I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Montag, 1. April 2013

Ostermontag

Heute ist offiziell Ruhetag. Das liegt daran, dass ich derzeit noch keinen neuen Trainingsplan von Coach Ingo habe, weil er sicherlich noch damit beschäftigt ist meine Leistung vom Karfreitag im Bootcamp entsprechend anzurechnen. Sicherlich wird dabei herauskommen, dass ich nicht noch mal vor Köln trainieren muß... oder so irgendwie in der Richtung?  

Weil aber heute die Sonne wunderbar scheint und es einfach frevelhaft wäre das gute Wetter inklusive Tageslicht nicht ausnutzen, steht heute auf alle Fälle laufen auf dem Plan. 

Bevor wir aber laufen gehen können, müssen wir unbedingt die Kohlehydratspeicher auffüllen. Ich habe immerhin schon seit gestern Abend Hunger, der zwei Stunden Lauf quer und rundrum durch den Park hat mich einfach geschlaucht.

Und wie das bei Athleten so üblich ist, gibt es heute ein herrliches Frühstück beim Motivatorehepaar. Die hatten gestern Gäste, die offenbar weniger Sport treiben als wir und deshalb nur einen Bruchteil unseres Hungers mitgebracht haben. Auf jeden Fall sieht der Tisch so extrem reichlich gedeckt aus, dass ich kaum glauben kann, dass dies nur ein Restefrühstück ist.

Das Restefrühstück ist extrem umfangreich, die Auswahl gleicht einem 5Sterne Hotel und der Zeugwart und ich sorgen dafür, dass wirklich viele Tiegel, Töpfe, Brettchen und Teller leer gefuttert werden. Es ist aber auch viel zu lecker, als dass man was zurücklassen könnte.

Nachdem klar ist, dass wir wirklich überhaupt gar nicht mehr essen können und der Ostermontag mit seinen üblichen familiären Verpflichtungen ruft, fahren wir heim. Wir brauchen erst mal eine kleine Verdauungspause auf der Couch. Aber weil wir später noch Besuch vom verlobten Teamoberhaupt bekommen, müssen wir uns doch irgendwie sputen.

Wir ziehen uns also an und los geht's. Es ist ein blöder Lauf und zusätzlich äußerst unangenehm. Ich komme nicht vom Fleck und finde alles anstrengend. Es kann allerdings nicht daran liegen, dass ich total vollgefuttert bin oder seit 7 Tage durchgängig Sport mache. Es muß irgendwie an etwas anderem liegen. Zu allem Überfluß trete ich noch in ein Loch und habe daraufhin Schienbeinschmerzen. Man man man. Das ist ja wirklich ein knaller Lauf.
Nachdem wir zurück sind und ich das Schienbein etwas gekühlt habe sagt mir meine Pulsuhr, dass ich 51Stunden bräuchte um mich von den Osterfeierlichkeiten zu erholen. Das glaube ich gern. Mir ist auch total nach ausruhen zu Mute. Gut, dass ich morgen einen Ruhetag eingeplant habe.

Das Abendessen mit der Teamchefin und dem Profiathleten, der bislang übrigens noch nicht damit begonnen hat an seinem verlobten Waschbärbauch herumzuarbeiten, so dass bis zur Hochzeit ein Waschbrettbauch dabei herauskommt, ist ausgesprochen lecker. Der Profiathlet bleibt dem Training weiterhin fern. Die Teamchefin ist, wie erwartet, stets fleißig, arbeitet den Trainingsplan ordentlich ab und hat das Osterwochenende meist mehr mit Rad fahren und laufen statt mit Ostereier suchen verbracht.
Außerdem haben die Beiden die volle Aufmerksamkeit auf ihre Verlobung und die damit üblicherweise folgende Hochzeit gelegt und können uns also schon heute mit einigen Planungsdetails am Glück teilhaben lassen. So ist die Örtlichkeit mit einem einfach wunderbaren Namen längst gefunden, reserviert und damit fest gemacht. Namen von Örtlichkeiten sind selten wichtig, aber dieser gefällt mir einfach außerordentlich gut. Das Datum steht ebenfalls und wirft den Zeugwart und mich in unserer Urlaubplanung vollkommen plötzlich und irgendwie auch etwas unerwartet auf Anfang zurück. Zumal wir, bedingt durch einen glücklichen und ebenfalls nicht erwarteten Umstand, den Hochzeitsfeierlichkeiten auf keinen Fall fern bleiben können. Ich wurde nämlich als Trauzeugin befragt und gewünscht. Das ist eine wunderbare Ehre, steht man der Braut ja nicht nur während der Vorbereitung ihres großen Tages und am selbigen bei, sondern ist eigentlich für die Ehe irgendwie immer ein wichtiger Bestandteil.

Der Zeugwart und ich haben unsere Trauzeugen damals, als wir noch jung waren, zumindest wohlbedacht ausgewählt. Dass sie für uns wichtig sind, auch nach den Hochzeitsfeierlichkeiten und dass wir -falls es doch mal zu Problemen käme- Hilfe oder Rat bei ihnen erhalten würden. Uns war wichtig, dass sie ähnlich ticken und unsere Werte und Vorstellungen teilen. Nicht einfach irgendwie dahergelaufen sind oder kurzfristige Freunde. Sie sind ja für immer mit unserer Hochzeit verbunden, da kommen sie immerhin nicht mehr raus.

Und so steht mir also ein trainings- und planungreicher Sommer bevor. Denn als Trauzeugin kann man natürlich einfach nur unterschreiben und sich zurücklehnen... oder man macht eben eine Idee mehr. Wir werden sehen.

Kommentare:

  1. Hi Claudi,
    das nächste Mal doch bitte einladen zu diesem Frühstück ;-). Mir tropft der Zahn wenn ich das lese. Da wäre ich echt gerne dabei gewesen :-). Allerdings kann ich auch gut verstehen, das nach 7 Tagen Belastung und so einem Frühstück es einfach nicht mit dem Laufen klappt.
    Ich hoffe, dein Schienbein hat sich wieder erholt.
    LG Helge

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    1. Lieber Helge,
      wenn das nächste Frühstück ansteht kann ich es Dich gerne wissen lassen! :-)
      Viele Grüße

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