I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 28. Mai 2013

Schwimmer auf der Flucht

Ich habe meine Ernährung nicht gut im Griff derzeit.
Heute esse ich, wie üblich vor dem Abendsport, meine Banane gegen 17h und habe im Schwimmbecken trotzdem das Gefühl ich komme nicht vom Fleck. Komme ich natürlich trotzdem... relativ gut sogar.

Hunger habe ich aber und zwar so viel, dass ich Menschen anfallen könnte. Leider schwimmen die immer weg. Ich habe das Gefühl, alle flüchten vor mir. Ständig ist jemand vor mir, macht eine blitzschnelle Wende und ist wieder weg. Ich komme nicht ran. 

Außerdem ist an den Vereinsmädels eh kaum mehr was dran. Die sind richtiggehend dünn geworden von ihrem Ironmantraining. Unglaublich, ich trainiere auch viel, aber schlanker werde ich davon nicht. Und Hunger habe ich trotzdem. Da stimmt doch was nicht.
An den Jungs, die heute hier noch schwimmen ist auch nix dran, was meinen Hunger stillen könnte, außerdem sind sie mir auch alle zu schnell. Von denen ist keiner einzuholen.
Und den Zeugwart anknabbern geht natürlich sowieso schon mal gar nicht. Innerhalb der Familie wird nicht gerodet. Das ist Ehrensache. Egal ob was dran wäre oder nicht... lieber verhungere ich jämmerlich. Oder lande auf dem Schwimmbeckenboden.

Ich schwimme heute knappe 40Minuten. Dann ramme ich mir meine Schwimmbrille so unschön ans Auge, dass sie sich so festsaugen kann, dass ich das Gefühl habe, mein Auge kommt gleich mit raus. Tut es aber nicht. Dafür ist der Schmerz da. Und der Hunger. Und weil das keine gute Schwimmkombi ist, breche ich ab und gehe ins auf Suppentemperatur hochgeheizte Kinderbecken.

Da lege ich mich einfach ein bischen auf den Rücken, lasse mich treiben und stelle mir große Mengen von Essen vor. Sehr gut gefallen würde mir zum Beispiel gerade ein Nudelauflauf. Oder ein sehnen- und fettfreies Schnitzel. Mit Pommes. Ich könnte auch für den Anfang mit einem Streuselstück beginnen. Als die Vorstellungen zu großartig werden und meine Phantasie droht mit mir durchzugehen, bekomme ich Gesellschaft.

Das ist gut. Obwohl wir kein anderes Thema haben, sondern das Abendessen der Vereinsmädels besprechen, ist mein Hunger leichter zu ertragen, wenn ich nicht alleine bin.

Ich finde, die Frankfurter Schwimmbäder sollten unter der Dusche nach dem Training etwas zu essen reichen.
Wir haben nämlich alle Hunger... und es gibt sowieso Regale in die man etwas legen kann. Da wäre doch gut Platz für einen Teller Nudelauflauf oder eben einen Kuchen. Wo kann ich diesen Verbesserungsvorschlag anbringen? Ich muß mich erkundigen.

Kommentare:

  1. Wunderbar - ich hatte beim lesen deines Posts sofort vor Augen, wie du (begleitet von der Filmmusik aus: Der weiße Hai - dumdum, dumdum, dumdum, dumdum) durchs Becken ziehst und ebenso wie der Titelheld der Filmserie deine Opfer von schräg unten begutachtest!

    Ich hoffe, du konntest deinen Hunger später noch (nicht kannibalisch) stillen :D.
    Lieben Gruß, Doris

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    1. Liebe Doris,
      wenn wir vom Schwimmtraining kommen sorgt der Zeugwart für die Essenszubereitung und ich kümmere mich um das Aufhängen der nassen Sachen. So konnte ich nicht kannibalisch meinen Hunger stillen.
      Viele Grüße!

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