I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Freitag, 18. November 2011

Kein Ton, weder Miff noch Maff

Wir sind wieder viel zu früh im Schwimmbad und dadurch natürlich auch frühzeitig im Becken. Das ist ganz gut, denn so können sich Miff und Maff gleich mal ausgiebig umschauen und prüfen, ob das Wasser so paßt. Miff und Maff sind meine Schwimmpaddles. Sie sind winzig, wenn man sie sieht... wenn ich sie anhabe geht es aber. Sie sind wesentlich größer als meine Hände.
Das heißt, das ich nicht besonders große Hände haben kann. Na ja, auch eine Erkenntnis.
Nachdem wir uns gute 15Minuten auf der 5.Bahn eingeschwommen haben werden wir hochgestuft und ich schwimme auf Bahn 1. Warum das passiert kann ich nicht sagen... es passiert einfach so.
Wahrscheinlich deshalb, damit ich noch  mal ein bißchen übe ohne Leiter aus dem Becken rauszukommen? Das wird es sein.

Ich hüpfe also -elfengleich- aus dem Becken und laufe 4Bahnen nach vorne.

Bahn 1 ist bereits mit dem Schwimmtrainergespann bevölkert und nach einem kurzen Hallo und dem Präsentieren von Miff und Maff lege ich gleich los mit dem Programm.
Die Beiden auf der Bahn sind vernichtend. Sie schwimmen ohne Gnade, gleiten an einem vorbei und sind so galant das es einfach unfassbar ist.
Ich schiebe mich dagegen durchs Becken. Aber so ist es eben.
Nun bin ich ja schon eingeschwommen, also lege ich gleich mit dem angesagten Schwimmprogramm los:

6x100m 
davon immer 25m nur Beine gefolgt von 25m ganze Lage Kraul und dann 25m Technikübung (darf ich variieren wie ich möchte) und dann wieder 25m ganze Lage Kraul

Als ich 400m absolviert habe und die 500m anfange überholt mich das Trainergespann. Und das, obwohl ich mir einen Vorsprung erschlichen hatte. Ich habe das Gefühl ich bleibe einfach nur stumpf stehen. Also als ob ich mich gar nicht bewege und die zwei in einem Auto sitzen. Gut, dass ich mittlerweile zu beiden Seiten super atmen kann. Ich schaue weg... das Elend ist leichter zu ertragen, wenn ich sie nicht sehe.

"Nur Beine" klappt mittlerweile richtig gut. Warum auch immer, es ist nämlich nicht so, als würde ich heimlich daheim meine Beine in der Badewanne stählen. Ich schaffe die 6x25m durchschwimmen gut. Und wundere mich. Das Trainergespann ist begeistert und lobt. Wie nett.

Nach 600m kommen 100m locker ganze Lage Kraul und dann gibt es eine kurze Zwangspause.
Wir legen nämlich die Paddles an und ich habe mit Miff und Maff noch ein kleines Koordinationsproblem. Dann Jim, die Pullbuoy, zwischen die Oberschenkel und los gehts. Wir schwimmen

4x200m mit jeweils 30Sekunden Pause.

Ich stelle, fest, dass die Zwei es ernst meinen. Wirklich. Sie wollen mich fertig machen. Aber immerhin sind sie auch mit ihrem Lob nicht knauserig. Sie können gut motivieren und behaupten steif und fest, dass ich alles prima machen würde und gut voran käme. Ich erwähne dass sie sich trotz des netten Lobes nicht sympatischer machen, wenn sie mich so durchs Wasser scheuchen, aber sie behaupten, dass Sympathie für Freitags Abends ja eh nicht auf dem Programm stehe und ich jetzt weiterschwimmen soll.
Als nächstes gibt es 4x50m mit 20Sekunden Pause. Dafür haben wir immer noch die Paddles an. Meine Beschweren sich nicht, sagen weder Miff noch Maff und machen ihrem Namen damit alle Ehre.

Als ich sie abnehme und Jim an den Beckenrand lege schwimme ich 200m locker und bin begeistert über den geringen Wasserwiderstand. Irgendwas haben die Schwimmbadbefüller doch jetzt ins Wasser geschüttet... vorher war da schließlich wesentlich mehr Wasserwiderstand. Ist wahrscheinlich Weichspüler oder sowas. Es wäre schön, wenn das bei der nächsten Trainingseinheit direkt von Anfang an im Wasser wäre. Ob man da was machen kann?

Die 200m locker gelten für meine Verhältnisse heute als Ausschwimmen und ich bin sehr zufrieden. Nachdem ich neben der Leiter aus dem Becken gehüpft bin, schließlich muß ich jede Gelegenheit zum üben nutzen, dehne ich noch kurz und dann geht es unter die warme Dusche. Solange bis sie kalt wird... wenn das übrigens der Nebeneffekt vom geringen Wasserwiderstand sein sollte muß ich noch darüber nachdenken was mir lieber ist. ;-)

Donnerstag, 17. November 2011

und immer wieder die sanfte Stimme

Natürlich läuft das Experiment weiter... ich habe es angefangen, also wird es auch weitergeführt. Und es ist wunderbar.
Nachdem ich heute früh im Fitnessstudio live das Frankfurter Verkehrschaos vom Laufband aus verfolgen konnte und damit wirklich prima abgelenkt war, rollte ich dann zu später Stunde noch die Isomatte aus.

Isomatten lassen sich blöd ausrollen und meine ist zudem noch wenig yogabegeistert. Wahrscheinlich wurde sie in ihrem gesamten Mattenleben noch nicht so oft aus- und eingerollt wie in dieser laufenden Woche. Sie ist außerdem recht schmal... wahrscheinlich weil ich sie seit Kindertagen habe? Oder sind Isomatten immer so wenig breit? Meine Arme kann ich neben meinem Körper auf jeden Fall nicht auf der Matte ruhen lassen... das heißt, das sie auf dem kalten Boden rumliegen, was wenig angenehm ist. Also perfekt ausgereift ist das noch nicht.
Ganz klar... aber das kann ja noch werden.

Ich absolviere also wieder mein Progamm. Ich glaube der Zeugwart ist mittlerweile durch die sanfte Stimme höchst genervt ... obwohl er nichts dazu sagt. Was wiederum sehr nett ist.
Ich wackle nicht mehr so doll wie noch vor ein paar Tage und komme mittlerweile auch ganz angenehm auf den Boden oder nach vorne. Ich habe das Gefühl, dass ich ein bischen elastischer geworden bin. Kann aber auch tagesformabhängig sein. Wie alles.
Mittlerweile kann ich auf Ansage an die Decke schauen oder meine Fingerspitzen verfolgen ohne stumpf umzukippen. Wenn man neu anfängt sind die kleinsten Erfolge blitzschnell riesig. Ich fühle mich super... aber ob das jemand nachvollziehen kann? Egal.

Dienstag, 15. November 2011

4km und die Heldenpostion

Macht man besser morgens oder abends Yoga? Gibt es dazu ein Reglement?

Ich verlagere mein Experiment auf abends. Die Yogaminuten sind also später noch dran. Irgendwie freue ich mich schon darauf.

Erst mal gehe ich rudern. Ich bin spät dran, also entscheide ich mich für eine Widerstandsklasse mehr als letztes Mal und lege los. Ich bin insgesamt wieder 4km "unterwegs" . Einen Unterschied wegen des Widerstands merke ich nicht. Es ist anstrengend, aber vom letzten Mal habe ich ähnliche Erinnerungen.
Ich rudere etwas über 20Minuten, genieße die herrliche Dusche im Anschluß und gehe erfreut zur Arbeit.

Heute liegt dort viel an, wir haben Terminarbeiten fertigzustellen und von daher ist es nicht verkehrt, wenn ich etwas Fröhlichkeit mitbringe. Aus der Ruhe lasse ich mich sowieso nicht bringen.
Insgeheim freue ich mich nämlich den ganzen Tag schon auf mein Sportexperiment heute Abend.

Dieses Mal wähle ich Susanne Fröhlichs Kommentar aus und absolviere meine Übungen. Vielmehr sind es ihre Übungen. Egal.
Ihre Kommentare sind herrlich.
Obwohl ich noch ein paar Schwierigkeiten habe ohne die Ansage der sanften Erzählerin die Übungen pünktlich mit den beiden Damen zu beginnen. Ich hinke immer etwas hinterher. Aber es passt im Großen und Ganzen.
Meine Lieblingsposition habe ich auch schon gefunden... die Heldenposition. Man kniet und sitzt einfach nur so da. Eine wirklich angenehme Position.
Heute kippe ich nicht um sondern kann die Balance prima halten. So schnell geht das also mit den Fortschritten. Toll. Das gefällt mir.

Susanne Fröhlich erzählt wie schwer ihr manche Übungen gefallen sind und ich finde es klasse, wie schön ehrlich sie ist und fühle mich super. Ob Yoga was mit mir macht weiß ich noch nicht... es ist auf jeden Fall eine schöne Abendbeschäftigung. Ich bin zufrieden. Und darauf kommt es schließlich an.

Falls ich beim Yoga bleibe wünsche ich mir eine Matte zu Weihnachten soviel steht schon mal fest. Aber was Schönes, nicht so was Grelles.

Montag, 14. November 2011

Zehen anstellen

Heute war ein anstrengender Tag, aber das Experiment kann darauf keine Rücksicht nehmen. Mein Schweinehund hat es sich ja gleich nachdem ich daheim war auf der Couch gemütlich gemacht... aber er hat nicht mit dem Experiment gerechnet.
Er dachte wahrscheinlich, dass der faule Hund eine einmalige Sache war. Aber das wäre ja gelacht.
Genauso wie ich einst die Laufkarriere begann führe ich nun das YOGA Experiment durch.

Heute wähle ich eine Isomatte aus Schaumstoff, keine Luftfüllung. Trotzdem wackele ich bedenklich, als ich nach oben schauen soll und auf einem Knie balanciere. Aber umfallen tue ich nicht. Das ist ja schon mal was.
Ich wähle auch gleich die richtigen Füße aus und muß nicht wild umsortieren. Außerdem beeindrucke ich den Zeugwart als ich auch bei den "flotten" Übungen mithalte.
Weitere Kommentare verkneift er sich. Das finde ich noch immer sehr nett.

Die ganzen Tiere kann ich mir noch immer nicht merken, aber der kleine Hund ist ganz bequem. Wie ich meine Füße aktiviere, indem ich die Zehen anstelle weiß ich zwar nicht. Aber es wird angesagt und daher auch gemacht.

Ich finde die sanfte Stimme etwas anstrengend... aber es geht ja auch nur um 23Minuten. Vorerst. Und irgendwann werde ich es auch ohne Ansage können. Hoffe ich.

Sonntag, 13. November 2011

11km und im Anschluß Yoga - ein Experiment

Nachdem ich gestern die Frankfurter Innenstadt gestürmt habe und neben Schwimmpaddles in meiner Größe (=winzig) und dem Buch "Laktatexpress" auch Susanne Fröhlichs neues Buch und ihre Yoga DVD mit nach Hause gebracht habe, konnte ich den Tag mit selbstgemachter Pasta und ohne weiteren Sport ausklingen lassen.
Natürlich konnte ich Frau Fröhlich's Buch nicht einfach so liegen lassen und so habe ich mich auf ihre Yoga Reise begeben... wie eigentlich immer, liebe ich auch dieses Buch von ihr.

Heute früh sind der Zeugwart und ich dann -auch ohne Wettkampf- früh aufgestanden. Das Thermometer sagt 4°C und wir sind zum laufen verabredet. Über das Teamforum haben wir uns mit dem Schnellen verabredet. Er läuft eine lange Einheit und gabelt uns zwischendrin auf und irgendwann läuft er dann noch weiter. So ist der Plan.

Wir sind überpünktlich am Treffpunkt und schon geht's los. Die beiden Herren laufen ihr langsamstes Tempo und ich halte mit. Sie müssen zwar extrem langsam machen, aber das war vorher klar. Gut, dem Schnellen vielleicht nicht ganz so... aber er hat gut mitgehalten... *grins*
Wir laufen und laufen und laufen. Weiter als ich dachte und schneller. Ich mache noch einen Sprint, werde aber -natürlich- von den Herren schneller eingesammelt als ich gucken kann. Dann laufe ich gemütlich zurück und kläre den Schnellen noch ein bischen über meine laufpsychologischen Eigenarten auf. Er erzählt, dass er sich gerade unter seinem Überhaupttrainingspuls bewegt und ich bin wirklich fasziniert. Schwätzen kann er ohne zu pumpen und ich merke hier die Belastung deutlich.
Aber irgendwann wird's mir auch so gehen. Mal sehen wann es soweit ist.

Nach 11km und 1:13Stunde sind wir wieder zu Hause. Wow. Das war flott. Also für mich. Der Schnelle läuft noch weiter, er hat einfach noch nicht genug... 25km sollen es bei ihm heute noch werden. Na dann.



Ich habe ja noch ein weiteres Projekt heute.

Nachdem ich ja gestern Susanne Fröhlich's Tagebuch angefangen hatte wollte ich nämlich heute gleich mal ihre Yoga DVD ausprobieren. Im Hessenfernsehen wurde sie erst kürzlich interviewt und hat gesagt, dass sie mit dem Esoterischen beim Yoga nichts anfangen kann, das fand ich total sympatisch. Also wage ich auch ich das Experiment. YOGA.
Bei Din kann ich ja ab und an was über Yoga lesen. Sie scheint mir schon immer total beweglich und ihre Silhouette spricht für sich. Also kann Yoga nicht so schlecht sein. Auch nicht fürs Laufen, denn Din ist flott unterwegs.
Also gilt es das nun einfach auszuprobieren.
Ich habe keine Ahnung. Überhaupt gar nichts ist mir über Yoga bekannt. Außer dass es einen esoterischen Touch hat und nicht anstrengend wirkt. Finde ich. Und da Susanne Fröhlich es nun probiert hat... mache ich es ihr einfach mal nach.

Also die DVD eingelegt (dafür hat mir der Zeugwart erst mal einen Kurs durch unsere Fernsehlandschaft gegeben) und die Matte ausgerollt. Ich habe nicht die richtige Matte. Meine ist mit Luft gefüllt. Toll. Susanne Fröhlich hat eine von ihrer Freundin ausgeliehen... ich kenne keinen der Yoga macht. Aber ich sehe deutlich, dass die Matten auf meinem Fernsehbildschirm nicht mit Luft gefüllt sind. Während ich hin und her wackel stehen die Vorturnenden Damen völlig ruhig da. Ich fühle mich gleich super, denn ich habe ja erschwerte Bedinungen... *grins* schon geht es los. Ich bin zu langsam und muß auch ständig hinschauen, damit ich weiß was mit "öffnen Sie die linke Körperhälfte" gemeint ist. Der Zeugwart sitzt auf der Couch und sagt nichts.
Das ist sehr nett von ihm.
Als ich bei einer Übung, die wie ein Tier heißt (wie praktisch jede Übung schätze ich) einfach nur stumpf zur Seite umfalle und sogleich versichere das nichts passiert ist hat er dann doch was zu lachen. Ich lache ebenfalls... es ist einfach viel zu wackelig. Ich habe einen Grund eine andere Matte zu besorgen. Es kann ja nur an der Luftschwabbelmatte gelegen haben. ;-) Klar, oder?
Nach 23Minuten ist die Yogaeinheit zu Ende. Gemerkt habe ich das nur, weil einfach keine Anweisungen mehr folgten... die Rückenlage war einfach sehr gemütlich.

Mein erstes Fazit: Ich fand es anstrengend für meine Bauchmuskeln und sehr angenehm für meinen Rücken, den ich gefühlte 40Mal strecken und dehnen durfte.

Freitag, 11. November 2011

Gezeiten

Hat der Mond Auswirkung auf meine Schwimmtechnik? Oder nur auf den Wasserstand, quasi wie bei Ebbe und Flut?

Das gilt es herauszufinden, denn heute ist wieder Schwimmtrainingsfreitag und wir sind zu sechst. Also verteilen wir uns auf zwei Bahnen und beginnen mit dem Einschwimmen.
Wer auf die Idee kommt, dass 300m Einschwimmen ok und machbar sind muß schon einen Hang zur Verrücktheit haben. Der Schwimmmeister ist es... aber der ist heute nicht da. Ich kann mich also nirgends direkt beschweren. Pech. Also los.

300m sind geschafft. Der Vollmond gibt sein Bestes und so starten wir mit dem vorgegebenen Trainingsprogramm. Der Schwimmmeister läßt uns heute mit Lucy und Jim rumplanschen und sogar das reine "Beine" Schwimmen klappt zwei Bahnen super.
Ich bin wahrscheinlich ein Mondtier... deshalb klappts so super?! Oder es liegt an Lucy? Sie sieht herrlich aus in ihrem feinen rosa mit dunkelgrau. Richtig schick. Macht schick aussehen schnell? Oder ausdauernd?

Wir schwimmen das Programm streng nach Vorgabe ab und ich komme sogar ganz gut mit den zwei Schnellen auf der Bahn mit. Zwischendurch gebe ich mir richtig Mühe auf meine Armhaltung zu achten und kann zwischendurch auch prima Geschwindigkeit aufbauen. Sogar der Zeugwart erwähnt später, dass ich zeitweise gut mitgehalten habe.
Ich scheine also auf dem richtigen Weg. Das ist doch schon mal was.

Beim Schwimmen mit Paddles wird mir die Tragweite der richtigen Armstellung bewußt. Ich probiere aus wie ich normalerweise unterwegs bin und dann wie es laut Lehrbuch sein soll. Der Unterschied ist deutlich zu merken. Die Kacheln rasen vorbei.
Bin ich ein Mondfisch?
Ich nehme mir vor gleich morgen eigene Paddles zu kaufen, offensichtlich bringt das was für meine Schwimmtechnik.

Die anderen schwimmen sich voller Ehrgeiz 300m aus. Ich hüpfe aus dem Wasser, das klappt über den Beckenrand mittlerweile schon ganz gut, und dehne noch ein bischen.
Die Dusche ist toll... wie immer.

Und als wir das Schwimmbad verlassen zeigt sich der Vollmond in voller Größe. Er ist so nah, als könnten wir ihn anfassen. Und ein bischen wie Fische kommen wir uns auch noch vor.

Mittwoch, 9. November 2011

Keine Strömung

Von Höchst nach Kelsterbach und das morgens um 7h. Ganz verrückt. Aber so ist es einfach... reine Strecke, ohne den Wind oder die Strömung und natürlich nur mit Muskelkraft. Wenn ich es so betrachte klingt es fast super sportlich.

Toll!

Ich war im Fitnessstudio, vor der Arbeit, wie es der neue Arbeitsalltag eben so zulässt, und bin gerudert. Zur Zeit verlängere ich nur die Zeit und damit die Strecke, nicht den Widerstand. Ich habe nämlich auch noch nicht so richtig herausgefunden ob das sinnvoll wäre. Ich möchte ja nicht mit riesigen Muskelpaketen enden, daher ist meine Theorie viele Wiederholungen, weniger Gewicht.
Trotzdem fühlen sich meine Arme am Ende (also in Kelsterbach) kurzfristig an wie Gummi. Ich füge noch ein paar Übungen für Bauch und Rücken hinzu und freue mich auf die Dusche.

Die absolvierte Strecke finde ich grandios. Obwohl andere das wahrscheinlich in viel kürzerer Zeit rudern. Aber ich bin ja nicht andere.

Morgens ist es wie abends und wie nach dem Schwimmen... die Dusche ist am tollsten.

Sonntag, 6. November 2011

Helfer aus Gold

Immer wieder Sonntags... klingelt der Wecker ziemlich früh. Das Lied geht eigentlich anders, allerdings bin ich so unmusikalisch, dass ich den Text nicht kenne. Wenigstens weiß ich, dass es eigentlich anders ist.
Wir nutzen den Sonntag und das angekündigte herrliche Wetter und fahren nach Neu-Isenburg. Das Radteam-Neu-Isenburg, bei dem wir auch schon mal eine sehr schöne RTF mitgefahren sind, richtet nämlich heute einen Duathlon aus.
Wir starten beide für unser Triathlon Team und -weil wir noch keinen eigenen Teamdress haben- wurden uns ganz bereitwillig von verschiedenen Teamkollegen Teamklamotten ausgeliehen. Ich ziehe einen Triaeinteiler und darüber ein Radshirt an. Der Zeugwart startet in bewährter Cephose und einem Teamradshirt.
Zusätzlich legen wir noch Cep Socken an und Armlinge. Ich gebe mir Mühe auf Farbharmonien zu achten... der Zeugwart missachtet alle Farblehren und trägt grüne Socken. Gut, wenn sie schnell machen können wir auf alles andere keine Rücksicht nehmen.


In Neu-Isenburg angekommen laufen wir uns warm und zwar zur Startnummernausgabe. Der Weg vom Parkplatz kommt uns ziemlich lange vor, vorbei am ruhenden Bembel gehts direkt ins Stadion rein. Als wir ankommen ist die Wechselzone noch leer und kaum einer ist im Stadtion. So kriegen wir flott unseren Startbeutel und die Unterlagen und pilgern zurück.
Am Auto angekommen richten wir die Räder und freuen uns, dass die Teamchefin und der Profiathlet ebenfalls eintreffen. Beide starten ebenfalls. Unseren Tipp befolgend machen sie auch erst mal die Räder fertig und fahren dann mit uns zusammen zum Stadion. Ich behalte meinen Jogginanzug (macht Adidas da eigenlich auch was in Orange?) noch an, den mit 7°C ist es noch empfindlich frisch... gerade im Schatten oder auf dem Rad.
Wir betreten das Stadion und ein wirklich netter Kampfrichter prüft meine Radbremsen und wirft einen Blick auf meinen Helm. Dann darf ich durch und meinen Wechselplatz einrichten. Viel wird ja nicht gewechselt, denn meine Schuhe sind Lauf- und Radschuhe zugleich und ich brauche nur meinen Helm. Den platziere ich am Rad. Allerdings setze ich vorher noch mal meine Mütze auf und richte die Helmgröße an der Mütze aus. Nicht, dass wieder alles drückt. Das wäre fatal.


Die Wettkampfbesprechung ist um 9:30h und natürlich schaffen es die Veranstalter alle Athleten zusammenzutrommeln. Wir lauschen den Worten und dann sind es auch nur noch 15Minuten bis zum Start. Also Jogginganzug aus und Startnummer an. So einfach ist das. Wir laufen eine Stadionrunde und schauen mal wo der Profiathlet sein Rad geparkt hat. Dann beobachten wir noch ein paar -offensichtlich- ganz Schnelle, die ihre Räder in Laufrichtung so anlehnen, dass keine Sekunde verschwendet wird.


Auf einmal kommt ein Herr und kündigt an, jetzt ein paar Bilder von uns zu machen. Offensichtlich kennt er das Team und ich finde es total klasse, dass es zumindest ein Bild von uns im Teamoutfit geben wird. Ich komme mir total prominent vor und grinse in die Kamera. 
Offensichtlich macht das auf die Presse den Eindruck wir wären total super und daher hält ein Journalist auch gleich mal die Kamera auf uns. Seine Erklärung ist allerdings, dass wir grad so schön in der Sonne stehen würden... 


Wir begeben uns in die Startaufstellung und dann geht´s auch schon los. Vor dem Start ist Stau, denn wir haben unsere Zeitmesschips in der Startnummer und müssen durch Orangefarbene Gitter durch. Eigentlich ein bischen wie im Sommerschlußverkauf. Alle drängeln sich durch, als würde es dahinter die Sonderschnäppchen geben.
Ich komme ganz gut in den Tritt, aber der Spruch der Teamchefin, ob ich jetzt immer so ne Geschwindigkeit an den Tag lege gibt mir zuviel zu denken.... irgendwann lasse ich abreissen. Die Angst, dass ich doch nicht ankomme ist einfach zu groß. Blöd eigentlich, denn aus der Puste bin ich nicht. Am Kopf muß ich noch ein bischen arbeiten. Bei Gelegenheit.


Ich laufe und bin sicher es sind bestimmt mehr als 4,5km denn ich bin ganz gut unterwegs, brauche aber fast 26Minuten. Kurz vor der Wechselzone knicke ich um. Blöd. Der rechte Knöchel pocht ein bischen, aber es ist nicht so schlimm.
Wieder zurück in der Wechselzone stehen noch jede Menge Räder und es scheint, als hätte ich wirklich ein paar Leute hinter mir gelassen. Natürlich ist das Rad des Zeugwarts, was neben meinem geparkt war längst unterwegs.
Weil ich meinen einen Radhandschuh irgendwo verloren habe mache ich ohne Handschuhe los. Wenigstens paßt der Helm super über der Kappe und ich schiebe mein Rad zum Ausgang. 


Am Aufstiegsbalken angekommen wirft sich ein Herr vor mir in den Staub. Ich bin verwundert und frage ihn ob alles ok ist. Dann steige ich auf und er schiebt seine Kamera vor und praktisch unter mein Rad. Seine Bitte "Fahr los!" führe ich natürlich sofort aus und weg bin ich. Ich sehe einige Räder vor mir und bleibe zumindest im Sichtkontakt. Die Radstrecke zieht sich... das liegt auch daran, dass mein Mountainbike keinen Tacho hat. Das ist eine Aufgabe für den Zeugwart... könnte man ja jetzt im Winter mal angehen.
Ein Tacho hätte mich auf dem Laufenden gehalten. So war ich total schockiert, als nach gefühlten 3Stunden auf einmal ein Schild am Rand stand auf dem ich klar und deutlich 10km lesen konnte. Unfassbar. Jetzt ist mir klar, dass die Streckenabstecker sich vermessen haben müssen. Ich bin froh, dass ich im Ziel erfahre, dass es vielen anderen Teilnehmer ähnlich ging. Gefühlt waren wir ja alle schon viel weiter.


Mein Knöchel tut weh. Ich versuche eine Position auf dem Pedal zu finden wo es geht. Das paßt dann auch schon. Zum sterben ist es zumindest nicht.
Am Km15 Schild wage ich einen kurzen Fluch. Denn es sind ja immer noch 5km zu fahren. Meine Hände sind eisekalt und ich spüre sie praktisch nicht mehr. Eigentlich hätte ich ja auch Handschuhe an. Na ja. Ärgern bringt gar nichts und ändern läßt es sich jetzt auch nicht mehr.
Dann kommt die letzte Kurve und dann denke ich mir... hier könnte es sein. Fast wäre ich ja am Absteigebalken vorbei gefahren... *lach* das wäre ja was gewesen.


Ich bin also vom Rad zurück. Da mittlerweile viele Athleten im Ziel sind schiebe ich mein Rad durch die Finisher und stelle es in der Wechselzone ab. Meinen verlorenen Handschuh sammel ich auf dem Weg zum Radplatz noch auf und lache mich kurz selbst aus. Da lag er also die ganze Zeit und hat auf mich gewartet.
Das Rad stelle ich ab, die Nummer kommt nach vorne, den Helm lege ich ebenfalls ab und dann geht´s ja auch schon wieder weiter. Ich eiere ganz schön rum.
Ich merke, dass die CEP Socken ganz fein für meine Waden sind und mein Knöchel macht auch mit, wenn ich kleine Schritte mache. Er pocht, aber es ist immer noch nicht zum sterben. Ein Blick nach unten zeigt mir auch, dass er nicht geschwollen aussieht, soweit ich das eben sehen kann. Ich kann auch gut auftreten und so wird ja weitergelaufen.
Nach 500Meter begegne ich dem jubelnden Zeugwart. Er kommt mir entgegen und findet, dass ich alles prima mache. Das ist schön, wenigstens einer, der das gerade denkt. Ich finde es schwer. Die Helfer vom Veranstalter klatschen mich an ihren Positionen vorbei und finden ebenfalls, dass ich das toll machen würde.
Gut, wenn das nun hier alle denken muß ja einfach was Wahres dran sein.
Eine Helferin ist sogar so lieb und läuft ein Stück mit mir. Sie ist einfach toll und sowas von motiviert. Vielen Dank dafür! Eine Veranstaltung steht und fällt ja mit den Helfern... und alle hier sind einfach toll.


Und dann höre ich den Stadionsprecher und sehe den Zeugwart. Er steht am Stadioneingang und findet immer noch alles toll. Ich bitte ihn mal nach Eis Ausschau zu halten... denn jetzt, wo es dem Ende zugeht merke ich meinen Knöchel ganz doll.
Die letzten 200m führen mich durch die Wechselzone und die Athleten, die schon da sind applaudieren mir, als wäre ich die Erste. Sowas finde ich total super. Ich laufe an der Teamchefin vorbei, die sich schon was zu trinken gönnt und laufe durchs Ziel. Diesmal ist kein Stau.


Der nette Sanitäter hat auch sofort ein Kühlpad parat und so gibt es Iso für den Durst und das Kühlpad für den Knöchel. Sehr angenehm.
Ich bekomme mein Finishershirt und bin stolz wie Bolle. Der Zeugwart freut sich ebenfalls über sein Finishershirt und wir sind sehr zufriedene Finisher.



Zu Hause geht es nun mit dem NYC Marathon weiter. Allerdings pflege ich meinen Knöchel mit Mobilat und wir legen beide die Füße hoch.

Freitag, 4. November 2011

Die Baustelle

Nachdem der Zeugwart den neuen Decathlon besucht hat bin ich nun im Besitz von Lucy. Lucy ist ein rosafarbenes Schwimmbrett. Sie sieht hübsch aus, ist sicher vor der Benutzung von allen Männern und wird mich ab sofort durch mein Schwimmtraining begleiten. Der Schwimmmeister sagt nämlich öfter so nen Mist wie "nur Beine" an und da kann ich sie dann gut benutzen. Sie ist hochmotiviert und lächelt permanent.
Außerdem hat sie ihren Kumpel Jim aus dem Decathlon mitgebracht. Jim ist eine Pullbuoy und wird mich nicht vor dem Ertrinken retten. Zumindest sagt das seine eindeutige Aufschrift. Ich habe eh nicht vor zu ertrinken, von daher ist das erst mal ok.
Eigentlich war der Zeugwart auf der Suche nach Paddles für mich. Denn der Schwimmmeister erklärte, Paddles seien wichtig für das Training und ich solle auf welche mit Löchern achten. Die haben wir nun also noch nicht.
Egal.

Ins Schwimmbad geht es heute trotzdem. Heute sind viele krank... es ist deutlich zu spüren, dass die Erkältungszeit angefangen hat. Wir sind früh da und fangen einfach schon mal an. Wir schwimmen uns mal 20Minuten ein und in dieser Zeit nutze ich die mitgebrachten Ohrstöpsel um das Piepsgeräusch der Pumpe auszublenden. Das klappt ganz gut und ich bin zuversichtlich, dass die Marsmission heute entfällt.
Pünktlich wie die Maurer trifft der Rest vom Team am Becken ein.

Wir teilen uns auf zwei Bahnen auf und ich bin der Bremsblock auf einer Bahn.
So langsam wie ich kann keiner der Herren.
Ich weiß nicht ob das gut oder schlecht ist.... auf jeden Fall übe ich gut in beide Richtungen zu atmen, denn wenn man auf einer Bahn überholt wird ist es zu empfehlen in die andere Richtung Luft zu holen. Ich komme also nicht drumrum. Auch ganz schön.
Mir fällt auf, dass ich wirklich richtig langsam bin. Also schwimme ich erst mal "im Strom" mit und analysiere das Problem. Wo das Problem liegt weiß ich ja immerhin schon... ich bin zu langsam.

Ich habe einen komischen Armzug. Er ist lang, ich dehne mich gut und greife weit nach vorne. Ich ziehe durch bis zum Ende und berühre oft zum Test meinen Oberschenkel. ABER ich klappe meinen Arm kaum um um ihn durchzuziehen. Es ist auch gleich viel anstrengender, wenn ich das mache... *grins*
Also ich mache quasi den Fehler der Fehler und schiebe das Wasser seitlich und nicht unter mir weg. Außerdem könnte ich den Arm anstellen und damit mehr Vortrieb bekommen. Gut. Die Theorie habe ich kapiert.

Die Umstellung klappt ganz ok. Ich versuche mich darauf zu konzentrieren und schaffe es eine Bahn so durchzuschwimmen. Wahrscheinlich macht mein Vorschwimmer gerade langsam... auf jeden Fall vergrößert sich der Abstand gerade nicht. Das ist ja schon mal was, egal woran es liegt. ;-) Man muß sich auch mal leicht selbst beschummeln dürfen. *seufz*
Nach einer Bahn bin ich fix und alle. Ich muß auf jeden Fall mehr rudern, damit das auch irgendwann mal klappt. Ich habe nun also -mal wieder- eine Baustelle. Sie heißt Armzug und hat mit Wasser zu tun. Ich bin gespannt wie lange ich daran arbeite. Manche Baustellen scheinen ja ewig...ich ahne das Schlimmste.


Am Sonntag starte ich in Neu-Isenburg. Mein erster Wettkampf wo ich für das Team gemeldet bin. Diesmal habe ich mir vorgenommen mir die Krämpfe zu ersparen. Wir werden sehen.

Donnerstag, 3. November 2011

Jetzt is er weg.

Der Kater ist weg. Einfach so ist er gegangen und hat mich alleine gelassen. Gut, dass ich nicht auf seine Gesellschaft gezählt hatte.
Er gehört also der Geschichte an. Fein. Nur zwei Tage hatte ich ihn bei mir. Das hat auch vollständig ausgereicht.

Wir gehen nun also wieder getrennte Wege und von daher führte mich meiner heute früh wieder ins Fitnessstudio. Wo der Kater hingegangen ist weiß ich nicht, es ist mir aber auch egal.

Das Fitnessstudio morgens klappt mittlerweile ganz gut, Routine würde ich es noch nicht nennen, aber immer schon mal "ganz gut".

Anfangen tue ich mit Rudern. Ich wähle den gleichen Widerstand wie letzte Woche und lege los. Nach 5Minuten und 1km kommt die Feuerwehr. Nicht ins Studio, sie fährt auf der Hauptstraße vor, auf die ich durch bodentiefe Fenster blicke. Wow. Das ist ziemlich interessant und ich bin total abgelenkt. Und ich rudere und rudere. Immer weiter.
Als ich nach 15Minuten und 3km wieder auf die Anzeige schaue bin ich baff. So einfach ist das also wenn man abgelenkt ist. Klasse.
Ich rudere noch eine Minute weiter und bin schockiert wie lange mir die Minute im Vergleich zu den vorherigen 15 vorkommt.

Dann folgen meine Bauch- und Rückenübungen. Ich absolviere 3Sätze und finde mich super. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Kater morgen wieder einziehen wird. Na ja. Dann isser halt wieder da. Wir werden sehen.

Zum Abschluß gehe ich noch 20Minuten auf das Laufband. Ich laufe bei 8km/h und Steigung 3. Was letzteres heißt habe ich noch immer nicht herausgefunden.

Die Dusche danach ist herrlich und ich gehe frisch und äußerst zufrieden mit mir selbst ins Büro.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Ich habe einen Traum

Jeder Mensch hat Träume und ich gehöre einfach dazu. Ich erträume mir Urlaube, Ereignisse und Höchstleistungen.
Um bei letzerem zu bleiben... ich selbst vollbringe keine. Zumindest keine, die ich für erwähnenswert halte.
Und weil man immer die Mensch besonders bewundert, die genau das anfangen und auch zu Ende bringen was man sich selbst kaum zutraut, war ich heute wieder an der Strecke.

Frankfurt Marathon. Nr.30, also ein Jubiläum.

Herrlich. Das ist so fast wie Geburtstag. Toll.

Das Wetter ist für die Läufer perfekt, ich habe meine Athletin ja gestern auf der Messe getroffen und die letzten Hasenbriefings bekommen und heute kann also nichts schief gehen.
Wir stehen früh auf und prüfen die Vorbereitungen. Das Plakat vom Triathlon Team ist fertig geschnürt, die Anfeuerungsinstrumente liegen bereit, das Handy ist aufgeladen und alle Gels sind eingesteckt. Wir sind gut vorbereitet und besteigen die S-Bahn nach Nied.
Nied eignet sich perfekt für die Anfeuerung der Marathonläufer, die Strecke führt nur 5m neben den Bahngleisen vorbei, so dass man wirklich blitzschnell dort ist. Der Zeugwart kann von hier später prima in die Innenstadt fahren.

Wir beziehen Position und nehmen die Instrument zur Hand. Die Weltrekordkursläufer aus Afrika schießen nur Minuten später an uns vorbei und kriegen gar nichts mit. Wir machen keinen Unterschied zwischen schnellen und nicht so schnellen Läufern. Für uns vollbringen alle die gleiche Superleistung und bekommen ähnliches Geschrei ab.

Die Teamchefin nutzt die Anfeuerungsstation in Nied ebenfalls und so stößt sie ein paar Minuten später samt Maskottchentier zu uns. Der Titan ist ebenfalls an diesem Punkt angekommen und so bilden wir ein kleines Stimmungsnest!

Wir sehen alle von unserem Team, geben Gels an die ab, die sie bestellt haben, muntern müde und geschaffte Gesichter auf und sehen den Profiathleten vorbeifliegen.
War er das? Unglaublich, so locker und geschwind, wir sind beeindruckt. Er hat super trainiert und ruft nun alles punktgenau ab. Hervorragend.
Die Prominenz verfolgt ihn. Sie hat ein Beinthema heute und weil ich in Freiburg auch so einen schlechten Tag hatte und sie mich den ganzen HM unterstützt hat versuche ich sie nun besonders anzufeuern. Aber für alle meine guten Wünsche ist sie zu schnell. Ich hoffe, sie nimmt die Wesentlichen wahr?!

Das Fienchen kommt und hält kurz inne. Es geht ihr nicht ganz so toll und sie hofft, dass sie nun vom Marathon geheilt sei. Na, da bin ich mir nicht so sicher meine Liebe... :-)

Ich freue mich tierisch als ich meine Athletin sehe. Jetzt geht es gleich los.
Sie hat sich bis hierhin durchgebissen und so fällt es mir leicht ihr Hase zu sein.

Wir verlassen den Km28 und ich mache mir erst mal ein Bild. Meine Athletin hat einen Kerl aufgegabelt, der sie zuschwätzt. Der nervt. Wir sehen zu, dass wir ihn loswerden.
Weil ich eine gute Athletin an der Seite habe gelingt uns das.

Auf der Strecke fülle ich ihre Flaschen, erzähle die vorbereiteten Geschichten über Urlaub und Arbeit, reiche Riegel, fordere Zuschauer zum Anfeuern auf und vergesse über den ganzen Aktionen doch glatt selbst ein Gel zu essen. Dabei wollte ich das üben.
Ich freue mich einfach zu sehr, dass es so aussieht als würde die Athletin tatsächlich ihre geplante Zeit weit unterschreiten, dass ich die Selbstverpflegung total vergesse. Das ist ungewöhnlich, wo ich doch beim Essen eigentlich vorne dabei bin.

Sie lebt den Traum. Sie beißt sich durch. Sie kann das. Sie hat gut trainiert und einen unbändigen Ehrgeiz.

Ich bin fremdstolz, das ist in etwa sowas wie fremdschämen... aber das haben der Zeugwart und ich heute früh in der S-Bahn schon gemacht und so kann ich voller Freude fremdstolz sein. Ein herrliches Gefühl. Als ich die Athletin verlasse hieve ich mich über die Absperrung und merke sofort, dass der Kater eingezogen ist.
Meine Oberschenkel merke ich deutlich.
Was tut man nicht alles für einen Traum.


Den Abend beschließen wir beim gemeinsamen Teamabendessen. Lars von unsere Teamsponsor Best Worscht in Town serviert uns Currywürste und wir haben genug Gelegenheit uns vor all unseren Teamkollegen in den Staub zu werfen. Mir fällt das explizit schwer... den Muskelkater merke ich. Meine Oberschenkel tun böse weh. Ich käme aus dem Staub nicht mehr hoch.
Obwohl sich das für einen Traum schon lohnen würde.

Samstag, 29. Oktober 2011

Bestens informiert

Was habe ich im letzten Jahr auf dieses Wochenende hingefiebert... und dann am Marathonsamstag zugeschlagen! Es war ein Wochenende voller Schnäppchen. 
Auch in diesem Jahr ist es Ende Oktober am Samstag vor dem Frankfurt Marathon, der im übrigen seinen 30.Geburtstag feiert, soweit. Die Marathonmesse wird besucht.


Dieses Jahr ist es der BMW Marathon und von daher fällt gleich am Eingang der große BMW-Stand auf. 

Da steht das Zeitauto, das die Athleten morgen jagen werden. Das Fienchen hat den Haile ja schon in Berlin ausgeschaltet und wird nun also morgen direkt hinter der Uhr die arme Sabrina jagen. Wäre mir Sabrina auf der Messe begegnet hätte ich sie vorgewarnt, so muß die Arme morgen damit zurecht kommen, dass das Fienchen sie vor sich herscheucht. 

Meine Athletin sah heute auf der Messe super aus. Sie freut sich auf die Strecke und auf meine Begleitung ab Km28. Sie ist prima trainiert und hat ihren Plan genau vor Augen. 

Ansonsten ist die Messe kleiner als im letzten Jahr. Entäuscht bin ich, dass ich meine vollgelaufene Suutno Uhr nicht vorführen kann. Vor Verzweiflung laufe ich fast an den Polarstand, aber der Zeugwart überblickt die Situation und hält mich selbstverständlich zurück. Suunto hat keinen Stand. Feige oder Schlau?

Dieses Jahr erkundigen wir uns sehr aufmerksam nach anderen Marathonveranstaltung. Wir sind ein bischen im Wettkampffieber und staunen über die vielen Möglichkeiten die sich uns bieten. Besonders toll finden wir den Mittelrheinmarathon. Die Veranstalter haben den Zieleinlauf nach Koblenz gelegt und sorgen dafür, dass die Läufer mit Sonderzügen zu den Startpunkten am Rhein südlich von Koblenz gefahren werden. Die Bundesstraße direkt am Rhein ist für die Läufer gesperrt. Das klingt toll. Meine Athletin verkündet auch, dass sie das einen tollen Lauf findet und so speichere ich den Lauf auf jeden Fall mal ab. 

Mit jeder Menge Prospektmaterial und neuen Erkenntnissen (meinen Lieblingsschuh, den Adrenalin von Brooks gibt es in diesem Jahr z.B. mit einer Gore Tex Membrane) sind wir am späten Nachmittag wieder zu Hause.
Jetzt gilt es alles durchzuarbeiten. Auch eine Art Marathon. Das Endergebnis ist klar... der Zeugwart ist bestens informiert und alle profitieren davon.

Morgen stehen wir um 11h an der Strecke und schauen mal wann der Profiathlet, die Prominenz und das Fienchen sowie die Athleten des Triathlon Teams Fechenheim so vorbei kommen. Wir werden ein Banner hochhalten und jubeln als wenn es kein morgen gibt.
Und wenn meine Athletin kommt werde ich zum Hasen und sie kann sich auf jede Menge Geschwätz einstellen. Es wird herrlich.

Freitag, 28. Oktober 2011

aus dem All

Endlose Weiten, das Gefühl ist etwas schwammig, überall sind hohe Töne zu hören, ich kann mich nicht gut orientieren und mit der Atmung klappt es auch nicht so prima. Wo bin ich?
Klar, im All. Wo sonst.

Ich trage grün, wie ein Marsmensch.
Wieso heiße ich eigentlich Marsmensch? Menschen leben schließlich nicht auf dem Mars. Ich fühle mich zumindest gar nicht menschlich gerade. Mensch laufen auf der Erde rum, das tue ich nicht. Menschen atmen auch vollkommen frei, das klappt bei mir grad auch nicht so prima. Es spricht also alles dafür, dass ich kein Mensch bin.

Wahnsinn. Ich habe wirklich lange dafür gebraucht das festzustellen und ich glaube auch, dass ich es bisher als Einzigste gemerkt habe.

Ich trage grün. Das hatte ich schon erwähnt. Es ist ein schickes grün. Es bedeckt meinen Marsmenschrumpf und trägt sich ganz hervorragend. Sehr anschmiegsames grün.

Ich bin nicht alleine.
Allerdings sehen und fühlen sich die anderen nicht so außerirdisch wie ich. Die sind belastbarer.

Wir befinden uns nämlich tatsächlich im Schwimmbad. 
Grün ist mein Badeanzug und warum ich hohe Töne höre ist mir erst klar, als ich mich mit starken Kopfschmerzen aus dem Becken hieve. Die Pumpe. Die ist schuld. Sie macht einfach einen fiesen Piepston unter Wasser. Schlimm. Mein Hirn droht zu zerspringen... nächstes Mal muß ich Ohrenstöpsel benutzen.

Ich breche das Experiment Allschwimmen also nach 35Minuten ab. Bis dahin habe ich mehr schlecht als recht mit den "großen" mitgehalten. 
Ich bin einfach zu langsam. Keine Ahnung warum. Ich brauche endlos. Geschafft bin ich nach so ner Bahn nicht...aber auch wenn ich die Frequenz erhöhe werde ich nicht schneller. 
Ich werde darauf noch mal die zwei Schwimmchefs ansprechen. Die haben bestimmt eine Lösung. Einfach nur schwimmen bringt ja nichts, denn das mache ich ja nun schon ne Weile. 

Aber der Anzug aus dem All schwimmt sich super. 

Ich hoffe, die Marsmenschen nehmen ihn nicht wieder mit nach Hause, wenn sie die Erde verlassen.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Der Kater hat mich lieb.

Routine kann man es nicht nennen, aber es darf gelobt werden. Das zweite Mal diese Woche bin ich früh ins Fitnessstudio gefahren und sogar rein gegangen.
Immerhin konnte ich heute früh die Arme ganz gut bewegen, also war ich voller Elan.

Im Studio angekommen nahm ich mir das Ruderergometer vor und nach zwei Minuten lockerem Einrudern legte ich los. Nach 2km war ich fix und alle. Gut dass die vorgegebenen 10Minuten für den Kater locker ausreichten und ich daher eine gute Ausrede hatte, um mir die nächsten Muskeln vorzunehmen.
Also auf zu Bauch und Rücken. Der Sadist, der diese Fitnessgeräte erfunden hat sollte mir in der nächsten Zeit besser nicht begegnen, aber da derjenige hier sicherlich nicht mitliest ist diese Warnung Perlen vor die Säue geworfen.
Nachdem ich mit den Übungen fertig war ging's dann zu Belohnung auf das Laufband. Bei Steigung 2,5 und Geschwindigkeit 8,5, was auch immer diese Werte heißen mögen, lief ich mich noch 25Minuten aus.

Perfekt geplant ging es dann unter die Dusche und ab zur Arbeit. Ein herrlicher Tagesbeginn.

Später am heutigen Tag höre ich den Kater schon leise schnurren... der Zeugwart sagt dazu nur, dass ich aufhören soll den Kater zu kraulen. Ich weiß auch nicht warum der Kater sich so wohl fühlt bei mir, er scheint mich sehr lieb zu haben.
Hoffentlich putzt mir morgen jemand die Zähne.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Er hatte recht.

Körper wiegen schwer. Dinge ebenfalls. Ich habe mittlerweile herausbekommen dass auch die kleinsten Kleinigkeiten ein großes Gewicht haben können. 
Es ist einfach zum losbrüllen... Gott sei Dank vor Lachen. 

Heute morgen mußte ich mich einfach selbst aus- oder anlachen und auch bei den Erzählungen darüber finde ich es immer noch urkomisch. 
Nachdem ich ja gestern die große Ankündigung nach den 10Minuten Rudern erhalten habe fühlte ich mich prima. Auch heute früh fühlten sich meine Arme und mein Bauch vollkommen normal an. Keine Schmerzen, kein ziehen. Herrlich. 
Der Trainer im Studio hatte unrecht. Toll. Ich liebe es recht zu haben, wie eigentlich jeder, und so kommt mir diese Erkenntnis natürlich entgegen. 
Ich frühstücke und dann mache ich mich fertig für die Arbeit. 

Und dann passiert es. 

Wie viele Frauen greife auch ich morgens zur Mascara, schraube sie auf und hebe sie vor dem Spiegel auf Augenhöhe. Und da isser. Einfach so. Ich komme nicht weiter. Der Muskelkater hat zugeschlagen. Ich kann meinen Arm kaum auf Augenhöhe anheben und ... was noch viel lustiger ist... ich kann die Wimperntuschbürste kaum still halten. Mein Muskel zittert... und ich schreibe über meinen rechten Arm, der eh etwas stabiler als der Linke ist. Dachte ich zumindest. 

Selbstverständlich halte ich es für eine Sekundenschwäche und versuche es gleich nochmal. Wieder muß ich über mich selbst grinsen und komme nicht weit in der Armführung. Ich muß mich tatsächlich aufstützen um mir die Wimpern zu tuschen. 

Das erste Mal denke ich darüber nach, wie viel einfach das Leben mit dem Färben von Wimpern sein könnte, genau in diesem Moment. Warum noch mal lasse ich das nicht machen? Na ja. Auf die Schnelle ist nun sowieso nichts zu ändern. 
Und der Trainer hatte doch recht. So richtig schön ist das nicht. ;-)

Morgen gehe ich wieder rudern. 10Minuten will ich durchhalten. So ist der Plan. Ich bin guten Mutes. Noch.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Von Werwölfen und Katern

Halloween naht und so vertreibe ich mir die Zeit abseits vom Sport mit dem Schnitzen von Kürbissen. Da es aber natürlich nicht immer Zeit abseits vom Sport gibt kann ich mich nicht die ganze Zeit mit dem Schnitzen beschäftigen. Schade eigentlich. Der Werwolf ist mir ganz gut gelungen und außerdem hat er auch den letzten Muskelkater ganz gut vertrieben.

Ich beschäftige mich ja mittlerweile mit Crosstraining.
Und weil der Muskelkater vom letztem Mal mittlerweile wirklich vergangen ist, führte mich der Weg heute morgen direkt am Schweinehund vorbei ins Fitnessstudio. Ich kann einfach keine Rücksicht auf den Schweinehund mehr nehmen... er hat sich nun lange genug breit gemacht.
Also ging ich mit gepackter Tasche schnurstracks in Richtung Sport.

Der Plan ging auf und ich ruderte -auf Trainerempfehlung- 10Minuten. Das würde mir reichen wurde mir mitgeteilt und ich sollte mich langsam gewöhnen. Klar... der Herr ist ja nicht umsonst Trainer geworden.
Im Anschluß ging ich noch 20Minuten auf's Laufband und wurde von "The Big Bang Theory" unterhalten und dann war's auch schon 8:15h in Deutschland. Zeit zum duschen.

Herrlich. Ich glaube ich gewöhne mich tatsächlich an den Sport am frühen Morgen.

Und auf den Muskelkater morgen bereite ich mich seelisch jetzt schon mal vor. :-)


Sonntag, 23. Oktober 2011

Outfittest

Nach einem wunderbaren Frühstück, dass lecker und in sehr netter Gesellschaft statt fand, weil ein 30.Geburtstag gefeiert wurde war ich am Nachmittag unschlüssig. Der Schweinehund hatte sich mit meiner neuen Laufzeitung auf die Couch gelegt und ich hörte ihn leise rufen.

Ich wußte, dass ich mich ärgere, wenn ich nicht laufen gehe.

Es ist sonnig und immerhin herrlich trocken draußen... es wäre wirklich eine Schande dem Schweinehund auf die Couch zu folgen.
Also ziehe ich mich erst mal an... 10°C sagt das Thermometer und aus diesem Grund wähle ich einen Lauf mit meinem Thoni Mara Shirt. Ich muß immerhin auch mal mein Outfit für den Frankfurt Marathon Probe laufen.

Also noch die Schuhe an. Der Zeugwart stattet mich heute mit dem Suunto Foot Pod aus, damit ich feststellen kann wie schnell oder langsam ich so unterwegs bin.
Der Foot Pod mißt die Entfernung ziemlich genau und so kann ich mich sicherlich auch auf die Geschwindigkeit verlassen. Ich laufe 6:45Minuten /km. Ganz gemütlich. Nach der Treppe, die ich wieder hoch und runter schieße wie nicht ganz gescheit, laufe ich 7Min/Km. Ganz gemütlich. Mich hetzt ja keiner. Die Sonne scheint, ein paar Pferde sind unterwegs und ich mache mal ein bischen flotter. Es fühlt sich aber immer total angenehm an.

Ich glaube das Outfit für nächste Woche ist gefunden.
Es sei denn, es werden wieder 25°C, dann laufe ich kurz. Aber bei 5°C-10°C würde ich den Marathon mit dem Thoni Mara Shirt mitlaufen. Ganz einfach. Paßt nicht nur vom Namen sondern auch vom Wärmegefühl.

Ich bin nach 10km und 1:02Stunden wieder daheim. Der Footpod zeigt zwar 3,89km an, aber da hat wohl zwischendurch einfach die Batterie  aufgegeben. Ich weiß 100% , dass ich für 3,89km keine Stunde brauche. :-) Die 10km dagegen hat der Zeugwart erst kürzlich nachgemessen. Perfekt! Anscheinend werde ich gerade zum Trainingsweltmeister. Wenn alles paßt läuft's ja ganz gut.

Und ich bin wirklich froh, dass ich dem Schweinehund nicht auf die Couch gefolgt bin, sondern das gute Wetter voll ausgenutzt habe.

Samstag, 22. Oktober 2011

Hasen müssen laufen

Wenn man am Tag in der Sonne laufen kann ist man wirklich einer der glücklichsten Menschen auf Erden. Obwohl es ziemlich frisch geworden ist...
um fit für meinen Haseneinsatz beim Frankfurt Marathon zu sein muß ich trainieren. Es kann ja nicht angehen, dass ich nur einen Bruchteil des Marathons laufe und dann schlapp mache. Die Athletin hat schließlich einen fitten Hasen gebucht. Das sollte eine Ehre sein und von daher wird dieses Wochenende nochmals ordentlich trainiert.

Ich prüfe also das Thermometer... zweimal. Denn es zeigt 3°C und wir haben 13h. Also Mittags. Es sollte warm sein, bzw. wärmer. Na ja. Man kann nicht alles haben. Ich schlüpfe also in Unterhemd und Laufjacke und setze eine Kappe auf. Für eine Mütze scheint die Sonne doch zu sehr beschließe ich.

Das gewählte Outfit läßt mich beim Loslaufen frösteln aber egal. Überall steht ja, dass das genau richtig wäre... also keine Beschwerden.

Ich laufe und es fällt mir schwer.

Nach guten 3km bin ich warm, was bedeutet, dass ich die Jacke hätte von mir werfen können und warme Hände hatte. Es war herrlich. Ich kam wirklich gut voran und es lief einfach wie von selbst. Schön. Die Sonne schien, ich war ganz entspannt und genoß einfach nur.

Ich lief eine große Schleife und als ich wieder daheim war war es dann auch höchste Zeit zum Kürbis schnitzen aufzubrechen.
Ich schnitze seit Jahren Kürbisse und seit letztem Jahr bekommt mein Patenkind ihren nicht einfach vor die Tür gestellt... sondern sie schnitzt mit.
Und da will man als Tante ja nicht zu spät kommen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Der Hübsche und ich

Was hatte der Hübsche für einen Spaß. Unglaublich. Ich hätte das ja nie für möglich gehalten... aber er hatte wirklich Spaß.
Ich betrat das Schwimmbad schon mit Muskelkater. Diese Bauchmuskelübungen von gestern haben mir bzw. natürlich meinem Bauch ordentlich zugesetzt. Ich habe ja eigentlich gar keine Bauchmuskeln, von daher gibts da auch keinen Muskelkater, aber in diesem Fall muß ich da wohl doch dem Fremdbild zustimmen. Ich habe also Bauchmuskeln. Herzlich Willkommen Ihr Lieben. Schön, dass Ihr da seid... es wäre nur nett, wenn Ihr den Kater lassen könntet. :-)

Egal. Ich und das Schwimmbad also.

Die anderen Vereinsschwimmer waren schon zahlreich erschienen und so hüpfte ich, zugegeben wenig elegant, ins Becken und schwamm mich ein. Schwups waren 300m rum und ich konnte es kaum fassen. Die Cheftrainerin von letzter Woche legte gleich mal fest, dass ich mit den Großen mitschwimme und schwups war's auch schon passiert.
Der Hübsche und ich auf der Schwimmbahn. Wow. Wir genießen kurz das offensichtliche Lob zum Schwimmstil und dann realisieren wir, dass das Arbeit bedeutet.
Die Bauchmuskeln melden sich und bemerken... ja, sie sind zwar da, aber es wäre auch nett ihnen im Katermodus etwas Ruhe zu gönnen. Tja. Pech gehabt. Ruhe ist für die heute nicht drin. Der Hübsche und ich legen los.

Wir halten gut mit den Großen mit. Nur als "nur Beine" angesagt wird mache ich schlapp. Ich schaffe nur 50m und werde kaltblütig überrundet. Egal. Als die anderen am Ziel sind, sind wir es auch. Der Hübsche und ich.
Eine Übung bringt uns fast an den Beckenboden oder an den Rand der Verzweiflung. Es ist das umgekehrte Abschlagsschwimmen, wo die Hand am Oberschenkel (je nach Armlänge) so lange platziert wird, bis die nächste Hand sie ablöst. Wer sich sowas ausdenkt, der frißt auch kleine Kinder... ich bin schockiert. Das ist wirklich eine böse Übung. Aber nach einer halben Bahn Überlebenskampf kriegen der Hübsche und ich das wirklich ganz gut hin. Es geht ja immer besser... aber in diesem Fall auch wesentlich schlechter. :-)

Als wir bei knappen 2000m angekommen sind bin ich fertig mit Ausschwimmen und versuche galant dem Becken zu entsteigen. Der Hübsche und ich sind sind angestrengt aber hoch zufrieden. Wir dehnen ein bischen und dann geht's ab unter die Dusche.

Ich liebe die Dusche nach dem Schwimmen. Einfach genial!

Der Hübsche ist übrigens mein TYR Badeanzug. ;-) Nicht, dass hier rumspekuliert wird.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Das Fremdbild

Das Eigen- und Fremdbild liegt ja oftmals weit auseinander. Bei mir passiert das wirklich oft. Heute gab es dazu wieder mal ein Beispiel. Ich könnte mich immer noch weglachen.

Das Eigenbild sieht in etwa so aus... ich bin übergewichtig, klein und wenig durchtrainiert. Ich bin vielleicht ein bischen sportlich und trainiere mehr schlecht als recht, was halt so jeder macht. Ich bin nicht besonders ausdauernd.

Das Fremdbild:
Der Trainer, der für die heutige Einweisung im Fitnessstudio bestimmt war, fragt mich was ich so mache an Sport und ich berichte Triathlon und Halbmarathon laufen. Er bekommt große Augen und fragt mich nach den Distanzen im Triathlon. Als ich die berichte ist er schwer beeindruckt und schaut mich an, als hätte ich ihm gerade von meiner Marsexpedition erzählt.

Dann teilt er mit, dass wir dann wohl nicht viel zu tun hätten. Ha, so ist es aber nicht.
Gerade meine Bauchmuskeln verlangen ein wirkliches Training, denn die können nix. Genauso geht's meinen Oberarmen. Die können auch praktisch nix. Liegestütz sind ja ne richtige Qual.
Er kann das gar nicht glauben.

Wir kommen überein, dass er alles einschätzt und ich einfach nur mache. *lach*

Ich mache also wilde Übungen für den Bauch. Es fällt mir schwer, aber es geht. Als es an den Rücken geht schaffe ich die Übungen ganz locker. Ich muß grinsen und der Trainer teilt mit, dass ich hervorragende Rückenmuskeln hätte. Er wäre beeindruckt. Der Herr neben mir, bei der gleichen Übung schafft nicht mal die Hälfte meines Pensums, dabei hätte ich ihm viel viel mehr zugetraut. Ich muß noch ein Gewicht dazunehmen um mich klein zu kriegen greift der Trainer zu allen Mitteln. Aber beim Rücken schafft er es nicht.

Dann stellt er mich noch dem Laufband vor.
Ich laufe 8km/h und bekomme die Steigung 4 eingestellt. Was auch immer das heißen mag. Es ist nicht anstrengend. Herrlich so zu laufen. Vielleicht mache ich das jetzt auch öfter mal? Ich kann frei die Geschwindigkeit wählen und auch Programme ablaufen. 

Das Fremdbild ist geschaffen. Der Trainer ist beeindruckt und mein nächster Termin ist nächste Woche. Da möchte mich das Rudergerät und das Spinningfahrrad kennen lernen. Den Wunsch kann ich ihnen nicht abschlagen.
"Wir müssen bei Dir zu schwereren Übungen greifen." hat er gesagt... na da bin ich mal gespannt.