I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Donnerstag, 28. August 2014

Trainermeldung dauerbunt

Heute habe ich mich beim Trainer gemeldet. Ich wollte ihm einfach mal wieder einen Zwischenstand geben. Immerhin macht mein Knie kleine Fortschritte und so ein Trainer nimmt –wenn man gesund ist- ja doch merklich am Leben teil. Derzeit tut er das bei mir gar nicht. Ich habe keinen Trainingsplan und ich mache ja im Augenblick keinen wirklichen Sport, der Trainer bekommt also nur mehr oder weniger regelmäßig Zwischenstände um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich merke ja mittlerweile wieder eine deutliche Besserung im fühlen und berühren. Es tut auch nicht mehr dauerhaft weh und ich kann mittlerweile fast jede Nacht durchschlafen, auch mit Lagerungsänderungen. Das ist sehr angenehm. Fahrradfahren tue ich in kleinen Gängen mit möglichst wenig Widerstand, das tut gut und schmerzt nicht. Laufen tue ich derzeit ja bekannterweise überhaupt nicht. Ich gehe, allerdings auch nicht besonders zügig, denn sobald ich beschleunigen merke ich das Knie wieder stundenlang. Jeder stoßhafte Auftritt wird also sofort quittiert. Hinknien kann ich mich ebenfalls nach wie vor nicht.

Seit dem letzten Arzttermin habe ich das Knie nun permanent mit Tape dekoriert. Der gut gemeinte Ratschlag war ja, wenn etwas draufklebt, dann merkt mein Hirn, dass da was anders ist und schenkt dem Knie mehr Aufmerksamkeit. Ich lasse dem Knie diesbezüglich manchmal stundenweise Pausen, ansonsten ist es dauerbunt.



Alles in allem, habe ich allerdings das dumpfe Gefühl, dass es noch eine Weile dauern wird, bis ich sportlich wieder so einsatzfähig bin, wie ich mir das vorstelle. Ich bin deshalb auch gerade am überlegen, was ich mir denn eigentlich so überhaupt vorstelle. Sportlich. Ich stelle jetzt ja deshalb nicht mein ganzes Leben in Frage, aber ich bin im Alter und seit dem Unfall recht realistisch geworden. Ein Ironman ist in den nächsten Jahren einfach nicht drin. Dafür muß man unheimlich fit sein, wahnsinnig viel Zeit dem Training opfern und alles auf eine Karte setzen. Eine Langdistanz ist unheimlich lang, dafür steht sie mit ihrem Namen, und damit ist auch die Vorbereitung gemeint. Ich kann mir derzeit überhaupt nicht vorstellen, dass ich jemals so fit werde, dass ich mir den Start bei einem Ironman zutraue.

Ich kann mir allerdings gut einen Mitteldistanzstart vorstellen. Irgendwann. Wenn die Strecke paßt.  
Schon 10km Radfahren sind derzeit für mich eine so große Herausforderung... ich weiß gar nicht, wie ich jemals 90km überhaupt geschafft habe? Die Zeit gab es aber mal, das weiß ich. Ich muß dann also mal schauen, wie ich die Zukunft mit dem Sport so gestalte. Wenn ich die Bewegung, die ich so mache, dann irgendwann auch mal wieder Sport nennen kann.

Kommentare:

  1. Liebe Claudi,
    gut ist erstmal, das dein Knie sich bessert. Es ist schon erstaunlich, was so manche Verletzung an Heilungsdauer benötigt. Du musst halt jetzt abwarten, bis dein Körper diesen ganzen eingelagerten Müll aus deiner Knieregion abtransportiert hat.
    Und dann wird sich der sportliche Teil von selbst wieder finden.
    Eine Mitteldistanz oder eine Langdistanz, oder was auch immer, ich glaube in dieser Hinsicht kannst du dich von dir selber überraschen lassen. :-)
    Ich bin mir ganz ganz sicher, eines morgens wachst du auf und dann ist dein Knie wieder fit und dann steht dir nix mehr im Weg :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      ich freue mich schon auf den Morgen, wenn es soweit ist!
      Danke Dir... Claudi

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  2. Hallo Claudi.
    Denk doch mal, was du schon geschafft hast in Köln! Das nimmt dir doch keiner mehr.
    Und wenn dein Körper jetzt ein anderes Programm braucht, dann ist das halt so. Vielleicht findest du ja Sachen, die dir jetzt gut tun, anstatt zu hadern. Und wenn es der Seele gut geht, schadet das dem Körper sicher auch nicht.
    Viele Grüße von Alexandra

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  3. Danke Alexandra... ja, manchmal ist es schwierig sich zurück zu erinnern... aber Du hast sicherlich recht.
    Dankeschön. Grüße, Claudi

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