I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Freitag, 27. März 2015

Schloß und Winkel


Um die Fitnessstudiosache jetzt also richtig anzukurbeln, besorge ich gestern als Allererstes mal ein Schloß. Jeder Spind in meinem neuen Domizil kann eigenständig mit einem Schloß verriegelt werden, und das bringt man -verständlicherweise- selbst mit. Ich entscheide mich im Baumarkt für ein Zahlenschloß. Da muß ich nämlich dann keinen Schlüssel mit mir rumschleppen. Im Baumarkt ist die Auswahl riesig und alle Schlösser stehen auf 0. Alle, bis auf eines. Nämlich das, was ich mir kaufe. Das hat irgendeine andere Zahl eingedreht und ist mir deshalb sofort sympathisch. Nicht so ein Einheitsbrei.
 
Daheim will ich das Schloß, dass eingeschweißt geliefert wird, öffnen und eine neue Zahl einstellen... da stelle ich fest, dass die Werkseinstellung hier ganz offensichtlich nicht 3 mal die Null ist. Und das Abenteuer beginnt. Natürlich bekomme ich das Schloß nicht auf und auch der Zeugwart hat seine wahre Mühe es dann schlußendlich doch zu öffnen. Bei diesem Schloß hat sich der Werkseinstellungsverantwortliche einfach mal einen Spaß erlaubt. Und ich dachte schon, ich spinne.
 
Heute mache ich mich dann also mit dem Schloß, Wechselschuhen und einem Handtuch bewaffnet auf ins Fitnessstudio um mich weiter mit der Beinpresse anzufreunden. Das Schloß paßt prima an den Spind und die Schuhe sind selbstverständlich auch flott gewechselt. Als Triathlet sind langsame Wechsel ja sowieso keine Option.
 

 
 
Hier ist morgens tatsächlich besonders wenig los. Ich könnte mich zwischen einem Gerätezirkel, zwei Laufbändern, drei Fahrrädern und allen Kraftmaschinen sowie den TrX Bändern oder den Freihanteln entscheiden... aber meine Richtung ist klar defniert. Auch heute wird es wieder ausschließlich die Beinpresse.
 
Insgeheim hoffe ich, dass sich schon was getan hat und es mir deshalb heute leichter fallen wird, als noch gestern. Ist aber nicht so. 35 Wiederholungen gegen einen nicht zu bewegenden Widerstand zu drücken ist anstrengend und schweisstreibend. Die ersten 35 schaffe ich fast noch spielerisch, die zweiten 35 schaffe ich nur mit durchbeissen und bei den letzten 35 muß ich absetzen und nach einer kurzen Pause 10 dranhängen. Liegt vielleicht auch an dem geänderten Winkel?




Gestartet wird bei einem Beinwinkel zur Platte von 90° und bei jedem Satz rückt der Sitzschlitten näher an das Brett ran, um den Winkel vom Knie zu verkleinern. Klappmesserfalttechnik irgendwie. Genauso, wie es der Quälgeist angeordnet hat.
 
Schon beim absteigen von der Beinpresse merke ich die Wirkung der Übung im Knie und an den Muskeln um meinen Hintern herum. Das Knie fühlt sich beweglich und gar nicht stockend an. So wie es sein soll und wie es irgendwann, vor langer Zeit auch mal gewesen ist.
 

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