I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Montag, 6. Oktober 2014

Aufgeräumter Wald

Wir sind wieder zurück in heimischen Gefilden und nachdem wir den Nachmittag damit verbracht haben für den Flitzer die Daumen zu drücken und damit aber doch leider wieder mal gänzlich versagt haben, muß ich meine Melancholie über die verpasste Chance im kommenden Jahr auf der großen schwarzen Insel in unfassbarer Hitze sportlich zu sein, in die Natur hinaustragen. Wie schade. Ich kann es kaum in Worte fassen und ich weiß genau, wie gerne der Flitzer gefahren wäre. Ich kann ihn verstehen und doch kann ihm keiner helfen. Es wäre auch irgendwie zu schön gewesen. Er wird es wieder versuchen... jetzt wo er weiß, was möglich ist, wenn einfach alles paßt. 

Mein Rädchen hat mich ein paar Wochen nicht gesehen, aber um die Abwesenheit wieder gut zu machen habe ich ihm etwas mitgebracht. Ich brauchte sowieso ein Schutzblech, weil es mit einem Crosser im Wald im Herbst ja auch mal dreckig werden kann, und in den USA hat der Zeugwart ein tolles entdeckt. Es hat hinten und oben drauf ein rotes Licht, was man auf Dauerbeleuchtung und auf blinken einstellen kann. Ich habe es montiert und fahre deshalb ab sofort mit Schutzblech durch die Gegend. Und wenn's dämmrig wird oder gar dunkel, dann schalte ich es an. Das ist doch mal ein gigantisch gutes USA Mitbringsel. Ich freu mich. 

Draußen haben wir 16Grad als ich losfahre und ich ziehe mir ein Unterhemd und eine Windstopperjacke an. Das ist zu wenig. An den Armen wird es mir ganz schön frisch und das, obwohl ich nicht schnell unterwegs bin. Ich fahre meine übliche Radrunde nur andersrum und stelle jede Menge Veränderungen fest. Es ist wirklich ordentlich was passiert in nur drei Wochen. Die Gemeinden waren nicht untätig. Die Straßenmarkierungen wurden neu gemacht, viele Büsche wurden dem Erdboden gleich gemacht und im Wald wurde mal ordentlich aufgeräumt. Was ein Gegensatz zu den Redwoods, wo alles kreuz und quer rumliegt und jährliche zahlreiche Besucher nur deshalb vorbei kommen  um die gefallenen Bäume anzusehen. Andere Länder, andere Sitte. 


Nach etwas über der Hälfte des Weges begegnet mir der Zeugwart. Er ist nämlich auf einer Laufrunde um den aktuellen Fitnessstand zu prüfen. Und weil ich ungefähr doppelt so flott unterwegs bin, wie er, treffen wir uns dann auch wieder zeitgleich zu Hause. Wir sind ein eingespieltes Team. Cool. 

Kommentare:

  1. Oh der arme Flitzer. Ich hoffe, er ist nicht zu sehr traurig.
    Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal :-)
    Ein guter Freund von uns hat es dieses Jahr geschafft und beschreibt nun die letzten Tage vor dem großen Rennen auf seinem Blog http://ironpeterblog.com/.
    Sehr interessant und irgendwie doch eine ganz andere Welt :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Wenn die nächsten Male bloß nicht immer so anstrengend wären... ;-)

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