I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 1. November 2014

Joggermotivation: Walker

Mein Knie hat den Bis-da-hin Lauf ganz gut weggesteckt. Es spannt zwar etwas, aber das könnte auch dem gestrigen leicht erhöhten Hacken Einsatz geschuldet sein. Weiß man jetzt nicht. Entscheidend ist auch, es ist jetzt im Moment nicht zu ändern. Ich muß damit leben heute. Aber heute ich will gern laufen gehen. Bei 9°C. 

Bei meiner Geschwindigkeit muß ich mich auch, wenn die Sonne scheint, heute zwiebellookmäßig anziehen. Sonst wird es schnell zu kalt. Und weil das Knie spannt, werde ich heute auch nicht so viele Partien rennen, wie beim letzten Mal. Ich marschiere also los und finde auch gleich mein übliches, nicht ganz so lahmes, Walkingtempo. 

Sonst begegne ich bei meinen Touren eigentlich kaum jemandem. Heute ist der Wald allerdings voll mit Joggern. Wahnsinn, wie so kurz nach dem Frankfurt Marathon der Wald mit Sportlern geflutet wird. Eine Sportveranstaltung schafft es offenbar auch aus dem eingeschlafendsten Jogger das letzte Bisschen Motivation rauskitzelt. Ich bin hier die Waldexotin, wie ich so walkend unterwegs bin. Jeder, wirklich jeder hier, ist am Rennen. Manche holen die letzte Puste aus ihrer Lunge, als sie mich sehen. Ein Walker scheint Jogger ungefähr genauso gut zu motivieren, wie die Sportveranstaltung. Hätte ich das vorher gewusst, würde ich immer da walken gehen, wo möglichst viele Jogger fleißig sein möchten. 

Morgens bin ich allerdings immer alleine. Aber morgen, da gehe ich ganz sicher wieder hier in den Wald und biete allen Joggern die Möglichkeit sich niemals enden wollende Motivation zu holen. Anscheinend kommt man sich unfassbar sportlich vor, wenn man an einem Walker vorbei kommt. Und dabei werde ich heute gar nicht überholt, sondern mir kommen alle Jogger entgegen. Für sie könnte ich auch eine Spaziergängerin sein. Es sei denn, ich sehe wirklich unheimlich sportlich aus, wovon ich jetzt einfach mal nicht ausgehe. Immerhin habe ich ja einen Spiegel zu Hause. 

Ziemlich sportlich jogge ich rund 500m am Stück, das ist für das Knie heute ganz brauchbar. Wenigstens ein bisschen, damit die Spannung nicht schlimmer wird, aber mein Körper versteht, wo wir irgendwann wieder hinmöchten. So eine Richtung oder ein Ziel vor Augen zu haben ist nicht verkehrt, denke ich mir zumindest. 

Ich bin heute kaum länger unterwegs als wenn ich früher müde rumgejoggt bin. Zeit- und Entfernungsmäßig. Wahnsinn. Ich scheine ein unheimlich flotter Geher. Oder ein ultra langsamer Jogger, das kann auch sein. Natürlich. Ich halte Letzteres sogar für wahrscheinlicher, wenn ich ehrlich bin. Aber egal. Bewegung ist Bewegung, solange es dem Knie gut tut. Und ordentlich durchgeschwitzt bin ich auch mit dieser Art der Bewegung. Außerdem zeigt die Pulsuhr auch so einen beachtlichen Durchschnittspuls an. Ich muß mich ganz offensichtlich auch fürs Gehen anstrengen. Die Kondition ist also derzeit noch auf Urlaub. Mal sehen, wie viele Wochen sie noch eingereicht hat. 

Kommentare:

  1. Schritt für Schritt zurück zur Fitness. Du machst das schon richtig. Nicht übertreiben und in Bewegung bleiben ist das Motto. Und wenn Du die anderen Läufer motivierst, etwas flotter zu machen, ist das doch auch gut ;)

    Liebe Grüße
    Rainer 8-)

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    1. Da hast Du recht Rainer. Danke.
      Viele Grüße, Claudi

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