I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 18. August 2013

RTF - ich finde den Weg!

Madita und der Zeugwart hecken manchmal wirre Dinge aus. An das Letzte kann ich mich zwar kaum erinnern, aber heute ist definitiv so eine Gelegenheit. Die beiden beschließen, dass heute eine RTF gefahren wird. Das Höhenprofil zeigt an, dass es immer nur bergauf geht. Aber bitte. Weil wir das mittlerweile äußerst selten tun, ist schon mal klar, dass wir das Startnummernband vergessen. Daran erkennt man eben geübte RTF Teilnehmer. 

Der Zeugwart lädt uns zur Teilnahme ein und nachdem die Startnummern fädenziehfrei befestigt sind, geht's auch schon los. Es tröpfelt leicht, aber weil wir das nicht bestellt haben, hört es dann natürlich auch gleich wieder auf. 

Nach 8km gibt es bei dieser Veranstaltung die Streckenteilung. Der Zeugwart und Madita fahren heute 72km und 600hm. Da meine Prellung vom gestrigen Rad fahren auf hubbeliger Strasse schmerzt und ich gestern Nacht aus diesem Grund gefühlte 100 und reale 6 Mal wach gewesen und aufgestanden bin, fahre ich weiter geradeaus und widme mich der 42km Tour. Ich hoffe darauf keinen Platten zu bekommen und lege los. 

Die Tour führt mich durch Ober Erlenbach bis nach Friedrichsdorf. Hier endet mein angeborener Orientierungssinn. Ich war bewusst noch nie hier. Leider endet hier auch die Ausschilderung. Zumindest sehe ich kein Schild mehr. Ich fahre also dem letzten Schild nach und biege links ab in den Ortskern. Und da verließen sie mich. Also die Schilder. 

Wenigstens kamen mir noch zwei Herren hinterher, die ganz offensichtlich ebenfalls kein weiteres Schild gesehen haben. Nachdem ich eindeutig festgestellt habe, dass ich in unserem illustren 3er Kreis tatsächlich die beste Orientierung habe, lasse ich die Herren, die sich sicher sind, in die falsche Richtung fahren und besinne mich. Im Ernstfall kann ich ja immer noch umdrehen. Nachdem ich die Handykarte bemüht habe, und die Strasse doch nicht mit kompletter Sicherheit ausmachen kann, fahre ich die Strasse, die ich mittlerweile 8 mal hoch und runter gefahren bin, weil ich den richtigen Weg gesucht habe, einfach noch ein letztes mal hoch. Hier bin links abgebogen, also fahre ich jetzt rechts. 

So finden das Rädchen und ich nun also den Weg zurück. Und irgendwann gibt es dann auch wieder ein Schild. Das ist toll und so halte ich an und mache ein Rädchen-Schild-Erinnerungsbild. 

Wahrscheinlich waren Schilder da, aber ich habe nix gesehen. 

Den Rückweg finde ich dann gut. Ganz offenbar bin ich -zufällig- auf den RTF Rückweg gestoßen. Manchmal gehört eben auch ein bischen Glück dazu. Ich war 38km unterwegs. Und ich habe zurück zum Auto gefunden. Das ist doch mal was. 

Im Ziel warte ich auf den Zeugwart und Madita. Ich sitze unter einem Sonnenschirm im strömende Regen und esse ein Stück extrem leckeren Zebrakuchen. 

Kommentare:

  1. Hallo Claudi,
    es ist jetzt nun nicht mehr lang bis Köln. Schade das deine Prellung immer noch spürbar ist :-(. Ich hoffe, sie wird dich beim Wettkampf nicht allzu dolle stören. Ich drück dir die Daumen :-).
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,

      mittlerweile war ich ja bereits mehrere Tage schmerzfrei und nur das Radfahren hat alles wieder merkbar gemacht. Ich habe also Hoffnung, dass das bis Köln wieder passen wird. Und wenn nicht, dauert es halt eine Idee länger... es wird ja sowieso eine Bestzeit. ;-)

      Liebe Grüße, Claudi

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  2. Noch eine Schilder-Analphabetin, die sich zwischendurch verfranzt - ich bin nicht allein! ;-)
    Herrlich, dass die beiden Kerls so selbstsicher in die falsche Richtung gedüst sind. Ist überliefert, ob auch sie den Weg ins Ziel noch gefunden haben?

    Liebe Grüße,
    Anne

    P.S.: 5. Versuch - der Spamschutz nervt, mit der WordPress-OpenID geht gar nichts! :-(

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    1. Liebe Anne,
      ich saß ja noch eine Weile im Zielbereich, weil ich auf den Zeugwart gewartet habe... in dieser Zeit kamen die Herren nicht an.

      Tut mir leid mit dem Spamschutz. Zur Not sollte es auch "anonym" klappen oder mit Name / URL.

      Liebe Grüße,
      Claudi

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