I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Freitag, 24. Mai 2013

Freunde?

Wir zwei versuchen es jetzt seit Wochen. Eigentlich schon fast seit Monaten, wenn ich richtig darüber nachdenke.  

Kann man mit Dir denn überhaupt befreundet sein?

Du bist meistens eiskalt, gnadenlos und zeigst nie Gefühle. Eigentlich erwarte ich mir mehr von einer Freundschaft. Es ist auch nicht so als hätten wir beide einen großen Nutzen voneinander. Zumindest scheint mir das so. Dir ist es total egal, ob Du in der Ecke stehst oder im Türrahmen hängst. Du verziehst einfach keine Miene, bist steif wie ein Brett und zeigst keine Regung.

Obwohl wir recht fleißig sind, und ich habe das Gefühl, ich noch eine Ecke mehr als Du, bringt mir unser Zusammensein gar nichts. Das ist ein Fakt. Ich kann trotzdem keine Liegestütz, ich kann trotzdem keine Klimmzüge und ich komme beim Schwimmen trotzdem nicht besser voran. Da frage ich mich doch ernsthaft, was bringt uns Beiden überhaupt diese Freundschaft? Warum verbringen wir 4 mal die Woche morgens Zeit miteinander?
An meiner Ausführung der Übungen kann es nicht liegen. Ich habe gefühlt mehrere Stunden auf dem Kanal verbracht um die Technik genau zu studieren. Also von meiner Seite her kann man wirklich nicht von zu wenig Engagement sprechen. Außerdem hat der Zeugwart mir auch schon vor Wochen die Übungen auch noch mal live und in Farbe gezeigt.
Alleine Deine Montage am Türrahmen bringt mich oft genug zum kochen und trotzdem mache ich mit unserer Freundschaft weiter. Dieses hin- und herdrehen ohne sicher zu sein welche Richtung es denn nun sein soll.
Ich bin quasi stets bemüht an diesem Freundschaftsgebilde mit Dir und dessen Erfolg zu arbeiten. Aber ob das jemals etwas wird? Werden wir zwei noch glücklich miteinander?
Vielleicht lassen wir es zukünftig einfach sein?

Wie siehst Du die Sache?

Mittwoch, 22. Mai 2013

Krämpfe bei 9°C

Herrlicher Frühling... leider nicht hier. Hier haben wir 9°C und es ist ordentlich windig. Wenigstens regnet es nicht, das ist ja schon mal was. Ich bin natürlich was Regen angeht mittlerweile total entspannt. Seit dem ich meine Regenjacke imprägniert habe, weilt sie auf dem Haken und wurde nicht mehr gebraucht. Vielleicht hätte ich das einfach früher machen sollen? Könnte ja ein Zeichen gewesen sein. 

Heute laufe ich und mache ein dazwischen Kniebeugen, Liegestütz und Ausfallschritte. Ich laufe dafür immer Runden im Schloßpark. Da bin ich bei dem schrecklich unbequemen Wetter wirklich komplett alleine. Die Vögel, die Bäume und ich. Mittlerweile ist der Park zu einem Urwald geworden. Der Regen der vergangenen paar Tage hat hier Wunder bewirkt. Was so ein bischen Regen ausmacht, unglaublich. 

Nach der ersten Runde habe ich den ersten Krampf in der Fußsohle. Ich trage heute Kompressionssöckchen mit pinken Noppen. Die hatte ich schon oft an und empfand sie immer als total bequem. Allerdings ist diese Phase anscheinend jetzt vorbei. 

Die Fußsohlen krampfen abwechselnd und gemeinsam. Es ist eine Zumutung. Ich komme gerade noch nach Hause und schäle mich nur mit größen Problemen aus den Socken. 

Als die Krämpfe vorbei und meine Füße sich wieder beruhigt haben steht noch ein Athletikquickie an.

Für die Teamchefin, die sich beerenfarbene Hanteln bestellt hat, mache ich eine fitnessvideotaugliche Übung auf dem Handtuch. Immerhin sollen die schweren Hanteln ja auch ordentlich Verwendung finden. Nur schön aussehen kann die Teamchefin schließlich auch ohne Hanteln. 

Dienstag, 21. Mai 2013

Endlich ein Plan

Heute fahre ich das Schwimmbad aus anderer Richtung an. Überhaupt machen wir heute einiges anders als sonst. Der Motivator läuft zum Becken, Frau Motivator ist auch dabei und ich habe einen Plan. 

Heute habe ich einen Schwimmplan mit. Das Desaster von letzter Woche will ich nicht noch mal erleben. Schwimmen mit Langeweile...etwas schlimmeres kann ich mir für den Abend kaum vorstellen. Der Plan behauptet von sich, man könne ihn in 60Minuten abschwimmen. Wir werden ja sehen. 

Gestartet wird mit 200m einschwimmen. Das geht ja noch. Ich kraule und schwimme Brust dabei. Dann schwimme ich 300m und wechsle alle 50m die Schwimmart. Dann schließen sich auf meinem Plan 4x50m Technikübungen an. Ich schwimme also 25m Technikübungen und 25m locker. Danach sollen 2x50m mit 25Kraul Steigerung und 25m locker geschwommen werden. Die 20Sekunden Pause im Anschluß gefallen mir außerordentlich gut. Denn gleich danach stehen wieder 2x50m mit 25m Kraul Max und 25m Kraul locker auf dem Plan. Und wenn's draufsteht wird es eben auch geschwommen. 

Langeweile kommt heute keine auf. Ich lese entweder selbst was denn gemacht werden muß, oder meine engagierte Vorleserin sagt es mir. 

Weiter geht es mit 10x50m Kraul mit 15Sekunden Pause dazwischen. Das ist schön. Gefällt mir gut. Diese kurze Warterei am Beckenrand kann ich prima zum atmen nutzen. Und schneller als gedacht sind ja die gewünschten 500m rum. Jetzt stehen 2x400m auf dem Plan. Dabei soll ich 25m Wasserballkraulen und 75m normal rumkraulen. Wie sieht das denn aus? Nun egal für heute. Ich schwimme nach Trainingsplan und was draufsteht wird geschwommen. Wasserballkraul finde ich sehr anstrengend, aber es geht. Natürlich, steht ja auch auf dem Plan. 
Morgen wird mir davon sicherlich der Rücken weh tun. 

Das Ausschwimmen mit 100m fällt dabei wirklich kaum mehr ins Gewicht. 

Montag, 20. Mai 2013

Laufen als Kugel

Ich habe seit dem Vereinsgrillen gestern mittag nichts mehr gegessen. Ich war gestern einfach viel zu vollgefuttert, als dass abends noch irgendetwas rein gepaßt hätte. Mein Laufvorhaben für den gestrigen Abend ist den in Hessen und Bayern runtergegangenen Unwettern zum Opfer gefallen und so wache ich heute auf und will eigentlich laufen gehen. Aber so eine lange Essenspause spricht bei mir nicht für Laufen am Morgen. Ich komme ja so schon kaum vom Fleck, morgens ist es noch eine Ecke schwerer, wenn ich abends etwas gegessen habe, aber so viele Stunden essensfrei und dann laufen? Das will ich besser nicht probieren. 

Wo aber bekommen der Zeugwart und ich nun am  Feiertag bloß etwas zu essen her? Aber wir müssen selbstverständlich nicht lange rätseln. Heute ist Hochzeitslokalitätenbesichtigung mit der Teamchefin und dem Profiathleten... und dabei gehen wir, weil es dort hervorragend lecker sein soll, gleich mal dort brunchen. Das Wetter ist heute wie im Dezember. Im Gegensatz zu gestern, wo ich in der Sonne beim Helfereinsatz saß und überlegt habe, ob LSF30 wohl ausreichend war, ziehe ich mir heute besser noch eine Strickjacke drüber und schnappe mir die Regenjacke. Wir haben 9°C, es nieselt. Wirklich unangenehm. 

Der Zeugwart, die Teamchefin, der Profiathlet und ich geniessen das umfangreiche Buffett und könnten vom Prinzip her natürlich bereits um 11h mit dem Essen wieder aufhören. Da der Brunch allerdings um 12h nochmals mit der warmen Hauptspeise loslegt um dann um 13h noch ein Desert Buffett preis zu geben, ist um 11h ganz offensichtlich noch lange nicht Schluss. Wir essen einfach weiter. 
Als der Zeugwart uns gegen 14h vom Berg wieder runter rollen, sind wir fix und fertig. Essen ist wirklich ziemlich anstrengend, dabei habe ich gar nicht viel, von der Portionsgröße her, gefuttert. Aber ich kugel mich irgendwie. 

Nach mehreren Stunden Sofapause, in der der Zeugwart auf der Couch schlief und ich Avatar geschaut habe, springt der Zeugwart auf, zieht sich um und will laufen gehen. Also das halte ich für eine interessante Idee, weil ich zwar eine Couchpause gemacht habe, aber trotzdem noch genauso voll gefuttert bin, wie vor 4 Stunden. Mein Körper paßt so höchstwahrscheinlich gar nicht in die Laufhose? Wir werden sehen. 

Fertig umgezogen und für ungemütlich 14°C und bösen Wind gerüstet, laufen der Zeugwart und ich los. Wir können beide nicht schnell, aber das ist bei dem heutigen Pensum an Nahrungsaufnahme auch gar nicht das Ziel. Also machen wir langsam. Und laufen einfach schön einträchtig nebeneinander her. Bei mir geht's auch mit dem Muskelkater vom Superheldentraining vom Donnerstag. Ich merke es nicht mehr. Der Zeugwart hingegen hat noch immer ordentlich mit Muskelschmerzen zu kämpfen. 

Ich bin wieder erst nach ungefähr 4-5km warm gelaufen. Dann läuft es rund und ich könnte ewig weiter. Die Adrenalin laufen sich wirklich ganz gut. Da hat es sich ganz offensichtlich gelohnt zu warten, bis die alte, unzufriedene Frau mit ihrem Gemecker fertig war. 

Zum Abschluß turne ich noch ein bischen auf dem Handtuch rum und merke dabei auch noch, dass Kenneth mich ganz offensichtlich nicht leiden kann. Aber gut, er kann ja auch nichts dafür, dass ich heute so kugelig bin. 

Sonntag, 19. Mai 2013

Ist das die Ironmanstrecke?

4:45h. 
Der Wecker klingelt. 
Der Zeugwart und ich sind heute als Helfer bei unserer Vereinseigenen Mitteldistanz dabei und müssen früh an der Wechselzone sein. Die Ironmananwärter in unserem Team haben nämlich heute einen Testwettkampf auf dem Plan stehen. Allerdings ist der nächste geeignete zu weit entfernt. Reisen möchte man nicht unbedingt.
Also machen wir es selbst.
Deshalb sind wir früh da. Die Athleten müssen ihre Wechselzone ja entsprechend aufbauen und da ist es wichtig, dass die Helfer schon mal da sind. Wir legen fest, wo der Aufsteigebalken ist und wo langgelaufen werden muß. 

Als die Athleten eintreffen, werden die Athletenbändchen ausgegeben und die Laufbeutel eingesammelt. Dann sind die Wechselplätze auch schon fertig aufgebaut, da merkt man einfach, dass diese Athleten da bereits routiniert sind. Alles liegt an seinem Platz, die Abläufe werden kurz durchgegangen, dann ziehen die teilnehmenden Herren ihre Neo's an. Die Damen verzichten. 

Im Riedbad ist so früh bereits viel los. An Sportlichkeit scheint es den Einwohner Bergen-Enkheims wirklich nicht zu mangeln. 
Unsere Athleten erwischen aber drei freie Bahnen und nachdem das Einschwimmen vorbei ist, zählen wir runter und starten die Mitteldistanz pünktlich um 7:10h. 
Bei den Vereinsmädels gesellt sich innerhalb kürzester Zeit ein Opa dazu und in jedem weiblichen Wasserschatten ist auch immer für zwei Armzüge Luft. Länger schaffen es die Herren allerdings nicht mit den Damen mitzuhalten. So hat jede ihren eigenen Schwimmopa auf der Bahn. Auf Grund der Vielzahl an Sportlern ist das in Bergen-Enkheim eben möglich. 
Der Flitzer ist der Schnellste beim Schwimmen und macht sich auch als Erster auf in Richtung Radstrecke. Der Motivator schwimmt 100m zuviel und kommt deshalb praktisch zeitgleich mit den Vereinsmädels aus dem Wasser. Aber dazu schweigen wir vorerst. 

In der Wechselzone ist ganz schön was los. Die Athletinnen haben viel motivierende Gesellschaft und so wird auf ordentliches Strümpfe anziehen, abtrocknen und Handtuch zusammenfalten heute ein besondereres Augenmerk gelegt. Ich habe das Gefühl, dass es bei den Damen zumindest in der Wechselzone nicht auf die Zeit ankommt. Alles ist ganz entspannt. 

Nachdem die Wechselzone verlassen ist, nehmen wir die After-Race- und die Schwimmbeutel und brechen auf in Richtung zweiter Wechselzone. Der Zeugwart und ich fahren einen kurzen Umweg und feuern zwischendurch noch mal an, während Frau Motivator in der Rennzentrale erst noch kurz frühstückt. Als wir dann dort ankommen erfolgt gleich eine Laufstreckenbegehung, dann legen wir fest, wer die Laufverpflegung übernehmen wird. Ich schreibe noch ein paar motivierende Kreidewünsche auf die Strasse und mache mir dabei noch nicht mal die Hose schmutzig. Gelernt ist eben gelernt. 

Wieder zurück an der Wechselzone markieren wir auch hier noch die Strasse, kümmern uns um den Aufbau der Wechselzone und geben Auskunft an neugierige Nachbarn. 

Heute machen wir wirklich Vereinsarbeit vom Feinsten. Wir haben selten so oft Triathlon und unseren Verein erklärt. Praktisch jeder ist interessiert und alle wollen es ganz genau wissen. Dabei wissen viele  über unsere Freizeitbeschäftigung bereits bestens Bescheid. Der Ironman als Sportveranstaltung in dieser Region ist offensichtlich recht werbewirksam? 

Als unser erster Athlet von der Radstrecke zurück ist, macht sich der Zeugwart auf um den Verpflegungsstand beim Laufen aufzubauen. Frau Motivator und ich bleiben zurück, verräumen die Räder, führen die absolut konkurrenzfähige Zeitnahme und kümmern uns um das Fotoprotokoll des heutigen Tages. Und immer wieder beantworten wir Fragen. Eine der Schönsten finde ich ist die, ob das hier die Originalironmanstrecke ist. Herrlich, denn unsere Wechselzone befindet sich ja mitten in einem Wohngebiet. Wir stellen uns also vor, wie über 2.000 Athleten aus aller Herren Länder hier am ersten Juliwochenende ihre Räder abstellen und wir diese bei Motivators in den Keller verräumen. Der ist schließlich schier unerschöpflich. Eine wunderbare Frage. 

Der Motivator ist der Zweite in der Wechselzone. Die Vereinsmädels kommen nach ihm dann gemeinsam rein. Allerdings sind sie zu schnell und verpassen den Abstiegsbalken. Beim Ironman wird ihnen das nicht passieren, da ist der Balken ganz bestimmt nicht zu übersehen. Und die Kampfrichter sind angespitzter. Hier übt der Kampfrichter sich in Nachsicht und verwarnt die Athletinnen lediglich. Der Zeitverlust in der Wechselzone ist sowieso ordentlich. Hetze ist was anderes. 

Als alle Athleten auf der Laufstrecke sind, hat der Zeugwart dort gut zu tun. Außer dem auch schon vorher statt findenden Auskunft geben, muß er jetzt auch Cola und Wasser ausschenken. 

Frau Motivator und ich bereiten in der Zwischenzeit die Finishline Party für die Athleten vor. Dann läuft der Flitzer auch schon ins Ziel, und er bekommt, ganz wie auf Hawai, seine Blumenkette und eine Finishermedaille überreicht. Wie bereits nach dem Schwimmen, folgen ihm der Motivator und die Vereinsmädels. Alle sind braun geworden, während ihrer Mitteldistanz, und auch ich habe etwas Farbe bekommen. 

Der Wettergott hat den Athleten und ihren Helfern einen wunderbar sonnigen Tag gegönnt und nur mit etwas Wind in der Wetterau seine Macht gezeigt. Das richtige Unwetter mit Sturm und Regen bleibt uns, auch während des Zielgrillens erspart und holt uns erst ein, als alle schon zu Hause auf ihren Sofas sitzen. 

Ein sehr gelungener Tag... ich glaube für Athleten wie für die Helfer gleichermaßen anstrengend wie schön. Nur mein Sportprogramm hat eindeutig gelitten. Ich habe also mittlerweile zwei mehr oder weniger ungeplante Ruhetage gemacht. Geplant hatte ich es anders. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. Und heute bin ich also flexibel. Mal sehen, wie es morgen ist. 

Samstag, 18. Mai 2013

Rädchen ansehen

Heute war alleine schon das Aufwachen und Muskelkater prüfen am Morgen interessant. Der Tag begann also vielversprechend. Ich habe ordentlich Muskelkater. Gerade meine Oberschenkel hat es übel erwischt. 
Aber heute haben wir ein bischen Autofahrt vor uns... und deshalb ist es nichts mit rumpiensen. Leider ist das Auto ziemlich tief und so habe ich wirklich größte Mühe überhaupt erst mal reinzukommen. Ich leide schrecklich, aber ich bemühe mich. 

Heute sind wir auf Radsuche. Es ist nicht so, als hätten wir keine. Aber ich habe kürzlich auf besonders ehrliche Art und Weise gelernt, dass ich ein zeitraubendes Hobby habe und das nicht halbherzig betreiben soll. Und der Wortführer hat dabei auch schon irgendwie recht gehabt. Der Zeugwart erzählt mir das ja bereits seit Monaten, aber hören will ich es irgendwie nie. Aber, auch, wenn ich das nur äußerst ungerne zugebe... ich überlege rundrum um ein neues Rädchen. Ich brauch ja sowas alles nicht... aber es stimmt schon, dass ich viel Zeit mit dem Triathlon verbringe. 

Neue Laufschuhe kaufe ich mir ja schließlich auch regelmäßig. Da ist es allerdings mit Verschleiß zu erklären. Ein Rädchen verschleißt ja nicht wirklich.

Ich fahre heute ein S-Rad Probe und stelle fest, dass man auf so einer Triathlonmaschine äußerst bequem sitzt. Die Aeroposition, auf die es ja bekanntermaßen im Triathlon ankommt, funktioniert hier wirklich prima. Ich kann auf dem großen Kettenblatt prima Druck aufbauen und komme voran wie niemals zuvor. Irre.

Die Krönung setzen wir unserem Ausflug in Hilpoltstein. Hier bekommen wir eine umfassende Beratung vom Profi und ich bin baff, auf was es so alles ankommen kann und warum. Zwischendurch, während ich verschiedene Marken und ihre Vor- und Nachteile erklärt bekomme, richtet mir der Magier von Hilpoltstein noch meine Hüfte gerade. Ganz Nebenbei. Immerhin sind wir ja gerade mitten in einem Beratungsgespräch und ich voll konzentriert so viel wie möglich mitzunehmen.

Nachdem ich mich auch noch mal auf ein Rädchen gesetzt habe und diese dann das Prädikat "kann perfekt passend gemacht werden" bekommt, brechen wir in Richtung Solarer Berg auf. Den fahre ich dann nächste Woche, wenn wir mein Rädchen abholen gleich mal hoch. Und dabei träume ich bestimmt von Schnelligkeit, Glanzleistungen und dem Triathlon in Köln... 


Freitag, 17. Mai 2013

Willkommen Adrenalin GTS13

Als Läufer und Triathlet hat man für gewöhnlich mehr als ein paar Laufschuhe in Gebrauch. Das ist keine Regel, die ich aufgestellt habe, es ist eine allgemeine Tatsache. Triathleten und Frauen lieben Schuhe. So einfach ist das.

Ich habe zur Zeit ein paar Laufschuhe in Gebrauch. Gut, eigentlich zwei Paar, denn immerhin habe ich auch ein Trailschuh Paar am Start. Aber die laufen sich auf Asphalt recht klobig, von daher zählen sie eigentlich nicht dazu. Sie sind etwas Besonderes.

Und weil sich mein quietschbuntes Asics Laufschuhpaar auf dem Regal recht alleine fühlt, habe ich beschlossen, dass ich ihnen Gesellschaft besorge. So fahre ich also heute in der Mittagspause zum Laufstudio Raab. Dort habe ich bereits in der Vergangenheit hervorragende Erfahrungen gemacht.

Das Laufstudio ist in ein Orthopädie Fachgeschäft integriert. Das macht die Sache spannend. Das ist keine Regel, das ist ein Erfahrungswert.
Orthopädie Fachgeschäfte sind interessant und sie haben ein spannendes Klientel. Die Mehrzahl der Kunden ist älter und äußerst lebenserfahren, so dass die Angestellten eines Orthopädiefachgeschäftes, außer ihrem grenzenlosen Fachwissen bezüglich aller möglichen Probleme, auch noch Nerven aus Stahl haben müssen. Auch heute stelle ich dieses Phänomen erneut fest.

Ich habe einen Beratungstermin vereinbart, was eine ältere, unzufriedene Frau nicht daran hindert sich trotzdem vorzudrängeln. Herrlich. Ich bin die Ruhe selbst, stöbere ein bischen an der Schuhwand herum und bedauere den freundlichen Mitarbeiter. Er ist wirklich sehr nett, total bemüht und die alte, unzufriedene, lebensunlustige Frau ist unverschähmt. Kein Wunder, dass ältere Leute oftmals schlecht wegkommen... bei solchen Paradebeispielen.

Als die alten, unzufriedene Frau fertig bearbeitet ist beglückwünsche ich den Herren zu seiner schier endlos wirkenden Geduld und wir starten mit den Laufschuhen. Meine Asics sind schon ordentlich beansprucht sagt er und zeigt mir die Sohle. Ach was, das ist mir tatsächlich bisher nie aufgefallen. Ich stecke ja nur von oben meine Füße rein... da drehe ich die Schuhe natürlich nicht um. Warum auch?

Nachdem ich mich in Schuhvariante 1 nicht wohl gefühlt habe, probiere ich Variante 2 und bin schon zufriedener. Den Schuh merke ich kaum. Der ist bequem, bietet für meine Zehen einen nicht enden wollenden Platz zum ausstrecken und auch auf dem Laufband trägt er sich angenehm. Schuhvariante 3 sieht unsportlich aus. Bequem ist diese Variante auch nicht und wenn es das Aussehen dann auch nicht rausreißt, hat der Schuh einfach verloren. Variante 4 paßt gleich wie angegossen. Die Rückmeldung der Füße ist zufrieden, auf dem Laufband machen sich diese Schuhe ebenfalls ganz prima und die Optik ist ebenfalls herausragend. Und schon ist die Sache geritzt.

Variante 4 wird gekauft. Herzlich Willkommen Adrenalin GTS 13. Da kann ja nix schief gehen in der nächsten Zeit.