I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 20. Dezember 2011

Die Ergebnistür

Ob wir jemals Freunde werden? Ich weiß es nicht. Ich kann auch gar nicht sagen ob es überhaupt Interesse daran hat. Es zeigt es nicht, zeigt weder Zu- noch Abneigung sondern ist einfach da.
Es reagiert auf mich, allerdings interessieren es nur meine Befehle per Knopfdruck. Es reagiert sonst nicht auf mich.

Stumpfsinnig irgendwie. Kalt und leblos.

Ich glaube, dass ich an einer Freundschaft auch kein wirkliches Interesse habe. So ist meine Einstellung derzeit auf jeden Fall. Bekannte, ok. Oder wie man heutzutage sagt "kennen heißt nicht mögen". Das kann ich mir vorstellen und so ist es ja derzeit schon.

Aber Freunde?

Freunde hat man irgendwie für's Leben. Nicht immer für das ganze Leben, aber doch für nennenswerte Lebensabschnitte. Und selbst, wenn eine Freundschaft irgendwann zwischendurch endet, so hat man doch immer viele gute Moment im Hinterkopf und nicht nur das -oftmals jähe- Ende.

Na ja. Ich hab's heute wieder versucht und war drauf.

Auf dem Laufband.
Es reagiert nicht auf mich. Ich wünsche mir einfach mehr Dynamik.
Das ist vielleicht auch etwas viel verlangt... ich weiß es nicht. Ich scheine zu anspruchsvoll. Das Laufband kann meine Wünsche gar nicht erfüllen. Auch fies von mir, dass ich dann so einen Affentanz darum mache. Aber gut.
Manchmal ist es schwierig einzusehen dass jemand nicht kann anstannt nicht möchte. Ist ja schon ein gravierender Unterschied... aber der Effekt ist oft gleich. Worauf kommt es jetzt an? Eigentlich ist das Ergebnis entscheidend... eigentlich.

Ich springe 30Minuten auf dem Laufband rum und habe eine Steigung von 3 und eine Geschwindigkeit von 7,5-8 eingestellt. Der Herr neben mir rennt übrigens mit einem Wert von 15. Ich gehe im Kopf daher schon mal die Rettungskette durch.
Da ich bisher noch nicht mit verlassbarer Sicherheit herausgefunden habe, was genau das bedeutet steige ich nach 30Minuten ab und merke mir einfach die Zahlen. Um 8km/h kann es sich auf gar keinen Fall handeln... so flott würde mich total wundern. Warum würde ich dann sonst so rumschleichen, wenn ich draußen bin?

Die Kontinuität des Laufbands gefällt mir nicht. Immer dieses gleichmäßige. Ich komme mir irgendwie vor wie ein Hamster im Rad.
Ich muß über eine Lösung nachdenken.

Kommentare:

  1. Ich kann Deine Abneigung gegenüber dem Laufband verstehen, ich mag das Ding auch überhaupt nicht. Ich finde es schrecklich langweilig, weil ich ja nichts neues sehe. Und ganz ehrlich: Mit guten Klamotten kann man doch bei jedem Wetter draussen laufen. Ich war gestern bei Neuschnee unterwegs, die Luft war klasse, wenn man läuft ist es überhaupt nicht kalt und ich habe die verschneite Landschaft und die beleuchteten Häuser genossen.

    Außerdem bin ich überzeugt, dass Du mindestens 8 km/h läufst, eher mehr. Auf dem Laufband, auf dem ich schon laufen "durfte" war die Einstellung 9 auch 9 km/h. Und ich laufe wirklich schneckenlangsam.

    Falls wir uns nicht mehr "lesen" wünsche ich Dir schöne Feiertage und lass Dich verwöhnen :-)

    Liebe Grüße Elke

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  2. Liebe Elke,
    auf den Laufbändern kann ich Fernsehen schauen, was ich nicht schlecht finde als Alternative zum "ich seh immer das Gleiche". Und die netten Trainer schalten sogar um, wenn man sie fragt. :-)
    Die richtigen Klamotten habe ich... in älteren Blogeinträgen kannst Du viele Winterkälte-,Regen- und sogar außerordentlich viele Schneeläufe nachlesen. Aber bei meinen derzeitigen Arbeitszeiten ist nur das Laufen bei Dunkelheit möglich und nach einer Erfahrung vor zwei Jahren bin ich ein gebranntes Kind und möchte diesen Winter noch immer nicht im Dunklen alleine laufen.
    Das Laufband ist daher eine ganz gute Alternative... trotzdem müssen wir uns wirklich erst noch aneinander gewöhnen. Das war in meinen Laufanfangszeiten vor ein paar Jahren aber genauso. Ich habe da anscheinend eine längere Gewöhnungsphase? :-)
    Ich wünsche Dir auch schöne Feiertage! Ich werde die Zeit nutzen und meine Winterlaufkleidung ausführen. *freu*
    Claudi

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