefin hat mich dann irgendwann abgelöst damit ich essen gehen konnte. Das war total nett und auch nötig. Hunger hatte ich ordentlich. Nach dem Mittagessen hab ich mich in die Riege der Helfer für internationale Athleten eingereiht und fleißig Athleten zu ihrem Wechselplatz begleitet und alles erklärt. Auf Englisch und auf  Französisch. Echt schön.

Der Wechsel der Helfer hat nicht so ganz reibungslos funktioniert, aber gut. Manchmal muß man dann auch einfach beherzt sein und sich nicht weiter kümmern. Nach einem kurzen Plausch mit den Schiris und dem Knüpfen von vielleicht wichtigen Zukunftskontakten ging's ab nach Hause. Direkt in die Horizontale. Helfen ist anstrengend! Aber klasse!

Freitag, 22. Juli 2011

Die Zeitreisende

Wie in jedem Jahr, seit dem ich den Ironman auf dem Schirm hab, findet am Donnerstag der Ironman Night Run statt.
Das Team hatte sich auch diese Jahr wieder zur Teilnahme entschieden und die Teamchefin hat sich im Vorhinein um regenfreies Wetter bemüht. Alle Vorbereitungen (bis auf das ich nur noch schwimme und wenig laufe) waren hervorragend. Der Profi und die Teamchefin sind eh bestens im Training, weil sie ja am Sonntag einen großen Wettkampf vor sich haben. Der Zeugwart ist verletzt und von daher nicht für den Start vorgesehen.

Ich war frühzeitig in Frankfurt und holte die Startunterlagen und Finishershirts am Mainufer ab. Dann ging ich kurzzeitig die Uhrzeit und den Tag durch, denn es war praktisch keiner da und das verwirrte mich wirklich außerordentlich. Andere Läufer waren kaum vorhanden und auch die HR3 Moderation war ruhig. Ich war etwas verunsichert... immerhin war es schon 18:15h. Komisch.

Ich ging auf ein Dixieklo... immerhin muß man die Gelegenheit nutzen, wenn viele rumstehen und man sich das schönste, sauberste aussuchen kann.
Als ich wieder raus kam hatte ich einen Zeitsprung gemacht. Es muß einfach eine Zeitmaschine gewesen sein, die mich mit einer rasenden Geschwindigkeit und ohne dass ich Verdacht schöpfte, in die Zukunft manövriert hatte. Ich öffnete die Tür und blickte in eine Masse an Menschen. Alleine vor meinem Dixi standen 6Leute an. Das gleiche Bild bot sich vor den anderen Dixies ebenso (und es waren bestimmt 10Stück nebeneinander).
Die Tribüne war voll und die Wechselboxen waren im Gegensatz zu dem Zeitpunkt, als ich das Dixi betreten hab, prall gefüllt. Unfassbar.
Ich muß Stunden im Dixie gewesen sein.
Ich bin eine Zeitreisende. Kein anderer hat das bemerkt. Ich bin geschickt und kann mein Talent verbergen. Wahnsinn!

Dann kamen meine Mitläufer. Das Tala Racing Team war ja nicht ganz komplett aber dafür mit Teammaskottchen zum Wettkampf angereist.
Nachdem wir die Startnummer befestigt hatten und ich festgestellt hab, dass ich -gott sei dank(!!!)- um den Bauch schmaler bin, als der Profiathlet, machten wir noch flott aus, dass ich als erste loslaufe.

Und dann war es auch schon so weit, dass ich mich aufstellen konnte. Ich stellte mich medienwirksam neben einen Ironman Korea - Finisher und war mir gleich sicher, dass er den Wettkampf am Sonntag locker wegstecken wird. Wahrscheinlich wird er noch nicht mal Muskelkater haben am Montag. *lach*

Die 5km gingen flott rum obwohl ich beim zweiten Brückenaufstieg ganz schön zu knabbern hatte. Puuuhhh. Bergtraining muß vermehrt gemacht werden. Da hilft alles nix. So ein bischen Brücke und so ne große Anstrengung. Ne, ne, ne. :-)
Im Ziel war ich nach 29:53Minuten. Meine erste "offizielle" 5km Zeit unter 30Minuten. Wenn auch nur knapp. Aber immerhin. Eine offizielle Zeitnahme gibt es nicht, von daher ist das mein rumgedrücke auf der Uhr.

Bei der Zielverpflegung wurde in diesem Jahr leider an der Cola gespart, die mir wirklich gut getan hätte. Schade. Vielleicht ist die nächstes Jahr wieder dabei?

Mittwoch, 20. Juli 2011

Dienstag... und trotzdem Swimnight

Wie bereits erwähnt ist diese Woche Ironmanwoche und da am Donnerstag der Nightrun statt findet könnten wir da ja nicht zum See. Und weil der Veranstalter einfach so vorausschauend agiert hat er sich dazu entschieden, die letzte Swimnight vor dem Ironman am Dienstag statt finden zu lassen.
Es sind viele Athleten dagewesen, die am Sonntag ihren Wettkampf machen. Gefühlt war ich die einzige, die keinen Wettkampf macht.

Ich hab den Fisch aufgesetzt und beschlossen ihn heute auf die große Runde auszuführen. Nachdem wir ein paar Kontakte geknüpft hatten, ist der harte Kern des Teams (nämlich die Teamchefin und ich) losgeschwommen.

Ich hab langsam das Gefühl ich bin nur noch am Schwimmen.

Gut, dass ich meinen Neoprenanzug hab, der See war ziemlich frisch gestern. Und die ersten Sekunden war es fast schon kalt an den Füßen.

Ich hab die Entdeckung der Langsamkeit gemacht, weil ich zwischenzeitlich auf meine Technik geachtet und verschiedene Armzüge ausprobiert hab. Außerdem hab ich geübt auch wenn ich nach rechts atme mal nach vorne zu schauen. Das ist nicht so einfach für mich. Zwischendurch hat mich der Neo am Hals gezwickt und weil sich Frau Duck kürzlich richtig wund gerieben hatte am Hals hab ich mich also kurz des Neos angenommen. Auf, Zu, wieder auf, wieder zu und dann richtig alle Klettverschlüsse zusammengepapt. Prima. Die Teamchefin war mittlerweile weit vor mir... sie war nicht mehr einzuholen.

Nachdem der Neo jetzt wieder gut saß und nix mehr reibt am Hals konnte ich prima zu Ende schwimmen. Schwimmen macht soviel Spaß. :-)
Zwischendurch hatte ich das Gefühl verfolgt zu werden... wahrscheinlich einer der DLRG Surfretter? Dabei hatte ich ein so gutes Schwimmgefühl. Sah aber wohl für denjenigen eher gequält aus? Keine Ahnung.
Ich kam toll entspannt aus dem Wasser. Das ist auch was wert.
Die Teamchefin wartete bereits am Strand und nachdem wir die Neos ausgezogen und die Schlüssel abgeholt hatten ging's zum Auto.
 
Den Zeugwart haben wir zum essen dann noch eingesammelt und nachdem drei Pizzerien geschlossen hatten haben wir das 38° gestürmt und unseren Schwimmhunger gestillt. Mmhhh lecker!

Welcome to the tribe.

Auf der Triathlonmesse in Hamburg hat man mir ein schwarzes Gummiarmband in die Hand gedrückt. Ich gehe schwer davon aus, dass sich die Austeilerin überhaupt gar nichts dabei gedacht hat. Trotzdem find ich es bemerkenswert, dass Zoot mich in ihrem Stamm der Triathleten willkommen heißt. Ich hatte noch nie ein Gummiarmbändchen... jetzt gehöre ich also dazu. Vielleicht ist mit "Tribe" auch nicht der der Triathleten gemeint sondern der der Gummibandträger? Keine Ahnung.

Es ist Ironmanwoche in Frankfurt.
Athleten tummeln sich in der Stadt und obwohl erst Dienstag ist sieht man langsam, wie die Stadt sportlich wird. Absperrungen werden rangekarrt, Dixi's aufgestellt und es gibt immer wieder sehr ambitioniert aussehende Zeitgenossen die eine Rad- oder Laufrunde drehen.
Ich laufe am Donnerstag mit der Teamchefin und dem Profiathleten beim Nightrun mit. Die Strecke führt in Frankfurt am Mainufer entlang und ist pro Läufer 5km lang. Ich versuche mal eine Bestzeit über die Distanz und strebe meine erste 5km Zeit unter 30Minuten im Wettkampf an. Obwohl es kein wirklicher Wettkampf ist... es ist mehr ein Funrun. Trotzdem schau ich mal wie ich mich so fühle und ob's denn drin wäre.

Freitag mache ich was ganz unsportliches. Wahrscheinlich. Noch versteife ich mich nicht drauf.

Samstag helfen wir beim Rad Check In am Langener Waldsee. Das wird bestimmt wieder total spaßig, es sei denn es gießt wie aus Eimern... aber das hoffen wir nicht. Obwohl der Wetterbericht glasklar gegen uns ist.

Sonntag ist dann der Wettkampftag. Start ist ab 6:45h für die Profis und dann geht alles ganz "schnell". Verhältnismäßig. Für uns Zuschauer ist es schon eine Frage der Organisation. Wir sparen uns in diesem Jahr wieder den See und begeben uns direkt an die Radstrecke. Von dort aus sind wir eben auch recht flott an der Laufstrecke und können ordentlich anfeuern. In diesem Jahr gibt es für uns noch eine Grillverpflegung. Das klingt super.

Die Teamchefin und der Profiathlet verbringen am Sonntag ihren ganz eigenen Ironmanwettkampf im Süden. Sie stehen nicht mit uns an der Strecke sondern Schwimmen, Radeln und laufen selbst um die Wette. Die sind ja ganz verrückt! :-)

Sonntag, 17. Juli 2011

Hamburg Triathlon Trip *17.Juli*

Unfassbar, der Wecker meint es auch heute ernst. Sonntag: 6h. Ich kann unser Engagement kaum fassen... ob das die Leute auch im nächsten Jahr für mich machen? Einfach nur zum anfeuern so früh an die Wettkampfstrecke kommen? Wir werden sehen.
Jetzt ist es erst mal entscheidend, dass ich was zum frühstück kriege. Das Buffett ist genauso herrlich wie gestern und der Grundstein für einen guten Start in den Tag ist gelegt. Wir nehmen wieder eine U-Bahn zum Junfernstieg und wissen schon genau wo wir hinmüssen.
Mit der Ratsche und der Trommel bewaffnet beziehen wir Aufstellung an der Schwimmstrecke in der Nähe des Ausstiegs. Wir wollen ein paar Forumsmitglieder von Triathlon-Szene anfeuern und sind auf das Ablesen der Startnummer von der Badekappe angewiesen.
Man "kennt" sich zwar... aber eben nur virtuell. Das bringt auf der Schwimmstrecke wenig. Leider.

Wir entdecken die Foris und jetzt kommt Bewegung in die Sache. Schließlich muß ich nicht nur mitteilen, dass das Schwimmen super gemacht wurde und es jetzt locker auf's Rad geht sonder ich muß auch noch die fünf Treppen hochspurten und den Schwimmern dann auf dem Weg zur Wechselzone zurufen wie toll sie sind. Es macht einen Heidenspaß!
Bei diesem Wettkampf werde ich von keinem Schwimmer fotografiert. Auch verzichten die Athleten darauf mir -oder ihren Angehörigen- zuzuwinken. Die 1,5km sind offensichtlich etwas anstrengender, außerdem wird hier vermehrt gekrault, was natürlich wenig kommunikationsfördernd ist. Brustschwimmen ist dafür natürlich besser geeignet.
Aber da entdecke ich einen Winker! :-) Ein Schwimmer hat wohl im Kraulstil seine Anfeuerer entdeckt und macht sich bemerkbar ohne mit dem kraulen aufzuhören. *grins* er winkt... immer wenn er eine Hand oben hat. Und er kommt nicht aus dem Rythmus. Verrückt. Natürlich wird er von seinen Leuten bemerkt... und das komplette Ufer stimmt mit ein ihn aus dem Wasser zu schreien. Teamwork nennt man sowas wohl.

Wir wechseln an die Rad- und Laufstrecke und geben auch hier alles um uns bemerkbar zu machen. Die Kampfrichter haben alle Pfeifen voll zu tun und ich bin erstaunt, wieviele Athleten den Absteigestrich überfahren, ihren Helm bereits vorher öffnen oder gar abziehen. Lesen die Leute nicht die Regeln?

Nach einem leckeren Mittagessen schlendern wir nochmals über die Messe. Der Zeugwart kauft sich ein paar Schuhe und ich greife bei einer Laufjacke zu, die mir gestern nicht aufgefallen ist. Herrlich.
Dann pilgern wir zurück. Immerhin wollen wir uns an der Schwimmstrecke ein paar Plätze für das Profidamenrennen am Nachmittag sichern.

Mmmh. Der Herr kommt mir bekannt vor. Woher bloß? Kann ich ja gar nicht kennen. Komisch. Und dann seh' ich sie daliegen... die Bücher. Es handelt sich um Mathias Müller vom Pa'a Blog. Er hat das Buch "Vom Couchpotato zum Ironman" geschrieben, das ich praktisch eingeatmet hab. Und ich sehe auch Anna! Wow. Sie ist ganz normal und furchtbar nett. ;-) Eigentlich hab ich nichts anderes erwartet, aber es ist natürlich trotzdem etwas anderes, wenn man sich dann persönlich kennen lernt. Wir unterhalten uns locker 10Minuten und ich bekomme noch eine gute Wünsche Karte für die Teamchefin, die durch das Buch und Anna's Durchhaltevermögen ebenfalls motiviert wurde. Da wird sie sich bestimmt freuen!
Beseelt verlassen wir die Messe und beziehen Stellung an der Schwimmstrecke. Es dauert noch bis der Startschuß fällt, also fange ich in meinem neuen Buch (natürlich vom Auto am Stand eben handsigniert!) zu lesen. Sehr schön.

Irgendwann geht's dann auch mit dem Elitewettkampfgedaddel los und wir beobachten die Damen beim Einschwimmen. Nachdem wir ordentlich Dampf gemacht haben und alle aus dem Wasser sind wechseln wir an die Radstrecke und sind beeindruckt. Das Feld zieht sich ganz schön auseinander und die 8Radrunden sind vorbei wie im nu wird gerannt. Das Wetter hat die ganzen Zeit gehalten und erst jetzt, nach Abschluß der letzten Laufrunde fängt es an zu schütten. Petrus ist also auch Triathlet...war mir gar nicht bewußt!

Hamburg Triathlon Trip *16.Juli*

Der Wecker hatte kein Mitleid. Wir wurden tatsächlich um 6h geweckt. Unfassbar. Aber es nützt ja nichts... die Jedermänner hüpfen schließlich in einer Stunde schon ins Wasser, also nichts wie aufstehen und ab zum Frühstück.
Ich bin schwer beeindruckt. Das Frühstücksbuffett im Hotel ist wirklich außerordentlich liebevoll gedeckt und bietet genau meine Frühstückslieblinge. Alle Angestellten sind sehr nett, es wird ausnahmslos gelächelt und es gibt sogar Bagels. Mmhh lecker! Ein schöner Artikel aus dem Hamburger Abendblatt, in dem ein Reporter beschreibt, wie er abseits der Triathlonveranstaltung versucht die Strecke schon mal zu absolvieren macht uns richtig Lust am Aufbruch.

Gut gestärkt geht es also mit den Öffentlichen an den Jungfernstieg. Wow. Da ist ja die Hölle los. Es wird bereits geschwommen als wir ankommen und wir holen uns als erstes mal ein Programm damit wir überhaupt Bescheid wissen was hier wann passiert. Dann bekommen wir noch die lautesten und schwersten Ratschen überhaupt in die Hand gedrückt und beziehen Stellung an den letzten 60m der Schwimmstrecke.
Ich bin total in meinem Element und ratsche was das Zeug hält. Ich kann auch gute Tipps zurufen und sicher sein, dass man mich hört, denn die Jedermänner bieten aus jedem Stall ein Pferd.
Es gibt jede Schwimmvariante zwischen gute schnelle Kraulschwimmer im eigenen Neopren bis hin zum schlechten Brustschwimmer um den ich  mir Sorgen mache in 70er Jahre Badehose. Ich kriege alles geboten, praktisch jedes Outfit wird durch die Alster geschwommen und die Vorführung der verschiedenen Schwimmstile ist beeindruckend. Nicht nur dass ich mittlerweile genau erkenne welcher Kraulstil einen voran bringt und welcher nicht. Es gibt auch Brustschwimmer die sich eher selbst bremsen und Rückenschwimmer die die Wolken als Orientierung nutzen. Alles dabei eben, wie sich das für einen ordentlichen Jedermannwettkampf gehört.
Es gibt sogar Athleten, die winken einem zurück, wenn man sie anfeuert. Sie bedanken sich im schwimmen für die guten Wünsche und als Krönung, weil ich halt so naiv bin und denke, dass es das Höchste ist, sich als schwimmender Athlet beim Zuschauer am Ufer zu bedanken, werde ich noch eines besseren Belehrt.
Ich ratsche und werde fotografiert. Nicht etwa von einem Zuschauer oder offiziellen Fotografen. Nein! Von einem schwimmenden Jedermann, der seine Kamera mit dabei hat. Er schwimmt Brust, hat einen mords Spaß und jetzt auch ein Foto von mir mit dem Hamburger Rathaus im Hintergrund wie ich mir die Arme müde ratsche. Das ist ja noch nie passiert. Schleppt da einer die Kamera mit. Ich muß den ganzen Tag an diesen Athleten denken und immer wieder schmunzeln.
Der beste Anfeuerungsruf des Vormittages ist übrigens "Papi". Er bewirkt wahre Wunder, wenn er von hellen Kinderstimmen gerufen wird. Die Papis geben alles, der Bauch wird eingezogen und der Turbo noch mal eingeschaltet. Klasse.

Als alle Schwimmer die Treppe zur Wechselzone erklommen haben bekommt mein Arm endlich eine Pause vom Ratschen. Und die Stimme kann geölt werden.

Wir machen uns bei bestem Wetter und herrlichem Sonnenschein auf zur Triathlonmesse. Am Adidasstand kriege ich eine tolle Beratung und beschließe meine EvilEye Radbrille durch eine T-Sight zu entlasten. Die Bestellung klappt ganz hervorragend und ich erwarte meine neue Brille dann in den nächsten zwei Wochen.
Beim Zootstand hab ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, das sofort ausgelost wurde. Und ich hab einen Trinkgürtel gewonnen! Wahnsinn. Das ist super!
Der Zeugwart hat sich eine neue Schwimmbrille gekauft, ich hab ein Badeanzugschnäppchen für 17,50€ gemacht. So gefällt mir eine Messe.

Jetzt ist es Zeit sich um die Nachmittagsgestaltung Gedanken zu machen!

Wir entscheiden uns etwas zu essen zu besorgen und auf der Tribüne Platz zu nehmen. Direkt an der Elite - Herren Wechselzone, direkt in der prallen Sonne. Egal. Wir sind gut vorbereitet und so wird's dann auch gemacht. Wir besorgen Mexikanisch zum mitnehmen und stürmen die Tribüne. Es ist viel Platz und wir entscheiden uns für die 6Reihe direkt an Jan Frodenos Wechselplatz.
Nach dem Essen bekommen wir Gesellschaft und die Trias Flensburg setzen sich dazu. Wir ergänzen uns herrlich mit unserem Wissen und unserer Sonnencreme und es verspricht ein lustiger Nachmittag zu werden.
Dann betreten die Athleten die Wechselzone. Es wird gejubelt und angefeuert, obwohl ja lediglich alles aufgebaut wird. Ich werde das Team beim nächsten Mal ebenfalls beim Einrichten der Wechselzone anfeuern nehme ich mir vor.
Macca startet ebenfalls. Das ist schön, den kenn ich ja vom letzten Ironman noch ziemlich gut.

Mit den Moderatoren vom NDR und Mike Hahmel üben wir noch das Anfeuern, wenn die Athleten die Poststraße passiert haben. Dann ist es nämlich nicht mehr weit bis zu uns am Rathaus und wir können ordentlich Getöse machen. Das klappt ganz gut.

Nachdem alles aufgebaut ist und die Herren sich teilweise verdammt zügig in ihre Neos geschmissen haben blicken wir gebannt auf die aufgestellten Leinwände. Der Schwimmstart vom Ponton auf der Außenalster wird für uns auf den Tribünen live übertragen. Das ist ein toller Service.
Um 14:06h wird gestartet. Nicht eine Minute zu früh. Es ist genau getimed. Die Athleten sind herrlich anzuschauen und ich fühle mich ein bischen wie in der Kirche mit Blick auf den Rathausturm und seine Uhr. Ständig stehe ich auf und setze mich wieder hin. Es ist ein schier endloses auf und ab.

Jan Frodeno hat im Laufe der letzten Radrunde eine Reifenpanne und wird trotz das er dadurch natürlich weit abgeschlagen ist von uns angefeuert als würde er haushoch gewinnen. Es ist prima. Wir applaudieren jedem und freuen uns über die Sonne.

Nachdem, recht überraschend, nicht Gomez als erster über die Ziellinie gerannt ist, bin ich noch kurz schockiert darüber, dass sich einer der Profis offensichtlich total überschätzt hat und sich direkt nach der Ziellinie erst mal übergibt. Gerade von den Profis hab ich -aus irgendeinem Grund- erwartet, dass sie auf ihr Körpergefühl achten? Weiß auch nicht warum.
Ich bin zu naiv für den Profisport.

Nach dem Zieleinlauf beschließe ich spontan nächstes Jahr auf der Olympischen Distanz zu starten und wir pilgern zum REWE um unsere Getränkereserven aufzufüllen. Spontan pumpe ich einen Liter Apfel-Stachelbeer-Quitte-Mirabelle Schorle ab und stelle erst beim absetzen fest, dass es sich um eine wirre Früchtemischung handelt. Egal. Hauptsache Flüssigkeit. Die Sonne brennt noch immer und wir spazieren noch eine Runde über die Messe und machen uns dann auf zurück ins Hotel.

Abends gibt es noch eine Sightseeingtour durch das schöne Lüneburg und ein Tapasabendessen.

Der Wecker für Sonntag ist auf 6h eingestellt.

Hamburg Triathlon Trip *15.Juli*

Das Hamburger Triathlon Wochenende begann reichlich spät. Erst am Freitag gegen 22:30h hatten wir das All Seasons Hotel in Hamburg erreicht und unser Hotelzimmer bezogen.
Ich hab zwar früh Feierabend gemacht, aber da wir vorher nicht zum packen gekommen sind mußten wir das also am Freitag nach Feierabend noch erledigen. Nachdem wir auch das Instrumentensammelsurium zum anfeuern an Bord hatten ging's auf die Autobahn in Richtung Norden.

Nach guten 2Stunden Fahrt machten wir auf einem Rastplatz eine Pause und es gab Abendbrot. Fast wie beim Witzigmann - Palazzo wurde zum Abendessen dreierlei Theater geliefert:
  1. das vollste Auto des Tages ... aus einem ebenfalls pausierenden Mercedes stiegen 6 Erwachsene aus. Der Mercedes war eine E-Klasse, Stufenheck. Zusätzlich zu den 6Erwachsenen war auch noch ein Säugling an Bord.
  2. ein älteres schwedisches Urlaubersammelsurium parkte nicht nur rückwärts gegen die Einbahnstraße ein, nein, sie wechselten auch bei laufendem Motor auf abschüssiger Straße ohne angezogene Handbremse den Fahrer... der dann gleich das Auto festhielt.
  3. ein Dreiergespann aus Opa und erwachsenen "Kindern" machte sich auf zum Toilettenhäuschen und der arme alte Mann kam dann nicht mehr alleine raus.
Ich habe die dreckigste Toilette seit langem erlebt, da hilft auch kein Edelstahl mehr. *grusel*

Wie bereits erwähnt kamen wir spät im Hotel an. Ich bin begeistert von der Freundlich- und Herzlichkeit mit der man uns begrüßte. Schon die Lobby finde ich sehr einladend und stylisch. Wir checkten ein, alles wurde erklärt und dann nichts wie hoch auf's Zimmer. Das ist schön geräumig, sehr modern eingerichtet, hat frische Farben an den Wänden und in der Einrichtung, ist wirklich toll sauber und das Bett hat sehr laut nach mir gerufen!
Also nichts wie rein und schlafen... der Wecker stand auf 6h. An einem Samstag. An einem Urlaubswochenende!
Das wäre ja wirklich was für den Kopfschüttelblog. ;-)

Freitag, 15. Juli 2011

Waschmaschine

Pünktlicher Feierabend, Tasche schnappen, Anfahrt zum See... es ist doch jeden Donnerstag das Gleiche. ;-) Natürlich ist es auch windig und sieht nach Regen aus. Wie üblich eben.
Am See angekommen mache ich noch kurz Werbung bei einer jungen Dame die mich fragt ob man im See wohl Schwimmen kann. Eine lustige Frage... was käme sonst als Alternative in ihren Kopf? Es wäre ja keiner im Wasser... daher wundert sie sich. Aber sie macht am 7. August ihren ersten Triathlon und da wollte sie mal ein bischen schwimmen am Ort des Geschehens.
Aha... als ich fragte was für eine Distanz und sie mit "olympisch" antwortete war ich baff. Sie sei in ihrer Jugend mal sportlich gewesen, daher denkt sie, das ist kein Problem. Ok. Ich war ja auch irgendwann mal sportlich... wahrscheinlich bis ich in den KiGa kam. Sie halt, bis sie anfing zu arbeiten. *lach*
Sie stürzt sich in die Fluten.

Wir gehen runter an den Strand und ziehen uns um. Der Himmel sieht bedrohlich aus, der Wind ist kühl und der See wirft ordentlich Wellen. Da ist nix von spiegelglatt... ich glaube ich mach das mit dem Atmen heute nicht abwechselnd, sondern immer nur in die Wellenabgewandte Richtung. Sonst schlucke ich sicherlich nur Wasser.
Da ich meinen neuen Neoprenanzug noch nicht gezeigt habe hole ich das jetzt hier nach:
Der Orca und ich warten also im Sturm auf die Teamchefin und schauen dem Zeugwart zu, wie er sich in sein Helixschnäppchen reinschafft. Wenn ein Neo ordentlich Auftrieb hat ist er auch dicker und damit etwas schwieriger anzuziehen als mein Federkleid. Der Zeugwart ist aber erfolgreich und die Teamchefin kommt genau richtig um den Helix zuzumachen. Ich kann das nicht, mein Daumen schmerzt nämlich noch immer ganz schlimm... *heul*

Da heute kein Neoprenverleih am Waldsee ist muß die Teamchefin ihre Härte beweisen und ohne schwimmen. Im Wasser geht es aber dann... es ist nur anfangs ziemlich frisch. Ich leide etwas mit ihr und bin voller Bewunderung, weil sie wirklich ins Wasser geht und mitschwimmt. Respekt. Nur die harten kommen in den Garten und bei einer Olympischen Distanz auch ans Ziel.
Das nimmt sie wörtlich.

Irgendwann ist die Ansprache vom Megaphon dann auch vorbei und wir schwimmen los. Der Zeugwart schwimmt die kleine Runde (und ist später mal wieder -obwohl hinten gestartet- als erster draußen) und die Teamchefin und ich peilen die große Runde an.
Ich schwimme und atme tatsächlich nur nach links. Von rechts kommt der Wind, der bringt kleine und mittelgroße Wellen mit und macht es mir nicht leicht zu atmen. Also links. Das klappt gut. Ich kann auch prima die Richtung halten, weil ich links atmend vorher gut nach vorne schauen kann. Die erste Boje, die zweite Boje, dann drei und vier und schon geht's zurück zum Strand.

Und irgendwer hat auf den Waschmaschinenknopf am Eingang zum See gedrückt. Was ist denn hier los? Von links kommen riesige Wellen ich werde hoch und runter geschafft wie in einem Aufzug und entscheide mich spontan für's überleben. Und für das Atmen nach rechts. Links geht gar nicht mehr.
Rechts ist schwierig, weil ich das mit der Orientierung da noch nicht so drauf hab. Aber es wird. Kann es ja jetzt grad mal trainieren. :-)
Es wird immer schlimmer... ich schwebe durch manche Wellentäler, weil mir quasi das Wasser unter dem Körper wegschwappt. Das kenne ich sonst nur aus dem Meer. Unglaublich.
Ehe ich mich jetzt hier auch noch übergebe schwimme ich lieber mal ein Stückchen Brust. Das ist eine gute Idee! Ein paar Züge Brust und ich kann mit dem Auf und Ab vom Wasser gleich besser umgehen. Manchmal sind solche Ideen Gold wert.
Ein Schwimmer kreuzt meinen Schwimmweg im 90° Winkel. Ich wundere mich woher er kommt und wo er wohl hinmöchte, halte ihn auf und schlage ihm vor, dass auch er zum Strand schwimmen könnte. Er ist dankbar und richtungsmäßig jetzt wieder auf passendem Kurs. ;-) Eine gute Tat für heute.

Ich verfalle wieder ins kraulen und komme mit den Wellen jetzt wieder besser klar. Es blitzt etwas weiter vorne... und ich hoffe auf ein Foto.
Leider erwischt mich das Fotografenboot aber nicht... zumindest kriege ich davon nichts mit. Schade, ein Schwimmbild im neuen Neopren wäre ja super gewesen. Na ja. Man kann nicht alles haben... ich hab schließlich Wellen und den Neo.

Nach 38Minuten bin ich am Strand zurück. Es war ganz schön wellig. Den Neo ziehe ich im Wasser aus um den Sandkontakt zu minimieren. Das klappt trotzdem nicht so gut und ich werde daheim noch mal richtig spülen müssen. *seufz* Aber immerhin war der Gedanke dazu ganz gut.
Es ist kalt und windig und ich bin froh als ich meine trockenen Klamotten anhabe.

Wir beschließen das heute wieder ein Pizzatag ist und bestellen unser Abendessen bereits vom Seeparkplatz bei der Tevere vor. Als wir dort eintreffen ist die Pizza schon fertig! Ein Bombenservice. Echt super.

Und weil ich ein Jahr älter wurde und trotzdem noch schwimmen kann habe ich von der Teamchefin und vom Profiathlet ein tolles Geburtstagsgeschenk bekommen:
Es ist wohl selbstverständlich, dass ich am Dienstag zur Swimnight nicht in der lilanen Sailfish Badekappe schwimmen kann sondern dem kleinen rosa Fisch den See zeige... oder? Auch der DLRG wird dafür Verständnis haben... ich bin sicher. :-)
Ganz lieben Dank noch mal für das schöne Geschenk!

Dienstag, 12. Juli 2011

Genug oder zuviel?

Ich bin alt. Und überlastet. Und es hat sich nichts an meinem Verhältnis zum Regen geändert. Komisch. Neues Lebensjahr, alte Weisheiten... ist das so, wenn man älter wird?

Heute ist es verdammt heiß bei uns. 30°C sagt das Autothermometer. Ich wollte laufen gehen und hab deshalb tagsüber schon gut getrunken. Nach einer kurzen Pflanzaktion bin ich dann los.
Ich hab allerdings schnell gemerkt, dass das angekündigte Gewitter nah und meine Kräfte weit weit weg sind. Also hab ich schnell umdisponiert und eine Lauf ABC Einheit eingeschoben. Hab ich in meiner HM Vorbereitung mal gemacht... ob's was genützt hat weiß ich natürlich nicht. Ist ja im Nachhinein immer schwer zu sagen.

Ich hab also ein bischen Lauf ABC absolviert und mir während dessen Gedanken zum Daumenschmerz gemacht. Der tut mir seit der Ironman Swimday Aktion weh.
Nicht der ganze Daumen, aber genau der Teil am Gelenk der sich darum kümmert, dass ich kraftvoll zubeißen zupacken kann. Mist. Es kommt eindeutig vom Schwimmen.
Ich übertreibe das Eintauchen mit dem Daumen voran. Das wette ich. Dabei klappt es so toll im Moment. Aber ich kenne da offensichtlich nicht die Grenze zwischen genug und zuviel? Also hab ich eine Überlastung. Am Daumen. Wenigstens nichts am Bewegungsaparat... in dem Alter bin ich noch nicht. Kann aber noch kommen... ich werde ja auch nicht jünger.

Das Lauf ABC lief ganz gut. Es war heiß und ich war froh, dass ich nach dieser furchtbar kurzen Einheit wieder im Schatten daheim war. Pünktlich, wie ich es gewohnt bin, fing es dann natürlich auch an zu schütten. So hatte ich das ja bestellt... im neuen Lebensjahr möglichst wenig naß werden. Prima.

Die Teamchefin hat mich übrigens noch in diesem Monat für einen Biathlon angemeldet. Ich bin sehr gespannt und werde den Zeugwart bitten mich ein paar mal abzulichten. Er wird sicherlich - vor allem bei den zahlreichen Strafrunden- jede Menge Gelegenheit dazu haben. Beim schießen muß man ja still halten. ;-)

Montag, 11. Juli 2011

Schnapsig

Obwohl ich ein Sportler bin und immer gänzlich auf Alkohol verzichte (was übrigens rein gar nichts mit dem sportlersein zu tun hat) bin ich ab sofort schnapsig.
Ich freu mich. Eine Schnapszahl ist was feines und die Letzte ist ja wirklich schon ein paar Jahre her. Quasi so lange, dass ich mich kaum erinnern kann.

Für dieses neue Lebensjahr gibt es jede Menge Spannendes:
Der neue Flitzer soll bald geliefert werden und ich werde dann zukünftig schneller bei den Wettkämpfen sein, weil ich richtig viel PS unter der Haube hab. Ich mache bei meinem ersten Biathlon mit und bin schon gespannt ob ich überhaupt auch nur einmal so ein Ziel treffe. Wir machen einen großen Urlaub und ich werde lange Laufeinheiten in den Nationalparks einlegen können. Ich will länger schwimmen und weiter laufen lernen und dann das große Marathon M im nächsten Jahr in Angriff nehmen. Ob es allerdings das Kalenderjahr oder das Lebensjahr sein wird weiß ich noch nicht. Aber ich muß mich weiter darauf vorbereiten. Und dann ist da ja noch die Mitteldistanz die mich reizt. *grins* 

Auf jeden Fall gab's diesen wunderschönen Strauß und jede Menge Glückwünsche.  

Sonntag, 10. Juli 2011

Das ist eine von denen!

Aha.
Gut zu wissen. Ich bin also eine? Eine von welchen? "Von den Tigern, aus dem Internet..." mehr höre ich nicht mehr. Ich werde von zwei Fahrradfahrerinnen überholt, und die eine erklärt der anderen, dass ich also "eine von denen" sei. Mmhh.
Das Shirt hat also ganze Arbeit geleistet.

Ich hatte es gestern im Briefkasten. Das Tiger Balm Team- Shirt. Es ist herrlich quietschig orange und paßt ideal. Nicht zu eng, nicht zu weit. Einfach perfekt. Ganz lieben Dank liebe Gewinnspielorganisatoren! Ich bin total begeistert.

Ich habe das Shirt also gleich ausgeführt heute. Eigentlich stand ein langsamer langer Lauf auf dem Plan, aber ohne Frühstück hab ich's nicht lange gepackt und war nach einer Stunde -genau mit den ersten Regentropfen- wieder daheim. Das Shirt hatte offensichtlich einen Wiedererkennungswert... sehr lustig.
Unter dem Shirt hatte ich den Rebound Racer von Movingcomfort. Da ich ja mit dem einen Junomodell ein paar Probleme auf dem Rücken hatte hat mir der vorbildliche Kundenservice ein anderes Modell zur Verfügung gestellt. Quasi im Austausch. Der Rebound Racer ist klasse. Super bequem, prima Halt und sieht auch noch ganz gut aus. Fotos folgen dann noch...
Wie auch immer bin ich sehr begeistert von Sport BH und Teamshirt!

Beide liegen jetzt schön beisammen im Wäschekorb und warten auf die Waschmaschine:


Der Lauf war ganz gut. Ich war eine knappe Stunde unterwegs und es war einfach nur drückend schwül. Zeitweilig sind ein paar Sonntagsradler neben mir hergefahren, die mich einfach nicht überholen konnten... *lach* die Mutti's haben sich unterhalten und fanden das wohl ganz lustig neben mir herzufahren.
Als ich dann mit dem Regen wieder daheim war, war ich ganz schön fertig. Ein bischen mehr essen bevor es los geht ist also sicherlich nicht verkehrt.

Freitag, 8. Juli 2011

Wasserwirbel

Da ich in nächster Zeit äußert pünktlich heim gehen werde habe ich diese Woche gleich mal einen wagen Grundstein gelegt und mich bemüht. Wenn man Nachmittags noch einen Termin hat, dann fällt einem das gleich wieder leichter, und so war es dann heute auch. Donnerstag ist ja Swimnighttag und da heute noch zwei Besonderheiten auf dem Programm standen war klar... ich muß heim.

Die fertig gepackte Schwimmtasche und den Neoprenanzug geschnappt und im kleinen Flitzer auf nach Langen zum Waldsee. Nach einem durchaus gefährlichen Intermezzo auf dem Hinweg, das mit einem Anruf bei der Polizei hoffentlich eingedämmt wurde, waren wir auch schon auf dem Parkplatz.

Es schüttete. Komisch, wo ich doch noch gar nicht die Hälfte der Sportstrecke geschafft hatte. Das paßt ja gar nicht zusammen. :-)
Wie auch immer regnete es ganz ordentlich und wir stürmten zu erst den Garmin Stand. Ich schlawenzel ja schon ein Weilchen um die Forerunner 110 HR rum und hoffte, dass ich diese Uhr 1.live erleben könnte und 2.ein Testmodell zur Verfügung steht.

Am Garminstand angekommen gab es nur das Fernsehermodell. Denn laut Aussage des Teststandbetreibers ist die schön oben gezeigte Uhr nicht wasserdicht und als reine Laufuhr zu betrachten. Zum Schwimmen dürfte ich sie nicht anhaben. *seufz* Was ist das denn? Finde ich ja total bescheuert. Ich kann mir ja schlecht eine Uhr nur zum Schwimmen kaufen... seine Argumentation war dann, dass der Fernseher als Sportgerät zu sehen ist und ich mit meinen Sportschuhen ja auch nicht schwimme, weil sie eben zum Laufen sind. Und ich hätte ja auch einen Neoprenazug. Mmppff. Ich finde, der Vergleich hinkt total und bin mit meiner Suunto Pulsuhr abgezogen. ;-) Den Fernseher habe ich nicht ausgeliehen...

Wir machten uns auf den Weg zum Segel und zogen uns um. Da es ziemlich windig und nicht wirklich warm war machten wir uns auch gleich auf ins Wasser, denn das versprach zumindest etwas wärmer zu sein. Ich machte ein paar Technikübungen und stellte erneut fest, dass ich mit meinem Neoprenanzug einen tollen Wurf gemacht habe. Wir kommen wirklich gut miteinander zurecht.
Meine getönte Schwimmbrille war vielleicht etwas zuviel des Guten gestern, ich hatte ständig das Gefühl ich schwimme nachts. Aber ok. Wenn man nicht so die Wechselauswahl hat, wg. der Stärke, ging das halt nicht anders.

Als der Rest des Teams am Strand ankam machten wir uns auf sie zu begrüßen und waren hocherfreut, das nicht nur Teamchefin, Profi und Sportkind sondern auch die Prominenz -farblich bestens abgestimmt- am Start waren. Die Anzüge wurden angelegt und dann stürmten auch schon Massen von Neoprenträgern den Strand, so dass wir uns auch auf ins Wasser machten.
Jan, ich bin ... ........, Sibbersen machte eine kurze Einführung, stellte Timo Bracht als Teilnehmer vor und schickte uns los.
Ich drückte meine Stoppuhr und schwamm los. Klappt gut, nur mein zweiter und dritter Fußzeh links krampft. Hab ich ja noch nie erlebt... ich versuche den Fuß ruhig hängen zu lassen, aber das ist den Zehen egal. Sie krampfen munter weiter bis zur ersten Boje. Zum sterben ist es nicht, aber ich fänd's halt netter ohne.
An der ersten Boje überholt mich der Profiathlet in einem Affenzahn. Ich halte ihm zu Gute, dass er 1,5 Köpfe größer ist als ich und immer beißt. Und zusätzlich ist er ein Mann und hat eh mehr Muskeln und so. Ansonsten wäre ich quasi kurz angespannt gewesen. Der pienst nämlich immer rum er könnte nicht schwimmen und er wäre so langsam und überhaupt. Also lieber Profi, Dir ist verziehen, aber nur aus den oben genannten Gründen. ;-)
Ich bog also ab auf die Kleine Runde. Schließlich hab ich ja auch noch meine Nackenschmerzen (wie sagte ein deutscher Comedian kürzlich... ich bin jetzt in dem Alter angekommen, dass mich Luft verletzten kann) und die drei Sportler sollen ruhig mal alleine die große Runde bewältigen. Immerhin tun sie das ja in zwei Wochen bei ihrer Olypmischen Distanz auch.
Ich schwimme also einen schönen Dreierzug, tauche toll die Arme ein, versuche einen hohen Ellbogen zu halten und freue mich, dass ich tatsächlich einige Schwimmer überhole. Ich werde zwar auch ein paar mal überholt, aber die fleißigen Zickzackschwimmer sind nicht wirklich schneller... sie kreuzen meinen Weg nur auffällig oft. Es ist sehr amüsant gewesen.
Ich kam dann auch irgendwann am Strand an. Die Krämpfe waren vorbei und ich hab für die 600-700m 16Minuten gebraucht. Paßt zu meinem Gefühl nicht gut geschwommen zu sein perfekt. Mmppfff. Immerhin bin ich weit vor Timo Bracht aus dem Wasser gekommen! Auch was wert. ;-)

Der Zeugwart war selbstverständlich bereits an Land. Er läßt es sich ja nicht nehmen das Feld regelmäßig von hinten aufzurollen und dann als einer der vordersten an den Strand zu schwimmen. Unfassbar. Aber auch ihm kann ich zugute erhalten, dass er ein Mann ist und die bereits oben erwähnten Eigenschaften eben auch für ihn gelten.
Wir stellten uns also ins Wasser und harrten aus bis unser Team wieder an den Strand gespült wurde. Als erstes kam nach 30Minuten der Profi. Irre. Das erste Mal die große Runde geschwommen und gleich alle hinter sich gelassen. Wahnsinn. Der Profi heißt halt auch nicht umsonst Profi. Er ist fast durchgekrault. Prima gemacht.
Kurze Zeit später, nach runden 34Minuten hat die Teamchefin sich am Strand zu erkennen gegeben. Unfassbar. Sie ist ja komplett durchgekrault und kam locker 5cm größer, als sie eh schon ist, aus dem Wasser raus. Da hat sie auch schön recht gehabt. Meine Uhr nahm die Zwischenzeit und nun warteten wir auf die Prominenz.

Das erste Mal überhaupt im See die große Runde. Quasi Premiere. Wird sie unter 40Minuten aus dem Wasser kommen (das ist nämlich die Cut off Zeit für den kommenden Wettkampf an der sich heute gemessen wurde) ? Der Zeugwart sieht sie zuerst und staunt... "wow, was ein herrlicher Schwimmstil. Greift ein bischen über, aber das ist eine Kleinigkeit für jemanden der so schwimmt." und da die Prominenz am Strand angekommen ist drücke ich mal erst auf Stopp. 37:5xMinuten sagt die Suunto, die ja wasserdicht ist. Die Prominenz kommt zu uns und geht gar nicht auf unser Jubeln ein... obwohl die Strecke alleine wäre ja schon jubeln wert. Sie fragt zuerst "wie lange hab ich gebraucht"  und wirkt ganz verschüchtert. Muß sie ja gar nicht sein... ich runde auf und schmettere "38Minuten, Du mußt dann wohl doch auf's Rad und weitermachen" und dann wird sie ordentlich naß gespritzt. Herrlich wie wir uns alle zusammen freuen können, wenn einer bzw. mehrere eine TOPleistung bringen. Ich bin stolz wie Bolle auf die Prominenz und habe meine krampfenden Zehen für den Moment vollkommen verdrängt.

Wasserwirbel gibt es natürlich für alle drei en masse!

Ehrensache, dass die Prominenz dabei richtig naß gemacht wird und auch die anderen nochmal eine Glückwunschladung ins Gesicht abkriegen. Dann gibt es noch ein tolles (...vorsicht, ich hab's noch nicht gesehen) Gruppenbild vom Starfotografen Ingo Kutsche und wir stürmen das Segel um uns umzuziehen.

Den Abschluß dieses gelungenen Schwimmabteuers feiern wir wieder bei Spareribs im 38°Grad. Mmmhhhh lecker.

Dienstag, 5. Juli 2011

226 Kilometer gegen Krebs

Meine Mitläuferin Julia... bzw. das ist zu nett ausgedrückt. Nochmal:

Bei der Mzungo Mile in Oberursel wurde ich knallhart von Julia stehen gelassen. Julia hat haushoch gewonnen und sich trotzdem wie ne wahnsinnige für mich gefreut, als ich viele Minuten nach ihr ins Ziel gerannt kam. Dieser Moment war total super für mich. Ich finde es total klasse, wenn sich so flotte Flitzer für langsamere freuen können und deren Leistung ebenfalls würdigen! Danke noch mal... :-)

Jetzt lese ich ganz aktuell dass sie, zusammen mit ihrem Ehemann (der mich selbstverständlich übrigens auch haushoch hinter sich gelassen hat und mich ebenfalls anfeuerte als hätte ich eine Mordsleistung hingelegt) und noch einem Bekannten eine tolle Spendenaktion durchführt.

Sie startet dieses Jahr beim Ironman in Frankfurt und jeder kann sich ihre Kilometer kaufen und damit für die Krebsforschung spenden. Es geht hierbei vor allem darum herauszufinden warum Kinder an Krebs erkranken.
Natürlich kann man auch die Kilometer der zwei Herren kaufen und sich so den Zieleinlauf, einen Schwimmkilometer oder einen schnellen Wechsel gönnen. Welcher Triathlet träumt nicht von schnellen Wechselzeiten? :-)
Ich finde es eine tolle Idee! Falls man sich fragt...es ist selbstverständlich auch möglich mehrere Kilometer zu kaufen.
So kann man auch als nicht Langstreckler direkt beim Ironman dabei sein. Ggf. ist es eine gute Idee sich an "seinen" Streckenkilometer zu stellen und die drei anzufeuern?

Sonntag, 3. Juli 2011

Bergtraining

Ich hatte mir ein Bergtraining gewünscht und heute war es soweit. Der Termin hat gut gepaßt, es war nicht so richtig heiß und wir machten uns auf in den Vogelsberg. Belohnungsessen war auch mit an Bord, denn im Anschluß an das Bergtraining sollte ja gegrillt werden.

Nachdem wir umgezogen waren ging's los. Die Prominenz, der Profi, die Teamchefin und ich zu Fuß. Das Sportkind und der Zeugwart per Mountainbike auf in Richtung Berg. Raus aus der Haustür... und es ging gleich richtig los. Berg hoch.

War ja bestellt... trotzdem ordentlich. Aber auch schön, dass der Berg gleich am Anfang dasteht, da sind die Beine noch frisch. Es war schön, wir sind toll gelaufen, Berg hoch, Berg runter und ich mußte keine Gehpause machen. Nach knappen 6km haben wir den freundlichen Pferdchen hallo gesagt und dann ging's quasi nur noch Bergab. Aber auch das war anstrengend. Es begann zu regnen. War ja klar, wir hatten etwas über die Hälfte geschafft.

Weil ich dann müde wurde nahmen wir eine Querfeldeinabkürzung und standen auf einmal zwischen Kühen ohne Flecken im hohen Gras. Und die Schuhe waren naß... vom Gras. Und es regnete weiter. Die armen Mitläufer, aber ich kann nichts dafür, es ist schließlich allgemein bekannt, dass es IMMER regnet, wenn ich laufe.

Nach 1:12h waren wir wieder daheim. 10km standen auf der Uhr. Toll! Und das mit ordentlich Berg für meine Verhälstnisse. Ich bin sehr zufrieden.

Im Anschluß hat der Profiathlet für uns noch gegrillt. Das war ein super Abschluß des Trainingstages. Es gab eine reichliche Salatauswahl, viel Gemüse und Hühnchen. Total lecker! Ich bin jetzt ordentlich geschafft und freu mich schon ein bischen auf den morgigen Muskelkater!

mmmhhh lecker!


Heute mittag griff ich zum Triathlon Kochbuch um mal wieder ein Rezept nachzukochen.
Wir hatten noch Eier im Kühlschrank die ich verwerten wollte. Also fiel die Wahl auf Kaiserschmarrn.
Nach dem Rezept eines mir völlig unbekannten Athleten, der Kaiserschmarrn bevorzugt vor Wettkämpfen zu sich nimmt habe ich also den Teig angerührt und dann fleißig in der Pfanne zerrupft.

Und es hat einfach super geschmeckt!

Samstag, 2. Juli 2011

Ironman Swimday

Ein ganz normaler Samstag ohne besondere Planung... gerade gestern Abend hatten wir noch geklärt, dass wir heute gemütlich einkaufen fahren und ansonsten nichts anliegt. Und dann ändert ein kurzer Blick auf Facebook alles... *lach*

Heute ist Ironman Swimday am Waldsee. Schwimmen dürfen nicht nur gemeldete Ironmantriathleten sondern auch normale Menschen... für die 3,8km unfassbar viel scheinen. Zusätzlich wird noch ein Blue Seventy Testschwimmen angeboten. Und da der Zeugwart auf den Helix spekuliert aber gerne noch mal Testschwimmen würde... war klar.
Anziehen und los!

So schnell waren wir noch nie fertig. Unsere Seeschwimmtaschen sind nach dem alles getrocknet ist immer griffbereit... wie die Feuerwehr sind wir also vorbereitet. Es kann alles passieren. So auch ein spontanes Testschwimmen. *grins*
Also Schwimmsachen gegriffen, Badeanzug an und auf nach Langen.

Ein kurzer Stau an der Kasse und schon waren wir am See. Dann noch flott einen Helix in der richtigen Größe ausgeliehen und Paul vom Main Ausdauershop "Hallo" gesagt. Die Veranstalter hatten tatsächlich die Ironmanstrecke abgesteckt, die große Runde und die etwas kleinere Runde ebenfalls. Angesagt wurde gerade, dass die erste Startgruppe gleich losschwimmt.
Wir zogen uns um und ich beobachtete die erste Startgruppe in der auch Meike Krebs und Nicole Leder mitschwammen. Beeindruckend was eine Geschwindigkeit da an den Tag gelegt wird.

Ich startete mit der zweiten Startgruppe und konnte eine kleine Weile mithalten. Eine ganz kleine Weile. ;-) Neben mir eine DLRG-Frau die sich meinen Schwimmstil eine Weile angeschaut hat... wahrscheinlich um zu prüfen, ob ich gefährdet bin unterzugehen und deshalb eine Einzelbetreuung brauche oder ob sie mich schwimmen lassen kann. Sie konnte.

Ich schwamm, die vor mir feste im Blick, allerdings uneinholbar (es sei denn sie würden eine Brustschwimmpause einlegen-> was keiner von ihnen tat) weit weg. Dann übersah ich eine Boje und schwamm einen großen Schlenker, aber kein Problem. Der Dreierzug, der hohe Ellbogen, das Atmen klappte alles ganz gut. Zweimal hat mich eine Welle ordentlich beim Atmen behindert, so dass ich kurz dachte dass das ne richtig blöde Idee war mit dem See und dem Schwimmen. Aber dann ging's wieder.
Und die Idee war doch ganz gut.

Nachdem ich den eigentlichen Schwimmbereich wieder erreicht hatte wurde der Schwimmstil unschöner. Ich war ganz schön fertig. Und ich hatte Hunger. :-) Mein Frühstück heute früh war ja auch nicht auf 2km Schwimmen ausgelegt. Na ja. Das hab ich nun von der Spontanität.

Am Ufer angekommen hab ich kurzzeitig wieder ein bischen Karussel im Kopf, dann gehts aber und ich nehme mit dem Zeugwart den Landgang, der ebenfalls abgesteckt ist. Mitten drin steht ein kleiner einsamer Minibusch. Ob die Athleten in drei Wochen da drum rum laufen werden? Vielleicht weicht der kleine Busch aber auch noch?

Wieder im Wasser kürzen wir ab. Ich spare mit weitere 1,8km und schwimme direkt zum Ziel. Gehe quasi nicht über Los... :-)
Der Zeugwart berichtet dass der weitere Helixschwimmtest super war und er davon ausgeht, dass der demnächst auch in unseren Keller einziehen wird. Aha. Gut zu wissen, was noch kommt.

Für die 2km habe ich gute 45Minuten gebraucht... am Stück mit Schlenker.