I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 8. November 2014

Rüsselcross


Natürlich ist es genau so, wie es sich schon gestern angefühlt hat... ich habe heute ordentlich Muskelkater. Haare kämmen wird zur Herausforderung und ich habe heftige Schmerzen im unteren Rücken und im Hintern. Offenbar mache ich meine guten Vorsätze wahr, spanne die Muskeln ordentlich an und schwimme konzentriert angestrengt? Endlich. Irgendwann wird der Muskelkater dann sicherlich auch nachlassen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Nur durch Zufall erfahren wir, dass ein Vereinskollege heute ganz im Zeichen der Elefanten laufen und radeln wird und den Wald rund um Rüsselsheim beim 11. Rüsselcross unsicher machen will. Also planen wir heute unsere normalen Samstagsaktivitäten um dieses Event drumrum. Es ist immer schön, wenn jemand zum anfeuern an der Strecke steht und da der Athlet ahnungslos ist, wird er umso begeisterter sein, wenn er uns im Wald sieht. 

Beim Rüsselcross finden wir schon gleich das Parkplatzschild lustig. Es führt nämlich in eine Sackgasse. Offenbar ist es lediglich als Hinweis gedacht, dass man hier in der Gegend am Besten parkt um dann einen kurzen Weg zur Wechselzone zu haben. Bis wir diesen versteckten Hinweis allerdings verstehen, fahren wir noch mal um den Block. Immerhin könnte es ja sein, dass wir ein zusätzliches Schild übersehen haben. Haben wir aber nicht. Also parken wir "in der Region" und laufen dann in die Richtung, in der wir bei der ersten Runde schon die Athleten haben langgehen sehen. 

Die Helfer beim Rüsselcross sind zahlreich und wissen sehr gut Bescheid. So können sie uns prima Hinweise geben, wo wir uns am sinnvollsten hinstellen um den Athleten so oft wir möglich zu sehen und nicht selbst in zu extremen Stress zu geraten. Die Helfer sind großartig. Alle die wir sehen. Sie wissen wirklich toll Bescheid, und feuern ordentlich mit an. Bis zum letzten Crossduathlonathleten. 


Da hier einige Runden laufend, dann Rad fahrend und dann wieder laufend zu absolvieren sind, schaffen wir es unseren Athleten ganze dreimal auf der ersten Runde anzufeuern. Dann wechseln wir auf die Radstrecke und sehen ihn dort ebenfalls zweimal. Wir stehen an der Radstrecke direkt an einer Schikane und schon weiß ich, was ich unbedingt üben muß. So galant, wie 97% der Teilnehmer, würde ich hier nämlich nicht durchfahren. Ich würde es so machen, wie 3%: den Verkehr aufhalten. Komplett. Also merke ich mir, ehe ich mich hier irgendwann mal anmelde... Blickführung üben. 


 
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Unser Athlet schlägt sich prima. An der Schikane wie auch überall sonst. Er ist gut dabei, lächelt immer wenn man ihn sieht und schafft es sogar noch, sich ein paar Mal sichtlich über unsere Anwesenheit zu freuen. Überhaupt ist jeder Athlet hier super und alle sind ziemlich sauber als sie nach dem zweiten Lauf dann auf den Weg ins Ziel sind. Ich habe schon Fotos dieser Veranstaltung gesehen, da konnte man die Teilnehmer überhaupt nicht mehr erkennen, so schmutzig sind sie auf der Strecke geworden. Heute dagegen erkennen wir den Athleten schon von weitem. Beides hat sein Gutes, obwohl dieses herrliche Wetter einem Crossduathlon nun wirklich nicht so viel Ehre macht. 

Die meisten Athleten kommen hier zwischen 1:15h und 1:45h ins Ziel. Gut, dass ich bei solchen Wettkämpfen nicht mitmache... das wäre sonst nachmittagsfüllend für die armen Veranstalter und die vielen Helfer an der Strecke. Ich spurte heute ein längeres Stück durch den Wald, damit ich den Athleten gleich nach dem Wechsel auf's Rad anfeuern kann. Das ist der einzige Sport, den ich heute mache. Der Spurt ist länger, als alle Laufstücke, die das Knie bisher gemacht hat. Ich bin gespannt, wie es diesen Umstand wegsteckt. 

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