I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Donnerstag, 25. Juli 2013

Kerze auf dem Kopf

Da derzeit Ruhewoche ist, rede ich grundsätzlich schon mal wenig, halte mich was das Arbeitsvolumen angeht ebenfalls zurück und mache hauptsächlich den vorgeschriebenen Sport in Dauer und Intensität. Außer Schwimmen. Heute sind es nämlich 32°C, die Sonne brennt und weil Donnerstag ist, findet die Swimnight statt.

Und als ich mich ohne Neoprenanzug in den See begebe, ist klar, dass es einfach blöd wäre, die Gelegenheit nicht auszunutzen und eine Runde zu schwimmen. Einfach nur rumstehen ist viel zu langweilig. Also muß der Trainingsplan heute doch leicht der aktuellen Situation angepaßt werden.

Heute ist übrigens auch ein besonderer Donnerstag, denn der Zeugwart schwimmt heute mit virtueller Geburtstagskerze auf dem Kopf. Das ist ganz praktisch, denke ich mir, denn so könnte ich ihn leichter erkennen. Da die Geburtstagskerze allerdings wirklich nur virtuell ist, bringt es mir für die Erkennung rein gar nichts. Die Sehschwäche ist zu groß, als dass ich ihn im Gewühl erkennen kann.

Die Teamchefin und ich schwimmen heute mit der Meute los. Die Idee ist dann aber doch nicht ganz so grandios, wie sie anfangs schien, weil um uns herum wirklich außerordentlich viele Athleten spontan ins Brust schwimmen verfallen und mich damit des öfteren in einen Panikmodus versetzen. Ich gebe dann extrem Gas oder halte urplötzlich an. Einen erneuten Tritt wollen sich meine Prellung und ich unbedingt ersparen.

Unsere Pläne sind heute wirklich außerordentlich groß. Wir wollen eine große und eine kleine Runde schwimmen. Ich merke allerdings schon bei der zweiten Boje, dass die Prellung die Sache doch anders sieht. Also schwimmen wir doch nur eine Runde. Aber es ist die Große. Und das, obowhl ich ja heute nicht nur Ruhewoche, sondern auch noch Ruhetag habe. Beeindruckend.

Ich überhole heute tatsächlich ein paar Schwimmer, die mit Neopren schwimmen und verbuche das als kleinen Erfolg. Außerdem schaffe ich es auf dem Rückweg mit trotz Schmerzen weiterhin frei zu schwimmen. Die Teamchefin, die heute wieder mal extra langsam macht, damit ich an ihr dran bleiben kann, ist so frei und gibt mir netterweise Wasserschatten, so dass ich wenigstens kurzfristig versuchen kann meinen Rücken etwas zu entspannen. Warum gerade Schwimmen und Radfahren für meine Prellung am unangenehmsten sind, erschließt sich meinem Verstand übrigens nicht. Laufen würde ich verstehen, immerhin gibt's da ja ne ordentliche Stoßbelastung. Aber Schwimmen? Aber es ist, wie es ist und ändern läßt sich daran erst mal auch nichts. Schade eigentlich. Diese Prellung ist wirklich langwierig, immerhin ist der Einschlag schon 5 Wochen her.

Zurück am Ufer halte ich nach der Kerze Ausschau. Aber ich entdecke den Zeugwart nicht. Als er dann irgendwann von der Teamchefin ausgemacht wird, berichtet er, dass er eine kleine und eine große Runde geschwommen ist. So beginnt ein neues Lebensjahr gleich richtig sportlich. Mal eben 2,3km an einem Ruhetag schwimmen, das macht nicht jeder.

Bei der Tevere ging man heute davon aus, dass wir nur zu zweit kommen. Also muß der Zeugwart auf seine Geburtstagspizza noch ein bischen warten. Ich glaube, das hängt irgendwie damit zusammen, dass er seine übliche Bestellung abgeändert hat. Besser ist es offensichtlich, wenn man sich am Anfang der Seeson für eine Speise entscheidet. Ich bemerke heute zum ersten Mal, dass hier auch Risotto serviert wird. Das ist ja lecker. Vielleicht will ich das nächste Woche mal essen?

Kommentare:

  1. Alles Gute zum Geburtstag nachträglich für den Zeugwart! Da hat er sich mit den 2,3km aber ein sehr schönes Geschenk gemacht! :-)

    Wie sieht es denn aus mit Köln, wirst Du starten können?

    Liebe Grüße,
    Caro

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    1. Hallo Caro,
      Köln steht derzeit noch in den Sternen... aber bis dahin hat die Prellung ja auch noch 5 Wochen Genesungszeit.
      Viele Grüße!

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  2. Hallo Claudi,
    deinen Erzählungen entnehme ich, das es dir sportlich ganz gut geht. Du findest 1 Stunde laufen ganz entspannend, du schwimmst freiwillig am Ruhetag... das hört sich alles super an :-).
    Dann mal Daumen drücken das diese blö ... Prellung bald Geschichte ist :-).
    Und lieben nachträglichen Geburtstagsgruß an den Zeugwart.
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      lustig, dass Du das so schreibst... sportlich ganz gut. Ich habe irgendwie immer das Gefühl, dass nix voran geht und ich nichts gebacken bekomme. Komisch, wie Eigen- und Fremdbild oft auseinanderklaffen... Danke trotzdem!
      Nach so einem Kommentar fühle ich mich immer ganz sportlich... ;-)
      Viele Grüße,
      Claudi

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