I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 3. Dezember 2013

Wie im Altenheim

Arzttermine an zwei Tagen direkt hintereinander ist selbst in meiner Situation ungewöhnlich. Eigentlich ist sonst immer mindestens ein Tag Pause. Aber ich befinde mich ja quasi in einer Notlage. Oder besser in einer Unverständnislage. Immerhin ist der Fuß ja plötzlich und ohne Grund blau. 

Der Arzt schaut also heute nicht nur nach der Heilung der Schrammen am Arm und der Wunden im Gesicht, er betrachtet auch aufmerksam mein Bein, die Wunde am Knie und den Fuß. Er ist die Vertretung für meinen normalen Arzt, der ist nämlich auf einer Fortbildung und kann sich deshalb heute nicht kümmern, und so bin ich seine Behandlung also nicht gewöhnt. Der Vertretungsarzt schaut lange und ausgiebig, drückt ein bisschen auf meinem Bein rum, hört mein Wimmern und nickt irgendwie zufrieden. 

Dann darf ich mich wieder anziehen und er sagt, dass er alles prima findet. Die Wunden heilen gut, gerade die tiefe Wunde am Knie verheilt sehr schnell, dafür wie sie in meiner Patientenakte beschrieben ist. Ich soll unbedingt vermeiden, dass der Schorf aufweicht. Erst wenn der also komplett  weg ist (und zwar von sich aus), darf ich wieder schwimmen gehen. Im Nachsatz kommt gleich "von wasserdichten Klebepflastern halte ich nichts". Aha... er wußte gleich, dass ich das fragen würde. Gut, dann also nicht. 

Meine blauen Flecken geben sich heute wieder besonders viel Mühe in allen Farben zu schillern und auch der Knöchel strahlt so extrem, dass der Ersatzarzt einfach was dazu sagen muß. Sie leuchten nicht umsonst, soviel ist sicher. Der Arzt sagt, dass der blaue Fleck einfach der Schwerkraft folgt und es normal ist, dass er nun am Knöchel sitzt. Auch die Intensität ist ok für das was passiert ist. 

Er teilt mir mit, dass es nun an der Zeit ist, das Abklingen der blauen Flecken mit etwas Training zu unterstützen und beschreibt mir ein paar Übungen aus der Flugzeug-Gymnastiksparte. Ich freue mich und sage "quasi Athletiktraining" und der Arzt lächelt und erwidert "ja, eben Gymnastikübungen, das gebe ich auch öfter als Empfehlung im Altenheim". Ah so. Na gut. Altenheim also. Kein Problem. Ab sofort mache ich also einmal täglich 15 Minuten Flugzeug Gymnastik. Eine Woche lang. Dann darf ich die Zeit aufstocken. Leicht aufstocken sagt er. 

Und ansonsten soll ich geduldig sein, sagt er. Ich habe das Gefühl jeder haut in die gleiche Kerbe. 


Kommentare:

  1. Hallo Claudi,
    Altenheim, tztztz, na immerhin ein Anfang. Und du darfst steigern, das ist im Altenheim wohl eher nicht der Fall.
    Vom Absacken der Schwellung habe ich auch schon gehört. Ein weiteres Zeichen, dass es heilt.
    Liebe Grüße und noch ein bisschen Geduld
    Karina

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    1. Liebe Karina,
      stimmt... das Steigern ist ein Vorteil. Gut, dass ich Dich habe... manchmal braucht man einfach jemanden, der einem die Augen öffnet! Vielen Dank.
      Liebe Grüße,
      Claudi

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  2. Tja, immer in Bewegung bleiben, das gilt auch für alte Leute, liebe Claudi ;-)

    In Deiner Situation klingt das alles sehr vernünftig, was der Doc da sagt.

    Wie Karina schon schreibt Du darfst Dich immerhin bald steigern! Das ist doch was!

    Halt die Ohren weiterhin steif!

    LG Volker

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    1. Lieber Volker,
      vielen Dank. Ich bin sehr fleißig was die Gymnastik angeht.
      LG Claudi

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  3. Blaue Flecken folgen der Schwerkraft? Das habe ich ja noch nie gehört :)

    Grüße
    Markus

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    1. Ich auch zum ersten Mal... aber ab dann nun schon mehrfach. :-)

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