I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 10. Dezember 2011

Das Angreifertürchen

Der Winter ist da. Nicht weiß und von oben, aber zumindest auf den Straßen. 
Die Teamchefin fährt uns heute. Der Profiathlet ist erkrankt und kann von daher heute nicht dabei sein. Er hustet aber so stark, dass ich seine Lunge ja schon gestern in ernster Gefahr wähnte... von daher ist es gut, dass er sich heute gegen das Schwimmtraining entschieden hat. Außerdem ist er eh schnell genug, er heißt ja nicht umsonst Profiathlet. 

Nachdem die Teamchefin also -trotz winterlichen Straßenverhältnissen- wohlbehalten bei uns angekommen ist und noch einen Blick auf unseren Weihnachtsbaum geworfen hat, fahren wir los. Es geht mal wieder ins Nordbad und begeben uns in die Hände von Svenja. Und da ist sie auch schon. Wir treffen sie gleich im Eingangsbereich. 

Also flott umziehen und ab an den Beckenrand. Dort angekommen bekommen wir ein paar Übungen gezeigt die sicherlich was Kraft und Schwimmen angeht helfen könnten... Kniebeugen, Seitstütz und ein paar Yoga Übungen sind darunter. Wir haben schon jetzt viel Spaß. Ich bin fast sicher, dass wir die wenigsten Übungen machen werden, aber es ist trotzdem gut zu wissen. Vielleicht kommt der Tag, dass ich sie in mein Fitnessstudioprogramm einbaue. 

Dann geht's unter die Dusche und ab ins Becken. Die Dusche ist eiskalt, denn die Teamchefin und ich sind hart im Nehmen und wählen extra die Kaltdusche. Wir sind irre. 
Die Teamchefin ist noch eine Idee verrückter als ich, denn sie stellt sich in einem sofort drunter. Unfassbar. Ich bin das Pienschen und mach mich nur Partieweise naß. Brr. 
Jetzt ist das Wasser im Becken aber gar nicht mehr so kalt. 

Wir schwimmen uns ein und dann machen wir erst mal ein paar Videoaufnahmen. Svenja erkennt sofort wo denn unsere Themen so liegen und dass die Teamchefin und ich im Bereich Sammler unterwegs sind. Wir sammeln. Aber was ist uns nicht ganz klar... wir wissen auf jeden Fall dass wir dem Wasser auf keinen Fall weh tun wollen und von daher sehr zart eintauchen. Die Teamchefin ist ja eh eine Wasserstreichlerin und ich wurde ja kürzlich auf einem Video auch schon als Zeitlupenschwimmerin betitelt. Mmppfff. 
Wir sind also was das Thema "giving names" angeht ganz weit vorne dabei und Kummer diesbezüglich sowieso gewöhnt. 

Die Videos helfen Svenja genau zu sehen wo mein Problem liegt. Wie erwartet und von mir schon öfter beobachtet, ist es der rechte Arm. Eigentlich dachte ich ja immer links atmen und rechts Druck geben sind meine zwei Schokoladenseiten... aber diese Gedanken sind schon länger her. Mittlerweile klappt das rechts atmen schon länger immer besser und ich habe fast das Gefühl, dass ich mittlerweile links schlechter atme als rechts. 
Um uns bei unseren Schwachstellen zu helfen wird nun jeder individuellen Quäleinheiten ausgesetzt. Ich schwimme Scheibenwischer. Ich komme mir vor wie ein kleines Auto ohne Benzin im Regen. Und dann soll ich auch noch weniger Beine machen. Na ja. So ist es dann halt. 
Aus dem Scheibenwischer wird ein Faustdrehen und ich komme gar nicht mehr voran. Toll. :-( 

Wir machen mehr Technikübungen und dann bekommen die Teamchefin und ich die Anweisung vom Sammler zum Angreifer zu werden. Unfassbar was die Mitteilung "Schwimmt einfach mal Zack, Zack, Zack" so alles bewirken kann. 
Ich erhöhe die Taktung, mache kräftigere Züge und 
komme vorwärts. Kraß. 

Es funktioniert wirklich. Zack, zack und zack und schon bin ich ja an der Wende. Der Ellbogen ist noch nicht so schön hoch wie er sein soll... also üben wir noch ein bischen Spinnenlaufen über das Wasser... und das kann ich ganz toll in mein Zackschwimmen einarbeiten. Geht wie von selbst. 
Ist aber anstrengend. 
Richtig anstrengend. 

Wir drehen noch mal ein Video und können alle gelernten Technikfeinheiten einbauen. Mein rechter Arm ist noch nicht super toll, aber ich bin ja beim Schwimmen und nicht beim Zauberer. 
Wenigstens hält dieses Video angeblich keiner mehr für ein Zeitlupenvideo. Sagt man. 

Wir bekommen die Bilder in der nächsten Woche geschickt... nach Vorsichtung werde ich sie vielleicht online stellen... mal sehen. Sie werden vorher mit Weichzeichner und dem 90-60-90-Modus bearbeitet werden müssen, aber vielleicht finde ich ja die Zeit dafür. 

Der Zeugwart hat übrigens das Urteil ausgezeichnet von der Trainerin erhalten. Beim nächsten Mal wird an seiner Sprintstärke gearbeitet werden können. Wahnsinn. Er ist richtig gut geworden. Glückwunsch! 

Den Nachmittag schließen wir -nach einer warmen Dusche- im Vapiano ab. Selten schmecken Nudeln, Salat und Erdnußkuchentraum so lecker. Wir sind alle vollkommen fertig.
Der Profiathlet behauptet, dass er jetzt schon mal die rote Laterne anknipsen würde. Das ist natürlich total unwahr. Aber wenn er ein bischen eingeschüchtert ist, ist das erstmal nicht verkehrt. ;-) Hoffentlich ist er bald wieder gesund!

2 Kommentare:

  1. Na dann schau mal genau hin,wenn ich meinen ersten Wettkampf 2012 habe. Wenn ich meine Überlebensübung im Wasser mache. Da kann ich nur hoffen das der Bademeister nicht ins Wasser springt um mich zu Retten. Mit viel Glück bin ich aus dem Wasser bevor die nächste Startgruppe von hinten kommt ;-) . LG Profiathlet

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  2. Ach Du bist hauptsächlich ein Quatscher! Ehrlich. :-)
    Wir können gerne mal Deine 1000m Testzeit mit meiner vergleichen... *grins*
    Du wirst prima schwimmen im kommenden Jahr! Ganz sicher!
    Hauptsache, Du bist erst mal wieder fit.

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