I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 15. März 2011

Schnelle Bahn

Wie angekündigt wässerte ich mich heute, leider alleine, aber eben doch nicht.

Ich betrat das Schwimmbad und stellte fest, dass man für mich doch glatt 2 Bahnen reserviert hatte. Beide frei, ich konnte mich also entscheiden ob ich mich als "schneller Schwimmer" oder als "Bahnenschwimmer" fühlen wollte. Selbstverständlich wählte ich die Bahn der schnellen Schwimmer... ich fühlte mich rasend schnell und wahnsinnig sportlich. Da ich auch noch meinen einlaminierten Schwimmplan und meine Kinderflossen an den Beckenrand platzierte war ich an Sportlichkeit kaum zu überbieten.

Ich schwamm also los, ohne Flossen, und achtete bereits beim Einschwimmen darauf das Kraulen ordentlich zu machen. Hoher Ellenbogen, sauberes Eintauchen, nicht übergreifen, 3er Atmung... alles im Lot.

Dann traten weitere Akteure auf:
  • der ältere Sportler mit schwarzem knappen Speedohöschen, der mit einem angsteinflößenden Kraulstil sofort auf der "schnelle Schwimmer" Bahn eintauchte und das Augen verdrehen nur schwer unter seiner Schwimmbrille verbergen konnte
  • der junge Schwimmer, der beim Kraulen möglichst viele Omis naßspritzen möchte und eine Batmanschwimmbrille trägt, weil sie sicherlich einfach super cool aussieht und seinen Platz ebenfalls ganz selbstverständlich auf der schnellen Bahn fand
  • zwei Schwangere die sich auf der Bahnenschwimmer - Bahn einordnen und mich mitleidig anschauten

Ich schwamm weiter auf der von mir ja vor den zwei Herren besetzten "schnellen Bahn" und absolvierte mein "übliches" Trainingsprogramm. Die Herren beäugten mich etwas skeptisch.

Nachdem ich den Plan abgeschwommen hatte, hab ich ein 200m locker Kraul-Ausschwimm-Päuschen gemacht und mir dann wieder die Flossen angezogen um Svenja's angesagte Delphinübungen zu machen:

Delphinbeine jeweils 50m mit rechtem Arm, mit linkem Arm, rechte Seite, linke Seite, Rücken, Bauchlage wieder mit rechtem Arm und linkem Arm.

Uff.

Das Duschen im Anschluß habe ich richtig genossen. Und was war ich stolz auf meine gut gepackte Schwimmtasche. Ich schleppe eine wirklich große Tasche mit, aber ich habe auch wirklich alles dabei, was man so braucht! Echt super. Da hab ich mal mitgedacht beim packen. Es fehlte also an nichts und ich konnte die Schwimmhalle sehr zufrieden verlassen. Prima.

Ich hoffe, ich kann demnächst mit den Fischen mithalten, wenn wir mal wieder gemeinsam schwimmen gehen.

2 Kommentare:

  1. Respekt! :) Netter Blogeintrag, sehr gut zu lesen ...

    Matthias
    #runHerne#

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  2. Wow, da bist du mir ja ein riesen Stück bzw. einige Bahnen voraus. Ich möchte eigentlich auch Schwimmen, kann mich aber nicht hinreißen lassen, loszugehen. Im Sommer nehm ich einfach mein Rad und les gehts in Freibad, aber bei dieser Jahreszeit... Der Weg zum Schwimmen scheint fast eine größere Herausforderung zu sein, als das Schwimmen selbst.

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