I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 2. Juli 2013

Schwimmen? Kopflos.

Wo habe ich nur meinen Kopf, wenn ich meine Schwimmtasche packe? Es gibt Dinge, die will ich seit Wochen tun, aber irgendwie bin ich dann immer in der Umkleide und denke daran. Ist zwar schön, dass ich immerhin irgendwann doch wieder dran denke, aber dieses Denken zum falschen Zeitpunkt ist blöd. Das passiert ja bei vielen Leuten, allerdings schaffen es auch manche das Denken komplett abzustellen. Nun ja. Da frage ich mich wirklich, was ist besser?


Ich will seit Wochen meine Schwimbrille gegen Beschlagen schützen und einsprühen. Außerdem muß in meine Schwimmtasche ein neues Duschgel rein. Ich schnorre vermehrt Duschgel bei den Vereinsmädels und das geht ja nicht. Ich bin zwar deshalb gut im Adidas-Shape, aber eine Dauerlösung kann das natürlich auch nicht sein. Und dann der leidige Schwimmplan. Den vergesse ich wirklich mit einer derartigen Regelmäßigkeit, dass ich mich wirklich schämen könnte. Aber das vergesse ich dann auch.

Heute schwimme ich mich deshalb mit halb beschlagener Schwimmbrille erst mal ein. So habe ich schon mal 200m rum ehe ich mich entscheiden muß, was sich so ohne Schwimmplan heute an Fertigkeiten trainiert läßt. Ich bin beim Schwimmen immer denkbar unentschlossen. Unglaublich. Es gibt halt auch nichts zu sehen außer den Leinen am Rand und dem Boden irgendwo. Und der ist leider so weit weg, dass zumindest ich nichts darin erkennen kann. Aber ich hab mir sagen lassen, spiegeln tut er nicht. Schade eigentlich. Nachdem ich beschlossen habe immer 100m-weise besonders auf die Ausführung einer prima Technik zu achten lege ich los. Ich komme allerdings nicht besonders weit mit meiner super Technik, denn der Motivator sitzt urplötzlich am Rand. Er kommt zwar nicht ins Wasser, wollte es sich aber nicht nehmen lassen, den Vereinsmädels bei ihrem letzten Schwimmtraining vor dem Ironman am Sonntag noch mal zur Seite zu stehen.

Die Anwärterinnen und der, der es bereits im letzten Jahr in den Ironman-Olymp geschafft hat, sprechen über Gels, Riegel, Bananen, Trinkflaschen an der Strecke, Abfahrten, Durchschnittsgeschwindigkeiten und die Leidenschaft. Ich stehe dabei und freue mich fremd. Das ist wesentlich weniger anstrengend als selber machen, soviel ist klar. Aber es ist eben auch ganz ohne Feuer… so viel ist sicher.

Dann schwimme ich noch zwei letzte Bahnen und hänge dabei einen benachbarten Taucher, der mit seinen Schwimmflossen schwimmt, ab. Gegen meine super Technik hat er offensichtlich keine Chance. Ein gutes Gefühl.

Kommentare:

  1. Hallo Claudi,

    wenigstens vergisst du auch das 'dich schämen' :-D. Dann ist doch alles klar :-).
    Und das du Taucher, die mit Flossen schwimmen, einfach abhängst, das heißt, das du ganz schön schnell schwimmst. Und das ganz ohne Plan.

    Ich würde ja gern mal wieder planlos schwimmen, aber bei uns steht da immer der Trainer mit dem Plan ... da hat man keine Chance :-D.
    Ich finde es nur schade, das man beim Schwimmen so schlecht reden kann. Ich finde, das ist das einzig negative an dieser Sportart.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Helge,
      ich glaube ja, der Taucher hatte daran ganz schön zu knabbern... aber ich fand's total cool.
      Viele Grüße,
      Claudi

      Löschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.