I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 11. Januar 2015

Das bisschen Hagel

Gestern war ich zur Nachkontrolle der Linsen beim Optiker. Das war vielleicht spannend. Der Zeugwart hat mal wieder großartig lachen können, weil ich mich auf das C konzentrieren sollte, aber gar keines gesehen habe. Die Linsen waren so verschleiert, dass auch beim besten Willen kein C zu erkennen war. Irgendwann habe ich es aber doch entdeckt. Und die Optikerin hat nach einigen Messungen und Beobachtungen festgestellt, dass der Hersteller und sie, mir eine luftdurchlässigere Linse mit etwas angepassten Stärken verpassen werden. Die derzeitige Linse ist also auf jeden Fall ausbaufähig. Zum üben des ein- und aussetzens ist sie aber auf jeden Fall tauglich. 

Da ich nun aber schwarz auf weiß habe, dass meine Sehkraft mit der Linse nicht wirklich super ist, fahren wir heute ohne Linsen Fahrrad. Es ist zwar noch etwas windig, aber es wäre schade das Tageslicht einfach so vergehen zu lassen, ohne dass wir draußen waren. Also Schichten anlegen, Flaschen füllen und anziehen. Heute müssen wir erst mal eine Scheuerstelle der Bremsleitungen an den Rädern abkleben, damit der Lack nicht noch mehr leidet, dann geht's aber los. 

Vom Prinzip her haben der Zeugwart und ich permanent Gegenwind. Dem Wind ist das egal... und es scheint mir, als wäre es dem Zeugwart ebenfalls vollkommen egal. Er tritt in die Pedale, als wenn es kein morgen gäbe. Irgendwann bläst der Wind so stark, dass es mein Rädchen versetzt. Ich finde, das ist eine Kunst, denn immerhin hocke ich ja drauf und bin nicht gerade federleicht, um es mal vornehm auszudrücken. Zusätzlich beginnt es zu hageln. Das ist mir zuviel. Ich muß kurz anhalten. Eigentlich trete ich nämlich zwar gerade volle Kanne, aber das Rad rollt trotzdem nicht vorwärts sondern eher rückwärts und soviel Hagel im Gesicht ist noch das Tüpfelchen auf dem I.

Der Zeugwart und ich warten, bis der Wind sich wieder etwas beruhigt, dann fahren wir weiter. Einfach, weil umdrehen keine Option ist und wir ja gesagt haben, dass wir heute Fahrrad fahren. Wann umgedreht wird entscheiden dann also auch wir und nicht der Wind, oder das bisschen Hagel. 


Gegen den Wind zu fahren ist unheimlich anstrengend. Ich merke sofort nach dem absteigen zu Hause, dass ich diese Radausfahrt noch ein paar Tage merken werde. An den Beinen, am Hintern und an den Armen sowie am Nacken. Mir tut einfach alles weh. 

Kommentare:

  1. Liebe Claudi,
    zum Radfahren ist das Wetter der letzten Wochen tatsächlich eine Herrausforderung. Aber ihr seid ja die ganz Harten :-).
    Gegen den Wind fahren ist aber auch fies.
    Das gibt wieder Muckies ohne Ende :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      was die Muckis angeht kann ich Dir jetzt schon sagen, dass ich denen wirklich rate mal zu Pötte zu kommen. Sie katern heute nämlich ordentlich... das muß was werden!
      Viele Grüße
      Claudi

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  2. Liebe Claudi,

    ihr zählt ja wirklich zu den ganz Harten!!
    Das ist ein interessantes Phänomen, ich hatte als ich in flachen Südschweden gewohnt habe, auch IMMER Gegenwind... (wenigstens hat es sich so angefühlt...) ;-)

    Liebe Grüße Anna

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    1. Hallo Anna,
      es ist also wirklich überall das Gleiche. Immer Gegenwind. Unfassbar.
      Viele Grüße,
      Claudi

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  3. Kommt der Wind beim Radfahren nicht immer von vorn?
    Wie im Leben!

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    1. Und manchmal ist es eben starker Gegenwind und dann wieder ordentlich starker Gegenwind. Das hier war unheimlich starker Gegenwind... ;-) wie im Leben auch.

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