I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 9. August 2014

Kreuz und quer durch den Wald

Ich hatte eine harte Woche. So richtig hart. Mein Chef ist ein Nachtarbeiter und ganz offensichtlich genießt er manchmal mein Gesellschaft. Auch nachts. Im Büro natürlich. Also war ich diese Woche spät unterwegs und habe buchstäbliche Nachtschichten eingeschoben, wie niemals zuvor. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich derartige Aktionen regelmäßig brauche, aber das kann ich ja zu einer anderen Zeit überlegen. Manchmal scheinen es Planungsmängel zu sein... manchmal geht es aber eben auch nicht anders. 

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin heilfroh, dass heute Wochenende ist und ich nichts zu tun habe. Ich schlafe etwas länger als sonst und mache dann ein paar Besorgungen, ganz so wie man es eben an einem Samstag tut, wenn man alt ist und keinen Sport machen kann. Denn vom Sport machen bin ich immer noch ein Stück weit entfernt. 

Als ich alles erledigt habe, ist es dann aber doch irgendwie Zeit für etwas Bewegung. Immerhin will ja die TomTom Runner Cardio auch ausgeführt werden. Der beste Test nützt nämlich nichts, wenn man ihn nicht durchführt. Als Vergleich nehme ich meine Timex GPS Uhr mit. Das bedeutet, dass ich einmal den Puls über das Handgelenk und mit der Timex auf "herkömmlichen" Weg über einen Brustgurt messe. 

Ich bin mit dem Rad unterwegs. Laufen geht derzeit ja noch nicht, aber das sollte beiden Uhren egal sein. Manche Strecken fahre ich schließlich so langsam, dass andere das auch laufen könnten. Beide Uhren geben sich nichts im Finden von GPS Satelliten und Herzfrequenz. Und schon kann es losgehen. 

Das Safesport ID Armband ist auch immer dabei. 

Die TomTom Uhr kann ich gut ablesen und die große mittlere Anzeige kann ich mit dem großen Bedienknopf verändern. Das geht leicht und unkompliziert. Während des Radfahrens ist mir die Anzeige allerdings nicht ganz so wichtig. Einfach deshalb, weil ich mich mehr auf den Wald konzentriere, als auf die Anzeige der Uhr. 

Heute verlängere ich die Fahrzeit und fahre einfach kreuz und quer durch den Wald. Ich nehme jeden Weg, den ich finden kann und fahre bis zur nächsten Kreuzung. Manchmal bin ich dabei wirklich ziemlich überrascht, wo ich rauskomme. Aber trotzdem paßt alles. Genauso habe ich mir das Leben mit meinem neuen Fahrrad vorgestellt. Ich kann einfach jeden Weg nehmen, den ich nehmen möchte und einfach lang fahren. Fertig. Keine Diskussion. 

Nach 40Minuten bin ich zurück zu Hause und stoppe beide Uhren. Sie zeigen exakt die gleiche Entfernung an, auf die zweite Nachkommastelle genau. Wow. Die Pulsangaben sind ebenfalls gleich, allerdings rechnet die TomTom Uhr damit unfassbar motivierende Kalorienverbrauchswerte aus. Herrlich. Da muß ich schmunzeln und kann sie leider nicht ganz für voll nehmen. 

Mein Knie hat den verlängerten Waldtrainingsausflug so auf den ersten Eindruck hin auch ganz gut verkraftet. Ich kann mein Rad prima die Kellertreppe runtertragen und habe ein wirklich gutes Gefühl. Außerdem bin ich sehr zufrieden über meinen Kopf, der im Wald keine Zwangspause eingeleitet hat, sondern einfach mitgefahren ist. Weil es Spaß gemacht hat. 

Freitag, 8. August 2014

Endlich: TomTom Runner Cardio

Also damit habe ich ja wirklich schon gar nicht mehr gerechnet und wahrscheinlich ist es deshalb mal wieder eine richtig schöne Überraschung. Im Päckchen, und davon bekomme ich ja sowieso viel zu wenige, wie ich leider immer wieder feststellen muß, das auf unserem Esstisch liegt, befindet sich endlich die neue TomTom Runner Cardio Uhr.
Die Uhr wird, wie auch ihre Multi-Sport Schwester, die ich kürzlich testen durfte, in einer schicken durchsichtigen Box geliefert. Dabei ist kein Brustgurt. Das besondere an der TomTom Runner Cardio ist nämlich, dass sie zuverlässige Pulswerte eben genau ohne Brustgurt liefert. Dafür ist an der Rückseit der Uhr ein entsprechender Lichtmechanismus angebracht, den man schön auf diesem Bild sehen kann. 




Ich lege die Uhr gleich am Esstisch an und stelle fest, dass sie einen durchaus plausiblen Pulswert ausspuckt. Und außerdem stelle ich fest, wie sehr trinken meinen Puls in die Höhe treiben kann. Verrückt.
 
Das gute Stück ist im Vergleich zur Multi-Sport Schwester überarbeitet worden. Das Uhrenmodul und das Armband halten besser zusammen und das Uhrenmodul fällt mir nicht gleich entgegen, als ich die Uhr wieder ausziehe. Das Armband hält durch drei kleine Stifte, die in die Armbandlöcher gesteckt werden, zusammen und eine lästige Schlaufe entfällt. Das finde ich beides echt prima und ich merke sofort, die Entwickler haben sich meine Vorschläge zu Herzen genommen und getüftelt. Prima. Für solche Ergebnisse gibt es Produkttests. Genau dafür.
 
Ich freue mich auf die ersten Einsätze der Uhr abseits vom Esstisch und werde selbstverständlich darüber berichten.


Donnerstag, 7. August 2014

Große Ereignisse

Die Spannung steigt. Zumindest bei mir. Tough Mudder rückt nämlich immer näher. Ich bin sehr gespannt, ob das viele Training dem Profiathleten etwas gebracht hat. Mittlerweile musste sich übrigens ein neues Mudderteam bilden, denn der Tur-Tur fällt krankheitsbedingt leider als Muddermitstreiter aus. Und das, obwohl er sich wirklich vorbildlich in Pfützen gewälzt und durch Maisfelder in bodennähe gerobbt hatte. Schon alleine deshalb, finde ich, hat er ein Tough Mudder Stirnband verdient. Mindestens. Aber ich glaube nicht, dass es die Trophäen zu kaufen gibt. Mit dem Profiathlet startet nun also ein anderer Mudder, Triathlet und diesbezüglich gut im Training. Ob es natürlich für die Hindernisse reicht, das werden wir erst am Samstag sehen.
 
Da ist es nämlich soweit. Samstag Vormittag werden sich die zwei Wilden mit zahlreichen anderen Muddern auf den Weg durch Ortenberg machen um runde 20km an Hindernissen zu überwinden. Dabei wird sich ordentlich dreckig gemacht... natürlich und endlich haben auch alte Klamotten und Laufschuhe mal wieder einen Sinn.
 
Das wird ein äußerst sportliches Wochenende, mit Tough Mudder am Samstag und dem 70.3 Wiesbaden am Sonntag. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Knie dieser Belastung stand hält, aber ich muß das Beste hoffen.

Dienstag, 5. August 2014

Spinnenfreiheit & Waldverhältnisse

Ich will heute früh mit dem Rad zur Arbeit fahren und muß dafür in den Keller. Unser Keller ist seit Monaten spinnenfrei, weshalb ich ganz locker da runter spaziere. Die Spinnenfreiheit habe ich schließlich mehr als einmal überprüft. Ich hole also mein Rad aus dem Keller und will gerade die Tür hinter mir zumachen, als sie mich von unten angrinst. Mir stockt der Atem. 



Sie grinst. Das ist ja der Wahnsinn. Wie frech sie ist. Sitzt da dick und fett auf der Kellertür und grinst mich an. Puh. Ich erschrecke mich ganz schön. Also da gehe ich von Spinnenfreiheit aus, und dann sowas am Morgen. Unglaublich. 

Dagegen ist meine Fahrt heute zur Arbeit total unspektakulär. Ich komm gut voran im Wald und mein Knie verlangt nur einmal nach einem niedrigeren Gang. Das könnte tatsächlich ein Zeichen sein. Im Wald begegnet mir keiner und ich bin wirklich flott unterwegs, so für meine Waldverhältnisse halt. Um die ist es ja nicht wirklich schnell bestellt derzeit, aber es wird. Die kleinen Steine auf dem unbefestigten Waldweg wirken heute nicht ganz so gefährlich wie sonst und auch die engen Wege, die sich schon fast trailartig durchs Unterholz winden, sind mir heute recht freundlich gesonnen. Ich trete so flott, dass ich direkt angestrengt bin. Das ist ja mal ein Erlebnis. Schwitzen wegen Anstrengung und nicht wegen Angst. Ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn die Anstrengung natürlich nur Pille-palle ist. 

Mein Heimweg erfolgt auf gleichem Weg zurück und ebenso flott. Obwohl mir an den engsten Stellen im Wald sogar andere Radfahrer begegnen und ich ausweichen bzw. Platz machen muß, läuft alles wie es soll. Ich mache Platz und fahre einfach am Rand weiter. Kein Problem. Nicht für das Rad, nicht für meinen Kopf und für die anderen Radler ebenfalls nicht. 

Heute ist ein guter Tag. Trotzdem bin ich nicht sicher, ob ich die Spinne heute noch mal sehen möchte. Deshalb bitte ich den Zeugwart in den Keller und er holt die Spinne raus und setzt sie in ordentlicher Entfernung vom Keller ins Gebüsch. Da ist sie sicher vor der neugierigen Kinderhorde die auf der Strasse spielt und der Keller ist sicher vor ihr. Hoffe ich zumindest. 

Sonntag, 3. August 2014

Mit fehlt die Luft.

Ich muß Rad fahren. Nicht, weil ich Sportlichkeit trainieren müsste, immerhin gibt es ja gar kein großes Ziel, außer mein Rädchen kennenzulernen und sicherer zu werden, sondern, weil ich mich einfach nix traue. Das ist Fakt. Ich traue mich nichts. Ich fahre mit dem Rad langsam und eiere rum, das bringt so nichts. Geschwindigkeit bringt Sicherheit und ich muß mit dem Rad einfach ein bisschen zügiger unterwegs sein. Außerdem sollte mir nicht jeder kleine Grashalm oder jedes Steinchen Angst einjagen. 

Der Zeugwart schmeißt aus diesem Grund mein Rad in unser Auto und wir fahren auf einen relativ leeren Parkplatz, der mit unterschiedlichsten Straßenbelägen aufwarten kann. Von guten über schlechten Asphalt über Gras bis zu Schotter ist alles zu haben. Es gibt Bordsteine, Bodenwellen, Wurzeln, Stangenabsperrungen und Kanten, der Zeugwart hat an alles gedacht. 


Der Anfang ist schwierig. Das Gras sieht gefährlich aus und es ist extrem anstrengend, weil ich ständig die Luft anhalte, wenn ich abseits vom Asphalt unterwegs bin. Wenn es nicht so traurig wäre, dann würde ich lachen. Kann ich aber nicht. Mir fehlt schließlich die Luft. Ich fahre Schlangenlinien und bremse öfter mal und irgendwann, kurz bevor ich ganz sicher bewusstlos vom Rad gefallen wäre, da fange ich plötzlich und unerwartet doch wieder an zu atmen. 

Mit atmen geht das alles viel besser. Wer hätte das gedacht? Der Zeugwart fängt an mich rumzuschicken. Ich fahre leicht übers Gras und freunde mich mit den Halmen an. Dann fahre ich auch mal dicht neben einem der Bäume vorbei und nehme die Wurzeln mit. Ganz schön holprig, aber machbar. Ich kann auf den Grasstücken auch alle Unebenheiten überfahren und sogar Kurven drehen. Ich fahre durch die Pfosten durch und auch Löcher im Boden sind kein großes Thema. 


Und dann werde ich total größenwahnsinnig und fahre tatsächlich kreuz und quer über den gesamten Parkplatz. Ich wechsle die Untergründe wie die Unterhosen und weder Gras, noch Schotter können mich mehr halten. Eigentlich unglaublich, was ein bisschen Fahrpraxis und noch ein bisschen mehr Mut ausrichten können. 


Und weil mein Rad es auch kaum glauben kann, wie schön wir zwei heute so durch die Gegend fahren können, hat es sich aus dem Abenteuer ein kleines Andenken mitgenommen. Das Andenken hat es gut versteckt, damit es nicht verloren geht und als Erinnerung an den Mut von heute dienen kann. 

SiTri - Silbersee Volkstriathlon Frielendorf

Also das ist mir heute wirklich etwas zu früh. Ich stehe um 6:15h für die Abholung bereit und bin hundemüde. Die Fahrt nach Frielendorf aus dem Rhein-Main Gebiet geht um diese Uhrzeit zwar relativ flott, aber das nützt nichts. Müde bin ich trotzdem. Frielendorf liegt nördlich in der Nähe von Schwalmstadt und heute wird dort vom TSV Spieskappel die 18. Auflage des Silbersee Volkstriathlons (SiTri) ausgerichtet. Müde sein ist also gerade unpassend. 

Die Wechselzone am 24°C warmen See ist auf der grünen Wiese, genau da, wo es sich für einen Volkstriathlon gehört. Alles ist prima mit Absperrband gekennzeichnet und als ich eintreffe sind DLRG und Rotes Kreuz schon vor Ort. Auf dem See touren drei Boote, was für die Schwimmstrecke von 700m mehr als genug ist und überall springen Helfer rum. Beeindruckend, was der Verein alles zusammentrommelt hat. 

Die Athleten müssen nicht anstehen um ihre Unterlagen zu bekommen und auch beim Check in läuft alles zügig und ohne Schlange. Der Veranstalter und alle Teilnehmer wirken eingespielt und als ich mit den Athleten ins Gespräch komme stellt man fest, dass für unheimliche viele Teilnehmer dieser Triathlon ein Fixpunkt in die Jahresplanung ist. 

Das Schwimmen vergeht für einige Athleten wie im Flug, andere brauchen ein paar Minuten mehr um endlich an Land und in die Wechselzone vorzudringen. Auch in der Wechselzone merkt man die Unterschiede zwischen gut trainiert, Ersttäter und gemächlicher Athlet... aber auf's Rad kommen sie alle. Und schon geht es einen kleinen Stich hoch und hinaus auf die selektive Radstrecke. 

23km lang wird hier Rad gefahren und ständig geht es hoch und runter. Eigentlich logisch, aber als ich die Anstiege sehe, habe ich doch Mitleid mit manchem Gerät. Hier sind einige Athleten bis an die Helmkante bewaffnet, andere aber fahren fast mit historischen Gerätschaften oder mit Mountainbikes. Aber egal wie, alle Athleten schaffen die Anstiege und fahren wie die Teufel auch wieder hinunter um dann rechtzeitig vor dem Balken wieder vom Rad zu springen. 5km werden nun im Anschluß noch gelaufen bis jeder genau neben der Wechselzone ins Ziel einlaufen kann. 

Ich finde es besonders schön, wenn alle Athleten ins Ziel kommen, wenn nichts schlimmes passiert und Wettkämpfer wie Veranstalter mit dem Tag zufrieden sein können. Das scheint heute so zu sein. Müde bin ich trotzdem noch. So müde, dass ich auf der Heimfahrt fast einschlafe... aber nur fast. 

Ehe ich später noch mal ein paar Radübungen mache, muß ich aber erst mal eine Couchpause einlegen, soviel ist sicher. 

Donnerstag, 31. Juli 2014

Hotelzimmerstärke

Unterwegs schnell mal Sport machen. Da hatte ich ja mittlerweile bei diesem Dänemarktrip schon festgestellt, dass nicht nur laufen, sondern auch schwimmen als Dienstreisensport durchaus herhalten kann. Kommt halt darauf an, wo man sich so rumtreibt. In Kopenhagen geht das allerdings sogar ganz gut. Zusätzlich zu Outdoorsportarten, wozu ich das Schwimmen im Hafen nun einfach mal dazuzähle, hat man aber auf Reisen -und sowieso auch überall sonst- auch immer die Möglichkeit anderweitig was zu machen. 

Große Stadtrundgänge in ordentlicher Walkinggeschwindigkeit zum Beispiel. Ich bin mit einem US Kollegen hier in Kopenhagen und zeige ihm nach Feierabend immer noch mindestens 2 Stunden die Stadt. Ich muß dafür meine Geschwindigkeit allerdings deutlich reduzieren, aber egal. Der Kollege verbrennt soviel Kalorien wie sicherlich niemals zuvor. Und ob er überhaupt nochmal einen Bürobesuch mit mir macht weiß ich auch nicht. Das werden wir dann schon sehen. 

Damit ich auch weiterhin knieschonend kräftiger werde, habe ich außer dem Badeanzug und den Schuhen um kreuz und quer durch Kopenhagen zu laufen, auch noch die Powerbands dabei. Natürlich nicht alle, obwohl in den kleinen Transportbeutel alle reinpassen würden. Ich habe nur das große und das gelbe dabei, die anderen sind mir derzeit noch zu fest und ich kann mit ihnen sowieso nichts anfangen. Warum also mitnehmen? 

Ich mache mittlerweile in der Verwendung der Powerbands eine regelrechte Routine und schaffe es auch ohne dass so ein Gummiband schmerzhaft an ein Körperteil schnalzt. Wenn ich wieder zurück bin, könnte es sogar sein, dass ich das gelbe Band in den Vorruhestand schicke und eine der schwereren Varianten nehme. Mal sehen. Vielleicht fühle ich mich aber auch nur vorübergehend stark im Hotelzimmer? 

Mittwoch, 30. Juli 2014

75m Dienstschwimmen

Manche Jobs erfordern besondere sportliche Planung und weil es ohne laufen zu können immer noch schwierig ist einfach so überall was zu machen, hoffe ich bei dieser Dienstreise auf ein Schwimmbad in der Nähe. Da in dem gastgebenden Büro praktischerweise nur Triathleten arbeiten, bin ich sicher, dass ich hier den richtigen Tip bekomme, wo ich mich in Kopenhagen am Besten schwimmerisch zu Wasser lassen kann.
 
Und natürlich kann ich mich auf die sportlichen Kollegen verlassen und bekomme eine herrliche Schwimmempfehlung
 
gefunden hier: http://urbanplanning21stcentury.blog.com/files/2011/01/copenhagen_havnebad_jds170408_6.jpg
 
Das ist ja mal Ding. Das Havnebad Islands Brygge glänzt mit einer unfassbar langen 75m Bahn und wird allen Schwimmwilligen ohne Eintrittskosten zur Verfügung gestellt. Es ist nur unweit von meinem Hotel entfernt und deshalb wirklich klasse.
 
 
 
Und so kann ich also die Ansicht widerlegen, dass sich nur laufen als Reisesportart eignet. Schwimmen geht quasi genausogut. Zumindest in Kopenhagen. 
 

Samstag, 26. Juli 2014

Wallernhausen Benefizlauf

Am Finalsonntag, an dem ganz Deutschland die Daumen drückte, erlebte ein kleiner Ort im Vogelsberg ein unfassbare Naturkatastrophe. Der andauernde Regen hatte Wallernhausen so unter Wasser gesetzt, dass reißende Wassermassen durch den Ort schossen und selbst Autos mit sich rissen. Von den Schäden in den Häusern und den ohnmächtigen Opfern mal ganz abgesehen. 

Wallernhausen hat ein Laufteam in dem auch ein Triathlon-Team integriert ist und in dem die Teamchefin und der Profiathlet Mitglied sind. Und weil Triathleten und Läufer, obwohl wir alle Einzelkämpfer sind, doch meistens im Team auftreten und füreinander da sind, sind der Zeugwart und ich sofort dabei, als es vom LLT Wallernhausen den Aufruf für einen Spendenlauf gibt. So kurz nach der Katastrophe hat das Team einen Spendenlauf auf die Beine gestellt, von dem sich andere Veranstalter eine ordentliche Scheibe abschneiden könnten. 

Angeboten werden zwei Strecken, 5km und 10km, die gelaufen, gegangen, gewandert oder auf andere Weise hinter sich gebracht werden können. Vorschriften gibt es heute keine. Alles ist für den guten Zweck. Die Teilnahmegebühr beträgt 10EUR, oder gerne mehr, und wird komplett dem Verein gespendet, der den ortsansässigen Flutopfern unter die Arme greift. 

Ich kann nicht mitlaufen und auch ein Wettkampfformat von 5km traue ich mir nicht gut zu. Für Wettkämpfe ist einfach noch nicht die Zeit. Also übernehme ich, zusammen mit der Teamchefin, den Dienst an einer Wasserstation. Wir beschließen, dass wir hinlaufen und wenigstens so etwas sportliches tun. Die Wasserstation ist bei Km 2,5, oben auf dem Berg. Der Weg ist mindestens 18km weit. Zumindest fühlt es sich so an. Aber gut, es geht heute ja um den Sport. An der Verpflegungsstation angekommen, haben wir genug Zeit um zahlreiche Wasserbecher zu füllen um den Läufer nach dem ersten großen Anstieg eine verdiente Abkühlung zu servieren. 


Der Start verzögert sich etwas, weil anscheinend unglaubliche Menschenmengen den zahlreichen Teilnahmeaufrufen gefolgt sind und man an der Anmeldung anscheinend kaum hinterherkommt alle willigen Athleten mit Startnummern zu versorgen. Aber für einen guten Zweck wartet man gern etwas länger und hat Verständnis. 

Als wir dann von weitem die ersten Läufer erkennen können, halte ich, wahrscheinlich wegen meiner angeborenen Naivität, alles für ganz normal. Wie üblich trinken die Ersten nichts und rennen an uns vorbei, als hätten sie keinen Anstieg hinter sich. Und dann kommen die Massen. Wie eine Menschenlawine, nur Bergauf, rennen die Athleten auf uns zu. Gerade so, als würde es keine selektive Streckenführung geben. Oder als wären alle Läufer hier durchtrainiert wie Profis. 

Nachdem der Athletenanstrurm irgendwann nachgelassen und uns der Schlussläufer passiert hat, bauen wir die Getränkestation wieder ab und machen uns auf den Weg ins Ziel. Berg runter. Noch mal den Berg hoch würde ich nicht schaffen. 

Während wir absteigen feuern wir die Läufer noch kräftig an und teilen wichtige Erkenntnisse mit. So zum Beispiel dass es nicht mehr weit ist oder dass es nun nur noch bergab geht. Das ist zwar nicht die ganze Wahrheit, spornt aber trotzdem an. Unten angekommen gibt es auf den letzten Metern noch ein extra Anfeuerunspaket für Paul Jonas, der schätzungsweise 5 Jahre alt ist und sich unsere klatschende Leidenschaft mehr als verdient hat. Strahlenden Kinderaugen auf der Zielgeraden sind einfach gigantisch. 

Nach dem wirklich letzten Anstieg heute, nämlich dem zum Bürgerhaus, wo es eine riesige Kuchentheke, Würstchen und Salat gibt, muß ich mich erst mal setzen. Konditionell bin ich wirklich im Team mit meinem Knie. Das pulsiert ordentlich, weshalb mich die Sportler, die 5 oder 10km in den Knochen haben, mit Essen versorgen. Das ist total nett und zeigt irgendwie noch mal um was es heute eigentlich geht: Helfen. 

Wechselzeiten-sehenswert

Gestern kommt der Zeugwart mit der Idee, dass wir heute ja ins Kino gehen können und reserviert auch gleich  Karten. Wir wollen uns Wechselzeiten ansehen. Der läuft in Frankfurt im Westend und wir sollen heute dann 15Minuten vor der Vorstellung da sein um die Karten abzuholen. Das klingt gemütlich. 

Ich bin gespannt auf den Film. Was kann man über Triathlon schon groß im Kino zeigen? Es geht um ein Rookieprojekt beim Hamburg Triathlon das es wohl jedes Jahr gibt. Für den Film wurden hauptsächlich 4 Teilnehmerinnen rausgepickt, jede mit ihrer ganz eigenen Geschichte, die wir ziemlich genau kennenlernen. 

Adolé, Cecilia, Kristina und Sarah haben jede einen Traum und den kann ich ganz genau nachempfinden. Sie wollen bei einem Triathlon ins Ziel laufen. Dafür melden sie sich beim Hamburg Triathlon Rookie Projekt an, das in 12 Wochen auf die Teilnahme vorbereitet. 

Der Film bringt jede Emotion, die ich selbst schon mal hatte, hervorragend rüber. Ich weiß gar nicht, wie man das in so einem Film macht, aber hier hat es prima geklappt. Wir Kinozuschauer wissen ganz genau was jeder dieser Roockies durchlebt. Wir kennen den Zauber, können die Anstrengung nachvollziehen, wissen um die Ängste und kennen den Muskelkater. Wir sind selbst alle Triathleten. 

Natürlich hat jeder von uns auch seine eigene Geschichte und keine ist mit der, der vier Hauptdarstellerinnen vergleichbar. Aber das ist auch nicht wichtig. Geschichte ist Geschichte. Und wenn es danach geht, bin ich froh, dass es mir nicht wie Sarah geht und ich ihre Erfahrungen nicht machen mußte. Sie hat meiner Meinung nach die krasseste Geschichte im Film und damit irgendwie auch den größten Erfolg. Als sie aus dem Wasser kommt muß ich sofort losheulen... und als sie dann auch noch durch das Ziel läuft ist es wirklich vorbei. 


Ich würde Wechselzeiten jederzeit noch mal ansehen, brauche dann aber eine neue Packung Taschentücher. Das war mal wieder ein Film der sich aus vollem Herzen gelohnt hat. Danke Guido Weihermüller! Gut gemacht. 

Freitag, 25. Juli 2014

Unterwasserwaffel



Wir sind zeittechnisch, und was den Lagerbestand angeht, noch immer mitten im PowerBar Produkttest. Das Testpaket hatte eine beachtliche Größe und doch einen umfangreicheren Inhalt, als es ursprünglich den Anschein hatte. In meinen Sportflaschen sprudelt also weiterhin das  PowerBar 5 Electrolyte kalorienfreie Sportgetränk  und der Flitzer erfreut sich nach wie vor an den Energize Waffeln.
 

 
Davon wurden zahlreiche mitgeliefert und wir haben im Test bereits buchstäblich er>fahren<, dass sie nur mittelgut für den Verzehr auf dem Rad geeignet sind. Die Verpackung ist nicht leicht zu öffnen, außer man kann gut freihändig fahren und muß auch nicht auf den Verkehr achten. Natürlich geht es mit etwas Übung, aber für den Verzehr während des Rad fahrens ist das Produkt ganz sicher nicht gemacht.
 
Wir müssen also weitere Versuche unternehmen herauszufinden für welchen Anwendungsbereich diese Waffeln am Besten zu gebrauchen sind. Dass der Flitzer diesbezüglich gleich in die Vollen geht, hätte ich natürlich wissen können...
 
 


 
Aber hinterher ist man und dieses Mal eben auch ich, gleich mal wieder schlauer. Dem Flitzer ist einfach alles zuzutrauen. Wahrscheinlich werde ich zukünftig Triathleten nicht nur an ihrer Flasche am Beckenrand erkennen, sondern auch an ihrem PowerBar Waffelvorrat. Ich bin gespannt, ob es soweit kommt.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Arbeitswegidylle

Wenn ich nicht regelmäßig Fahrrad fahre, dann wird es immer so bleiben. Ich bin dann immer unsicher, ich bin immer aufgeregt und ich traue mich nichts, weil ich überall Kanten und Steine sehe. So will ich das nicht haben. Ich kann allerdings auch nicht ganz unbeschwert durch den Wald, weil ich jeden richtigen Widerstand sofort im Knie merke.

Es ist also wichtig, dass ich regelmäßig fahre. Unglaublich wichtig. Das darf jetzt nicht einschlafen. Ich fahre deshalb heute mit dem Rad zur Arbeit. Ich habe es nicht sonderlich weit, aber ich muß bzw. ich kann durch den Wald fahren. Also eigentlich eine perfekte Trainingsfahrt für den Kopf und mein Knie. 


Ich fahre den Hinweg durch und keiner begegnet mir. Im Wald ist es unheimlich idyllisch, die Sonne scheint und bringt wunderbare Farbenspiele auf den Waldboden. Ich kann kaum glauben, dass ich keinen treffe. Der Weg ist nicht weit und so bin ich nach weniger als einer halben Stunde schon vor Ort und melde Vollzug an den Zeugwart. 

Der hat aus meinem Arbeitsweg heute eh keine große Sache gemacht, wahrscheinlich, damit ich es als ganz normal empfinde. Das hilft enorm, weil ich schon aufgeregt bin, es aber sicherlich noch viel mehr wäre, wenn der Zeugwart eine große Sache daraus machen würde. Es ist also vollkommen normal, dass ich mit dem Rad zur Arbeit fahre und es gibt keine Zweifel, dass es klappt. 

Mein Heimweg erfolgt natürlich ebenfalls auf dem Rad und durch den Wald. Dabei begegnet mir ein großer Raubvogel, was dafür spricht, dass ich unheimlich langsam und super leise unterwegs bin. Es ist beeindruckend, wie lautlos der genau kurz vor meinem Rad vorbeischwebt und auf einem Pfosten landet. Könnte natürlich auch sein, dass er auf Beute hofft? Wer weiß das schon. 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Grasnarbenhindernis

Ich tauge gut als Wasserträger und mein Rädchen auch. Das haben wir ja schon mal vor einiger Zeit ausprobiert und heute ist es dann eben wieder soweit. Der Zeugwart geht laufen und ich fahre in der Nähe Rad. In der Nähe deshalb, weil wir im Wald unterwegs sind und ich dem Zeugwart den Weg nicht streitig machen möchte und gleichzeitig nicht das Gefühl habe, dass im Wald genug Platz wäre, damit wir beide nebeneinander sein können.
 
Der Waldweg ist locker 3m breit. Das Rädchen und ich brauchen eben Platz. Ich fahre ständig auf die Grasnabe drauf und wieder runter, als Training. Mehr für den Kopf, als für das Rädchen natürlich. Hierbei ist Geschwindigkeit alles, sagt der Zeugwart. Fahre ich zu langsam, komme ich die Grasnarbe nicht hoch und rutsche eher. Fahre ich schnell bzw. zumindest schneller, dann ist die Grasnarbe kaum zu merken und ich bin einfach oben, zack, zack.
 
Trotz dieser Erkenntnisse ist die Grasnarbe manchmal einfach ein fast unüberwindbares Hindernis. Das glaube man gar nicht, wenn man es nicht selbst gesehen hat, aber die Grasnarbe in diesem Wald ist gewaltig. Ich kann dem Zeugwart seine Flasche heute nicht im Fahren anreichen, sondern halte zweimal an um ihn zu versorgen. Unnötig zu erwähnen, dass ich natürlich auch anhalte um die Flasche nach dem Trinken und dem Duschen wieder zu verstauen. Dafür ist es mir einfach noch viel zu holprig hier im Wald. Mein Kopf ist außerordentlich froh über die vier Verschnaufpausen...

Der Zeugwart läuft heute zwei Runden und gibt mich nach Runde 1 wieder daheim ab. Auch interessant... er kann weiter laufen, als ich  Fahrrad fahren. Na gut. Ich trage mein Rad nach oben und lege mich erst mal auf die Couch. Wir waren wieder nur ungefähr 30Minuten unterwegs, aber mir tut alles weh... und mein Knie bitzelt. Also nutze ich die Zeit bis der Zeugwart heim kommt um die Verspannungen etwas zu lösen. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Ich muß einfach regelmäßig im Wald Rad fahren. Dann kommt die Routine bestimmt wieder.
 

Dienstag, 22. Juli 2014

Erfrischung auf kühl

Dieses Wetter drückt auf meinen Kopf. Ich komme schon mit Kopfweh von der Arbeit heim und muß erst mal eine Urlaubsbuchungspause machen. Als das dann erledigt ist und der Zeugwart und ich sicher sein können, dass die schönsten Wochen des Jahres, gespickt mit etwas Arbeit, gesichert sind, geht es auf in Richtung Schwimmbad. Heute ist das letzte Mal schwimmen auf der 25m Bahn in der Halle und wir kommen irgendwie zu spät. Nicht zum ins Wasser lassen, aber zum Treffpunkt. Der Verein trifft sich immer 15Minuten vorher, wahrscheinlich, weil man weiß, wie langsam ich mich für gewöhnlich umziehe? Als wir umgezogen ans Becken treten, sind alle bereits da, aber noch keiner drin. 

Manchmal ist der Trainingseifer groß und manchmal quatscht man eben gern noch eine Runde, ehe man ins kühle Nass springt. Das Kühle macht der Sache heute wieder alle Ehre. Obwohl es draußen 30°C sind und eine Abkühlung gut tun sollte, kostet es mich unfassbare Überwindung in das eiskalte Wasser zu steigen. Die schlimmsten Stellen sind dabei die Knie, der Bauch, die Arme und das Gesicht. Meinen Oberschenkeln macht die Kälte dagegen überhaupt nichts aus. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie am Besten gepolstert sind? Egal. Die Erfrischung ist auf jeden Fall gegeben, kein Zweifel. 

Ich schwimme mich ein und will dann ein verkürztes Technikprogramm absolvieren. Ich habe den Herren einen Technikplan geschrieben, für den sie eine Stunde Zeit haben, und den muß ich runterkürzen.

Immerhin gilt es 30Minuten zu schwimmen. Jetzt, da ich dem Knie auch wieder regelmäßige Fahrrad"belastung" zumute, will ich mich genau an die Arztvorgaben halten und kein Risiko eingehen. Der Arzt sagte 30Minuten Belastung am Stück ist vollkommen ausreichend um das Knie wieder ohne es zu Überlasten, etwas in Schwung zu bringen, solange es taub ist. Und das ist es noch immer an einigen Stellen. Die Taubheit ist also ab sofort mein Indikator für die Belastung. 

Das Schwimmprogramm heute trägt außerordentlich zu meiner Erheiterung bei. Ich habe mir bei swim.de eine neue Übung rausgesucht, die ich heute mit großem Elan und allem Ehrgeiz, den ich so aufbieten kann absolvieren möchte: den schwimmenden Fahnenmast. Da ein Video dabei ist, konnte ich mich bildlich auf zu Hause auf die Übung einstimmen und kann sie nun versuchen. Unnötig zu erwähnen, dass im Video dabei keiner untergeht oder sich totlacht. In unserem Schwimmbad ist das also nicht aufgenommen. Ich gehe auf der 25m mehrfach jäh unter, lache mich halbtot und bekomme lustige Krämpfe an verschiedensten Stellen. Und das alles nur, weil die Koordination zu dieser Übung so schwer ist, dass ich noch viele Trainingseinheiten brauchen werde, bis das was wird. Wenigstens geht es den Männern genauso. Die Mädels schwimmen ein anderes Programm. Das tun sie höchstwahrscheinlich deshalb, weil sie bereits Fahnenmastspezialisten sind... oder ihre Grenzen einfach besser einschätzen können als ich. 

Ich tippe auf die Spezialisten. 

Montag, 21. Juli 2014

Radeln in Frieden

Das angekündigte Unwetter läßt heute auf sich warten. Das heißt natürlich, dass wir heute gut noch mal eine Runde raus können um Fahrrad zu fahren, andererseits heißt es natürlich auch, dass die Abkühlung, die lang ersehnt ist, bislang noch nicht erfolgte. Es ist schwül und so fahren der Zeugwart und ich heute in kurz/kurz Fahrrad. Ich habe keine Klamotten die farblich zum Fahrrad passen und wir können unseren einen Bekannten förmlich seufzen hören, weil das für ihn der größte Frevel ist, den es überhaupt gibt. Er wird sich grämen, sollte er jemals davon erfahren. Na ja, wenigstens passen meine Socken farblich zum Trikot. Ich arbeite mich langsam vor. 

Zum fahren reicht das Outfit aber. Zumindest heute. Ich habe gangmäßig jede Menge Luft nach oben und könnte wie die wilde Watz durch den Wald fegen. Das klappt aber nicht. Ich fahre total langsam, gefühlt allerdings immer noch zu schnell. Und stetig tretend, zumindest meistens. Das leichte Auf- und Ab im Wald ist anstrengend und ich mache ein paar Atempausen. Ohne Atmen wird's im Wald nämlich schnell wahnsinnig anstrengend. Der Zeugwart erinnert mich regelmäßig an das Atmen, das Treten oder das Gas geben. Er ist eine wahnsinnig gute Unterstützung, die ich bei so einer Waldausfahrt ganz offenbar auch bitter nötig habe.

Auf der Strasse fühle ich mich mittlerweile wieder relativ wohl, im Wald wird das wohl noch ein paar Ausfahrten auf sich warten lassen. Bis zum radeln in Frieden vergeht noch ein bisschen Zeit. 

Samstag, 19. Juli 2014

Und dann kommt der Wald

Bei 35Grad hat jeder Verständnis, wenn man auf Sport verzichtet, aber wenn der Trainer es nun mal auf den Trainingsplan drauf schreibt, dann wird sich zumindest etwas bewegt. Sagt der Zeugwart. Also nutzen wir heute den Spätnachmittag. Der Zeugwart um Rad zu fahren und ich um die Stabilität der Couch zu überprüfen. Wenn der Zeugwart wieder kommt, rennt er noch eine Runde und da begleite ich ihn als Wasserträger auf dem Rad. Luxussport ist das, aber immer noch Sport. 

Ich muß mich erst wieder an das Rad fahren gewöhnen. Mittlerweile glaube ich, dass mein Kopf im Wald tatsächlich die größte Aufgabe vor sich hat als der Rest vom Körper und so ist es dann auch. Auf der Strasse geht es gut. Kurven fahren und bremsen funktioniert prima. 

Und dann kommt der Wald. Natürlich läuft der Zeugwart nicht querfeldein, es sind große, breite Waldwege alle geschottert, wenn nicht sogar geteert. Und trotzdem finde ich es unheimlich. Ich fahre nicht besonders flott, weil alles ungewohnt ist. Aber ich bin durchgeschwitzt, als wären wir mit 38km/h unterwegs. Allerdings reicht natürlich heute auch einfach nur das pure Draußensein um geschwitzt zu werden, das Schwitzen ist also kein Indikator um meine Anspannung zu demonstrieren. 

Mitten im Wald muß ich einfach mal anhalten und meine Verspannungen lösen. Das finden die Mücken nett und ehe ich es überhaupt realisiere habe ich schon mal gefühlte 60 Stiche. Also doch weiter und beim nächsten Mal nicht nur an Sonnencreme, sondern auch an Autan denken. 

Als wir wieder zu Hause sind weiß ich, dass mir morgen alles weh tut. Vielleicht habe ich Glück und mein Knie sagt nichts zu dem Ausflug. Das wäre ein voller Erfolg! 

Freitag, 18. Juli 2014

Mein alltagstaugliches Rad

Manchmal sind Augenblicke wirklich lange erwartet und auf einmal, wenn sie dann da sind, passiert alles ganz schnell. Zack. Und dann ist der Augenblick vorbei und alles ist ganz normal. Heute war das auch so. Ehe ich den Radladen betreten habe, war alles noch ganz spannend und auf einmal, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung wird alles normal. 

Da ist es mein alltagstaugliches Rad. 

Es hat bei der ersten Probefahrt so rumgetrötet, dass ich es spontan Dumbo getauft habe. Weil die Bremsbeläge leicht quietschen können, war die Aussage. Wahnsinn, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können. In meinen Ohren war das ein Tröten. Wahnsinnig laut und unfassbar unangenehm, weil es tatsächlich auch noch durch ein leichtes Quietschen ergänzt wird. Der Hammer, was es auf der Welt für verrückte Geräusche gibt... dieses hier geht durch Mark und Bein. Und natürlich durch mein Ohr. Wie unschön. 

Andreas Hunkel hört mich nach dieser Probefahrt schon von weitem und stellt die Bremsbeläge anders ein. Und dann ist das Rad praktisch geräuschlos unterwegs. Außer dem Freilauf natürlich. Klar. Aber der gehört dazu. 

Jetzt muß ich an mein neues Fahrrad noch eine Klingel dranmachen und eine Satteltasche mit einem Ersatzschlauch und Flick- sowie Werkzeug. Und dann fahre ich los. 


Solange bis das passiert, steht mein Rädchen in der Küche und stärkt sich. Es ahnt offenbar, dass wir Großes vorhaben? 

Donnerstag, 17. Juli 2014

Geschenk in Sicht

Manche Geburtstagsgeschenke kommen später als der Geburtstag statt findet. Obwohl dieses hier eigentlich pünktlich zum Geburtstag geliefert wurde, allerdings hatte das Geburtstagskind so viel um die Ohren, dass ich es einfach nicht geschafft habe es entgegenzunehmen. Immerhin war ich am Geburtstagswochenende sehr beschäftigt, habe das Sandmännchen geküßt und das Finale verpasst, da hätte es nun wirklich nicht geklappt auch noch mein Fahrrad entgegen zu nehmen. 


Morgen ist es aber nun endlich soweit. Der Termin zur Abholung ist gleich morgens und so werde ich bei Radsport 360° also endlich mein hübsches Fahrrad entgegen nehmen können. Ich bin gespannt. Endlich wieder ein alltagstaugliches Rad. 

Außerdem geht's meinem Knie auch jeden Tag etwas besser, die absolute Laufpause wirkt offensichtlich Wunder. Wie der Arzt gesagt hat. Toller Arzt. Natürlich ist es noch nicht ganz gut, sieht auch noch blau aus und ist auch noch etwas taub, aber es schmerzt nicht mehr dauerhaft. Das ist wirklich sehr angenehm. Die Narbe sieht mittlerweile auch nicht mehr ganz so sehr zum fürchten aus.  Und wo ich schon mal dabei bin... im Gesicht merkt keiner die Narbe, so unauffällig ist sie mittlerweile. 

Mit dem neuen Fahrrad sind also einige lockere Ausfahrten geplant am Wochenende, immerhin ist lockeres Radfahren für das Knie auch erlaubt. Und es ist außerdem gut für den Kopf.

Dienstag, 15. Juli 2014

Schultern ruhig.

Da wir nur noch bis zu den Sommerferien in der Halle trainieren, werden die Leinen offenbar noch nicht mal mehr gespannt. Heute zumindest, verzichtet -wer auch immer- darauf, seine Zeit mit der Verspannung zu verschwenden. Es muß auch ohne gehen, und da wir nicht viele Schwimmer sind, stimmt das natürlich auch. 

Ich schwimme am Rand. Irgendwie will das kein anderer, und ich finde die Begrenzung ok. Also ist mal wieder jedem geholfen. Nach dem Einschwimmen mache ich genau die Trainingsstunde durch, die ich mit Marco di Carli hatte. Jede Übung hake ich einzeln ab um dann den Kraularmzug gegen Ende entsprechend zusammenzusetzen. Ich schwimme so tatsächlich 35Minuten fast am Stück durch. 

Zwischendurch spiele ich mit dem Zeugwart auch noch mal Hase und Igel und lege ein paar flottere Bahnen ein. Aber eigentlich folge ich Marco's Plan ziemlich genau. Den Kraularmzug so nach und nach aufzubauen und dann die Kopfhaltung und die Atmung dazuzunehmen ist wirklich prima. Die Schultern bleiben total ruhig, die Arme ziehen rhythmisch und zack, gibts Geschwindigkeit. Mir bringt das unheimlich was. 

Heute wird zur Abwechslung einfach mal nicht langsam rumgeschwommen. Jede Bahn die ich schwimme wird konzentriert absolviert und zügig abgehakt. Der Zeugwart ist baff, wie flott ich neben ihm auftauche und wie gut ich mithalten kann. Natürlich nicht, wenn er Flossen an den Füßen hat. Klar. Ich bleibe allerdings bei 23 Sekunden auf 25m, ohne Hilfsmittel. Mit Pullkick zwischen den Beinen bin ich ein paar Sekunden schneller. Es liegt also an meiner Wasserlage... soviel ist sicher.

Sonntag, 13. Juli 2014

Finale - die Wahrheit

Wir verbringen dieses Wochenende in Berlin, weil wir eine Hochzeit feiern dürfen. Beim Zeugwart und mir ist das schon Jahre her mit der Feierlichkeit, so dass wir bald zum Jubiläums-alten Eisen gehören. Wahnsinn, und dabei bin ich ja wirklich außerordentlich jung. Oder so ähnlich. 

In Babelsberg, vor den Toren Berlins, treffe ich treffe heute das Sandmännchen und schaue mir den Bauwagen von Peter Lustig an.


Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Löwenzahn habe ich tatsächlich immer gerne geschaut. Vor Jahren, als es eben noch lief und der Bauwagen mit der Außendusche regelmäßig im Fernsehen zu sehen war. Sind wahrscheinlich schon Jahrzehnte! Die zügigen Läufe von Attraktion zu Attraktion findet mein Knie angenehm. Die Anwesenheit in den 4D Kinos sind für meinen Kiefer dagegen wenig erquickend. Das Rumgerüttel ist total unangenehm für meine Zähne. Mit richtigen Achterbahnen warten wir also noch etwas. 

Um pünktlich zum Finale zu Hause zu sein soll es heute um 16:45h von Berlin nach Hause gehen. Leider sieht der Wettergott das anders und unsere Heimkehr verzögert sich. Wir nehmen den Zug und das Finale findet ohne unser Anschauen statt.

 

Das ist wirklich ein Ding und ich hatte es so schön geplant. Allerdings halt ohne Wetter. Unnötig zu erwähnen, dass wir für Livestreams oder Ticker zu wenig Empfang haben, weil der Hotspot nicht funktioniert. Unfassbar, aber wahr. Da werden "wir" schon mal Weltmeister und wir hocken im Zug und als wir aussteigen ist praktisch alles gelaufen. Wie das Leben eben manchmal so spielt.