I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Freitag, 10. April 2015

Das große Packen

Die Abreise zu unserem diesjährigen Trainingslager naht und weil wir bis zur Abfahrt bzw. eher bis zum Abflug (immerhin geht es nach Mallorca) noch viel zu erledigen haben und auch bis zuletzt arbeiten, müssen wir die Vorbereitungen eben jetzt über die Woche hinweg treffen. Das ist für mich nicht ganz so einfach, denn ich vergesse immer leicht, was ich schon alles rausgelegt habe und was nicht. Früher, als ich noch Kind war, hat meine Mutter ganze Oktavhefte voll geschrieben, mit Urlaubslisten, ich arbeite mit verschiedenen Zetteln, aber immerhin auch mit Listen. Ob ich dann aber im entscheidenden Moment wirklich alle abgearbeitet habe, bleibt bis zur Ankunft im Urlaubsort oftmals ein Geheimnis. Manche Dinge, die Eltern ihren Kindern vorleben dringen also offenbar einfach nicht durch, mag auch daran liegen, dass ich einfach kein Oktavheft zur Hand hatte, seit dem ich von zu Hause ausgezogen bin? 

Damit es mit der Verpflegung im Trainingslager auch stimmt und wir nicht mit einem Hungerast vom Fahrrad fallen, ist das Zusammenstellen der Verpflegung ein besonders wichtiger Packpunkt im Zeugwartschen Haushalt. Für den Zeugwart, weil er seine zusammengeklaubten Schätze einfach mal sichten, prüfen und sortieren kann, für mich, weil ich im Bezug auf Konsistenz und Geschmack etwas anspruchsvoll bin und nicht einfach einen Apfel-Tomaten-Riegel im Trikot finden möchte. Sowas schmeckt mir nämlich nicht. Körner und Schokolade lasse ich mir noch gefallen, aber Zimt-Mango oder sonst so einen exotischen Geschmack brauche ich wirklich nicht. Da falle ich dann wegen Geschmacklosigkeit vom Rad, nicht wegen Hunger. Beides muß vermieden werden. Dringend. 

Die Sichtung des Zeugwartschen Verpflegungslagers nimmt einige Zeit in Anspruch. Darüber muß man sich im klaren sein, wenn man einen Zeugwart im Haus hat. Bei uns sind Gels verschiedenster Marken, Riegel und Getränkepulver in entsprechenden Kisten gelagert, so dass man dann nur noch zwischen den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen entscheiden muß. Was natürlich trotzdem schwierig sein kann, immerhin weiß ich oftmals jetzt noch nicht, auf was ich nach einer Bergauffahrt so Lust habe, wobei es höchstwahrscheinlich wieder nur Körner und Schokolade sein werden. Bei allem anderen tue ich mich schwer. Geschmacksmäßig. Zitrone und Orange gehen allerdings auch, wenn die Konsistenz eher saftig als gelig ist. 


Meine Wahl für das Trainingslager, außer Radklamotten, Radschuhe, Laufshirts, Laufhosen, Pulli's, Radjacke, Windweste, Regenjacke und Arm- sowie Beinlingen und Laufschuhen fällt deshalb auf das Getränkepulver von Dextro und deren Gels in Orangen- und Zitronengeschmack. Die sind extrem flüssig und mit denen kann ich ganz gut. Alles ist sogar wettkampferprobt... das wird für Mallorca ja wohl dann auch passen?!

Ich schätze mal, dass wir ungefähr 4kg Verpflegung in den Tüten haben, die nun gen Kofferpackstation wandern. Ähnlich viel Werkzeug dürfte bereits oben liegen und samt Sonnencreme bin ich mir fast sicher, dass wir die 23kg pro Person gut ausnutzen werden. Wäre ja auch schade, wenn man sich mit weniger zufrieden gibt, irgendwie. 

Weil ich in die 23kg leider die Beinpresse nicht reinbekomme, gehe ich heute noch mal zur Kniereha ins Fitnessstudio. Höchstwahrscheinlich wird das Knie genug Training bekommen in der kommenden Trainingslagerzeit, so dass die Beinpresse eh vernachlässigt werden kann. 


Mittlerweile schauen mich die Menschen auch nicht mehr ganz so schräg an, wenn ich in Jeans und Oberteil an der Beinpresse rumsitze und mein Training abspule. Man hat sich also offenbar an den Anblick gewöhnt. Hoffentlich findet in der Woche jetzt keine Entwöhnung statt... 

Kommentare:

  1. Guten Morgen! Es war einfach ZU schön, Euch im Terminal 2 zu treffen. :-) Ich wünsche Euch einen wunderschöne Reise.

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