I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Donnerstag, 18. Juni 2015

Reinrenner im Wind

Der Sommer scheint ja mittlerweile wieder rum zu sein und das an einem Donnerstag. Unglaublich, wie schnell so ein Sommer tatsächlich vorbei zieht... ich hab ihn gar nicht richtig mitbekommen. Aber bei dem Wind heute und knappen 16°C kann man schon fast von herbstlich sprechen. Im Juni. Oh je. 

Trotzdem fahren wir heute zum See. Geschwommen wird bis Ende August, dem Wetter zeigen wir einen klaren Vogel. Wenigstens ist kein Gewitter, sagt der Zeugwart, weil er recht hat und wir dann gar nicht erst ins Wasser springen könnten. Heute können wir aber. Es ist halt windig und kalt, aber wir können ins Wasser. 

Heute ist der Windschattengeber wieder mit am See und weil Wasserstarts laut Jan Sibbersen bereits in ausreichender Menge geübt wurden, ist heute ein Landstart dran. Nachdem ich mich also erst mühevoll an den Wasserstand im Neo gewöhnt habe, gehe ich jetzt wieder raus und stelle mich an den Rand. Auf Kommando soll ich gleich reinrennen. Ein kurzer Blick um mich rum und ich erkenne die Begeisterung in ausnahmslos allen Gesichtern. Jeder ist begeistert, dass gleich reingerannt wird. 

Als das Startkommando gegeben wird, gibt es vereinzelte Reinrenner und alle anderen tippeln so ähnlich wie ich über die spitzen Steine und den unebenen Boden. In den Langener Waldsee reinzurennen ist wirklich alles andere als verlockend. Finde ich. Aber fleißige Über gibt es immer. Würde ich am 5.7. hier reinrennen müssen, weil es mein Wettkampf wäre, würde ich ebenfalls jede Möglichkeit nutzen. Irgendwie kribbelt es ja doch immer mal wieder. 

Gott lob nur genau so lange, bis ich mich tippelnd vorgearbeitet habe und den Kopf ins kalte Wasser tauche. Dann ist die Verlockung doch wieder ganz weit weg und unerreichbar. Ich bin froh, dass ich die erste Boje erreiche und abbiegen kann. Heute achte ich vermehrt auf meinen hohen Ellbogen und frage mich bei jedem sechsten Zug, warum ich das Schwimmen nicht einfach aufgebe, weil das mit dem hohen Ellbogen ja anscheinend schwerer ist, als ursprünglich angenommen. Ich komme verhältnismäßig gut voran, oder bin in einer Gruppe losgeschwommen, die alle noch schlechter schwimmen können, als ich. Gibt's das? Gefühlt ja eher nicht. 

Während ich also hochkonzentriert versuche mit einem hohen Ellbogen zu glänzen, überhole ich viele Schwimmer und schaffe es zurück zum Strand. Hier ist es noch immer windig und ungemütlich. Meine Schultern tun mir weh und mein Arm samt Ellbogen ist deprimiert. Meine Hände freuen sich, dass sie weiterhin die Oberhand haben und den Ton angeben. Und während meine Extremitäten sich also gegenseitig versuchen fertig zu machen, beschließe ich eine Strandpause zu machen. Sollen die das doch hier im Wind klären. 

Die Uhr pausiere ich erst mal, irgendwie könnte es ja schließlich sein, dass ich doch noch mal losschwimme. Als der Windschattengeber nach seiner Runde an den Strand kommt und der Zeugwart nach zwei Runden ebenfalls eintrifft, ist meine Entscheidung gegen eine weitere Runde und für ausziehen, anziehen und heim fahren gefallen. Heute lief es irgendwie nicht gut. Meine Arme sind ziemlich müde und ich habe einfach die Schnauze voll, dass die Hand immer den Ton angeben möchte. 

Kommentare:

  1. Hi Claudi,
    Ähm, also im Neo versuche ich immer den hohen Ellenbogen zu vermeiden ☺️. Ich versuche den Arm tatsächlich eher flach über das Wasser noch vorne zu führen. Obwohl ich einen relativ dünnen Neo habe. Ich gehe morgen wieder in den See ��.
    Liebe Grüße
    Karina

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    1. Wie war es im See Karina? Geht Ihr regelmäßig oder nur wenn die Lust da ist?

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