I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 20. Juli 2013

Just give me a reason

Schon gestern habe ich große Pläne geschmiedet und irgendwie dann doch selbst nicht dran geglaubt. Aber manchmal kommt es eben einfach so, wie man es plant. Egal ob man glaubt oder nicht.

Heute früh klingelt der Wecker um 5:45h. Fies für einen Samstag, aber das einzig Wahre, wenn ich an die Temperaturen denke, die heute 30°C erreichen werden. Als ich mit dem Gonzorädchen starte sind es 15°C. Ich fahre heute alleine. Also nur das Rädchen und ich. Der Zeugwart bleibt im Bett, denn er startet morgen beim Wettkampf, und da sind die angesagten 4Stunden auf dem Rad heute nichts für ihn. Mein Schweinehund jammert und will auch lieber im Bett bleiben.

Heute ist es die Ironmanstrecke. Die ist ausgeschildert und ich bin sie auch schon ein paar Mal in der Gruppe gefahren. Das Risiko sich zu verfahren ist hier also glücklicherweise begrenzt. Ich habe nämlich eine Orientierung wie ein Stuhl und möchte nicht irgendwann daheim anrufen müssen weil ich in unbekanntem Terrain stehe.

Ich fahre um diese frühe Uhrzeit keineswegs vollkommen alleine durch die Gegend. An den Bushaltestellen sitzen späte Discobesucher und einige Hundebesitzer wollen sicher stellen, dass sie nicht erst in der Hitze mit ihren Schützlingen raus müssen.

In Bergen-Enkheim schalte ich am Berg richtig und bin begeistert, dass ich tatsächlich einfach so losgefahren bin. Die Abfahrt geht auch prima, ich trinke einen Schluck und finde tatsächlich auch den Flaschenhalter auf Anhieb. Ich versuche das am Hühnerberg gleich noch mal und schmeiße die Flasche durch die Gegend. Weil ich nicht damit rechnen kann, dass irgendwo eine Verpflegungsstation aufgebaut ist, halte ich an, hole die Flasche und fahre am Berg wieder los. Alles kein Problem.

Ich habe einen Ohrwurm, der mich die ganze Strecke begleitet und den ich singe. Ich dachte eigentlich leise, aber irgendwann stelle ich fest, dass ich laut singe. Just give me a reason. Pink spricht es irgendwie aus und ich singe es frei heraus. Und das Lied hilft mir durch die Orte, über die Wellen und irgendwann den Berg in Bad Vilbel rauf. Als es später wird, kommen mit viele Radfahrer entgegen. Da wo ich herkomme, scheint es schön zu sein. Ich nehme nicht an, dass die alle dorthin wollen, weil jemand so schön singt. Einen Ton treffe ich nämlich ganz sicher nicht.

Ich kürze die Runde ab und die Trainingszeit auch. Meine Prellung tut mir weh, das ist wirklich blöd. Da würde es auch nicht helfen, wenn ich von dem Lied mehrere Strophen kennen würde. So singe ich bis daheim eine Endlosschleife des Refrains und bin nach etwas mehr als 3 Stunden zurück.

Der Trainer wird zwar nicht zufrieden sein, aber ich bin schon irgendwie stolz, dass ich überhaupt losgefahren bin heute früh.

Kommentare:

  1. Hallo Claudi,
    eine schöne Tour hast du da gemacht. Alleine das alles durchzuziehen erfordert ganz schön Disziplin. Radtouren machen halt einfach mehr Spaß wenn andere dabei sind :-).
    Aber Daumen hoch fürs frühe Aufstehen. Und das wenn Schatzi liegen bleibt!
    Das deine Prellung dich immer noch so ärgert ist sehr unschön. Ich hoffe das es bald besser wird.
    Liebe Grüße
    Helge

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