I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Mittwoch, 20. Mai 2015

Timing ist alles.

An so Tagen wie heute, wo der Bahnstreik die Autobahnen fest im Griff hat, lohnt sich ein früher Feierabend genauso wenig, wie ein pünktlicher. Man kann entweder zu Hause arbeiten und dabei auf die besten Kollegen der Welt verzichten, oder man führt ungewöhnliche Arbeitszeiten ein. Ich entscheide mich heute für Letzteres. Daheim zu arbeiten bietet sich heute schon alleine aus dem Grund nicht an, weil ich heute wieder mit einer Kollegin zum laufen verabredet bin. Das ausfallen zu lassen wäre frevelhaft und geht gar nicht. 

Es regnet heute in Schüben immer mal wieder und ich bin wirklich froh, dass wir genau pünktlich in einer Regenpause losrennen. Meine Uhr, obwohl das letzte Mal GPS mäßig im "Norden" unterwegs, obwohl das ja gar nicht wirklich der Norden war, wie mir der Deichläufer erklärte, findet sie sich hier sofort wieder und kaum auf der Straße, flitzen wir auch schon los. 

Einmal durch den Gewerbepark und dann kurz durchs Gebüsch und raus auf die Straße, so haben wir es uns jetzt über die letzten Wochen angeeignet und folgen dem Schema F regelmäßig. An der Straße entlang geht's nun leicht abschüssig. Da hupt uns ein entgegenkommendes Auto an und der Typ am Steuer, vollsonnenbebrillt, winkt uns zu. Also das ist mir ja noch nie passiert und auch meine Kollegin behauptet absolut glaubhaft, dass auch ihr für gewöhnlich die Männer nicht an einer Bundesstraße bei 70km/h aus ihren Autos zuhupen. Ich glaube ihr das mal so. 

Natürlich hat dieser Typ es geschafft und ist für die nächsten Minuten unser Gesprächsthema, ehe wir uns wieder schöneren Themen, wie Arbeit, Wettkämpfe und allgemeinem Wohlbefinden widmen. Die knappen 40 Minuten für 6km vergehen so dauerquatschend wie im Flug und auch der unebene Untergrund macht mir heute nicht so sehr zu schaffen. Wir können zum ersten Mal gemeinsam, quatschend Dauerlaufen ohne dass ich eine Gehpause brauche. Egal ob für das Knie oder die Puste. Heute ist keine notwendig. 

Wieder ein Fortschritt. 

Als wir zurück am Büro sind, schaffen wir es allen wichtigen Führungspersonen noch nassgeschwitzt zu begegnen und uns für unsere massive Sportlichkeit, die wahnsinnige Ausdauer und tolle Motivation ausgiebig loben zu lassen. Da kann man nur sagen: Timing ist alles! Wir haben es diesbezüglich eben einfach drauf. 

Kommentare:

  1. Na super, liebe Claudi, Du hast also die weltbesten Kollegen. Deshalb darf ich mich mit dem Rest rumeseln :-((

    Würde ich meinem Chef nassgeschwitzt begegnen würde ihm vor Schreck nur die Zigarette aus der Hand fallen. Auf meine Laufbilder im Büro ist er noch nie auch nur mit einem Wort eingegangen.

    Freu Dich über Dein Arbeitsumfeld!

    LG Volker

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    1. Das tut mir natürlich leid Volker. Mein Chef ist selbst nicht wirklich laufbegeistert, aber ich glaube, er erkennt, dass der Ausgleich zur Arbeitswelt seinen Mitarbeitern gut tut. Das ist viel wert.
      Ich freue mich auch wirklich! Danke.
      Viele Grüße, Claudi

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  2. Du willst Lob für Dein Durchhaltevermögen? Meines hast Du! Dickes Lob! Und wenn Du solche Kolleginnen hast, kann eh nicht viel schief gehen.

    Weiterhin alles Gute für Dich und Dein Knie und überhaupt ...

    Liebe Grüße
    Rainer

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    1. Erst die Managementriege und jetzt auch noch ein Lob von Dir, das ist doch wie Weihnachten und Geburtstag zusammen! Vielen Dank!
      Alles Liebe, Claudi

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