I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Tatsachenschranke

Gestern steckte mir der Frankfurt Marathon noch ordentlich in den Knochen und das, obwohl ich ihn ja gar nicht gelaufen bin. Trotzdem war das Anfeuern für mich anstrengender als sonst. Aber, weil unsere Athleten es so richtig genossen haben, dass wir am Rand angefeuert haben, hat sich alles gelohnt. 

Heute will ich selbst versuchen laufen zu gehen. Ich will außerdem probieren, ob es nicht doch Stückweise mit ein bisschen rennen geht. Nicht, dass ich dem blauen Knie jetzt gleich wieder zuviel zumute, aber so ein Stück mal ausprobieren und antesten, sollte möglich sein und nicht zuviel Schaden anrichten, falls überhaupt. 

Ich muß früh los. Wer weiß, was heute Nachmittag im Büro so alles anliegt. Außerdem ist es stockdunkel, wenn ich heim komme, außer, wenn ich einen halben Arbeitstag einlege. Da ist das morgendliche Laufen gehen doch attraktiver. Eine Lampe nehme ich natürlich trotzdem mit, es wird ja gerade erst hell und wer weiß, wie es sich im Wald so zeigt. 

Der Oktober schöpft seine Möglichkeiten, die er mit dem Herbst und seinen Temperaturen hat, heute mal wieder voll aus. Draußen sind es nur 7°C und wenn man walkt, dann wird einem nicht so schnell warm, wie beim laufen. Ich mache heute deshalb einen auf Zwiebelsystem und packe mich wärmer ein. Die vorgenommenen Laufintervalle werden nicht in der Überzahl sein, es besteht also keine Gefahr, dass mir zu warm wird. 

Für morgens habe ich mittlerweile schon eine übliche Laufrunde, die nur ein kurzes Stück durch den Wald führt. Die meiste Zeit laufe ich über Wiesen und an Weiden vorbei. Da ist es -dank fehlender Bäume- schon mal von Grund auf heller. Ich bin heute noch schneller als sonst und bin blitzartig am Wendepunkt von letzter Woche. Die geplanten 15Minuten sind aber noch nicht um, also laufe ich noch weiter. Dabei entdecke ich mitten zwischen den Bäumen eine Schranke, die sonst von Blättern komplett verdeckt ist. Wer hier überhaupt auf die Idee kommt, dass jemand reinfahren könnte, frage ich mich da. Die Schranke steht -gut verschlossen- einfach im Wald. Dass hier eine Einfahrt war, ist wohl schon ein paar Jahre her... 


Meine Zwischenlaufstücke funktionieren gut. Insgesamt sind es vielleicht 100m, wenn ich großzügig aufrunde. Ich bin sowieso ein  Freund von runden, von daher paßt das schon. Die Lauferei ist für mein Knie komisch. Es ist als hätte ich ein Gewebeecho im Knie. Alles merke ich nach. Aber Schmerzen habe ich keine, es ist lediglich etwas unangenehm, wenn's so nachschwingt. Trotzdem wird nicht gleich übertrieben. Ich laufe tatsächlich immer nur ein Stück und walke danach weiter. Außerdem habe ich sowieso kaum Kondition und könnte deshalb schon gar nicht die ganze Strecke rennen. Da muß man den Tatsachen einfach auch ins Auge sehen. 

Kommentare:

  1. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Und du auch. Immer ein kleiner nächster Schritt.
    Aber egal wie klein, Hauptsache, die Richtung stimmt :-)
    Und die Kondition kommt von selbst wieder.
    Bald rennst du wieder durch den Wald :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Danke Helge... ja, ich habe das Gefühl, die Richtung stimmt derzeit!

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