I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 12. Februar 2012

Rumschleichen

Entlastungswoche. 

Ich kann es gar nicht oft genug festhalten. In meiner Welt ist eine Entlastungswoche eine Woche voller Whirlpoolbäder, SpazierGÄNGE, Couchen und ganz wenig Sport. In der Welt des Cheftrainers ist eine Entlastungswoche eine furchtbar sportliche Woche mit weniger Umfang und mehr Power. Ich weiß nicht, warum er das so sieht. Ich mache mir auch am Besten mal keine Gedanken drüber. 
Manche Dinge muß man einfach mal hinnehmen können. 

Der Zeugwart und ich laufen los. Das Thermometer zeigt -6°C. Wir sind dick eingepackt. Ich habe -weil neu- eine Windstopper Unterhose an. Sowas ist sicherlich ganz angenehm bei -6°C in der Sonne. 
Ich schleppe mich. 
Ich hab's heute wirklich nicht leicht. Meine Beine sind müde. Der Zeugwart rennt voraus, sein Puls ist im grünen Bereich und er hat eine ganz ordentliche Geschwindigkeit drauf. Am Horizont wird er immer kleiner. 
Ich schleppe mich immer noch. Aber ich halte durch. Heute stehen ja "nur" 10km auf dem Plan und das ist ja eine kurze Strecke gegen letzte Woche. 

Nach der Hälfte der Strecke werde ich vom Zeugwart wieder eingesammelt. Ist ja schließlich ein Teamevent. 

Wir laufen gemeinsam den Damm wieder hoch und ich kann ganz gut Gas geben. 
Immer nur dieses langsame Grundlagenausdauergeschleiche macht auch keinen Spaß. Der Cheftrainer hat es sogar fast erlaubt... in dem er sagte, dass es Spaß machen soll und es nichts bringt zu langsam zu mache. Und Bianca hat nach der Leistungsdiagnostik auch gesagt, dass ich unbedingt mal flotter machen soll. Also mache ich das mal heute.
Leider tut mir einen Km vor dem Ziel der Rücken weh, so dass ich wieder langsamer mache. Kaputt machen bringt auch nichts. 
Ich komme fast eine Minute nach dem Zeugwart zu Hause an. Wir haben noch immer weit unter 0°C. 

Wir sind gut. Richtig gut. 

Samstag, 11. Februar 2012

Radsport 360

Die Woche hat mich wirklich geschafft. Ich bin das Krafttraining nicht gewöhnt, dann noch gleich das Rudern mit doppeltem Widerstand und dann noch Schwimmen. Ich komme mir vor wie der Profiathlet: nur im Training, jeden Tag. 

Heute ist daher -wie bei so Profiathleten üblich- ein Besuch im Radladen angesagt. Der Zeugwart hat einen Termin vereinbart und zwar am Freitag. Für heute. Also mit einem Tag Vorlauf. Wahnsinn oder? So kurzfristig habe ich das ja noch nicht erlebt. Wunderbar. 
Also ich bin baff. 

Andreas Hunkel gibt sich so viel Mühe mit uns und den Rädern, dass ich total beeindruckt bin. Der Zeugwart und sein Rennrad werden vermessen und schnell wird klar, dass ihm geholfen werden könnte, mit einem größeren Rad. Er darf spontan eines ausprobieren. Das ist nett. Wirklich. Und er nutzt die Chance und fährt mal ne Runde.
Das größere Rad ist ihm wesentlich bequemer als sein Kleineres. Lustig... im Vergleich zu meinem grünen Rädchen sieht seines schon groß aus. Im Vergleich zu dem größerem das er ausprobieren darf ist meines ein Kinderrad. 

Als Andreas mein Rad vermisst und mich darauf ebenfalls, stellt er fest, dass ich ein paar cm zu weit hinten sitze um genug Druck auf das Pedal zu bringen. Ich wußte doch, dass ich eigentlich sauschnell bin, nur die Einstellung bestimmt falsch sein muss, damit ich auch schnell fahre. *lach* Oder so. Ich muss bzw. sollte auf dem Rad ein paar cm nach vorne rücken, ansonsten ist alles klasse. 
Na wunderbar. Ich lasse mein Rad gleich im Radsport 360-Laden stehen, damit die Herren sich darum kümmern können, dass sich ein bißchen weiter vorne zum sitzen komme.

Spontaner Service, gute Beratung, kein mühsames Verkaufsrumgestotter, wir haben den Eindruck als kommt es hier und heute nur auf uns an, und darauf, dass wir zufrieden sind. Es ist kein Thema, ob wir was kaufen oder nicht. 
Andreas Hunkel ist ein guter Berater vom Fach, mit guten Argumenten und Ratschlägen auch gegen seinen eigenen und für unseren Geldbeutel. So rät er uns zum Beispiel nicht zu einem Triathlon Zeitfahrrad, obwohl es doch so hübsch und cool wäre. Er ist der Meinung, dass ein Rennrad für unsere Ansprüche vorerst völlig ausreicht und ich zum Beispiel noch jahrelang glücklich mit meinem kleinen Grünen zurecht komme. 
Echt klasse. 

Zum Sport schaffe ich es heute nicht... ich bin zu müde und fertig. Ein zwei Stunden Mittagsschlaf hilft da ein bischen. 
Ist ja meine Entlastungs-Woche. 

Freitag, 10. Februar 2012

Endlich Wochenende!

Das Schwimmtraining findet heute abend erbarmungslos statt. Meine Bauchmuskeln sagen minütlich "hallo", meine Beinmuskulatur fühlt sich nicht so fit an. Und ich hatte eine anstrengende Woche. Aber Training ist Training und wir haben gesagt, dass wir kommen.
So eine Trainingsstunde ist sehr gut um den Schweinehund im Griff zu halten.
Im Vorraum des Schwimmbades ist eine Würstchenstation aufgebaut. Das Schwimmbad ist mit anderen Leinen ausgestattet und die Seitenwände sind mit Gittern gesichert. Morgen findet hier wohl ein Wettkampf statt.
Für uns heißt das heute nicht über den Beckenrand einzusteigen. Die ganz wilden nutzen den Startblock... ich die Treppe.
Wir schwimmen den Plan des Trainergespanns und nutzen Flossen, Paddles und Pullbuoy. Als ich nach der Stunde aus dem Becken klettere bin ich völlig alle.
Zu allem Unheil ist der Vorraum auch noch eiskalt und die Umkleide ebenfalls. Da bringt die heiße Dusche nur bedingt etwas... immerhin ist klar, dass ich danach in die kalte Umkleide muß.

Gott sei dank ist gleich Wochenende... es ist höchste Zeit.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Müllautos überall

Nachdem ich heute früh wirklich deutlich mit meinen Bauchmuskeln kommuniziert habe und im Bett nach dem wach werden kaum mehr schmerzfrei liegen konnte, ging nur aufstehen. Ich war auch Alternativenlos. Liegebleiben - aufstehen... na ja.

Die Sporttasche war praktisch fertig gepackt, die schnell trocken Handtücher noch aus dem Badezimmer antreten und in die Sporttasche hüpfen lassen und schon konnte ich los. Gut, dass der Zeugwart mich damit kürzlich im Decathlon eingedeckt hat. Für sowas ist der Zeugwart wirklich top zu gebrauchen. Ich selbst würde ja weiterhin mit den guten alten Frotteehandtüchern durch die Gegend stapfen und mich totschleppen.

Der Winter hat die Welt noch immer fest im Griff und ich muss meine Frontscheibe frei kratzen. Übel. Ob das ein Ohmen ist für den Rest des Tages?
Ist es nicht.

Im Fitnessstudio angekommen, schnappe ich mir das Rudergerät und lege los. Das Rudern geht mir leicht von der Hand und nach ein paar Minuten stelle ich fest, dass ich mit Widerstand 10 unterwegs bin. Wow. Ich dachte 10 wäre nur was für die großen Jungs... ha. Sollte ich etwa zu den Großen gehören?
Das ist eine Überlegung wert.

Ich rudere also meine 30Minuten voll, denke mir meinen Teil zu den Eisschollen auf dem Wasser und der Müllwagen Invasion, die gerade die Frankfurter Innenstadt beherrscht. Aus jeder Straße kommt ein Müllauto, wie bei der Truman Show und ich hab hier Widerstand 10 eingestellt. Einfach Wahnsinn.
Da ist schon wieder ein Müllauto. Vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran... ich weiß gar nicht was die alle auf einmal in dieser Straße wollen. Eine Choreografie machen sie zumindest nicht, oder sie klappt nicht. Oder ich hab einfach keine Ahnung. Das kann natürlich auch sein.
Fleißig wird der Warnblinker einzelner Fahrzeuge betätigt, andere fahren in die Einbahnstraße rückwärts, dann kommt eines entgegen.
Ich bin wirklich total abgelenkt.
Als auch noch mehrere Fahrer gleichzeitig aus ihren Fahrzeugen aussteigen bin ich sehr traurig, dass zwischen uns Sportlern und der Straße eine Scheibe ist. Ich wüßte wirklich zu gerne was das Problem auf der Straße ist und merke, dass ich nicht die einzige bin, die etwas abgelenkt ist.
Der Herr hinter mir fällt immerhin fast vom Laufband. Da habe ich es sitzend schon besser. Zumindest ein bißchen. Hören tue ich trotzdem nichts.

Nachdem ich das Rätsel so nicht lösen kann steige ich vom Rudergerät ab, vergewissere mich nochmal dass wirklich der Widerstand 10 eingestellt war und gehe mich dehnen.
Meine Bauchmuskeln teilen mit, dass sie rudern auch nicht so super fanden und planen würden, sich heute tagsüber noch mehrere Male zu melden.
Na super.


Abends finde ich in meiner Mailbox noch die Einladung zum Frankensteinlauf in Darmstadt.


Hier werde ich der Teamchefin, der ich die Einladung schon weitergeschickt habe, noch mitteilen, dass es für sie eine Pflichtveranstaltung ist. Nicht, dass sie das als Option ansieht.
Sie ist nämlich derzeit wieder gut dabei ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Da soll sie ruhig mal vor mir her rennen... gerne auch in Darmstadt!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Umfang und Leistung

Weil Bianca bei der Leistungsdiagnostik schon mitgeteilt hat, dass ich mich mal ein bischen um Krafttraining kümmern soll und man das auch in allen möglichen Zeitungen und Ratschlagsheftchen lesen kann nutze ich die Möglichkeit meines Fitnessstudios und absolviere heute eine Trainerstunde. Ich habe die Hoffnung, dass mir ein paar Übungen gezeigt werden, die ich dann auch wirklich mache.

Ich mache mich kurz warm und dann geht's auch schon los.

Insgesamt gibt es fünf Übungen für die Beine die mir ans Herz gelegt bzw. auf den Zettel notiert werden.

  1. Kniebeugen
  2. Oberschenkel zusammen pressen
  3. Oberschenkel auseinander drücken
  4. Knie an den Bauch heben
  5. Bein "Curls"
Tja was soll ich sagen...

bei den Kniebeugen reicht mir das Gewicht des Gerätes vollkommen aus und ich schaffe die angesagten 15Wiederholungen gerade so. Die kurze Pause reicht gerade, dass die Beine wieder ansatzweise wissen, dass sie Beine sind. Die nächsten Wiederholungen mache ich auf den Fersen ohne die Fußzehen zu belasten. Sehr spannend. Das muß geübt werden.

Beim Zusammenpressen und Auseinanderdrücken stelle ich fest, dass meine Oberschenkelmuskeln wirklich viel leisten können. Wäre ja auch gelacht, wenn bei dem Umfang nicht ordentlich Leistung drin wäre. Also drücke ich zusammen und auseinander was das Zeug hält.

Die nächste Übung ist für meinen Bauch. Eigentlich sind es zwei Übungen, wenn man es ganz genau nimmt ... und weil es um Bauchübungen geht muß ich es ganz genau nehmen. Also in das Gerät klettern und dann die hängenden Beine nach oben ziehen. Am Besten natürlich in einen rechten Winkel, ist klar. Und wenn man ganz verrückt ist, dann macht man das 3x15mal.
Und danach kann ich mich noch so richtig abschießen in dem ich die Beine in den rechten Winkel hebe und nach vorne ausstrecke. Hier sagte der Trainer großzügigerweise, dass 3x6 Wiederholungen ausreichen. Ich lach mich weg.

Die Bein "Curls" sind für den hinteren Oberschenkelmuskel und ich ziehe quasi die Ferse zum Po. Das ist anstrengend und ich schaffe 3x15Wiederholungen nicht mit den vom Trainer enthusiastisch aufgelegten 10kg. Wir reduzieren auf 7,5kg und dann geht's.
Am Ende halte ich jede Übung noch mal 30Minuten in der Anspannung. Total durchgedreht... ehrlich.

Nach dieser Trainerstunde bin ich fix und alle und dehne ausgiebig. Ich bin gespannt, wie oft ich das durchziehe und vor allem wie groß der Muskelkater morgen diesbezüglich ist. ;-)
Aber wie das Trainergespann immer zu sagen pflegt... von nix kommt nix.

Dienstag, 7. Februar 2012

Der Zeugelefant

Der Zeugwart gibt dem Schweinehund keine Chance.

Ich dachte noch, dass ich mich heute ums Training drücken kann... aber weit gefehlt. Ich hatte großspurig angekündigt, dass ich mich heute 30Minuten auf's Rad schwinge... und das, obwohl ich 30Minuten in diesem Winter bisher noch nicht am Stück auf der Kiste war. Ich bin irre.
Und noch viel blöder ist eigentlich, dass der Zeugwart sich solche Ankündigungen merkt. Er ist diesbezüglich ein Zeugelefant mit einem sehr guten Gedächtnis. Und weil er selbst heute sportlich war, hat er gedacht, er kann mich auch guten Gewissens scheuchen.
Kürzlich sagte noch jemand zu mir... "überdenke Sie mal Ihren Lebenstil". Das klang fast so als würde ich rauchen, trinken und nur Parties feiern. Dabei war damit sicherlich gemeint... ist Radfahren im Winter das Richtige?!
Zumal wir in der Innenstadt von Frankfurt eine praktisch geschlossene Schneedecke verzeichnen können. Sie ist nicht dick... aber das sagt der Begriff "geschlossen" ja auch gar nicht aus.

Wie auch immer ist Radfahren bei dem Wetter ätzend.
Auf dem Flow geht's aber. Da ist es nur blöd, wenn man es -wie ich- ganz selten macht und einem der Hintern dann weh tut. Aber dafür kann weder das Rad noch der Flow was. Es ist der Schweinehund. Mal wieder.

Heute aber hat er keine Chance, denn der Zeugwart kümmert sich. Er scheucht mich zum umziehen, rückt den Flow zu Recht und stellt seichte Unterhaltung im Fernsehen ein. Respekt. Es gibt wirklich ziemlich blöde und vollkommen durchgedrehte Menschen auf dieser Welt und zu allem Überfluß werden sie auch noch im Fernsehen gezeigt.  
Ich fahre 20Minuten, dann bekomme ich den Sattel gerichtet und dann mache ich tatsächlich die 30Minuten voll.

Der Schweinehund liegt kopfschüttelnd auf der Couch und kann es nicht fassen.

Sonntag, 5. Februar 2012

Der Wahnsinnstyp

Wo kann man sich am Besten Lobe anfordern? 
Also ich meine so richtig gute Lobe. 
Nicht einfach mal ein "gut gemacht" sondern eher in Richtung "Wahnsinn! Super! Unfassbar! Du bist klasse!" Ich bräuchte da mal die Adresse oder Telefonnummer, denn für heute fänd ich so ein geniales Lob total angebracht. 

Der Zeugwart und ich sind einfach spitzenklasse im Trainingsplan durchführen. 

Für heute waren 16km angesagt und wir mußten nur selbstständig die Entscheidung treffen ob Mainauf- oder abwärts gelaufen wird. Gut, dass diese Entscheidung unsere Einzige war so konnten wir unsere ganze Energie dazu aufwenden die Strecke zu bewältigen. Wir entschieden uns für Abwärts und schon ging's los. Dank unserer super Ausstattung haben wir beide einen Trinkgürtel um und ein warmes Getränk dabei, so können wir uns von innen etwas auftauen. 
Meine Hose saß auch mal strammer... aber ok. Wir können nun keine Rücksicht mehr auf solche Ausstattungsdetails nehmen und laufen. Es ist anstrengend und kalt. 

Bis zur Hälfte bleibt der Zeugwart bei mir und folgt meinem Tempo. Er ist damit eine Idee zu langsam, ich ein bischen zu schnell. Wir unterhalten uns und als es nur noch 30Meter bis zum Wendepunkt sind kann ich vor Anstrengung nur stöhnen. *lach* 
Dann lasse ich ihn ziehen. Er läuft langsam von mir weg und irgendwann ist er als oranger Punkt noch gerade so zu erkennen. 
Zwischendurch trinke ich immer mal ein Schlückchen aus der Flasche, das klappt mittlerweile richtig gut. Und das einfach nur von 4 x üben. Toll.  

Als ich in Richtung 16km-Marke komme merke ich deutlich, dass ich genug habe. 


Ich bin schon sehr lange nicht mehr so weit gelaufen und es ist einfach anstrengend. Ganz nach Anweisung des Trainers laufe ich bis zum vereinbarten Punkt, obwohl ich schon zweimal vorher hätte aufhören können... aber ich will dem Cheftrainer nicht erzählen müssen, dass ich's nicht geschafft habe. Also bis zum Schluß. 
Und am Ziel angekommen fängt der Zeugwart dieses herrlich ehrliche Bild ein. Voller Stolz und Erschöpfung muß ich nämlich erst mal die Haltbarkeit des Schildes prüfen. 


Ich lobe den Zeugwart ausgiebig, denn er war ganze 6Minuten schneller als ich unterwegs und hat diese Distanz auch schon sehr lange nicht mehr bewältigt. Ich bin sowas von fremdstolz auf ihn, er hat das echt super gemacht. 
Und dann hüpft er auch noch schnell ins Haus, schnappt sich die Kamera und macht ein paar Bilder von mir! Ein Wahnsinnstyp, dieser Zeugwart. Gut, dass wir den im Team haben! 

Samstag, 4. Februar 2012

Winterlaufserie Rodgau Jügesheim

Anfeuern ist meine Lieblingsdisziplin beim Sport. 

Ich mache das fast so gerne wie Schwimmen und laufen und viel viel lieber als Radfahren. Also war es keine Frage, als die Teamchefin gestern anrief und fragte, ob wir heute nach Rodgau kommen, dass wir hinfahren. In Rodgau findet jedes Jahr eine Winterlaufserie statt und ich bin in den letzten Jahren mitgelaufen. Heute wollen der Profiathlet und der Titan ihr Lauftalent dazu nutzen flott durch die Kälte und ab ins Ziel zu laufen. Respekt. 
Von heute früh weiß ich ja, dass es eiskalt ist. 

Aus unserem Team habe der Schnelle und der Wusel zur Teilnahme entschieden und so haben wir Anfeuerer ganze vier Athleten auf der Strecke. 
Das ist eine ordentliche Anzahl, denn man muss jedem für sich gerecht werden. Es geht schließlich nicht, dass wir einen übersehen oder nicht ordentlich anschreien. Jeder verdient die gleiche Aufmerksamkeit und eine ähnliche Lautstärke. Das sind die goldenen Anfeuer-Regeln. 

Und wenn man schon mal an der Strecke steht, dann kann man sich um die anderen Läufer auch gleich noch kümmern. Ist ja Ehrensache. 

Den Startschuss hört nur der Zeugwart. Er ist konzentriert... wir offensichtlich nicht so ganz. Das muss besser werden. Aber das Jahr ist ja noch jung.
Wir anderen wappnen uns sofort um auch ja keinen Läufer zu verpassen. Und schon wird an uns vorbei gerannt, so dass es schwer ist den Überblick zu behalten.



Natürlich erkennen wir unsere vier Athleten und es wird gerasselt und gebrüllt was das Zeug hält.
Auch die andere Leute die um unsere Athleten drumrum laufen sind über unsere Anfeuerbemühungen nicht unerfreut und so warten wir noch den Besenwagen ab und dann geht's zum nächsten Anfeuerpunkt.

Im schattigen Wald ist es ziemlich frisch und wir bemühen uns schnell wieder in die Sonne zu kommen. Als Zuschauer kann man hier auch Kilometer lassen.

Das Maskottchentier und ich halten bei Km9 kurz inne und machen eine Fotopause. Im Schatten halten wir es nicht ganz so lange aus. Also das Maskottchentier sicherlich, aber ich bin so ein Frierhutzel. *seufz*


Weiter geht's und wir erreichen die Sonne und damit Km9,5.
Hier rennen die Läufer noch um die zwei letzten Kurven und ab ins Stadion. Es ist zwar noch nicht wirklich Zeit für einen Zielsprint... aber an diesem Punkt kann man die Athleten zumindest schon mal zum sprinten auffordern. 
Und schon kommt der Erste angerannt.
Der Führungsradler ist noch immer prima gelaunt und freut sich uns wiederzusehen. Der Erste schießt an uns vorbei und seine Verfolger sind erst nach ein paar Sekunden zu sehen. Er ist uneinholbar. Wahnsinn. 
Nur der Dritte muss kämpfen, denn Nr. vier und fünf sind im recht dicht auf den Fersen. Wir jubeln. Es ist einfach fantastisch, wie sich die Herren anstrengen. 

Dann ist der Schnell in der Nähe. Man erkennt ihn von weitem denn weil er sein Startnummernband vergessen hat, hält er sie in der Hand und natürlich trägt ein Teamshirt. Wir jubeln was die Stimme und die Kälte hergibt. Er macht den Eindruck als wäre es ihm egal, aber im nachhinein erfahren wir, dass er sich sehr gefreut hat.
Dann kommt sein Verfolger, der Wusel. Der trägt ebenfalls unser Teamoutfit und hat einen Hasen direkt vor der Nase. Ich rufe ihm zu, dass der unbedingt seinen Rückenaufdruck sehen möchte und tatsächlich setzt der Wusel noch in unserem Blickfeld zum überholen an. Wunderbar, die Macht der Worte. Der Wusel ist ein guter Umsetzer.

Dem Profi hatte ich ja vor dem Start mitgeteilt, dass ich gerne schnell wieder heim möchte, weil ich's recht frisch finde. Also bat ich ihn nach 30Minuten wieder da zu sein. Tja. Irgendwie folgt er meiner Bitte nicht und   als wir ihn dann am Horizont auftauchen sehen muss ich ihm daher gleich mal zurufen, wo er denn bloß bleibt.
Herrlich, was man sich so für einen Mist ausdenkt, nur damit die Herrschaften Athleten etwas unterhalten werden.
Schon ist der Titan zu sehen. Er hat ein paar Leute vorgelassen, weil er zwischendurch seine Startnummer weggeworfen hat. Hat ihm wohl nicht gefallen? Das haben wir nicht raus gefunden... er war trotzdem unheimlich flott unterwegs und rennt an uns vorbei dass wir es kaum fassen können.

Im Ziel wird heißer Glühwein ausgeschenkt.
Und natürlich gibt es auch wieder diese leckeren Waffeln.
Alleine dafür lohnt sich diese Winterlaufserie, egal ob man teilnimmt oder anfeuert.

Hier habe ich uns beim Anfeuern und unsere Athleten beim sporteln entdeckt. Leider kann man nicht direkt verlinken... ich finde 7074 zeigt den Schellenkranz besonders gut! 

Der gefrorene Buff

-10°C, das ist wirklich ein kühler Start in den Tag. Aber es nützt ja alles nichts, das Schwimmtrainergespann pflegt zu sagen "von nix kommt nix" und für den Cheftrainer scheint es sowieso kein "nicht" Trainingswetter zu geben. 
Es ist sinnlos sich zu wehren oder zu beschließen mit dem Training zu warten bis es wärmer wird. Dauerfrost heißt nun mal, dass es auch am späteren Tag so eisig sein wird. *seufz*

Also ziehe ich mir meine Laufklamotten an und stelle fest, dass ich wirklich ziemlich gut ausgerüstet bin. 
Lange Laufhose mit winddichter Vorderseite, Unterhemd, angerautes Fleece-Laufshirt drüber, Buff, Mütze mit Ohrenlappen, Handschuhe, Laufschuhe und Stulpen. Was soll da bitte schief gehen? 

Wir laufen los und verkürzen die Einheit gleich vorneweg etwas. Einlaufen, schnell laufen, auslaufen. Insgesamt 6km sind geplant. Und den erfüllen wir auch...

Mein Buff ist am Ende um meinen Hals gefroren, so dass ich ihn im warmen erst antauen lasse. Zum kringeln.  Wir sind schon ganz verrückt. Und der Schweinehund hat mal wieder die Schranken gezeigt bekommen. 
Die warme Dusche ist wunderbar... und so ein heißer Refresher durch nichts aufzuwiegen. 

Dann geht's auch schon los auf den Weg nach Rodgau. Dort ist heute der letzte Lauf der Winterlaufserie. Profi & Titan laufen mit und außerdem sind noch zwei Flitzer aus unserem Triathlon Team am Start. 
Aber das ist eine andere Geschichte. 

Freitag, 3. Februar 2012

Talentschwimmen

Bilder sagen manchmal einfach mehr als 1.000 Worte. 

Heute war ich nicht im Wasser, weil die Nase etwas schnupfig wirkt. Und weil der Cheftrainer am Wochenende 16km angesagt hat wird das natürlich ausgeführt. Also gibt es hier ein paar fotografische Einblicke in unser Vereinsschwimmtraining. 







Donnerstag, 2. Februar 2012

Eisschollen im Main?

Wenn man es mit dem Wetterbericht hält, so hat die Kälte Deutschland fest im Griff. 
Es ist wirklich ziemlich frisch da draußen und teilweise finden sich Eisschollen auf kleineren Flüssen. Offenbar hat mich die letzte Nachricht mit den entsprechenden Fernsehbildern so beeindruckt, dass ich heute rudern ging. 

Auf dem Main gibt es keine Eisschollen. Es gibt auch keine Pinguine. Und natürlich rudere ich auch nicht draußen, ich bin ja nicht komplett verrückt. 
Aber ich stelle mir vor, ich rudere mit meinem leicht angepassten Widerstand (den konnte ich nämlich mittlerweile steigern), an diesem netten Gefährten vorbei:
gefunden bei www.wissen.de
Die Vorstellung ist wunderbar. 
Ich bin zwar in Wirklichkeit nicht so warm angezogen, dass ich es in der Nähe dieser Scholle auch nur ansatzweise aushalten könnte, aber die Phantasie ist einfach klasse. Ich rudere und rudere, komme keinen Meter voran und das Gerät behauptet wir wären ja am Ende 6.000m gemeinsam unterwegs gewesen. Na, wenn es meint. Prima. 
Ich kreiselte also 6.000m um die obige Eisscholle drumrum, was unzählbar oft sein dürfte. Dafür steige ich noch ziemlich gerade vom Gerät ab. Und kann schnurstracks und vor allem auf gerader Linie in die Dusche laufen. 
Beim rudern kann ich auch ganz gut nachdenken. 

Mittwoch, 1. Februar 2012

Sonnengrüße am Abend

Willkommen Februar. Der erste Monat des neuen Jahres ist schon rum. Unfassbar wie schnell mir das vorkam. 

Und schon geht der Ernst des Jahres los. 
Ich habe eine nachdenkliche Phase.

Die Endlichkeit unseres Lebens wird mir gerade mal wieder deutlich vor Augen geführt. Schlimm wenn jemand stirbt, schlimmer wenn es ein nahe stehendes Familienmitglied ist und am schlimmsten, wenn sich derjenige quält. Wenn der Abschied einfach nicht klappt, wenn der Weg ins Jenseits steinig und holprig ist und man einfach gar nichts tun kann. Weder helfen noch nicht helfen ist richtig oder sinnvoll. Man kann hier auch gar nicht mit sinnvoll oder nicht sinnvoll anfangen. Es ist wie es ist. 

Um nachzudenken mache ich gerne in altbewährter Weise Sport. Ich kann damit einfach gut verarbeiten.  Und eigentlich funktioniert das am Besten mit laufen gehen.
Da aber zusätzlich zur nachdenklichen Phase auch noch eine eiskalte Phase in Deutschland eingetroffen ist und sich -12°C und Dunkelheit zum laufen nicht unbedingt anbieten, habe ich mich statt ganz gegen Sport für Yoga entschieden. 

Der harte Hund und die Damen am See lenken mich etwas ab und weil ich mittlerweile gut mitkomme, kann ich auch beim Sonnengruß am Abend gut abschalten. 
Einzig der Zeugwart bringt mich ins straucheln, weil er bei einer Übung fragt, warum ich nicht -laut Anweisung- nach oben schaue. 
Tja, natürlich will ich alles gut machen und versuche das nach oben schauen gleich mal... und dann macht es plumps. 
Mit diesen Balanceübungen habe ich es -noch- nicht so. Immerhin klappt der Baum schon ganz gut. ;-) Und dieses andere... irgendwann bestimmt auch. Dann weiß ich auch sicherlich wie die verrückt Übung heißt. 

Sonntag, 29. Januar 2012

Psychologie auf den letzten Kilometern

Wie jeden Sonntag ist auch heute der lange Lauf dran. Heute verstecken sich dahinter 13km. Das ist einfach, denn vom Mainuferlauf sind die Km markiert und so ist es leicht präzise den Cheftraineranweisungen zu folgen. Im Anweisungen befolgen bin ich sowieso gut.

Nach einem Riegelfrühstück, das sich letzte Woche gut bewährt hat, laufen wir los.
Es ist saukalt. 1°C, unfassbar. Ich dachte ja, dass der Winter schon vorbei wäre. Aber so ist es nicht. Wir laufen langsam und kontinuierlich. Ich habe einen guten Rhythmus und der Zeugwart und ich quatschen. Zwischendurch treffen wir noch zwei von unserem Team die uns entgegen kommen. Wir laufen und laufen und fressen unsere Km in gleichbleibender Geschwindigkeit. Einfach wunderbar.

Auf dem Rückweg läuft der Zeugwart ein Stück vor mir und ich werde von einem jungen Herren eingesammelt. Er überholt mich und schließt auch auf den Zeugwart auf.Dann überholt er ihn ebenfalls. Der Zeugwart dreht sich daraufhin souverän um und läuft eine Weile zurück um sich hinter mir einzuordnen.
Aha. Er spielt Hase und Igel.

Der junge Herr dreht sich mehrfach um um zu schauen, wo wir wohl sind. Lustig.

Wir beschließen Gas zu geben und den langsamen langen Lauf mit einem kurzen Zwischensprint zu krönen. Also schießen wir förmlich an ihm vorbei, lassen die Beine fliegen und es ist herrlich. Er ist total überrascht und als wir etwas Abstand gewonnen haben machen wir wieder langsam und richten uns nach dem Trainingsplan.
Selbstverständlich werden wir nach einiger Zeit wieder von ihm überholt. Es war mir klar, dass er die Aktion nicht auf sich sitzen lässt.
Als er etwas Boden zwischen uns und ihn gebracht hat fängt er an sich alle 5Schritte um zusehen. Herrlich. DAS also meint die Prominenz mit psychologischer Kriegsführung. Witzig. Ist mir noch nie so gegangen und ich genieße es, wie er unsicher ist ob wir noch mal angreifen. Wunderbar.

So treiben wir ihn vor uns her und dann juckt es den Zeugwart doch ganz schön in den Füßen und er gibt Gas. Wow... er hat eine Beschleunigung die mir Angst macht. Mir und ... dem jungen Mann ebenfalls .... witzig. Ich laufe ja weiterhin meine Geschwindigkeit und beobachte also von hinten, wie der Junge versucht am Zeugwart dran zu bleiben.
Das hatte der Zeugwart voraus gesagt und ich war unsicher. Psychologisch hat er es also drauf.
Hi hi.
Der junge Herr kann nicht dranbleiben. Er läuft dem Zeugwart ein paar Schritte nach und fällt zurück. Ich wittere meine Chance und lasse den Trainingsplan Trainingsplan sein. Ich gebe Gas.
Ich passe es genauso ab, dass ich so schnell bin wenn ich an ihm vorbei laufe, dass er keine Sekunde die Idee hat, er könne mithalten. Alles was die Prominenz mich letztes Jahr gelehrt hat funktioniert. Der junge Mann ist in die Tasche gesteckt. Abgehakt würde meine Marathonathletin sagen.

Ich wetze den Damm rauf und hole den Zeugwart ein.
Der strahlt und wir finden uns kurz mal total super.
Dann laufen wir langsam nach Hause und dehnen.

Meine Beine sind müde.
Die 13km sind schon viel für mich...aber so hat's der Cheftrainer ja gewollt. Und insgeheim denke ich, der Cheftrainer hat das Übungsinstrument der psychologischen Kriegsführung absichtlich geschickt... um zu motivieren. Das hat auf jeden Fall gut geklappt.

Samstag, 28. Januar 2012

Der Cheftrainer ist ein Fuchs

Nachdem der Cheftrainer mich gestern im Schwimmtraining schon ganz verschmitzt fragte, wie ich denn mit dem Lauftrainingsplan so zurecht komme hätte ich mir meinen Teil ja bereits denken können. Hab ich aber nicht. Ich komme auf sowas nie sofort. Entweder ich habe zu viele andere Punkte im Kopf oder schalte einfach nicht so schnell, keine Ahnung. Ist auch egal. 

Der Lauftrainingsplan sagte außer dem langen Lauf, der sich ja jede Woche entsprechend verlängert, auch noch an, dass ich 30Minuten langsam, dann 20Minuten volle Kanne und dann wieder 15Minuten langsam laufen soll. Nachdem ich mir vom Zeugwart einen Tipp zur Streckengestaltung abgeholt und mich in die Laufklamotten geworfen hatte ging's los. 30Minuten langsam. Genau meine Welt. 

Der Cheftrainer ist pfiffig, denn er schickt Beobachtungsposten in Form von Falken vorbei, die mich auf meinem Weg begleiten. Hätte ich nicht gedacht, dass er solche Kontakte hat. Die zwei Falken begleiten mich auf den 30Minuten praktisch die ganze Zeit und fliegen neben oder über mir her. Ob sie auch meinen Laufstil an den Cheftrainer melden? 
Das wäre ja der Hammer. Aber möglich ist wirklich alles. Einer besorgt Essen und ist kurz auf dem Feld verschwunden... der andere braucht mal eine Pause und beobachtet mich vom Baum aus. Dann scheine ich aus dem gebuchten Überwachungsradius rauszulaufen...
...und bin wieder alleine. 

Die 30Minuten Einlaufzeit sind vorbei. 

Jetzt soll ich 20Minuten volle Kanne rennen. Kein Problem. Wenn mir der Cheftrainer diese Ansage macht ist es keine Frage, dass ich das durchziehe. Sehr lustig. Keine Sekunde gebe ich auf oder mache langsam. Ich düse durch die Gegend wie sonst nie und bin nach den 20Minuten völlig alle. Weiterlaufen geht nun wirklich nur noch langsam. Hätte der Trainer 25Minuten angesagt, hätte ich die auch durchgezogen... aber das hat er nicht und ich bin wirklich froh darüber. 

Ich laufe mich 15Minuten aus und bin genau daheim. Auf dem Zebrastreifen fährt mich noch fast ein Irrer um, der mir noch einen Vogel zeigt. Schön ist das nicht. Opas in silbernen großen Autos... ich habe wenig Vorurteile... aber die, die ich habe bestätigen sich regelmäßig. 

Lieber Cheftrainer, Dein Trainingsplan ist anspruchsvoll und ich hoffe, dass ich mir keine Überlastungserscheinungen hole. Es macht mir allerdings wirklich viel Spaß und heute war ich bei den 20Minuten auf einer Geschwindigkeit von 5:45min/km. Das ist wahnsinnig schnell für mich über eine Zeitspanne von 20Minuten. Aber ich wollte einfach nicht sagen müssen, dass ich es nicht hinbekommen habe. ;-) Du bist ein Fuchs. Und Das mit der Laufbegleitung durch die beiden Falken hast Du wirklich knallermäßig hinbekommen! 
Respekt. 

Freitag, 27. Januar 2012

noch mehr kein Zurück

Na dann schwimmen wir heute einfach mal so 2500m im Training. Ist klar. Ich lese diese Information vor dem Training. Aber es hält mich nicht ab zum Schwimmbad zu fahren.
Komisch. Der Schweinehund wimmert auf der Couch. Er findet es kalt draußen und möchte erst recht nicht ins Wasser. Aber auch das hält mich nicht davon ab.

Der Zeugwart und ich sind gut bepackt und frühzeitig vor Ort. Nachdem das Team vollzählig eingetroffen ist gibt es noch mehr kein Zurück mehr, als vorher schon.
Ich nehme den Schweinehund mit ins Bad. Eigentlich ist es für Hunde verboten, aber das ist heute egal. Es sieht ihn ja keiner.

Das Wasser ist ganz angenehm. Und ich schwimme los.
Der Schweinehund immer hinter mir her. Er jagt und kriegt mich aber nicht. Ich bin immer vorne.

Die Trainerin erklärt mir -zum gefühlt 1000 mal (die Arme)- die Abkürzungen auf dem Plan und ich gebe mir Mühe wenigstens während der Übungen nicht zu vergessen was als nächstes dran ist. Bei den Technik 50ern komme ich durcheinander, aber wenigstens absolviere ich die vollen Meter.
Ich schwimme konzentriert und alles klappt ganz gut.
Den Schweinehund kann ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr sehen.

Er wird doch nicht frühzeitig heim sein? Nicht dass er sich verläuft. Oder vielleicht setzt er sich auch mal bei jemand anderem auf die Couch? Das wäre ja nett.
Aber ich erwarte nicht zuviel. Wahrscheinlich sehe ich ihn morgen schon wieder.

Nach der Stunde schwinge ich mich galant aus dem Becken und bin baff, wie gut das mittlerweile klappt. Der Schweinehund ist wirklich weg.
Ich dusche daher alleine und freue mich auf das Abendessen.

Als wir daheim die nassen Sportsachen aufhängen kann ich den Schweinehund noch immer nirgends sehen... hat er sich etwa doch eine andere Couch gesucht?

Mittwoch, 25. Januar 2012

Der doppelte Tag

Der erste doppelte Tag.
Irre. Ich muß feststellen, dass ich ziemlich verrückt bin. Ich stehe nicht zweimal auf oder gehe zweimal schlafen. Fast noch schlimmer wäre, wenn ich doppelt zur Arbeit gehen würde oder Arbeit für zwei Tage an nur einem Tag hätte. Aber all das ist es nicht. Glück gehabt.

Ich stürme früh bei -5C raus zum Auto und die Sporttasche und ich machen uns auf ins Fitnessstudio. Wir sind überrascht, dass Spezialisten aus fernen Ländern sich offenbar der Hochhäuser in Frankfurt angenommen haben.
Weg sind sie...und tauchen bis zum Nachmittag nicht mehr auf. Zauberei.

Im Fitnespalast ist es verhältnismäßig leer. Herrlich... ich sollte immer erst ab Mittwoch herkommen. Aber nein, manchmal bin ich so wie die anderen und komme eben Montags oder Dienstags her. Ob ich das jetzt mal lerne?
Ich rudere los. Es läuft gut und ich liege prima in der Zeit. Meine Pulsuhr zeigt am Ende an, dass ich lächerliche 300kcal verbraucht habe in den 30Minuten. Ich lach mich weg. Soviel Mühe und die Grüne kann nicht rechnen.

Auf der Arbeit habe ich fast soviel Arbeit wie für zwei Tage und im Nachhinein betrachtet ist das total passend.

Da der Trainer einen Trainingsplan gestrickt hat und ich im Einhalten von Vorgaben eigentlich ziemlich gut bin war also klar, dass heute auch noch gelaufen wird. Der Plan soll schließlich erfüllt werden. Aber das würde auch heißen, dass ich im Stockdunklen alleine laufe... das gefällt mir gar nicht. Die Dunkelheit bremst mich aus. Das ist mir zu gefährlich, nach einer schlechten Erfahrung riskiere ich nichts mehr.

Und weil der Zeugwart einfach spitze ist ermöglicht er mir dann noch, dass ich auf der Rolle fahren kann. Unfassbar. Er wechselt nicht nur den Mantel sondern holt mir auch das kleine grüne Rad hoch. Wunderbar.
Obwohl ich den Mantel hätte wahrscheinlich irgendwie auch selbst wechseln können... wahrscheinlich.
Ich setze mich also aufs Rad und los geht's. Doug und Carrie sind prima Rollenunterhaltung und bin sogar länger auf der Rolle geblieben als beim letzten Mal. Und es war auch wieder extrem anstrengend.

Soviel also zu einem doppelten Tag. Zweimal tranieren... das ist wirklich was für den Kopfschüttelblog.

Montag, 23. Januar 2012

Krieg ist out.

Ich versuche mich heute am Krieger.
Es gibt ja wirklich einen ganzen Berg von Yoga DVD's auf dem Markt und da ich aus der Familie der Zeugwarte komme, sind für mich viele verfügbar.

Ich krame also in der Sammlung und lege den Yoga Warrior ein.

Schnell befinde ich mich auf der Yogamatte und lege los. Angeblich hat Sting die Musik gemacht... aber das fällt mir nicht auf.
Ich bin nämlich vollends damit beschäftigt den zwei Menschen im TV nachzuturnen ohne mich ernsthaft zu verletzen.
Und das ist gar nicht so einfach.
Sie können sich verbiegen und dehnen wo ich überhaupt noch nie war und sicherlich auch nie hinkommen werde. Ich bin schließlich nicht aus Gummi.
Der Zeugwart hat mehr als einen Grund sich eigentlich vor lachen auf der Couch zu kringeln. Tut er aber nicht. Sehr nett.
Er assistiert dafür und hält die DVD ab und zu mal an, damit ich mich entknoten kann.

Nach 15Minuten Krieg spielen ist es vorbei. Ich kann nicht mehr und breche das Kriegsspiel ab. Ich finde Krieg sowieso ziemlich blöd und von daher ist mir das so ganz recht.

Weil es jetzt schon so anstrengend war führe ich dafür nun den harten Hund aus. Zum ersten Mal. Wir befinden uns wieder am See. Herrlich.Susanne Fröhlich und ihre Trainerin starten gleich voll durch. Ob sie wissen, dass ich mich bereits 15Minuten abgemüht habe? Wahrscheinlich nicht, obwohl sie auch richtig oft schmunzeln. Schön... nicht so 100% strickt, sondern mit Spaß bei der Sache.
Ich turne mit.
Ganz schön anstrengend. Es gibt nicht nur flottere Abläufe sondern auch ein paar unbekannte Übungen. Eine Kerze zum Beispiel.
Ist ja witzig. Wir (die Kerze und ich) kennen uns noch aus der Grundschule glaube ich. Aber es klappt noch ganz gut. Natürlich habe ich mittlerweile mehr zu stemmen... klar. Aber -angeblich- machen meine Bauchmuskeln ja die Arbeit. Is klar.
Da kann man nur hoffen, dass sowas irgendwann mal wahr wird. *seufz*

Nach 25Minuten ist der harte Hund ausgeführt und ich liege erschöpft auf der Matte rum. Ging dann doch flott vorbei.

Morgen mache ich einen Ruhetag. Der Trainer hat eine Periodisierung angeordnet... 2 Belastungstage, 1 Ruhetag. Oder 3 Belastungstage und 1 Ruhetag. Ich schau mal wie sich's so angeht.

Sonntag, 22. Januar 2012

Wo sollen all die Blumen hin?

Wir haben einen Trainingsplan. Ich hatte noch nicht darüber berichtet, weil ich unschlüssig war, ob ich ihn durchziehen und annehmen kann. Der Trainer hat sich unser angenommen und wir wollen fleißige Athleten sein. Also tun wir das, was der Trainer ansagt.
Heute verlangt er einen umfangreichen Blumenstrauß.
Er hat keinen Geburtstag und es ist kein Vatertag, trotzdem möchte er, dass wir laufend Blümchen pflücken. So ist seine Ansage.
Ich soll heute langsam laufen und das in meinem GA-Bereich. Der ist mir dank der Leistungsdiagnostik ja wohlbekannt.

Es ist 6:30h und mein Wecker klingelt. 15min. später stehe ich auf und schlüpfe in meine Klamotten. Unchristlich für einen Sonntag.
Wir sind schon ziemlich verrückt.
Es ist dunkel draußen und nach der Verspeisung eines Dextroriegels machen wir uns auf. Dem Sonnenaufgang entgegen.
Es ist wunderbar. Keiner ist unterwegs... irgendwie auch klar, dass die Welt nicht nur voller Verrückter sein kann... und wir laufen einträchtig der Sonne entgegen.
Irgendwann muß der Zeugwart Gas geben, er schläft sonst wieder ein und ich kann das verstehen, denn mein Langsam laufen ist wirklich wirklich langsam. Aber ich habe ihn die ganze Zeit im Blick und weiß so genau, welchen Weg ich zu nehmen habe. Prima nicht überlegen zu müssen. Und es ist einfach toll. Ich laufe und laufe, der Puls ist ideal, ich hab's einfach voll drauf.
Als wir uns dem zu Hause nähern höre ich in mich rein und stelle fest, dass ich noch ein bischen weiterlaufen könnte. Schönes Gefühl. Ich ziehe meine Schuhe aus und lobe mich draußen erst mal kräftig selbst.

Die Dusche im Anschluß ist herrlich und schon geht's weiter zu einem sehr spannenden und höchst informativen Geburtstagsfrühstück. Wir sitzen im Auto und stellen fest, dass wir uns ähnlich gut fühlen und unser Magen dem mitgeführten Getränk regelrecht entgegen kommt. Das Getränk wird vom Magen angesaugt, und wenn der Schluck nicht ausreicht kriegt die Hand sofort den Befehl, das Getränk noch mal anzuliften. Sehr lustig.

Ich freue mich auf die weitere Umsetzung des Trainingsplans und überlege mich schon, wo ich die vielen Blumen wohl überall hinstellen könnte.

Samstag, 21. Januar 2012

Suunto - ich bin begeistert

Ich habe eine Suunto T3c in grün.

Ich finde grün ist ne super tolle Farbe... deshalb ist sie grün. Von Suunto ist sie einfach so, mehr aus Zufall. Ich habe einen Footpod und dank des ganz bequemen Brustgurts sagt sie mir auch den Puls.
Die Grüne kommt mit zum schwimmen und zum laufen und auch beim Radfahren ist sie eine gute Taktgeberin. Wir sind schon länger ein Team und mittlerweile komme ich mit den Knöpfen super zurecht. Ich möchte sie nicht missen.
*seufz*
Sie ist kaputt.

Die Digitalanzeige vermisst ein paar Striche und das Display ist angelaufen. Mein Schwimmtraining hat ihr nicht gefallen. Komisch, bisher kam die Grüne immer gerne mit und blieb immer trocken. Aber seit kurzem... schade.
Sie ist lange außerhalb jeder Garantieleistungen, wir sind schon seit mehr als ein paar Jahren ein Team und zusätzlich habe wurde sie im Alter von circa 2Jahren gebraucht gekauft. Ich habe also keine Chance eine Garantiereparatur zu bekommen. Schade.

Trotzdem.
Wir sind ein gutes Team und so fülle ich online den Suutnoservicebogen aus und schicke die Grüne ein. Das mache ich diese Woche Montag (16.Januar). Dienstag bekomme ich eine Email, dass man die Grüne in Finnland in Empfang genommen habe. Wow. Donnerstag bekomme ich eine Nachricht, dass die Uhr repariert sei und in die Post gesteckt wurde. Gestern hole ich sie aus dem Briefkasten.
Wir haben Freitag.

Ich bin baff. Ich öffne den großen Umschlag und hole die Grüne heraus.
Der Beipackzettel teilt mit, dass die Uhr ausgetauscht wurde und ich 3Monate Garantie habe. Man habe eine neue Uhr mit meinem alten Armband verbunden. Aha. Ich sehe sofort, dass der Beipackzettel nicht lügt und meine zugegebenermaßen vorher ziemlich verkratzte Uhr nun pickobello neu aussieht. Es ist eine Neue.
Ich schaue noch mal in den Umschlag um zu prüfen, dass ich keine eventuelle Rechnung übersehe. Allerdings wurde angekündigt, dass man mich bei Kosten vorher via Email informiert. Also bin ich praktisch sicher, dass es keine Rechnung gibt.
Der Suunto Service war kostenfrei.

Die Grüne funktioniert wieder einwandfrei und ich bin begeistert.

Das ist wirklich klasse und ich sage herzlichen Dank!

Freitag, 20. Januar 2012

Wir sind viele.

So ist es wirklich. Unser Team ist eigentlich klein, aber für ein Schwimmbad sind wir viele. Wir füllen heute drei Bahnen mit aktiven Schwimmern und jede Bahn bekommt ihre eigenen Ansagen.
Toll.
Ich finde es grandios, was für ein Zusammenhalt und wie aufeinander geachtet wird. Ich glaube das ist in größeren Team nur schwer nachzuahmen...

Wir schwimmen uns 300m ein. Ich muß mich kurz erinnern wie das mit dem Schwimmen überhaupt geht. Aber dann schwimmt's. Einfach so und es macht mal wieder richtig Spaß.
Als nächstes schwimme ich irgendwas nach Plan, aber ich habe es bereits wieder verdrängt. Es wurde durch 3x200m Paddles mit Pullbuoy überschwemmt. Unfassbar. Das ist wirklich anstrengend. Andere schaffen ja 4x250m aber ok. Fortgeschritten halt.
Dann werden 5x100m immer abwechselnd 100schnell und 100langsam angesagt. Das klappt gut... obwohl ich subjektiv das Gefühl habe, dass ich gleich schnell schwimme und mich bei "schnell" nur einfach kaputter fühle... soviel zu Eigenbild und Fremdbild.
Weiter geht's mit 25m nur Beine und dann ohne Brustzug weiter mit Kraul. Insgesamt 4x. Wow. Das klappt ganz gut. Allerdings nur dreimal.
Dann wird's für meine Atmung schwer und ich schwimme mich langsam aus.
Das vom Beckenrand hochdrücken klappt mittlerweile ganz gut.
Cool.

Heute habe ich es dem Schweinehund zum ersten Mal beim Schwimmen gezeigt. Das ist noch nicht passiert bisher, es ist also kein Wunder, dass der zur Schnappatmung tendiert hat. Der Arme. Hoffentlich wird er zukünftig mit der neuen Belastung klar kommen. Er genießt mit mir zusammen die heiße Dusche und wir freuen uns wirklich beide auf die Couch.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Die Regenspinne

Ich weiß nicht ob diese Fitnessstudioidee wirklich Zukunft hat. Jedes Mal denke ich morgens erneut darüber nach, ob ich wirklich hingehen möchte. Meistens wird dieser Eindruck dann schon wenn ich mühelos durch die Stadt fahre, ohne an jeder Ampel hängen zu bleiben, relativiert. Aber trotzdem ist es morgens wirklich eine Überwindung.

Da uns der Cheftrainer vom Tria Team einen Trainingsplan zur Verfügung gestellt hat, der sich gewaschen hat. Und zwar kalt und heiß. Bleibt mir irgendwie aber auch nichts anderes übrig. Ich trainiere. Heute habe ich mir ausgesucht auf das Laufband zu gehen. Der Tag fängt schon gut an. Erst die Unlust heute früh, dann regnet es in Strömen. und dann halt noch die Laufbandentscheidung. Gut. Es ist nicht zu ändern, ich habe mich entschieden und extra keine Musik dabei, so dass ich mich nicht wirklich auf das Rudergerät setzen mag.

Dafür schaue ich Fernsehen. Auch ok.
Ich starte das Laufband und stöpsel mich an das ZDF an. Die Moderatoren sind etwas bodenständiger als die im Sat1 Frühstücksfernsehen, aber ich bin flexibel und daher läuft's halt auch mit ZDF. Ich laufe und entdecke einen bisher unbekannten Knopf auf dem Laufband. Der hat sich mir bisher noch nicht vorgestellt und von daher gebe ich ihm eine Chance. Ich sage kurz hallo und drücke drauf.
Ups...
es ist der Cooldown Knopf. Na toll. Jetzt geht's 3 Minuten lang langsamer zu. Ich kann nichts tun. Ich laufe und wenn ich jetzt auf Stop drücke werde ich fallen. Und beschleunigen geht nicht, denn das Laufband ist ja dank des neuen Knopfes im Cooldown Modus. Ätzend. Also drücke ich doch Stop und dann starte ich erneut.
Paßt ja irgendwie zum Tag und meiner sowieso Abneigung gegen das Laufband.

Nach 30Minuten gehe ich runter und stretche mich ausgiebig.
Dann geht's unter die Dusche.
Als ich mich wieder anziehe lässt sich eine Spinne von oben auf mich herab. Ich kreische kurz auf und weiß, dass der Tag ab sofort nur noch besser wird.

Im strömenden Regen laufe ich zur Arbeit. Wenigstens hatte ich heute früh nicht vergessen mein Auto in der Tiefgarage abzuschließen. Das ist ja auch schon mal was.



Dienstag, 17. Januar 2012

Hetz mich nicht.

Meine Yoga DVD hat den Weg zurück gefunden. Sie ist heimgekehrt. Wunderbar.
Meine Mutter hat mich nicht nur mit meiner DVD ausgestattet, sondern mir auch noch ein paar weitere DVD's mitgegeben. Sie könnte -was dieses Prinzip angeht- fast als Zeugwärtin durchgehen. Sie ist ebenfalls immer bestens ausgestattet und informiert. Allerdings nicht immer über Themen die mich interessieren. Im Gegensatz dazu trifft der Zeugwart bei mir immer ins Schwarze. Meine Mutter im Bereich Yoga eben auch.
Sie hat sich selbst mit Yoga Utensilien ausgestattet und ist daher locker in der Lage mir ein paar DVD's auszuleihen ohne sich einschränken zu müssen.

Nachdem ich meine neue Yogahose aus der aktuellen Tchibokollektion angelegt habe, lege ich daher heute zur Abwechslung mal Everyday Yoga von Ursula Karven ein und rolle meine Matte aus.
Und dann geht's los... zack zack zack. Wow. Die liebe Frau Karven legt ganz schön vor. Das ist mir für -ohne vorher anschauen und gleich mitmachen- und für -nach der Arbeit- eine Nummer zu viel. Ich bin ja auf freiwilliger Basis im Wohnzimmer und daher möchte ich mich nicht hetzen.

Also lege ich fröhlich meine Gewöhnyoga-DVD ein und turne mit Susanne Fröhlich und ihrer Lehrerin am See. Ich erinnere mich natürlich sofort und finde es wunderbar.
Der Zeugwart kontrolliert zwischendurch noch mal, ob ich mit meinem Körper eine Linie bilde und befindet das Ergebnis für gut, nachdem ich den Hintern angespannt habe. Wunderbar. Ich habe also nicht alles verlernt.

Alle Leute rufen heute Abend genau während der 25Yogaminuten an und so muß der Zeugwart Telefondienst machen.
Ich mache nämlich Yoga und kann mich daher nicht um das Telefon kümmern. Yoga hat ja auch was mit Entspannung zu tun. Und hetzen lassen tue ich mich nicht.

Montag, 16. Januar 2012

Die Richtung ist klar

Manchmal ist einfach so viel los, dass das Training nebenbei läuft. Das ist nicht immer gut, oft ist es aber genau richtig.
Man kann dann einfach prima abschalten, so geht's mir zumindest.

Heute war ich also rudern und es lief so nebenbei.

Ich habe noch nicht mal Musik gehört, so gefüllt war mein Kopf mit den Ereignissen vom Wochenende. Die ganzen Kampfrichtergeschichten, der lange Lauf mit dem Zeugwart, die Teamklamotten.
Es ist wirklich ganz schön auf dem Rudergerät zu sitzen und sich nicht weiter über die Richtung Gedanken machen zu müssen. Ich rudere einfach. Immer weiter. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich bin baff, als auf einmal die vorgegebene Zeit rum ist.
Und irgendwie bin ich ziemlich froh, dass ich die Richtung tatsächlich nicht im Auge behalten muss. Ich wäre sicherlich mehrfach ans Ufer gefahren.

Übrigens gebe ich mir die Zeit nicht vor, sondern mein Arbeitstag bestimmt das Ende des Trainings. Oder doch irgendwie ich, weil ich den Startpunkt vorgebe.
Ach, es ist nicht leicht die Schuld bei anderen zu suchen. ;-)

Sonntag, 15. Januar 2012

Ein Kampfrichter mehr

Für einen Wettkampf ist es noch etwas früh im Jahr, obwohl wir ja wirklich manchmal verrückt sind... Mitte Januar machen wir keinen. Trotzdem stehe ich heute extrem früh auf für einen Sonntag.
Ich werde nämlich um kurz nach 8h abgeholt. Die Teamchefin holt mich, und wir fahren gemeinsam zum Kampfrichterlehrgang des Hessischen Triathlonverbands. Dem Verband fehlen nämlich Kampfrichter und zwar nicht Wenige. Also haben wir uns zur Ausbildung angemeldet.

Wir reisen an und treffen im Foyer vom Landessportbund am Waldstadion Svenja, Anette und Giga. Die machen hier im Schwimmbad heute ein Seminar. Wir haben aber unser Schwimmzeug nicht dabei... schade eigentlich. Das Seminar hätte uns sicherlich auch gefallen. Aber wir haben eine andere Mission.

Pünktlich um kurz vor 9h sitzen wir im Lehrgangsraum und haben ein Namensschild vor uns. So wissen wir wenigstens grob, mit wem wir es bei den weiteren Anwärtern zu tun haben. Die Identität der Vortragenden ist -zumindest mir- bis zum Ende nicht 100% klar.
Anfangs geht der Vortrag extrem flott, aber dann wird der Vortragende jäh ausgebremst und wir arbeiten uns langsam durch.
Wir bekommen Informationen zu den verschiedenen Kampfrichtergruppen, den Aufgaben, den Pflichten, den verschiedensten Ordnungen, der Kartenvergabe und dem Aussprechen von Ahndungen. Es gilt hier die Form zu wahren... es gibt nämlich praktisch nichts, was es nicht gibt.

Offenbar sind teilnehmende Athleten im Normalfall wesentlich kreativer als ich?

Wenn ich Teilnehmer bin, dann bin ich ja so beschäftigt mit dem Teilnehmen, dass ich mich um das Beleidigen von Kampfrichtern, Zuschauern oder anderer Teilnehmer nicht kümmern kann. Ebenfalls kann ich mich nicht darum kümmern Absperrungen zu überwinden oder eine Boje falsch herum zu um-schwimmen. Wenn ich bei einem Wettkampf teilnehme kommt's aber auch auf nichts an. Das könnte der wesentliche Unterschied sein. ;-) Bei mir geht's ums Ankommen und um den Spaß.

Bei anderen Athleten geht's manchmal um mehr.
Und damit es trotzdem, oder gerade deshalb, fair und sportlich zugeht sind die Teamchefin und ich nun also dabei. Wir sind wirklich mehr als umfangreich über die verschiedensten Ordnungen informiert.
Wissen wann welche Karte empfohlen ist und was wir uns auf gar keinen Fall vom Athleten bieten lassen dürfen. Wir wissen Bescheid was besonders wichtig ist, dass wir beachten müssen und wie so ein Wettkampftag für einen Kampfrichter aussieht.

Dann legen wir eine Prüfung ab. Davon wurde am Anfang des Tages und in der Anmeldung nichts gesagt. Man hat uns quasi in die Falle gelockt. Nun ja, wir nehmen es mit Humor und beantworten die 30 Fragen. Es sind 30Minuten Zeit und wir können weit vor Ende abgeben. Die Fragen sind, nach dem gefüllten Tag, eine Wiederholung und relativ einfach zu beantworten.
Bestehen tut man mit 66%, wir haben weit mehr richtig und bestehen. Erfreulich. Zwischendurch haben wir über ein aktives Nichtbestehen nachgedacht, diese Möglichkeit aber dann doch wieder verworfen.

Weiter geht es dann im März, wo es ein nächstes Treffen geben wird. Dann lernen wir Neulinge die erfahrenen Kampfrichter der anderen Gruppen kennen. Außerdem werden die Diensteinsätze durchgesprochen. Jeder Kampfrichter absolviert derer pro Jahr mindestens 3. Außerdem erhalten wir unsere Ausrüstung und die Arbeitsmaterialien an diesem Tag.

Nachdem wir noch ein Gruppenbild von uns gemacht haben, werden wir in den sonntäglichen Abend verabschiedet.

Wir rufen den Zeugwart, der den Tag mit dem Maskottchentier zusammen sehr sportlich verbrachte, an, damit er schon mal das Raclette vorbereiten kann. Raclette erscheint uns genau das richtige Essen für ein paar frisch gebackene -fast-Kampfrichter. Es schmeckt wunderbar.

Liebe Teamchefin, ich freue mich auf ein paar wunderbar menschliche Kampfrichtereinsätze mit Dir in diesem Jahr! 

Samstag, 14. Januar 2012

Zeige dem Outfit die Welt

Endlich ist es mal wieder soweit. Laufen gehen bei Tageslicht. Herrlich. 

Und weil sich der Zeugwart, wie es sein Titel verlangt, mal wieder ums Zeug gekümmert hat, haben wir seit kurzem unsere Triathlon Team Ausstattung daheim. Ich habe ein Laufshirt mit kurzen Ärmeln, einen Triathloneinteiler und eine langärmelige Windstopper Jacke. 

Für die Jacke war heute genau das richtige Wetter. Es war sonnig, kühl und trocken (obwohl sie sogar auch wasserabweisend ist). Der Zeugwart wählte ein ähnliches Outfit und so machten wir uns auf den Weg. Zwischendurch mal ein kleiner Sprint und dann ging's weiter. Ich schwankte nach dem letzten Sprint ordentlich und so machten wir ein kurzes Gehpäuschen. Aber ich soll mich ja anstrengen. Also war nix mit lahmen rumgeeiere... ich lief und das in einer ganz ordentlichen Geschwindigkeit. 
Und der Jacke hat es Spaß gemacht. Sie hatte genug Gelegenheit den Wind abzuhalten und zu zeigen was sie kann. Sie sieht einfach super aus.


Mir ist dabei übrigens aufgefallen, dass wirklich jeder den Zeugwart und mich erstaunt angestarrt. Andere Läufer grüßten sogar freundlich, Fahrradfahrer riefen schon aus der Ferne "Achtung" um sich bemerkbar zu machen. Soviel Kommunikation bin ich sonst gar nicht gewöhnt. Klar gibt es mal ein grüßendes Kopfnicken, aber mehr auch nicht. 
Dank der Jacke, denn sonst war ja alles wie bisher auch, sind wir in den Kreis der zu grüßenden aufgestiegen? Oder in den Kreis derer, die man sich einprägt? Zugegeben, das Design hat einen hohen Wiedererkennungswert. Daran könnte es natürlich auch liegen. Oder alle kennen Best Worscht in Town


Die Laufstrecke ist nicht unschön, fällt mir beim Betrachten der Bilder gerade mal wieder auf. 

Nach dem Lauftraining geht's zum Sponsor auf die Hanauer Landstrasse und wir genehmigen uns ein leckeres Mittagessen. Lars ist unheimlich nett und es gibt regelmäßig Neuerungen auf seiner Karte. Eigentlich schmeckt jede Worscht super... heute probiere ich aber den Monatsstyle und entscheide mich für Wild Wild West. Eine gute Wahl! Sehr lecker. Genau mein Ding. 
Die Herren verstehen unter "leicht" scharf zwar ein bischen was anderes als ich... aber ok. Es schmeckt tortzdem einfach herrlich. 

Dienstag, 10. Januar 2012

Wechseltraining - so geht's!

Eigentlich war heute ein normaler Rudertag. Ich habe dem Rudergerät ein paar enthusiastische Neujahrsdrohungen zugerufen und angekündigt, dass wir uns in diesem Jahr sicherlich lockere 80Mal sehen werden. Nun also nur noch 79 Mal.
Wir verbrachten herrliche 6km miteinander und bei den letzten Zügen bekamen wir mit dem nächsten Rudergerät Gesellschaft. Ein junger Mann besetzte es und stellte großzügig erst mal den Widerstand 10 ein. Nachdem es ihn damit fast vom Gerät geschmettert hätte änderte er den sofort wieder ab. *grins*
Manchmal sind die guten Vorsätze einfach wunderbar... auch -oder gerade- für die Zuschauer.

Nach dem erfreulichen Arbeitstag war der Plan mich noch mit meinen Marathonathletinnen zu treffen. Da ich in die Innenstadt laufen wollte, ging's also erst ans Auto in die Tiefgarage um meine Laufschuhe anzuziehen.

Um Zeit zu sparen... ich bin nämlich so eine gefragte Arbeitskraft, dass es heute mit dem pünktlichen Feierabend nicht 100% geklappt hat... habe ich meine Laufschuhe mit in den Aufzug genommen. Von -2 bis zum Erdgeschoß habe ich ja  mal ganz locker von Pumps auf Laufschuhe gewechselt (inklusive Zuschnüren).

Als sich der Aufzug öffnete dachte ich, dass das ja ein prima Wechseltraining wäre und nun mußte nun natürlich überprüfen, ob sich dieser Erfolg wiederholen läßt.

Also noch mal runter fahren, Laufschuhe beim runterfahren ausziehen und aufgeschnürt vor mich gestellt. Pumps an. Die Türen öffnen sich. Keiner steigt ein.
Ich drücke E.
Die Türen schließen sich, ich springe aus den Pumps, rein in die Laufschuhe, zack in jeden eine Schleife gebunden und dann reisse ich die Hände hoch, wie beim Zieleinlauf.
*lach*

Der Aufzug erreicht das Erdgeschoß und die Türen öffnen sich.

Ein Kollege steht davor, grinst und sagt ganz trocken "Herzlichen Glückwunsch", ich bedanke mich artig und bleibe todernst, nehme meine Pumps in die Hand und steige aus. Er steigt ein und meint, dass ich beim Wechseln sicher in Zukunft ganz weit vorne dabei wäre.

Aha.
Er ist also ein Triathlet. Gut zu wissen.

Sonntag, 8. Januar 2012

Der Obstmann

Der Spomedis Verlag erfreut mich seit einiger Zeit nicht nur mit der Zeitschrift Triathlon und Triathlon Training, in die ich gerne mal einen Blick werfe... sondern auch mit Triathlon Know How Sonderheften. Diese gab es schon zu den Themen Radfahren und Schwimmen und gerade erst hat das Sonderheft Ernährung in meinem Sportalltag Einzug gehalten.

Es ist, wie die letzten Expemplare auch, super zusammen gefaßt und interessant geschrieben. Das Lesen macht Spaß. Das ist das Wichtigste finde ich.
Die Themen stehen weitesgehend auf dem  Titel... den Obstmann in der Mitte finde ich nicht so ansprechend. Aber ich bin ja auch kein Ernährungsspezialist.

Noch nicht. Denn mit Hilfe des Heftes arbeite ich nun daran.

Mit meiner Ernährung vor und während eines Wettkampfes ist es ja nicht so weit her... es ist ja allgemein bekannt dass ich mich schon öfters deshalb gequält habe und grundsätzlich zu wenig während eines Wettkampfes esse.
Vielleicht schaffe ich es mit Hilfe des Heftes die Sache in den Griff zu bekommen?
Wir werden sehen!


Freitag, 6. Januar 2012

Hoher Ellbogen?

Manchmal merke ich es schon beim aufstehen, manchmal macht es sich auch erst später bemerkbar. Die sportliche Unlust.
Manchmal ist sie nur auf eine Disziplin bezogen. Das ist ganz praktisch, weil ich ja immer noch Alternativen in petto habe. Blöd ist es halt, wenn sie Freitags auftaucht und zwar im Bezug auf das Schwimmen.

Denn Freitags ist auch im neuen Jahr Schwimmtraining angesagt. Das Trainergespann rechnet mit uns und von daher hüpfe ich natürlich ins Wasser.

Der Zeugwart bleibt draußen. Er ist erkältet und will sich nicht den Rest geben. Dafür macht er ein paar Fotos und Video's von uns. Das ist auch mal ganz schön.




Allerdings frage ich mich warum jeder von hohem Ellbogen auf mich einredet... wo ich diesbezüglich offenbar total taub zu sein scheine.

Oder ist das die Auswirkung der Schwimmunlust? Das könnte natürlich sein. Gut ist es trotzdem nicht... da graut es mir selbst ja schon vom reinen Ansehen der Bilder. Kein Wunder, dass ich so gar nicht voran gekommen bin.
Meine zwei Verfolger machen es da wesentlich besser.

Na dann hoffen wir mal auf das nächste Schwimmtraining. Vielleicht klappt's da auch mit dem Ellbogen. Wäre ja wünschenswert. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Ohne Männer geht es nicht

Andrea ist da. 
Eigentlich stimmt das nicht. Andrea ist nämlich weg. Schon ne ganze Weile tourt sie anlässlich ihrer Hochzeitsreise durch Australien und hat dort herrliches Wetter, jede Menge tolle Eindrücke und vor allem Urlaub. 
Sie genießt selbigen in vollen Zügen und stellt in den sozialen Netzwerken immer mal wieder Bild ein, das mich sofort vor Neid noch blasser werden lässt, als ich es -im Winter- eh schon bin. 
Tja. Weit gefehlt. 

Sie ist also irgendwie trotzdem da. 
Und das äußert sich in Orkanböen, Regen und einem derartig unsonnigen, bewölkten Himmel, dass ich gar keine Lust habe aufzustehen. Ich  habe allerdings auch größte Bedenken im Bett zu bleiben, weil es so windig ist, dass ich doch mal lieber schauen möchte, ob das Haus schon am Fliegen ist und ich demnächst in der Smaragdstadt umhergehen muß oder ob es noch da steht wo es hingehört. Ich stehe also auf. 

Der Zeugwart war mutig und hat Croissants und Hörnchen zum Frühstück geholt, so dass wir ein süßes und äußerst seltenes Frühstück einnehmen.

Als das gut verdaut ist, ziehe ich mich um und nehme mir vor den Flow zu kalibrieren. 

Ich bin so naiv. 

Ich glaube tatsächlich, ich lese die Anleitung und dann klappt das schon. *lach*
So ist es nicht.
Der Zeugwart liegt mit einer Schnupfennase auf der Couch und ich gebe mir also Mühe über 30km/h in unserem Wohnzimmer zu fahren. Ich bin quasi stets bemüht. Dieser Ausdruck ist schon in Arbeitszeugnissen nicht so gerne gesehen und ich damit auch nicht. Unglaublich. Ich falle gleich einfach stumpf vom Rad vor lauter Erschöpfung. 
Ich trage zwar meinen Pulsgurt, aber nicht die Empfängeruhr... und das ist wohl gut. Denn ich kenne meinen Maximalpuls ja bereits. Allerdings wird dieser heute neu definiert... denke ich. Ich schaffe es nicht, dass der Computer sagt ich würde alles gut machen und muß eine Pause einlegen. Ich bin total durchgeschwitzt und pumpe wie blöde. 
Der Zeugwart steht von der Couch auf... er ist besorgt. Und er empfiehlt mir doch mal vorne auf das große Kettenblatt umzuschalten. 
Das mache ich, trete ein paar Sekunden in die Pedale und die Kalibrierung ist abgeschlossen. 

Frauen und Technik. Oh man. Der Zeugwart sagt dazu nichts. Er lächelt sicher innerlich. Ich lache mich einfach mal selbst aus und bin froh, dass das Gerät nun also kalibriert ist. 

Jetzt zeigt sich die Geschwindigkeit auch im Vergleich zu meiner Anstrengung irgendwie passender. Vorher zeigte der Computer an, ich würde 12km/h fahren und bin fast vom Rad gefallen. Jetzt zeigt es an, dass ich 28-30km/h fahre und fast vor Erschöpfung vom Rad kippe. Das paßt irgendwie besser zusammen. Ich werde also an diesem Erschöpfungszustand arbeiten. 
Immerhin halte ich ein paar Minuten länger durch als vor zwei Tagen. Das ist ja schon mal was. Davon, dass mich dieses Training topfit macht merke ich nichts. Noch nichts. 

Allerdings habe ich gestern bemerkt, dass ich mir meine Jeans ohne den Knopf und den Reißverschluß zu öffnen runter ziehen kann. Anscheinend ist der Verlust der 4 Kg hier zu finden? *lach*

Mittwoch, 4. Januar 2012

Eine leichte Entscheidung

Es kommt mir wie ein sportfreier Tag vor.
Wir haben heute viel gemacht und ich bin sicherlich immer noch gefangen vom Flow-Erlebnis gestern, was ja mitten im Wohnzimmer statt fand.

Nachdem wir den Tag mit vielen Überlegungen und unbekannten Themen gefüllt haben, war es kurz vor Einbruch der Dämmerung doch noch mal Zeit für ein bischen Sport.

Der Zeugwart wollte laufen gehen und ich mußte mich zwischen Yoga, Radfahren, Schweinehund-Extrem-Couching und laufen gehen entscheiden.
Das fiel mir natürlich total leicht... mit dem Zeugwart laufen gehen.
Es war herrlich... die Ruhe vor dem Sturm sozusagen.
Wir liefen fast ungestört  mit ein paar Hundeausführern, die versuchten ihre Tiere in den Griff zu bekommen. Nur ein Läufer begegnete uns.
Es dämmerte gewaltig.

Ich lief vorneweg, weil der Zeugwart mit seiner Hüfte und dem lädierten Oberschenkel noch immer nicht so fit ist. Ich muß solche Situationen voll ausnutzen, denn normalerweise hechel ich immer wie ein Esel hinterher und hoffe nicht den Anschluß zu verpassen.
Heute ist es anders. Ich laufe und laufe, bin nach 15Minuten beim 2,5km Punkt und stelle fest, dass ich noch nie so flott war.
Urlaub tut mir gut. Ich sollte das mit meiner Chefin besprechen! :-) Sie wird sicherlich Verständnis dafür haben.

Heim laufe ich mit dem Zeugwart weitesgehend zusammen. Er scheucht mich noch ein bischen und ich halte ganz gut mit. Ich kann die Geschwindigkeit gut halten und werde nur zweimal merklich langsamer. Obwohl ich eigentlich wohl hätte weitermachen können. Na ja. Die Rampe laufe ich konsequent in gleicher Geschwindigkeit hoch und dann sind wir ja auch gleich daheim.
Überraschenderweise hat es nicht angefangen zu regnen. Ist das eine Trendwende?

Dienstag, 3. Januar 2012

Willkommen Flow

Der Zeugwart ist auch in diesem Jahr seinem Namen treu und versucht ihm ordentlich Ehre zu machen. Er bemüht sich eben, die besten Preise für's Zeug zu finden. 

Heute war es soweit. Wir kaufen einen Rollentrainer. 
Ab sofort begrüßen wir den kleinen Flow in unserem Team. Er sieht ganz schick aus wie er so in weiß, blau und schwarz dasteht. Er ist angenehm leise und er versteht sich sofort mit dem Zeugwart. Der baut den Flow nämlich zusammen. 


Und dann ist es auch schon soweit. 
Mein kleines grünes Rad kommt ins Wohnzimmer. Es hat gehört, es wird heute benutzt und so tanzt es vorsichtig die Treppen hoch und schleicht sich samt Pumpe herein. Es schleicht am Fernseher vorbei und bezieht Stellung neben dem Ficus, wackelt kurz und lässt sich dann ganz bereitwillig festschrauben. 

Ich werfe mich mal spontan in meine Radklamotten, die hab ich ja immer griffbereit, und suche meine Fahrradschuhe. Der Zeugwart weiß natürlich wo die sind. Bei Sportsachen kann man ihn immer fragen. 

Ich schwinge mich also in unserem Wohnzimmer auf mein Rennrad. 
Es ist dunkel draußen und ich habe kein Licht am Rad. Außerdem stürmt es draußen und ich fahre ärmellos. Ich bin schon verrückt. 
Wie auch immer, ich lege los. 
Es ist anstrengend. Schalten ist sowieso nicht mein Freund und jetzt kann der Zeugwart auch noch eine zusätzliche Bremse zuschalten. Wie ich später erfahre, hätten wir den Computer kalibrieren können, so dass ich wahrscheinlich wesentlich schwerer getreten habe, als es angezeigt wurde... na ja. Hinterher ist man immer schlauer. 

Ich bin schnell total durchgeschwitzt und steige nach kurzer Zeit müde und erschlagen vom Rad. 


Irre. 
Sollte ich das jetzt wirklich regelmäßig machen, wird das das fitteste Jahr seit langem. Ich bin schockiert. Selten war ich nach so kurzer Zeit so durchgeschwitzt. 

Montag, 2. Januar 2012

Neues beim Who is Who

Wie in einem der letzten Beiträge erwähnt ist es längst überfällig das Who is Who mit zwei wichtigen Menschen zu ergänzen.

Das Who is Who hilft Euch Lesern die Charaktere die mein Sportlerleben mehr oder weniger regelmäßig begleiten einzuordnen. Da Ihr diese wichtigen Menschen meist nicht kennt, könnt Ihr sie so etwas besser einordnen. 
Und wenn Ihr sie kennt, so ist es vielleicht ganz schön zu lesen was sie mir bedeuten und was ich in ihnen sehe. Außerdem behalten die Betroffenen so einen Überlick wer eigentlich wer ist. Obwohl sie den jetzt ja nicht mehr benötigen, denn es gab ja vom Christkind für die Horde Namens-T-Shirts. 

Weiter geht's mit dem Triathlon Who is Who: 

Bibi
...strahlt aus vollem Herzen. Sie ähnelt der Bibi Blocksberg aus meiner Kindheit so extrem, dass ich beim ersten kennen lernen zweimal hinschauen musste und wirklich überzeugt davon bin, dass sie eine freundliche Hexe ist. Sie ist mit einem großen Herzen ausgestattet, das nicht nur für ihren Sport, die Horde und ihre Familie sondern auch für vollkommen Fremde schlägt. Sie liebt grün und sie ist ehrgeizig, ganz wie ihre Namensvetterin. Nur mit dem Besen klappt es noch nicht so ganz... ich hörte aber, sie trainiert. 

Der Bär
...tut alles für den Sport und ist einer der selbstlosesten Menschen die mir bisher begegnet sind. Er begleitet uns Athleten zu den Wettkämpfen, spricht Mut zu, hält Räder, Schwimmbrillen und Laufschuhe, gibt Beistand wenn nötig und kann einen ganzen Wettkampf so beherzt anfeuern und bei der Sache sein, wie ich selbst. Er reicht Getränke und Gels an, hält Zeiten fest, ruft Abstände zu Verfolgern und gute Ratschläge zu. Alles sehr seltene und ehrenwerte Eigenschaften. Ohne Menschen wie den Bären würde der Sport noch nicht mal halb so viel Spaß machen. Unterstützer sind mindestens genauso wichtig wie die Athleten selbst. 

Sonntag, 1. Januar 2012

Neujahrslauf Gedern

Nachdem der Neujahrslauf, den das Laufteam Gedern jährlich am Neujahrstag ausrichtet, bereits legendär ist, nutze ich die Gelegenheit das neue Jahr sportlich zu beginnen, und mir mal so richtig Muskelkater abzuholen.

Nachdem wir ein besonders schmackhaftes Frühstück genießen durften und der Regen endlich aufgehört hatte, machten wir uns in Laufklamotten auf zum Gederner See.

Überraschenderweise für mich (alle anderen hatten ja mit einigen Teilnehmern gerechnet) trudelten bis 14h tatsächlich einige Laufwütige ein, die das neue Jahr mit uns zusammen sportlich beginnen wollen.

Frau Duck und die Prominenz hatten ein Zielkuchenbuffet aufgebaut, von dem sich mancher Volkslauf eine große Scheibe abschneiden könnte.
Gegen 14h ist klar, dass die große Meute sich heute 11km bzw. 10km vorgenommen hat und die Teamchefin samt Maskottchentier und mir heute 6km absolvieren wird.

Berge würde man auf der Strecke weitgehend auslassen, so heißt es zumindest.
Natürlich ist das nicht die Wahrheit.
Aber ich erinnere mich blitzschnell an meine Leistungsdiagnostik und sehe es als ersten Bergtrainingslauf.

Zwischendurch müssen die Teamchefin und ich mal ein Päuschen machen, weil meine Oberschenkel auf die plötzliche Umsetzung der Diagnostikvorgaben nicht vorbereitet waren. Aber egal. Wir kommen vor den anderen und auf der mit Wunderkerzen beleuchteten Zielgerade lächelnd ins Ziel.

Herrlich.

Der Kinderpunsch und der Zielkuchen schmeckt hervorragend und zum Abschluß hat die Teamchefin sogar noch warmes Wasser zum Duschen vorbereitet. Toll!