I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Mittwoch, 23. Januar 2013

Keine Verbindung

Nachdem ich wirklich tagelang darüber nachdenke, wie ich die plötzliche Reanimation von Lance Armstrong und seine kürzlichen Interviewantworten werten und finden soll, schaue ich heute auf der Rolle nicht nur wesentliche Ausschnitte die andere Leute für mich zusammengefügt haben, ganz wie sie es wollten, sondern alles. 

Ich schaue das Interview mit deutscher Übersetzung. Letzteres ist eine wahre Zumutung. Jeder Schüler einer 8.Klasse hätte Oprah oder Lance besser übersetzen können, ich bin fast sicher. Es ist wirklich unglaublich, was mir vom Discovery Channel da zugemutet wird. Ehrlich. Gott seid Dank, sind die Originalstimmen nicht so weit runtergefahren, dass ich den mühevollen Übersetzungen zu 100% lauschen muß. Ich habe eine Chance, in den langwierigen Pausen, in denen wahrscheinlich schnell im Wörterbuch online nach dem richtigen Begriff gesucht wird, dem Englischen Originalton zuzuhören. Immerhin. Das ist ja schon mal was. 

Das Interview enttäuscht mich trotzdem. Oprah gibt sich erstaunlicherweise hauptsächlich mit ausweichenden, nichtssagenden Antworten zufrieden. Lance kann froh sein, dass sie ihm gegenüber saß. Von anderen wäre er sicherlich weitaus mehr in die Enge getrieben worden. Dieser Scheinheilige. 

Ich fahre heute auch mal einbeinig auf der Rolle. Man soll ja Abwechslung in die Abendgestaltung rein bringen und so klicke ich aus, sortiere das ausgeklickte Bein irgendwo mehr oder weniger sinnvoll passend hin, und ziehe. Einbeinig. Das ist ja ein Spaß. 
Also ich weiß nicht wirklich, welche Verbindungen im Gehirn da bei mir gefordert werden. Es sind aber wahrscheinlich die selben, die auch für meine Russischkenntnisse oder meine Kitesurffähigkeiten zuständig sind. Nämlich die, die es nicht gibt. 
So einfach ist das nämlich gar nicht. Alleine bis ich die ersten Umdrehungen gezogen habe könnte ich schon ordentlich Übersprunglachen. Tue ich aber nicht... ich brauche meine Puste komplett um nicht stumpf vom Rädchen zu fallen. Da kann ich jetzt nichts riskieren.  

Ich schaffe 2Minuten pro Bein. Ob das viel oder wenig ist, ist mir egal. Na ja, eigentlich ist es mir nicht egal... aber es muß mir egal sein. Ich habe keine Wahl. Ich kann ja schließlich nicht mehr. 

Irgendwann kann ich die Scheinheiligkeit und die Nicht-Antworten auf die wirklich äußerst klar formulierten und keine Zweideutigkeit zulassenden Fragen nicht mehr ertragen. Aber die Stunde Rollenrädchen fahren ist sowieso um. Da habe ich aber wirklich Glück gehabt. 

Arme Oprah. 

Kommentare:

  1. Hi Claudi,

    oh ja DAS Interview. Ich habe es bisher auch nur Ausschnittewesie gesehen. Mehr werde ich mir auch nicht antun. Er versucht eh nur seine Haut zu retten und nix zu sagen, woraus man ihm noch weitere Stricke drehen könnte. Und zu den Übersetzungen: Also ich schaue meine LieblingsUS Serie im Original mir englischen Untertitel. Wenn diese dann in deutschen TV läuft, gibt es nur noch Haare raufen, bei dem was die Übersetzter dann daraus gemacht haben...

    Jetzt zu deinem Rollentraining. Also 2min einbeinig finde ich auch sehr lang. Wir fahren 30sec. bis max. 1 min. Erst eine Seite, dann 1 min locker mir beiden Beinen. Danach die andere Seite. Das ganze dann so 5 bis 10 mal. Übrigens machen wir das auch draußen auf der Straße.

    Dann viel Spass noch. Ach ja und Russisch ist gar nicht so schwer, hihi.

    Liebe Grüße
    Karina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Karina,
      also kürzer und dafür öfter! Das werde ich bei der nächsten Rollentrainingseinheit mal beherzigen beim Einbeinig fahren. Ich bin gespannt.
      LG

      Löschen
  2. Meine Güte. Immer wieder bewundernswert, wie du dich auf die Rolle quälst. Nach 10 Min könnte ich schon wieder absteigen.

    Mach weiter so

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Von nichts kommt ja bekanntlich nichts... und ich will mir nicht vorwerfen lassen "müssen", dass ich faul gewesen wäre über den Winter.

      Denn KÖLN kommt. Soviel ist sicher! Und mit KÖLN kommen auch 90km Rad -am Stück-!

      Löschen
  3. mmmhhh da werde wohl auch mal probieren einbeinig zu laufen-aber ob ich da 2 Minuten schaffe-ich weiß nicht. Und zu Lance hast du schon alles gesagt-scheinheilig!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bitte berichte wie das einbeinige Laufen gewesen ist! :-) Kannst ja auch mit weniger als 2Minuten starten!
      Viele Grüße

      Löschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.