I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Mittwoch, 17. September 2014

Besuch im Jurassic Park

Obwohl ich mich -bekannterweise- meistens nicht an Filme oder Bücher erinnern kann, gibt es Filme, bei denen ich ganz genau weiß, dass ich sie super fand. Da bleibt mir zwar die eigentliche Geschichte nicht in Erinnerung, aber wenigstens, ob es sich gelohnt hat. Das ist ziemlich cool, weil ich so weiß, was sich ganz offenbar auch ein zweites oder drittes Mal lohnt. Wie praktisch. 

Einer dieser absoluten Superfilme ist Jurassic Park. Jede Nummer. Jeder der Filme ist absolut sehenswert und das nicht nur, weil ich Dinosaurier mag. Ich finde die Filme sind gut gemacht, die Natur ist der Hammer und die Dinos realistisch, so wie ich sie mir eben vorstelle. Der Rest der Handlung ist nicht ganz so entscheidend. 

Hier, an der Westküste der USA bietet sich mit den Coastal Redwoods eine einzigartige Kulisse für viele Filme. Gestern haben wir den Waldplaneten Endor besucht und heute wollen wir auf den Spuren der vergessenen Welt wandern: im Fern Canyon. Hier wurden ein paar Szenen aus Jurassic Park  2 gedreht, die Aufnahmen im Film sprechen für sich und der Zeugwart und ich fühlen uns bei unserer Wanderung durch die Schlucht irgendwie wie im Dschungel. Oder wie im Jurassic Park.



Es tropft von den Wänden des Canyons, der komplett mit Farn überwuchert ist. Hier ist der Name absolut Programm. Mitten durch die Schlucht schlängelt sich noch ein Bach, der mal mehr mal weniger tief ist. Netterweise hat irgendein Ranger hier Holzplanken zusammengezimmert und damit Brücken gebaut. So wird sichergestellt, dass wir nicht gleich an der ersten Querung nasse Füße haben. Uns kommen Wanderer mit Gummistiefeln entgegen, das macht Sinn. 

Da das ein Rundweg ist, müssen wir weiter durch die Schlucht, egal wie schwierig der Weg auch sein mag. Mein Knie und ich brauchen mehr als einmal Stützhilfe vom Zeugwart, weil ich einfach nicht so mobil bin, wie das vor dem Unfall der Fall war. Bei manchen Bachquerungen bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das vor dem Unfall besser gewesen wäre. Ich bin einfach nicht so super Kletterer. Jeder kann eben was anderes. Obwohl ich mit regelmäßigem "auf einem Bein stehen" ja bereits meine Fitness im Bezug auf Balance halten trainiere. Das hilft hier außerordentlich, weil ich so auf den einzelnen Steinen, die im Bach liegen und gerade so ein bisschen Aufstellfläche bieten, balancieren kann. 

Der Canyon macht unheimlich viel Spaß, weil es an jeder Ecke was Neues zu entdecken gibt und nach jedem Schritt die Welt schon wieder ganz anders aussieht. Am Ende geht es hinauf auf die Klippe in den Wald hinein. Auch hier stehen vereinzelt Redwoods in einem wirklichen Urwald. Im Gegensatz zu den Küstenwäldern, die wir bisher angeschaut haben, ist hier mächtig viel Unterholz und es gibt am Waldboden keine freie Stelle. Hier kann nichts zur Erde fallen. Gar nichts. Im Humboldt Park dagegen war am Waldboden gar nichts... nur Boden. Und der ist gar nicht so weit weg. Wenn man mal darüber nachdenkt. 

Als wir aus dem Wald wieder rauslaufen regnet es. Da wir mit unseren Storm Pullovern allerdings bestens ausgestattet sind stört das kaum. Wir entdecken trotzdem noch eine Herde Riesenhirsche und zwei Böcke, die über das Meer in die Ferne schauen. Die haben auch irgendwie was urzeitliches, so groß und majestätisch wie sie dastehen. Fehlt nur noch ein Dinosaurier und wir sind wirklich im Jurassic Park. 

Kommentare:

  1. Wow, wie ich dich beneide! Ich bin auch ein riesengroßer Dino- und Jurassic Park Fan, als Kind genauso wie heute :-) Die Wanderung durch den Wald muss wirklich super und total spannend gewesen sein.
    Ich wünsch euch noch eine schöne Reise mit vielen unvergesslichen Momenten :-) Lg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Wanderung durch den Wald, aber vor allem durch die Schlucht war gigantisch! Falls Du mal nach Kalifornien fliegst, laß Dir das nicht entgehen!
      LG

      Löschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.