I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 16. Februar 2014

Timing ist alles

Ich stehe heute mit dem Zeugwart auf, obwohl klar ist, dass ich beim Rad fahren heute nicht dabei bin. Zumindest nicht draußen. Der Zeugwart hatte nach Gesellschaft gesucht, aber da auf allen Trainingsplänen heute entweder andere Sportarten oder andere Distanzen drauf stehen begibt er sich nach dem Frühstück alleine auf die Ironmanrunde. Ich reiche Überschuhe und Ratschläge an und merke mir die Abfahrtszeit. 4 Stunden stehen auf seinem Plan. Hoffentlich schaffe ich alles, was ich währenddessen machen möchte. 

Da wir heute Nachmittag Kaffeegäste bekommen rühre ich als Erstes gleich die Teige für den Marmorkuchen zusammen. Ich bin nicht im Besitz einer Küchenmaschine, und so jongliere ich zwischen dem Handmixer noch mit den Eiern und kleckere die Küche ordentlich voll. Soll sich ja auch lohnen, immerhin gilt es 4 Stunden zu überbrücken. Als der Marmorkuchen im Ofen ist, spüle ich alles, putze die Küche einmal durch und stelle alles für den Käsekuchen raus. Der Zeugwart fand den letzte Woche so lecker und so will ich ihm eine Freude machen, wenn er später heim kommt. Während ich die Zutaten für den Kuchen verrühre, schaue ich nach draußen und sehe, dass es wie aus Eimern gießt. Wie ätzend. Ich hoffe, in der Wetterau ist das Wetter besser. Nass sind vier Stunden äußerst unangenehm. 

Als ich den Marmorkuchen raus und den Käsekuchen reinstelle öffne ich wegen der Hitze das Fenster in der Küche. Der Nachbar schnuppert und kündigt seinen Besuch in den nächsten Stunden an, weil es sich wohl lohnen könnte, so gut riecht es. 

Während der Käsekuchen backt, ziehe ich mir mein Sportzeug an und baue die Rolle auf. Ohne Widerstand ist ja besprochen und wird deshalb auch 20Minuten lang durchgeführt. Ungewohnt. Schmerzen habe ich keine, aber ich merke auch, dass ich die Bewegung schon lange nicht mehr gemacht habe. Die 20Minuten vergehen wie im Flug. Ratz ratz klingelt der Wecker und zeigt an, dass die Aufgabe zu 100% erfüllt ist. Ich will es nicht übertreiben, deshalb richte ich mich nach dem Wecker und steige ab. 
Das fuhr sich gut und der Käsekuchen ist ebenfalls fertig. Prima Timing. 

Irgendwann beschließe ich, dass es nun an der Zeit ist einen Wassereimer runter zu bringen. Der Zeugwart müßte in der nächsten Zeit wieder heim kommen, und weil es draußen ja mehrfach ordentlich geschüttet hat, denke ich, Wasser zum Rad sauber machen, ist nicht verkehrt. Gerade als ich die Haustür öffne, steht der Zeugwart davor. Klatschnass. Es gießt gerade wieder mal ordentlich. Also schicke ich den klatschnassen Zeugwart hoch, damit er seine nassen Klamotten los wird und auch seine Schuhe wechseln kann. Ich kümmere mich in der Zeit um sein Rad. Ist man Athlet bei mir gibt's wirklich ein "fast" rundum Sorglospaket. Nur duschen muß man selbst. Was ein Timing. 

Die Kuchen schmecken dem Zeugwart und unserem Besuch prima. 

Kommentare:

  1. Welch Traumtag für deine bessere Hälfte :)

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  2. Naja, das Fahren im Ragen war wahrscheinlich nicht wirklich schön. Aber ich denke, für deinen Schatz hat es sich trotzdem gelohnt :-).
    Er bekommt das Rad geputzt und so viel leckeren Kuchen ... Wahnsinn! :-)
    Hättest du vorher was gesagt, dann wären wir auch vorbei gekommen :-))))

    LIebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge... Ihr seid jederzeit herzlich willkommen... ich werde noch ein paar Wochen Sonntags Kuchen backen, weil ich nicht mitradeln kann. :-)

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