I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Mittwoch, 25. September 2013

Das letzte Mal

Viele Dinge passieren auf der Welt zum letzten Mal. Das passiert ganz automatisch, wenn nämlich einfach etwas zu Ende geht. Das passiert in schlimmen Situationen, aber es passiert vor allem auch in tollen Situation. Manchmal macht man Dinge unbewußt zum letzten Mal und manchmal passiert es eben, weil die Zeit dafür gekommen ist. Heute ist so ein letzter Tag an dem ganz viele Dinge zum letzten Mal passieren für die Teamchefin. 

Wir haben schon seit letzter Woche angefangen darüber nachzudenken, dass der letzte Freitag tatsächlich der Letzte in ihrem Leben war, den sie als unverheiratete Frau verbracht hat. Genauso war es mit dem Wochenende und eben jedem Tag seit letztem Freitag. Bis heute. Heute ist quasi irgendwie Finale. Man macht zwar kein großes Aufheben drum, und es gibt ja auch genug Leute die behaupten, ob verheiratet oder nicht, es ändert sich nichts. Und doch ändert sich natürlich etwas. Man ist dann eben verheiratet. Ein großer Schritt für ein Menschenleben. Ein großer Schritt für das eigene Empfinden und doch eigentlich nur ein kleines Wort. 

Ein Ja, was zwei Leben dann ab morgen im Idealfall für immer verbindet. In der heutigen Zeit ist ein Ja-Wort und eine Hochzeit manchmal sehr variabel. Schließlich kann man prima auch ohne Trauschein zusammenleben und es ist daher für viele nicht mehr wichtig eine Ehe einzugehen. Oder es passiert gerade deshalb, weil es eben kein Muss mehr ist? Heutzutage haben Ehepartner unterschiedliche Nachnamen, die Kinder heißen oft ebenfalls anders und so ist es gesellschaftlich längst nicht mehr essentiell verheiratet zu sein. 

Und wenn zwei Menschen dann trotzdem, obwohl sie vollkommen ohne Not sind und sich einfach nur lieben, das Ja-Wort geben und heiraten finde ich das großartig und etwas ganz Besonderes. Die Teamchefin ist in den letzten Jahren ein wichtiger Mensch in meinem Leben geworden und deshalb fiebere ich vielleicht auch in dieser Zeit besonders mit? Es ist heute ihr letzter Tag als unverheiratete Frau. Sie wird ihn bestimmt ähnlich verbringen, wie jeden üblichen Mittwoch und vielleicht erst heute Abend etwas aufgeregt ins Bett gehen. Ich weiß, wie man sich an diesem letzten Tag fühlt.. und es ist ein schönes Gefühl. 

Heute kannst Du Dir die Zeit nehmen noch mal darüber nachzudenken, was bisher geschah... denn morgen geht es einfach weiter. Nur für immer in Liebe verbunden - ganz offiziell. Eigentlich nichts Besonderes, weil es täglich mehrfach passiert und man keine besonderen Fähigkeiten braucht und doch ist ab morgen irgendwie schon alles anders. Für Dich. Und natürlich für den Profiathleten. Aber dieser Post ging nun mal nicht um ihn. 

Kommentare:

  1. Hallo Claudi,
    ich finde es toll, wie du das alles beschreibst :-). Und ich wünsche beiden nur das Beste für Ihre Ehe. Ich hoffe auch, das diese Ehe nicht zu denen gehört, die eben nun doch nicht ein ganzes Leben halten.
    Heute ist ja alles so unverbindlich, so unbedacht. Ich finde, man sollte sich einfach auch mal an Dinge halten, die man verspricht :-)
    Wir haben nächstes Jahr unseren silbernen Hochzeitstag :-). Ja, das ist viel und wir waren echt noch sehr sehr jung als wir geheiratet haben. Aber wie man sieht, muss das nicht heißen, das es unüberlegt war.
    Auf jeden Fall ganz viel liebe Grüße an das Paar und ich kann nur sagen: Es ist sehr schön, wenn man auch ganz offiziell (also mit Trauschein) zu einem anderen Menschen gehört.
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Wow Helge... schon sooo lange verheiratet? Respekt. Das gibt ja nächstes Jahr ein Wahnsinnsjahr bei Dir...

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