I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Freitag, 31. Januar 2014

Die Ehrfurcht und das Gemüt

Ja, es ist mir bewußt, dass ein heilendes Knie kein Weltuntergang ist, dass ich Glück hatte bei dem Radunfall und dass ich froh sein kann, dass die Genesung schon so weit fortgeschritten ist. Ich weiß ebenfalls, dass irgendwann sicherlich alles wieder paßt. Ich bin weder unerfahren, noch dämlich. Ich habe einfach Gefühle, weil ich ein Mensch bin.
 
Blogeinträge sind Momentaufnahmen und deshalb durchaus lebensecht, wie es eben gerade in dem Moment so zugeht. Das menschliche Gemüt, und meines im Besonderen, kann nicht immer himmelhochjauchzend sein, es braucht Abwechslung. Mein Gemüt ist vielschichtig und wandelbar. Und manchmal ist es durchaus ok, wenn es nachdenklich ist. Das läßt Raum zum durchatmen und öffnet die Augen. Es ist auch in Ordnung, wenn es mal traurig ist, denn so kann es sich in seiner Wandelbarkeit üben. Immer nur das Gleiche ist manchem Gemüt eben auf Dauer langweilig.
 
Ich brauche deshalb trotzdem nicht die permanente Gemütsabwechslung. Manchmal hab ich's einfach gerne konstant. Aber anscheinend ist mir die Konstanz derzeit nicht vergönnt. Aber das wird die Welt nicht davon abhalten sich einfach weiterzudrehen und mich nicht davon, dass ich morgen früh einfach wieder aufstehe.
 
Beim gestrigen Telefonat mit dem Trainer wurde mir bewußt, dass mein Oberkörper, bis auf die Zähne ja durchaus fit ist. Ich werde mich also ab sofort mehr mit dem beschäftigen was geht, als mit dem, was nicht geht. Das ist ja generell eine gute Idee, auch für andere Lebensbereiche.
 
Ab morgen möchte ich mich also mit dem Zugseil beschäftigen und ein bischen Abwechslung in meinen Alltag bringen. Ich spüre schon, wie das Türreck und die Hanteln vor Ehrfurcht und Angst erschaudern.
 
 

Donnerstag, 30. Januar 2014

Kein Radtransport

Im letzten Jahr, als ich noch große private und sportliche Ziele für 2014 hatte, haben sich der Zeugwart und ich für ein zielentsprechendes Trainingslager angemeldet. Passend dazu wurde der Trainer informiert und versprach den Trainingsplan entsprechend zu stricken, so dass ich das Trainingslager mit den anderen Athleten in der Gruppe überstehen könnte. Der Winter sollte mich mit langen Radausfahrten und längeren Laufeinheiten auf das schöne Wetter und die Belastung während des Aufenthaltes einstimmen und vorbereiten.
 
Der Winter kam bisher irgendwie nicht. 
 
Die letzte Radausfahrt endete jäh und total anders als geplant. Der 16. November letzten Jahres hat meine Pläne irgendwie total durchkreuzt, so dass ich mir monatelang keinen Gedanken mehr über Training machen konnte. Meine bisherige Trainingszeit habe ich mit Eisbeuteln, Pflasterwechseln und Arztbesuchen rumgebracht, aber eine Vorbereitung für mein Trainingslager im direkten Sinne hat nicht statt gefunden. Obwohl der Trainer selbstverständlich jederzeit alle Register hätte ziehen können. Aber wenn der Athlet nicht kann, bringt der beste Trainer nichts.
 
Heute habe ich mich nun also bei der Fluggesellschaft erkundigt, ob ich das als Sportgepäck angemeldete Fahrrad mit der Transportgebühr stornieren kann. Es ist mittlerweile nämlich leider sehr absehbar, dass das Rädchen und ich auf der Insel nicht zusammen unterwegs sein werden. Wenn überhaupt verbringe ich Zeit in meinen Laufschuhen, im Wasser oder im Kraftraum. Und so, wie es derzeit aussieht, werden die Laufschuhe zu Gehschuhen umfunktioniert. Mehr wirds wohl nicht sein. Wahrscheinlich werde ich meine Augen trainieren und die ganze Zeit lesen dürfen.
 
Oh je. Ich bin sehr pessimistisch eingestellt im Moment. Es ist aber auch einfach zu deprimierend, wenn einfach alles anders verläuft, als man es sich erhofft hat oder wünscht. Und man kann einfach wenig dafür oder dagegen tun. In manchen Themen bin ich einfach machtlos und das paßt mir überhaupt nicht. Es ist regelrecht frustrierend. Da hilft der beste Genesungswunsch nichts.
 
Ich muß mich also regelrecht zwingen, dass ich das Positive sehe. Wobei das bei einem Radunfall ja schon der Hohn in sich ist. Trotzdem. Ich bin gimpflich davon gekommen. Natürlich. Ich sehe allerdings das hier und jetzt und wenn ich mir das zu Gemüte führe, könnte ich trotzdem heulen. Gimpflich oder eben nicht. Warum ist der Unfall überhaupt passiert? Wann kann ich hier mal wieder was schönes schreiben? Etwas über Sport, was mich betrifft? Man, ich lasse mich hängen. Aber manchmal ist das eben so. Und ich habe auch nicht das Gefühl, als könnte da etwas gegen helfen. So ein Strudel ist tückisch. Wenigstens erkenne ich den Strudel. Das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen.
 
 
 

Mittwoch, 29. Januar 2014

Bescheidener Winter

Der Zeugwart hat wirklich bemerkenswerte Einheiten auf seinem Trainingsplan stehen. Wahrscheinlich finde ich sie noch schlimmer, weil ich ja derzeit vollkommen untrainiert bin und mir noch nicht mal 10Minuten auf der Rolle zutraue. Allerdings ist es für den Zeugwart auch anstrengend. Aber immer, wenn er heim kommt, sehe ich ihm an, wie sehr er das Training insgeheim doch genossen und seinen inneren Schweinehund im Körbchen gelassen hat. Irgendwie wirkt er dann selig.
 
Nach jeder Einheit, wenn er mir von der Trainingswelt berichtet und ich still und leise traurig darüber bin, dass mir mein Knie schon bei der Treppe zur Eingangstür weh tut, stellen wir fest, dass er schneller wird oder sein Puls bei gleicher Geschwindigkeit tiefer liegt. An mir konnte ich diese Entwicklungen bisher nie feststellen... aber der Zeugwart ist hier, trainingstechnisch gesehen, ein wirklich hervorragendes Sport-Entwicklungs-Forschungsobjekt.

 
Als Forschungsobjekt, allerdings für Waschmittel, hat der Zeugwart nun auch seine Teamjacke auserkoren. Wir waschen unsere Sportwäsche seit Jahren mit Perwoll Sport und sind zufrieden. Nach der letzten Trainingseinheit allerdings, müssen wir feststellen, dass die Reinigungskraft von Perwoll Sport leider auch mal an ihre Grenzen stößt. In diesem bescheidenen Winter, der -zumindest im Rhein-Main-Gebiet- nur mit Regen, Schlamm und Straßendreck glänzt, findet sich eben auch nur genau diese Dreckauswahl auf den Sportklamotten. Das Forschungsobjekt wird leider nicht richtig sauber. Es ist fast so, als hinterläßt Perwoll Sport gewisse Drecktrophäen auf der Jacke, damit jeder sehen kann, dass die Jacke zum Training auch benutzt wird.
 
 


Dienstag, 28. Januar 2014

Einsames warten

Die Herrschaften sind fertig mit dem My Protein Produkttest. Alle Pülverchen sind leer. Und das, obwohl der Motivator mittlerweile einen Plastikshaker zusätzlich zum Cocktailshaker in Gebrauch hat. Der Zeugwart hat sein trainingsreiches Wochenende mit zahlreichen Einheiten, die der Trainer aufgeschrieben, und er ohne Murren umgesetzt hat, beendet und dabei zwischendurch die Speicher mit Recovery XS aufgefüllt. Ab und an gab es zum Frühstück den Whey Drink, so dass die sportlichen Tage zumindest was den Auffüllfaktor besser nicht hätten gestaltet werden können. Alles in allem waren die Herren durchaus mit den beiden Produkten zufrieden. Geschmacklich war's total prima. 

Heute kümmere ich mich, außer um den Cocktailshaker und den familiären Trainingsfleiß auch noch um mein Knie. Immerhin hat der Trainer mit einen Orthopädentermin besorgt und so setze ich natürlich alles dran überpünktlich vor Ort zu sein. Es darf einfach nichts dazwischen kommen und verhindern, dass ich mein Knie heute dem Arzt vorführe. 

Ich bin tatsächlich überpünktlich dort, gebe die lustige Überweisung und den Arztbrief aus dem Krankenhaus ab und fülle einen zweiseitigen Anamnesebogen aus. Der Arzt will es genau wissen. Das ist nicht unsympathisch. Also einer, der es genau nimmt. 

Ich sitze im Wartezimmer und bin einsam. Außer mir ist keiner da. Die Praxis muß wahnsinnig gut organisiert sein, anders kann ich mir das nicht erklären. Als ich reingerufen werde, kommt die nächste Patientin ins Wartezimmer. Wirklich außerordentlich... ich kenne in der letzten Zeit hauptsächlich Wartezimmer, die ziemlich voll sind. Das hier ist besonders. 


Der Arzt hört sich meine Geschichte an, dann schaut er aufs Knie, rückt, drückt und zieht, tastet -auch da, wo es ziemlich weh tut- und kommt zu dem Schluß, dass er unbedingt genauer wissen muß, wie das Knie jetzt, nachdem die Wunde verheilt ist, innen aussieht. Er kann Gewebe fühlen, wo es mir weh tut, was da nicht unbedingt hin gehört, aber er möchte sicher gehen. Das verstehe ich. 

Ich bekomme eine Überweisung zum MRT und einige Visitenkarten und soll schnell wiederkommen. Natürlich nachdem das Knie zu Gast im MRT war. 

14 Telefonate später habe ich einen MRT Termin für den 10. Februar und einen weiteren Orthopädentermin am 14. Februar. Dann kann man sich nämlich sicher sein, dass die MRT Ergebnisse bis dahin beim Orthopäden vorliegen. Unnötig zu erwähnen, dass ich auch bei diesen Telefonaten MRT Termine Ende April angeboten bekam. MRT Termine sind genau so ein Abenteuer wie Orthopädentermine, soviel ist sicher. 

Montag, 27. Januar 2014

Der Weg nach oben

Hans-Jürgen Kaschak, selbst jahrelang im Leistungssport aktiv, hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass ich mental topfit werde. Bei mir wäre es zwar im Moment fast genauso wichtig körperlich fit zu werden, aber das weiß Hans-Jürgen (wir duzen uns nämlich, seit der ersten Minute) natürlich nicht. Seine DVD Sportmental Training entführt mich erst mal in die Berge. Hübsch hat er es da, neben der Almscheune mit dem Bergpanorma im Hintergrund. Die Vögel zwischern im Hintergrund, ansonsten gibt es nichts, was mich von der Alm oder ihm ablenken könnte.
 
Die Kameraführung finde ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich gewöhne mich schnell und bin -was das angeht- sowieso nicht besonders anspruchsvoll. Ich lerne Hans-Jürgen von allen Seiten kennen, außer von hinten... und die Kameraführung gibt wirklich alles: vorne, seitlich, nah und fern, ranzoomen, aufziehen... es ist wirklich alles drin.
 
Wichtige Begriffe werden neben Hans-Jürgen und auf der Hintergrundscheune als Wörter eingeblendet, während er redet. Das heißt, ich bekomme nicht nur etwas erzählt... z.B. bla bla bla Trainer bla bla sondern, während Hans-Jürgen spricht, wird "Trainer" auch gleichzeitig eingeblendet. Manchmal verschwinden die Begriffe meines Erachtens allerdings zu schnell, oder es werden zu viele gleichzeitig oder kurz nacheinander eingeblendet. Das ist dann fast wie ein Untertitel. Grundsätzlich eine gute Idee, aber nicht ganz so perfekt umgesetzt. Während ich lese, kann ich dann nämlich nicht gleichzeitig gut zuhören und komme dann nicht immer gut mit.
 
Hans-Jürgen führt durch viele Einzelthemen, die auch unabhängig voneinander Sinn machen. Allerdings ist es sicherlich -zumindest für den Mentaltrainings-Ersttäter- sinnvoll, die DVD wenigstens einmal von Anfang bis Ende durchzuschauen.
 
 
Ob ich mir tatsächlich einen "Positiv-Ordner" einrichte, der mich bei schwierigen Situationen wieder zurück zur Freude des Lebens führt, weiß ich allerdings nicht. Solche Ratschläge finde ich leicht esotherisch angehaucht und überflüssig. Auf die "Erfolge meines Lebens" kann ich durchaus auch ohne "Positiv-Ordner" zurückblicken. Trotzdem kann das natürlich hilfreich sein, das will ich keinem absprechen. Die DVD ist ja tatsächlich nicht nur rein für mich gemacht, sondern für jeden. Da darf es auch mal etwas sein, was ich nicht umsetzen möchte.
 
Ich muß zugeben, dass ich mit Hans-Jürgen tatsächlich noch mehr Zeit verbringen muß, weil mir seine ganzen Ratschläge und Methoden einfach für einmal schauen zu viel sind. Ich kann mir nicht 107 Minuten Tipps merken. Ich muß ja außerdem auch noch aussortieren, was ich umsetzen kann und will. Was ich gut anwenden kann und was ich weniger praktikabel finde. Triathlon ist kein Fußball, trotzdem glaube ich, dass alles, was Hans-Jürgen anbringt gerade auch für (m)einen nächsten Triathlonwettkampf passend sein kann.
 
Besonders was die Übungen angeht, werden Hans-Jürgen und ich also nochmals in Kontakt kommen. Die DVD trägt die Beschreibung "Dein Begleiter auf dem Weg nach oben" und ich bin gespannt, ob mir die ein oder andere Übung dabei tatsächlich helfen kann.
 
Mentale Stärke ist ja ein oft genannter Erfolgsfaktor im Triathlon, wenn sich die Athleten über die Langdistanz quälen. Manchmal ist es dann einfach nicht mehr der Trainingszustand, sondern eben nur noch der Wille. Wer will den Erfolg mehr? Der Weg nach oben ist also auch ein Willensweg. Ich bleibe dran, am körperlichen fit werden und am Mentaltraining. Und irgendwann paßt dann sicherlich beides.
 


Freitag, 24. Januar 2014

Schmierzettel

Wegen 30Minuten schwimmen ins Schwimmbad zu fahren lohnt sich nicht wirklich. Da der Zeugwart aber locker eine Stunde schwimmt, sind das dann zusammen schon 1,5 Stunden und schon lohnt sich der Weg ins Riedbad heute Abend wieder. Wir sind etwas zu spät, so dass die Vereinsmeute schon am umziehen ist als wir kommen. In der Damenumkleide komme ich bei den Gesprächen deshalb heute nicht so ganz mit. Manchmal ist es schwer reinzufinden, wenn man nicht von Anfang an dabei ist. Sehr lustig. 

Ich habe heute bevor wir gefahren sind noch schnell einen Technikplan auf einen Schmierzettel geschrieben... auf der Arbeit hatte ich nämlich keine Zeit mir dazu etwas zu überlegen. Ich nutze die Techniktrainingtipps von swim.de und zaubere irgendetwas auf das Papier. Wahrscheinlich weigert sich der Zeugwart sowieso, der Fremdvereinsfan gibt sich Mühe und ich schaffe nur die Hälfte maximal. Aber ich schwimme ja auch nur 30min. Maximal. 

Heute tut mir mein Knie schon nach 20Minuten weh. Es ist ordentlich angeschwollen. Gut dass am Dienstag der Arzttermin ist. 

Weiterhin viel Spaß beim "Sport".

 
 
Weil ich davon ausgehe, dass ich irgendwann, wenn es denn meinem Knie wieder genehm ist, auch mal wieder auf dem Fahrrad sitzen und treten kann, habe ich meinen kaputten Gore Rad-Winterhandschuh im Dezember zur Reparatur eingeschickt. Er ist bei meinem Radsturz durchgescheuert und hat ein Loch davon getragen, da wo mein Handrücken ebenfalls eine tiefe Wunde hatte. Da der Handschuh ansonsten top ist und ich noch niemals vorher so hervorragend warme Hände hatte, wie mit diesem Paar, habe ich bei Gore in Erfahrung gebracht, dass man die Sachen reparieren lassen kann. Den Tipp dafür bekam ich bei Hibike als der Zeugwart dort zum stöbern war.
 
Der Service der Reparaturwerkstatt war wirklich vorbildlich und so sendete ich den kaputten Handschuh im Dezember ein und bekam ihn, wegen Urlaubspause, über die ich aber wirklich nett informiert wurde, diese Woche wieder zugeschickt. Dabei war ein herrliches Anschreiben, dass ich unmöglich einfach so weglegen konnte. Man wünscht mir zukünftig weiterhin viel Spaß beim "Sport". Wie darf ich das verstehen? Dieser Wunsch hat mir auf jeden Fall ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
 
Die Handschuhreparatur ist prima geworden. Klar sieht man, dass da etwas repariert wurde, aber so kann ich den Handschuh auf jeden Fall noch beim "Sport" tragen. Wenn ich den irgendwann mal wieder machen kann.
 
Wegen des Orthopädentermins hat mein Trainer übrigens das Wunder überhaupt geschafft. Er hat mir einen Termin besorgt. Am Dienstag. Und zwar nicht an einem Dienstag im April oder Juli. Am kommenden Dienstag. Mein Knie und ich dürfen schon am 28. Januar zum Orthopäden! Der Trainer ist einfach toll. Ich muß mir ein Dankeschön für ihn einfallen lassen... denn das ist wirklich kaum wieder gut zu machen. Er will sein kleinstes Licht also bald wieder unter den aktiven Lichtern sehen und unterstütz wo er nur kann. Ich bin so froh, so einen Trainer zu haben. Manchmal hat man einfach Glück... und dieses Mal war ich dran.
 

Mittwoch, 22. Januar 2014

Die Fleißigen

Der Flitzer trainiert so fleißig, dass ich seine Testrückläufer aus den MyProtein Produkten wirklich nur bedingt aufschreiben kann. Es macht mich schlichtweg fertig, was da an Training abgespult wird und vor allem, wie er dabei und danach noch so drauf ist. Ich glaube der Flitzer hat dieses Jahr wirklich Großes vor... zumindest sieht sein Training wirklich danach aus. Er schwimmt laut Trainingsplan 3,5km vor der Arbeit und danach gibts dann Impact Diet Whey zur schnellen Regeneration. Das schmeckt den Herren ausnahmslos ganz hervorragend. Der Flitzer hat danach dann erst zum Mittagessen wieder Hunger und verspeist, wie sich das für einen richtigen Eisenmann gehört Burger und Pommes. Das muß ganz offensichtlich auch mal sein, bei einem solchen Trainingsplan.
 
Der Motivator berichtet nach den L-Carnitin Pferdetabletten von einem vulkanartigen Anstieg seiner Körperkerntemperatur. Zumindest fühlt er sich so... ich habe selbstverständlich keinen Fühltest gemacht, bin ja keine Krankenschwester. Da verlasse ich mich ganz auf sein Körpergefühl. L-Carnitin soll ja bei der Fettverbrennung helfen, zumindest gibt es dazu entsprechende Angaben. Das könnte also im wahrsten Sinne des Wortes dafür sprechen, dass dem Motivator nach der Einnahme heiß wird. Wir werden das beobachten. Natürlich auch, ob Fett verbrannt wird. Es geht hier also um eine Gesamtbetrachtung.
 
Der Zeugwart zieht sein Training ebenfalls knallhart durch und läuft und fährt Rad ganz wie es der Trainer wünscht. Sie sind alle sehr fleißig. Im Training und im testen. Das gefällt mir gut.

Dienstag, 21. Januar 2014

Das musste einfach sein

Bislang hat sich noch kein Orthopäde im Rhein-Main Gebiet mit einer Verfügbarkeit gezeigt und ich muß zugeben, irgendwann wird selbst jemand mit einem großen Engagement der ständigen Gleichgültigkeit und den Absagen müde. Mittlerweile arbeitet nicht nur meine Krankenkasse sondern auch der überweisende Arzt mit Hochdruck an der Problemlösung und ich bin gespannt, was der Druck bewirkt. Dem Knie geht es wie in den letzten Wochen. Es findet bewegen nicht so prima und wird deshalb ab und an ziemlich dick und die blauen Flecke schmerzen und halten mich oft wach. Ich kann aber weiterhin jede Bewegung (außer hinknien) machen und habe dabei keine Schmerzen. Strecken, Beugen, Treppe hoch, Treppe runter... alles geht.
 
Ich habe schlechte Laune. Diese Arztodysee zieht mich runter. Ich fühle mich nicht Ernst genommen und unwichtig. Ganz offensichtlich ist es vielen Ärzten und Arzthelferinnen egal, ob ich schlecht schlafe oder nicht und ob ich laufen gehen kann. Sie haben andere Sorgen. Das ist mir auch klar. Ich bin nicht der Nabel der Welt. Trotzdem finde ich wirklich, dass mein Knie eine gewisse Fürsorge verdient hat. Und meine Seele auch.
 
Vor Monaten schon habe ich die Eintrittskarte irgendwie organisiert und bin heute heilfroh, dass die Herren genau jetzt in Frankfurt vorbei kommen um mich aufzuheitern. Ich bin sehr glücklich, dass mich der Unfall nicht so hemmt, dass ich nicht hingehen kann.
 
Ich habe heute einen wahnsinnig tollen Abend mit Scooter und hoffe, dass ich bald wieder so toll rumhüpfen kann, wie HP.
 

Der hat eine Kondition, die sich gewaschen hat. Unfassbar, was der rumspringt. Herrlich. Das Konzert hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen... und wenn mir mein Knie irgendwann mal Bewegung nicht mehr übel nimmt, dann hole ich das ganze Rumgespringe auch ausgiebig nach.
 
Das musste einfach sein und hat meine Laune massiv angehoben. Danke, Scooter... ich war heute Abend wieder mal jung und ohne Sorgen. Das habt Ihr gut gemacht.

Schmieren für die Seele

Manchmal geschehen eben einfach Zeichen und Wunder und es gibt Überraschungen, die ich irgendwie schon vergessen hatte und die dann genau zur richtigen Zeit eintreffen. Meine gute Laune hält sich dank Knieodysee, Zahnbaustelle und allgemeiner Arbeitsbelastung derzeit ja bekanntlich massiv in Grenzen und so bin ich wirklich außerordentlich hoch erfreut, dass Eucerin es geschafft hat, mir mein Testpaket, was zugegebenermaßen angekündigt -aber von mir irgendwie in eine Vergessenschublade gesteckt wurde- genau passend als Stimmungsaufheller zuzusenden.
 
Angekündigt war das Testpaket mit der Eucerin Aquaphor Repair-Salbe natürlich, trotzdem hatte ich es einfach verdrängt. Gestern ist es dann eingetroffen und wurde vom Zeugwart unübersehbar auf dem Esstisch platziert. So ein Testpaket auszupacken ist immer schön. Meistens gibt es neben dem eigentlich Testprodukt nämlich auch noch genaue Erläuterungen, die man sich sonst umständlich zusammensuchen muß, wenn man interessiert ist, oder die man sonst einfach nicht erhält. Dann weiß man gar nicht, wie gut ein Produkt eigentlich ist, oder für was man es sonst noch so anwenden kann, man nutzt es einfach für die bekannte Sache und fertig. Der Mehrwert des Produktes wird -zumindest bei mir - dann manchmal einfach nicht erkannt und damit dann natürlich auch nicht genutzt. Im Eucerin Testpaket ist zusätzlich zur Testsalbe auch noch ein Handtuch als Geschenk. Es ist bestickt und gefällt mir gut. Handtücher kann man als Sportler, und das will ich ja bald wieder sein, wenn alle Körperteile wieder ihrer ursprünglich angedachten Funktionalität nachgehen können. Warum man allerdings ein weißes Handtuch beilegt erschließt sich mir nicht. Klar, einem geschenkten Gaul und überhaupt... muß es ja zur Corporate Identity passen. Ich glaube allerdings, dass ein rotes oder dunkelblaues Handtuch den meisten Läufern und Triathleten weitaus lieber gewesen wäre. Bei mir liegt ein Handtuch meist auf einer Matte, wenn ich Turnübungen mache, oder es fristet sein Dasein in einer Sporttasche, oder liegt unter der Rolle. Und weiß finde ich da immer eine blöde Farbe.
 
Die "neue" Aquaphor Repair-Salbe von Eucerin mache ich gleich auf. Ich habe immer trockene Stellen an den Händen und Beinen und gerade die gerade mühsam verheilten Schürfwunden freuen sich bei diesem Wetter immer über eine extra Portion Creme. Eucerin Aquaphor Repair-Salbe ist in den USA schon lange bekannt und bewährt und nun eben auch in Deutschland am Start, daher steht das "Neu" in Anführungszeichen. In meinem Anwendungsbereich, außer, dass ich zu trockener Haut neige, die sich immer über ein bischen Pflege freut, die länger vorhält, wird Aquaphor vor allem beim Schwimmen, Laufen und Rad fahren zur Anwedung kommen. Die Salbe hilft bei der Heilung, soll allerdings auch vorbeugend gut gegen das Wund scheuern sein. Das passiert ja immer mal wieder, egal wie gut was sitzt oder nicht. Gerade beim Rolle fahren bin ich gerne präpariert... wenn ich denn fahren kann.
 
Mein erster Eindruck der Salbe ist positiv. Sie läßt sich, trotz relativ starrer Konsistenz, super gut verreiben, zieht sauber und flott ein und hinterläßt keine schmierigen Rückstände auf der Haut. Das heißt, hätte ich nicht die Hände, sondern die Beine oder den Hintern eingecremt, dann könnte ich mich innerhalb kürzester Zeit anziehen ohne eine Sauerei an den Klamotten zu haben. Das finde ich gut. Langfristig werde ich nun also regelmäßig schmieren und auch den Zeugwart und den Motivator bitten, ihre Belastungstests mit der Salbe vorzunehmen und mir zu berichten.

Montag, 20. Januar 2014

Patienten wie ich

Heute früh muß ich unter der Treppe etwas hochholen und kann nicht. Nur mit Mühe verbiege ich mich so, dass ich ohne zu knien, denn das ist schmerzhaft, dran komme. Ich bin wütend darüber. Das ist kein toller Tagesbeginn.
 
Und dann das.
Es ist wirklich unglaublich, was ein einzelner Arztbesuch an Depressionen hervorrufen kann. Ich bin heute wirklich entmotiviert worden. Mit einem Schlag. Mein Knie braucht Zeit. Das sagt jeder und es ist mir auch klar. Es war eine schwere Verletzung und die ist halt nicht weggehext...
 
Der Arzt möchte trotzdem, dass ein Orthopäde sich mein Knie anschaut. Der blaue Fleck hält sich einfach zu lange. Nicht, dass doch noch etwas verletzt ist, was man bisher unberücksichtigt gelassen hat. Vielleicht hilft auch Physiotherapie? Man weiß es nicht.
 
Ich bekomme eine Überweisung zum Orthopäden und eine Empfehlung, wo ich hingehen soll. Ein Traumaspezialist soll es sein, der viel Erfahrung mit Sportunfällen hat. Auf der Überweisung steht Leistungsportlerin drauf. Ich wäre viel besser trainiert als der Ottonormalpatient und deshalb muß der Kollege entsprechend informiert werden. Ach was. Das ist das Einzige was mir heute ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.
 
Der Anruf in der Praxis bringt Ernüchterung auf der ganzen Linie. Erst darf ich entweder die 2 für Privatpatient oder die 1 für Kassenpatient drücken. In der Leitung für Privatpatienten geht sofort jemand dran, der mich dann rüde auflegt und vorher mitteilt, dass ich mich verdrückt habe. In der Leitung für Kassenpatienten antwortet ein Automat, dass alle Mitarbeiter am Patienten seien und ich deshalb später nochmals anrufen soll. Als ich irgendwann später, nach endlosen Warteschleifen und vielen Versuchen einen Menschen an der Kassenpatientenstrippe habe und mein Anliegen schildere, bekomme ich als nächstmöglichen Termin Ende April genannt. Allerdings werden derzeit noch keine Termine für Ende April vergeben, weshalb ich mich einfach irgendwann in der nächsten Woche noch mal melden soll, dann wäre der Terminkalender für diesen Zeitraum im April sicherlich geöffnet. Ahja. Ende April also.
 
Auch auf meine Nachfrage, wie man sich das denn nun zwischenzeitlich vorstellt, weil ich ja akut Schmerzen habe und den Arztbesuch jetzt brauche, bekomme ich nur die Antwort, dass es früher nicht geht und man mir noch einen angenehmen Tag wünscht. Der Hohn schlechthin. Das ist einfach unfassbar. Ich führe viele Telefonate dieser Art am heutigen Vormittag. Und meine Laune wird immer mieser.
 
Meine Krankenkasse hat extra einen Servicebereich, der nur dafür eingerichtet ist, um Patienten wie mir dabei zu helfen einen zeitnahen Termin bei dem Facharzt zu bekommen, für den sie eine Überweisung vorliegen haben. Einen extra Service! Was ein Kostenfaktor. Ich kann das kaum glauben. Aber ganz offensichtlich ist diese Einrichtung mehr als notwendig. Das hätte ich niemals gedacht. Ist ja nicht so, als wohne ich auf dem Land und im Umkreis von 200km gibt es keine Ärzte, ich wohne im Rhein-Main-Gebiet!
 
Ich warte nun also ab, was meine Krankenkasse für mich erreichen kann. Solange habe ich einfach weiter Schmerzen und bin unbeweglich und deprimiert. Hoffentlich kommt nicht noch die Behandlung mit Stimmungsaufhellern hinzu...

Samstag, 18. Januar 2014

Sein Engel und die Waffen


Der Flitzer frühstückt heute normal und macht sich dann buchstäblich auf die Socken. Er verfolgt derzeit einen recht straffen Trainingsplan, denn auch in diesem Jahr wird er uns mit seiner Teilnahme beim Ironman Frankfurt beglücken. Und dafür wird eben trainiert. Heute zweimal täglich. Und dazwischen gibt es Recovery XS, das kann bei solchen Tagen gleich mal richtig zeigen was es zu leisten in der Lage ist. 

Ich kann heute auch zeigen, was ich zu leisten in der Lage bin... beim Hauszahnarzt, dem Zahnforum Bürgel. Der Erklärbär und ich habe heute wieder einen Termin und glücklicherweise ist sein Engel auch wieder mit dabei. Die beiden sind offensichtlich ein eingespieltes Team und ich erfahre, dass die Zahnschmerzen sich nach diesem Termin, ganz im Gegensatz zu dem Termin im Dezember  in Grenzen halten werden. Das ist auf jeden Fall erfreulich. Heute braucht der Erklärbär ein ganzes Arsenal an Waffen um dem Kriegsschauplatz in meinem Mund Herr zu werden. Ich kann gar nicht glauben, dass tatsächlich alles wirklich notwendig ist und mache die ersten Touristenfotos. Noch niemals vorher wäre ich überhaupt auf den Gedanken gekommen, dass Fotos in einer Zahnarztpraxis tatsächlich interessant sein könnten, aber heute ist es eben soweit.
Sein Engel hat Verständnis.







Der Erklärbär, sein Engel und ich verbringen heute wirklich jede Menge Zeit zusammen. Ich werde mit Waldfruchtabdruckmasse bei Laune gehalten und erfahre weiterhin immer ausführlich, was gerade gemacht wird, warum es laut ist, pocht oder in meinem Kopf lärmt. Das hilft. Es ist zwar trotzdem unangenehm, weil es sicherlich immer etwas angenehmeres gibt, als beim Zahnarzt den Mund offen zu halten, aber alles im erträglichen Rahmen. 



Und als der Erklärbär und sein Engel irgendwann fertig sind bekomme ich noch ein paar Empfehlungen, wie es die nächsten zwei Wochen am Besten weitergeht und was die Zähne nun können und was nicht. Und schon bin ich draußen in der Sonne. 


Das Knie habe ich, obwohl es auf dem Zahnarztstuhl ja hoch gelagert ist, die ganze Zeit gemerkt. Ich hoffe sehr, demnächst geht es mit dem Knie auch so einen guten Schritt voran, wie es das nun mit den Zähnen tut. 



Freitag, 17. Januar 2014

Geflügel liegt mir

Das Ende meiner Kernarbeitszeit kommt meistens plötzlicher als erwartet, so dass ich auch heute wieder vollkommen überrascht bin, dass das Wochenende bereits starten möchte. Gut, dass ich meine Schwimmtasche immer bereits packe, wenn der Kram getrocknet ist, so komme ich nicht in die Verlegenheit im Heimkehrstress auch noch an meinen Badeanzug denken zu müssen. Da würde garantiert immer irgendetwas schief gehen... das ist ja wohl vorprogrammiert.

Wir sind heute keine Sekunde zu früh am Schwimmbad und die Vereinsmeute  steht schon in den Startlöchern um das Becken zu stürmen. Heute sind wir viele, die schwimmen möchten. Wobei sich die Lust, wie jede Woche, wortreich in Grenzen hält. Aber manchmal leidet man einfach gerne öffentlich damit der innere Schweinehund sich noch mehr in seine Schranken gewiesen fühlt, als es sowieso schon der Fall ist. Zumindest habe ich in der Beobachtung des Lustlosgikeitsphänomens festgestellt, dass immer wenn diese am meisten betont wird, dann wird am ausgiebigsten trainiert. In unserem Verein hat der Schweinehund einfach keine Chance.

Ich habe Sportlust heute. Ob es jetzt schwimmen sein muß, das weiß ich nicht. Sicherlich wäre ich auch mit laufen oder Rolle fahren zufrieden gewesen. Irgendetwas eben. Etwas sportliches, etwas mit bewegen und etwas, bei dem mein Knie wieder mein Knie ist und nicht irgendetwas angeschwollenes, das sich an meinem Bein festgesetzt hat. Schwimmen dürfte diesem Wunsch aber wohl am ehesten nahe kommen. Hier ist die Kühlung des Knies ja mit der Wässerung im Paket zu kriegen.

Ich schwimme 25Minuten und verlasse dann das Becken mit einem kalten, aber unglücklichen Knie. Mein Geist ist auch unglücklich, aber das erwähne ich nicht. Ist ja sowieso egal. Außerdem schwimmen die anderen fleißig und haben keine Lust. Da ist man als Möchtegernschwimmer nicht so angebracht. Es ist ja außerdem so, dass ich auch Tage mit massiver Trainingsunlust habe... und dann brauche ich auch keinen, der mir erzählt, wie toll es doch wäre, wenn er sportlich sein könnte. Ist ja immer die gleiche Leier.

Während der Schwimmzeit mache ich übrigens ausgiebige Technikübungen. Ich habe mir im Internet Inspiration gesucht und gefunden. Deshalb gibt es heute, nach dem Einschwimmen, 400m reine Technik:

Abschlagschwimmen
Po-Achsel-Kopf
Scheibenwischer
Ente
Wasserkrabbeln
Hühnchen und
Faustschwimmen

Eigentlich schwimmen wir auf der 50m Bahn 25m Technik, 25m locker und zurück das Gleiche. Das heißt, nach dem fertigen Technikblock haben wir 800m auf dem Konto. Beim Hühnchenschwimmen gehe ich fast unter, als Ente wäre ich dagegen so richtig gut. Geflügel liegt mir also, bedingt. Das ist doch schön. Wegen mir hätte auf dem Plan ruhig auch noch Badewanne stehen können... aber zum baden hätte ich sowieso keine Zeit mehr gehabt. Paßt also.


Morgen geht’s zum Zahnarzt. Da bin ich ja mal gespannt.

Standesgemäß aus dem Pokal

Nachdem mir Frau Motivator glaubhaft versicherte, dass der Cocktailshaker im Hause Motivator tatsächlich ausnahmslos nur für die Sportgetränke des Herrn Motivators zur Verwendung kommt, bin ich umso begeisterter, dass mich der Motivator auch heute wieder mit einem entsprechenden Frühstücksfoto versorgt. Und weil ich nicht dumm sterben soll, wurde ich auch gleich darüber aufgeklärt, dass das von mir so lieblos lediglich als Geripptes bezeichnete Trinkgefäß das morgendliche Trinkfrühstück standesgemäß serviert, weil es der Pokal des Frankfurt City Triathlons ist. Der Motivator war hier wohl bei einem seiner Starts extrem erfolgreich und ehe das Glas im Schrank rumsteht nutzt er es also lieber für die sportlich-angebrachte Vorbereitung seiner Tage.
 
Eine gute Verwendung für den Pokal.
 
 
Das Feedback zum  Impact Diet Whey Frühstück ist von allen Seiten bisher positiv. Die Herren mögen Flüssiges zum Frühstück alle sehr gern. Mit Milch berichtet der Motivator gibt's im Shaker Klümpchen, mit Wasser gibt es keine. Die Klümpchenbildung könnte natürlich auch am Schüttelrhythmus des Motivators liegen, da ich allerdings morgens nicht dabei bin, weil ich der Zubereitung in meiner eigenen Küche zuschaue, kann ich dazu nichts sagen. Die subjektive Aussage des Motivators ist natürlich, dass beides gleichgut geschüttelt wurde. Logisch. Mit Milch liegt's ihm etwas schwerer im Sportlermagen... mit Wasser ist das Trinkfrühstück leichter bekömmlich.
 
Dazu muß ich natürlich unbedingt der Vollständigkeit halber erwähnen, dass der Motivator nach dem Frühstück und vor der Arbeit noch flott 30km radelt. Da würde mir allerdings alles schwer im Magen liegen. Das sind eben die kleinen, aber feinen, Sportlerunterschiede.
 
In unserer Küche werden die Pülverchen nicht geschüttelt sondern im Mixer aufgeschäumt. Damit wird jeglicher Klümpchenbildung vorgegriffen. Allerdings macht der Zeugwart derzeit auch keinen Frühsport, so dass er das Getränk mit Milch ebenfalls äußerst verträglich und magenfreundlich findet.
 
Warum der dritte Teilnehmer dieses Pulvertests sich bisher in komplettes Schweigen hüllt, muß ich übrigens noch herausfinden.
 
Heute Abend geht's zum schwimmen. Ich bin gespannt, wie mein Knie die 30Minuten Bewegung findet.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Kühlungsfortschritt

Beim Zahnarzt war es nicht schlimm gestern. Ich muß am Samstag wieder hin. Ich glaube das wird schlimm. Der Termin soll 2 Stunden dauern. Ab Samstag habe ich zwei Wochen Überbrückungs-Zahn-Zeit und Anfang Februar wird es in meinem Kiefer dann final. Gar nicht so lange nach dem Unfall eigentlich. Und trotzdem kommt es mir recht lange vor. Das Raum-Zeit-Gefüge liegt eben auch immer im Auge des Betrachters.

Der Zeugwart war gestern sportlich. Wenigstens einer aus dem Haushalt. Das ist ja schon mal was. Er war laufen und hat sich danach am Recovery XS Drink gelabt. Der hat ihm super lecker geschmeckt. Ich habe probiert, obwohl es derzeit wirklich gar nichts gibt, wovon ich mich erholen müßte. Sehr schmackhaft... eigentlich genau wie Kakao.

Nach seiner Laufeinheit war der Zeugwart trotzdem müde und geschafft. Ich glaube, der Recovery Trunk wirkt im Verborgenen? Eine geheime Zutat zum Training also. Wer weiß? Ich werde seine Fitness auf jeden Fall genau beobachten. Und meine auch.

Immerhin bin ich mittlerweile wirklich blitzschnell am Eisschrank, kann auch super mit Kühlpacks jonglieren und habe mein Knie schneller runtergekühlt als früher. Ob das allerdings als Trainingsfortschritt gilt weiß ich nicht. Wahrscheinlich habe ich die Kerntemperatur des Knies mittlerweile nur runtergesetzt? Nein, so schlimm ist es tatsächlich nicht. Ich kühle ja nicht dauerhaft... es passiert alles genau nach Vorschrift und ärztlichem Rat.

Die Narbe am Knie ist übrigens sehr unschön. Da kann ich froh sein, dass ich den Zeugwart schon gefunden habe und keinen lebenslangen Begleiter mehr suchen muß. Wobei dabei ja hauptsächlich die inneren Werte zählen und nicht, ob ein Knie hübsch ist oder nicht. Trotzdem. Die Narbe ist wulstig und rot. Ich werde da mal schauen, was sich machen läßt auf lange Sicht.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Frühstück mit Stil

Der Motivator ist ein Frühstücksmensch. Das weiß ich und deshalb habe ich ihm mit einer ordentlichen Portion Frühstückspulver Impact Diet Whey von My Protein versorgt, die er testen soll. Der Motivator braucht außerdem ordentlich Energie um über den Tag zu kommen, denn bei ihm findet die erste Sporteinheit schon vor dem Arbeitsbeginn in der großen Stadt statt. Da wäre ich ja schon das erste Mal müde, aber der Motivator eben nicht. Und heute schon gleich dreimal nicht, hoffe ich zumindest. Sonst wäre der Impact Diet Whey Test ja ein Griff daneben und das wäre blöd.
 
Herrlich finde ich auf jeden Fall, wie der Motivator sein Frühstück zubereitet. Er hat Stil und nutzt einen Cocktailshaker. Ich bin mir nicht sicher, wofür der sonst im Hause Motivator Verwendung findet und werde das auf jeden Fall noch mal fragen. Aber Frühstück soll ja auch Spaß machen... und ich bin mir sicher, wenn's schon mit einem Cocktailshaker losgeht, kann der Tag nur gigantisch werden.
 
 
Dass der Motivator den gemixten Impact Diet Whey Drink dann auch noch aus einem stilechten Gerippten trinkt, setzt dem Test heute früh dann einfach noch die Krone auf. Ich freue mich sehr, dass ich mit dem Motivator offensichtlich eine gute Testperson ausgewählt habe.  

 
Dass ihm der Shake zu allem Überfluß auch noch gut schmeckt, ist natürlich wunderbar. Auf der anderen Seite ist es so, dass Zeugwart und Motivator was diese Sportdrinks angeht, oftmals einen ähnlichen Geschmack haben und ich mich deshalb nicht wundere, dass der Cookie-Geschmack, der dem Zeugwart super schmeckt, auch beim Motivator Anklang findet. Jetzt warten wir also nur ab, wann der Motivator nach seinem Frühstück wieder Hunger bekommt, das heißt also, wie nahrhaft der Shake tatsächlich ist. Beim Zeugwart hält er stundenlang vor, der frühstückte nämlich um 6h und hatte erst um 12:30h wieder Essenshunger.
 
Außerdem testet der Motivator L Carnitine Tabletten. Die sollen bei der Fettverbrennung helfen. Verstehe ich zwar nicht, warum Athleten das nehmen würden, denn die haben ja kein Fett sondern bestehen nur aus Muskeln, Knochen und Warmhaltemasse... aber egal. Die Tabletten sind im Testpaket mit drin und der Motivator legt diesbezüglich also ebenfalls los. Und obwohl er groß ist, stellt er fest, dass die Tabletten ordentlich Oschi's sind und er sie lieber kleiner zum schlucken hätte. Scheinen also Pferdetabletten zu sein. Ich werde mir die nochmals betrachten und vermessen. Und natürlich prüfen, warum die so riesig sind.


Mir wären Etappen lieber

In der neusten Triathlon Training schreibt die Chefredakteurin darüber, dass es ihr leicht fällt, sich damit abzufinden, wenn sie eine Trainingspause macht. Sie schreibt sogar, dass es ihr dann wieder komisch vorkommt , wenn sie wieder regelmäßiges Training einlegt. Sie findet schnell andere Dinge um die sich sich kümmern kann. Ich glaube, das schreibt sie nur, weil es ihr in ihrer Erinnerung so vorkommt. In Wirklichkeit ist eine Trainingspause für einen Triathleten sicherlich denkbar ätzend. Ich vermisse das Training. Ich langweile mich nicht, weil ich natürlich andere Beschäftigungen finde, aber es ist nicht das Gleiche. Ich bin traurig, dass ich einfach nicht trainieren kann.

Heute steht wieder ein Zahnarzttermin an. Ich bin aufgeregt und wahrscheinlich habe ich auch Angst? Jetzt geht es eben gerade wieder mit dem Essen, ich habe mich an das Gefühl der Übergangszähne gewöhnt und ich habe keine Schmerzen im Kiefer... und jetzt könnte alles von vorne losgehen. Ich weiß nicht was mich erwartet, weil ich noch niemals länger als 2Minuten auf einem Zahnarztstuhl gesessen habe vor dem 16. November 2013. Neues ist einfach immer aufregend. Ich gehe also heute zum ersten Mal mit einem rosafarbenen Zettel zum Arzt. Die Krankenkasse hat die Behandlung genehmigt. Unfassbar eigentlich, dass ich mir für die notwendige Behandlung eine Genehmigung holen muß... aber das ist ein anderes Thema. 

Ich habe auch wieder einen Arzttermin für mein Knie vereinbart. Es wird einfach nicht besser. Zumindest nicht so, wie ich es erwarten würde. Ich kann rumgehen und auch Auto fahren ohne Probleme. Aber ich kann nicht auf dem Bauch liegen. Außerdem schmerzt mich jede Berührung, die ich merke. Manche merke ich nämlich nach wie vor nicht. Das Knie ist nach wie vor dick und blau außerdem habe ich das Gefühl, dass die Schwellung wandert. Nicht nach unten zum Knöchel wie der blaue Fleck. Sie wandert um das Knie rum... sie breitet sich aus ist richtiger. Beim wandern würde sie ja an anderer Stelle verschwinden. Ich bin verunsichert. Wenn man ein Thema hat, dann achtet man ja auch vermehrt darauf und so bin ich unsicher, ob ich nicht übertreibe? Vielleicht ist das eben so mit dem Knie? Aber es ist ja nur eine Prellung... warum also so ein Aufheben darum? 

Wenigstens hatte ich Zeit, die aktuelle Triathlon Training in einem Schwung durchzulesen. Das Eispack was mein Knie kühlt, hat dabei zweimal gewechselt. Wenn ich meinem Trainingsplan folgen kann, dann lese ich die Zeitung in Etappen. 

Mir wären Etappen aber derzeit trotzdem lieber. Auch wenn am Stück lesen schön ist. 

Sonntag, 12. Januar 2014

Herrliches Wetter

Mein Knie schmerzt zwar nachts nicht mehr so extrem, aber angeschwollen ist es nach wie vor und ordentlich blau ebenfalls. Ich kühle es also heute, während ich mich ansonsten um das weitere Ausräumen von Kisten kümmere, wasche und putze. Ein Haushaltssonntag irgendwie. Solche sind auch mal ganz schön. 

Draußen ist herrliches Wetter und es ist einfach schrecklich nicht laufen gehen zu können. Das zieht mich noch mehr runter. Es hat wirklich so gut geklappt die paar Mal die ich jetzt laufen war und dann machen so 30min Rolle fahren alles wieder zunichte und werfen das Knie zurück. Echt total blöd. Da kann wirklich keiner was für, außer ich selbst. 

Ich gehe trotzdem raus, obwohl ich nicht laufen gehen kann. Ich gehe spazieren. So bin ich wenigstens an der frischen Luft, bei 1°C wird das Knie auch gut gekühlt und ich bewege es. Das soll ich ja. Zwar nicht übermäßig, aber 40Minuten spazieren wird schon nicht übermäßig sein. Hoffe ich. 

Läuferisch ist der heutige Tag ein richtiger Reinfall. 100% und vollkommen. Ich bin deprimiert. Immer noch. 

Samstag, 11. Januar 2014

Freunde für's Leben

Heute haben wir uns zum ersten Mal wieder bewusst gesehen, das Mountainbike und ich. Wir haben es aus dem Keller hochgeholt und zur Durchsicht gebracht. Ruben von Radsport 360Grad wird mal schauen, wie sehr es bei meinem Sturz gelitten hat. 

Der Antlitz des Mountainbikes ist auf jeden Fall wesentlich besser, als meiner nach dem Sturz. Ganz offensichtlich passe ich auf meinen Kram ordentlich auf. Da opfere ich mich lieber selbst ehe der Ausrüstung etwas passiert. Das hat beim Rad wirklich gut geklappt. Beim Helm natürlich nicht. Der hat, ganz wie er soll, alles gegeben und sich selbst zerstört. Der Aufprall war zu hart und so ist der Helm gebrochen und mein Kopf nicht. 

Also brauche ich Ersatz. Es wird ja schließlich nicht ewig so sein, dass mein Knie bei der kleinsten Belastung dick wird und weh tut. Irgendwann kann ich ganz bestimmt wieder Rad fahren und zwar draußen und richtig. Und dann brauche ich einen Helm Ohne steige ich nicht auf ein Rad. Niemals. Früher nicht... und jetzt erst recht nicht. 

Ich greife zum gleichen Modell. Das hat mir sehr gute Dienste geleistet, hat prima gepaßt und eben alles genau so gemacht, wie es laufen soll. Besser wäre kaum gegangen. Dieses Mal ist der Helm allerdings weiß und nicht schwarz. Er paßt prima, wie sein Vorgänger. Und er ist mein neuer Freund für's Leben. 
In unserem Flur kann er sich nun also mit dem Helm des Zeugwarts anfreunden und beide teilen sich ein Regalfach. Ich hoffe sie vertragen sich und werden ebenfalls Freunde für's Leben. Die kann man ja nie genug haben. 

Freitag, 10. Januar 2014

Sportlicher Erfolg und extreme Fitness am Beckenrand

Ich kann einfach nicht erwarten, dass sich mein Knie innerhalb von einer Nacht zurück zur Normalgröße und zur Schmerzfreiheit verändert. Das wäre einfach zuviel verlangt. Trotzdem habe ich heute Hoffnung. Sie wird allerdings enttäuscht, womit ich wieder bei Zeile 1 angelangt wäre. Das kann ich also nun immer rauf und runter lesen. 

Oder ich packe meine Tasche und fahre mit dem Zeugwart zum schwimmen. Meine Schwimmtasche war schon länger nicht im Schwimmbad. Das liegt daran, dass mein Unfall dazwischen passiert ist. Plötzlich und unerwartet. Und ich mit der tiefen Wunde am Knie nicht ins Wasser durfte. Auch nicht mit einem wasserdichten Pflaster. Der Arzt hat mich ja extra darauf hingewiesen. Und als ich dann fragte, ob es mit einem wasserdichten Pflaster möglich sei, fragte er, was ich an "die Wunde darf solange sie heilt nicht ins Wasser" nicht verstanden hätte. Gut, damit saß es auch in meinem Kopf fest. Duschen war ok, Schwimmen oder Baden eben nicht. 

Da der Schorf mittlerweile abgefallen ist, gehen wir also schwimmen. Es fühlt sich so an, als wären wir drei. Der Zeugwart, das Knie und ich. Das Knie geht irgendwie extra. Es fühlt sich komisch an und manchmal fühlt es sich gar nicht an. Es gehört derzeit nicht ganz so richtig dazu. Der Arzt ist aber begeistert vom schwimmen, weil keine Last auf dem Knie liegt und es, ganz nebenbei, gekühlt wird. Der kennt wohl unsere Schwimmbedingungen im Riedbad gut. 

Heute ist das Wasser frisch. Liegt vielleicht auch an der fallenden Temperatur draußen? Mitte der Woche noch 10°C und heute grad noch 2°C über Null. Als das Knie und ich die Vereinsmitschwimmer begrüßt und noch einige Wünsche für das neue Jahr ausgetauscht haben, geht's ins Wasser. Das ist heute wieder mal richtig kalt. Ich kann noch schwimmen. Das ist auf jeden Fall schon mal ganz schön. Auch wenn es für mein Knie extrem anstrengend ist und ich die 30Minuten kaum ganz durchhalte. Ich mache ein paar Technikübungen, helfe unserem Fremdvereinsfan seinen Schwimmstil etwas zu verbessern und gehe irgendwann >über die Treppe< aus dem Becken wieder raus. Das ist seit meiner Vereinszugehörigkeit bisher hier noch nie passiert. 

Der Flitzer sitzt auf einer Bank am Beckenrand und ich setze mich dazu. Da sitzen quasi sportlicher Erfolg und extreme Fitness neben meinem Knie und mir. Wir unterhalten uns, über Trainingslager, Ziele und Trainingseinheiten und schauen dabei dem Motivator und dem Fremdvereinsfan beim Schwimmtraining zu. Der Motivator bekommt heute eine persönliche Schwimmstunde vom Zeugwart, der sich nicht nur mit Zeug sondern auch mit Trainingseinheiten und einem guten, sinnvollen Schwimmstil auskennt. Nicht zu viel Kraft, nicht zu wenig und immer strecken. Und schon geht der Hintern des Motivators hoch und die Beine ebenfalls. Das ist ja ein Ding. Und es war gar nicht schwer. 

Als wir gehen bekommen der Motivator und der Flitzer noch Kiloweise Pulver zum testen zugesteckt. Ich bin gespannt, wie es den Herren schmeckt. Wohl bekommt's! 

Donnerstag, 9. Januar 2014

Kniefieber

Mein Knie schmerzt. Es ist dick, der Bluterguss ist super durch die Haut zu sehen und ich bin deprimiert. Es ist ja nicht so, als hätte ich total viel gemacht. 30Minuten Rolle fahren mit ein bisschen  Widerstand... unfassbar, dass das mein Knie fertig macht. 

Das Knie oder die Athletin waren nie besonders gut durchtrainiert. Aber 30Minuten auf der Rolle haben beide bisher immer geschafft. Ohne danach tagelang auszufallen und anzuschwellen. Ich gehe jede Nacht mit einer Kühltasche ins Bett, in der sich ein Notfalleispack befindet, weil das Knie mich mehrfach die Nacht wach hält. Frustrierend. 

Die Rolleneinheit von heute fällt aus. Ersatzlos gestrichen. Ich bin frustriert und gönne dem Knie, dass es hochgelegt wird und Ruhe hat. Und gekühlt wird. Es ist ordentlich heiß. So als hätte ich Kniefieber. Das gibt es aber nicht. 

Mein Kiefer interessiert sich übrigens nicht für mein Knie. Oder für's Rolle fahren. Der macht gut mit. 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Schneller geht es nicht

Der Postbote hatte heute ordentlich was zu schleppen. Ich bin erfreulicherweise nicht zu Hause gewesen und mußte ihn so nicht bemitleiden, das habe ich dem Zeugwart überlassen. Wahrscheinlich hat er mir deshalb die schöne Aufgabe des Auspackens übrig gelassen... er quasi das Mitleid, ich die Überraschung. Eine sehr angenehme Aufgabenteilung, wenn ich es mir recht überlege. 

Der Karton ist riesig, außerdem unhandlich und schwer. Der arme Postbote. Ich habe nun doch ein bisschen Mitleid, obwohl der Postbote sich seinen Beruf ja ausgesucht hat. Der Kartoninhalt birgt meine Bestellung aus dem My Protein Shop, die ich am Sonntag spät Abends aufgegeben habe. Respekt vor der Geschwindigkeit. Das ist auf jeden Fall flott. 

Im Paket befinden sich zwei große Beutel und eine Dose. 



Eben genau das, was ich bestellt habe. Wir werden uns also ab sofort durch 1,8kg Recovery XS, durch 1,45kg Impact Diet Whey und durch 180 L Carnitine Tabletten futtern und sind gespannt, was das so für Auswirkungen hat. Und weil ich finde, dass das eine ganz schöne Menge ist, werde ich auf die Unterstützung des Motivators, des Flitzers und natürlich des Zeugwarts bauen und deren Erlebnisse mit den My Protein Produkten ebenfalls beobachten. 


Jetzt muß ich nur noch schnellstens wieder fit werden, damit sich die mühevolle Pulvermischung auch lohnt. Leider habe ich es allerdings mit dem gestrigen Widerstand etwas übertrieben. Mein Knie hielt mich die halbe Nacht mit seiner Wärme wach und auch über den Tag heute hat es mehrfach verstärkt nach Kühlung verlangt. Ich habe es also zu stark belastet. Also höre ich auf das Knie und lege es hoch, kühle und werde es so schnell nicht mehr mit zu viel Widerstand ärgern. 

Sicherlich schlafe ich heute Nacht besser. 

Dienstag, 7. Januar 2014

Sein kleinstes Licht

Der Trainer freut sich mit mir, dass ich wieder laufen kann und dass auf der Rolle Treten ohne Schmerzen möglich ist. Das finde ich prima, denn ich weiß, dass er lauter Spitzenathleten trainiert und ich höchstwahrscheinlich sein kleinstes Licht bin... aber das Licht brennt, und das freut ihn eben. Er hat mir nun also einen kleinen Anfängerplan geschrieben und darin steht 30min. Sport für heute. Ich bin davon überzeugt, dass er sowas sonst keinem in den Plan geschrieben hat. 

Ich gehe auf die Rolle, denn als mich das Büro heute in den wohlverdienten und hart erarbeiteten Feierabend schickt, ist es bereits stockdunkel. Das ist mir zu dunkel um laufen zu gehen und da ich bisher keinen neuen Fahrradhelm gekauft habe, kann ich auch nicht Rad fahren. Außerdem sollte es wohl klar sein, dass ich zum ersten Mal nach dem Unfall nicht in der Dunkelheit alleine Rad fahre. Nur für's Protokoll. 

Der Zeugwart baut netterweise die Rolle auf und so muß ich mich nur noch umziehen und bin schon sportlich. Das ging ja schnell. Ich kann gut fahren heute, sogar mit einer Idee Widerstand mehr als beim letzten Mal. Das ist ein Fortschritt und ich bin sicher, dass der Trainer sich morgen früh, wenn er es lesen kann, gleich noch mal freut. Sein kleinstes Licht mit ein bisschen Widerstand... das wird seinen Tag versüßen. 

Ich steige nach 30Minuten ab. Mein Knie fühlt sich etwas komisch an. Irgendwie so, als wäre die Kniescheibe extra. Anders aussehen tut es aber nicht, das ist gut. Und schmerzen tut es auch nicht. Ich werde das Extragefühl vorerst daher ignorieren und einfach wegschlafen. Und ich werde dafür sorgen, dass das kleinste Licht etwas heller wird. Und größer. 

Und schon ist er gefunden: mein Vorsatz für 2014. 

gefunden hier: http://piqs.de/fotos/search/Kerze/24879.html

Sonntag, 5. Januar 2014

Fotogener Waldlauf

Das Bettenlagererlebnis sitzt tief und so wache ich heute früh mit Kopfschmerzen auf. Kann ja nur am Bettenlager liegen, eine andere Möglichkeit gibt es schließlich nicht. 

Der Zeugwart und der Motivator fahren heute gemeinsam Rad, dafür wird sich unter der Eisenbahnbrücke getroffen und ich bin froh, dass keiner von mir erwartet, dass ich die finde. Der Zeugwart packt sich also gut ein und holt das Mountainbike aus dem Keller. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass es nicht schlecht war, dass er das Rädchen nach der letzten Ausfahrt nicht geputzt hat. Draußen haben wir 6°C und es regnet leicht. Beste Voraussetzungen also, um es heute so richtig einzusauen. 

Die Kopfschmerzen und ich verschwinden noch mal ins Bett. Vielleicht sind sie dann beim nächsten Aufstehen weg und ich kann den Tag ordentlich beginnen. Und so ist es dann auch. 

Zwei Stunden später wache ich auf, bin erholt und die Kopfschmerzen sind weg. Das ist herrlich. Und weil der Zeugwart nach wie vor mit dem Rad unterwegs ist, ziehe ich mir meine Laufsachen an und beschließe, eine Runde zu drehen. Wobei ich mit Runde natürlich maßlos übertreibe, ich laufe hin und wieder zurück. Ein kleines Stück. Nichts großartiges. 

Das Laufen klappt gut. Ich bin natürlich noch immer langsam unterwegs, aber der Puls ist im grünen Bereich und ich habe keine Schmerzen. Mein Knie meldet sich nicht und auch, dass ich es oberflächlich nur manchmal spüre ist heute nicht so komisch, wie beim letzten Mal. Ich kann mit offenem und mit geschlossenem Mund laufen und merke die Zähne nicht. Der Kiefer macht wirklich gut mit. 

Ich laufe hin, bin 30Sekunden schneller an der Ecke als beim letzten Mal, und biege dann links ab durch den Wald. Der Weg ist uneben. Ich glaube, wenn ich eine Weile hier gelaufen bin, dann bin ich wirklich ordentlich fit und spezialisiert für Waldläufe. Derzeit ist die Spezialisierung allerdings noch in weiter Ferne. Ich bin erst mal froh, dass ich laufen kann. 

Auf der Strasse sehe ich den Zeugwart. Er ist vollkommen eingesaut. Und weil wir uns mögen, fährt er kurz in den Waldweg rein um hallo zu sagen. Jetzt kann ich auch von Nahem sehen, dass er wirklich über und über komplett eingesaut ist und weder Hose, noch Schuhe oder Jacke wahrscheinlich jemals wieder sauber werden. Der Motivator und er haben ganz offensichtlich eine Spritztour gemacht und dabei genügend Schlammspritzer abgekriegt. Auftrag erfüllt anscheinend. 

Ich laufe noch ein bisschen weiter und drehe dann um. Auch heute gilt ja noch die Arztansage, dass ich maximal 30Minuten am Stück unterwegs sein soll. Die Pause war lange, so dass die zeitliche Begrenzung sicherlich absolut Sinn macht. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass die Ärzte mir in der letzten Zeit viele sinnvolle Tipps gegeben haben. 

Im Wald mache ich noch mal kurz halt. Nicht weil ich muß, sondern weil ich möchte. Ich mache ein Bild von mir. Von der verletzten Seite, die noch vor Wochen wirklich unansehnlich war. 
Das blaue Auge ist abgeschwollen, nicht mehr blau und auch nicht mehr blutunterlaufen. Die Abschürfung unter dem Auge heilt gut und auch am Kinn kann man kaum mehr einen Unterschied zur normalen Haut erkennen. Die Narbe zwischen Nase und Lippe ist für mich deutlich sicht- und fühlbar, auf dem Bild sieht man nur einen feinen Strich. Irre. Würde ich es nicht erwähnen, würde es nicht auffallen, soviel ist sicher. Die Zähne sind ja provisorisch hergestellt, so dass ich auch hier, wenn ich das Foto betrachte, keinen Unterschied zu meinem "vor dem Unfall-Gebiss" feststellen kann. Die Zähne fühlen sich zwar anders an und ich kann sie auch noch nicht so 100% benutzen, aber der Antlitz ist auf jeden Fall dem Früher so ähnlich, dass mich die Leute sogar teilweise fragen, was beim Unfall überhaupt passiert ist. Man sieht ja gar nichts mehr. 

 

Erstaunlich, dass es für viele nur wichtig ist, ob man noch was sieht. So als wäre ein Unfall nur schlimm gewesen, wenn er sichtbare Folgen hinterlässt. 

Ich hoffe übrigens, dass Michael Schumacher ohne schlimme Folgen ebenfalls bald wieder der "Alte" sein kann. Sein Unfall geht mir irgendwie nah, obwohl ich kein wirklicher Fan bin. Ich mache mir nur Gedanken, was bei meinen 20km/h hätte passieren können, wenn nicht der Asphalt, sondern ein Stein beim Aufprall auf den Helm getroffen wäre. Oder doch ein Baum. 

Beim Umziehen betrachtet der Zeugwart das verletzte Knie und wir stellen beide fest, dass es doch noch ordentlich dick und ziemlich blau rundum ist. Deshalb kann ich mich auch noch nicht wieder drauf knien. Es braucht einfach noch mehr Zeit.