I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 17. September 2013

Treppenargumente

Der Zeugwart und ich sollen heute Treppen laufen. Der Trainer denkt wahrscheinlich, dass wir im nächsten Jahr wieder in Köln mitmachen möchten und baut deshalb vor? Ich möchte ja vielleicht gerne in Moritzburg starten, weil das so schön zum geplanten Trainingslager paßt, aber sicher ist da noch gar nichts, von daher steige ich nicht in eine Diskussion über die Trainingsnotwendigkeit von Treppenläufen ein. Wahrscheinlich hat der Trainer sowieso die besseren Argumente?

Auf dem Plan steht nach dem üblichen einlaufen, dass wir 15Sekunden hoch rennen sollen und dabei jede einzelne Stufe nehmen müssen. Für das Runtergehen sollen wir uns 2Minuten Zeit lassen. Ich denke darüber den ganzen Tag nach… wie schnell denkt der Trainer bin ich, damit ich eine Strecke die ich 15Sekunden lang laufen soll, in ganzen 2Minuten zurücküberwinde? Das kann doch gar nicht gehen, wenn ich mich kontinuierlich bewege. Ich versuche es kurz im Büro-Treppenhaus, bin aber natürlich mit Pumps und Hosenanzug nicht konkurrenzfähig und kann deshalb leider keinen Beispielwert für heute Abend festlegen.

Wir fahren mit dem Auto zum Laufen hin. Das ist ungewöhnlich, denn wir wohnen so ländlich, dass eine vorherige Anfahrt zu einer Laufstrecke –außer wir laufen mal bei der Teamchefin und dem Profiathleten- nicht notwendig ist. Ich falle eigentlich direkt vom Schuhe anziehen auf meine Laufstrecke drauf. Ein direkterer Einstieg ist tatsächlich kaum möglich. Heute aber nicht. Der Weg zur Treppe ist zu lang. Wir sollen uns ja nur einlaufen und dann mit den Treppenserien starten. Da würde es nichts bringen, wenn ich mich erst mal 45Minuten einlaufe. Wobei ich dem Trainer locker zutraue, dass ihm das irgendwann auch mal einfällt. Er ist schließlich dermaßen kreativ, dass es einem fast Angst machen kann.

Weil ich weiß, dass die TomTom Uhr für’s GPS etwas länger braucht, schalte ich sie schon im Auto an. Nach 2:30Minuten hat sie das GPS gefunden, wir parken und es kann los gehen. Wir nehmen unsere Kopflampen mit, denn rein zeitlich gesehen, kommen wir in die Dämmerung rein, und da ist es einfach netter, wenn man was sieht. Wir laufen uns zur Treppe hin ein und starten dann die erste Serie. Es gilt 5 mal 15 Sekunden die Treppe hoch laufen und dabei jede Stufe zu nehmen. Runter soll ich in den angesagten 2Minuten gehen. Wie erwartet klappt das natürlich nicht so richtig mit den 2Minuten. Ich bin schon nach 1:10Minute unten. Na ja: ausbaufähig. Die Treppe hoch renne ich mit ordentlich hochgezogenen Knien. Außerdem laufe ich außen und der Zeugwart innen… und das macht ihn natürlich schneller, weil die Treppe mehrere Absätze hat und somit einige Drehungen erfordert. Ich, die mit den kürzeren Beinen im Haushalt, muß also den längeren, äußeren, Weg nehmen. Das Leben ist ja sowieso meistens ungerecht…

Nach den ersten 5 Hochläufen sollen wir eine 10Minuten Laufpause machen. Was laufen in diesem Fall mit Pause zu tun hat weiß ich auch nicht so ganz. Ich habe meinen Puls auf der TomTom Uhr genau im Auge. Da ist die Uhr wirklich prima, weil man die große Anzeige eben –je nach Bedarf- auf Knopfdruck ändern kann. So kann ich, wenn’s gewünscht wird wie jetzt, schnell zwischen Uhrzeit, abgelaufener Zeit und Puls hin und her schalten. Ein Nachteil ist, dass man an diesen joystickartigen Knopf eben auch leicht mal dran kommt, wenn man eigentlich nicht dran kommen will. Plötzlich „Stop“ zu drücken, ist mir aus Versehen allerdings bisher noch nie passiert. Ich habe nur die Anzeigen gewechselt, was für die Aufzeichnung keine Relevanz hat.

Die zweiten 5 Treppenläufe werden anstrengend. Ich laufe weiterhin den weiteren Weg und der Zeugwart ist immer zwei Stufen über mir, wenn er Stop ruft. Das tut er übrigens, wenn die Treppe rum ist, nach 17Sekunden. Aber das erzählt er trainingstechnisch höchst sinnvoll erst beim vorletzten Mal. Ein sehr schlauer Typ der Zeugwart.

Nach den Treppenläufen, geht’s zurück zum Auto. Das verbinden wir einfach mit dem Auslaufen. Manchmal muß man, was das Zeitliche angeht, einfach flexibel sein.

Da die Betreuung meiner TomTom Testuhr übrigens vorbildlich ist und man sich wundert, dass die Uhr für die Findung der Satelliten so ewig braucht, wurde ich übrigens kontaktiert und beratschlagt, was ich dafür bzw. dagegen tun könnte. Ein Schnelltest nach dem Lauf brachte tatsächlich eine besonders schnelle Ortung. Vielleicht ist das ja des Rätsels Lösung? Das wäre ja super. Wenn der spätere Kundenservice dann auch ebenso vorbildlich funktioniert, wie die Betreuung der Tester, könnten sich einige Firmen davon noch was abschneiden.

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