I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 23. November 2013

Die Vor-Unfall-Form

Ich habe mich wieder beruhigt. Zumindest etwas. Ich bin auf der anderen Seite richtig froh, dass ich mich unheimlich aufregen konnte. Das zeigt mir, wie gut es mir eigentlich schon wieder geht. Was ein zweischneidiges Schwert. Es wäre ja auch irgendwie zu schön gewesen, wenn meine Röntgenbilder es tatsächlich pünktlich zu meinem Zahnarzt geschafft hätten, aber vielleicht hat das Universum einfach beschlossen, dass wir mal testen müssen, wie gut oder eben schlecht es mir noch oder eben schon geht. 

Mein Ärztebesuchstag gestern war daher semi-erfolgreich. Das ist auf jeden Fall besser als ein totales Desaster aber leider schlechter als perfekt. Nun gut. Ich habe, wie so oft einfach viel zu hohe Erwartungen an die Welt. Und wieder einmal muß ich feststellen, dass die Leute, die einfach keine Erwartungen haben, manchmal eben besser zu recht kommen. 

Meine Röntgenbilder waren also tatsächlich nicht bei meinem Zahnarzt als ich gestern dort war. Immerhin konnte die Uniklinik die Aussage treffen, dass sie am Donnerstag per Post weggeschickt wurden. Aha. Per Post also. Immerhin. Das bedeutet also, dass sie gefunden wurden und dass ich am vergangenen Samstag auch tatsächlich Patientin dort war. Das ist doch wirklich erfreulich. Ich habe mir also nichts ausgedacht. Irgendwie beruhigend. Es bedeutet auch, dass die Welt nicht so fortschrittlich ist, wie ich dachte. Röntgenbilder per Post... ich dachte an Email, aber gut, da bin ich einfach ein bisschen anders. 

Der nächste Zahnarzttermin ist am Mittwoch. Dann hoffentlich mit Röntgenbildern. Unnötig zu erwähnen, dass ich praktisch fast in meiner Vor-Unfall-Form angekommen, eine entsprechende Nachricht an das Carolinum verfasst habe. Nicht nur, darüber, dass die Bilder nicht da sind, sondern auch darüber, wie man mit Patienten umgeht und wie wichtig man deren  Weiterbehandlung nimmt. Natürlich habe ich bisher nichts dazu gehört. Gut, das ist auch wirklich zuviel erwartet. Ich weiß. 
Gestern Abend habe ich auch gemerkt, wie anstrengend sie ist, die Vor-Unfall-Form. Ich war total fix und fertig. 

Heute mache ich daher umso langsamer. Ärzte haben ja sowieso nicht auf, es ist schließlich Samstag. Ich kühle, lege das Bein hoch, bewege es ein bisschen, mache absolut vorbildliche Mund- und Zahnpflege und lese. Krank sein ist wirklich sehr müh- und vor allem auch langsam. 

Kommentare:

  1. Liebe Claudia,

    durch Deinen Kommentar in meinem Blog bin ich auf Deine Leidensgeschichte gestoßen. Das tut beim Lesen weh.

    Ich bewundere Deinen Lebensmut, Optimismus und Humor, mit dem Du diesen heftigen Unfall bzw. dessen Folgen bewältigst. Aber zumindest kannst Du sicher sein, dass in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis Schutzbekleidung für das Fahrradfahren einen neuen Stellenwert erhält.

    Gute Besserung!

    Liebe Grüße von der Mosel
    Rainer 8-)

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    1. Vielen Dank Rainer! Nett von Dir. Viele Grüße, Claudi

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